Zreitag, 22. Moder 1920
Gietzener Anzeiger ^General-Anzeiger für Oberhessen)
Zweites Blatt
Ur. 249
zrankreichr Wiederausbau.
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Vereine
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Fortsedung 16.
Nachdruck verboten.)
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des nördlichtti Teiles in eine preußische Provinz Hessen-Nassau grundsätzlich ab.
4. Der HVB. lehnt ebenso das Aufgehen von Hessen in einer rheinichien ZiepudliV, oder in einem rheinischen Bundesstaat, aus Grund stammes- geschichtlicher und wirtschaftlich.'!: Tatsache ab.
5. Der HVB. verlangt auf b:m Boden der Reichsversassung ein' slammesgeichichrliche Gliederung UNS oolitisch'wirtschaftlich-: Dezentralisation unter 2Babnmn der Reichsemteit.
6. Der HVB. weist jeden außerdeutichen Em- fluß auf dir Gestaltung und iQcuglrbcnmg des Reiches grundsätzlich ab.
7. In tem Wochenblatt „Volk und Vaterland" vom 2. Oktober 1920 ljat Herr Dr. Boven-
amt gehen und nach! lagernden Brieten tragen, olyne den Verdacht des Beamten zu erregen, dec immer der nämliche ist, unb ohne von den kl-atschsuchirgen Llleinstabtmenschen beargwöhnt zu narren. Z-w gebe Dir Nachricht, sobalo sich etwas Bedeutsames rugetragen hat- Und ich stehe zu meinem Wort Ms zu dem Augenblick, wo Tu es mir nicht ein» jciblt ^iirch eine verbaugnisvol e Uebereilung unmög.rch '.nächst. Signe.
Die steckte den Brief in erneu mit der Adresse des Empfängers versehenen Umschlag und barg il)n in ihr:r Tasche. Das Arbeitszimmer des Haus- l^rrn lag in demselben Geschoß, und sie brauchte nur die große, hallenartig angelegte Wohndiele zu durchschreiten, um dahin zu gelangen. Aber als ji» bis an den Fuß der aus dieser Drele empor- sleigenden Trepp? gekommen nar, blieb sie zauderns. stehen. Tie Stund-, nach deren dlblauf sie ihm ihren Besuch angekündigr hatte, war wohl noch mcht vorüber, und warum sollte nicht auch sie ernen Blick in das Atelier werfen, das sich ihr Mann einrickten wollte? Leichtfüßig stieg sie auf der roppick-b-legten Treppe, aus der nicht das leyeste Geräusch ihren raschen Schritt verriet, in das freite Stockwert empor, wo nur die Gastzimmer MD einige andere, feiten benützte Räume lagen. Lie mußchr nick l, welches dieser Gemächer das Atelier snn lornirc: aber ter Klang von Stimmen wies ihr i>:n Weg. Ohne anzuUop'rn, öfftrer-e sie die Tür, hint-r der sic die Sprechenden glaubte: aber su sah sich in ihrer Erwartung getäuscht, denn rn dem engen Raum, der nur eine Art Vorzimmer zu bilden schien, war niemand. Eine Seitentür icdoch stand halb offen, und jedes Wort, das jenseits dieser Tür gesprochen wurde, war da, wo fte stano, doutlich zu vernehmen.
Kreis Büdingen, sowie der Gutspächter Schild' Wächter in Tiergarten, Bürgermrister GeiS in )3ü(b>? und Landwirt Wedekind in Büdingen sind verpflichtet, mit Wirkung vom 15. Juli 1920 an die in dem SchlutzsprucKe des Schlichtun gsansschus- ses vom 28. April 1920 in Sachen 81/20 festgesetzten Lohne zu zahlm.
.3. Ter Firma Hess. Hutsüomnbuürie tu lau- tertari wird aufgegeben, unverzüglich wegen Regelung der Luhnverhällnisse mit ihren Arbeitern in Verhandlungen zu treten: als Richtlinie wird Gleichstellung mit den Löl-nen der Klonkurrrnz- irma bezeickmet.
4 In der zwischen der „Hotina" uiib ter Artertnehmev-Organifation in Bad-'lüaul cim wegen Auslegung einer Vertiagsbeslimnmiig bestehenden Streitsache wird aus Grund der unter den Parteien getrossenen Absprachen über die sirr die diesjährige Saison vorzunehmende Regelung der Ausschluß der Ni cktor g an i fiert en und ter unter Taris arbeitenden Orgatüsrcrten von der L.eil- naljnte an der für bic Saison 1920 gebildeten Ucbcrsckußbaile lUeberschuß über den Cfarrrntie- lohn) für nicht zulässig erklärt.
5. Ter Einspruch gegen die von der Butzbach- Licker Eisenbahn ausge'prochene Enllafsung des Karl Id-ang in Lich wird für nicht gerechtsertigt erklärt.
6. Tic Firma Paul Nissen in Hörr i|t ver- pflicküet, ihren bei der Kmia^isatron in Alsseld tefchästigten Arbeitern von Beginn der Arbeit an bis 26. September 1920 den Stundenlohn von 3,20 aus 3,50 Mk. zu erhöhen.
7. Tie Firma H. W. Rinn !>atte, bevor zur Entlassung von Arb.itern gescknntten wurde, den Versuch der Arbeitsstreckung zu machen unterlassen: di.' Entlassung der Arbeiter nrirb für ungerechtfertigt crtlärt.
Eine weitere -Lache wurde wegen Erkrankung des Arbeitgebers vertagt.
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Der hessische Dolfsbunö
Ortsgruppe Gießen
sat zu der gegenwärtigen Lage die folgenden Ent- ihlieimngen gefaßt:
1. Der HVB. begrüßt die Bildimg einer iieichskommissioii für die verfassungsmäßige Neu- fliehe nrnq des Reiches und verlangt, daß je ein Mich Wahl von feiten der betreffenden Orts- rrurren zu bestimmender Vertreter des.tzessdchen 8o',i:bundes. aus Hessen-Nassau und dem bisheri- icit Grvschorzogtum zu der Kommission zugezogen oird.
2. Der HVB. begrüßt es, daß unter die in Erörterung gezogenen staatlichen Neubildungen -rack Zeitungsnotizen Großtessen, bestehend aus Dessen-dkassau, Hessen Darmstadt nebst Waldeck Kreis Wetzlar, evtl, auch der bisher bayen- Rheinpsalz in Betracht gezogen wird
3. Der HVB. lehnt eine Zerreißung des fruhc- Gioßherzagtums Hessen mit Ausgehen des Mich.'n Teiles in einen süddeutschen Grotzstaat,
ökKalkner aufLinöenhöhe
Roman von Reinhvld Ortmann.
IM Augenblick ihres Eintritts hörte Frau Signe die Stimme ihres Mann^: „Nein, ich will und ich mag nicht glauben, daß es dir Ernst damit ist. Dies Haus ist deine Heimat, unb wer auch künftig Herr darin sein mag, es soll deine Hermat bleiben."
„Ist es nicht überhrürpt viel zu früh, Achim, darüber zu sprechen?" erwiderte Erika Neuhofs in freundlich bittendem Don. „An den Zeitpunkt, da übor diese J-vage zu entscheiden fein wird, mag ich gar nicht denken."
„Aber du scheinst deine Entsckstüsse für diesen Zeitpunkt doch schon gefaßt zu haben. Deine Wcuümmg von vorhin ließ es unzweideutig genug erraten. Und sie geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Ich kann die bedrückende Empfindung nicht los loetben, daß ich es bin, der dich von hier vertreibt."
„Nein, du bist es nicht. Darüber brauchst du dir wirklich teine Gedanken zu machen. Ist es denn nicht begreiflich, daß ich auch einmal etwas von Der Welt und vom Leben kennen lernen möchte?"
„Ni-miand wird dich daran hindern. Wer ou sollst nicht gehen, um fern zu bleiben. Du mußt mir versprechen, Erika, daß du immer roteter nach Lindmhöhe zu rückkehren, daß Du es allezeit als dem Vaterhaus betrachten wirst."
„Wie töricht wäre es, jetzt solch rin ^sprechen zu geben! Keines von uns kann «oen Laue der ^mge voraussehen. Und am Ende sind es dockt aud: nv rt mir beite allein, brc darüber zu teickliepeu
(Fortsetzung folgt.)
laut ist: Ä
Tie aus Anlaß der Ausstellung „Das deutsche Buch" in Frankfurt a. M. zusammengekommenen Bibliothekare, Bücherfreunde und BuchiMrd.er haben auf Grund der Referate über die Lage der wissenschaftlichen Forschung in Deutschland einmütig die folgenden Entschließungen gefaßt:
1. Turchdrungen von der Not der großen öffentlichen Bibliotl-eken und der Forsckmngsrnsti- tute in Deutschland begrüßt die Versammlung dankbar die Einstellung von 20 Millronen Mark in den Reichs haushalt, eines Betrages', der allerdings nur den unmittelbarsten Bedürftlissen des Augenblicks entgegenzukommen geeignet ist, und gibt der Ernoartung Ausdruck, daß her Reichstag seine Zustimmung nicht versagen und für eine dauernde Bewilligung zum mindesten in dieser Höhe eintreten wird. Die Versammlung dankt aufs wärmste der Notgemeinschaft der deutschen Wmen- schäft für. die kraftvolle Vertretung der Jntevefien der deutschen Bibliotl)-ken und Forschungsinstitute imd sie hat mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, daß an den verschiedenften Stellen des Auslandes, besonders auch in Amerika, Bestrebungen im Gange sind, der deutschen Wissenschaft zu I>CllC5‘ Die durch Die Notlage ^forderte Beschränkung in der Anschaffung ausländischer Literatur und ihre Verteilung auf eine größere 3abl bon Bibliotheken muß durch einen allgemeinen deutschen Leihverkehr ausgeglichen werden. Zu diewm Zwecke werden der preußische Beirat für Bibliotheksange
legenheiten unb die Münckxner StaatsbibUothek gebeten, die erforderlichen Schritte einzuleiten.
3. In voller Würdigung der bcsonderciiSchwierigkeiten, unter Denen Die Wissenschaft in Oesterreich leidet, spricht Die Versammlung den aus, daß dm österreichischen Bibliotheken der Bezug der deutschen Literatur in jeder möglichen Weise erleichtert wird.
Vorlesungen über Zeitungswesen.
Eine Reihe tun» Vorlesungen über Zeitungswesen ist an Der Universität Münster für das bevorstehende Win ter lull bjahr angeVünbigiL Es werden lesen: Ansg.wählte Fragm de-.- Zeitungswesens, die Anfänge des Zeitungiswrsens, Prof. Meister, Presse unb Poli.ik, Dr. Te'ckemachet: Der verantwortliche Redakteur, Prof, stdosenseld: Londelsteil inti) Wirtschaftslvnjim'ktnr, Prof. Plenge: Presse und Literatur, Ptos. Schwering. Der Staa> unb die öffentliche Wimmg, PtvA. Bühler: Die Aufgabe Der Pref^tesetzgebung, Pn>f. Bühler: Die Teckarik Des Zeitungsivesciis, Dr. Castelle; Presse und Kirche, Tr. d'Ester: Führende Männer Der Presse, Dr. d'Ester Tro reutsche Presse, Dr. Castelle; Historisches ZeuungsPraktikum, Hebungen mit Anleitung zu wissenschaftlichen Arbeiten aus bent Oiebiet Zeititngsforschung. Dr.
L-och-chulnachrichten.
Die Notlage der deutschen wissenschaftlichen Forschung.
Im Anschluß an die Ausstellung „Das deutsche Buch", welche einen Teil dec Näesse bildete, sind durch die deutsche Gesellschaft für Auslandsbuchhandel in der Zeit vom 7. bis 10. -Oktober in Frankfurt a. M. Erörterungen und Versammlungen veranstaltet worden, welche sich mit der Lage der deutschen Bibliophllie beschäftigten. Die Verhandlungen, zu deren Besuch die Gesellschaft der Bibliophilen, die Maximilian-Gesellschaft, die Gesellschaft beffifdjer Bücherfreunde, der Verein Deutscher Bibliothekare, ber Verein ber deutschen Antiquariats- und Exportbuchhändler ihre Mll- glieber <eilige!aden hatten, waren sehr gut besucht und nahmen einen überaus anregenden Verlauf. Tie gegenwärtig im Vordergründe des Jtiteresics aller wissenschaftlich tätigen Kreise stehende Frage nach der Lage der wissens chaft.'icheu ForichungiN Deutschland würbe am ersten Tage unter Vorsitz des Rektors der Universität Frankfurt, Geheimen Regierungsrats Professor Dr. Kautzsch in ein
gehenden Referaten von Professor Minde- Pouet (Leipzig'. Bibliotheksdirektor Berg- hoeffer (Frankfurt a. MZ, Bibliothekar Dr. Weber (Berlin), Professor Dr. Marckwald (lFrankfurt a. M.) von den verschiedensten Seiten aus beleuchtet. Das Ergebnis der Beratungen fand in einer Entschließung Ausdruck, deren Wort-
scheii folgendes gefchrieben: ,,Ein «Hroßtlpiringen, zu dem preußische Teile der Provinz Sachsen und das ehemalige Königreich tarnen, ist ein politisch und wirtschaftlich ebenso mimögliches Gebilde, wie es ein geschichtlich'!: Widersinn mär?, die Provinz Hessen-Nassau m it ' dem ehemaligen Großherzogtum Hessen zu einem neuen Bundesstaate zufammenzutun. Für die Lösung dieser staatsrechtlichen Fragen gibr es aber keinen anderen Ausweg, als daß Thüringen und die obcrhessische Enklave in Hessen-Nafsau 5 nm Grotz- ftaate Preußen ges chlagen werden." — Wir protestieren aufs schärfste, oljne am die Frage von Großthüringeii einzugehen, dagegen, daß unter Zerreißung des Fieeistaates Hessen Oberhessen in einer preußischen Provinz Hessen-Nassau ausgehen soll, halten im Gegenteil das Weiterbestehen des Freistaates Hessen und seine Vereinigung mit dem stammesgeschichtiich heslftchen Gebret als reichsuiimittelbares Land im Rahmen ber Reichsversassung für dringend notwendig. Wir weisen die von dem Verfasser dem StaatePreußeii zugeteilte Ausgabe, diejenigen Länder in sich mif- zunehmen, die durch die Revolution ihre Berechtigung zu einem selbständigen Staatsgebilde verloren haben, als Ausdruck des vollständig über- tebten preußischen Zentralismus grundsätzlich ab und warnen dringend vor einer Derartigen Verkennung der vom Standpunkt der Reichs- po l it i k zu lösenden Aufgaben. Wir w.-.sen ferner die elende Verdächtigung des Verfassers gegen den Hessischen Volksbund in nationaler Beziehung in schärfster Weise zurück.
Wegen ber kommenden Neugliederung be» Reiches^ ist eine Stellungnahnie zu ben Bestrebungen des HVB. in alleii beteiligten Kreisen unbedingt notwendig. Besonders alle Angehörigen des Freistaates Hessen müssen sich über die Tragweite der kommenden Entscheidungen klar werden. Es handelt sich jetzt um den Bestand und den im Rahmen ber Reichsgesetzgebung notwendigen Ausbau des Freistaates Hessen.
Ihts dem besetzten Gebiet.
Mainz, 20. Oft. (Wolff.) Das Kriegsgericht der ftanzMchen Rheinarmee verurteilte igestern die beiden Soldaten der Besatzungsarmoc, Trombini und Soin, die, wie das „Echo du Rhin" meldet, während sechs Monaten den Schrecken von Wiesbaden und Umgebung bildeten, zur Degradation und lebenslänglicher ^oangs- arbeit. Die beiden Soldaten fetten in Dunkelheit eine ganze Reihe von Ueberfällen auf Paf santen verübt, die sie mit vorgchaltenen Revolvern und den Seitengewehren bedrohten und au5roubten. Das Gericht hob hervor, daß solche Apachen eine Säende für die frMizösifche Armee bebeuttm und mit Hller Strenge des Gesetzes bestraft werden müßten ,
Koblenz, 20. Okt. (Wolff.) Die Rheinlands k 0 m m if si on hat durch eine Verordnung (Nr. 51) zur Abänderung! benOrlionnanz Rr 6 über die Zuständigkeit der Fe l de i 1 en bahn- ko m Mission bestimmt, daß die yahrtausMfte der Militär- und Zivilpersonen, die fick m den Den Besatzungstruppen vorbehaltenen Wagen unD Abteilen befinden, von den Militärbehörden, tnc Fahrtausweise aller übrigen Reifenden von den Eisenbahnbeamten nachzuprüfen sind. Die militärischen Behörden haben übrigens auch die Befugnis, di- Fahrtausweise aller im Zage befindlichen Militärpersoneii nachzuprüfen und ebenio find die Eisenbahnbeamten berechtigt, sich die Fahrt- ousN'eisc der in den den Besatzungstruppen vor- behalteneii Abteilen befindlichen Zivilperfonen vor- zeigen zu lassen.
Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen.
Sitzung Dum 13. Oktober 1920.
1. Ten Arbeitern der Firma Grimzweig u. Hartmann in Ludwigshafen, Betrieb Rieder- Ofleiden, ist mit Wirllmg vum 1. L>eptembec 1920 ein Stundenluhn von 3,80 Mk. als >L>Pltzenlahn, im übrigen gestaffelt entsprechrndju. bezahlen.
2. Tie Landwirte Heinrich Nagel, Hermann Maser und Altbürgermeister Maser, alle rn Buches,
, lebt jetzt unter einem Dache mit dem Mädchen, dem ohne allen Zweifel seine erste Liebe galt. Und ich habe, wenn auch keine Beweiie, f.) doch nchere Anzeichen dafür, daß diese Lic-be m feinem noch nicht erstorben ist. Vielleicht brauck)e ich Den Dingen nur ihren Lauf zu lassen, um den Augeii- blick herbeizuführen, da ich als Dtc Fardenche auf» treten darf. Aber bai ist das einzige nicht, das wir abwarten müssen. Was sollte uns eine Sck^i- innig nützen, solange mein Mann gar nicht in der Lage ist, mir die Abfindung zu zahlen, die .mr haben müssen, um leben zu können. -Lern Vater ll. nach der Anficht des Arztes hoffnungslos fta ik, aber noch lebt er. Uind er ilt ein Rs e.e, den ich nicht ansehen bann, ohne immer imcöer an de. Auffassung dieses lächerlichen alten 'Zoktors za zweifeln. Tie Tinge smd also ^ckst danach angetan, etwas zu überstürzen und dvarnatllch- Lienen per- aufzubesckstvören, bei denen wir zuletzt Die llagli Unterlegenen sein müßten. 330 ^ mf ~entei Absicht beharrst und trotz meines cntiduDmite-n Verbotes hierher kommst, tust Zu es wül Deine Gefahr. Nur fo längs halle ich mich «n meui Ver- spveck-en gebuiiden, als ^u Dich m 5^™* meine augenblicklickv Lage und n.eme.Zu-auft ge- sährdim kann, meineni willen unb^ingt 'ug.t Glaube nickt, daß Tu mich durch irge.id.vst Enthüllungen meinem B^nne ^^uber m e^ne Zwongsiag.' verletzen kannst. Rxtz h-b. 1 Jcacrt Sa über ihn, ihn in fettem Au^iblick nach meinem Gefallen zu lenken. Und ehe
-um Opfer bringe, eher opfere ich ben Gluck.traum, für den ich fu lange gelitten habe.
Du sollst mir auch nicht mehr ^crher fch^i- tz-n Das ist viel zu gefährlich..Denn. m dem öligen Nest kann üh nicht täglich auf das Paste
d'Ester; Zeitungsgeschichtliches Zeitungsprat'tiknm: Zeiinngsgeschichte und Stillcitif, Pros. Meister und Dr. d'Ester; Zei'ungsprakiika des Staatswissen- ckaftlickwn Jmstiluts (Fortlaufende Vespceckpung der Entwicklung und ber Tayesfiagen unter ZugruiiDc- Icg'una führender Zeitungen unb des femfriiten Nack^richfendienstes). Pstiüsches Z ilungsprakti- funt: Aeußcre Mäck-ieüonstellarrrn und innere Par- leipolitll, Dr. Teschemack>er; Wirtsck-aftlich.s Bei* tungLpraklifiim: Deutsckter und internationaler Geld- und .üapilallnarkt, Dr. stemeny a. V. d. I.; Wrrtschafiszusläiste iuib allgemeine Entwicklung der Vereinig.en Staaten, Prof. Plenge.
♦
— Deuts che Arbeitskräfte für Holland. Man schreibt uns: Tie Niederländische Handelskammer für Deutschland, Bureau Frankfurt a. M., ist mit dem Berufsamt für Akademiker in Frankfurt, Universität, eine Arbeitsgemeinschaft eingegangen, um deutschen Akademikern Stellen in Holland, den holländisck>en Westkoloifien und in Hoftändisch-Jndien zu ver- schafseii. In Frage kommen A-erzte, Zahnärzte, Kaufleute, Techniker usw- Notwendig ist beste Beruf sausblldung. Bei deii Schiffsbau' und Wafser- bau-Techmkern kommen lediglich Personen mit größten Spezialerfahrungen und nachweisbaren Leistungen in Betracht. Alle Gesuche innerhalb Deutschlands sind an den Vertrauensmann der ^Niederländischen Handelskammer, den Geschäftsführer des Berufsamtes für Akademiker, Frankfurt a. M., Universität, zu richten. Die Bermitt' lungsbedingungen sind dort erhältlich. Eventuellen Bewerbungsschreiben sind beglaubigte Zeugnisabschriften und die Angabe von Referenzen, möa- lichst auch in Holland, beizufügen, desgl. Bild, für dessen Rückgabe eine Gewähr nicht übernommer' nrirb.
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Airche rind Sehnte.
Volkshochschularbeit.
G Schlitz, 20. Okt. Unsere im vergangenen Herbste gegründete Volkshochschule kann aus eine ersprießliche Tätigkeft zurückblicüen. An b^ Dor. tragsreihen des ersten Wintersemesters schlossen sich im Sommer heimatkundliche Wanderungen und Fühnmgen durch technische Betriebe an. Heute nahm das zweite Wintersemester seinen Anfang. Oberpfarrer Knodt, der seine heimat- geschichtlicheu Vorträge des ersten Wintersemesters in desem Winter fortsetzen wird, sprach über „Schlitz im Zeitalter der Reformation". In wetteren Vorträgen wird dieser Forscher auf dem Gebiete ber hessischen Heimatgeschichte über Schlitz im 301*« nen und 7jährigen Krieg, in den Revolutivnskrie- oeii und über Schlitz im 19. Jahrhundert sprechen. In ber naturkuüblichen Reihe werben Rektor Rö^i bic <Ännesorgane (Fortsetzung), Lehrer Hahn Unsere Erbe im Wandel der Zeiten" und Fabrikant Zöller „Ausgewählte Kapitel aus ber Chemie" behandeln. In der sozialen Mteilung wird Pfarrer Reith (Hartershausen) seine Vortragsreihe über Die deutsche Familie und iyre Pflege zu Ende führen, während Tr. De Bra über Auswanderung uni> üwe Möglichkeiten und über soziale Hygiene spreckfen wird. Neu eingeführt nrirb als Lehrgegenstand ine Staatsbürgerkunbe; Bürgermeifter Dr. Nrepoth wird bic beutsche Rechtsgeschichte, ferner bas alte und neue Steuerwesen behandeln. An größeren Veranstaltungen außerhalb des Rahmens der Bor- tragsreihen sind noch geplant: em LichtbiLer- vortraq über Oberirsen, ein Lutherabend und zu Beethovens 150. Geburtstag ein Bettl-ovenabend. Außerdem wird sich die Volkshochschule an dem Körnerabend des hiesigen Stenographenverems beteiligen. _______________________________________
Straßburg, 21. Ott. (Stoltt.) In einer rcöe iu Gunsten ter neuen franzöttfchen Anleihe --e der französische Finanzminister Marsal Zmi bi 7 ji.Ü, wies er zunäck-st. auf oie Fort- ‘7^, des Wiederaufbaues rn oen befreit eit lielrieicn hin, wv 77 Prozent der zerstörten in- rillen Betriebe ganz ober teilweise wacher im „,.r[Pß ■ -tr.t nri 42 Prozent ihres früheren Per- -nalüestanDes. Von ben 1 757 000 Hektar wieder- >w'stell mdes Arte.lrmd, feien bereus 1 521000 : a .r- wieder nivellier!, 6'. Prozent seien in Bv- ^-beinnw geronnnen im? 50 Pr^tt seien besät. ->j€. befrri mt Gebiete hätten 10000 000 ;3entncr rrynTi. das sei ein Sechstel'der Gtt'arnt- ezcummg Franich-ichs. 2:x-. H-afirr habe Die Er- in ben befreiten Geb eten ein Vierte! Der «anzörischen Ge'am.erzeugung betragen. Bon •«y.O zerstörten Kilometer bec franzö isckien Ei en- htbalinim des Ost- und Nvv)ba!)nnetzes blieben ■11t noch 9 Kilometer wiederl;eisU>tollen. Der
Amister erönert Dann Die mat.-rielfc Loge .er ifrkitcr m triefen Gebieten und er
f5rtc, daß Frarikreick^ finanzielle - ilfeleistungen nur durch seine eigmeii ^ilfsgii-'llen vor genommen würden, sowie durch Die Mittel, Di< es sich im Auslände verschaffen könne, iar'irf sckrildei-t'. dann die Anstrengungen Foank- llncbs zum M edeoaiisbau in den übrigen, Nicht ?’ 71 Krieg.- direkt betroffenen ft-ebtetstellen, wo •rat! neue Industrien entständen. Der Außen- gnyrbc in Zukunft ben ihm gebührenden nri-ter entnehmen. Das Deftztc in ter lsbi'anz, das in den ersten Moniten des ; 1919 noch 16 Milliard'-n betragen Vibe, : sich im gleichen Zeitraum dieses Jahves rur r xl- aus 10 Milliarden Franks. Der Ueber- ighiü der Lebensmitteleinfiihr betrage geg^müber •rfk-m Zeitraum im vergangenen Jahre mir noch liPrvz. an Wert und 50 Proz an Gewicht. Die Ausfuhr sei um 148 Proz. an Wert und 395 Proz. vk Gewicht gestiegen. Bei den Fertigfabrikaten habe rie Ausfuhr die Einfuhr fast um das Doppelte iteifttegen. Die gefamte Förderung an Brenn- ,(yff und Mineralien weide 1920-24 Millionen jonri'cn (rtragen. T« Bergw-erke rn ben beft-n- -it Gebieten, die vor dem Kriege die Hälfte der Desanrtförterimg in Fvmtkriich lieferten, und -im Denen man vor Ablauf mehrerer >ohr- keine Fördermig erinartct hatte, Hoben bereits mehr als 2 Millionen Tonnen ge- itferr. Dann kam Marsal auf die Finanzen zu prechen und erklärte, daß das Schatzamt jede Ent- rohme von Vorschüssen bei b?r Bank von Frank- vid) eingestellt habe unb die Rückzahlung der -riegsschulben in Angriff nehme. Ter Minister 'jcityrarf) Dann die in Aussicht genommenen Maßnahmen, um die Finanzen wieder in Ordnung zu biir.ien und die Ausgaben möglichst h^rabzumm- bent, in erster Linie durch die Aufhebung von Dienststellen, die nicht unbedingt erforderlich seien ntb durch Verbesserungen in den übrigen Dienste ttorigen. Ter Budgetvorschlag für 1921 beläuft sich iuf 22 337 134 000 Franks in den ordentlichen
5 499 632 000 Franks in den außerordent- Ausgaben. Ein dritter Haushaltsplan ent- te die Ausgaben, die von Deutschland r ü ck z u z a h l e n seien und die sich auf 660 000 Franks belaufen. Der Minister fügte zu, Deutschland wurde zahlen, weil es zahlen
, wenn auid' immer seine innere Lage sei und die Mark steh?. Der Minister fuhr fort, daß kreich in Zukunft jährlich 20 Milliarden rn ausbringen werde. Schließlich sprach Mar- i noch von dem Finanzprogramm der Regierung, ie sich den Aufgaben des allgemeinen Wieder- fbauc-5 nicht entziehen werde und schloß mit «nein allgemeinen Appell für ein inniges Z" ümmenarbeiteit.
Unter Verschmähung jede Anrebefurmel fchneb sie: ,^d;- erhielt Deinen Britt, und er verletzte üch iu eine. Aufregung, die mich fast das Leben yfoftet hätte. Deine Absickft, hierher zu kom- nien unb eine Auseinandersetzung mit meinem Mwruc herbeizusichren, durch Die Du mich u;m A entreißen hoffst, ist der Gedanke eiivesWahu- witzgen. Ich gebe dazu unter Ecrncn UmftcmDen
" Einwilligung, ^soll demi durch eine tev ose Torheit alles zerstört iverden, letzt, wo dem ersehnten Ziel viMci^t näher und al---
_r. Sott ich das Martyrum dieser Ehe einem ungdtebteii Manne länger als z.vec ganz umsonst ertragen baten.'* Nem, lo. Du mir nicht wrsinnen. Ich deute nickft . mit Dem Makel einer aus ihrem Verichu.dcn ^ätebenai Foau irnd als Bettlerin m bte 11 n- ^wißh-it eines LltenteurerlebQis zurückzu teuren, vergib das harte Wort, aber im Grunde verdient ,:q’ Dasein, das wir geführt haben, dach.lernen ‘Oberen Namen. Ich sehne mich gewiß ebenfu r,ciB Du mach einer Vereinigung, und ich leckre ivie Verschmachtende nach Freiheit. Aber ich bin ^<yt mehr jung und unerfahren genug, um deShalv ’uleä aufs Spiel M setzen, was ick fo teuer bezahlen W»'- Wenn meine Ehe gelöst wird, mitt, Cte ?d!d ober wenigstens b?r überzeugende -schein auf feiten meines Mrmves sein. Btt bisher wenig Hoffnung, das zu erreick-m, aber .ruem wir hier tm Hause seines Vaters sind, fühle <G; °'c C'.'wißhrit, daß es mir gelingt. Tenn Achum


