„Einhorn-Oieie16 010980
Küm'FLEDj KONZpEKTjf
Mi
Saalba^ö^feLeib
Mittwoch den 83. Juni
^enefis-Abend
zrl.Hliilß Lckrögxieitt ii.Hrn. Direktor Meier mit besonders gewähltem Programm.
Motto: Alles lacht! Anfang abends 8 Uhr.
Vorverkauf: Zigarrengchchaft Lout.S Scharmann, VinbcnplaQ; Karl Ätöhl, Papiergeschäft, Walltorstr^ Frtscurladcn Möhl, Schulstraße 5. 011133
liefert prompt 6764ss
zrneitiilt der öcnWeii KolouisIgeseWsft
(Abteilung 64ießen).
Mittwoch, 23. Juni 1920. abend 8*/< Ubr im Saale deS Hotels „Großberzog von Hessen" Vortrag von Frau Else Frobenius Generalsekretärin, Berlin.
Meile« nnö MsWüen Ses Junntinies :: Sei SeMen 8oIo«i«lsese!!sAsl. :: Eintritt 1 Mark. AuchNichtuütgltederwillkommen. 6818] e
Karl Pietschmann, Höchst am Main.
6767] Wer im August einen
9i86dwafltn non
BnIiMWerhtjskn zu befördern hat, wird gebeten, zwecks Ausnutzung der Rückfahrt sich zu melden bei Psr. Schick, Lw«kboru,P.Grünberg
Mittwoch den 23. Jnni vorn». 9 Ubr wird eine KiiteKekS versteigert."'"^ HauvtsteueramtGiesten
Wer nimmt Vrläbr. gesunden Jungen alS eigen an? Zu er fr. in der Geschäftsstelle d.G.A. 6790
anzusehen.
Hessen-Nassau.
Die
— Frankfurt a. M., 19. Juni.
i r g, 19. Juni. Nach fünfhägrgec in Ta-g auf den Augen scheinStermM
Jl Marbur
Höchstpreis für aufgehoben.
— Frankfurt a. M., 19. Juni. Ter Magistrat hat der B e r st a d t l i ch u n g> der Hausratsammelstellen der Kindergärten und Kinder-- 'horte zugestimmt. — Für Ferienspiele der Frankfurter Jugend stellte dre Stadt 160000 Mk. und der Ausschuß für Ferienspiele 100000 Mk. zur Verfügung,. s
vermischter,
Käuferstreik und Selbsthilfe.
Osnabrück, 20. Juni. (Wolff.), Infolge der hohen Preise für Obst und Gemüse setzte am gestrigen Wochenmarkt zunächst ein K äufe r- st r e i k ein. Schließlich setzte das Publikum selbst die Preise fest. Da die Verkäufer sich dem Zwange fügten, kam es nicht zu größeren Gewalttätigkeiten. Anschließend zogen verschiedene Trupf^ durch die Stadt und schrieben den Gemüse- und Lebensmittelgeschäften die Preise vor. Obst und Gemüse wurde statt zu 4 Mark bis zu 50 Pf. das Pfund verkauft. Fleisch intb Butter statt zu 26 Mark zu 12 Mark und 10 Mari. In der Möserstraße kam es nachmittags zwischen einem Zug Ortswehr, der inzwischen alarmiert war, und der Menge zu einem Zusammenstoß, der aber unblutig verlief.
Reichslederstelle hat der Stadt Frankfurt a. M. Soße Posten Schuhsohlen überwiesen. Die tatst verkauft von heute an Herren-Sohlen und -Flecke zu 25 bis 27 Mark, Frauen-Sohlen und -Flecke zu 16 bis 21 Mark. Der Andrang zu der billigen Sohlenguelle ist außerordentlich groß.
oz. Marburg, 21. Juni. Nach dem Marktbericht Marburger Blätter waren auf dem letzten Wochen markt u. a. zu haben: Eier per Stück 1,70 Mark, Ente (lebend) 35 Mark, Hühner (lebend'» 20 Mark, Tauben (lebend) 3 bis 4 Mark.
a. M., 19. Juni. Ter Pferdefleisch wurde
Angellagte, die Studenten Engelbrecht, Kraus und i Jähn, je zwei Jahre Gefängnis, für alle übrigen 1 beantrage er Freisprechung. Ter Verteidiger, Dr. i Luetgebrune berief sich auf die Gutachten 1 der ärztlichen Sachverständigen und des Gewehr- 1 fabrikanten Schrader aus Göttingen, ferner die 1 vollständig gelungenen Wähvheitsbeweise der Lln- geklagten und die Widerlegung der vielen wilden Gerüchte .die über die Thüringer Sache in alle Zeitungen der Welt gelangt seien. Tie Angeklagten 'hätten, als sie auf entflohene Gefangene schossen, befeUsgemäß gehandelt. Tas Gericht kam nach kurzer Beratung zu einem Freispruch für sämtliche Angeklagte.
Ein politischer Belewigungsprozetz.
— Frankfurt a. M., 18. Juni. Nach dem mißglückten Tortenschen Lostreimungsversuch der Rheinlande von Teutsckstand war es auch in Hof- Herm i. T. zu einem Tenronsttationszuge der Ein- wohnersckxfft gekommen, der sich namentlich gegen den katholisck;en Pfarrer Dekan Buns richtete, iveil in der Bevölkerung die Meinung bestand, daß Pfarrer Buus ein Hauptagitator für die Dortenschen Besttebungen sei. Eine Schilderung dieser Vorgänge in der hiesigen „Volksstimme" enthielt scharfe Bemerkungen über den Pfarrer. Dieser wurde darin als Kriegs Verlängerer und jetziger Franzosenfreund geschildert. Auf die Beleidigungsklage des Pfarrers Buus wurde Redakteur Markwald von der „Volksstimme" durch das hiesige Schöffengericht zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Beide Parteien legten gegen das Urteil Berufung ein: Pfarrer Buus, um eine höhere Strafe zu erwirken, Markwald, um freigesprochen zu werden. Die Angelegenheit stand heute deshalb vor der Strafkammer zur erneuten Verhandlung. Pfarrer Buus bekannte sich auf Befragen des Vorsitzenden als Anhänger dar Rheinischen Republik, jedoch unter Anschluß an Deutsch- land. Mit Dorten habe er nie Beziehungen unterhalten ; der Pfarrer gab aber zu, daß er später „bei einer Gelegenheit" mit Dorten bekannt geworden sei. .Verkehr mit französischen Offizieren habe er außer in seiner Eigenschaft als Geistlicher nicht gepflogen. Der französische Administrator Altmaier aus Höchst habe itfyit jedoch zweimal aufgesucht, aber nur in dienstlicher Eigenschaft. Der Vorsitzende stellte die Besuche als ein eigenartiges Entgegenkommen der französischen Behörde fest, die sich sonst die Leute, mit denen sie ettvas zu verhandeln habe, zu sich kommen ließe. Nach ter Dortenschen Affäre sei von, der ZMtrums- fraktion des Kreises Höchst eine Erklärung für die Rheinische Republik erlassen worden. PfarverBnus, der zweiter Vorsitzender der Fraktion war, erklärte, hiervon nicht unterrichtet gewesen zu sein. Ec habe seiner: Vorstandssitz niedergelegt. Buus verweigerte aber die Auskunft darüber, wann er den Vorsitz niedergelegt Ixtbe. Aus der Vernehmung des .Landtagsabg. Weber suchte der Beklagte nachzuweisen, daß die Erregung der Bevölkerung über den Pfarrer groß sei. Verschiedene Vorkommnisse ließen daraus schließen, daß Herr Buus als Vertrauensmann der Franzosen a.izu- sehen sei, was ixnt ihm scharf bestritten wurde. Redakteur Markwald wurde zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Urteil soll in der „Volks- stimme" veröffentlicht werden. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß die „Volks- ftimme" den Wahrheitsbeweis nicht erbracht habe und daß die Wahrung berechtigter Interessen dem Beklagten nicht zugebilligi werden könnte. Die Strafe wäre weit höher ausgefallen, wenn Pfarrer Buus nicht durch sein Verhalten einen gewissen Schein gegen sich verursackst habe, der nicht urteilsstarken Menschen wohl ehtc andere Auffassung : von den Dingen geben Sömrie.
SÄtenheit, in einer Gemeinde trieben sich sogar zwei Liebhaber auf 1200 Mk. In einig l Tag n dürste der Talgrund der Nidder vollständig abgeerntet sein. Infolge des trockenen Wetter^ sind die Arbeiten noch sehr im Rückstand, Diclwurz und Zuckerrüben konnten teilweise noch nicht gesetzt tverden oder stehen infolge der Trockenheit sehr kümmerlich, auch die Kartoffel und vor allen Dingen die Sommerfrucht bedarf eines durchdringenden Regens, ein solcher würde auch den Wuchs des Klees und Grummets wesentlich verbessern und so die hohen Preise für das Heu und auch die Milch günstig beeinflussen. Der Stand der Gartengewächse läßt infolge der Dürre sehr zu wünschen übrig. Die Beerenernte fällt ziemlich gut aus, das Obst fällt durch die Trockenheit sehr ab, die Bäume, die voriges Jahr getragen haben, versagen meistens in diesen: Jahre, so daß man höchstens mit einer Mittelernte rechnen kann: hoffentlich bringen die nächsten Tage den unbedingt nötigen Regen.
Kreis Lauterbach.
rr. Schlitz.18. Juni. In vergangener Nacht brachen Diebe bei einem Schneidermeister im nahen Unterschwarz ein und ließen für 3000 bis -1000 Mark au Kleider und Kleidungsstoffen mitgehen. Dem Bestohlenen wurde im letzten Winter die ganze Räucherkammer ausgeplündert. Die Aufregung über den neuen Gaunerstreich ist im ganzen Torfe begreiflicherweise groß. — Eine ausgezcich- nete Heuernte hat dieses 1 Jahr wieder das Schlitzerland auszuweisei:. Prachtvolles Heu konnte in großen Menge:: glücklich eingebracht werden. Tie Heuernte ist hierzuland bereits als beendigt
Brandenburg, 18. Juni. (Wolff.l In bc_r hiesigen Strafanstalt begann heute der Prozeß gegen die Haupträdelsführer der großen Meuterei am 28. März, wobei 130 Zuchthäusler ausbrachen. Der Arbeitssaal der Anstalt wurde zum Schwurgerichtssaal umgetvandelt. Angeklagt sind 9 Haupträdelsführer, davon 8 wegen schwerer, einer wegen leichter Meuterei. 44 Zeugen sind geladen. Unter den Angeklagten befindet sich auch der türkische Oberleutnant E d i b S ch ü k r i, der vom Kriegsgericht Berlin wegen schweren Raubes und Diebstahls zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt ist, und der Dekorateur Isaak, als Artist Wolf bekannt, der während der vorjährigen Märzunruhen von dem Berliner Kriegsgericht wegen schweren Landsriedeiisbruchw zu vier Jahren Zuchthaus. verurteilt worden ist.
Zweibrücken, 19. Juni. (WTB.) Im Frankenthaler Gattenntordprozeß verurteilte das Pfälzische Schwurgericht nach zweitägiger Verl-andlung den 19jährigen Hilfsdreher Franz Adam Magin aus Eppstein, der im Novem- brr vorigen Jahres auf Bitten und Bersprechmt- gen der Witwe Barbara Schmstt deren Gatten, den Eisenbahner Peter Schmitt in Frankenthal (Pfalz), durch drei Axtsckläge auf den Kopf getötet j-atte, wegen M or des zum Tode, imi> die Witwe Barbara Schmitt wegen Anstiftu:^ zum Totschlag unter Zubilligmrg mildernder Unv- stände zu 5 Jahren Gefängnis.
Itanft und Wissenschaft.
Mio. Frankfurt a. M., 18. Juni. Im amerikanischen Staate Dyomina wurde vor neun Jahren in Felsen eingeschloss.m der versteinerte .Ka
Tauer, wovon ein Tag auf den Augenscheinstermm in Thüringen: entfällt, gingen 'heute die Verhandlungen nur dem Kriegsgericht der 22. Tivisivn in der Anklage gegen die 14 Marburger studen- tifdjen Zeit freiwilligen zu Ende. Tie letzten 3eu genüerne'fmrmtgr.m erstreckten sich noch aus angebliche Mißhandlungen Von Gefangenen aus Bad Thal ufw., die von mehreren Zeugen, darunter von einem Sergeanten, behauptet Wurden. Ter öffentliche Ankläger, Dr. Suren wies in ferner Rede auf den Aufruhr in Thüringen, auf das Austreten der Roten Garde, die Plünderungen und Waffen- beschlagitähmungen imb daraus 'hin, daß die zur Hilfe herbei gerufenen Marbuvg>er Zeitsteiwilligen, als sie Gefangene nach Gotha bringen sollten, befehlsgemäß hätten handeln sollen, nämlich auf Fliehende zu schießen. Tamit sei nun nicht „Erschießen" zu verstehen. In einem Falle sei da geseUt 'morden, deshalb beantragt? er gegen drei
Sport«
— Frankfurter Regatta. Erster Tag. Samstag (Vorrennen). Alle Rennen 2000 m. Vierer: Preis des Deutschen Ruder- Verbands. 1. Kölner Club für Wassersport (7 Min. 1 Sek.), 2. Wassersport-V. Düsseldorf (7,4), 3. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 (7,41/5), 4. Ruderverein Cassel (7,233/ö). Achter. Jubiläums-Preis. 1. Rudergesellschaft Heidelberg (6,51s/ö), 2 Frankfurter Ruderklub
(6,53V5), 3. Verein „Rudersport" Gießen. Gießen ab 1000 Meter auf dem brüten Platz kurz vor dem Ziel aufgegeben. — Sonntag. (Vor- r ernten). Heyter-Achter. 1. Frankfurts Ruder verein (6,503/ö), 2. Ruderaes.'llschaft Heidelberg (7,22/5), 3. Verein „Rudersport" Gießen. Gast-Vierer. Preis von Frankfurt a. M. 1. Mannheimer Ruder verein „Ami- citia" (7,292/s), 2. Ruderverein Caflel (7,374/s)- Mannheimer „Amicitia" hält das Rennen vom Start ab sicher. Universitäts-Vierer. 1. Gießener Ruder-Gesellschaft 1877 (7,312/6), 2. Frankfurter Rudergesellschaft „Germania" (7,543/5), 3. Rudergesellschaft Heidelberg. Mit ungezählten Längen gewonnen.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 18. Juni 1920.
. Wilhelm I. aus Hommertshausen, Heinrich Sch. von Nidda und Martin M. aus Butzbach sind geständig, aus einer Butzbacher Fabrik für etwa 10 000 Mk. Kupfer gestohlen zu haben. M. hat sich außerdem der Begünstigung schuldig gemacht. Unter Annahme mildernder Umstände erhielten I. und Sch. je 11 Monate, M. 8 Monate 2 Wochen Gefängnis.
Georg H. aus Vilbel hat aus einem umschlossenen Garten in Vilbel für etwa 4000 Mk. Wäsche gestio hlen. Er ist geständig, bestreitet aber, eingestiegen zu sein, vielmehr will er das offene Gartentür benutzt haben. Da seine Behauptung nicht zu widerlegen war, wird er nur wegen einfachen Diebstahls verurteilt, und zwar zu titer Monaten Gefängnis.
WilJ H. aus Büdingen hat aus einer Steinbruck . >, in die er eingestiegen war, einen Ofen und . ir eiserne Winde gestohlen. Mit Rücksicht auf seine wirtschaftliche Notlage Hefe es das Gericht bei der geringsten zulässigen Strafe von 3 Monaten Gefängnis bewenden.
Hermann und Karl K. von Erda hatten :m Frühjahr in 6 hiesigen Geschäften raffinierte
Gerichtssaal.
Der Freispruch der Marburger Studenten.
Marburg (Lahn), 19. Juni. (Wolff.) In dem Marburger KriegHgerichtsprozeß, in dem sämt- lidje Angeklagten freigesprock>en wurden, erkannte das Gericht an. daß die Zeugen Harts, Arnold und Fvau Wolff beleidigt und mißhandelt worden sind. Dafür kamen nur die Angeklagten Goebel und weitere Zeitfreiwillige in Betracht, die nicht unter den Angeklagten seien. Die Feststellung dieser Tatsachen wäre die Aufgabe eines weiteren Verfahrens.
Die Gcsangenenerschietzung in Thüringen.
3. Verhandlungstag. Marburg, 19. Juni.
Schon lange vor Beginn der Freitagsitzimg zeigte der Zuhörerraum eine fast beängstigende Fülle. Der Zeuge Schellenbstrg ergänzte zunächst seine geftrigc Aussage dahin, daß feiner Ansicht nach einige Tote nicht auf der Flucht ersckwfstn sein könnten. Der Bezirksarzt von Eisenach, Dr. Jaenicken, gab bann sein Gutachten über die Leichenfunde. Die Sektionen sind s?chs Tage später vorgenommen worden. Was die Schußrichtungen anbelangt, so wurde festgestellt, daß die mststen Schüsse von hinten erfolgt waren, einige der Getöteten waren auch von der Seite, in zwei Fällen von vorne getroffen worden. Manchmal ließ sich auch die Richtung des Schußkanals gar nicht stst- stellen. Einige der Getötedm waren mehrmals gsr= troffen. Be: einem Fall muß der Mann getrosten worden sein, als er schon am Boden lag. Die Verlesung der umfangreichen Sektionsprotokolle '?rgab, daß die Darlegung der Angeklagten, lote si> geschossen, nicht widerlegt war. Kolbenschläge lägen nicht vor, auch keine Stich?, sowie Benutzung von Stumpfkugeln. Der Sachverständige Schrader wurde darüber vernommen, wie die Richtung der Schüsse gewesen, über die Entfimung usw. Er führte aus, es handle sich tunt das unhumane S.-Geschoß, das so traurige Wirkungen habe und sich im Körper, in den es eindringt, dreht und Spreng- wirkungen hervorbringt. Es ähnle dem Dum-Tum- Geschoß. Die Kopfschüsse seien auf das tief? Gelände
(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Ar titel übernimmt die Redaktion bun Publikum gegenüber keinerlei Vevrntworümg.)
Wir leben in einer Zeit unerhörter V e r - teuerung nicht nur der heimischen landwirtschaftlichen Erzeugnisse, aller Lebens- und notwendigen Bedarfsmittel, sogar des Achtstundmtags, da wo ungenügende Leistungen vorli?gen.
So ist jüngst den Schornsteinfegern ein? 40pro- zentige Teuerungszulage auf bi? schon mehrfach erhöhten Gebühren zugebilligt worden, w?lche jetzt erstmalig den Hausbesitz (der schon durch die seitherige Ärt der Berechnung, wob?i Keller-, Erd-, Ober- und Dachgeschosse, sowie Dachboden als j? ein Stockwerk betrachtet werden, in der Stadt besonders bedacht war) recht unangenehm belasten.
Gewiß, jeder vertrauenheischender, besonders auch einer außergewöhnlichen oder gefahrvollen Leistung gebührt entsprechend? Entlohirung! Wenn aber jetzt für die sog. Reinigung ohne Ausbrennen der Schornsteine — mehr eine fachkundige Inspektion in luftiger Höhe — für einen Zeitaufwand von kaum 10 Minuten, wie auch an dem Besuch des schwarzen Genossen in den Nachbarhäusern von höchstens einer Viertelstunde einwandsfrei zu beobachten war, über 8 AN. für ein kleines Haus aus Erd-, Ober- und Mansardengeschoß berechn?: sind (= die Arbeitsstunde etwa 30 bis 40 plarf), so übersteigt dies doch, trotz der teuwen Seifenpreise und dem Periodischen Badebedürfnck, jedes zulässige Maß, zumal dem in der Stadt ansässigen Gewerbe wed?r namhafte Ausgaben für teuere Bahnfahrten und größer' Abnutzung von Schuhsohlen und bürgerlichen Kleidung erwach-sm.
daver eutfS Dinosauriers gefundm. Geheim- rat Dr. A. von Weinberg hat den überaus uterte , vollen Fund dem Senckenbergisch?n Museum gc- !
sichert und jetzt hat, nachdein der Präparator 1 Strunz nach fünfjähriger Tättgkeit die Haut des Riesenfossil von dem Gestein trmnen konnte, das I rntereffante und wertvolle Schaustück Aufft?llung im Museum gefunden. Der Präparator fand in des Leibeshöhle des Untiers noch Nahrungsreste, zerkautes Pflanzenmaterial.
sw. Mannheim, 18. Juni. Die Flucht durch das Fenster des dritten Versuchte
der wegen Raub vor dem Richter stehende neunzehnjährige Maschinenschlosser Mohr von Neckar- 'Raufen. Er sprang in den Schloßgarten und blieb dort infolge eines Senkelbruches sowie innerer Verletzungen liegen.
rm. Ludwigshafen, 20. Juni. Hier wurden durch ein Aufgebot von 80 Schutzleuten etwa 12 0 Arbeiter der Bad. Amlinsabrik fest genommen, welche nach Schluß der Abend-- schicht im Begriffe waren, nach 5)ause zu gehen. Sie wurden auf den Inhalt ihrer tKucksäcke untersucht, >vobei sich herausstellte, daß sie teilwerse wertvolles Material aller Art entweichet und mitgenommen hatten. Die Klagen über die Diebstähle in der Fabrik hatten sich in der letzten Zeit außer ordentlich vermehrt. Die Leitung sah sich zu dieser Maßnahme gezwungen.
Hannover 19. Juni. Bei der Trocken' 'bleit wüten in der Provinz Hannover groß: Wald-, Moor- und Heide brande. Da« Bissendorfer Moor bei Hannover ste'ht seit bre Tagen in Flammen. Tas Feuer vernichtet ge ivaltige Dorfvorräte. Unineit Hannover.bei Lähe brennt seit 5 Tagen das Moor. Heute ist in dem waldreichen Gelände des großen Naturschutzparkes' in der Lüneburger Heide Feuer ausgebrocheu. Ter ganze Waldbestand zwischen Wilsede, Heinbruch und Heinköten ste'ht in Flammen. Viel Wilo ist umgekommen. Während der letzten Nacht glich die ganze Heide einem gewalttgen Fen er mehr. Auch an der 'Hanirover-oldenburgischen Grenze wütet ein svänor- und Heidebrand. Schließlich war uikweit Hahnenklee im Obeöharz ein großer- Wald- brand ausgebrochen, der aber gelöscht to?rben Bannte. Auch aus mehreren anderen Orten in der Lüneburger Heide und Ostfrieslands werden größere Moor- und Heidenbrände g?meldet.
* Kopenhagen, 19. Juni. (WTB.j Laut Meldung der „Bcrlingske Tidende" aus Kowno sind infolge des gestrigen Riesenbrandes gegen 10 000 Men schon obdachlos.
zurückzuführen, es sei doch immer von oben geschossen worden. Auch der Nebel trägt, was jeder Jäger tvohl versteht, bei dem Schi?ßen erl)eblich zur Schußerhöhung bei. Fliehende würd?n meist in den Kopf getroffen, die Schüsse ging?n zu hoch. Mejearigen, die von vorn getroff?n seien, hätten sich beim Saufen umgedveht Und nach den B'r- folgern geschaut. — Es wurde dann noch eine R?ibe von Zeugen vernommen, die aber wesentlich neues nicht mehr auszusagen vernwchten. Damit war die Zeugenvernehmung be?ndet und wurden die Verhandlungen auf nwrgen früh vertagt. Ob das Urteil morgen noch gesprochen wird, ist dahingest?llt.
L ci b e u b i - b ft äh le ausgeführt. Das Schöffengericht hatte sie zu je 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Als sie sich von der Aussichtslosig- l’cit ihrer Berufung überzeugt hatten, nahmen sie sie zurück.
Der Möbelträger Wilhelm W. von Gießen hatte bei einem Umzug eine Hose aestohlen. Er leugnet und wilt bi? bei ihm gefundene Hose von einem „Unbekannten" gekauft haben. Diese Ausrede fand, da der „Unbekannt'" dein Gericht zu bekannt ist, keinen Glauben. W. ist. als Dieb rückfällig und wurde zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt.
Eine Diebsbande hatte im Frühjahr 1920 unb im Sommer 1919 dem Lager des Althändlers Rothenberger mehrere Besuche abgestattet und Altmetall und Fahrradteile gestohlen. Zu diesem Zweck waren die Tater von benachbatten Hofreiten eingestiegen und hatten einen Lagerschuppen erbrochen. Heinrich V. aus Bieber, der wegen Diebstahls mehrfach bestraft ist, erhielt 2 Jahre Gefängnis. In einer weiteren Anklage gegen ihn — er hatte feinen Eltern 3000 Mk. gestohlen und das Geld mit Gesinnungsgenossen in einigen Tagen durchgebracht — erfolgte die Einstellung des Verfahrens, weil sein Vater den Strafantrag zurück- italjm. Ter Stadtschüler Bruno L. von hier erhielt 2 Monate Gefängnis, der Stcü>tschüler F. 2 Wochen. Zwei weitere Stadtschüler würben frei- gesprochen. Otto L., der an der Verwertung des gestohlenen Metalls beteiligt war, erhielt wegen H Mer ei 3 Monate Gefängnis, der Althändler Sch. der es gekauft hatte, wurde mangtts Beweises freigefprochen.
Literarische Gesellschaft.
Freitag den 25. Jnni abends 8 Uhr In der neuen Aula der Universität
Rudolf Presber
aus Berlin.
Ernstes u.Heiteresaus eignen Werken.
Eintrittskarten zu M. 5.—. M. 4.—, M. 3.— (sämtlich numeriert) im Vorverkauf in d. Musikahenhanal. E. Challier und an der Abendkasse, ötudenten- karten nur im Vorverkauf beim Hausverwalter gegen Vorzeigen der Ausweiskarte zu M. 1.50. Die IHitgliodar der Literarischen Gesellschaft er- halten die übliche PreisermäÜi rung. (^«,1)
:: Verreist::
bis $8ositag den 28, Juni^
Heilkundiger.
Einhorn-Festsaal
Komiker PauB Buchwald
mit seiner Gesellschaft 0IMt0
Bei rednerischer oder kühler Witterung findet morgen Sonntag eine Nachmittags-Vorstellung bei ermäßigten Preisen von 4 bis 6*/» Uhr statt
Der Liebestrunk « Gift
Siehe gefälligst die Anzeige vom 18. ds. Mts.
Abend-Vorste11ung von 8 7> Uhr ab.
(HtgenManl-u.Krarleilseudie wirkt absolut sicher innerhalb 3 Tagen durch £jar einfache äußerliche Behandlung -W8 Dr. Berflmanns P r o l a f t a n. Kein Geheimmittci: Hervorragend begutachtet von Tierärzten und Tierhaltern. Es gibt kein gleichwertiges Konkurrenzfabrikat. Zn beziehen d. Npothekcn u. Drogerien. Wo nicht erhältlich, direkt au5 der Fabrik. Chemische Zadrik „vetera" G. m. b. 6.
Görlur. Emmerichstrafte 8. 68o3 Telegramm-Aoresse: „Vetera" Görlitz. Tüchtige Vertreter gesucht.


