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und

Wirt-

bet Kceisfchulkom

*1. ty 11 c u u in be.mittol frl. Harrsult, I

tniffeS

über Mohnräume, Werkstätten und Läden ist ri

Staat, iche Handels- und Gewrrle'chule zu Rhchdl u. z. je ein Jahr das $>artbarjeitd* irni> Haus- mi1sch.?.sts,eminar. J^re dort e toorle en Zeug- i e berechtigen sie zum Unterricht in Bells-, Mit-et- und höheren schulen. Fast 2 Jahre nxn

ANvehe und Schule.

K. Steinbach, 18. Jan. Die Neuwah­len zu den kirchlichen Körperhaften sind nun be­endet. In die Gemeindevertretung wurden zwölf neue Mitglieder gewählt: sie setzt sich nun aus allen Ständen der Gemeinde zusammen. Bei der Neuwahl des Kircsteiworstailles wurden vier Mtt- gli^er wiedergewählt. Für den wegen hohen Attns ausscheidenden Philipp Haas L, der über 35 Jahre dem Kirchenvorstande ang -hörte, wurde Ludwig Haas II. und für den verstorbenen Altbü'.germeriter Krämer, Bistrg.rm ifuer Jatob Krämer gciixifit. In die ordentliche D.'kanatssynode wählte die Gesamt- kirchengemeindcvcrtretung der Pfarrei an Stelte des verstorbenen längs äkwigen Abgeordneten, Dt- bürgcrmrister Krämer, d.n Sparkassen-echner Ja- kob Gerhard V. und nt die außerordentliche ©rfo* natsspnode wurden gewählt: Bürgermeister Krämer (Steinbach) tntb Johannes Balser VI. (A!back>) als Abgeordnete, und Peter Balser (Steinbach! und Ludwig Langsdorf (Albach) als Stellvertreter,

* Wieseck, 21 Jan. In seiner heutigen Litzrmg ertsprach der Schulvorstand einmütig dem

zwar bezahlen sie fürs Einmarkstück. ...... Hnitunorfftiirf

Dreimarkstück.....

Fünfmarkstück ..... Einl«lben Markstück oder

6,50 Mark

13,03

19 53

32,50

3,25

v 11 a.s

I anzustellen.

« Schutz der Mieter.

Das Des i che Landes-Arheits- und schaftsamt Hot am 8. Januar bestimmt- 1. Tie Kündigung eines Mietverhc

Veranstaltungen.

-Donnerstag: Grobherzog, 7 Uhr, ReichSwiri- chaftsverband deutscher Berufssoldaten. Luht- sprelhäuser wie gestern. *

** Lohnerhöhung der Post- und Telegraphen bediensteten. Der Neichs- postminister hat dem Zentralverband deutscher Post- und Telegraphenbediensteten das weitere Zu- geständnis gemacht, dab die schwebende Erhöhung der Löhne der Tesegravhenarbeiter sich nicht bloß auf die AnÄngslölme, sondern aus sämtliche Lohn­stufen beziehen soll. Der Minister wird also dafür eintreten, daß die vom 1. Dezember 1919 ab bewilligte Lohnerhölfung um 25 v. D. nadp träglich aus sämtliche Lohnstufen ausgedehnt wird, die Dienstalterszulagen demgemäß von 40 Pf. auf 50 Pf. erhöht werden, und daß ferner die Löhne und Teuerungszulagen (ohne Kinderzu­lagen) der Telegraphenarbeiter vom 1. Januar 1920 an nochmals um denselben Betrag erhöht werden, um den sie vom 1. Dezember ab erhöht worden sind, so daß die Gesamterhöhung vom 1. Januar 1920 ab abgesehen von den Kinder­zulagen volle 50 v. D. beträgt.

** Gießener Konzertverein. Zum Gedächtnis der Gefallenen wird Mittwoch den 28. Januar abends 71/a Uhr in der Stadtkirche ein deutsches Requiem für Soli, Chor und Orche­ster von Johannes Brahm gegeben. Die für das 8. Konzert ausgegebenen Abonnements karten ha­ben Gültigkeit.

** Ein Militär-Konzert unter Lei­tung des Obermusikmeister Löber findet Sonntag den 25. Januar im Philosophenwald statt.

** Die Wochenkartoifelmarken Nr. 31 bis 53 der 1. Woche werden beliefert bet Rumpf, Fritz, Zozelsgasse, Drechsler, Heinrich, Steinstraße.

** Berm ondtgeld. Die auS bem Balti­kum zurückkchrenden Truppen bringen in efteb» licken Mengen Bermondtgeld mit, d h. Bank­noten, die von der westrussischrn Artnee crusgegeben sind. An der Ausgabe dieser Scheine ist das deutsche Reich, wie wir von amtlicher Seite hören, nicht beteiligt. Selbstverständsich ist das Ber- mondtgetd in Deutschland fein geetzttches Zah­lungsmittel und ist auch im Bankverk^r nicht ver­wertbar. Zu seiner Annahme ist daher in Deutsch­land niemans verpflichtei. El'en owenig besteht für das Reich eine Berpslichtung zur Einlösung.

Landkreis Giehe».

Tödlicher Unfall.

0 Grünberg. 21. Jan. Am Mittwoch morgen sanden Steinbrucharbeiter am Lohnl-eimer Weg, nicht weit vom Bal-nhof, die Leiche eines unbekannten Mannes. Allem Anscheine nach war der Mann in der Nacht, von dem dort steil ab- fallenden Abl^rnge. <rn dessem Fuße ein kleiner Steinbruch sich besindet, in diesen abgestürzt. Die Leiche war am Gesicht stark versetzt und bafinr ziemlich unkenntlich. Wie sich durch die gericht­liche Untersuchung ergab, ist der Verunglückte der Gastwirt und Metzger Horst aus Ober-Ohmen (Kr. Alsfeld). Eine Postkarte, die er bei sich trug, führte zu seiner Namen-estste lung. Wie sich weiter ergab, wollte dec Verunglückte an den Arl»eiterzuz nach Grünberg. Er lieg sich mit einem Fuhrwerk bis au die oberste Ziegelhütte, die an der Straße MückeGrünberg liest, fachen und wollte von hier den näheren Feldweg zum Bahnhof benützen. Dabei ist er rvach'chei.n- lich infolge der großen Finsternis ein Stuck vvm Wege abgekommen und abgestürzt.

Kietzeser Strafkammer.

Gießen, 21. Jan.

Em Landwirt hatte zweiOchsenohneEr- laubnisschein des Biebhand«lsverbandes ver­kauft und erhielt vom Schöffengericht Lauterbach 20 Mk. Geldstrafe. Die Strafkammer sprach iHv aus seine Berufung frei, weil er nach den Angaben! des Käufers auf den Verbleib der Ochsen im ÄreiS rechnen tonnte und vom Bürgermeister die unrich- tige Auskunft erhalten hatte, für diesen Fall sei ein Erlaubnisschein ntdrt erforderlich.

In Frankfurt a. M. begegnete vor einiger Zeit ein dortiger Jäger einem jungen Menschen, der einen ihm entwendeten Hut auf dem Kopfe trug. Es war ein Butzbacher Straf ^fangener, der mit einem Genossen nkrlyrenb dec 2lußenarbeit entwichen war und zur Umkleidung zwei benachbarte Ja^>hütten erbrochen und hrinibt hatte. Von den beiden bereits vorbestrafte Dieben erhi.lt der rück­fällige 2 Jahr 3 Monate Gefängnis, der andere 1 Jahr weniger.

Um die Mitte vorigen JachreS ereigneten sich in Gießen kurz hintereinander dreiEinbruchs- diebstähle. Aus der Garnisonschlächterei wur­den mittels Einsteigens durch ein offenes Keller- fenster 12 Blöcke Butter zu je zehn Pfund ent­wendet, in einer Seifenfabrik eine Anzahl Hand­tuchsäckchen für Seifenpulver und in der Kliniks- Wäscherei eine Reihe Wäschestücke nebst zwei Röcken und einem Schirm. Der G tegenheitsarbeiter Pf., bei dem die Gegenstände der beiden litten Dieb­stähle versteckt vor gefunden wurden, wollte sie von unbekannten Soldaten gekauft haben. Zu sei«« Ueberfütirmtg kam hinzu, daß ein am Butterdieb- stwhl beteiligter Hausg nosse Schn, der Polizei an- gegeben hatte, er habe Pf. und feilten Mittäter P. am Morgen mit zwei Säcken hcimkrhren sehen. Pf. habe mit ihm vom Diebstahl gesprochm und davon, daß er die Papillarlinien an feinen Finger­spitzen zur Unkenntlichmachung der Fingerabdrücke nrit einem Rasiermesser bearbeitet habe. Während Pf. den Butterdiebstahl glatt eingestaud, wollte Schn, zwar mitgegangen, aber sinnlos betrunken gewesen fein, und B, der 53 Pfund Butter von den Tätern gekauft hatte, geglaubt haben, sie seien aus dem besetzten Gebiet verschoben. Das Gericht verurteilte dcn rückfälligen Pf. zu 3 Fahren Zucht* khaus und ordnete wegen der Straf höhe seine so- forttge Verhaftung an. P. erhielt 10 Monate Ge­fängnis, Schn, wegen des Butterdiebstahls 4 Mo­nate Gefängnis unb ter Hehler B. 6 Wochen Ge­fängnis. Die der Hehl<-rei angeklagte Ehefrau Ps. wurde freigesprvch.n. da höchstens eine straflose Be­günstigung ihres Ehemannes in Frage kam.

wenn die Kündiaung zum Zweck dec Mietsteige- riotg erfolgt. Di se Zu^immung ist auch bann

ttrng wegen, Nachahmung.

(5iicnbnl) 'mvrfffntte Nitd.

mc. Frankfurt a. M., 21. Jan. Die ge­schlossene Nieder Ei enbahnwerkstätte soll von der großen Ea seler Lokomotiveninbrick Hentschel u. Co. übernommen werden.

mc. Frankfurt a. M., 21. Jtzp. Welche Mittel bei der heutigen Teuerung für Zwecke des Kleinwotmungsbaues von den Städten auftu- b ing-n sind. er(y lt daraus, das; die Sbidt Frank­furt für Kleinwohnunasbauten teS Belksba-.i- und Sparvereins 2 727 030 M., für die Nsenbahner- heimslättengenossenscha't 2000 000 M. und für einen dritten Siedlmrgsverein 700000 M. zw- schießen muß.

Aus Statt unb Land.

Gießen, den 22. Jan. 1920.

Segen eine weitere PeiüerhShnng des Zeitung-druckpapier».

In einer am 14. d. M. in Franksutt a. M ftattgefundenen Kreisversammlung des Vereins De.itsäier Ze.tungSverleger wurde «gen ein; Le alsichtigte wettere Preiserhöhung d»s Zeitungs- druckpapiers scharf Stellung genommen und fol­gende Entschließung gesoßt:

Noch sind die unheilvollen Folgen des un- geheuerlichen Ausschlags des Z.itungsdruck- papiers am 1. Januar nicht zu üoerse .en, ge­schweige denn verwunden und schon melden sich Anzeichen, die anstatt der in Aussicht gestellten Senkung eine abermalige Erhöhung des '^rpi:r- preises möglich erscheinen lassen Di.' am 14. Ja­nuar in Frankfurt a. M. tagende Kreisversamm­lung des Vereins Deutscher Zritmig§v-.>rleger bittet den Hauptworstand, dringend gegen jct>; Erhölmng des Papierpreises energisch Front zu machen und bei den in Betracht kommenden fR,» ai-rungsstellen und Pa-.ier a ri/en alles amzu- ri'ten, um den sonst unausbleiblich-n Zusam­menbruch des Zeitungsgewerbes zu verhindern " Die Entstickiei.-u 'g wurLe dem Dauptpor,stand telegraphisch übermtttett.

Hesskn-Nasfau.

-- B a d H o m ü u r g b. d. H.» 21. Jan. Die A.-G. Kurz Bad Homburg hat eiten dringliche« Arrest über das Vermögen des bisherigen Kur- direktors Feldsieper erwirkt. Jnsolg dessen ist von gerichtticher Seite ein Vollstreckungs^jehl er­lassen worden. Direktor Feldiieper toti.t mit, ferner Frau zur Erlwlung in Garmisck)-Pa. tenlirchen.

-- Dreieichenhain, 21. Jan. Grus Fer­dinand zu Isenburg und Büdingen, in Phlllpps- .'ich, der kürzlich als Letzter seiirrs Stammes starb, I;at den Gemetnden Dreicicl»nchain, Osfenthal unb Götzenhain ein Kaptal von rund 100003 Mk. vermach:, das- unter dem NamenFerdinands- st i s t u n g" für Jugend^lloun^wecke Dcrroeubet werden soll.

H L. Ziegenhain, 17. Jan. Wegen Ge­heimschlachtungen und Schleichhandel mit Fleisch wurden vom bie igen Amtsgericht die Landwirte Heinrich Hainmüller, Heinrich Orth, der Metzer und Schmied Hinrich^el, sämt­lich aus Obergrenzebach, und der Friseur B^-rtram aus Frankfurt zu Gcldstvasen tu Höhe von 1000, 200 und 500 Mk., letzterer außerdem zu zwei Wochen Gefängnis verurteckt.

Hoch d ch « l rr achr k <h ten.

Bor einem 5tubnitrnftrcif ?

mc. Frankfurt a. M., 21. Jan. Zwischen dem stark nach linis gerichteten Allgemein, n Stu- denteu-Ausschuß und Leitung der Universität $ es zu einem Konflikt gelommcn, der die schärf­sten Formen anzunehmen droht. Die Universitäts­leitung venoeigert trotz eines Ministererlaß dem Studenten-Ausschuß die Mitwirkung an intern neu Universitätsangelegenheiten und war bisl>er auch noch nicht dazu zu be­wegen, die vom Studenten-Ausschuß verlangten Gelder für Berussamt, Lesezimmer usw. auszu- zalsten, obwohl sie rechtlich dazu verpflichtet ist. Die Siudentcnschaft droht mit einem a Ljemeinen Streik, wenn nicht ihre Forderungen resllos bewilligt werden.

MerichtssaaL.

Ter Mord im Hiilelwaien.

Frankfurt a. M.. 20. Jan. Im Mär» 1918 fanfr man in einem im hiesigen B^hirbof stehendem Güterwagen unter H^errsgut versteckt die Leiche des Krastealncers Füll vor. Füll war während der Fahrt von Clxrrleville in einem Gütn> wagm, den er nach De.tt>chl^nd beglviten sollte, erschossen und beraubt morden. Als Täter ermit» tclte die hiesige Kriminalpolizei zvxi fahnenflüch­tige Grenadiere, Ortmonn intb Schönberg, die dann in Berlin verhaftet nmri>en. Bei den Spar- takusmrrnhen im Dezember 1918 wurden die Mör­der vom Pöbel befreit, Ortmann aber vom Vater nri.-ber der Polizei zngesührt. Den Schöiiberg er*, griif man später wieder. Das Kriegsgericht er­kannte in erster Instanz gegen beide Angeklagte auf Todesstrafe. Das Obertriegsgericht a.s Be­rufungsinstanz konnte jetzt bezüglich des Schöm­berg zu einer Verurteilung nicht g langen. Da­gegen wrrrde Ortmann wegen Mordes z u rn Tode verurteilt.

Frl. Döll dann Hilsslehrerin m Saften und be- .ijte sich von Ostern bis Weilmachten 1919^als tech ische Lehrerin in Mülheim a. d. Ruhr. Seil Begi.sn dieses Jahres wirlt die neue Handarbeits­lehrerin an der Schule ihrer Hftmat und es be­steht begründete Aussicht, daß sie vielleicht schon vor dem in dem Entwurf der neuen Schulverfft- s ^-g ttorgcfelxnen Termin (1923) auch ihre Kennt- i.iiie in der Dauswirtschaftslehre zum Bestcii unserer Jugend einsetzen kann.

Kreis Büdi. gen.

na. Geiß-Nidda, 20. Jan. Tie Kirchen­gemeinde Geiß-Nidda hat die Ansckxl'fung von drei neuen Kirchmglocken in Stahlguß im Ge­wicht von zu ammen 21 Zentnern beschlossen. Der Preis beträgt 2J 000 M., die ausbedungent Lieftnrist 2430 Wochen. Die letzte der a.ten Bronzeglocken soil als Anden.en erba ten wer­den. Die Glocken werden von einer Firma in Apolda geliefert.

ba. H ir zenhoin, 2L Jan. Im hiesigen Hüttenwerk verunglückte tödich am 17. Ja- truar der 38jährize Arbeiter Groth aus Mittel- feemen. Er war mit dem Verputzen einer großen, 11 Rentner schweren Badewanne beschästigt, als der Bock, worauf sie Ran:, umkippte nnh ihn aut der Stelle erdrückte. Sein als Lehrling bef(heftig» ter Sohn war in der Näl;e und mußte tzas Un­glück mit ansehen. Groth ist Vater von 4 Kin­dern.

H. B. Orten berg, 22. Jan. Auch in un­serem Sladtckien gründete sich eine Ortsgruppe des hessischen Bauernbundes, der so­fort 20 Mitglieder be traten, weitere Anmeldungen gingen bereits ein. Als Vorsitzender wurde Hrch. Strcuber gewählt. Auch in den umliegerrden Ge­meinden breitet Jid) die Organisation des hessischen Bauernbundes immer mein aus, die umliegen-- deu Gemeinden, die naturgemäß noch größere Mit- gliederzL.hlen aiifiunxtfen haben, schiossen sich zu einer Bezirks gruppe Orten berg zusam­men.

4 Ortenberg ,21. Jan. Gestern abend hielt int Mauergarten bte evangelische Gemeinde nach langer Kriegspause ihren ersten Gemeinde-Fami­lienabend ab, der sehr gut besucht war. Der feül)ere Durenkommandant Koos Jooste sprach über den Wiederaufbau des Volkslebens. Was dem deutsck>en Volk nottue, so führte der Redner aus, ist das gegenseitige Verstehen, besonders ztoischen Stadt unb Land, die Erziehung der Jugend zu Gehorsam und Ehrfurcht, die Wahr- machung des alten Bibetwortes, einer trage des andern Last. Treffende Vergleiche wußte der Reo- ner zwischen dem Geschick des Burenvolkes und dem des deutschen Volkes zu ziehen. Brausender Beifall wurde dem Redner zuteil. Der Abend wurde ver­schönt durch beifällig aufgenommene musikalische unb deklamatorische Darbietungen. Eine Teller- sammlirnq zugunsten der heimtehvenben Kriegs­gefangenen ergab 57 Mk , außerdem wurden an Schriften für 127 Mk. verkauft.

Kreis Alsfeld.

oz. AlSfeld, 18. Jan. 2000 M. kostete Tüsseldorser Sxiren das erste Pachtjahr einer längeren Pachtzeit der Jagd einer Gemeinde der Nachbarschaft. Tas Gesamtergebnis die'es ersten Jahres waren vier Dosen. Und sonst nichts mehr. Also kostete ein Hase die erbauliche Summe von 500 Mark.

Kreis Schotten.

np. Ulrichstein, 21. Jan. Der kleine Kraftwagen der Postautogesellscha't hielt jetzt bis Kur Fettigstellung des großen die regelmäßige Poft- verbindung aufrecht, wenn auch die Beschotterung der Ohmtalstraße ohne Kiesoerbindung imb die Benzinteuerung dem Autoverkehr große Schwie­rigkeiten entgegensetzen.

np. Vom Vogelsberg 21. Jan. Wl- gentein fragt man sich, wo bleibt dos Petroleum? Man behilft sich mit Karbid, dessen, Qualität aber nicht der Döhe seines Preises entspricht.

Kreis Fri dbera.

, = Vilbel, 21. Jan. Ein in Südafrika arftäsfi ter Bilbeler Kaufmann Georg Marbur­ger, liest der Bürgermeisterei für bedürftige Bil- ccler 9150 Mk. überw^cksen.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt. 20 Jan. In den letzten Tagen hat die Darmstädter Geschäftswelt durch die Post zahlreiche französische Propagandaschrif- ten erhalten. Sie sind in Buchform geholten und dazu geeignet, deutsches Wesen und deutsche Art, hauptsächlich in den besetzten Gebieten zu unter­graben . Tie große Mel/rheit der Darmstädter Geschästsfirmen fielt diesen Testrcbungen fern und bat für die bombastischen Redensarten der ver­schiedenen Kapitel nut ein bedauerliches Achsll- zucten.

mt. Mainz 20. Ion. Im Douptbahnhos faßten die Kontrollbeamten des Kriegswirtschofts- amts einen in der Mittleren Blei^ wohnenden Metzgermeister ab, als er unter Aepfeln versteckt in mehreren großen Körben ein gesch achtetes Rmd und zwei geschlachtete Dämmel in die Stadt ein­schmuggeln wollte. Das Fleisch wurde beschlag­nahmt. An der Mainzer Straßenbrücke chnappte em Beamter eine Biebricher Händlerin, die int Schleichhandel 16 Pfund Butter, 38 Eier imt> zwei große Kinnen Mllch nach WieSdLen schieben wollte.

Hessen-Nas au.

Zur Nachadmnng:

Mari enberg (Westeirnrnkd), 91. Jan. Der Lanbrat ordnete für den Bereich des Ober» westerwaldes die Anbr rrgung von D o ch wa s ser­nt a r k e n an allen Brücken mit entsprechendem ffbftrweis auf die Dochwaiserslut an. Auch an geeig­neten Däusern, Wehren usw. ist der Höchststand der Flut zu vermerken. Das Vorgehen des Landrots Ulrici verdient, seiner historischen Bteteu-

zu behaupten, er habe österreichische ober gar Par­ma-Politik getrieben. Tie Friebensoktton im Juli 1917 würbe stets in goldenen Lettern in der Ge­schichte des deutschen Parlaments stehen. ,Lch rechne es mir mein Leben lang als Verdienst an, durch die Unterzeichnung des Vertrages einen neuen Krieg verhindert zu haben." In dem Angeklagten sehe er tatsächlich einen Mit- fdbulbtflen an dem entsttzlichcn Ausgang des Krie- tzes. Stuf die Behauptung H^lsferichs, er hätte die polittsche Tättgkeit mit Geldinteresfen verknüpft und es sei unzulässig, daß Abgeordnete sich in einen Aufsichtsrat wählen lassen, erklärt (Sr&berger, ein solches Gesetz nicht zu flennen. Gs sei nicht richtig, daß er vermögenslos nach Berlin gekommen sei. Seine Frau besitze Vermögen. Zum Schluß er­klärte Erzberger, er sehe der Beweiserhebung mit vollkommener Rul:e entgegen. Die Beschuldigungen tofirben sich als unwahr erweisen.

Hieraus beginnt oer Vorsitzende mit der 23er» n^mung Erzbergers als Zeuge. Die Berhanülung wurde auf Donnerstag vertagt.

Lrzderger geacn ye^eNch.

Zu Beginn des großen Prozesses, der mehrere Wochen dauern dürfte, hielt Dr. H e l f f e r i ch eine große Anklagerede gegen ben jetzigen ReichsfinanzmiTiister mit so (dürfen Wendungen, wie sie selten in einem politischen Prozeß vorgckonrmen sind. Tas Wokff-Büreau v.'rbreitet einen langen Bericht über die erste Sitzung, wovon wir ans Raum­mangel nur auszugsweise Mitteilung machen kümien:

Berlin, 21. Jan. (Wolfs.) Helsferich sagte u. a. aus: Mein Borgern gegen Erzberger hat seine Begründung in meiner Ueberzeugung, drß dieser Mann ein Verhängnis für das Deutsche Reich und das deutsche Voll ist, unb er aus dem öffentlichen Leben scheidet muß, wenn eine Gesundung für uns noch möglich fein soll. Seine verhältgllisvocke Polittk steht in Zusammeirbang mit seinen vettängtlisvollen Cho- rakrercigenschotten. Erzterger Irieit cs 1904 unt 1905 für richtig, während des säpveren Aufstande-. in Südwestaftita, ebenso wie er es im Weltkrieg tat, der deutscktei^ Regi.rung in dm Rücken zu fallen. Erzberger' ließ sich damals von Bcamten der ffoloi. i<iIber mal tung am t icktes Material aus­liefern, das er für feinen Angr ft im R.i'chsta verwandte. Die Beamten h> irben deshalb s-äte zu GefLig-.>'.isftrasen verurle lt. Erz e.g.r nmne in diesem Prozeß als Zetige tieniommen, jeo-od) aus Grund des Gerichtsbeschlusses niäch : ver­eidigt, mit der Begrünöuitg, daß er der Teibnabm. an der Straftat dringend verdächttg fei. Helft ferid) berührt dann ben Fall des AkteiHiebstechle im Flottenverein, wv Erzl>erger als Zeuge die Aussi-ge verweigerte mit der Bgrültdung, daß er sich dadurch der Gesalw einer strasgericlutlich.'it 2Zersolgu/ng aussetzen würde. Er fülrrt ferner '.men Fall an, in dem sich Erzberger Kenntnis von dem Inhalt eines vertvaulichm Schveilens eines zu den Berhanbltrnaen in Spa fo.nmanbierten Offi­ziers verschafft hat und die diesbezügiche schrift» Iid)e LIeußenmg des Ofsifters, ein solch.'s Verfahrest bisher unter anständigen Mcnsd>n nicht üblid) war", ruhig einstecken mnstle. Ebeifto ver­hielt es sich mit der Erklärung des bavrischcn Justizmimsters Maller^Utaiitngen, er empfinde bte Zusammenstellung mit Erzberger als eine txrfdn» (iche Kränkung.

Helfferich glaubt, baß bte Propayandatätig- 5eit Erzbecgers durch die Auswahl der Derttauens- leute Unkenntnis der Verhä tnisse und Schlim- nurred gewaltigen Sclnrden getan habe. Die erwr» mtm Summen hätten geradezu verheerend ge­wirkt. Am verhängnisvollsten sei es aber gewe­sen, daß Erzberger hinter bem Rücken der ver­antwortlichen Staatsmänner eigene Politik trieb im Kielivasser der Wiener Rearcrung. Erzberger habe mit seinem Vorstoß die bei unseren Feinden cml kommende Friede ns geneigthett zerstört. Er, Helfferich, nennt Erzbergers Tätigkeit Landes­verrat. Hclfserich charakterisiert bte (Eintragung Erzbergers im Stammbuch zu Weimar. Er be­hauptet, baß Erzberger birrrf) einen Vertrag mit Belgien über bte Einlösung der umlaufenden No­ten zu [irrem Goldwert statt 6Vt Milliarden 65 Milliarden an Belgien und an Schieber, die rechtzeitig Marknoten «rach Belgien brachten, ge­langen ließ Er habe in seiner amtlichen Tättg- kert die Wahrnehmung gemacht, daß Erzberger in der Ausübung seines großen politischen Ein­flusses sich vielfach bestimmen ließ, von feinen und seiner Freunde finanziellen Jn- . teressen. Damit beginne nach feiner Anschau- tmg die politische Korruption, (h^berger habe sich namentlid) während des Krieges geschäftlich betätigt: er verdiente aber nicht durch geschäft­liche Ersalrrung, sondern einfach durch seinen volft tischen Einfluß.

Erzberger führte dagegen u. a. aus, daß fern Gewissen rein sei und daß er. wenn auch nur ein minimaler Prozentsatz der Vo-vdürfe wahr sei, schon längst die Konscauenzen gezogen hätte. Das Bestehen von BeztelTungen zum österreichischen Kaiserhause bestreite er nicht. Es fei aber falsch.

alles Fünfzigpftnnigstück silberne Zwanzigpfennigstück 1,30 ., Für einen alten Taler werden aus Grund sei­nes höheren Fringeholtes 21,50 Mk. gezahlt Vor­aussetzung sür die vorstel-enden Preise ist, daß die Münzen Passiergewicht haben. Bei letchteren Mün­zen wird ein entsprechender Abzug gemacht.

einzuholen, wenn es sich um eine vereinbarte Mietvreissteigerung oder um eine Bereiuba5ung über den Ablauf des seither auf Kündigung ge­stellten Mietverhältni stes ohne Kündigung handelt

2. Ein ohne Kündigung ab auiendes Miet- verhällnis gilt als am unbestimmte Zeit ver­längert, wenn der Vermieter nicht Dörfer die Zu­stimmung des Einigungsamtes zu dem Ablaus erwirit hat. Das Einigungsamt kann 6c\ der Entscheidung die Fort'etzung oder die Verlänge­rung des Mietverhältni^ses le^veils bis zur Dauer eines Jahres bestimmen. Besteht in enem Ge­meindebezirk kein Einigungsamt, so ist die Zu­stimmung des zuständigen Kreisamts einzuholeii

Die Anordnung, daß die -wangsweife Rimmmg einer Wohnung nicht erfolgen darf, wenn jie Gemeindebehöroe (Wohnungi?amt) be, ebernigt, daß der Jnlmber der Woftiung bei Durchführung der Räumung wohnungclos werden wurde, ist für Gießen mit Zustimmung deZ Reick)sarb.itsnmttlte- riums bis 1. April 1920 verlängert worden.

Die Heimkehr der Kriegsgefangenen.

Nach offizieller Mitteilung ist das Ein­treffen des ersten Gefangenentransportes aus Frankreich in Gießen vom 27.28. Januar zu erwarten.

Zu würdigem Empfang der lange Erwar­teten muß jedes Haus int Schmuck der Fahnen stehen.

AuberknrssetzmrgderReichsfilbermünzen.

Infolge der ganz außerordentlidten Steigerung der Sllbcrpreise ist der Metallrvert der Silber­münzen weit über ben Nennwert gestiegen. Infolge­dessen sind biefe Münzen völlig aus bem Beckeln verschwunden, so daß sie tatsächlich als Zahlungs­mittel keine Verwendung mehr f.nden. Mit Rücksicht hieraus 'besteht die Absicht, sämtliche Reichs- silbermänzen in allernächster Zeit außer Kurs zu fetzen. Um dillc au&er Kurs zu setzenden Münzen bem deutschen Wirtichoftsleben nutzbar zu machen, kaufen auf Anoichnung bes Reichsbank-Direktoriums hie Rrid^bankhauptkasse unb bie sämtlichen Zweiganstallen der Reichsbank die Silbermunzen schon jetzt zu einem bem Marktpreise des Inlandes entsprechenden Preise an.

sarbcttölebrer ihre Borgängeriu, s

-mit vorauSgegongener Zustimmung des Eini-tist Frl. Döll Tochter eines Wiesecker Lchrers. hguugsamteS rechtstvittsam, ins.emfte e auch,! 7 Jahre Sckrifterin der Gießener Höhnen Tochter-1 roenn bie Künbigung zum Zweck der Mietsteige- schule, beiuchte ie von Oüern 191517 tte