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Dienstag, 20. April 1920

Zweites Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

HL 92

Frankfurt a. TL, 20. April.

16. April

Berlin

schlug Abend- Schluß» Schluß^

Motin"

Paris, 19. April. (WTB. Ter

533.

324,50

330,

320,50

gc-

viel

fern.

Fortsetzung 26.

und erwidert: nach einer

ficchdruck verboten.)

dort

iuh

555, 394,50 398,-

1121,25 1128,75 1121,25 1123.75

1083,25 1086,25 1070,75 1081,25

337,85

275,30

246,30

62,85

380,40

335,

335,

337,15

274,70

245,70

62,15

379,66

152,- 307,- 222,50 187,

391,

385,

9,35

7,15

Aber ich möchte gern in: Sie zu konsultieren. Ich

Tcviscnmartl.

Geld Brief

Kurs 17. 4. z 79,75

22,72

29,97

99,90

27.47

207,- 195,- 368,- 357,- 349,25

19.4.

8,85

344,65

274,70

248,20

62,65

382,10

209,75

200,-

354,

337,

347,

259,

300,

22,28

29,53

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30,03

360,-

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30,03

100,10

27,53

17.4.

9,-

4,30

9,50

7,50

390,-

345,35

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248,80

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382,90

tide* id

Börsenkurse.

Frankfurt

Zürich . . .

Amsterdam

Kopenhagen

Stockholm.

Wien . . .

22,72

29,47

99,15

29,97

2322,50 2327,50 2322,50 2327,50 407,10 407,90 407,10 407,90

1248,75 1201,25 1248,75 1251,25

1098,75 1101,25 1098,75 1101,25

1373,50 1376,50 1378,50 1381,50

brauen in bic Höhe kurzen Pause:

Fürs erste nicht. Gelegenheit benützm.

(In einem Test der Auflage wiedteholt.)

Vie neuen poft- und Zernsprechgebühren

Berlin, 19. 2lpril. (WB.) Ter Reichs- rat hat am Samstag die neuen Postgejetz- und Beiordnungen angenommen. Das De.

zum einzigen Mittel, Sie zu sprechm, nne ich es sehr lebhaft wünschte.

In meiner Eigenschaft als Arzt? fragte ich.

Daraufhin zog sie fast unmerklich iw Äugens

hinisj

tarnt mar. Er führte mich, ohne zu zögern, in ein luxuriös ausgestattetes Gemach, bot mir einen Sitz an und zog sich schweigend zurück.

Es war kaum eine Minute vergangen, als auf der anderen Leite d^ Zimmers plötzlich eine Tür aufging und eine liebliche, glänzend: Erscheinung aus der Schwelle erschien.

Ticks Entzücken mar mir setzt völlig verständ­lich. Ich hatte niemals zuvor eine schöner: Frau gesehen. Sie mar noch bei w.'item keine dreißig Jahre alt, groß, und stattlich gewachsen, blond, und trotzdem ich als Mann niemals versuc^n möchte, eine weibliche Tollttte Mi beschreiben, so hatte ich doch den allgemeinen Eindruck, daß sr: mit ausgesuchtem Geschmack gekleidn mar. Ins­besondere fielen mir ov zahlreichen Juwelen auf, die sie trug.

Sie kam, während ich mich erhob, auf mich zu, indem sie mich mit einem einzigen und, wie mir schrm, beifälligen Blick musterte.

Sie sind der Herr Doktor Perigsrd? sagte sie mit liebenswürdigem Lächeln.

Zu Ihren Diensten, Madame, erwiderte ich.

Nehmen Sic bitte Platz, Herr Toktvr. Ich fürchte, ich habe Ihnen viel Unannehmlichknt bc- reitet, indem ich Sie bitten liefe, sich hierher zu bemühen, aber ich habe heut: in Ihrer Berufs- ane in Ihrer Privadocchnung Vorgesprächen, und da ich in beiden Fällen kein Glück hatte, griff ich

feiten geleitet werden.

Berlin, 18. 9lpril. Der Vorsitzende des Vor-

Junten. Muhllii acherncr Wcs^

Und doch hat mein Diener steif und fest be­raubtet, sie habe ihre Adresse als Formosa Man- sions, Queens Gate bezeichnet. Apropos, wer ist denn der Marquis de Brinvllliers?

Ich weife nicht. Ein geheimnisvoller Kerl, wohnt in Nummer 1, dem feinsten Daus im gan­zen Viertel Ah, da fällt mir eben ein, daß ich in der letzten Zeit ein: verflixt stramme Frau in Nummer 1 ein- und ausgehen sah: sie ist mir ganz unbekannt Sie wird doch nicht am Ende

Doch, sie ist es. Ich bin überzeugt davon. Entschuldige mich, bitte, ich bm spät daran. Dabei sah ich auf meine Uhr. Tut mir leid, daß ich dick gestört habe. Hoffentlich habe ich das nächste Mal mehr Zeit.

Bevor er sich von seinem Erstaunen :rholt hatte, war ich hinausgoellt. Im nächsten Augen­blick iafe ich nrieber in meinem Wagen, mit schr gemischten Gefühlen, und eh: ich mir noch recht klar über die Sachlage war, hielt die Droschke vor For­mosa Mansions.

Zwölftes Kapitel.

Ich entließ den Kutscher und betrat dm öof des großen GebändekomPlen>s der Formosa Man­sions. An der Tür von Nummer 1 läutete ich. Sofort erfdrien ein Dimer.

Mein Name ist Doktor Perigord^ sagte ich: ich komme auf Ersuchen der Gräfin Frangiprni.

Aus des Ntaines Verbeugung konnte ich er­sehen, dafe er mit diesem Sachverhalt bereits be-

Die Gräkin.

Roman von G. W. Appleton.

Während mich der Diener meld te, schlug ich n Vorzimmer das Adreßbuch nach, sorgfältig bmhsuchte ich die Spllte Oueens Gut?. Rasch smv ich -Formosa Mansions 1.

Hm," sagte ich bei mir. ,Zch Bann da nur hi. Niarguis de Brinvilliers finden. Soll mich xnch ber .Venter holen, wmn das nicht verflixt sch-im ist." ___ ___

In diesem Augenblick arm Davemwrt her'M rite eilte mir mich zu. Ich hatte ihn feit mehr wen Äkxen nicht gesehen.

Gruß dich Gott, Perigord.' rief er, und eilte tut mich zu. Das freut mich aber, dich wieder

Markuoiierungcu.

Datum

Kurs 19.4.

79,75

'Earic.nuerber und für Güter über die Sttecke riyüaskowitzDt. Evlcru geleitet nxrix'ii.

' e Turckgangszüge dürfen nur zwischen 6 Uhr igm# und 7 Uhr abend* auf den polnisck;en eijftütionen angebracht und müssen 4 Stunden xiltr bei diesen angemeldet werden. In folg: dar i röteten Bekanntgabe dieser einschneidenden

Witterung und der damit rcrbundenen Zugern« cnhing, gegen die Einspruch crT?oben worden mufe mit grosten Verzögerungen und Unregcl-

togig leiten im Post ver lehr mit Ostpreußen

mmlung in hefiger Gemeinde, die nicht

400 Seelen zählt, für die beabsichttgte hrung der Gefallenen, ergab den statt- Beirag ton rund 2400 Marl. Wenn die erigen Kirchspielsgemeinden sich in ähnlicher Weise hligcn, wird das Projekt in ressbare Nähe ge

Kurs 17.4.

79,75 76,60

75,60 77,50

112,50 307,- 222,50 166,75 149,75 154,- 208,50 199,37 366,- 357,25 339,75 352,- 244,50 298,- 488,- 559,- 394,50 392,25 224,50 550,- 315,- 340,- 333,-

Kurs

19. 4.

79,75

76,75 75,30 77,10

151,50 305,25

221,

188, - 150,25 155,-

203,75 199,- 367,- 355,- 348,- 345,-

240,50 296,- 503,-

554,50 390,50

384,50 222,75 539,- 312,- 350,-

334,50

GeldBrief 17. April

Datum: Amsterdam«Rotterd. Drüstel. Antwerpen . Thristiania

Kopenhagen : Stockholm......:

Helsingfors Italien .......

London

Äew-Bork Paris Schweiz........:

Spanien Wien (altes) ....

Deutsch-Oesterr. abg.

Prag

Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . .

A'DSWI

Woen wen- HS» tzm roii DetWn Dani.

W.ÜMÄ

BnWW.

h(tt Naiveres Mitteilen, da du ja Gewiß. Wie heißt die Dame? Gräfin Frangipani.

Wie?

Ich wiederholte den Namen.

Nie was von ihr gehört.

fOJy- brȟn . ,, N4

pei *

Datum:

5'^Deut.Kriegsanl. 4°/^Deut.Beichsanl. 3'^Deut.Bechsanl. 4e/0 Preuh. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto» Gesellsch- Dresdener B ink. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Pakets. NorddeutscherLloyd Bach. Guhstahlwrk. D.-Luremb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschl. Eisend.-B. Oderschles.Eisenind. Phönix.Brgd.« Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke (tlehtr. A. E. G.. . Schuckert-Werke. . FeltenLGuilleaume Daimler Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke ....

4°/0 Hess. SaatsanL (Electron Griesheim

«iwegSs

150,001-100 ttr

ÄSÄ Jagd,

ZU ehifitri Ul,die wen.

eriarbenrunitbeiL

auf 60 Pf Tr^ Sätze iür Trucksaäxn, OfefcMftfr' Papiere und '-l'Jartnproben find oer.'mell. Auch ixe Paketgeb übren, die Postawv i irn g-^xbühren und die Öiebühren für Zeitungen sind eityeblid) er­höht worden Der Unier'ch ed zwi clxm Otts- und (VenUckgriunmcn ist be.emgt. Ti: Won gebühr ist auf 20 Pf festgesetzt, die Mi.idestgebübr für Telegramme auf 2 Mk Tie Fern>precktgebütiren erfahren rundweg eine Erhöhung von 100 Pivz. Tie Ausschüfse haben fick auch biimii einverstan­den erklärt, daß von den Aemsprechteilnehmern ein beionben-r Maintal bei trag in \)ölc von 1000 Mk. für ied.m Nauptansckstiiß und von 200 Mk für jeben N benanschluß geleistet wird. Weiter wurde ei.ie Vtenberim i des Postgel- tzos da­hin dot genommen, da st ixt bisherig,e Ersatz vom 3 Mk. *für das Pfund verloren gegangener Ware au, 10 Mk. erhöbt werde. Särntliäx- neuen Post­gesetze und Verordnungen sollen am 1. Mai in Straft treten. Der Reichsrat stimmte ferner dem Gesetzentwurf zu über den lieber gang der Post- und Telcgrapbenvrrwaltungen Bavem>> und Würt­tembergs an das Reich. Banern erhält für dv Ausgabe seiner eigenen Postverwaltimg vom stieich 620 MUlionen und Württemberg 250 Millionen. Außerdem sind Ixiben Staaten g wiste .Bmiel- sionen auf organisatori chem Gebv't für tnc Zu­sammensetzung der Belwrde zugestanden nwrden.

Tie Fremdherrschaft im Maiagau.

von auswärtigen Ländlern zu Phantasiepreisen angefauft wird und nichts auf bte hiesigen Märkte kommt. Denn Preise von 2,50- 3 Mk iür das Pfund, das ist für den gewöhnlichen Sterblichen unerschwinglich, noch weniger ist daran zu denken, sich einen größeren Bedarf für Einmachzwecke zu sichern Tie Ztnten, too man für 20 Psg. das Pfund ber schönsten Kirschen laufen konnte, sind wohl endgültig dahin. Ten betreffenden Orten allerdings wird wohl ein reicher Gkivutn sicher fein. Der Stand der Wintersaat ist in der Wetteran durchaus gut; die günstige Witterung ermöglicht eine frühe Bestellung der Felder, überall regen sich fleißige Hände, um zu säen und die Felder zu bestellen. Auch die Blüte der übrigen Obnbaume ist bis jetzt sehr günstig verlaufen Wenn nicht noch unerwartete Rückschläge kommen, so kann man wohl mit einem guten Ernte fahre rechnen, was in diesem Sabre wohl doppelt freudig zu begrüßen wäre, denn wir haben es bitter nötig.

HcsseittNasiau.

mc. Frankfurt a. M., 17. April. Während der internationalen Messe findet ein großer Schaufensterwettbewerb un­ter ben Frankfurter Geschäften statt, die sich- größtenteils die namhaftesten Dekorations!- künstler Deutschlands für die AusschmMung dieser Fenster gesichert haben.

(-Marburg, 18. April. Die hiesi­gen D a chde cker m e i ste r geben bekannt, daß sie wegen der neuerlichen Lohnforderun­gen sdcr (Gehilfen, der auf 4,90 Mk. die Stunde- festgesetzt tourbe, sich solidarisch erklärt unti unter Aussperrung der Gehilfen bzw. Schlie­ßung der Betriebe unter gegenseitiger Hilfe die ihnen übertragenen Notarbeiten aus­führen.

io» älterer iyran acut ffluftoü Sfaue, Witin rniJ Babnbufltt. 12111

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Tackelhnudiü

Handel.

Berlin, 19. April. Börsenstimmungs- bild. An der Börse machte die Erwartung der baldigen Räumung Frankfurts durch die Fraw- zvfen und die in Oberschlesien eingetretenc Be^ ruhigung guten Eindruck. Tas Geschäft geroamt aber im allgemeinen feine größere Lebhaftigkeit, da das Privatpiiblikum andauernd größte Zurück­haltung beobachtete und die nur mäßigen Valuta-- fdroantungen keine ^ütregung boten. Gleichwolü trat am Montanmartte rege Kauflust hervor, wo wiederum Phönix angeblich auf Auslandsankäufe die Führung übernahmen und etwa 20 Proz. stiegen. Auch Mannesmaim. Gelsenkirchen, Bo­chumer und Rheinische Braunkohlen erzielten nanr- hafte Besserungen bis zu 20 Proz. Farbwerte waren meist niedriger Bon Elektrizitätsaktien zogen Elektrische Licht und Kraft über 11 Prvz. an Gute Staufhift bestand wieder für Petroleumwerte, von welchen Steana Mmana 80 Pvoz. stiegen. Kaliaktien waren gleichfalls gebessert. Schisfahrts- altien verrieten Steigung zur Abschwächung. Er­wähnenswert war noch die Besserung der Mär­kischen labaßaTiien um 80 Proz. Tie Kurs­bewegung zeigte im allgemeinen wesentliche Ihr* einheitlichteit. Am Anlagemarkte blieben die Ver­änderungen geringfügig. Tie Börse schloß abge- schwächt, angeblich auf die Exekutionsveröäuse für mittlere Provinzfirmen. Deutsche Petroleum waren wesenllich niä>riger, aber Sdeaua Romana be» träch-tlich höher. Russische Banlaktten waren ge­drückt. Reinmetalle unterlagen bedeutenden Schwankungen.

Frankfurt a .M., 19. April. Börsen- st i m m u n g s b i l d. Bei mäßigem Geschäft war die Tendenz nicht einheitlich überwiegend, aber gut behauptet. Deutt'che Petroleum waren etwas gebessert, 777. (Sanaba 1040, ab geschwächt. Elektr. Deutsch Ueberfee stellten sich auf 12851275. Schwächer lagen Nordd. Llohd, 195VS, während .tzapag mit 2071/2 unverändert blieben. Sehr still war der Verkehr in Montanpapieren. Mannesmann gaben 7 Proz. auf 422, Bochumer 2 Proz. auf 368, Kali Westeregeln 5 Proz. auf 780 nach. Buderus blieben gefragt und fest, 360, plus 10 Proz. Bankaktien hatten etwas regeren Ver­kehr, doch blieb auch auf diesem Gebiete die Kurs­bewegung eine bescheidene. Dresdener Bank 1 Pvoz. Höher, 187. Eine Kursbesserung von 10 Proz er­fuhren Akkumulatoren Berlin 495. Zellstoff Aschaffenburg gewannen 9 Pcoz. (624). Schuh fabrit L»erz wurden bei lebhafter Nachfrage 25 Proz. gesteigert, 340. Kolonialpapiere unregelmäßig Nen-Gumea verloren 12 Proz. (923). South West 480. Mexikanische Anleihen bewahrten ein ruhiges Aussehen. 5proz. Rumänier 4 Proz. erholt- Schantungbahn 548 ( 2 Pwz.). Fahrzeug Ans­bach 210.

Frankfurt a. M., 19. April. Getreide- markt. Tas Anziehen der fremden Zahlimgs- mittel in der abgelaufenen Woche war auSschlag- gebend zur teilweisen EckhShung der Preise am Getreidemarkt. Ern Umschwung im Geschäft tret aber kaum ein, da Verkäufer wie Käufer sich zurückhaltend zeigten und Abschlüs'e nur tn kleinen Posten zu stand? kamen. Daser blieb gebucht und fest. Hülienfrüchte, wfe Erbsen und Bolmen, waren bei etwas regerem Begehr fest. Lupinen und Sw.i- della anziehend. Für Sxu und Stroh bestand In­teresse bei höheren Preisen.

meldet aus Frankfurt a M.: Tie franzö­sische Kavallerie, die den Maingau besetzt habe, fei zurückgezogen worden. Es verblie­ben nur noch einige Dragoner in Hanau lieber- all entdecke man Anzeichen dafür, daß tie Fran­zosen ihren Rückzug üor be ret ten unb nicht mit einer längeren Besetzung rechnen

Italien und die neuen Schritte der Mächte gegenüber Dcntschland.

Paris, 19. April. (WTB. Tas ,,.fenrrnal" stellt fest, daß Italien bis fetzt noch nicht lerne Zustimmung zu dem allgemeinen Schritt der Alli ierten in Berlin gegeben habe. Es fragt, ob Italien vor der Bedrohung durch die Blaade zurückschrecke und gibt zu, daß bic innere Lage in Italien auch nicht gdlrtte, an wirtschaft» licften Zwangsmaßnahmen teilzuwchmen Man verstehe Italien sehr gut, aber man müsse, so fügt das Blatt hinzu, die interalliierten In­teressen in Betracht ziehen.

Die Royalisten in Ungarn.

Budapest, 17. 2lpril. (TO.) Storr. Öui. Die ungarische RotialistenPartei hat beschlossen, den Unterrichtsminister zu ersuchen, daß in sämtlichen Schulen Vorttäge über das Königtum und die heilige Krone gehalten werden. Ferner wurde beschossen, an die Bevölkerung der befreiten Landes teile ein Manifest zu richten, in dem aus- gedrückt wird, daß die Rovalistenbewegung die Wie - derausrichtung des Königtums bezwecke. Der Lau desverteidigunosminister wird erfudjt bei der Crgo nifierung der Armee den Gedanken des ungarischen Königtums in ben militärischen Abzeichen cruszn drücken.

Eheschließung des Ministerpräsidenten Ulrich.

rm. Darm stadt, 19. April. Staatspräsi­dent Ulrich ist nach einer Anzeige rmBolks- freuni// in ben Stand brr Eh getreten. Die Trauung hat am 16. b. Mts im Staatäminifto- tium durch den Bürgermeister Mueller als Standesbeamter ftattgefunben. U. war Witwer unb stcht im 67. Lebensfcchre.

Parteitagungen in Berlin.

Berlin, 19. April.Berl. TagM." und Boss. Ztg." berichten über die Tagung des de­in o k r a t i s ch e n Parte iausschns ses, böc am Sonnabeiid unb Sonntag im Reichstagsgebäude stattfand. Tie Aussprache schloß mit bet einstim­migen Annahme einer Erllärwig, in der die all­gemeine Arbeitseinstellung als au feer* ordentlich^'s Avwehrmittel gegen die Kapps ehe Um- sturzbewegung in den vom Umsturz ergriffenen unb bedrohten Reichsgebieten für angebracht er> klärt wurde, uni auf unblutigem Wege den ber» bredjcrifdxn Anschlag zu überwinden. Der Aus­schuß sprach auch sein Einverständnis damit aus, daß die Parteileitung und die demokratische Frak­tion die Uebcrgriffe gewerkschaftlicher Verbände auf das Gebiet der Reichsregierung unb Gesetz­gebung zurückgewie en hat.

DemBert. Lokal-Anz." zufolge tagte im Abgeordnetenhaus gestern der Zentralverband ber Teuts chen Bol kspar ter. Abg. Strese- m a n ii erstattete Bericht und erklärte, ber Reichs- tag bedürfe einer Ergänzung in einer Kammer der Arbeit, welche die politisch.' Parlaments- lierrschaft begrenze. Tie Deutiche Bolksparter be­kenne sich zur orgam'schen Weiterentwicklung und ' ekämpfe energisch die S t r e i k h e tz e, die dem Bolte die Arbeft vergällen wolle. Die auswärtige Politik müßte von sachverständigen Persönlich.

Kreis Friedberg.

^lAuüder Wetterau^l9. April. Einen ckick von ganz eigenartiger Schönheit bietet in en Tagen der sogenannte KirschenLer g, 'ich in einer Länge von reichlich einer Stunde c den Dörfern Ockstadt und Ober^Rosbach am ltgaiime hin zieht und mit ungezählten Kirsck> unten bepflanzt ist. Wohl noch selten ltztt man he Blute von dieser Ueppigkeit beobachtet inte . die Ernte nur einigermaßen entspreckLnd nt, Ii ßmn man mit einem guten Sfirschenjahre rech- -rt Allerdings sind die Gefühle der vielen Be- Ifcfeter der umliegenden Städtchen, die diese Ge- > «ant' zum Ziele ihres Spazierganges machen und fcj an dem schönen Anblicke erfreuen, zum Telle ibh reckt gemischter Art. Deim was nützt uns V schönste und reichste Kirschenemte, wenn es K gebt, wie im vergangenen Jahre, daß alles

habe und damit begann sie, aufs GeratewM unbestimmte Symptome einer umwöglichm Krank­heit herzuzähfen.

Treu den Instinkten meines Berufes hörte ich ihren Bericht an. Am Schluffe versichert: ich, daß ihr Unwohlsein bedeutungslos sei, zog Fedw und Notizblock aus der Tasche, schrieb ein Rezcht nieder und übergab es ihr.

Ich danke Ihnen bestens, sagte ft: und fegte es auf den Tisch neben sich. Und nun, Derr Dok­tor, fuhr sie fort, will ich mich gleich dem Daupt- beweggrund meines heutig m Besuches bei 'Ihnen zu wenden. Ich habe zufällig rtne, tut nichts zur Sache: es geschah durch einen reinen Zufall erfahren, daß sich unter Ihren Pattent.m aus ber letzten Zeit eine Dame befindet, für die ich mich sehr lebhaft interessiere und die ich gerne fermen lernen möchte. Sie nennt sich Frangipani. Ist das richtig.

(Fortsetzung folgt.)

fizit der Post Verwaltung wirb für 1919 auf ****-«--------*

li,o Mllliarden, für 1920 auf 2,/3 MiNrarden g. 1 standes ber Teutecken Demokratischen Par- schätzt. Tie Ursache liege in ber Steigerung der tei, Staatsminister a. D. Dr. Friedberg, Materialpreife und Personalausgaben. Das Porto hat dos Amt niedergelegt und scheidet damit ^u~ für Postkarten soll auf 30 Pf. erhöbt werden, gleich aus bem Borstand aus. Gesundheitsrückirch- für ernfad>e Briefe auf 40, für Briefe bis 250 Gr. ten waren die Veranlassung zu bieiem Rücktritt.

l NM an l>. (dietz. ilv wird in Pension otnw.- men. Llebi'gltr. 5^ eil gittriiiififfN acg. rocistrju

4413B gbirntft. Ähmt WlikMm enilauien.auidvd^! Sieterbnnner »wj letirkh Zeil, Hallte freit Ziehen. !

werden.

Landkreis Gießen.

l). Ruttershausen, 15. ?lpril.

lal zu sehen.

Ich entschuldigte mich: Draußen wattet mein Itod^en, sagte ich. Ick mufe nämlich zu eurer .atcntin, die meinem Dien r sagte, sie wohne n yormoiä Mansions. Da ich sie im Adreßbuch tidgt ftnden konnte, dachte ich, du könntest mir orcl- wohnst.

gefunden. AbMe-

Vereine i

V.D.H.

Ver*amm,Dn,t

ML

NIIIsWWIUM^'

Abgabe ausländischer Wrrtpapfere an das Reich.

Wie wir non zuständiger Seite hören, ist das Reicksfinanzministerium, Stelle für ausländische Wertpapiere, gegenwärtig mit der Vorbereitung der zweiten MscklagszaUung für die an das Reich au Grund der Bekanntmachung toom 26. März 1919 nebst Nachträ^n abgelieferlen, ausländischen fest­verzinslichen Wertpapiere, soweit sie bisher weiter veräußert, beschäftigt sind. Die Durch­führung der zweiten Abschlagszahlung bringt es mit sich, daß künftig keinerlei Ablieferungen an das Reick, ntehr erfolgen können. Um jedoch den- fenigen Eigentümern, welche bisher aus Unacht­samkeit ober aus sonstigen Gründen die Ablieferung unter taffen "haben, Gelegenheit zu geben, das Ver säumte nachzuholen, können noch bis zum 15. April ds. Is. Stücke bei inländischen Bauten ober Ban­kiers ab geliefert werden, die aber bis zum 20. April ds. Is. bei den zuständigen Zentral jammelstellen eingegangen fein müssen. Tie beteiligten Eigen­tümer werden gut tun, von dieser Gelegenheit Ge­brauch zu machen. Irgendwelche Rechtsnachtelle feilen ihnen aus der jetzigen Wlieferung nicht ent stehen, obwohl die ursprüngliche Llblieferungsfrist längst verstrichen ist. Dagegen haben sie später die in der Bekanntmachung vom 26. März 1919 vor­gesehenen Strafen und sonstigen RechtSnachtelle zu gewärtigen, abgesehen davon, daß auf absehbare Zeit keine Möglichkeit bestehen wird, die Wert­papiere zu veräußern ober sonst zu verwerten.

21ms 5taxt unL Land.

Gießen, den 20. April 1920.

Tie Auswertung der nassauischen Seenplatte.

3n ber rheinischen Presse wirb augenblicklich i Gedanke erörtert, ben Anllsg richtsrat Schäfer | jcknalig in berRheiniscl,-Westfllischeu Zeitung" piif mackste. Ta seine Reichwelle sick nicht aus | nm lokalen Bezirk b?grenzt, wollen wir von ilym | regifiritrenber Weife kurz döouz nehmen.

Schäfer schlägt allen Ernstes vor, burch Aus- fc namg der Wasiermasse und des Gefälles der | pfauischen Seenplatte auf dem Westerwalde zwi- ,ni X)ad;cnburg und Wied-Seilers eine ausehiv d< elektrische Betriebskraft zu schaffen, die nach her Auffassung vor allem der rheinisch-west liscken Industrie zugute kimmen soll. Er will £ Wasser der Seenplatte, die in den jetzt getrennt egenden lünf Weihern zusammen eine Fläch, oon l> tzektar einnimmt, in einem Sammelbecken itätigen, es durch einen bis tief unter das Rhein- te geführten alten Schacht des stillgelegten Eisen- srgwerkesEisenlaule" führen, um es bis auf priflc Meter über dem Rhein spiegel fallen zu lassen dort die Turbinen eines Elekttizitätswerkes 'jurtit zu treiben. Tas abfließenbe Wasser könnte einen etwa 12 Kilometer langen Stellen mit nötigen Gefall in das ?lubachdal und weiter

den Rhetti geleitet werden.

Sckäfer temmt zu nachstehenden Fvlg-rungen: 1. Ausnutzung des Sckacklles inte Stellens zum ixitetalc zur Herstellung einer geradlinigen Ber- hrsstraße aus dem Nenwieder Becken nach ktdorn, Marburg, Kassel oder G i eßen, itburg, Kassel.

2. Bessererschließung ber Braun- Sltn des Westerwaldes, da, wenn einmal Querstollen vom Auchbach ale zum Schacht der fenfaule" gebaut würde, und Arbeiter und Ma- laen auf ber Baustelle .zusammengebracht wären, eine nnverzei"hlicke Unterlassung sein würbe, der Stollen nicht 10 bis 13 Kilometer weiter t würde, und zwar bis an das Bvauntehlen- rtmtmen des Westerwaldes.

Ja, Schäfer folgert weiter, daß es von ber -dehnung und Lage des Kohlenvorkommens ab­wurde, ob der Stellen noch bis zum mitt-' Lahmale ferttuführen wäre. Eine durch den [len gelegte Bahn würde in Gießen An­schluß an die Strecken Gießen Kassel und rßenFulda finden.

Die roeit die Technik dem Gedanten zu folgen hmag, und ob die aulMwendenden Kosten, die lleidings von Schäfer.als verkältnismäßig gering Zeichnet, >edvch nicht ziffernmäßig angegeben,roer «kn, im Einklang mit dem zu erzielenden Resultat s chm, läßt sich an Hand der knappen Angaben liefet beurteilen. Treffen aber die Voraussetzungen r Wirtschaftlichkeit zu, so ist nicht einzusehen, >>halb der Gedanke nicht in die Tat umgesetzt fernen sollte R.

** Post ver kehr mit Ostpreußen Wie Vv- erst b.fjnnt wi'.d. beabsichtigt die polnisch: 1-lpattung von der Nackft vom 16. zum 17. b. ! t8. an auf etwa 10 läge, angeblich wegen ber kempelung von Banknoten, den Ellen bahn

. Mn zu sperren. Während der Dauer der :;enc soll ber Durchgangsvellfehr mit Ostpreußen :r Personen über die Nebenstrecke KönitzEzersk