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ein Zeitraum von mehreren Jaljrhunderten beide Anlagen trennte. Die geringen Funde d-r ersten, eine schon größere Anzahl der zweiten Periode, die Berücksichtigung diesem Seitir.ifer.dricixs 'ühr-

" es sich um früh- und

ten zu.. »

spätrömische BeiestigilNgeii handelt Ganz roei sich wurde diese Bestimmung gesichert mirch Ermittlung der Gestalt der Wrt lb«r jetzigungen, des Baues und der .bertcihmi.

Aus Sta>t und Land.

Gieren, den 20. März 1920.

Obstbaumkulturen.

aurüttoctrctrn tei. Die Prä-Lent mwchl toetix? nu>r» gen vorgenvonnsl. Hterauj gab 33h

ü Kahr betont, daß er zum BeEirSmunster bat bisherigen Beikchrs-minister Franendorjer ernannt l* An die Spitze des V r o g r a m m s bet neuen Regierung , sagte der Mmtyer- vräsideat, stellte er i>-L BeVeimtnis treuen Fes'- baltens an der Landesvcrfasfimg. Es habe sur die Bayerische Reftcrnng Leihen Augmb-.tck des v W5 geben tonnen, daßidje treu' und unLerbruchlidie Wahrung der Reichsrtn'hcit Lebensd Hingung und Wille aller teutid/en Stämme jet. Die Regierung st-che dabei in vollem Ein Lang mit der Reichs wchr, Pvlizeiwehr und Einwol/nertvchr. Auch die Arbeiterschaft sei im Bewußtem der Bnmnttror- ttmg zur allgemeinen Frcure zur Arbeit znrü.A geföTt In SüdLxch rn seien Beut'? erljcblidjen Störungen des offen tiidj-en Gebens eingetreten. In Hof habe sich ein Akttonsausfdsiß gebildet? du Bolkswehr 'falbe in Erwartung der Itcid)sroebr Schützengräben ansgedoben. Die Ein wohnerw h^en in der Umgebung von Hot fei-en teilrDei.^cnitoutfnet. Oettliche llnrul-en lügen auch aus Selb vor. Hierauf stellte der Vizepräsident Königbcm-.'r fest, daß der ganze Bayerische Landtag unverrückbar au, dem Boden der Reichs- und iÄndesrverfas'nng sie«

München, 19. März. (WB.) Der bayertfckx Landtag ncd/m heute in erster und zwAler Lesung bet ©taatefrertvag betr. den Uebergang b*r bay­rischen Post- und Telegraphenverwal- tungauf das Reich an.

schrift roiroer:

Es gehört nur Sinn und Verständnis für die Nöte der Zeit dazu, zu entscheiden, ob wir noch weiter Wildhcckz- oder Obstbaumalleen pflanzen sollen, oder besser gesagt, pflanzen dürfen. Nutzen und SchönhtKssinn zwingen uns, die Obstbaum- pflanzungen vvrzuziehm. In äscheiischer Hinsicht gibt es kaum einen schöneren Anblick, als ge­pflegte Obstbäume im Schmuck der Blüte. Vielen Lesern werden die alljäljrlichen Wanderungen der Berliner nach der Obstbaumblüte in Wer.er b> tarnt sein. Was m ödste jetzt auch ein Menschen­herz mehr erfreuen als die Pracht und Fülle der reiten Früchte? Wer kann da behaupten, daß rin" ^owmienartee schöner sei als eine Obstbmun- aflee?

mit den zwei Seelen".

Sonntag, 21. März: Stadttheater, 3 Uhr, Die Frau im Hermelin, 7 Uhr, Kümmelblättchen.

Nicht die letzte FahrprciScrhöhung.

Die Verdoppelung der Fahrpreise und Frachten zum 1. März hat noch nicht alle nötigen Formlicy- teiten durchlaufen und schon zeigt sich vonferne die brofrenbe Aussicht auf eine abermalige Erhöhung dieser Sätze. Als die Sisenbahnvenvaltungen den Plan eines Zuschlages von 100 Prozent auf tbre Einnahmen in Erwägung zogen, hofften sw so oen Haushalt einigermaßet» ms Gleichgewicht zu brin­gen, wenn auch nicht ganz. Damals aber war noch keine SRebe van 150 Prozent Zuschlag bet Gehäl­tern und Löhnen, man wußte noch nichts von der Erhöhung der Kvhlenpreise und cbenjoroemg von ber Steigerung der Eisenpreise usw. Die neuen ver­doppelten Sätze werben somit den Ausfall im Haus­halt der Stoatsbahnen keineswegs decken, ganz ab­gesehen davon, daß mit einer Verdoppelung der Tarifsätze auch ein geivisser Berke hrsaussall not­wendigerweise eintreten muß. Der Güterverkehr be­schränkt sich schon jetzt auf-die notwendigsten Dinge, so daß erhebliche Ausfälle hier kaum zu befürchten sein werden. Auch entbehrliche Reisen werden jetzt wohl nicht in zu großer Zahl unternommen. Dte Verteuerung bringt aber zweifellos iine recht em­pfindliche Abwanderung in die billigeren Klassen, selbst wenn auch nicht eine Reise wegen der Teue­rung unterbleiben sollte, was man aber kaum an­nehmen kann.

Anzahlung des Kaufpreises bei INirsträgeu.

Tie neuen Zahlungsbedingungen der Fabril-anten sind eine Quelle stärkster Beun­ruhigung für ihre Bezieher. Besonders die dem geroerblichen Mittelstand zuzuzäUMien Betriebe des Baugewerbes (Schlosser, Schreiner, Jnstalla- keuve usw.) leiden begreiflicher Weise besonders fdylvrr unter der Harte der neuen Forderungen. Diese Beiri be werdest geldlich in so starker Werfe in Anspruch genummm, daß ihre Barmittel zum Teil achgebraucht und Kredite in Anspruch ge> raomtnen werden müssen. Tie Folge davon ist, wie der Verband ber , lekw-'technischen Jnsballatv-ns-- jttmenit t Teu sck.la ide V. Lr sgr Geßn nrii.eI , daß der Geichaftsvertehr der Kwtdschall mit thwm Lieferanten uunmehr auch auf eine andere Grund­lage gestellt werden muß. Der Besteller muß sich damit vertrant ntadjen, daß sein Lieferant von, ihm bei Auftragserteilung eine angemessene An­zahlung des Kaufpreises v-Mngt, beim woher falten diese durchweg dem Mittelstand an- gebörigen Firmen die jammen nehmen, um ihre Lieferanten voll vorausbezal/.en zu können? Tas Publitum wird sich wohl auch diesem Zahlungs- Modus anjupassen haben imb es wird dies um lo leichter Dunen, als auch die größten Ä'unbeii, sogar die Staats- und Kommunalbehörden, in ci:5er Bezrelsting keine Ausnahmestellung mehr ge­nießen.

Beranftaltunqen.

Samstag den 20. März: Stadttheater, 7 Uhr, Uraufführung, Diogen-es. Gast­wirts d>aft Sauer, MV? Uhr, Hauptversammlung der Gailschen Feuerwehr. Lichtspielhaus,Arne Moria" undDer verschwenden e Pokal". Licht­spiele, Seltersweg,Diskretion" undDie Frau

der hier die Fluß-Niederung der Lahn und Dill kveuzfe, gegen die Gefahren des Hochwassers, die uns kürzlich noch so ernst vor Augen traten, zu sichern. Zur Ermittlung der römischen Opera- tionslmie diente die Erforschung der alten Stra­ßen an der Lahn. Ms Anmarschstoaße für das niederrheinische Heer muß die von Köln über den Westerwald nach Wetzlar führende Hochstraße gel­ten-, sie wird als solche noch bestätigt durch ein an ihr ermitteltes römisckjes Marschlager. Auf ihren Zügen nach Osten folgten die Römer oft­mals einer prähistorischen Straße, welche von Gießen über Cassel und Nordhausen, durch die hessische und thüringische Senke, führte wid wegen der Vermeidung aller stärkeren Erhebungen die günstigste Verbindung -wischen Rhein und Elbe barbot. Wie für das niederrheinische Heer die Hochstraße, so vermittelte für das oberrljeinische Heer die von Mainz nach der Wetterau führende Weinstraße den Zugang zu dieser wichtigen rö­mischen Operationslinie. Die Gegend südlich von Gießen, wo beide Sttaßen sich trafen, war der Raum, wo der Aufmarsch beider Heere bei ge­meinsamen Operationen erfolgte. Die spätrömi- fdxn Bauten werden in Verbindung gebracht mit dem Zug des römischen Kaisers Valentian I. im Jahre 368 n. Ehr. und der Ort Solicinium, wo der Kaiser die Alemannen schlug, bei Wetzlar ge­funden; es ist der Ott, den die Geschichtsforscher bald an den Neckar, bald an Otte nördlich des Mains verlegt haben. Es ist zum ersten Male,

** Oberstes sischer Kirn stvejein. Die erst feit kurzem ausgestellten ViX>U-Fttoneil».m Ernst Eimer-Darmstadt, E. O. Tl-aetner-Franstutt tonne die Einzel werk von Prof. H. Kobcrnaiu-B rlm. Ludwig Adarttn-Alsfeld und Marie .Felchnein Giesen bleiben nur noch Sonntag, Ai-.tr lag und Dienstag ausgestellt. Die Ausstellung ift gn dies"» Tagen von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Dse ncudsbe Ausstellung bringt u. a. Werke derMuctt Grupp' Bettiner Künstler", sod-wn folgt eine >»lche AussteUerverbemdes Aiüuchei er Kstnstl'l". W ben Sommer ist eine größere Ausst'lllmg Lassen kunst" vereinbatt, welche tn 2 bi-t teilungen gezeigt wird und wobei naml-aftL [er mit ihren Berken vertretm fein wttdetz.

Seaiüeton.

AlisoSolicininm.

Früh- und spätrümische Befestigungsbauten bei Wetzlar.

In mehr denn 20 Jahre währenden archäo­logischen Forschungen sind eine Fülle von mili­tärischen Anlagen bei Wetzlar durch Grabungen zutage gefördert. Die Erbauer bir.fer meist in Erdwerken bestehenden Befestigungen, der Stta- ßen und Fdrßbcurten zu ermitteln, gehört unter die schrvicrigsten Aufgaben, die einem Alterturns- forscher gestellt werden können. Handelt es sich doch um Befestigungen, die nur ganz kurze Zeit besetzt waren, so daß bei ihnen aus die Ermittlung von Funden, zumal solcher, welche zur genauen Datierung dienen können, nur roemg zu rechnen ist. Ein Umstand, der zwar die Grabungen er­schwert hatte, aber der Zeitbestimmung zugute tarn, war es, daß zwei Perioden ber Besetzung nachgcwicsen toerben konnten, daß spätere Be­festigungen teilweise über früheren errichtet wa­ren. Eme Reil)e von Beobachtungen ergab, daß

Heute fordern die Verhältnisse in erster Linie die Berücksichtigung des Gewinnes. Hättcm ton in Gießen rings um die Anlagen statt der Lmden am Straßendamme nur halb so viele Nuschärme, bann könnten die Kinder der Stadt sich lange Zeit an ben nahrhaften Nüsstm gütlich tunund es bliebe auch den Ettvachsenen noch eine reiche Ernte jür den Winter. Ständen in den Anlagen auf wolllMpslegten Rasenbeeten Aepfel-, Bcrneic-, Zwctschen-, Pflaumen- und Mioabellenbäume Itatt Minden, Taimen, Trauerwcioeu und anderen, so wüche den Bürgern ein Segen von Obst sicher sein. Man bebentc den Reichtum an Banmfruchten, den alle Wildholzalleen in und um Gießen brin­gen könnten! ,

In der Gegenwart sind dies Luftgebilde. Aber, es könnte in wenigen Jahren Wirklichkeit daraus werden, wenn bald mit bei1 Umpftanzungen sach­gemäß begonnen würde. Ter Scknffenberg^r Weg hat Ins zum Walde ungefähr 300 Lindenbrume. Statt ihrer würden Aepfelbäume in meist allzu ferner Zeit, 5 Zentner für den Baum gerettet, 1500 Zentner Aepst'l ergeben. Tas route fdpn für so viele Familien je ein Zentner Wi<l Auch aus dem Grunde sollte man Obst möglcchlt an den Straßen züchten, weil die Bäume in dem Gatten die Ertragsfähigilelt t^es Biodcns durch Be­schattung usw. herabsetzen. Tie ©arten toerwn wir aber noch lange Heil für Karwfsel- und Ge­müsebau dringend nötig h-bsn.

Es wäre gar nicht ß) schwer, eme gnotze An- zahl von Obstbäumen umgehend zu bcschaffen. Eine Musterung der Ha^sg orten bräche mandten jungen Baum -um Vorschein, ber ent kümmerlich^ Dasein f ijfet im Schalten der anderen, und über kurz über lang doch verdorrt, oder der Axt zum Opfer witt).

Durck) die großzügige Planung der Obstbwim- zucht an allen Straßen Ivöre schließlich Dtelen Leuten Arbeit gegeben. Und wenn in ganz Deutsch land der Platz an den Straßen für Obst ivale­gens mmen würde, dann hätten wir uns einen Wert geschaffen, der manches Verlorene anfwtemm würde.

Obstbäume vermöchten in wenigen Jahren den Obsthunger unserer Stadt zu stillen. WeisenpflMi- zungen an Bächen und Tüinp.jn bre Umgebung brächten einen reichen Gewinn und hülfen, bem Mangel an Transportmaterial ab. Wohl wird es der ttne oder andere sckpn verspütt haben, daß an Säcken und derartigem ein großer Mattgel em- getretcu ist. Auf Jahre hinaus werden uns Stoffe und Gewebe hierfür nur in geringem Maße und dann auch nur sehr teuer zur Verfügung stehen. Kräftige Weideng^itechte würden dagegen in vielem Säcke ersetzen. Man benfe nur an den Transport von Obst, Kattoffeln und Kohlen.

Die Weide gebeifot nur auf einem nassen Boden, wie er z. B. her Wieseck entlang, in dem sumpfigen Gelände vor dem Schiffenberger Walde und im Heßler beschaffen ist. Heute könnten hunderte von Händen mit ben Anpflanzungen und der Pftege beschöftiq-t werden, in Jabven würden bansende nicht genügen zur Bergung imb Verwertung der Ernte. Zum mindesten hätten bei umsichtiger, sachverstän- diaer Anlagre alle durch ben Niedergang ber Tabak­industrie Geschädigten einen gleichwettigen Erwerb.

Die meteorologischen Vett)ältnisse DeutscAands bedingen zwar eine üppige Vegetation, aber durch seine politische Lage kann eS täglich einer verschärf­ten Hungerblockade seiner Gegner ausgesetzt sein.

Sorgen nztr drum für Arbeitsgelegenheit, 33er* , dienst und Nahrungsmittel! Unser verarmtes Volk bedarf ihrer. Die Zeiten des behaglichen Dahin­lebens und ber gemächlichen iSpaziergtage im Schatten der Linden sind für uns alle dahin. Durch Vermehrung von bleibenden Werten und Schassen von eßbarem Gut iverden wir Mitarbeiter an einer dringenden nationalen Frage.

Frühlingsanfang.

Die Sonne tritt am 20. März um 10 Uhr 59 Min. abends in das Zeichn des Widders und steht dann senkrecht über dnn Aequatvr. Tag- und Nacbkbogen sind gleich, mithin Tag irnb Nacht Wir Haden Frichlings-Tag- und Nackstgleiche und Frühlingsanfang. Der Tag nimmt im ganzen Monat um etwa Mei Stunden yu. und die schein­bare Bewegung der Sonne geht im März durch die Sternbilder Wassermann und Fische. Der Mond steht als Neumond am 20. um 12 Uhr mit­tags etwa 5° südlich von der Sonne und am 27. um 73/4 Uhr morgens tritt er in das erste Viertel.

Seine Osterreifen!

Zu Ostern können bte Eisenbahnen auch in bit-fern Jckhre feine besonderen Aufwendungen machen. Es fehlt dazu an den nötigen Kvhlen und betriebsfähigen LoLomwtiven. Blnbe zu Hause! hcißt auch diesmal der beste Rat, den man bei Reiselustigen zu Ostexn geben kann, vorausgesetzt, daß die teuren Fahrpreise berartige Wünsche nicht von vornh.-rein unerfüllbar machen. EcsalTrungs- gemäß lassen sich aber viele weder durch die Teue­rung, noch durch die lieberfüllung abhalten, Reisen an den Feiertagen zu untern; ^nen. Im eigenen Interesse liegt es deshalb, sich die Unbequem!icfc feiten einer Reise an jenen Tagen zu sparen. Ter Minister der öftenllichen Arbetten hat die Eisen- bahndivek.wnen angewiesen, in diesem Sinne zu wirken Svuderzüge werden nicht gefahren. Tas Bertehrsbedürfürs soll mit ben fahrplanmäßigen Zügen bewältigt roerbm, die bckannllich gerade an ben Sonn- und Fetettageu sehr eingeschränkt sind.

Tore, der Sttaßen und Einrichtung ber Lager. Welche Nachrichten der Alfen sind über Felbzüye an ber Lahn überliefert und wie tonnten fte brs jetzt dem Blicks der FottÄer entgehen? Diese Fragen, welche sich bei Betrachtung dieser Alter­tümer aufbrängen, hat Karl Metz in Wetzlar in seiner SchriftAlisoSolicininm" zu beantwor­ten versuäst.*) Schwer zu widerlegen dürste fein Nachweis sein, baß es falsche geographische Vor­stellungen und Bestimmungen der alten Schrift­steller sind, welche den Blick ber Forscher getrübt, und es verursacht haben, daß eine Reihe von Feldzügen, welche die Lahn berührt haben, irr­tümlich an bte Lippe verlegt worden sind. Das Stubium ber Lage der germanischen Bölferschaffen führte zu dem Ergebnis, daß Usipeter, Tenkterer, Tubanten und Chattuarier ( Matter), die erst an der Lippe, später an ber Lahn erschienen, nie andere Sitze als an der Lahn gehabt haben. Im Kampfe mit diesen Völkerschaften errichteten die Römer das Castell Aliso und dieses Kaste.I diente noch insbesondere zur Deckung der Heerzüge gegen bie Chatten. Diesen irrtümlich an die Lippe »er? legten und seit einem Jahrhundert vergeblich dort gLsuchl-en Ort habet Metz in Wetzlar, an ber Mündung der Dill, der Dulia, welche unter ber Verschreibung Julia bei Belteius erscheint Der Crt n>ar Etappenort zwischen RH-.-rn und Weier Werra unb beieftigfer Brückentopf, um den Weg,

daß der Beweis für die Verlegung an bie 5)6» gestützt auf die Nachrichten des Ammianus jnb Symmachus in ersck>öpsender Begründung geführt wirb. Selbst der Name der Lahn wv in dem verstümmelten Text des Symmachus na^ gewiesen. Viele sich auf Solicmium beziehet« bisher so rätfelhaste Andeutungen und Ausfüp rungen dieses Rhetors finden mm ihre Au fug rung. Metz gibt eme ganz neue etymologtfcb Deutung des Namens Aliso = alisan, bte bc zeichnend ist für die Oerttichkeit, die Gudem^ Wetzslaria ferrea nannte unb weist die der 9tarnen Alifo, Halicin, bekannt durck die IN' schriften im Limeskastell Feldberg, unb Soltcl' nium nach.

Diese von Metz vettuchte so ganz Mgeahntt Lösung zweier die Gelehrten schon lange vttM tigenber Probleme wird das rege Jntereffe oe Arckstrologen, Historiker, Phitologen und Sprach forscher erwecken. Ob der Versuch gelungen Q- karrn nur strenge wissenschaftliche Kritck entick^ den. Das aber steht fest und ist wn den Fach gelehrten, welche die Ergebnisse der Wetzlarer ®ra düngen kennen gelernt haben, bestätigt lvoroeu das ist der Nachweis einer ungemein hohen un in dieser Att einzig bast-ehenden militäriftyn w deutung von Wetzlar, welche der Geschichte ve früh- und fpattömischen Unternehmungm m manien neue Wege zu weisen berufen M.

** Holzausgabe. Uuf die crusgegebtttm Bezugscheine für Brennholz Um gelber Farbe wird Holz ausgegeben. Näl)eres W Anzeigenteil.

** Braunkohlenaisgabe. Dir vm dem Stadt. Brmnstofsamt iusgestellten Schei« von gelber Farbe zum Bezrbe von Brcrunkohlq werden in der im Anzeigen ml Marmt gegeben# Reihenfolge beliefett. <

** T iebe an der Arbeit. In der ver­stossenen Nacht wurde durch Zertrümmern einer Scheibe aus einem Schaufctister eines Geschäfts in ber Ptocksttaße ein Zigqrendiebstatzl ausge- Mwt. Durch ben Schlag Wurfe eine btm Geschäft gegenüber iwl^ieitbe Frau auf den Diebstahl auf- merlsam und iveckte b-urch laufet Rufen ben Eigen- tßmer, so daß die Tiebe geftöti wurden und nur ein Kistchen Zigarren entwenden tonnten. Bei einer späteren R^wisiou des Hupfes tonnten der Bergmann Jvscf Junge aus Itorbock.und Bäcker F-mnz Hübner aus Kaiserslaulcrn. die sich schon seit acht Tagen stellen-' und obrrchlos in hiesiger Stadt untertreiben, als Täter ijiigeuemmen wer­ben Tas gesdoÄene Kelchen 8 harren fand man bei Junge unter dem Nock tierk<tt vor In derselben Nacht brangert Diebe nnielit Nachschlüssel in bitt Wohnungen in ber We)nstraße ein und iWen aus einem Küä>enschrank 430 Mk.,,ans einer Mansarde einige Pfund Sp« mi> aus einem Zimmer einen goldenen Zwicker Aus der Wirte ftljaft im Birttunnel am Dahuhol w irden 7 Kiste eben Zigarren. 3 Kistchen Zigarettch und 18 Tafeln Mandelsdotolade entwendet. Ist ber Nacht zum 18 bs. Mts. wurde aus einem Keltzr eines Hauses aut dem L idwigsplatz 45 Milchen Hgarrcn, Morte Meine Sorte", mittelst Einbruchs gestohlen. Bor Ankauf wird gewarnt.

* Wem gehört bte Autoradbüchse? Bei einem Diebstahl blieb eine nujfstngene Rod- blldste von einem Lastauto am Tatort liegen, welche ebenfalls von einem Diebstahl berrütMt. Der EiM tünier kann sie bei der Krim.-Polini einsehen.

** H a u s v e r k äu f e. Bertaift jvurden: Das den Lauer Erben gehörige Wohnhaus» Bahnhofs. Nr. 48 für 90 000 Mk., bas Aniveftn des Ina. Georg Koch, Lndwigstr. Nr 61 für SyOOOi) Mk, bas Geschäftshaus des Architekten Pb. Nicolaus, Selterstveg Nr. 81/io für 250 000 M, das An­wesen des Rentners Franz Schmidt, Seltersweg Nr. 83 für 280 000 M., das Haus dch Schtosfer- rneisiiers Heinr. Schön, Neuenweg ?|t. 18 für 172 000 Mk.

Em Horn, 7 Uhr, Konzert des Sangerkrcmzes. Lichtspieltheater wie Samstag.

** Geheimer Medizinalrat Prof. D r. Strahl s. Der Tob halt reich- Ernte an unserer Londes Universität. Naclidem kurz hinter - einander die thsol. unb philos. Fakultät in tiefe Trauer vettetzt wurden, hat tum Mich die mediz. Fakultät einen b.'sonders schweren Verlust burch bas Hinscheiben d.-s orb. Professors der Anatomie, Geh. Riedizinalrats Dr. Hans Strahls er­litten. Geboren in Berlin als Sohn eines Arztes, hat er dort und später in ^.Nattmrg eine sonnige Jugendzeit vettetzt, die zwar durch den frühen Tob bes Vaters getrübt, aber badurch wieder erhellt wurde, daß der Familie zwei Freunde des Vaters, bie Anatomen Lfttzerkühu unb Wagener, besonders nahe traten. Der letztere, aus einer alten Berliner Familie stammend, bte burch Schenkung einer großen Gemälbesammluna an König Wilhelm den Grundstock zur heuttgen Nattonalgalerie gelegt hat, würbe der Pflegevater des Verstorbenen. Reiche Anregung unb Förberung wurde ihm von Heiden Freunden zuteil. Auf einen Ruf hin, den Lieber- kühn erhielt, fiedelte der ganze Familienkreis nach Marburg über, wo Strahl schließlich nach Skenbi- S feiner noch in Tübingen ergänzten Studien

:cnt bei Lieberkühn unb nach dessen Tode bei

-x, mit dem ihn treue Freundschaft ver­band. Seine Wissenschaft hat er durch eine große Zahl von Arbeiten aus dem Gebiete der Entwick­lungsgeschichte b.veichert. Als Lehrer war er aus­gezeichnet. Auch ber Kunst, besonders der Musik, und vor allem der Natur war sein Herz $ugetan. Im Jahre 1895 folgte er einem Rufe nach Gießen, wo sich bald zwischen ihm unb seinen Schülern ein in persönlicher imb wissen- schastticl»er Beziehung besonders vettrcmens- volles Berhälttns herausb-ildete. Zweimal wählten ihn seine Kollegen zum Rektor, als solcher hat er auch die aus dem Weltkriege heimkehrenden ©tu» bierenden mit von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten b-arüßt. Bon einer durch nichts zu ettcküttsrnden Pflichttreue erfüllt, hat er fick, im akademischen Si-nfte geradezu au-gerieben.

Körperliche Ärainncng^, dve rpn an vte »xrgrtny ttchkerc alles Irdischer» erinnern mußten, hat ec unbeachtet gelassen. sJJi3ten aus der Arbeit heraus bat i^i eine Lungen-iitzünduna ans Bett ge* fei feit, ihr ist er erleget unter schveren Kämpfen im nahezu vollendeten f>3. Lebens.-cchc, ber ihm tvraiisgtgangeneit galtet len Gatten nad>svbg'.'nd, ein aufrechter, ein getteueft ein deutscher Mmm ist mit ihm dälMgegangeftl ber sich in Gießen unb weit darüber hinaus d.s irdstten Ansehens erfreute. Das kam aud> bei der a hämischen Beerdigung am letzten Donnerstag zum Ausdruck, bei welcher der Rektor mimen» der llvtversität und des Präfi denten des Landesamtes'M das Biidnngswefen, der Dekan der mediz. Fkuttät, der Vertreter der Anatomie, der Sttidente»schäft, des Korps Teu loma zu Marburg, bet Storps Fvanowa M Tübingen und des S. C. Gteßen herz.lid»e Worte der Trauer, aber auch tret In Gedenkens sanden. Die Teutfchnational. Ortsgruppe hatte ebenfalls, wie sie mitteilt, beschlösse,» am Sarge ihves sehr geschätzten Mitgliedes, des Herrn Geheimen Medi­zinalrates Strahl einen Manz ntederlegen zu lassen. Jnsolge sich z. T. wdersprechender Wünschr über die Art der Beerdig i»g ist aber leider eine cor gefabelte Ansprache nicht gehalten worden.

**Dic Wochenkartosselmarken Ibis 40 der 12. Woche werden klteiert: Fritz Rnmpft ^zelsgasse, Heinrich Trexler, Sfeinstraße, I, 'Krack, Riegolpto, I. pcisel, Sonnensttaße, Ed. Weisel, Sandgasfe, Kchsumverem, sämtliche Filialm. Die Marten könnet bis einscht. Donners­tag, 25. März 1920, emgelst n«rt>en.

** Ausstellung der NeudeuLsLeu Künstlergilden im Studentenheim aiftBM' graben. Die Ausstellung vertritt keine &nw richtung" im Besvndeoen. Die Künstler, bk te® Wandervogel entstammen, zeigen mehr einetr.vang zum Naturalismus als wie zu einer der mgfrrn Schulen. Pros. Ubbelohhe, unser deutscher Swikr, zeigte selbst viel Interesse für die AnshfelluNjl M) spvach sich erfreut darüber aus. Vorwiegend rM fid) Graphik, doch ist unter ben kuitstgewerbLÄ-^ Arbeiten besonders auf bie Lurasbüchfe Weck K- legt, bie auch das Wesen der JugendbewepW zeigen.

Vie vchnn-lung

-er eingejogeucn Clsih-toihringer.

Im MetzerFreies Journal", Nr. 54 vom 5. März 1920, war folgendes zu lesen :

Der sozialistische P a r te t ko n g r e ß in Straßburg hat auf Antrag der elsatz- lothcingischcn Detegation einen Protest erhoben gegen die Behandlung der erngezogenen Elsatz- Lothringer in einzelnen Kasernen, der natürlich Aufsehen erregen mußte. DerRepublikaner" schreib zur Begründung dieses Protestes fol­gendes: ,

Aus einer Anzahl von Briesen, die uns von jungen Elsässern ber Jahres klasse 1919 aus ihren | Garnisonotten zngegangen finb, und die wir wegen Raummangels nicht in vollem Umfang veröfseut liehen können, formulieren wir folgende Fragens

Ist es wahr, daß man unseren jungen Lands teufen rn Besan^on die ersten elf Tage nur Bohnen und Linsen kochte, daß sie nur sehr selten (essig - sauren) Wein bekommen, daß bte französischen Zivilisten sie mit Vorliebe alsBoches" titu- fteren, und daß in ben letzten Tagen in bett Sttaßen Besw<,vns einGefecht" fla titmb ?

Ist es wahr, daß bei dieser Schlägerei drei Elsässer gesftchen wurden, zwei französische Sol­daten tot am Platze blieben und einige Zivilisten in den Doubs geflogen sind?

Ist es wahr, daß die elsässischen Soldaten, bevor sie in die Stadt gehen, aus Waffen unter­sucht werden, daß man ihnen von den Taschen­messern die Spitzen abgebiochen und den srcm- zSsttcheu Soldaten die Erlaubnis erteilt hat, be» waftnel auszugehen?

Ist es wahr, daß das Singen brr elsässischen Lieder aus den Stuben und in der Kantine streng verboten ist?

Ist es wahr, daß das Ausbtldungspersonal nicht Deutsch versteh'., daß es in BeUanyon ebenso­wenig besondere Kasernen als Soldatenheime für Elsässer gibt?

Ist es wahr, daß unsere jungen Brüder abends in der Kaserne sitzen und vor Sehnsucht nach ihrer Heimat vergehen?

Ist es wahr, daß es in Belly (Ain) eine ganze Elsasserkompagnie empfindlich bestraft wurde, weil ein Kamerad ben andern auf Mülhauser-Deutsch Schüte" (Jules) anries, worunter ein Vorgesetzter Tue le!" (Töte ihn?) verstand?

Könnte nicht eine Untettuchung von Nutzen sein? Sie Behörde hat das Wort. Schweigen fassen wir als bcstättgende Antwort auf unsere formulierten Fragen auf.

Es wäre tiefbedauerlich, wenn biefe Fragen deSRepublikaner" begründet wären, und es ist zu wtaschen, daß die Regierung bald antwortet.