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mir vielen übrigen Gebieten hat sich auch in der I unter bem Bert verkauft. Tie Zähne siA »Weisel. Aluminium fobriüation bald ein Hunger nach in- los gestohlen, ober am.sonsttge imred)tgina5i3«

Art erworben. Tie Geschädigten wollen sich auf

ver

kören.

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grenze, wo das Fall- und Schüttelobst nach sch

Vie Kartoffeloerforgung.

Billige Kartoffeln.

Einwohner den Zenter Karbofieln M 12 M t. ab. Die SJanbunrte erklären, bag dieser Preis Völlig ausveichend sei.

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m. Dai beute nacht ui Schwurgericht des Atermor sich wurden V desfreigef veriuchS üe: Grämlich zu ßud)ti)aw ui bann &ramli mibe nabtnei

Merlin, Ml." Oerbi Mergern iiraft wegen v htn Steuerhit Walt beantra W MW

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Zur Aufhebung der Fleischb^wirtschastuM-

NN. Frankfurt a. M., 87 J, Sept. Am W tiaen Vdonü» sand derBezirk^tagberFl«^ scher Hessens und £) effei'u^gtaf f»8 **

* Die Gesellschaft zur Förderung des Oberhessischen Handwerkes und Kunstgewerbes veranstaltete am Donnerstag einen Vortrag, in dem Hauptlehrer Hammann von der Malerschule zu Bensheim überFarbenharmo- nien in ihren Anwerbungen für das Handwerk und Kunstgewerbe" vor einem zahlreichen Mit- gliedcrkreis sprach. Die Ausführungen, die durch eine reichhaltige Ausstellung ergänzt wurden, sanden lebhaften^ Beifall. Eine Bejichtigung der Klemwohnungs-Siedlung der Baugenossenschaft 1894 an der Licher Straße, bei beten Ausgestal­tung Herr Hammann das Malergewerbe beraten batte, schloß sich an.

** Bo n einem Zahntechniker- und Kürschnerlehrling wurden vor einiger Zeit I meI)rere Hundert künstliche Zähne, 1 FabrikatWinand" Kalladiumsilb er zähne, z. T.

Veranstaltungen.

Dienstag: CafS Leib, 8 Uhr, Kvnzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. Hotel Em- horu, 8i/4 Uhr, Gastspiel. Lichtspielhaus ttne gestern. Lichtspiele, Setterdroeß,Homun­kulus" undEine Motte flog zum Licht".

Holland, das Pflückobst nach England g.'ht. A diese Weise erhalt das Ausland gutes und billig Obst imb das deutsche Volk hat das Nachsehen

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Interesse der Stadt austewrdmtlich freuen, daß der Stadlsäckel für die acht Tage an Platzmicte um 1500 Mark bereichert werden Sonnte und daß außerdem noch, wie man sagt, täglich 10 Mark an Spiel steuern eingingen.

Zeder echte Vvlkssveimd dürfte es begrüßen, daß wahre Boll'sbildungsstätten, wie eine Achter­bahn mit möglichst wenig Abgaben belastet Werden. Da ift es 'd&bn richtiger, wenn man im Vergleich hierzu gewiß miirderwertige Unternehmen, wie das Kino, das Stadttheater, den Konzerttor in, mitLu.-uSsteu?rn belastete. Oder, daß man für btt überflüssige Bequemlichkeit seine Zwet- tfen bei bet städtischen Trockenanlage dörren zu lassen, 80 Pf. pro Kilogramm erhebt.

Echte Volksbildung ist notwendiger. Und dar­um, um wieder mit Goethe zu schließen:

.... mag üb gern die Menge sehn, irenu sich der Strom zur Achterbahn hindrängt und mit gewaltig wiederholten Vtehen sich durcki die enge Gnadenpfotte zwängt, bei Hellem Tage, sckpn vor vieren, mit Stößen sich bis an die Kasse ficht und wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren um ein Billett sich, fast die Hälse bricht.

werden.

X. Klein-Steinheim (Heften), 28. SeM | Zn einer am Samstag abgehaltenen Sitzung wurx i u. a. auch Bericht erstattet über die Vorlage W - sichtlich der Neuregelung der Okbältcr der Cr meinbebeantten und -Bediensteten. Von bürgte- |l lichcr Seite wurde beantragt, über diese VorlaM I en bloc abzustimmen, während die soztaldems ? kratischen Gemeindevert-reter beantragten, über c« Bezüge jedes einzelnen Beamten und Beüensiei 'n getrennt abzustimmen. Dieser Aittrag ergu1 Stimmenalllck'heft, die Stimme des ?jitrgermd)i.tr ) war ausschlaggebend und fiel auf die Sorte d" t Antrags der Bürgerlickwn. Daraus verließt I t.te sozialdemokratischen Gemein de- Vertreter den Sitzungssaktll, insvlgedev"' über die weiteren Punkte nicht verhandelt roertm konnte. ;

Hessen-Nassau.!

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Berlin, 2< ; ,i^"vrvretz ! k-jdflt Ängnü i la «orsikmöen. '* dm Ar i Mi Äm gema W hatte, t tr dm tini» bet Br fiotfi&enbe ewtt femntrf bi* göt.i, btt bte ? oifplle- IN« kiüen »ll litirocrL xd Iw bei toi [ottnung iinzula ' ßifnabme gescho lugte gegen 11 Maten Gesanc tai, Vei 13

Die Waffenadlieserrrna in Gießen.

Wie wir bei der Stadt-Waffenablieferuns^S- stelle erfahren, sind bis vergangenen SarnStag em- geliefcrt worden. Es gelangten zur Ablieferung <367 Gettohve, 1 leichtes Maschinengewehr, vollständig, 1 Maschinengewehr, an dem einige Teile fehlen. Fenier 64 Pistolen, darunter 2 ftanzö'ische und 1 russische, 2 Handgranaten, 7700 Patronen und viele einzelne Waffenteile.

Von den Gewehren waren 80 Infanteriege- iDehre 98, 160 Karabiner 98, 10 Jnfanteriege- N'eyre 88, 32 Karabiner 88, 5 .Infanteriegewehre 71, 38 französische Jnfanteriegewehre, 11 franzö­sische Karabrner, 2 belgisch- JNfanteriegeweh-e, 4 russische, 1 mexikanisches, 1 kanadisches, 1 rumä­nisches, 2 englische Jnfaiiteriegewehre. 7 englische Karabiner, 1 amerikanisches und 1 schweizerisches Jnfanteriegewchr.

An Ab'icferungsprämien sind bereits über 40 000 Mk b'zahlt worden.

Die Ab.'i se.ung hat demnach einen guten Er­folg gezütigt und mehr Waffen ans Tageslicht ge­fördert, als man versteckt glaubte. Wer immer noch tm Besitze von Waffen ist, möge nicht säumen, sie abzugeben. Am 21. Oktober hört die Prämienzah­lung auf. Wer dann bis zum 1. November ein­schließlich abliefert, genießt lediglich, ebenso wie jeder, der seit 15. September ablieferte, die durch das Entwaffnungsgesetz bestimmte Straffreiheit. Wer nach dem 1. November bei den in Aussicht ge­nommenen eingehenden Ermitte.'ungen im unbe­fugten Besitz von Militärwafsen betroffen wird, ist den schweren Strafen des Entwafsnungsgesetzes ver­fallen Es kann deswegen nickt eindringlich genug davor gewarnt werden, aus der völlig verfehlten Erwartung heraus, die Prämien würden erhöht werden, jetzt mit der Ablieferung der Waffen zu­rückzuhalten.

Der Banxit-Bergbarr in Oberhestcn.

Per ruMch-polnische Krieg.

Warschau, 27 Sept. (WDB.) Im pol­nischen Gneralftabsbericht vom 25. September heißt es: An der Front südlich des Pnp: et nah­men wir Rokitno und Szeptstewka. Nördlich des Pripiet bauert die heftige Schlacht auf ber ganzen Front an. Nach schweren Kämpfen erzwangen un­sere Truppen den Uebergang über ben Dniepr-Bug- Kanal unb nahmen die Orte Bereza, KarftrffaRo- izann. Im Bereiche von Wolkowsk, wo bte hart­näckigen Kämpfe mit den feindlichen Divisionen noch immer fortbauem. machten wir 700 Gefangene unb erbeuteten 16 Maschinengewehre. Im Bereiche von Brzestowiea-Wielka gingen unsere Truvven nach breitägigm heftigen Angriffen ber Bolschewisten zum Gegenangriff über, machten 500 Gefangene unb erbeuteten 10 Maschinengewehre. Unter den Gefangenen befanden sich auch zwei litauische Ar­tilleristen, die ben Bolschewisten von ber litcnmchen Armee zugeteilt worden waren. Auf ber ßuue Hor- tow-Grodno finden heftige Kämpfe statt, wöbet wir Porzcezs einnahmen, das von bolsck^wistischen unb litauischen Truppen gemeinsam verteidigt worden ist. Wir machten 1300 Gefangene, erbeuteten viele Maschinengewehre unb Eisenbahnmaterial.

Im Bericht vom 26. September heißt es: Nach schweren Kämpfen nahmen wir Grodno, machten zahlreiche Gefangene unb erbeuteten viel 'Kriegs­material. Nörblich des Njemen verfolgen unsere Truppen bte zerstreuten Abteilungen des Feindes. Im Abschnitte Rosanh-Wolkowtisk wurde feftetftetTt, daß sich die Bolschewisten allmählich über die Flnß- Ivme des Szcara zurückziehen. Nördlich Rownv zer­streuten wir in einem energischen Ausfälle die 19. Sowietinfantenebrigade, die die Aufgabe hatte, uns Kus Rowno zu verdrängen. Oestlich des Zorurz, erweitern bte ukrainischen Armeen ihre Grup­pierungen.

ländischen Rohstoffen bemerkbar gemackst, ba die auÄänbisck)en Erze während ber M.perrung tm Kriege ausblieben unb auch heute nur mit sehr hoher Valutazulmhe zu erhalten sind. #

Das einzige Erz, das für die Älummiumgewm- mmg bisher praktisch in Betracht kommt, nt ber Daurit, der seinen Namen nach der südsranzon- l'djem Stadt Beau führt, von wo er seinerzeit zuerst beschrieben wurde. In Deutschland ist tem Vorkommen allmählich aus vecschiednen mittete unb westdeutschen Gebieten bekannt geworden. Sein Haupwerbre.tungsgebiet liegt vor den Toren Frankfurts, in ber darmstädtischen Provinz O b er- Hessen, auf ber Westebdachung des Vogels- b.'rges. Chemisch gesprochen ist ber Banxtt M der Hauptfack-e ein Douerdehydrat, das durch Eiwn- oxidhpdrat verunreinigt ist. Daneben spickt tn feiner Zusammensetzung die Kieselsäure und ras Titanoxyd eine mehr ober mimer große Rotte. Die Bauxitlager erreichen im allgemeinen Mach- tigknten von 18 Metern. Lokal können fte so- igar bis zu 15 Meter ansch.vellon. Der Bergtern aus Bauxit geht meist im Tagebmi vor sich. Tie Hauptschvterigkeit ber Gewinnung liegt m der möglichst rcinlick-en Scheidung von Knollen unb Ton. Ter .^berhes.ische Bauxit hatte lange Zeit mit einem Vorurteil zu kämpien, und auch heute ist das Misstrauen mancher Kreise durckMis noch nickst ganz g schwunden. Immerhin sind bte Ver­hältnisse doch im unb nach dem Kriege n^sentuch besser geworden, weil man wegen ber Unterbindung b-r ausländisck^n Zufuhr notgedrungen meyr aus i«t. j:tiä.ib JJ?en Erz e erven zurückg^eisim mußte. Tantals fanden auch im Auftrage einer Reichs- behörde umsangreickse Schürsu>igen auf Bauxit in ganz Oberl-essen statt, die eine erheolich weitere Ausdehnung der vorlxuidenen Lager erwie.en, a.s man vorher anzunehmen geneigt nxtr. Noch heute werden dauernd neue Bauxitlager erschlossen.

Die Produktion der Gruben ist in den letzten Jahren in steter Steigerung begriffen. Auch die Zahl der Betriebe fort sich nach dem SVriegc wesentlich vermehrt, so daß der Bergbau aus Bauxit schon heute als ein nicht yu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor für das oberhessische.. Ge­biet ins Gewickst fallt."

* Liter ar i s che Gefells chaf t. Wie aus dem Anzeigenteil zu ersehen ist, beginnt die Literarisch: Gesellschaft am Sonntag, dem 3. Ok­tober, ihr Wrnterprvgramm 1920/21, zu dem sie ihre Mitglieder und die Gießener Literatur freunde herzlich einladet. Trotz der allseitigen Steigerruig ber Unkosten ist bis jetzt von einer weiteren Er­höhung ber Eintrittspreise abgesehen worden, in der sicheren Zuversicht, daß alle hiesigen Literatur ltebenden Kreise regelmäßig die Abende besuchen. Nur ein regelmäßiger Besuch der mit besonderer Sorgfalt und Reichhaltigkeit aufgestellten Vor­tragsabende ermöglicht, ganz abgesehen davon, daß er allein nur einen klaren Ueberblick über die Persönlichkeiten unb Werke unserer zeitgenössischen Dichter unb Autoren geben kann, baß die Eintritts- gebühv:n tm Verhältnis zu sonstigen Veranstaltun­gen zu mäßigen Preisen gehasten werben können, um diese gmußveichen literarischen Vorträge wet- teten Kreisen zugänglich zu machen. An Autoren sind für tat Winter 1920/21 von ber Leitung der Gesellschaft gettwnnat worden: Armin T. Wagner, Ernst Zahn, Walter Hasenclever, JrchannaHambsch, Münchhausen: an Rezitatoren: Pros. Ludwig Wüllner, ein Marchmabend (Frau Mönkeberg, Lektorin für Vortragskunst an ber Universität Hamburg). Es ist nur ^u wünschen, daß, das Pro­gramm, soweit es bis letzt ausgestellt ist unb das mich in künstlerischer Hinsicht allen Ansorberungen Otenüge leisten wird, zahlreiche neue Mitglieder unb Freunde der emsig tätigen Gesellschaft zu­führen möge und damit es ihr vergönnt bleiben wird, ihre vornehmste Ausgabe, die Freude am Kunslleben in Gießen trotz ber äußeren Erschwer­nisse bieder Zeit wachzuhalten, nach ihrem Teil durchsühren zu können. (Siehe Anzeige.)

** Meisterprüfung. Tie Jung meister und -Meisterinnen, bte in diesem Sommer ihre Meisterprüfung abgelegt haben, fanden sich am Sonntag imGroßcherzog" mit ihren Angehörigen unb ben Prufungsmeistern zu einer gemütlichen Feier zusammen. Ter Vorsitzende der Prüfungs­kommission für Oberhessen, Gewerbeschuldirektor Tipl.-Jng. Bünnings, gab nach einer Be­grüßung das Gesamtresultat ber Prüfungen be­kannt, dankte ben Prüfungsmeistern für ihve Mit­arbeit unb beglückwünschte bte Jungmeister zur bestandenen Prüntng. Geheimerat Tr. U sing er sprach seine Freude über bte Ergebnisse au3, betonte die Bedeutung dieser Prüfungen für das Hand­werk und überreichte im Namen der Gesellschaft zur Förderung des oberhessischen Handwerks an 24 Prüflinge, die ihre Prüfung hervorvagend be­standen hatten, die von dieser Gesellschaft gestif­teten Bücher. Handwerkskammershndikus Schatt- l e r übermittelte die Glückwünsche der Handwerks­kammer zu Tarmstadt und wies auf die Wichtig­keit des organisatorischen Zusammenschlusses im Handwerk hin. Im Namen ber Jungmeister bankte Schneidermeister Balser für die Glückwünsche unb die Mühewaltung ber Prüfungsmeister. Tr. Krausmüller legte bte Bestrebungen ber Ge­sellschaft zur Förderung des Oberhessischen Hand­werks bar und forderte bte Jung meister auf, sich ben bestehenden gewerblichen Organisationen an- Mschlteßen, rnbem er im besonderen bte Zwecke bes neugegrünbeten Handwerkerbundes flar legte. Tie harmonisch verlaufene Veranstaltung machte auf die Beteiligten, insbesondere auf die jungen Meister unb Meisterinnen, einen nachhaltigen Eindruck.

Aur Stadt und Land.

Gießen, ben 28. Sept. 1920.

Zux.

Herr Stuber, Gott geb Euch seinen -Legen Unzählbar in Schnupftuck)s Hagelregen!

Ten Proftt kann ich Euch wohl gönnen:

Wenn man Goethes Jahrmarktsfest zu Plnn- dersweilern liest, bem diese Äerse entnommen sind, und dabei an einen neuzeitlichen ^uxplatz denkt, wie ihn etwa eine Stadt wie Gietzen zu bieten vermag, muß man sich doch mit Wagnerscher Erkenntnis freuen:rote roirs dann so herrlich weit gebracht". Wie hätte wohl erst Goeil)e, der seine Jahrmarktsbesilcher mit ben albernen Tra­gödien eines Puppentheaters unb ber schwäch­lichen Vorahnung bes allgewaltigm Filmes, dem Schattenspiel unterhalten ließ, begeistert bte Lc- beiisbereicherung einer Achterbahn gepriesen. Sicher hätte auch er den symbolijck)en Wert einer solchen Erfindung ersaßt und diesen Wert anoers formuliert, als es etwa Wedekind tut, nnnin er seinen Marguis von Keith mit den bina. en Wor­ten schließen laßt:Tas Leben ift eine Rutsch­bahn". Tiefer Ausspruch dürfte wohl dem Leben nicht ganz gerecht werden. So einfach als Rutsch­bahn stellt sich das Leben nun doch nicht bar. Wenn auch im allgemeinen bte schiefe Ebene unb bte Gravitation ausschlaggebenb zu sein pflegen, so gibt es im Leben boch ab und zu wieder einmal einen Ruck und es geht ein Stückchen aufwärts. Genau so wie man dies an der neuesten Juxplatz- attraftion höchst anschaulich vor geführt sieht. Unb o darf man wohl mit Recht annehmen, daß ein charfsinniger Mann rote Goethe in Kenntnis un- ercr genialen Errungenschaft den Wedekindschen Satz vertiefter so formuliert hätte:Tas Leben ist eine Achterbahn". Ja man könnte einen sol­chen Satz nicht nur auf ben Lebenslauf eines einzelnen Menschen, sondern auch auf ganze Völ­ker. wie zum Beispiel das deutsche Volk, anwenden.

Wer also eine Einrichtung wie die Achter­bahn lediglich als einBergnügungsetablissement" ansähe, hätte wohl ihre tiefere Bedeutung und ihven hohen Wert für Volksbildung durch An­schauungsunterricht verkannt. Wir nehmen zu­gunsten einer aufgeklärten Zeit an, daß es nur wenig Menschm gibt, denen diese eminent ethische Wirmng verschlossen blieb, denn sonst wäre ber Andrang nicht so erfreulich ^graß gewesen. Es ist auch ein schönes Zeichen, daß man sich heutzutage eine ÜLbenserkenntnis gerne etwas kosten läßt, denn im Grunde genommen ist sie, mit 2 Mk. an Wochentagen und. Mk. an Sonntagen recht preis­wert. Höchst bedauerlich ist es daher, daß ein solches Volksbilbungsuntemrhmen nicht länger am Platze blieb, und es erhebt sich die ernstliche Frage, ob man nicht durch eine Petition an die ^t-abte veiordnetenversammlung eine baldige Wiederkehr ber Achterbahn offiziell an regen lassen soll.

Wir haben bisher nur bte ethische Seite des Unternehinens berührt. Sein hoh:r Wert bekundet sich aber auch in der Uneigennützigkeit mit der Hunderten von Zuschauern unb zumal den bevor­zugten Anwohnern des Oswaldsgartens ein Herz und Ohren erfreuenbed Schauspiel, dessen sittliche Wirkung wir bereits bar getan, "kostenlos verabfolgt wurde. Nicht zuletzt ist die wirtschaftliche Seite zu begrüßen. Wenn Man bedenkt, daß Leute, die eltsamerweise am Kopfrvckmen Freude haben, für das Unternehmen eine Tageseinnahme von 20 bis 45 000 Mk. errechneten, so muß man sch im

stärkste gepflegt werden müsse, denn eines Tages müßten die unerträglichen Zustände im Osten, die der Versailler Vertrag ge­schaffen ,KU einer Aenderung führen. Ober­bürgermeister Kunze verlangte, daß das Reich die volle EntschLdiaung aller s^ichS- deutschen übernehme, die durch das polnische Liquidationsgesetz und die anderen Verge­waltigungsmaßnahmen ihr Vermögen

tadelte das Zurschaustellen des Reichtums der Kriegsgewinnler. In dem Konflikt zwi- fefcn Kapital und Arbeit müsse die Regierung eine wachsame Neutralität beobachten und, wenn erforderlich, beruhigend wirken. Giolitti betonte, daß er den Industriellen abgeraten habe, die Aussperrung zu erklären, andern­falls fännten sie auf keine Unterstützung durch die Staatsgewalt rechnen.

Rom, 27. Sept. (W-olft) Im Senat erklärte Giolitti ferner, zur Verhinderung ter Be­satzung hätte man alle verfügbaren Kräfte au, mehr als 600 Werke verteilen müssen: zu deren gew.ll'samer Räumung träte ein Kampf mit ernsten Folgen ii gewesen, während doch ber allgemeine ©erocrWf snrband versichert habe, daß bte Be­wegung nicht politischer, smidern ivirischaftlicher Natur sei. Die 58erg-'ben Einz lncr seien bei den Gerichtsbehörden zur Anzeige gebracht worden. Tie Regiermw hrbe q:glaubt, im gegebenen Augenblick indcn Streik eingreifen zu sollen: betaute hin sei die Vereinbarung getroffen Worten. Es sei l>eabsich!igt, ben Gang ber Industrien in ter Weise umzubilden, daß bte Arteiter ton ben Ver­hältnissen in den Fabriken Kenntnis eT/fyiettm. Dann könnten sie sich über die Billicikit oter Un­billigkeit ihrer Fütterungen Rechenschaft oblegen. Das von ihm infolge ber Vereinbarung erlaßene Dekret sckxifte fein Präjudiz. Em paritätischer Aus­schuß solle Vorschläge zur 9lbßissung, eines Gesetz- enlwurses unterbreiten .Der Arbeiter solle zu einem Verbündeten, nicht zu einem Gegner der Industriellen gemach' werten. Gwlitli betonte, test ber Grundsatz ter Ueterwachuna ichm am 3. März 1919 von den Vertretern ter Arbeit­geber zugeltarchen wurde und daß im Dezember 1919 die Kammer eine Tagesordnung emer Kon­trolle deS Beteiebs angenommen, habe. , Täglich würden 9e*riete geräumt und dir Arbeit werde teil wieder ihren gewöhnlichen Gang geben Der Miuiiterpräsitent faM, die Zukunft des Landes hänge tor allem dckvvn ab, wie bte große soziale Frage gelöst werde.

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Eine ReichStagun« ostmärkischer Flüchtlinge.

Berlin, 27. Sept. (WB.) Im Reichstag wurde heute, wie dieDeutsche Allgemeine Ztg." meldet, die erste allgemeine Reichs- tagung ost märkischer Flüchtlinge eröffnet Geheimrat v. Tilly protestierte gegen die polnischen Gewalttätigkeiten und das Verhalten der französischen Regierung in Oberschlesien und gegen das brutale Vor­gehen der Polen in Ost- und Westpreußen. Landesdirektor v. Winterfeldt schilderte die Tätigkeit des Roten Kreuzes in der Flüchtlingsfrage, das für die Frage der Sied­lung eine besondere Abteilung gebildet habe. Der Vertreter des Reichsministers des In­nern versicherte, daß es eine Ehrenpflicht deS Reiches und der Länder sei, für die Flücht­linge zu sorgen. Unter stürmischem Beifall betonte Abg. Dr. H ö tz s ch , daß der feste Zusammenhalt mit der Ostmark auf das

st>. Fulda, 27. Sept. Eine Anzahl wirte in Eick-nirieb gibt au wirtschaftlich schwache

Beta, 3» unjer Hand J»«! 17. Septem li'te'rma Ober!

®i«ben. 3r Dei in 7 ijlrina Trnst Nentmati

fb. Vom Westerwald. 27. Sept. Von den Stationen ber Weslrnraldbahn werden gegenwärtig p osx Mcngrn Obst versandt, die von fremden Händlem aus Norbn^stteutschland ausgekauft Hub. Die Preise für da..; Obst sind außerorbentlich hock:. Die Waggons gehen an eine bestimmte deutsch« kleine Station an ber holländischen

AuS Fachkreisen wird berFvankf. Ztg." ge«° eben:Im Laufe deS Äri.-ges, unb vielfach sbaatticter Seite ermutigt, ift in Deutsckckaud Reihe ausgedehnter Fabrikanlagen ins Leben eten, die sich bte Gewinnung deS Alumi - t m S aus Erzen zur Aufgabe machen. Wie

der Kriminal-Abtcllung melden.

-L Das Wal zen der Kreisstratzc Großen-LindenKlein-Linden, tos dieser Tag? beendet wurde, hat die Summe von rund 90 0^0 Mark gekostet.

** Die Gedächtnisrede Wilhelm B o u s s e t s, die am 9. Mai 1920 ton Professor 1). Hermann Gun ke l in unserer Landes--Univer- ität gehalten wurde, ist nunmehr im Bcrlag? von I. C. B. Mohr (Paul Siabock) in Tübingen erschienen: der Preis beträgt 2 Mk. nebst dem üblichen Teuerungszusch az.

** Preußisch - Süddeutsche Klas cnlot te rtc Tie Lose zur 4. Klasse müssen unter Vorlegung des Vorklassenloses bis jiim 1. Ok­tober, atente 6 Uhr, einaelöst werden. TieErsatzlose müssen gegen Rückgabe der Gewinn ose bi3 zu die­sem Zeitpunkt in Empfang genommen werden.

** Ter Kaufmann. Verein, Orts­gewerbeverein, veranstaltet am 30. Sep­tember, 8 Uhr, in der neuen "Aula einen Licht- bilder-Dortvag überTas alte Rothe..burg".

** Der Evang. Arbeiterverein hiel. am Samstag Atend im Gewerbehaus eine gut bei uchte Mitgliederversammlung ab. Nach dem Bericht des Vorsitzenden, (Exfrctar Kirchner, hat sich ber Verein auch im letzten Halbjahr außevorbentlich günstig entwickelt, die Mi:g'.ieberz<ahl 'bat wesentlich zusenommen, das Verciusleten ift besonders rege. Im Mfttelpuntt bes Mends stand ein Referat ton Dr. Hans Werner, Geschaf.sführer ber hiesigen Volks­hochschule, über ,.Vo lksbilbungsarbeit", das allgemeinen Beifall fand und Anlaß zu ein­gehender Aussprache gab. Nach Besprechung bes reichhaltigen Winterprvgramms unb Er ledigung sonstiger geschäftlicher Anselegenheilen schloß der Vvrjitzeiche die Versammlung mit der Bitte um weitere Unterstützung der Beitrebungen des Vereins.

** Die Lichtspiele Seltersweg bitten uns mftzuteilen, daß die von heute ab zur Vorführung gelangende Homunkulus-Tri­logie eine neue Bearbeitung des seinerzeit er- fchienenen sechsteiligen FilmS ist. Dieser Homun- kulus-Fllm hat mir drei Teile, bte anschließend gespielt werden. Olaf Fönß spielt auch diesmal

die Hauptrolle.

** Eine große internationale I Ringkampf-Konkurrenz ist für Sonntag I im Hotel E nhorn anaekündigt. Es handelt sich um die Meisterschaft von Hessen. Erste Kräfte sind an ge­meldet, so August Schneider, welcher im 3taii im Saargebiet von 45 Teilnehmern den 1. Preis nebst goldcn:m Wanderpokal des verstorbenen Welt­meisterringers H. Eberle gewonnen hat.

Landkreis Gießen.

r. Sonborf, 26. Sept. Unsere Feldbe- reinigung, die schon vor Kriegsbeginn ange­fangen wurde, geht nunmehr ihrem Ende entgegen. Am Freitag und Samstag fand bte Zuteilung unb Vorzeigung bes Ackergeländes statt. Ms Ergebnis läßt sich feststellen, batz Zufriedenheit nur bei eini­gen Wenigen vorhanden ist, während bei den meisten Reklamationen erfolgen werden. Immerhin ist es | auch möglich, daß durch die Zuteilung der Wiesen I unb Garten, die m etwa 14 Tagen erfolgen soll, manch Unzufriedener noch beruhigt wird.

Kreis Alsfeld.

rm. Alsfeld, 27. Sept. Eine Stiftung von 100000 Mark für wohltätige Zweck hat der von hier stammende H. F. Gund- > r um in Brooklyn zum Andenken an feine irn I Jahre 1866 verstorbene Mutter gemacht.

Kreis Friedberg.

ftriebberg,26. Sept. Auf Veranlassuiiil | ber ,Bereinigung alter Burschenschaften von Fried- I berg und Umgebung" fand gestern abend im I sinosaale eine größere Burschenschafter- M feier statt, welche einen in jeder Beziehung V<-- | friedigenden Verlauf nahm. Der Saal war fcn-- lich mit ben Wappen der betreffenben fBetbinbumteii I geschmückt: außer zahlreickxn alten Herren batten I sich auch Vertreter ber benachbarten Unitierfitätai I Gießen, Marburg unb Frankfurt und ber Tech- I nischm Hochschule in Darmstadt etngefunben; die I Leitung lag in den Händen des Herrn Direktor I v. Stadler. Professor Wcner sprach auf das deutsche | Vaterland, derDeutschen Burschenschaft" galtat I bte Worte des Schriftleiters derNeuen TageS- Leitung", Eugen Schmahl. Es war ben flnroejcii* I een Gelegenheit geboten, den Treu schwur beul I Vaterland 'zu erneuern, ber ja in guter ob fäjlim* 1 mer Zeit, von jeher ein Hauptprogrammpunkt ba I deutschen Burschensck>after gewesen ist.

Friedberg, 26. Sept. Ein alter, feil I langen Jahren ganz in Vergessenheit geratend Brauch feierte heute wieder seine Auferstehung, bis Bewohner derVorstadt zum Garten" ließen tS sich nicht nehmen, wieder einmal ihreKerte | zu feiern. Der Stadtteil, der in früheren Jahk" Hunderten zur Burg Friedberg gehörte, war ai# diesem Anlasse festlich geschmückt, ein stolzer Kerte» bäum war ausgestellt und es fehlte natürlich E' nicht an ber unvermeidlichen Tanzmusik, Zwetscha hieben und sonstigen leiblichen unb geistigen O nüssen.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Heppenheim a.d. B., 26. Stti Die durch den Kreisausschuß eingesetzte V1 i bensmittelkommission veröffentlicht eine eir gehende Bekanntmachung, in welcher untre I Berechnung der Getreideerfassung, der Meh!" - Verteilung und der Bäckerkosten ufro. bi« i Preise für den Verkauf des Brotes, wie b« Mehles usw., bis zu 20 Proz. herabgesek!