Einzelbild herunterladen

Zweiter Blatt

nr. 9 b

sich nein Verbei»«

Iuuj i|tui virgrin! Mädchen mit Hnzm düng, auch von:

29.

Fortsetzung

I Nachdruck verboten.)

Vie Nevolutiomwerkstatt.

Ter frühere $offö beauftragte Emil Barth tot im Verla i bon ?ßrlf Hoffmann seine Kriegs - mb Rtl'ol u :vn-erinnertmqen ersch-.rnen lassen. In. öem Buche te:6: es, daß am 6. Februar, nach der Giitbenihtttfl Ricttard Müllers, Barth tic Lei­ch ng derillegalen Bewegung" übennommen hat. Tie schwerste Arbeit nxrr bie Beriorgung mit Dassen und Munition. löanbgrana en wurden in crgener Regie hergestellt und in vielen T-Zug- Painten trotz Zugbontrollc nach Berlin geschafft. Tas Gefall lichsle ivar die Bildung vonStofp chupps". Es mufote in jebem Großbetriebe ein Kühr er gefunden toerden, der innerhalb seines Bo »riebes seine Leute auszusuchen harte. Ein einziger

Sir Gräfin.

Roman von G. W. App le ton.

auch T-iiive mit j... i ioaenem Snabeii er: glückliche Ehe erfet't, bitte ich, ßch aenrfl- ' voll unt ÄküüMg r Bilder unirr WV t den Sikh. Siu. zu nm Diskretion «/dmintc |

Herr, $ Sabre, hi wünscht d. Wmll- einer Ib. Mädrls a Knnülie z.mtich.-7

Heirat.

TeuticherCchäiM nuf Voll hören, r laufen. 8lebd* erhält Selobnnn'.. WWer^riedru,- Hheliilk

telt')«Her"L'.,1.-y;

.KL

'SK, W SZ-

Dreizehntes Kapitel.

Sutrum mich in die ein Augenb U ein Gc- isthl überkam, dis mit Eiser'ucht gioßc Aehn- llchkeil besaß. iii cs eines ici.er psychologischen Probleme, das ich zu lösen mijt nicht r^rmessni nödtte, aber dis Geiübl roar nickrtsdestowenig>r da imb es verstärkte sich noch, als die Gräfin in grnem beinahe liebeoo l familiären Ton hinzufüqte:

Tiefer Sxrc, Alwus, sielt selfam'rw ise in tntcr g.wiscn Sin i.bt mit den Frangi.anis tu Dcziehui.g. Sein B.ter, ein Arzt in Rom, tut- Qjr sein Leben in einem Du'll mit Vütorio.

Ter MarguiS hob etwas müde ferne Aug:n- Uber nach meiner Ricktung und sagte, als ob die Lache ihn mcht weiter kerühre:

So, wirklich?

Ich konnte das nicht ganz ertragen. Ich mite, bi fr lein Benehmen beleidigend war und erhob mich plötzlich.

Ich hoffe, gnädige Frau, sagte ich, daß Ihnen raeht Rcz p. Erllichterung bintjen wird.

O, nd>erhd- wird es das, sagte sie mrd nahm D von dem Tisch?. Da, Alfons, sei so gut uno besorge mir Has morgen vom Apotheker, liber Lunge. Tarnt, wahrsdxinsich rasch g.wisse EX:-

i^^rrniidiT a' UllSer gUler ger und T ndwirt äfs

Ipril 1920

,tten Ml,

schwarz, Mr^. {tarne adbaudtn gelcv-, Äiederbringkr S-' . lobnung.

Entlau!"

«ruü rottM**** feil ßtipfc (Stefecn "''m.ijjj J MM P "yerejn^

BWI*' ssy MS na«d hcl5ebr Ek-

al'ereni, 6ran,m'L' zwecks fteL, «SLZtzr , warntet

gefidiener n

berechtiaier I

Welle, fetuaehuÄ II nob, 10000 iVttrlB mod),e lud glücklich ' W verheirchül

immer, lieber: BI tarne, auch vom Mj °'e wm eine ireuetjrdW fÄl rottbtn »i nm nach einem M,«

1 Hem, sehnt. Ber2M | wnnicht. Erniigei/M ^"iteb., tndftL mit i® walle man vertrauen M u. (7495 an den GmW richten. BerschwIeqkiM zngenchert und cm-'N Äit I. Beamter, u II E>ngg.,ev.ges wür111

I Dame a. put. SoiEM 'va>. Heirat kenn,,- I lernen. Lchr. An«.. H 0.496 an den Sieh.fr* M Privaibeointer, 'j| äiiüeni solid, mit ii> nl

i loier Bergangenbrit.;1II edlem Charakter, tu*.

deutsche Nationalversammlung.

Berlin, 23. April.

Vizepräsident Dietrich eröffnet die Sitzung nm 3 Uhr 23 Min

Aus der Tagesorbnung stehen zunächst An- fragen.

Aus eine Anfrage bes Abg. Tr. Düringer (D.-Rat., tvegen Zollsreiheit von aus dem Elsaß eingesührten Baumwoltwaren wirb von leiten der Regierung geantwortet, daß die betreffenden Waren nach Beseitigung einiger Unstimmigkeiten mit bet französischen Regierung nunmehr wieder zollfrei sind.

Auf eine Anfrage des Abg. W e tz l i ch (T.-N.) tDtgen einseitiger Ued.riveisung bei 'Jtetreicrvcn an Konserven an bie ü^n>umgenossenschastcn wirb teflierung^ieitig geantwortet, daß bei dieser Ver­teilung nicht bloß die jlvusumgenossenschafien, son­dern auch der freie Handel berücksichtigt nxntten soll.

Auf eine Anfrage des Abg. Tr. Hcrrmann- Vosen Dem. wegen Verletzung der staatsbürger- icheu $Rcd)tc ber Teut.ckxm durch bie Polen wird regierungsseitig geantwortet, baß die Regierung !etn Mittel unversucht las,en wirb, um dem zu fteuern.

Aus eine Anfrage des Abg. Dusche (D. Vpt.) nirb regi rungss.-itig geantwortet, daß ber Entwurs einer Pachtschutzvrdnung in kürzester Frist an den Ker-Ausschntz gelangen wird.

Aus eine Anfrage des Abg. Doch (Soz.) wegen ber Regelung ter Holzversorgung toirb regierungs- eitig ge-.nttuwr:et, daß bie Regierung dos Holz- zeschä't überrvidte und mit den Zentralbehörden der Länder Vcrcinbartmgen treffe. Aus einen Aus­gleich zwischen d u Ländern betreffs des Brenn- '»lzes wird besonders geachtet werden.

Es folgt die dritte Beratung des Gejetzenp- tzmrses über die Befriedigung des Reich e- ia a 6 und ter Landtage, lieber i<i5 Gel- tz trin> namentlich abgesiimmt. Es wird mit 290 ge- qen 15 Stimmen angenommen.

Tritte Beratung d S EnNvurses eines Reichs-- »oahlgefetzes. 81 wird mit yri ger Adhr- rieit angenommen. Die Ausübung des Wahlrechtes fff die Sord'ten ruht. In der (Mamtabflimmung tritt) dis Ge etz mit 301 Stimmen angenommen.

Erste Beratung des Gesetzes betr. Ber- Einigung Koburgs mit Bayern in Ver­bindung mit dem Gesetze betr. bas Lanb Thü­ringen

Reichsmi"ister Koch: Der thüringische Staat hat sich gefestigt. Das ganze Land steht hinter dem Wunsche, sich zu bi:sem Staate zusammen- tuschliesen. Daß Koburg sich nach Bayern ge- ivanbt bat, mag an seiner Stammeseigenart iegen. Wir vriinfcfni, dem neuen Lanb eine glück­liche, gedeihliche Entwicklung. (B-nfall.)

Die btueu Gesetzentwürfe nerben in zweiter und dritter Beratimg angenommen, ebenso in ber (Mefamtabflimmung. (BeifallO

Präsident Fehrenbach spricht namens ber Nationalversammlung Thüringen, dem Herzen 'Deutschlands, das dem Hause in Weimar ans .herz gewachsen sei, die herzlichsten Wünsd« für seine W.-iteientwidlung aus. Möge auch Koburg tei Bayern blühen u nd gedeihen. (Stürm. Beifall.)

Ter Ges/tzentwurs über de Gewälrung von Straffreiheit u d Strafmilderung in Difziplinar fachen wird in zweiter und dritter Bcr tung angenommeu.

'?(bg. Barts cha t (Tem.) begründet einen In trog letr. Auflnrbung der Bevordmmg über die )erauif 6ung d s Orieuni lohi es u b die Aus - )tbn h n g ber Verficherungs pilicht in her K r a n ke n ve r si che r u n g. Tie R gievu g nöae bald den Ent.v irf einer neuen Verordnung orlegen Abg. M o l te u b u h r (So;.) fp icht cfgen b'ii Antrag A g Behrend (D. Rtl.': ne Vered u'g b ingt ei ie ganz falsche Ten- Iteiij in 'i V r'idernng. Sie fÜTt zum Ruin Her St.'anfe ;h)ft \ Sol die Vererb u gen":t n nicht im 6., sondern im 7. Ausschuß bmten werben. Abg. Becker-Arnsberg (Ztr.): Tie V<'r- cbnnng ist ein Stritt zur rllgenui ten V.<k?- am'icherimg Mn M e st lT Vp.) spricktt für den Antrag. Abg. Brühl UirP) bigegm. Tv.» ytanfenrafen b-anchen C^e.'b Tic befer situ-- Strten Arbeiter müssen für die schledffer situierten am treten.

Ter Antrag Bartschat wird angenommen.

Samstag i Ufjr: Verrcicbli r-ung d r Eisen- Sahnen, Postgebühren u. a. SckKuß 7 Uhr.

' Stfirifil ( -W w.Uu* Uu-OToÄtt-b. ' Nckwieaenheil Cdic.

V---

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen)

Fehlgriff und alle standen an ber Wand. Anfang August, alw nach der Niederlage an ber Manie, waren die ersten Stoßtrupps gebildet Am 22. £t-1 tobet wurde der Reichstag eröffnet, wobei eine Temvnstratron ziemlich fläglidi ausiiel. Am wichsten Tage wurde Karl Liebk.tocht aus lern Zu-irthaus entlasten Barth erzählt, daß Liebknecht von den 18 OJO bis 20 000 Menschen, die itti vor dem Anhalter Bahnhof bejubelten, als er aus dem Zuckihaus (am, ganz berauscht mtinte, solch eine Mensckenmenge hätte Berlin noch nicht gesehen. . Tann forderte er unausges tztStraßendemonsttalio- nen, bei denen voraussich lich Blut fliefr.m mürbe. Blutvergießen würde Proteststreik auslösen, daraus würbe ret* lutianärer Slraßenkamps enlftvlyn, 9lui- löfung des Heeres und zuletzt Revolutwn Als Liebknecht von Barth aurgeforbert wurde, fith mit den anderen Führern an die Spitze einer bewaff­neten Temonstrativn zu setzen, antnwrteteLicbtnecht sttneebleich:Sie sind ja völlig wasttsinnigAm 31. CLober fand zu Ehren Liebk iedsts ein Emp- fangsabend in ber russischen Bot­schaft statt. Barth machte dabei bie Erfahrung, baß nicht nur in Byzanz und im Abglanz der Cä­saren Byzantiner zu finben sind. Das gegen­seitige Beweihräuchern und An Him­meln war geradezu widerlich."

Nach Schilderung der geheimen Vorbereitungen zur Revolution berichtet Barth über den 9. Ro­tem der 1918, wie er ganz allein imHaupt­quartier" saß, wahrend sich in der Stadt fripn alles fast Yon selbst mach e Um 3/il2 lllir kam Richard ler Er sagte: »Letzt geht ick erst etwas essen und dann will ich mal ein blsjchcn Revolution ansehen." Um l/s12 Uhr kam Titt- mann (Hamburg, und erklärte, es feien schon Vcr- Ixinblunaen mit Scheidemann und Ebert nx^rn Ueberna'bme der R gierung im Ga igc. Barth fuljr sofort nach dem Reichs ag, roo im Zimmer 18 die Leuchten" der U. S. P. beisamrncnsaßen, unbe­holfen, wie eine vom Marder umkreiste Hühner- schar. Mles schrie nach Haase (ber in Kiel war). Inzwischen waren bieDemagogen" von den So­zialdemokraten in den Kasernen und "hielten Sol- batenversammlungen ab. Die unabhängig n Führer ober saßen beisammen, lösten EBkLrätjd oder Igelten Reben an die sicheren Arbeiter statt an bie Sol­daten.

Wie ber Unabhängige Barth über die Kom­munisten denkt, mögen schließlich folgende Zitate aus seiner Schrift zeigen:

Ticse ungariiche Räterepublik, die­ses Widerspruchspolle und widersinnige Gebilde, bas den benfiau sdrrecklichsten Todeskffm bei seiner Geburt in sich trug, war einer der schwersten Schläge für die Wellrevolution. Sie war das frctcfbaf'.efte Spiel mit dem erhabensten Mensch- l-eitsgedanken."

In der Zwischenzeit hat ber ffeoelnde lieber- mut und die gewissenlose Leiche fort sgL'.t der Kom­munisten den Feinden des-Proletar.a.s nody zu einigen anderen billigen Triumpl-rn verholsen und diesem selbst vernichtende Niederlagen beigebradit. Wenn auch die Niederlage im Rul-rrevier schver war, so wurde die Niederlage der Münchmer Räte­republik beinahe kataswoph-.l."

Barkh meint, daß von der U. S. P. die Revo­lution durch, den Putscknsnrus verdorben worden ist. Persönlich ist Barth tief enttäuscht. Nack) seiner Angabe hat man ihn für feige erklärt, als er von den Llusstandsversuchen ab riet; für einen Rerolutionsvomantiker, als er die stille, allg» meine Beioafsnung propagierte: für einen Kvri- talsknecht, als er vor überspannten Streikforde­rungen warnte: für einen Verräter, als er er­klärte, diß ihm um bcr Revolution willen vor diesen Arbeiter- und Soldatenräten graue:

Ganz verübelt und verargt w.irde es mir, daß ich mich gegen die Stia';endemonstrationen und --Demonstrationchen wandte, gi^g- n bie bie Reaktion stäickende u.ib die r.v lutionare Kraft des Proletariats zermürbende, das Berliner Prole- tariat lächerlich mack>ende revolutionäre Gymra- stil. Tiefe revolu.ionare Gymnastik einmal da und einmal frort, ein bißdien Gennalstreik, ein bißchen Tcmvnstralio t und a ich eil bißchen Knal­lerei also die Mittel einer Aktion in thea­tralischer Aufführung, das ist Revolutionsverrat."

Kirche tttiO» Schule.

** Innere M i f sion. Aus di.' nächsten Montag, nachmitta-rs 1*/» Uhr, beginnenbe Jahres­versammlung des Oberhess. Vereins für Innere Mission, ivobei u. a. von Pfarrer Dr. Busch, Frankfurt und Psarreer A u s s e l d, Gießen üf>er Volksmission in Oberbessen und die etwaige Zu­sammenarbeit von Kirche und Gemeinschast hierbei, verbunden mit freier Aussprache, verhandelt wird: sowie auf den abends 8 Uhr in der Sta -tkirckie statl- sindenden Gottesdienst für Innere Mission, in wel- du-m der neue Vereinsgeistliche, Pfarrer Schäfer, Frankfurt und Pfarrer A u s s e l fr, Gießen, über Darmstadt predigt, sei auch hier hingewiesen.

Turnen, Spiel und Sport.

n. Norbeck, 21. 2lprll. Der hi'sige Turn­verein veranstaltete am Sonntag, 18. Aprll, einen De11marsch von ungefähr 30 Silo*

Metern mit Verteilung von Preisen. Es erhielten von den aktiven Turnern den 1. Preis Pbil. Vv-iel, den 2. Jobs. Lemmer und 3. Hemr Schneider Von der Zögli.igsobcrstuf-^bei 2.'» Kilometern Wild Bogel heu 1., August Sch.ver den 2. mtb Heinrich .'trug den 3. Preis, von fror ZöglingsunirrsNii': Friedr Krug den 1., Ludw. Rau den 2. intfr Heim. Rau den 3. Preis. Die Marschroute ging Nordeck, Winnen, Leidenhofen, Ebsdorf, Heskeu, Trciliaii fen, Roßberg, Wermertshausen, Rüddingsdausen, jCt>cnhäufen, Kenelbach, Londorf, Nordick Tie Prcisoericilung fml»t Sonntag, 25. "Jlpril, bei der vom Turnverein veranstalleien Theatenwrstel- lung statt.

Kun ft und Wissenschaft.

Ein unbekannter Rubens entdeckt.

mc. Frankfurt a. M., 22. April. Durch Zufall wurde dieser Tage hier ein bis­her unbekanntes Gemälde von Rubens ent deckt. Ein Dienstmädchen in der Leerbaclrstraße hatte ein altes, geschwärztes Bild von feiner verstorbenen Herrschaft geerbt und verkaufte dieses an einen Antiauitätenhändler, ohne sei­nen Namen zu nennen. Dieser bezahlte 450 Mark in Anbetracht der guten Maltechnik. Um das Bild mit Gewinn wieder verkaufen zu könnnen, wurde es gereinigt und sollte neu gefirnißt werden. Dabei fiel dem Händler doch die außerordentliche Qualität der Malerei auf und er ersuchte drei Gutachter vom Stöbet scheu Kunstinstitut um ihr Urteil. Diese er­klärten das Bild für ein echtes Gemälde von Peter Paul Rubens und boten gleichzeitig einen Kaufpreis von 40 000 Mk. Diesen Verkauf ging der Händler nicht ein. Das Bild befindet sich augenblicklich zu weiteren Festslel" hingen in Holland. Nach seiner Rückkunft nach Frankfurt wird näheres über die Darstellung milgeteilt werden.

Eine erso'g-eschc Uraufführung.

Berlin . 23. April. (Wolff) In dem staat­lichen Sckianspiellxius wurde gestern Robert P r e ch l s TragödieA l 7 e st i c" mit durchschlag geiibem Erfolge gegeb'n, an dem die sinnvolle, schön hei tsreid:e Tichluug und die ausgezeichnete Darstellung, insbesondere durch die Trägerin der Titelrolle, Frau Durieux gleichen Anteil hatten. Der gelähmte Dichter, hi iter dessen Deckname ein hodxmgefebcncr Berliner Kaufmann, Rob. Fried­länder, fick) birgt, und bcr in ber Intendanten löge ber Vorstellung beiwohnte, würbe mit den Hauptbarstellern unter denen weiter noch die Herren Winterstein, Lepel v. Ledebur und Pohl zu nennen sind, sonrie dem Spielleiter Tr. Bruk durck,ftürmifd)en Beifall geehrt

Eingesandt.

(Für F-orm und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Untervermietung.

$n einem Eingesandt in Nr. 93 desGießener Anzeigers" vom 21. April wird daraus aufmerksam gemacht, daß viele Mieter nicht in der Lage seien, dem Ausruf des Allgemeinen Studentenausschusses betreffend Ueberlassung von Wohnungen ax Studierende nachzukommen, weil ihr Miet- verttag den Satz enthalte:Untervermie­tung i st n i ch t gestatte t." Demgegenüber sei darauf hingewiesen, daß die Bekanntmadping des Bundesrates zum Schutze der Mieter vom 23. Sep­tember 1918 in der Fassung vom 22. Ium 1919 § 4 ausdrücklich bestimmt, daß die Erlaubnis^ des Vermieters, den Gebrauch der gemieteten Sadjc einem Dritten zu überlassen, insbesondere die Sache weiter zu vermieten, durch die Erlaubnis des Mieteinigungsamtes ersetzt werde. Tas Einigungsamt soll die Erlaubnis nur bann versagen, menn bcr Vermieter sie aus einem wichtigen Grund verweigert hat.

Infolge dieser Bestimmung ist also jeder Mie­ter, and) wenn ihm durch den Mietvertrag die Untervermietung untersagt ist, in brr Lage, einen entbehrlichen Raum einem Studierenden zu ver­mieten. Sollte der Vermieter die Erlaubnis dazu verweigern, so wende man sich an das Mieteini- gungsomt bcr Stadt Gießen, Aster weg 9, das die Erlaubnis des Vermieters ohne weiteres burd).feine eigene Erlaubnis ersetzen nrirb.

Prof. Dr. Rosenberg.

Vricffaftcti der Nedaktiorr.

(Sin Jugendamt teste hl hier nid)i. Di.' Aufgaben ber Jugendfürsorge werben durch das Armenamt erfüllt. Wie wir erfahren, sanden erst kürzlich Besprechungen statt, die darauf hinaus- fübrten, bie BezeichnungArmenamt" zu ändern, z. B. in Wohlialirtsamt ober bergt., die Verhand­lungen führten aber bis jetzt zu keinem Resultat. Auch ein weiterer Ausbau der Jugendfürsorge wird wohl demnächst zu erwarten sein.

bauten auf meinem Ge'icht le'enb, fügte sie mit fdiclmifcfcm Vädjeln hinzu: Apropos, Herr Doktor, ich hibe tanz vcrgef'en, Ihnen zu bigm, friß dieser Herr mein Schwogcr ist und er mir, während fr*r Abwesenheit meiner Sdmrfter in Bv'vn, bc Gas- sreuudschaft die'es Hau es angeboMt hat So spi le denn ich bie Schivßherrin, fo.aiigc sie verreist ist.

Als sie mir bei diesen Worten fest ms Auge blickte, füllte ich einen MomeM Bffchämimg darüber, daß sie meine schlechten Gebaacken so genau gelesen hatte: diese Beschämung wir indes, wie ich fürchte, mit einem dankbaren Gesichl der Erleichterung vermischt.

Als ich mich empfahl, bot sie mir chre Hand, bie ich keineswegs zimperlich crg.if Ich machte dem Marauis meine De beugung und im nächstm Augenblick war'ich im Freien, em anbcr m als zuvor. Daran war nicht zu rütteln. Ich war dem Zauber biekr Frau verfallen. Es war int tollste aller Vernarrtheiten, aber ich nnify.:, daß mich fortan d.S schöne Ge'ickrr und die herrliche G - stalt Tag und Nacht beimfuden würde. An der Ecke ber Diightsbridge Road besti:g ich eine Troschke und ließ mich in Davenports Lllub führen.

Zum Glück traf ich ihn dort noch an.

Na, Perigord, rief er mir entgegm, wie steht's? Haft du deine Gräsin gefunben?

Iawobl, und ebenso den Marquis de Brm- villiers. Tas Reine E^eimnis war bald auf­geklärt: er ist ihr Schwager

Tie'ung ist sehr prv'aisch. Ich dachte, es könnte möglicherw ie einen eovas romantischeren Anstrick) haben.

Steine Spur. Sie und ihre Schwester sind reiche Amerikanerinnen, wie ich verstand, aus Boston. Tie eine hat einen italiniischen Grasen, bie andere einen franzö i chen Marquis g^.eiixtM. Warum hm dies denn die Amerikanerinnm auch nur?

Ich weiß nicht. Es kommt indes letzt nicht mehr so häufig vor, als früher. Mm beginnt einzusehen, baß es nicht das rid/rige ist. N'uerdings bate.i bie Amerikancrffmen b?t englischen Aristo­kratie ilrre Gunst geschenkt Viel!.richt f hen sie endlich ein, wie verdienstlich es ist, das gute, alte cmgelsächffchc Blut rein und unvermischt zu be­wahren. Was ist fr.T Marguis für ein Mensch oder genauer, was hälft du von ihm?

Nicht viel, ernrib.rte ich lachend und läut-rie dem Stellner.

Cf.e.i gestand.m, sie ist ein: ber schönsten Frauen, die ich je ge'ebm.

Zugegeben aber axe zum Tamel gelang cs ihr, dich auszugvaben? Cs gibt ja bekanntlich so­viel-: Mod.-äczte in beinn Gegend Lambeth, nicht wahr?

Sofort sah ich ein, daß ich nicht zumel sagen durfte. Ich bannte Tmxnrvrt schon lange und wußte, fraß die Neugierde firne größte Schwäche ausmachte.

O, sagte ich, solche Geschichten sind, wie du

Somstag, 21. April 1920

Lpiclplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Somuag, 25. April: Ter Freischütz. Montag, 26.: V olctta. Ti.i s ag. 27.: Parsffal Mittwoch, 28.: Tas Treimädc.thaus. Tonnetstag, 29.: Alessandro Stiaiklla. Fr.i.ag, 30.: Lohciigrin. Samstag, 1. Mai, nachmit.ags 3: Ter Barbier von -sevilla. Abends 7: Zk.ein Zbas Blumen. Hierauf: Tänze. Sonntag, 2.: Der Schatz­gräber. Montag. 3.: Ticsland. Ti^iStag, 4.: '31ek landro Stradella Mittwoch. 5.: Fittzir» Hock> zeit. Schauspielhaus 5xmniag, 25 Avril, nachmittags 2'/,: Trie drei ^rivillinge. Vfir.-i fr> 6: Tie Sendung ScmaetS Biont g, 26.: li.iom Tieistag, 27.: Pygmalion. Mittwack). 28.: Ge spcnster. Tvim rstag, 29.: Die Margui'e van Ar- cis. Freitag, 30.: Judith. Sams:ag, 1. Mai, nach mittags 2* ?: fiatele und Li bc Al*ndS 6* : Blcmco Pasucts Env.-ckung. Hieraus: George Täu­bin. Sonnteg, 2., nachmillags 21 ,: Mich el Kra­mer. Abends 6' ,: Pygme.llou. Mono', 3.: Ju­dith. TieuStag, 4.: Maß für Maß Mittwoch, 6.: Nathan ber Weist.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische (SruianDc.

Sonntag ben 25. April. Jubilate.

In ber Stadtkirche. Borm 8 Uhr, zugl. Eyristenl. s. fr Netbonfirm. a. b. Markusgem.. Pfr. Becker. ' Pff. Mahr. 11: Kindcrkirch- f b. Matthäus'.em.: Pfr sl'UArr. Montag. 26. April, abds. 8: J-alnreSoer ammlung b. Obrrycss. ö-tine f. Jim. Mission. Predigt: Pfr. Schäfer c. Darm ftabt. In der I o ha n nos ki r che. Bann. 8 Uhr, zugl. Christen!, s. d. Ncnkonsirm a. b. So'Kjnneigcm ; Pft. A iss.lb 9*/?: Psi B chtal^ l)eimcT. 11: Pfr Ausftld. 4lbbs. 8: Bi.elbcspr. i. Johaunessaa! 2.3. Älpril. Wiescck Bonn. 9: Deidfle. 91/2: Gotttsdienst m. Jei-n: d hl. Abend­mahls. Nachm. 2: Stiube.Rrdw (bi gutem We.:er im Walde». Sonntng, 25. ?lpril, V01M.1. IG* Mird)berg. H.il. Ab/ndmal.l für Stau enbcrg. (Ävllekte.'

Ka'holifchk Gtmclndt.

Samstag, 24. Apr l, nachm. 5 u. abb5. 8 Uhr: Gelcgenh. z. hl. Beichte. Soimtag, 23. April. 3. Sonntag n Osten,. Borm. 61/2: Gel genh. z. heil. Berichte. 7: Hl. Mes'e. 8: ÄuStcilt fr. hll Stommun. 9: Hock)amt m. Pr. 11: Hl Messe nt Pr Nadun. 2: (S(rri"e tftfrx; dar. An adp. Tiaspora-Gottesdienst am 25. Apri^. In GrPr- berg 9*/8, Hungen 8V1, Lich 10/* Uhr.

Schachecke.

Die Winterturniere des hiesigen Schachklubs, die eine erfreulich starke Beteiligung zeigten, sind beendet. 3n Gruppe A (9 Teilnehmer) gewann Frhr. v. Holz ha ul en (Wetzlar), ber bekannte Problemkomponist und Spieler von Meister' stärke, sämtliche Partien (15), bis auf die folgende, die wir heute bringen. Prof. Weitzgerber und s t u d. A. Kraemer standen mit IO*/, Punkten an nächster Stelle, eine Siichpartie wurde von A. Araemer gewonnen, der somit ben ersten Preis errang, ba Frhr. 0. Holzhausen außer Konkurrenz spielte. Es folgen II Prof. Weißgerber (10'/,), Ul. Prof. U r st a d t, besten Partien von Res. Leun über­nommen würben (10), IV. Architekt Nicolaus (7/,), V. u. VI. Prof. Hirt unb G 0 ldschmibt, VII. H p t m. D a e h n e l. 9n Gruppe 8(16Tcilnehmer) I. stuck. Schweihgut (10'/,), 11. Austerlitz (8), III. Baumert (71/,).

Partie Nr. 1.

(Spanische Partie, gespielt Winterturnier bes Gießener Schachklubs 1919/20; Anmerkungen von Referenbar Leun)

Weiß: Leun; Schwarz: v. Holzhausen

1. e 4, e 5. 2. S f 3, Sc6 3. L b 5, a 6. 4. Lxc6- dex 5. Sc 3, (SXe5, D d 4!), f6 (ber einfachste Derteibigungszug) 6. h 3, L c 5. 7. d 3. Le6 8. De2, Se7 9. Le 3, Lxe3 10 DXe3. (Weiß Hieltfe3x für ungünstig, ba bereits h 2 -h 3 geschehen war) S g 6. 11. S e 2 (um 8 f 4 zu verhinbern), De 7. 12. 0-0, O-O- 13. S d 2. c 5. 4. f 4, cf x. 15. S f4x, Lf7 16 Sxg6, Lf7xg6. 17. Df 4, (ber Springer soll über c 4 nach e 3), T e 8. 18. T e 1, Td 8. 19. Sc4, b5. 2). S e3, c4. 21. S d 5, D c5 f. 22. K h 1, cd x. 23. cd x, c 6. 24. Tel, Dd 4 25. Tc 6 X, Dxd 3 26. Tc 7 (n cht T a 6x, wegen Te4X. Der Ernleitungszug zu ber folgenden Opfer. Kombination !), 1 Xe 4. «Schwarz sieht die Gefahr nicht. Auf L e 4 würde weiß durch T g Ix u D f 6 remis halten. Schwarz mußte f 6 decken, am besten mit T e 6, auf D d 4 folgt S e 7 nebst S c 6, auf T f 8 folgt S e 7|, e 5). 27. Sx f 6 f, gf x. 28 D X f 6, D d 4 29 T g 7 f. K h 8. 30. T g 6 x f, D X f 6. 31. Tf6f und weiß gewann in längerem Endspiel durch richtige Verwertung seines Mehlbauern.

Auflösung ber Schachaufgabe Nr. 1.

1. L g 3h 2, Dc3-b4. 2 DeS-fSf, Db4x D f 8. .3. g 2 - g 4 #

- - D c 3-c4. 2. D e8-f7f, Dc4x D f 7. 3.g2-«4U

- - Dc3-d4. 2.Dc8xd7f, Dd4x

D d 7. 3.g2-g4#

doch eigentlich willen solltest, m unserrni Berus alltäglich. Sie hat sich nicht darüber ausgesprochen, unb ich hielt es nicht für der Mühe wert, mich darnach zu ec tu obigen.

Ich möchte allerdings nicht n^ugstrig erschn- nen, erwib tx er, sich rcchtstrtigend, und ficiltd) geht cs mich im Grunde genommen nichts an, ab r sie sah nicht krank aus, als ich sie f>eutt vormittag vor ben Mansions halten sah. Ich sagte mir sogar, sie sei in prächtiger Beria'sung. We.ß: fru, ich sah sie heute, als ich tx:n Hof verlich, unb konnte nicht umhin, brs zu bemerken.

Ich streifte bst Asckx meiner Zigarre ab unb lachte ihm aufgeräumt ins Gesicht.

So, du bist gar nicht neugierig, was, Meister Davenport? Tu weißt ganz genau, fraß fru all. Hebel in Bewegung setzfft, mich auszupumpm, fru Erzheuchler. Aber es ist nichts zu machen, all r Junge. Vielleicht ist sie krank, viell.richt aud) nicht Auf jeben Fall hab' ich ein Rezept für fi; aus- gefertigt, bas sie Alfons morgen ftsth zu besorgm bat. Soweit bin ich gerne bereit, b.rne Neugier au befriebigen. Vielleicht hab: ich mir der Gräfin andere Tinge besprochen, vi;lleicht auch nicht.

In Alions' Gegenwart?

Tu bist doch unverbesserlich.

Aha, sagte er, bu hast sie schon früher ge­troffen?

(Fortsetzung folgt)