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Amtsvermnöigungrblaü

für die provinzialdirektion Gberhefsen und für das Kreisamt Gießen.

Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. 9tur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich.

57r7153 22. Oktober 1920

Jnhallr-Ueberficht: Bekanntmachung des Reichsministers für Wiederaufbau. - Verordnung über die staatliche Genehmigung zur Errichtung von Aktiengesellschaften. - Hessische Lanüeswanderbühne. - Warnung vor Rad-Jo. - Erwerbslosensürsorge. - Viehseuchen. - Dienstnachnchten. - Bekanntmachung des Polizeiamts. - Feldbereinigung Ettingshausen.

Bekanntmachung.

Auf Grund von § 1 Absatz 2 des Gesetzes über Enteignungen und Enlsckäuigungen aus Anlaß des Friedensvertrages -wischen Teuljäland und den alliierten und a,soziierten Machteil i»m 31. August 1919 (Reichs-Gei etzblatt S. 1»2,) ist dia durch die Bewrdnung des Reichspcäiidenten oom 3. Januar 1920 (Reick)S- Geictzbiait S. 15) errichtete R e i chs r ück l re f e r u n g s ko m- Million in Berlin als Enieignungsbehörde für die Enteignungen, die zur Durchführung der auf Grund des Friedensoerrrages oder ergänzeiwer Abi'ommen staltjindenden Rücklieferungen von Gegen,landen aller Act mit Ausnahme von Tieren und von Eisen bahnmeuerial an die alliierteti uiu) assozi- ieneit Regierungen oder eine von ihnen erforderlich sind, hc- nimmt worden.

Berlin, den 7. Oktober 1920.

Der Reick-srninister für Wiederaufbau. I. V.: Müller.

Verordnung betreffend die Aufhebung der Verordnung über die staatliche Genehmigung zur Errichtung von Akliengesell,chaften usw. vom 2 November 1917 (Nrichs-Gesetzbl.,S. 98/). Vom 9. Oktober 1920.

Auf Grund des § 4 Satz 2 der Verordnung über die staat­liche Genehmigung zur Errichtung von Akliengesellsä-aften usw. vom 2. November 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 98/j wird bcilunmt:

Die Verordnung über die staatliche Genehmigung zur Er­richtung von Aktiengesellschaften usw. vom 2. November 1917 (Reicks-Gesetzblatt S. 987) in der Fassung der Verordnung vom 12. Februar 1920 ^Reichs-Gesetzbl. S. 229) tritt am 15. Oktober 1920 außer Kraft.

Berlin, den 9. Oktober 1920.

Die Reichsregierung. F e h r e n b a ch.__

Hessisches Laudcsamt für das BUdungSweseu.

Zu Nr. L. f. d. B. 6181. Darmstadt, den 13. Oktober 1920. Betr.: Hessische Landeswanderbühne.

Au dic Krcisichulkomittissioncn, die Direktionen der höheren Lehranstalten und öic Lehrerschaft aller Kategorien.

Die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und Jugend­pflege in Hessen hat in Verbindung mit dein Landest Heater zu Darmstadt eineHessische Landesivanderbühne" eingerichtet, .ueic Wanderbühne soll dem Lande gute Theatervorstellungen vernntteln. Sie soll in den Dienst der lünstlcrisck)en VvW- und Jugenderziehung gegellt werden und an ihrem Teile nach Kräften nillarbetten, drc Gejckmarlskultur unseres Volkes, die vielfach noch sehr im argen liegt, zu heben. Es ist zu hoffen, daß durch ihr Vorbild auch aus die üblicken ländlichen Veveinsverangaltnngen eine veredelnde Wir­kung ausgcübt wird. In besonderen Jugendvoritellungen sollen oen Obcrklasscn der Schulen die Weckke unserer Massiker.zu billigen Preisen nahegebracht werden. ,

Wir empfehlen diese wertvolle Ernrick>!ung Ihrer freundlichen Beachtung aufs wärmste und ersuchen Sie, die Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung uiid Jugendpflege in Hessen bei der Durchführung dieses Unternehmens weitgehend zu unterftutzeii.

Hessisches Landesamt für Bildungswesen.

I. V.: Block.___

[ Die ungeheuerlich)« Reklaine, die die Raü-Jo-Versand-Gesell- schaft in Hamburg neuerdings wieder betreibt, hat die Direktoren sämtlicher deutscher Uuiversitäts-FrauenNiniken veranlaßt, eine ge­meinsame Erklärung über die Nutzlosigkeit dieses angeblichen Wundermittels zur Erzielung einer leichten Geburt und einer aus- aiebigen Milchabsonderung zu erlassen, in der es zum Schluß hecht: .Die wissenschaftliche Nachprüfung des Mittels hat vrel- mcbc ergeben, daß Rad-Jo die ihm von Wasmuth, dem Haupt- beteiligten des Rad-Jo und des Amol-Geschäfts, zugeschriebenen Eigenheiten nicht besitzt. Eine Beleidrgungsttage, die Wasmuth gegen einen das Rad-Jo alsglatten Schwindel" bezci^ienden Arzt angestrengt hatte, wilrde auf Kosten Wasmuths rechtskräftig abgewiesen. Wegen der unwahren Behauptung, daß Professor Kouwer Rad-Jo bei der Entbindung der Königin von Holland angewandt habe, wurde Wasmuth zu Geld- und Freihhecks- sträseii verurteilt. Mit den Namen von Aerzteii hat die Rad-Jo- Gescllschaft groben Mischrauch getrieben

Die Reklame für Rad-Jo ist geinemschaduch. Da Rad-Jo zu einem sehr l-ohen Preise vertrieben wird, werden die Käufer

zu einer wirtschaftlich unnützen Ausgabe verführt, die nur dazu bient, den Rao^Jo-Fabrikanlen zu bereichern."

Wir warnen die Bevölkerung, Geld für dieses wertlose M i 11 e l auszugeben.

Darmstadt, den 15. Oktober 1920.

Hepisches Ministerium des Innern.

Abteilung für öffentliche Geiunoheitspflege.

_________________________I. B.: Dr. B a l, e r.__

Betr.: Erwerbslosenfürsorge.

An die Bürgerntcistereien der Landgemeinden des Kreises.

Das abschriftlich nachstehende Schreiben des Herrn Reia-s- arbciisministers vom 28. v. Mts. teilen wir Ihnen zur KenmniS und Beachtung mit.

Gießen, den 20. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. B7: Dr. Heß.

Abschrift!

Das Arbeitsverhältnis der YLotstandsarbeiter gleicht femec grundsätzlicheii 9tatur i,ach dem Ardeüsverhältnis eines andren Arbeiters. Ihre EMlohnung bleibt, wie dort bekannt i|l, in ihrer tatsäck lickfen Höhe hinter der anderer großer Gruppen oer Arbeiter­schaft im allgemeinen nicht zurück. Unter diesen Umstänoen icheint es mir nicht gerechtfertigt, von dem Erfordernis der Wartezeit für die Notstandsarbeiter abzusehen.

Bei turzen Unterbrechungen, die die 9dotstandsarbeiten erfahren, wird übrigens die Kurzarvefter Unterstützung nach § 9 Absatz 2 in Frage kommen, die eine Wartezeit schon nach dem Ge,etz nicht-erfordert._____________________________________i

Betr.: Erwerbslosenfürsorge; hier: die Auslegung des § 5.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Von dem in Abschrift nachstehenden Aus schreiben des Reichs­arbeitsministers geben lvir Ihnen mit dem Empfehlen der s)laxfy= achtung Kenntnis.

Gießen, den 16. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß.

Aus dem § 5 der Verordnung über Erwerbslosenfürsvrge ist der Gr-undsatz zu entnehmen, daß Personen, die am 1. August 1914 leinen Wohnort im Sinne von § 8a der Reichsverordnung üoer Ertverbslosenfürsorge besaßen, zwar zunächst von der Gemeinde zu unterstützen sind, in der sie bei Eintritt der UnterstützungS- bedürfligkeit ihren Wohnort haben, daß die Unterstützung aber nach) 8 5 Absatz 2 Satz 2 der Verordnung nicht länger als ms- gesanit 4 Wochen gewährt werden darf. Dieser Grundsatz kann jedoch nur auf Personen angewendet tverden, von denen feststeht, daß sie stets nur als Landstreicher gelebt haben, also ohne Ertoerbs- zweck von einem Ort zum anderen gezogen sind. Demgemäß habe ich keine Bedenken dagegen, daß dieser Grundsatz bei Personen durchbrochen wird, die durchs die Ausübung ihres Berufes S-hindert waren, am 1. August 1914 einen Wohnort zu bentzen, beispiels­weise Seeleute, Personen, die auf Montage waren, und andere. Diese Personen werden vielmehr so behandelt werden müßen wie Erwerbslose, die am 1. August 1914 ihren Wohnsitz im Auslande hatten oder die sonst unter § 5 Msatz 2 Satz 4 fallen

Meine Entscheidung vom 1. dlpril 1920 I. E. 14o8/20, nach der der letzte Wohnort vor Kriegsausbruch endgültig fürsorge- pflichtig sein soll, galt nur für den § 5 Absatz 2 der früheren Fassung und ist mit der neuen Fassung durch.die Verordnung'vom 26. Januar 1920 gegenstandslos geworden._____________________

Bekanntmachung.

Betr.: Maul- und Klauenseuche in B e 11 e n ha u s e n

In Bettenhausen ist die Maul- und Klauenseuche amt- lieb festgestellt worden. _ , . _ . a.

Es wird gebildet ein Spe rr b ezirk, bestehend aus der Ge­rn a r k u n g B e 11 e n h a u s e n.

Das Beobachtungsgebiet bleibt unverandett.

Unsere Bekanntmachung vom 25. August ds. ^s. m Nr. 122 des Amtsverlündigungsblattes findet sinngemäße Anwendung.

Zuwiderbandlungen gegen die erlassenen Anordnungen werden mit erheblick;en Strafen gea'biibet, wenn sie willentlich begangen sind, sogar aus Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis.

Gieße n, den 19. Oktober 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker.

9 die HaushallSüberschrei-

reutralen Europa seit jeher vertreten wurde.

ti Frankreich Die parlamenrarische und Pnb- kzistische Diskussion beherrschten uw) zu den taktischen Absichten, die die französische Re- lierung in der Miedergutmachungsfrage offenkundig verfolgte. Das Märchen vom Reid)turn und der Wirtschaftsblüte Deut,o>- ands, das ohne weiteres riesenhafte Summen bezahlen könnte, sich aber hartnäckig und hin- .erhältig jeder Verpftichtung zu entziehen uche, wird der französischen Oeffentlichkeit

.! Paragravhen bindet 8 9' die Haushaltsüberschrei- Ei« ftVht ab7r in vollkommenem Widerspruch j tun«.,

S«i>en Wünschen und Meinungen, die bisher i^b^ond^dchnglW-n'ÄuSnnbmefAlen.

-n. er-Mini- 11 u"' ? < 3 , . er. ......

erteilt werden kann und macht Beamte, welche HaiishaltSübcrschreitungcn xlanmäßig oder fahr­lässig verursachen, der Reichskasse gegenüber haftbar, t 10 setzt den Teuerimgs z-us chlag gern 8 17 des Pe'oldungsoe^etzes auf 50 vom 100 fest. 8 11 spricht ten Al^.i6ionären und AltRn e. l> i-e- benen. texm Bezüge noch nicht auf Grund deZ! ge- stann ev Ge'edes umaerechnet sind, cmen ?ufch..ig hi kalber Höhe ihrer gesetzlichen Bezüge als Vor­schuß auf dic gesetzliche RvgLÜwig, rhoer Gchaw!- «ye, wrro oer sranzviiiei-en suciicmnuMi-n., ,u r; 12 ordnet d.c .Heranzieymig oec ent» mmer noch beinahe täglich von Journalisten - gewordenen Beamten der Militär-,

------- - -*---------u^, Ko onial- und Sckrutzgche.svertval^ig (vi ixr Einstellung von Arbeitskräften bei tey. ReichSbelwrden an, cbenio die der e2erw.'l>gen cl_ a ;

lothnnn chen 2anbcybeam^cn und Lan .ekang^'el ' ten. Bon den im Reichsh an :l>alt vvrg^ehmcn Rcichseiimahn'en sind besonders zu erwäbne-n .ein: Reichswi tschaftlministerlum u. a. Au fulnab ab r von Kohlen mit 350 Millionm Ma k, Lolz mu 14 Mi liow-n D. lz mit 28 6 Millronm zu a^iw n 392 6 M l i -lunt Ma l, im außcrorie.i lich" oaru.- ba(t' 336 Millionen Mark, aus der Erho^nr de.- Kvhlenp:ri c3 zi-.r-cks Verlil.gung der b-.n^mittel für bic llKecsckstchcn versalzenden Bergarbeiter. Beim Rci^>s ck<r^iiruistwmm .ec iiiie Haushal. vor an Mie-en, Pachten mch fffufen von Truppenübungsptztzcu, Erer-äerpläken sowie sonstigen Lregenfaias cu 1 Miiltivnen Marl, aus der Verwwi.ung ron mtlehr^ Heeres- und dNarmegut eme solche wn 70) Milli', m Mark. Das Rerch^tumizmr.^te- rium veranschlag', im ausfierordenckickieii Haushalt

cU 50291550115 Mark ergebm. deraA mi '{, n Finanzvxrwal^ms nx-rben an dE.en 2 M'E-s-Leuern als nertrnWafl-

03 320 Muli'men Mark, d. s. über 21 Mckli arten <1? ir; -.nehr als im Vorjahre, als einmalvA' -0) Wvnen

rrzählt, die sie ernst zu nehmen gewohnt ist. z Mari-.ut- Dabei wird natürlich neuerdings die irre och- ' tenbe Statistik, aus der sich eine angeblich in her ersten Hälfte dieses Jahres erreichte Ak- livität der deutschen Handelsbilanz ergibt, nut Vorliebe benutzt. Man darf annehmen, daß die Engländer über diese Dinge nüchterner denken und daß die vorhin wiedergegebene Ansicht Lloyd Georges von weiten und may- ybenben Kreisen Englands geteilt wiro. irotzdem darf man nicht allzu zuvernckiftich Aden Sieg der Vernunft hoften: Denn etc.er

bedeutet den Zusammenbruch von Jlln "iiien, an die sich Frankreich vorläufig noch Wit aller Kraft zu klammern scheint

Im Augenblick wird die biitifche Regie­rung von inneren Sorgen mehr in Anspruch frommen als von äußeren. Ter groste ^ol)Ienarbeiterflreif, an dessen Aus- druch man bis vor kurzem nicht recht glauben tvollte, weil in der Urabstimmung eine nnmerhch nicht ganz nnbeträchLÜ- ' Alinder- 7^t sich gegen den Kampf ausgesprochen hatte und weil auch mehrere von ben führen- Jpt Gewerkschafts.:iän>.evn offenkundig einem ^vsgleich zustreb en, hat nun doch eingesetzt und gleich zu Beginn riesige Dimensionen an- Summen. Tie Nachrichten, die die Presse ;.;u; .. uffcn''9147 MLlio-

füib nicht gcuij cinbeutiai auf Zölle m-ü Äcr«auchr,*uMi »i*'

tie parlamentarrsche Ko m mij ftott des G cwer?scb<Ntsson<rresfxs. Es suid auch v'-n neuem oftizielle Beprochunaen zw'.sckren den Ministern ' und den.T^rrLeitern abgehalten

Paris. 22 OK. (Havas.) Nach einer Mcl- tnma mi-s London g'anbt man zu wrsten, daß bisher ixn Exekutivvvwiee dec Der gar berter noch nickt berusm nvrden rst miD daß, das Exe- ee der TrausP«or tarbc it er noch Teilte Euscheiduug g>.9voffen hat. TasMimste- rium leriüb: sich atuf.ul>rg. die Gnmolc^- für eilte ^ert^T-. :3ing zu fnv.en, aber dre ^ge- ruiy der Fv-derunZ bleckst ter Stern des An- ibM Trvtz des Beschlusses von gcitem haben 7ich"die Eisenbahner l)eute tx-rammeH. X b3- ma«.ribt die Hoffnung, daß die Eimgungsver- handliinsen ^rn?d)en bat 93ccgrrrbi em und der N'sti -rw^'- wieder aufgemmtmen trer.eti, rod) nun. '.u; unt er bringt klar zum AuAst-uchdaß er stch lObvderhin brrnstven tvarde, um eine Vermittlung ()eC°^t?erbam, 22. Okt. (WTB.) TerNieuwe Rott^roamsche Courant rndbrt aus London, baß tv fiijciLn'ixm Bergarbeiter Raubzüge nach den Kartosselfeldcrn von Pend.e'.iug bei Manchesrer organisierten. Als be ittaie Polizei eingrin, h-b-n die Bergarbeiter die Flucht ergnswn.

Radikale Strömungen in Italien.

Mailand, 22. Ott. (WTB.) Die Lei­tung der italienischen sozialistischen Par­tei hält, wie bereits gemeldet, in Florenz in txefen Tagen Sitzungen ab, welche den kommenden Kongreß der italienischen sozialistischen Gesamt- jxirtei vrrbereiten sollen. Gemäß Beschluß der Tor-eiletmtg wird rmAvant." coi Aus'n'.f ver- ^rc«.!ich, Ler von dem Bund dec Anarchisten, ix-m Allgemeinen Ackbei^rverband, com Ei^en- bahneckverband und vr-m Stteleu'eveclxmd sowie vmi len <ödfenai&i.ern unterzeichnet ist. Die er Ausruf pstHert das tixriianidK PvstelariM auf, gefdMen für den Stonw und ten Sieg der kom­munistischen Sache ein-u relcn.

DerSerobo" md-ct w t er. daß Mar- gori einen Staatsstreich der Mitglr der das FoHchs" Qisckünbrgr habe, der am Jahrestag

5chulst7«tze 7

Samstag, 25. Gltobcr 1920

2.r.na^mt von ähjt.weu für b.t legesnummer bis ;um Ro^m'ttag vorher ohne jede Verbindlichkeist Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34mm Drecke ärthd) 35 'Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz.

Vorschrift 20 'Aufschlag. Hauptfihrifdecker: Aug. Eoch. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; färben übrigen Teil: Dr. Remtzold Jenz; für den Anzeigenteil: H. De<k, sämtlich in Diehen.

chlacht von Vir.tori»-Vcn<tv ausgcführt.uer-

Kle. *

Sinowjew und LosowSti.

Serlin, 22. Olt. (DTB.) Sinowfew Losowski reifen morgen trormittafl, chst nach Stettin, ab.

BersaffungSgebeude Versammlung

in Tanzig vertagt.

) a n r i g, 22. Ott. (DTD.) Zu Beginn der ien Sipmg dec vc rs a > sün gs gebcnden sammlung gab der erste Vizepra ident, Ab- rtrbcr Ralm von der unabhsnckgen sozia'demo- chm Fraktion, to(g:nbc:- Schreiben der auuer» erwaltung in Danzig bekannt. Nach den Vo» nisssn vom 20. Ctt-ber in der ver'rrssungs- den Versammlung, sehe ich mich genötigt, die sungsgcbende Versammlung vorläufig zu a gen. Dem Präsidenten der versassungs- deir Versammltmq bleib e5 überla s n, im -rnehmen mit mir die verfassuna gebende Der- lung wieder zusammenzubrrufen, wenn es stin wird. Die Verleiuna wird auf der linken des Hauses durch lebi^tfte Unruhe unterbro- und auf der vechen Seite verlassen die «der der bcutftfrmatmualen VekttPartei, der nnrtschaftlichrnr ^eintgung, des Zentrums er deutsck>-demokatisch-.r Partei demrmstratrv xml, begleitet von Z^cuen ter yinufbfcibav tnfen. Hierauf erklär ie der Dizeprättdent, da erpflichtet sei, die Reckste des Hau es zu m, habe er Beine Veranlassung, dte Ber- htng ohne wei e es zu vertagen, sonders dle'es dem Hause anheim. Sodann paö Auftrage der unab'Htnaifien sozml- lcatischen Partei Abgwrdnrtec Man eine Er- tg ab, worin er zunächst die Schuld an den ingen vom 20. Oktober der rechten Seite des s zuschob und dagegen p.rstestierte, daß nun- angesichlS mehrerer für die Allgemeinhert ger Ber atungsgr gen stände bk rechte e>ettc <uses sich mit ber fremden allnorten Verwal- in Verbindung setze und mit Hilfe des Ver- S des Oberkommissars ersuchte, das HauS sunfähig $u machen. Dies sei ein Bruch des ment. Rechtes und es sei bedauerlich, daß die heit des Hauses den Saal verlassen, anstatt end zu bleiben .um die Rechte des Hauses ge* -er dem ungesetzlichen Schritt zu öcrtribigen. t die Berge'.valtigung des xxnnr5, in? emen sstr.ick) barrjctle, müsse pr Geifert werden, luftcag der mehrheitssozialinisclien Partm gab (bgerrbnetc Böig eine Erttärung ab, worrn gen die heutige Vertagung schärfsten Protest i. SchlieÄich gab ber Vertreter der pKnv Delegattvir, von Panecki, ctite Erklärung ab, ausklingend, daß ber Vertreter des Ober» issars die Macht habe, und dieser beuge sich »lnische Telegattvn. Die Sitzung itxurbe dann »lossen.

terstützunaSlredite für Oesterreich.

Zaris, 22. Ott. (Wolff.) Durch öermttt* deS internationalen Komrteesfür erstützungSkredilc w-tten Mmnah- Kur Bekämpfung brr fdzvrryn Wirtschaft- Lage Oesterreichs F? r> ffcn. Dre Rv- ta der Niederlande hat 2 Maronen nt xunr %nfn.f von Zucker. 3 Mil'knen zum if von .shar yffcln und 150000 Gulden zum lf von Zink ge '.iftti. Das dänische Kv- hat et-en Vertrag aligescÄossen, demzufvlge es 1 350 COO idx Kronen »tr Sinterung der Kicrrdoffelnvt in Oesrerrcich bereitj-efit.

Rücktritt des Kabinetts Branting.

Stockholm, 22. Ott. (Wolff.) Das Kabinett Branting ist zurückgetreten Wre ge­rüchtweise verlautet, wird der LandeslxinvtmaiW von Kristianstad, Frcil^rr Louis de Geer, GM ber neuen R'-giermrg und der Geianote tn London, Wrangel, Minister des Arußern.

üus dem lesetzttn ScbkL

Koblenz, 22. Ott. (Wolff.) 7ta>ch enter Mit­teilung des b^g.scl-en Cber8?mmffa 5 für bic be< festen rhstuisck^u Gebiet I.at bi belgiscle Re­gierung die deutsche Sckiffahrt nunmehr zum freien Verkehr m be;t Mgifdxm Seehäfen, insbsondere auch im Hasen von Antwerpen, zu gelassen, unter dem Vorkehalt de 7 'immimgen des dem Justtzminiftertum unterste..«! Sicher­heitsdienstes.

Aus den, Neiche.

Die VerwaltungSko>'tkn der NeichSgetreide- strile.

München, 22. Oft. Im Verlaufe einer Sitzung des Wirtschaftsausschus'es des bay­rischen Landtags machte Landwrrt- schaftSminister Wutzelhoser Mitteilungen, aus denen sich ergibt, daß die Reichs­getreide st eile im ganzen 4912 P .rsonen, darunter vier Gesästifrssührer mit je 6000 Mark M-vna'sgchck t fünf st^llrertret nde Ge­schäftsführer mit je 400-3 Mark Monatsgehalt usw beschäftigt mit einem Gesamtkostenaus- toanb von 72 688 331 Mark. Ti' V'rwaltungs- abtcilung beschäftigt 14 W Beamte, 40 mittlere Beamte. 120 Angestellte im Bureau- dienst, 44 Angestellte im Kar^lerdienst und, 60 Unterbeamte mit einem Kostenaufwand von 2 119 843 Mark. Im W/rtschaftsiahr. 1919/20 wurden von der Nerchsaetreldestelle erfafet: an gntanhSgetmje ol 51=0» und Auslandsgetreide annähernd 10 Mttlvx