über das Teutsh
idmng gleichen & gsblatt Nr. 10 tui e Verordnung le- Atnis.
lden des Kreises ng^alsbald wieder- _-Ue aichn ftTttft »loh Nr. 49 to imt).
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s 48, Absatz 2 ic Stellung ocr ön.t mit Ausnahme m ihnen umschloß n.
sassung Hebeis- 120 sm das t:- , Würhernbtt^ 1 tei und meiner V lksstaat Äl^'-
tärbeMha^« ^roefjrnnmiler oN iften ift <" ->IIk« [ Tie Müglietei der Reichsra) wi‘ eseMg von 1M- gg ernennen.
der Reichsmini« ötetlwrtrefcr^.i- einznreichen.
;uh zur Wscheidr:
persönlichen Fniie ng und MM mb des BelageE .setzblati Zcüc IN idung in Krasl.
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^wehrnWisler. . Noske.
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Die Interpellationen über die grieCens= pol.tik in der sranzösiichen Kammer.
Die Interpellationen in der französischen Tammer, die schon vor mehreren Tagen, als iran noch nicht wußte, ob das Unternehmen x>n Kapp und Lüttwitz ein schnelles oder langsames Ende nehmen werde, eingebracht oorden waren, deren Verhandlung die Regierung jedoch vertagte, sind nun in der gestrigen Sitzung der französischen Kammer empor- -zetaucht. Der Abg. Barthou hat eine annexio- Jistische Hetzrede gehalten. Seine Ausführungen, die wir nachstehend wiedergeben, bezeichnen die Stimmung der französiscl>en Ge> kvaltpol tiler,lie sich das inneap lit scheElend Deutschlands zunutze machen wollen. Freilich, terr Barthou und seine Gesinnungsgenossen scheinen das Feld nicht völlig zu beherrschen besonders in England wird Widerstand ge» stiftet, und Amerika weigert sich, den Frie- lxnsvertrag anzunehmen. So leistete sich £xrr Barthou den Satz, wenn die Verbündeten nicht gemeinsam mit Frank- crich erneut । gegen Deutschland vor- wollten, so müsse Frankreich selbständig und allein handeln. Er scheint nicht näher angedeutet Izu haben, wie er sich die Ausführung eines solchen Planes im einzelnen denkt. Als Gründe zum Einschreiten nennt er die Weigerung Deutschlands in den Fragen der Kohlenlieferung und der Entwaffnung. Wie seltsam muß es die zivilisierte Welt berühren, daß in Tagen, wo es sich zeigt, diß die kleine, Deutschland überlassene Waffenmacht nicht ausreicht, um auch nur notdürftig Ruhe und Sicherheit im Lande aufrecht zu erhalten, in Tagen, wo gerade die Kohlengebiete infolge der ainsinnigen Politik der Entente zum Teil ungenutzt daliegcn iriüffiti, daß in einem solchen Augenblick Frankreich sich anschicken will, noch einmal sein Mütchen an dem geschlagenen Gegner zu kühlen. Wir sind gespannt, was vom Regierungs- tssch aus auf das Lamento Barthous geantwortet werden wird. Jedenfalls müssen alle diejenigen in Deutschland, die im Sager der extremen Linken und Rechten die Gemüter zu i imerem Krieg aufputschen möchten, aus diesen Vorgängen in Frankreich erkennen, toiß sie bei einer solchen Politik nur die Geschäfte unserer noch gebliebenen Feinde besorgen und unser Deutschland vollends minieren.
Aber Herr Barthou wird mit seinen Auf- mfen fehl Glück haben. England widersetzt sich, wie wir durch wiederholte Aeußerungen scriner Regierungsmitglieder erfahren haben, einer Fortsetzung der bisherigen Politik von Versailles, und es wird darin unterstützt, wenn nicht sogar angetrieben, von den Jn-- t«ressen auch der Italiener, die durch ihren Ministerpräsidenten Nitti in den letzten Ta- g m ein sehr vernünftiges, friedliches Prv- g ramm der Erneuerung des verwüsteten Euro- pis aller Welt vorgelegt haben. Die ameri- lanische Friedenspolitik bewegt sich in einem ähnlichen Gleise. Wie wir vorgestern berich- l«en, ist die Möglichkeit eines Sepa- i ttfriedens mit Amerika in greifbare Nähe Mückt, und Hand in Hand damit ergibt sich und) die Besserung unserer wirtschaftlichen Versorgung in Deutschland. Wenn nur un- d-nantwortliche Hetzer und Schürer des Bür- c-trlriegeS diese Aussichten nicht wieder verhütten!
Paris, 26. März. (WTB.) In der Depu- t erleukornmer sagte Barthou in einer SRebe, deren Anfang noch nicht vorliegt: Während tneS Jahns hat Lloyd George politischen «Rufern und Wahlnutzen gehabt. Jetzt zieht er aus Zugeständnissen, bk er »ugunlteii Deutschlands 1 machen will, ebenfalls Nutzen. Frankreich sei es, ; d.cs allen Verwünschungen und Revanch^gelülkrn 'nid Revanchegclüsten ausgesetzt sei. (Lebhafter Bei I Ml.) Deutschland entzieht sich ben_ roubtigiren Vertragsbestimmungen, nameMlich im Hinblick auf boc Entwaffnung und die Ko hl en liefe- r:itn g en. Attentate «rgen französische Offiziere unb Soldaten kamen häufig vor. Der Abgeordnete darliest sodann einen Bericht des Generals N i e s - i kl über den schlechten Willen Deutschlands und über seine Absicht, den Reklamationen Frankreichs rne Menge besonderer ArgumeMe entgegenzustel Itn. Er frage, ob der Ministerpräsident sich durch sorlche Gründe aufhalten ließe. Die Alliierten müß- hflt gewiß eine gemeinsame Politik verfolgen, c?er wenn es sich um Attentate gegen fron- MiidK Offiziere handele und wenn die
^.liierten eine gewisse Scheu empfänden,
bk twtwendigen Maßnahmen zu verlangen, dann könne Frankreich unmöglich seine Politik von Sckwandmgcn der 2U liierten abhängig machen. Fankreich müsse mit seinen Alliierten handeln, aller wenn sie nicht mitgellen wollten, auch ohne st. Frantreich sei noch groß und stark genug, um Bckcidigungen, die in einer Verletzung des Ver- truges liegen, zu verfolgen. Von der alten deut- iccn Armee seien 100 000 Mann verblieben. Außerdem existiere eine neue Armee von 300 000 Dann, ganz abg sehen von den Truppen, die auf- Mtellt worden seien unter Verletzung des Friedels Vertrages. Barthou sagte, er glaube, daß man
sich unglücklicherweise in einer Krise befinde. Tas bürfe man nicht mit Stillschweigen übvtgeten. Barthou besprach a sdann die Nicht ratifizieruni des Vertrages durch Amerika und sage, cs sei auch keine Hoffnung, daß Amerika schließlich och noch raki.iz.e.en werde. Vor allem aber sei es bedauerlich, daß cs dem Völkerbund, der ein Instrument des Fri dens und des gor schrüts sei, nicht angrhöre. Barlbou wundert sich, laß Lvrd Robert Cecil von einem Vorteil Englands in Amecim gesprochen hohe. En<and hrbe auch in Euoopa s ine Sicher^luit erhalten durch Zerstörung der deutschen Flotte, wal> rend Frankreich noch nicht einmal wisse, warum die deutsche Armee nicht entwaffnet worden sei. Man habe diedeutsche Armee als siegreiche Armee nach Deutschland zurückkehren lassen. England habe die Zerstörung der deutschen Flotte verlangt. Barthou beklagte sich auch darüber, daß die allgemeine Dienstplicht in Eng'anb verschwunden sei. Wie gestalte sich die Lage Frankreichs angesichts biete Zustandes? Frankreich könne nickst leine Armer zerstören. Es könne auch nicht seine Timstplicht ausgechm. Auf England aber ruht diese Last nicht mehr, einen Teil der Jugend unter den Waffen zu halten. Mit scharfen Worten wendet sich tetr Redner gegen die Versuche, den Friedens vertrag zu revidieren. Diese Revision werde doch nur gemacht werden aus Kosten Frankreichs unb zum Nutzen Deutschlands. Ter Ministerpräsident habe gehandelt. Die Ei-, nigkeit der Alliierten sei wieder hergestellt worden. Er hoffe, daß sie in di--sem Sinne fortfahren werde. Barthou ging alsdanü dazu über, das russische P roblem zu bespreck-en. Er sagte, man solle sich in Acht nehmen, daß man angesichts der Haltung Nittis und der Tatsache, daß Lloyd George die italienische Politik emmtige, nicht in Rügland zu spät komme. Schließlich erklärte Barthou: Amerika habe im Kriege 51000 Soldaten verloren, das bedeutet einen Mann aus 2000 Einwohner, Italien 465 000 Mann, das bedeute einen Mann auf 79 Einwohner, England 835 000 Mann, also einen Mann auf 56 Einwohner, Frankreich angcb.ich 1350 000 Mann — was aber in Wirklichkeit hinter der Wahrheit zurückbleibe —■ also einen Mann auf 28 Einwohner. Diese Taten und diese Rumon seien Zeugen Frankreichs. Sir legen Deutschland, welches das Desastre verursacht habe, die Notwendigkeit der Wiedergutmachungen, die im Friedensvertrag eingeschrieben seien, auf. Mit herzlicher Stimme sagen Frankreichs Tote zu Franir.ichs Atli.er en: Haltet die Solidarität aufrecht, die während des Krieges bestanden hat!
Ein deutsch-sranzvfischeS Wirtschaft-» abloiiimcn?
Paris, 25. März. (Wolff.) Wie die Abendblätter melden, werde demnächst eine deutich-fran.'ösis^F Kommission zusammentreten, um über ein Wirtschaftsabkommen zwischen Frankreich und Deutschland %u verhandeln. Deutschlano werde durch den Ministerialdirektor Göp- pert, Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegation, und Geheimrat Le Suire vom Reichswirtschaftsministerium vertreten sein.'
Line Mitteilung der amer'tanischen an die deutsche Regierung.
Berlin, 25. März. (WTB) Derr Dresel, der als Vertreter der Vereinigten Staaten än Berlin weilt, hat am Mittwoch abend dem Reichsminister Müller folgende Erklärung seiner Regierung übermittelt:
Die Stegimmg der Vereinigten Staaten verfolgt mit Sympathie die Bemühungen der deutsck«! Regierung zur gleichartigen Bekämpfung der Gewalten der mililaristischen Reaktion und der Anarchie. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat mit Befriedigung stststellen können, daß das deutsche Volk die Regierung in ihrem erfolgreidrn Widerstande gegen die Ungesetzlicksteit unterstützt hat tznd hofft nunmehr, daß die Anstrengungen, die Tempkratie ausrechtzueriial'.en unb R-he unb Owdnung gegen die dunklen antidemokratischen Elemente, deren Obsiegen Deutschland in Anarchie und Chaos stürzen würde, erfolgreich sein werden. Die Regieruirg der Bereinigten Staaten vertraut auf eine von dem gesunden Sinn diktierte Wiederaufnahme der Arbeit und des Handels in Deutschland und würde einen Umsturz der gesetzlichen Ordnung, der die von den alliierten und assoziierten Ländern in Aussicht genommenen Hilfsmaßnahmen unmöglich macht, aufs tieffte bedauern. Die für den Wiederaufbau der deutschen Industrie notwendige Wtederaufnahme der Handelsbeziehungen würbe badurch sehr erschtvert, toemt nicht überhaupt unmöglich gemacht werden.
Ein Ausspruch Churchill- über Deutschland.
Amsterdam, 25. März. (WB.) Englischen Blättern zufolg? erklärte Churchill im Unterhaus unter Beiwll, früher fei es bk Stärke Deutschlands gerne en, die eine Ge ahr für Europa gebildet habe, seit 18 Monaten bLeute jedoch die Schwäche Deutschlands eine G- fohr.
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Ein neue- weittragendes Geschütz.
London, 25. März. (WB? Im Unterhaus fragte Lord Curzon, ab die Regterung auf die Erfindung eines Gefchützes mit einer Tragweite b i s zu 150 Mei11n auf» ' merksam gemocht worden sei, ob dir französische
Regierung das Patent bereits erworben bibc und was die Rcgirrmtg in biricr Sachk zu tim gedenke. Lloyd George enötierte, daß tas NN >gs- minifferium sich in dieser Sack« ber'its mit der französischen Behörde in Verbindung geatzt habe. Tie Verhandlungen würden jortges.'tzt.
Henderson über Demokratie und Dittatur.
Amsterdam, 26. März. (WTB.) In einem von Artur Henderson im Auftrag der britischen Arbeiterpartei au den Sekretär der zweiten Jutcrnatn.n.ile, Kao. rille Huys, ffcnd>tcten Schreiben heißt es: Wir gehen von dem Leitgedanken aus, daß der neue sozialistische Arbeiter das internationale tßer! des allgemeinen Kongresses sein muß, ton dem keine proletarifdr, tz!Kialistische ober 9 enrrrf.d)af svrga isation, die mit unseren allgnnnnnen Aussassungen übern»- stimmt, ausgeschlossen sein dürse, es sei denn, daß sie sich selbst ausschn ßen will Die Arbeiten der permanenten Komtmssion werden äufierft erichwert durch Abteilungen i» den verschiedenen Ländern, die demselben Ziel wachzustreben belxnipten, jedoch auf der Grundlage volllvmmen versd)iedcner Ideen. Tie neue Organis«äon, die sich unabhängig von den Mandaten b. c permanenten jkommisfion ge° hübet habe, grüntn? ihre Tätigkeit nickst aus ben Grunbsatz: Arbeiterklasse! sondern auf Ueberein- stimmung der Aulsassung und Aktion.
Die Erirchtulstz der Int rnationale würde der gesamten W^lt das Bestehen des einmütigen proletarischen Klassenwillens beweisen, der allein den Triumph unserer Sach: verbürgen kann. Die Errichtung mehrerer Internationalen würde jedoch die Arbeiter dem Spott preisgeben und sie zur Ohnmacht ücrurteirt.n. Die britische Arbeiterpartei ist auch jetzt noch bereit, mit den sozialistischen und Arbeiterparteien aus anderen Ländern am Wiederaufbau der Internationale aus der Grundlage der Freiheits der Taktik, gegenseitiger Verträglichkeit und Ge'ltanken frei heil mitzuwirken. Die britische Arbeiterpartei ist keineswegs Anhängerin der Diktatur als führenden Gedankens bei einer Aktion, sie hegt nicht den Wunsch, die Diktatur neben der Demokratie in ihr W örterbuch a u f z u n e h m e n. Wir wollen nicht die Phrasev- hxne über Sowietdr?:Ltur unb Revolution übernehmen. Selbst wenn die britische Arbeiterpartei zur Teilnahme an der Konferenz ausgeforderl werde, die vom Geiste der Aussckstießmg unb UnoerträglitWeit beherrscht werde, würden wir keinen Abgeordneten dahin entsenden. Die jüngsten Ereignisse haben bewiesen, daß die europäische Reaktion aus der Urtdnigteti der Arbeiterklasse Nutzen zieht. Ein energischer Widerstand gegenüber der reaftionären Bewegung, die in verschiedenen Formen in alllen Ländern den proletarisckien Aufmarsch hindert, ist nur möglich, wenn die Arbeiterklasse einig und zu einer gemeinsamen Aktion organisiert ist. Unter den angenblicklickstm Umständen ist man geneigt sich zu fragen, ob die Internationale wirklich das Symbol des Ideals der internationalen proletarischen Masseneiuh-it ist, oder ob sie nicht vielmehr bex Mittelpunkt geworden ist, ton dem der Einfluß ausgeh:, der Zwi spalt sät, die Solidarität bet nationalen Bewegung stört, sowie Gruppe ged-m Gruppe unb Länder gegen Länder aushetzt. Ätenn letztere Auffasfung wirklich den (Sh'.ralter ber Internationale bestimmt, dann wird mehr als dne nationale Partei sich vor die Frage gestellt sehen, ob sie sich nicht absondern soll. Keine Partei würde dies mehr bedauern als die britische Arbeiterpa/rtei, die den Berner, Amsterdamer und Luzerner Berpslichtungen treu bleibt und bereit ist, die ml.»rnationale Organisation der Arbeiterklasse auf fester Grundlage und m neuem Geiste wieder auszubauen.
Die Unruhen im Reiche.
Ter Kamps um Wesel.
Berlin, 25. März. (Wolff.) Die „B. Z/' meldet aus Essen, daß die Leitung der Roten Armee 6en Fall von Wesel bekannt gebe. Die Rote Armee sei bereits in Wesel ernge- zogev.
Notckz des W. T. B.: Eine Bestätigung liegt hier nicht vor. Andere Meldungen besagen, baß heute vormittag 10 Uhr um Wesel hart gekämpft wurde, daß es aber noch immer fest in der Hand der Regierungstruppen war.
Berlin, 26. März. Nach einer Meldung des ,Aerl. Lok.-Arrz." aus Köln sind in der Umgebung Wesels viele Personen in den HLusern getötet worden. Auch Krankenhäuser sind durch explodierende Granaten beschädigt. Die Arbeitertruppen wollen nicht eher die Feindseligkeiten einstellen, bis die gefontte Besatzung von Wesel sich ergeben hat.
Wie dem „Berliner Lok.-Anz." gemeldet wird, wurden gestern in Hamborn 9 7 Tote, darunter auch Reichswehrsoldaten, in aller Stille beerdigt. Durch einen Zu> fallsti.'effer wurde auch der Direktor der Zeche Luhberg getötet.
Weitere Verhandlungen.
E s sen, 25. März. (WB.frEine hvr tigenbe Bersainml mg der Vertreter iäm'.(id)T Vollzugsräte des RheInlandes und West- t a l e -1 s fasste eine Einschließung, wonach ©fort in Be^rl srat zu wählen ist, der nach Evwernchmm mit bte militärischen Leitung zu Verhandlungen rmd Beich üsten ermächtigt i|"t. Sitz des B:- iirtSDits ist Effcr^
Der Mangel an RahrungSmilteln int Ruhrgebiet.
Haag, 25. März. (Wolff.) Wie daS Korre^ spondenzbureau meldet, trafen im Haag Stadtverordnete aus Essen, Dr. Helm unb Bergarbeiterführer Otto Hue unb nod) zwei anbere Abgeordnete der rheinisch-weftfälischeu Städte hier ein, um mit der niederländischen Regierung über eine sofortige Versorgung des Ruhrgebietes mit Lebensmitteln $u verhandeln« Dr. Helm und Hue teilten mit, daß in Dortmund überhaupt kein Brot mehr vorhanden sei. Die Versorgung der Anderen Städte des Ruhr- gcbietes könne nur noch für einige Tage ge- wälxrleistet werden, so daß, wenn nicht sofort nach dem Zustandekommen des Friedens zwischen ben augenblicklichen Machthabern des Ruhrgebietes und der Reichsrcaierung große Mengen Lebensmittel heran georad)t würden, mit einem Chaos gerechnet werden müsse. Helm sagte: Unter dem Eindruck dieser ent* schlichen Lage sind wir hierhergekommen, um die Hilfe ber niederländischen Regicrung crn- zurufen.
Ein Protest der bahcrifchen Vauernsrhaft.
München, 25. März (WB.) Der k.irzlich gebildete parlamentarische Aktionsau sichuß ber geeinigten b a n e r i I dj • h Bauern- ) chaft hat dem Reick,slänzler telegraphi ch mit* geteüt, daß der Ausschuß ben Plan ier Bildung einer reinen Arbeiterregierung im Reiche mit aller Entschiedenhnt ab'evnt. Gegs- benensalls wäre ein Liefer st rett in schärfster Form geplant.
Ein auS Rußland kommende» Flugzeug.
Bern, 26. März. (WTB.) Wie gemeldet wird, geriet ein aus Sowjetrußland kommendes Flugzeug in die Gewalt der litauischen Militärbehörden. Die Passagiere rourben gefangen Kscht. Unter ihnen befindet sich ber bekannte schweizerische Kommunist Platten, der einer ber Urbeber des im November 1918 fin der Schweiz entfesselten revolutionären Generalstreiks war.
Au» dem tteiche.
Die Umbildung de» Reichskabinetts.
Berlin, 25. März. (WB.) Heute iben# wurden folgende Aenderungen im ReichSrninist e r i u in als feststehend betrachtet: Fiivrnzmmister: Cuno, Schatzrninisier: Wirth- libarlKrlchk, Wehrminister: Geßler, 2Bieb.Taufbauniinifter: Lüdemann, Mearheits ozialist. ä&.iicr: Aen- benmgen sollen nicht eintrebm.
Die Rationalversammlung.
Berlin, 25. März. (WB.) T^e nächste Sitzung der Nationalversammlung findet Freitag nachmittag 3 Uhr statt. Es wird mit einer Tag:sdauer von 3 bti 4 Tagen g'rechnet, da außer dem Notebat noch die Befokningsvarlag? und andere Vorlagen wenigstens in .’rfter Lefung erledigt werden sollen.
KeineTemisstou despreußischen Kabinetts.
Berlin, 25. März. (Wolff.) Wie wir von zuständiger Seite erfahren, entspricht die Meldung, daß Ministerpräiident H i r s ch die Demission des preußischen Kabinetts Überreichte, nicht den Tatsachen.
Eine Beschwerdestelle im Rri-chStag.
Berlin, 26. Marz. (WTB.) Um bei allen etwaigen Uebergriffen der militärischen Besatzung die notwendige Untersuchung einleiten zu können, wurde eine Beschwerde- stelle im Reichstag, Portal 5, Zimmer 9, eingerichtet. Sie wird geleitet von Oberleutnant Brüggemann. Ihr gehört u. a. der Mehrheitssozialist Vogel-Nürn- berg an.
Die Sparprämienanleihe.
Berlin, 25. März. (WTB.) Die Ge*> winnVerlosung ber deutschen Sparprämien* anlerhe von 1919 findet ernt 31. März statt.
Au» Kessem
Der Militärbtfehlshad:r in Heften.
Darmstadt, Ä. März. (Wolff.) Das Ministerium des Innern gibt bekannt: Auf Befehl des Reichswehrministers ist an Stelle des Kommandeurs der Reichswehrbrigade 11 in Kassel, Generalleutnant v. Stolzmann, der Jnfanterieführer und Hessischer Landeskommandant in Bad-Nauheim, Generalmajor Kundt zum Militärbefehlshaber im unbesetzten Teile des Freist aatesHessen ernannt worden. Sein Bezirk umfaßt außerdem noch die preußisck)eri Kreise Frankfurt a. M., Usingen, Homburg, Hanau, Gelnhausen und das Abschnittskom- mamdo 4 in Frankfurt a. M., sowie die Kreise Wetzlar, Limburg, Dillkreis, Oberlahnkreis, Ober-Westerwaldkreis, Kreis Westerburg und das Abschnittskommando in Runkel. Als Regierungskommissar für die genannten preußi- ichen Kreise soll der stellvertretende Regierungspräsident Dr. Colsman:^ in Frank* furt a. M. bestellt werden. Der verschärfte Ausnahmezustand für das Gebiet des 1 Freistaates Hessen ist aufgehoben wordetl.
Nr. 73
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Zreitag, 25. März 1920
170. Jahrgang
ietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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