Nr. 122 Zweiter Blatt
Vit RrichrwahIIifttn.
Wir geben tton den Reick'swalLlisten, soweit sie gekannt sind, nachstehend die ersten 10 Namen toetier, die am aussichtsreichsten sind:
Deutsche Volksparlei: L Tt. Qhiftoö Stresemann, Syndikus, (r^jTlytienburg, Tauendienstr 12a. 2. Frau Klara Mend e, Berlur- Zenuxrijof, Txzrfftr. 36. 3. D. T-r. Wilhelm Ka bl, <Sel) Instizrat, Pw'rsvr, Berlm-Wilmersdorf, Kaiser-Allee 23. 4. Wily.'lm Tusche, Hofbesitzer, 3 fern Wen bei .Hannover. 5. Otto Thiel. Bei- bauds Vorsteher, Berlirr-Lestend, Rüsternollee 8. 6. £>ugv Stinneß, Industrieller, Mülheim a b. Ru1)r. 7. 'Kuguft Winnefeld, Bergmann, Gün- nifllelb bei Wattenscheid, Kaiserstr. 23. 8. Tr. Reinhold Goorg Quaatz Geh. Regierungsrat, Handeiskammttsyndikus, lassen, Bismarrkstr. 13. 9. Herrrrich R ipvler, Chefredakteur, Berlin, Wll- helmstr. 141. 10. Karl v. Scho ch, Generalleutnant z. T., München, Kvrlstr. 10, im ganzen 21 Namen.
Tcut sch nationale Bolkspartei: 1. Staat sminister bergt, 2. Paula Müller, 3. Tr. von Delbrück, 4. Lambach, 5. Dr. Rösicke, 6. "Dietrich, Geb. Iustizrol, 7. Schultz, Bromberg, 8. van den Kerho ff, 9. Dr. Hoetzsch, Univeriilätsprofessor, 10. b. Gal l- w i tz, General der Artillerie a. T.
Deutsche demokratische Partei: 1. Petersen, Tr. Senator, M. d N., Hamburg, 2. Frau Tr Gertrud B ä u m e r, M. d. N., Hani- n3. Geßler, Reichöivebrminister, Berlin, r. Hermann Fischer, Köln, Rechtsanwalt, 5. Otto Keinath- Stuttgart, Leiter wirtschaftlicher Verlande, 6. Otto Schuldt, Eiscnbahn-- assistent^ Vorsitzender des» Gewer-fchafisbunöes deutscher Eilenbahnbeamter, 7. Friedrich F i ck,General- divektor Würzburg, 8. Liese, Landwirt, Haber- land bei Wilsnack, 9 Knie ft, Obermeister der Tischlerrnnung, Kassel, 10. Frl. Tr. Marie Elisabeth Lüders, Düsseldorf, im ganzen 38 Namen.
Mehrheitsso - ialisten. 1. Wels,
Otto, Borsitzerrder der sozialdemokratischen Partei, 3. Iuchaez, Marie, Berlin, 3. Schmid t, Robert, Reichsnnrrschaf.sminister, 4. Tr. jur. Radbruch, Kiel, Univerfilätspvofessor, 5. Schlicke, Reichsarveüsminister, 6. Schulz, Heinrich, Staatssekretär, 7. Stein köpf, P.'stsekretär, 8. Brunner, Vorsitzender des Deutschen Eisen- bahnerverbandes, 9. Tr. vhil. Gradnauer, Gg., TreSderi, 10. P f ü l f, Antonie, München, Lehrerin, im ganzen 33 Namen.
Zentrum: 1. Dr. Peter Spahn, Staats-- mmifler a. D, Berlin-Lichterfelde: 2. Dr Franz Hitze. Universüätsprofessor. Münster 'Westfalens; 3. Dr. H inrich Brauns, Direktor des Bolksvereins für das kalh. Deutschland. M -Gladbach: 4. Frau H-dwig Dransfeld, Schriftstellerin, Wett (West- salen): 5. Johann Koch, Obcrpostschasfner, Essen (Ruhr): 6. Dr. Franz Fottmann, Schriftleiter, Berlin-Charlottenburg: 7. Arno v. Rehbinder, Rechtsanwalt, Berlin: 8. Karl Korthaus, Ver- bandsdirektor, Steglitz: 9. Dr. Franz Hörster, industrieller Justitiar, Altena (Westfalen): 10. Josef Hagemami, Bürgervorsteher, Osnabrück.
B e r l i n, 26 Mai. (Wolfs.) Erklärungen über den Anschluß der Kreiswahlvorschläge an den Reichswahlvorschlag werden vielfach sälschlicher- weise unmittelbar bei dem Reichswahlleitcr cin- aev-icht. Nach § 18 des Neichswahlgesehes müssen lolche Erklärungen bei dem zuständigen Kreiswahl- kjtcr eingeceidjt werden, und zwar spätestens bis 27. .Mai. Die Erklärungen können auch telegraphisch bei dem zuständigen Kveiswahlleiter eingereicht werden, müssen aber nrnerhalb 2 Tagan durch eine schriftliche Erklärung bestätigt werden. Die bei dem Reichswahlleiter eingereichten Erklärungen haben keine Gültigkeit.
Vereine und Veranstaltungen.
Q Kloster Arnsburg, 25. Mai. Wie immer am 3. Pfingsttage, so feierte auch heute das evangelische Rcttungshaius wieder sein Jahresfest. Aus der weiten Umgebung, von der Butzbacher bis zur Laubacher Gegend, waren die Freunde der Anstalt in überaus großer Zahl er* schienen. Im Walde an der alten Klostermauer versammelte jsich eine vielhundertköpfige Gemeinde zum Festgottesdienst, zu dessen Verschönerung der Posauneuchvr Watzenborn-Steinberg be- sorrders beitrug. Die Festprediger waren Pfarrer Schäfer Darmstadt und Pfarrer Trommershausen- Frankfurt a. M. Bei der Nachfeier im Hofe des Rettmigsbauses erzählte Pfarrer Schäfer- von seinen Erlebnissen im Orient, in Krieg und Frieden,
Die Gräfin.
Roman von G. W. Appleton.
kNachdrnck verboten.) Fortsetzung 45.
Zwanzigstes Kapitel.
Als tvir in der Droschke fasten, bee uns in der Rrchttnrg nach Balsam davonführie, rrahm Tick den Gegenstand wieder auf.
Nun, "Lerigvrd, sagte er, was HÄst du von dieser Wendung der Geschichte?
Offen gestanden weist ich nicht, was ich dazu sagen scstl, enviberte ich. Eines indes ist gewiß. Trotz der Versicherungen der alten Dame bot ich überzeugt davon, daß cs nicht der Graf war, der neulich nack'L am Amttfex Sa iure erschienen ist.
Was veranlaßt dich zu diesem Glauben?
Der Graf ist-ein kleiner Mensch mit eurem Äatwmierlen Gesicht. Der andere ist wenigstens einen Fuß größer und trögt einen Imuyit, schwrczen Bart. Der Maurer Mim ms hat mir den letzteren beschrieben, und der sollte es doch wissen: iniö dmin sah ich, wie ich dir erzählt habe, benfelN-h Menschen ein oder zwei -stunden später mein Haus bewachen, als ich ausging, um d»rs Paket auf die Post zu tun.
Stimmt, pflichtete mir Dick bet. Das batte ich vergessen. Und dann, denkst du, must trotz allem etwas Wahres an der Erzählung des Erb* grafen fein, daß er nichts von dem Aufentdolts- wechsel der alten Dame in der letzten Zeit w»iß
Ick, zuckte mit bat Achtln.
Ich habe keinerlei Meinung darüber, antwortete ich. Gegenwärttg tappe ich völlig tm Fm- stcrn. Mer, fügte ich hinzu, ich habe die feste Absicht, der Sache nun auf bat Grund zu gehen, koste es, was es wolle und komme, woS Kommen mag.
Jedenfalls, r^einte Dick lachend, hast du einen erstaunlich gewandten Hinteruurnn. Diese Frau ist ja ein Prachtswesen, mein Junge.
Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)
Donnerstag, 27. Mai 1920
be »anders über „Armeuiernot und ärntenierbilfe". Lttft-dechant Lenz^Lich erstattete den Jahresbe- richt, in dem die leckende Schwester trotz der Nm der Zeit manches Erfreuliche mittecken konnte. Tie Ausgaben betrugen rund 28 000 Mk Viel Unter- 'lützung, besonders an Namralien, fand die Anstalt aus beiuutbarten Gemeinden, hauptsächlich konnte Volz he im ein besonderes Lob ausgestellt wer- UntergebrackN waren im abgelautenen Jahre <r-fa^rn in t>er. änftalt, an deren Erziehung , Lchiveftern und eine Lehrerin tätig waren. — Uua? sonst war Arnsburg gestern unb heute sehr Itark besucht, besonders aus Gießen.
handel.
Die steigende deutsche Valuta.
Kristiania, 26. Dkai. (WTB.) Auf dem Valutamarkt konzentrierte sich fast dos ge> ™mte Interesse aut die deutsche Mark, deren Kurs schnell auswärts stieg. Tie heutige Notierung stellte sich aus 14'/,. Es sanden aber auch Umsätze bis zu 15,30 und bei Schluß der Börse zu 15,25 statt. Von einzelnen Bankinstituten wurden viele Millionär Mark umgesetzt. Für andere Valutasorten war unter diesen Verhältnissen das Interesse sehr gering. Englische Pfund und amerikanische Dollars wenig verändert
Finanzielle Schwierigkeiten Japans.
Tokio, 26. Mai. In der heute abgehaltcnen Kabinett) itzung wurde beschlossen, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die ruinöse finanzielle Lage zu erleichtern.
Po ko ho ma, 26. Mai. (WTB.) Eine Groß*- bank von lfkrfo'5amxi und ihre Zweigstelle in Ockko faben zeitweilig ihre Tätigkeit eingestellt Tie Bank beschäftigte sich mit dem Seiden- t u chha n del, in dem kürzlich ein schwerer Rückschlag erfolgte. Man fürchtet, daß durch .:-ie Schließung der Bank die allgemeine finanzielle Lage ernsllich beeinflußt wird. Die Seidenbörse in Povohoma I>at ihre Tätigkeit vorläufig eingestellt.
mc. Frankfurt a. M., 26. Mai. Der Im- mobilicnmarkt war im letzten Monat sehr still. Tie ausländischen Käufe an Häusern und Liegenschaften haben ausgehört, da das Steigen der deutschen Mark keinen Anreiz mehr bietet. Im ganzen wurden 26 Verkäufe getätigt. Sehr gesucht sind naturgemäß die Häuer, in denen in absehbarer Zeit eine Wohnung frei wird. Zuschläge von 1—3 Proz. für solche Objekte sind keine Seltenheit. In Hypotheken war das Geschäft flau. Gesucht luaren einige zweite, erste Hypotheken sanden meit mehr Kapitalvorrat als Bedarf.
Berlin, 26. )DtaL B ör s e n st i m m u na s- bild. Gleich zu Beginn des heutigen Börien- verkehrs waren die Devisen erheblich ni.t>riger an- geboten : automatisch mit deren Rückgang wichen die Aktienkurse beträchtlich, insbesondere Valutawerte. Deutsche Kolonialanteile verloren 1100, Otavis 115, Sloman 300, flieuguinea 55, Schan- tungbalm 25, Deutsch Uebersee Elektr. 110 Proz. Türkische Lose büßten 61 Mark ein. Bei anderen Aktienarten waren die Verluste nicht ganz so beträchtlich: einzelne Were warten aber doch wesentlich in Mtleidenschäft gejogen. Insbesondere verstauten heute auch Schissahttsaklien stärker, Argo waren 33, Deutsch-Australische 9 und Lloyd 9V8 Prozent niedriger. Am Montanmarkte überftieg der Verlust bei Bismarckhütte 20 Proz. Bon Elektrizi- tätsaktirn waren A.E.G. mehr als 20, Siemens u. Halske 14 Prozent gedrückt. Bei Farbwetten sckvvantten die Rückgänge zwischen 10 unb 30 Proz. Bon Kaliaktien waren Westeregeln 43 Proz. nied- tiger. Nicht durchweg erlangte die Börse im späteren Verlauf ihre Widerstandsfähigkeit wieder. Am Anlagemarkt konnten sich Deutsche Anleihen nirfjt durchweg behaupten, österreichische und ungarische ivaren ungleichmäßig. Mexikaner nachgebe: d.
Die offiziellen Devisenkurse stellten sich teilweise etwas über den niedrigsten Tageskurs und im Zusammenhang damit griff eine teilweise leichte Befestigung Platz. Aber nur die zu Einheitskursen gebanbeiten Aktien weisen vielfach erhchLiche Rückgänge auf.
Frankfurt a. M., 26. Mui. (Börsen- ftimmungsbild.) Auf die ©efcnmg der Te- visenkurse und Banknoten im freien Bnkehr tvit auch in AuÄandsaktien sowie Ko lonialpapurrn eine ansehnliche Erholung ein. Gebesatt gcl.en auch
Montanaktien hervor. Die Umsätze in letzteren waren beschidener Bei einiger Nachfrage st'lltvi sich Hafener auf 260 plus 5, Gelfeniirdvn .'86 >, plus 2, Oberb chatt '186 plus 51/?, Phönix Bergbau sanden bei regeren Umsätzen eine Äurerrtobmg von 25 Pro; , 360,—, Maw.eÄnann 319, t)ln5 21 Proz., Sch-antungbalm lebhaft, 562 bis 587. — plwtz 46 Proz Teu t sch-Ueüeree 715 bis 717.—
40 Proz . A. E. G. notienen 267. — Äui tem Äassenindustrümarkte Hiebet der Srrtelar ruhiger bei behaupdeier Tendenz Bantuen wir. Deutsch Asiat. Bank 10 Proz. ixfirigert 380, Tis Lonto-0)e'ellschast 198.— plus 3, Oesterr. Creb.t anstalt 95 — ptus 33/4. Ebern Höchst Derbeifetten ihren Kurs um 5>/, auf 341'/., Bad Anllni um um 2 Proz. auf 420 —, Daimler 218 — gtuxmn.m 4 Proz. zurück. Schlickert 170.- plus 5 Pro;. Kali Westeregeln 25 Proz höher 640.—. (Exlxibe- anstatt um wettere 12 Proz. gebessert 310.- Neu-(^uinea 620 plus 20 Proz Nordd Lloyd 166.— plus 2V». 5 Prr^. MexiLmer 20 Pro;, anziehend 305—. KttrgSanleihe 79'/. Tentsche Petroleum zwischen 597 bis 603 — gehandelt
Frankfurt a. TL, 27. Ma»
Devisenmarkt.
Veld Brief
Datum: 25. Mai
Geld Bttef
26. Mai
?lmsterdam-Rotterd. 1333,50 1336,50 1198,75 1201,25
Brüssel.Anttoerpen . 287,20 287,80 287,20 287,80
Ghristiania 649,35 650,65 604,40 605,60
Kopenhagen 584,40 585,40 544,40 545 70
Stockholm 784,20 785,80 719,25 720,75
Helsmgfor». 179,80 180,20 142,35 142,65
Italien 199,80 200,20 194,80 195,20
London 140,35 140,65 134,85 145,15
New-Por» 34,70 34,80 34,95 35,05
Taris 269,70 270,30 289,70 290,30
Schweiz 619,40 620,60 624,40 625,60
Spanien 544,40 545,60 549,40 550,60
Wien (altes) .... 16,98
Deutsch-Oesterr. abg. 22,97
Prag......... 83,90
Budapest 19,73
Bulgarien
Äonftantinopel. . . .
17,02
23,03 25,97 26,30
84,10 85,15 85,35
19,77 22,47 22,53
Börsenkurse.
Frankfurt DerNn
Slbcnb- Abend- Schluß- Schluß-
Kurs
Kurs
Kurs
Kurs
Datum:
25.5.
26.5.
25. 5.
26. 5.
5e/,T)euLÄrieq5anL
79,75
79,75
79,75
79,75
4<7„'Deut.91ei(f)5anL
—, —
—. —
75,25
74,90
3°„Deut.R«'chsanl.
*
70,-
67,40
4°/, Preuh Ronjols
—
—
74,75
74,10
Darmstädter Bank
158,-
157,75
158,50
157,25
Deutsch« Dank,. . .
—. —
— - —
269,-
265,-
Disconto» Gesellsch.
—. —
198,-
200,-
195,-
Dresdener Dink.
— . —
172,-
160,-
Nationalbank f. D.
212,-
— . —
141,-
137,-
Mitteld.Cred tbank
—. —
159,-
159.-
159,-
s>..Amerik -Pakets.
170,-
— . d
169,85
161,50
NorddeutscherLloytz
166,-
160,50
161,50
Doch. Gußstahlmrk.
253,-
248.-
252,-
240,-
D.-Luremb.Bergw.
Gelsenkirch.Dergw.
265,-
260,-
266,bO
258,-
287,-
293,-
282,-
Harpener Bergbau
260,-
262,50
245,-
Oberschl.Eisenb.-B.
189,50
—. —
188,-
176,25
Oderschlef.Lisentnd.
245,-
—
247,50
235,-
Phönst.Brgb.-Akt.
380,-
360,-
350,50
340,-
Bad.Anilin-u.Soda
440,50
420,-
440,-
400,-
Höchster Farbwerk«
342,-
341,50
352,-
339,75
(tlehir. il. E. (B..
280,-
274,-
282,50
252,25
Schuckert-Werk«.
170,-
176,50
170,-
FeUenLBmUeaum«
410,-
405,-
— . —»
Daimler......
220,50
218,-
223,-
216,-
Dud.»Eisenw.»?lktz
260,-
— _ —
264,50
250,-
Adierwcrk« ....
235,-
___
240,25
230,-
4*/0 Hess. SaatsanL
” 1
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Electron Brteshet»
—, —
— , —
312,-
307,60
Marknoiieruugeu.
Datum:
Zürich .................
Slmsterdam
Kopenhagen Stockholm Wien
25.5. 26.5.
15,60 17,60
6,525 8,375
17,25 19,50
13,- 14,50
510,-
Müller'sche Badeanstalt.
Wasserwärme der Lahn am 27. Mai: 19 Grad ll.
(In einem Teil der Auflage wied.'rholt.)
Die Vorgeschichte der Entschckdigungsfrage.
Paris, 26. Mai. (WTB.) Alfred Crpus hatte eine Unterredung mit Clemenceau, über bie er im „Gaulois" bettch^et. Clemenceau sagte über die von Deutschland zu zahlende Entschä
digungssumme, die Diskussion hrrüfer habe während der Veich.indlungen der 3riebei »Knifmn« biti Woa'.en gcbiuert. Tie en g l i f (b'd meri* konischen sachverständigen eie i immer für eine Pauschalsumme <itwe.cn. England und Amen bi b ölten den Betrag, den D.-uttck)ianb fähig sei zu z-rdlen, aui 7 5 Mill iarden geschätzt. sx-rankreich hätte für Rinrn tüUeil die Kampfzone itndrr nifb.um sollen Er sei dagrgen gcnieien unb schließlich habe man sich auf die Lösung des Vertrages hon Vettailles tn*nnigi, aus ein System, EapuS unter Zuslimrmmg El.inen er aus das System des ossenen Kontos nmm, in rem der Dudergululachungsulss- u;i als slä - diges ÄontrjUorgan eine Rolle smelt. Darrn sei er mit Pcinc.irö einig girr en unb er srnde es t-esvalb logisch, daß Poin.-ar^ sein Amt als Vorsitze der d s W.ebergn tmadntn gsan s sdm ses nÄer* gelegt chrbe.
Lloyd George über den Völkerbund.
London, 26. Mai. :WTB) Aus der Völkerbundskonferenz in Landraded Well- wurde ein Bries Lloyd Georges vvrgelesen, worin dieser bedauerte, der Konferenz nicht beiwohnen zu können unh hinzusügte, der Ckbanle, daß der Völkerbund erfolglos bidben könne, würde eine furchtbare Aussicht eröffnen. Die einzige M ög lichckeit, die dann bliebe, wäre der Krieg, dessen zettlövende Merlwden so entwickelt seien, daß der Tod der Zivilisation die Folge sein würde. Diese Aussicht sei zu surchtbar, um sie auch nur in Er wögung zu ziehen.
Internationale Maßnahmen gegen die Kapitalflucht.
Parrs, 26. Mai. (WTB.) Die Sozialisten haben in der Kammer eine Entschlreßungein- gebracht, rn der sie die Schaffung eines intc'.notio- ual<m Organismus durch den Völkerbund verlangen, der gemeinsam Maßnahmen gegen die Kapitalflucht, also gegen die S tc ucr hin l e r z iehun g verlangt, ln der Begründung wird gesagt, nur durch die Gemein samkttt aller Staaten sei es möglich, Vorkehrun^n yu treffen, daß die Kapitalien, btc steuerpflichtig sind, nicht über die Grenze wandern.
Internationale Regelung des Verkehrswesens.
London, 26. Mai. (WTB.) Reuter. Dur brr Konferenz hi Rom beschloß der BülkerbundS- r a l, vor Ende beS Jachves eine i n t c r n j 11■ nalc Konferenz für das Verkehrswesen <inyi(eruren, die die Aufgabe hat, eine ständige Lrganisaiion für lxi8 internationale B. - lchrswesen zu schaffen, um die Fvdheil des Btt- felrrd unb des GütettransprtteS zwischen den Mit-- glüdsstaaten zu sichtttt und um damit die Wieder herstellimg b.s Güteraustausches und die wittschost- liche Genesung der Welt zu fördern.
Gewerkschaftliche Zusammenschlüsse.
Kassel, 26. Mai. (WTB.) Die außerordentlich- Tagung deutscher Dolksschul- lehrerinnen, die u. a. die rechtliche Stellung ber Volkssckvlllehrerin im neuen Deutsthland erörterte, faßte gemeinsam mit bau ebenfalls hier taamhen Landesverband preußischer VolkSschul- leyrerrunen folgenden Beschluß: Zur Erreichung der gewerkschaftlichen Ziele wer- den alle gesetzlich zulä,sigen Mittel zur Anwendung gebracht. Dazu gehört auch die Arbeitsniederlegung.
Paris, 26. Mai. (WTBll DieBearnteu- vereine haben auf einemKongreß gestern mit 193 gegen 38 Stimmen bei 78 Enthaltungen be- schlostan, sich dem Allgemeinen Arbeiter- verbände (EGT) anzuschlie ßen. Auf dem Kongnß waren hauptsächlich Vertreter der Lehrer, ber Zollbeamten und die Beamten der indirekten Steuern vertreten.
Weitere Unruhen in Irland.
London, 26. Mai. (WTB.) Reuter. Ein amllichn: Bericht über die Lage in Irland ber- yeichnei 100 neue Verbrechen, darunter die Zerstörung von Polizeistalionen, Angttffe auf Wohnungen und Weg treiben von Vieh.
Wiener Kinder für England.
Rotterdam, 26. Mai. (WTB.) Am Sonn- taflmorgei ist hier der erfte Transport der für England bestimmten 485 Wiener Kinder angekommen. Morgen früh werden die Kinder von Vlissingen nach England weiter gebracht unb später unter die englischen Familien verteilt werden. Laut dem „Nieuwc Nottcrdamschen Eourant" sollen die Kinder mindestens sechs Monate in England bleiben.
Allerdings. Darüber flamt Gern Zweifel aufkommen .
Noch etwas steht außer Zweifel, bemerkte Tick.
Was wäre das?
Daß sie sich ihren Mairn angesehen hat unb mit ihm sufneben ist. Ich wette was du willst, daß du diese Frau, ehe das Jahr zu Ende gehr, heiratest.
Rede doch feinen Quatsch! Erne Gräfin und Millionärin! Blödsinn!
Na, wir werden feten. Wollen wir wetten?
Gewiß, bu alter Quälgeist, erwiderte ich. ^Zch gebe ehrlich zu, daß ich mich in dreier Hinsicht für völlig besiegt erkläre, aber —
Was aber?
Ra, glaubst bu denn, daß ich solch? Lust- scAösser baue! Ich sag' eß noch einmal: es ist Blödimn!
Sie ist ein Weib, daher zu erobern, und ich wette mit dir, waS bu willst, batz fk* dir Halbwegs entgegenflvmmt, falls bu sie em wenig aut- munterst. Na, was sagst du dazu?
Daß wir am besten auf ein anderes Thema übergehen wurden.
Ganz recht, sagte Dick, unb so wandten wir uns anderen Gegenständen allgemeinerer Att zu, bis der Kutscher durch die Sprechluke am Verschlag der Tivsckcke heveinries:
Hier iS bic Penelope-Terrasse. Welche Nummer sagten Sie, Herr?
Halt' rief id>. Wir steigen hier and.
Nun muß ich schen. Tick, iagfc ick einen Augen klick später, als die Dvoschfe basonraTtte, wie ich den Namen der Lentz.' m Nummer 37 ausfindig machen fcmn — das ist nämlich ine Hausnummer.
Dott kommt em Briefträger, erwiderte Tick, ber im Fall ber Not rasch entschlossen war. Frag' doch ihn! Er sollte dir's schon sagen können. Fünf Schilltng würden ihm vielleicht das Gedächtnis schärfen. Watt, übettaß mir das! — Tarnst
winkte er dem Briefträger, der sich ihm augenblicklich näherte.
Ich möchte gern einen Herrn Trnsley aufsuchen, begann Dick, der hier in dieser Straße wobnt. Ich glaube, er wohnt in Nummer 37. Allerdings bin ich nicht ganz sicher, ob es diese Numnitt ist. Können Sie mir's vielleicht sagen? — Gleichzeitig ließ er dem Manne zwei hnlbe Kronen in die Hand gleiten. — Ich möchte nämlich nicht alle Türen in d?r Nachbarschaft abklopfen.
Natürlich nid), Herr, erwiderte der Brief- träger. 91 ber um die Wahrheit zu sagen, ich erinnere mich nid> an den Namen. Sicher rs es irid> 37, das weiß ich. Tie Heute da heißen Simpkins. TrnSley — Tinsley, nein, Herr, iß nrtr sehr leid, ich Bann Ihnen nid) dienen
Er wollte schon dos Geld zurückgeben, als Dick sagte:
Nein, nein, behalten Sie es nur! Besten Tank! Wir wollen bei 37 an klonen und uns dott erkundigen. Guten Tag!
Der Briefträger grüß« militärisch und verfolgte fröhlich seinen Weg
Simvfeiis, aha! Tas hast bu hübsch gemacht, Tick, sagte ich.
Keine Zerr für Komplimente, erwidette er. Und so bin ich ber „gewandteste Detektiv in London", nicht wahr? Borwärls!
Ein paar Augen b!icke später topfte ich an Nummer 37. Ein umndeniliches DienstmLxhcm leistete meinem Pochen Folge.
Ist Frau Simpkins zu Hause? fragte ich.
Jawohl, Herr.
Bitte, sagen Sie ihr, daß zwei Herren sie em paar Minuten m geschäftlichen Angelegeichesten zu sprechen wünschen.
JawvA, Herr. Bitte treten Sie ins Wohnzimmer' — Tarnst führte sie uns in em ziemlich anständg ausgestattetes Gemach, das an Parterre gelegen war.
Alsbald kehrte das Mädchen mit einem emiger- mcfee.i bestürzten Gesichtsausbruck zurück.
Ditte, Herr, sagte sie, die Frau EipkmS möchte wissen, was es für 'n Geschäft is.
O, sagte ich mit meinem liebenßhnhtxgftm Lächeln, es handelt sich um etwas, das sie sehr interessieren wird. Teilen Sie ihr das mit!
Tas Mädchen machte die Türe hinter sich zu, und volle fünf Minuten verstrichen, ehe die Türe von neuem aufging, unb bas hübsche, junge Weib, das ich neulich in ihrem Bctt oben ae'ehen, auf der Schwelle erschien. Ms sie mich erblickte, nmrde sie weiß wie eine Kalkwand unb blieb Reben.
Kommen Sie nur herein, Frau SimpknS! sagte ich mit berühigendem Lächeln, ich hoffe, Sie sind wtederhergestellr. Sie ,'ehen viel besser aus.
Jawohl, es geht mir wett besser, erwidette sie mit einem, wie ich deutlich sah, furchtsamen Aick aust Tick
Bitte setzen Sie sich, Frau SimpkmS! sagte ich. Tas ist mein Freund, Herr Scrubbs, der berühmte Tetektio, den Sv» zweifellos dem Namen nach schon kennen.
Tie Wirkung dieser einfachen Worte war ganz erstaunlich. Tie Frau schnappte nach Luft wü» wäre zu Boden gesunken, hatte ich sie nicht in meinen Armen auf gefangen.
Du bist ein wenig zu tiafd) äorgegangen, flüsterte Tick.
Um so besser, erwiderte ich, da sth immer noch einen Zorn wegen des Streiches hatte, den mir dieses Weib gespielt. Und, mich an sie wendend, fügte ich hinzu: Setzen Sie sich m den Lehn- Kuhl, Frau Simpkins! Immer noch ein Rest von Ährem alten HerzleDen, wie ich fürchte.
Jawohl, ich glaube, erwiderte sie mit einem verzweifelten Versuch, sich zu'ammenzunehmen. Warum wünschen Sie mich zu sprechen, meine Herren?
(Fortsetzung folgt.)


