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Giesjener Anzeiger (General-Anzeiger für Vverhefsen)
Dienstag, (9. Gllober (920
fidrr unter llbron tritt brr Gießener
jTtcid>i'nx*br;apei;r est'c sich um
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an Milch erhalten haben. Er fordert nicht nur die Aer^te, ftmbem das ganze deutsche Volk auf, sich zusammenzusliehen zu einem Appell an die gesamte Menschheit, nm dieser Barbarei ein Ende zu machend
gebung. Aber er sah ihr doch immer mnh, bis btr Bäume des Lindemveges die vornehme geschmeidige Gestalt seinen Blicken enr-vgen. Und auch wenn er nichts mehr van ihr za erspähen rx-rmochte. gingen gewöhnlich nach Minuten hin, ehe er ferne Tätigkit wieder aufnahm.
Leute nxrr sie zum vierten Male geknnmen, und reicher wie an den varaufgegangenen Tagen ahne jebe Begleitung Wenn sie dem Aparhe?er bleicher ericksimen nxrr als sanft, io mochte dos eme durch das fahle Licht des trüben, dunstigen Tages Hervar gerufene Täuschung sein. Sicher aber ivar jedenfalls, daß sie viel länger als gemölmlich tm Innern des Postamtes verteilte. Als sie endlich aus die Straße trat, hielt sie etwas Weißes tn der Land, das wie ein entfalteter Brief aussah. Sie ton sehr langsam die Straße herauf und begann im Gehen das Papier in winzig Lerne Fetzen »u zerreißen, die sie achtle auf den Stoben fallen liefe. Plötzlich blieb sie flehen und machte mit der rechten Land eine Be.vegung, erst nach der Stirn und dann nach der Gegend des Lerzens. gefunden Der gingen, ehe sie ihren Weg fart^tzte. Aber das ivar nicht mehr "Der gewohnte leichtfüßige Gang; es schvm, als ob ihre Glieder nur wLemsillig gehorchten, als ob es sie Anstrengung koste, einen Schritt nach dem andern zu tun. Und nun, kurz vom Eingang der Apotheke entfernt, hielt sie, dte Land immer noch auf dem Lerzen, abermals urne, indem sie zugleich wie hilfesuchend um sich sah.
Mit einer Last, die seinem Wesen sonst fremd war, verließ Brandt seinen Platz hinter dem Ladentisch und trat auf die Straße hinaus. Ein flüchtiges Baudern nur, daun war er an ihrer Seite.
„Fühlen Sie sich nicht wohl, gnärxge Frau?
öLich, 16. Okt. Nachdem vor einigen Togen unser Stadtrochner und Präsident des Krteger- vereins L. Läufer nach 3-/2 jähriger russische Kriegsgc sangensckrrst in Sibirien ium heimgekehrt ist, veranstalteten die Beveine heute abend eine würdige Leim kehrer-Feier. Ein statt-
Lessen-Nassau
ia. Aus Nassau, 18. Okt. Für den Naif. Zcntralwaisenf'onds miß dm Landarm c n v e r b a n d sind an LausüollcVnf inS- gefamt 167 089 Mk. eingegangen Ter yfreti Limburg stehl dabei mit 13 175 Mk. an erffer und der Kreis Ufingen mit 3562 Mk. an letzter Stelle. Einer Gesamternmahmc von 318 694 Mk. sieht eine Ausgabe von 172 721 Mk. gegenüber. An Pssege- grlbern wurden für insgesamt 667 Waisen 167 696 Mark ausgcgeben.
r«. Biedenkopf, 18. OV Nachdem Kreis deputierter Sck'worz sein 'JJtanbat niebergefegt, tritt an seine Stelle Installateur Loch- Gladenbach. .
Arrs Stadt nnd Land.
Gießen, den 19. Okt. 1920.
Hcimtchrerlager.
In Nr. 234 des „Gieß. Anz." fand sich die Notiz, daß rm ehemaligen Gefangenenlager eilt Leimkehrerlager jur Aufnahme von Flüchtlimfen aus dem Osten ernyerichtet worden sei. In Wirk- lickfkeit handelt es srch jedoch bei diesen Leuten nicht um Heimkehrer, also um deutsche Staatsangehörige, die iirt Osten vertrieben rourbeit und nun hi ihre alte Heimat zurückkelwen, sondern um Flüchtlinge von ungewisser Staatsangehörigkeit, meist russische und polnische frühen, die durch die Wirren rm Osten irr Bewegung gekommen und von ihren Lei mal ländern als unerwünschte (flemenle odgeschaben^«worden sind. Bielfad) befinden sich unter diesen „Ziellosen" auch Fahnenflüchtige, die aus Furcht vor der Einstellung in das Leer aus Polen beiertirrt sind.
Tas Rrichsschatzmiriisteriuin beabsichrigt nun, etwa 4000 von d«sen Leuten, hier in Gießen in dem bisherigen Gefaoigenenlagrr unterenbrntgen. Welch ungeheuere Gefahr dadurch für unsere
gefügt, die ihn vielfach besser über die Dien scheu seiner Umgebung unterrichteten, <üs es klarer taum int unmittelbaren persönlichen Berühr möglich gewesen wäre. Er -og seine Scksiüsse aus der Art, wie sich die Leute bewegten, aus dem Ausdruck ihrer Gesichter, aus der Beflissenheit, mit der jie einander suchten oder auswichen. Und der alte Sanitätsvctt, der sehr häufig bei ihm versprach, war immer aufs neue erstaunt, iperm der wortkarge Apotheker ein treffendes Urteil abgab über Persönlichkeiten, mit denen er nach seinem eigeten Geständnis kaum mehr als ein Tutzend gleichgültiger Worte gewechselt hatte.
Wie er alles sah, hatte es ihm auch nicht entgehen können, daß die schöne junge Frau aus dem Landhauie auf der Lindenhöhe mm schon an bret aufeinwtderfolgenden Tagen zu derselben frühen Nachmittagsstunde allein durch die Lauptstraße gegangen nxrr, um in der Tür des Postamtes zu ver- schnanden. Wie dringlich auch die Arbeit fein iTT-xfete, mit der er sich gerade befaßte, war er doch jedesmal so lange müßig geblieben, bis sie das Gebäude wieder verlassen, um mit den raschen, ledernden Schritten, die eine reizvolle Eigentümlichkeit ihres Ganges auSmachsten, den :)tü±oeg einzu- schlagcn. Darauf, daß sie einmal in die Apotheke eintreten könnte, rechnete er wohl kaum Tenn sie schenkte dem Auslagefenster mit den Seifen, Parfümerien und kosmetischen Lilssmitteln ebenjo- roorig Beachtung wie den anderen bescheidenen Sehenswürdigkeiten der Tierenbnimter Lauptstraße. Immer lag ein gelangweilter und hochmütiger Zug in ihrem Gesicht, und sihon o« Art, wie sie den Kaps trug, ohne je nach rechts oder links zu blicken, wirkte wri ein deutlicher Beweis der Geringschätzung der kleinstädtrfchen Um-
Tagung öes hessischen Doüsbnnöes.
Dom Hessischen Dolks bund geht uns 'nachstehendes zur Berösfentlichung zu:
Ter Landesoerband Hejseu-Nassau im „Hessischen Bolksbund" hielt am 9. und 10. d. Mts. in dem mit Öen deutschen, hessischen und Casseler Farben geschmückten „Nordischen öof" in Cassel eine zahlreich von Vertreten! aus allen Gauen oes Landes besuchten Tagung ab. In einer sehr unv- sangreichen Tazesordnung wurden an beiden Tagen zahlreich' Einzelproblcme eingehend beraten und eine positive Stellung gcm>mn:en Der Ortsgruppe Cassel, die bislang die Geschäste des Bundes als Vorort geführt l)at, wurde nach eingehendem Rechenschafts- und Finanzbericht das Vertrauen der Bertretertagun,g ausgesprochen und der Vorstand der, Or.sgruppe Cassel mit ter Weiterführung der Geschäfte des Landesverbandes Hessen-Nassau beauftragt.
Gestützt auf eine sich ständig mehrende Gefolgschaft int Land? wurde nach wie vor als oberstes Ziel des Bundes die SBieberwretnigung aller hessischen Lande auf reiche-verfassungsmäßigem Wege, deren unmittelbare und von jeder anderen Staatsautorität befreite Einordnung in den Reichskörper auf der Grundlage einer in keiner Weise eingeschränkten Gleichberechtigung mit den Bruder- ländern, zugleich auch unter Ablehnung jeglicher Sonderrechte für irgend ein deutsches Land, bezeichnet. In diesem Sinne wurde als eine wesentliche Aufgabe die Vorbereitung für die kommende Abstimmung erkannt.
Der „Hefsische Volksbund" tritt überall für die Pflege der Heimatkultur intb eine Sicherung der berechtigten Traditionen des Hessischen Volkes ein. In politischer Hinsicht gegenüber den Parteien seine Neutralität stets betonend, ^ihlt er zu seinen Mitgliedern Politiker aller Parteien imb eine ständig wachsende Anzahl von Frauen und Männern, die eine Gesundung unserer deutschen Verhältnisse überhaupt nicht auf dem Boden einer parteipoli- (ijdxn Organisation glauben erhoffen zu können. Allen Partikularisrnus ablehnend, hält der „Hes- sische Bolksbimd" daran fest, daß eine Gesundung unseres heutfdien Vaterlandes, eine Festigung der Reichseinheit intb eine Hebung bes Nationalgefühls im besten Sinne des Wortes nur aus einer föderativen Grundlage des staatsrechtlichen Aufbaues denkbar erscheint unter gleichmäßiger Verteilung von Rechten und Pflichten in allen deutschen Stämmen. Gemäß seinen Leitsätzen die Interessen des Reiches als oberstes Gesetz anerkennend und jeden ausländischen Einfluß ablehnend, oer- nnrft her „Hessische Bolksbund" den undeutschen Zentralismus und lehnt jede wie immer geartete fe)genannte ProvEnNalaup-nomie fm pveußischen Staate mit aller Entschiedenheit ab. da er die Einheit irn Reich, nicht aber im pveußffchen Staate sucht, dessen partikularistisch? Legemonialpolitik immer mehr in Konkurrenz mit dem Reichsgedanken, die Einheit des gesamten deutschen Vaterlandes gr- fährdend, tritt.
Ein zu Ehren der auswärtigen Gäste oeran- ftaltoter „Hessischer Abend" gab einen Beweis von der tiesgründigeir Erfassung der Aufgabe, welche der „Hessische Volksbunb" sich auch auf dem Gebiete von Heinuttpflege und Stammeskultür gesetzt hat und bot jedenfalls einen vielversprechenden Anfang.
*v Bon der Landes-Universität. Ter außeretatsmäßige a. o. Professor und Ablri- limgsvorsteher am hiesigen chemisdsen Laboratorium, K. Brand, ist zum a. o. Professor für angewandte Chemie ernannt worden.
** Volkshochschule, Bon heute ab werden tn der Ober-Realschacke die Anmeldungen für das neue Semeister entgegengenommen. Näheres besagt eine Anzeige im heutigen Blatte. Im eigenen Sntereffe der Beiucher e.nm'iehlt es sich, mit dem Einschreiben nicht bis zum. letzten Termrn zu warten.
** Das Darniederliegen der Bautätigkeit. Das Damiederlienm der Bautätigkeit bei aller Wohmmgsnot zeigt eine neue Ausstellung aus den deutschen Städten vom zweiten Viertel des Jahves. Ein Reinzugang an Wohnungen sand in den Großstädten mit mehr als 100 000 Eiuwohivrn überhaupt nicht statt in Aachen und Mtona. In Barmen kamen mir drei Wohnungen hinzu, in Bochum vier, in Neuköln stoben, in Mühlheim a. Nh. neun, in Stettin 10, in Gelsenkirchen 18, Saarbrücken 19, Krefeld 20, Dortmund 22, Elberfeld 27, Hamborn 28, Braunschweig 29, Plauen 37, Düsseldorf 49, Tharlot ten- 'burg 50, Leipzig 51, Mainz 52, Chemnitz 53, «Augsburg 58, Berlin und Wilntorsoorf je 60, Frankfurt a. M. 70, Karlsruhe 72, Mannheim 76; in Wiesbaden hat überhaupt keine Bautätigkeit statt gefunden. Ueberall sind auch sämtliche Holzhäuser, Not- und Kleinwohnungen, Wohnbaracken gezählt. So wurden allein in Hannover 30 Holzhäuser errichtet, in Bremen 70 Mot- und Klein - Ipohnungen, die später wieder beseitigt werden sollen.
**MarkmarkeninRollenform. Briefmarken in Rollenform zur Verw-ndung in Frankierscheinen und Kontrollkassen wuo- den bisher im allgemeinen nur in Pfennige werten gebraucht. Die Reichspost bereitet jetzt auch solche in den Werten von 1 bis 4 Mk. vor. Die Rollen werden voraussichtlich Ende November ausgegeben. Auch die neuen einfarbigen Pfennigwerte sind jetzt in Rollenform von der Neichsdruckerei hergestellt und werden verkauft.
Landkreis Gießen.
tet Beu« rn: 18. Okt. Bei der zur Gebetbuch-Schwindelei augestellton Ermittlung hat sich ergeben, daß die Firma in Frankfurt, für die der Reisende an gab, tätig zu sein, überhaupt nicht besteht. Es sei hiermit vor foldjen und ähnlichen Sdmnndelcien gewarnt.
Der 2lu$flang zum Naturforscherkongretz. Der Dan k der Gesellschaft deutscher fliaturforscher intb Aerzte.
= Bad-Nauhei m, 17. Okt. Nachdem die Geschäftsführung der 86. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzto kürzlich schon den zahlreichen Emzelausschüssen, Den Nachbarhvchschulen und bn.Einwohnerscl>aft ihren Dmik ausgesprochen, nachdem auch von Teilnehmern des Kongresses schon Dankschreiben für die freundliche Aufnahme zahlreich alrs allen Teilen TeutfÄands und des Auslandes eingclaufen sind, wendet sich jetzt die Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte durch ihren Vorsitzenden, Prof. o. Müller (München), und ihren Gffchästsführer, Pros. Rassow (Leipzig), üt mehreren Briefen an alle, die sich um das Gelingen der Tagung bemüht haben. Sv gelangten solche Tankschreiben an die Bade- und Kurverwaltung, die Stadtverwaltung, das Postamt, an Geh. Med.- Rat Prof. Tr. Groedel für dve Geschäftsführung, an Hotelier Schotter für den Wvbnungs- intb 93er* kehrsausschufe, an Lehner Oswalo für den Presse- ausschuß, Dr. Burwiukel für den Beranstaltungs- Ausfckmß, Dr. Houn für den Vortragsraum ■ und Ausftollungs-Ausschuß. Alle diese Tankbriefe rühmen die umsichtige und revhlgelungene Vorbereitung, die allein den hocherfreulichen, geradezu glänzenden Verlauf Der bürgten, wie er kaum von einer anderen Versammlung vor dem Kriege in Erinnerung fei. Neben den wissenschaftlichen Beranstal- tungzn sei dieser Erfolg in der Hauptsache der überaus gastlichen Aufnahme durch bie Beirvhner zu banken. Diese herzliche ^Aufnahme in Weckifelwir- kung mit der Schönheit unb herbstlichen Pracht de- Badeortes werbe bei den 2600 Teilnehmern in dankbarer Erinnerung bewahrt bleiben und in vielen den Vorsatz einer Wiederkehr zur Erholung reifen lassen. Die „Münchener Medizinische Woch nschrifc", eine der berühmtesten deutschen Fachzeitschristeu, wirft im Hinblick auf die mit unserer Bad. stadt als Kon- grefeort gemachten vortrefflichen Erfahrungen die Ts-rage auf, ob Bad-Nanheim nicht auch als Heim für den setzt obdachlosen Kongreß für Inn ere Medizin gewählt werden könne So lange Deutschland anhaltenden Protest erheben muß gegen die Schmach, die Deutsch- im besetzten (Yebiet erdulden mußten, so lauge Wiesbaden als Viougrefeort richt ernstlich in Frag^ kommen könne, wäre kein anderer Ort geeigneter an Wiesbadens Stelle zu
Ich bin der Inhaber der Apochek,-. Sännt ich iraend etwas für Sie tun?"
„Ich honte Jtzten," erwiderte.sie leise. „Ja — wenn ich für einen Augenblick irgendwo eintreten Eörntto. Es ist nur eine Keine Schtväche; sie wett) bald vorübergehen."
„Wollen See sich, bitte, auf meinen Arm stützen Wir haben nur ein ganz kurzes Stück yu gehen."
Ohne weiteres leistete sie ferner Aufforderung Folge. An den Eindruck, den Vorübergehende von der Szene emp-'angen mochten, dachte sie in ihrem augenblicklichen Zustand offenbar nicht. Brandt zeigte sich sehr besorgt untr voll ritterlicher Teilnahme. Langsam führte er sie die wenigen Stufen zur Eingangstür der Apotheke fmxnif. Und als sie im Laden an gelangt waren, sagte er: „Sie werden nebenan im Wohnzimmer besser ruhen als frier. Wenn Sie es wünschen, fände ich auf der Stelle nach einem Arzt."
„Nein, nein, das ist nicht nötig," wehrte sie ab. „Ich erlebte diesen Zustand schon ajterS; es hat nichts zu bedeuten."
Sie ließ sich auch nicht auf das Ruhebett nieder, das er ihr anbot, sondern begnügte sich mit einem am Fenster stehenden Sessel. Ihr Atem ging sehr sckpvett, und ihr Gesicht war von wäch- ferner Blässe.
„Nur einig« Minuten Ruhe!" hauchte fte. „Tocuu wird es vorüber fern."
(Fortsetzung folgt.)
Stobt erwachsen würbe, bedarf kaum einer näheren Begründung. Diese Flüch-lingc würden die sra't überfluten, die Lebensmi triuoi verschärien und die Bevölkerung mi; fttantbet.cn aller Art und mit Unxezieser, das als deren Träger in Btt rach! kommt, infizieren. Die öffentliche Sitttickckeit imh Gesundheit, dir Sicherheit vor Dieb arbl und Einbruch. würde durch oie Invasion derartiger Elemente, die nach Aln'ammung intb ftUliur.-aiüanb, moralische:'.: und fant.ärcm Berhal en in einem io grofecn Geienfatz zu de.' hi.-sigen Bevolterung flehen, daß sie als uncrrräglidber Fremdkörper em> siruden iverixm müssen, auf das Schwerste gesährdet werden. Cs bari auch mi; Beflimrn.heit angenommen werden, daß dre e M en scheu ma s .-n nicht in ftürze im'crc Stadt wieder verlassen, sondern voraussichlich auf lange Zen einen unerirrulich.n und verderblich en Zuwachs für sie bedeuten würden. Wenn ' ie Rci-. sr-'si nr.n es überhaupt für nötig hält. Liefe Seine mr.er. alb des deut sdton Rrictx::- zu belassen, was auf das En:schiedens:e bestriiteu worden muß, so ma] ii? dieselben ande rweit unterbringen, aber Misere Statt damit versdpnen.
In mdr.iger Cr>cnntnis der ungeheueren Gefahr Hot innere Stadtv.w'.valtimg in daniens'nxrter Weise iofior. bi: nötiijcn Gegen maßregeln ergriffen ujth beim Amtscjcricht den Erlaß einer einiiwriligen .Verfügung .rivirk., durch die dem Reick'sfislus verbv.en :rirb, den Trieb zur Unter- briamung von Zivilpersonen zu benutzen, und zivar bei Meldung einer Geld fräse von 1009 Mark für jede entgegen diesein Verbot tm Lagrr int ter- gebrachte Person.
Tie Stahr hat nunmehr innerhalb einer bestimmten Frist den Reichsfiskus zur Verhandlung über die Rechtzmäßrgkcit der eiitfllv.iligen Ver^ fügung vor das Landgericht zu laden, widrigenfalls diese auf Eintrag wieder auszuheben ist. Es erscheint fretgltd), ob d-as Reich sich in einen kostspieligen Rochlsflreit cmlaffen wird, dessen Aus- gtmg nid?t attzn zweifelhaft fein dürfte. Jedenfalls ist die Gefahr einstweilen beseitigt, hos- fentlid> auch sür immer.
Obttttor aus in Bewegung, ^lunäch't :nurbe vom Krieger verein sei. em 1. Präiident« > ein Stänb- chen gelreadit Tic anderen Bereit'.« beteiligen )id) daran, bei L. Läufer ter letzte Lichcr Leim- febrer ist. Tiefes etäubdei ist ha er als eme Huldigung für alte Heimtchrer zu I^LiaäXen. Ter Präsident des Gr'augre:eins Eäciliu hielt eure Anspruch-, die Gefangtereinc trugen je einen stimmungsvollen Chor vor. L. Hausir dankte für sich und bie Heimkehrer. Tann ging es zur Turnkatte, wo lsi..- Begrüßungsfeier für die sämtlichen Leim lehr er jutttflurd. Tte Begriißw.gsred« hielt Ti. Waltw Er schloß mit einem Hoch aui daS dwitsche Baterband. ES folgten dtosaugoorträge dcs Geiangverri.iö Cacilia und Mumie: uuartetts, Ntrncrifche Aufführungen des Tumreieins unb sonstige Borträg-? Biel zur Uutorha.tung trug her ft’lub Gemüt.id)keit bei. Bon dtti Lennkehrern dontte i>:rr Häuser den Berrinen für die freundliche Auntahme. chLach Erledigung des llntorbal* tungsProgrammes schlotz sich ein kurzer Tanz an.
Sirrte Llnttrrbach.
rr. Schlitz, 16. Okt. Heute nackimittag brach indem der Bahn Verwaltung gcfrörcnbcit, von sechs Etscnbahnerfantilien benvlTntelt Beamtenlxrus ein Dachst uhlbrand aus, ter erl>-b ichcn Schabcu anridytoto; aud) die unteren Stockrä:'m« des Lmtses renrixm inztdi lsi eingcspritzte Wa' c mengen beträchtlich. in Mitl-ttdenschast gezogen. Ob bas Feuer vurch Selbstenlzfli:dung des aus bem .»bereu Boden lagernden Grummet oder durch .Sürzschittitz entslonde.t ist, steht dolnn. Nad) ein stündiger Arbeit war burd) die Feuerwehr die Gefahr beseitigt.
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iar monatlich ein Drittel von jeder Art".
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krde unb bamit das furchtbare Erwachen ^«h Ob es der deutschen Regierung gelingt, die Franzosen und Belgier von der Unge- btuerlichkeit ihrer Forderungen zu nber-
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1. ■i'iltte-. SflHa-,} Iionrberichi äulftellunfi ein. ß dervIM iüt 1t. ^orsiaiidöwabl Neuvcrvrichlünz | öütie, (rchödnst dfibteibtiiragi i
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tnmtttpluavcr und dring nder Bedürfnisse durch steichatt.g Tiere oder Gegenstände ersetzt zu eben wünsch u. die auf deutschem Gebiet bei Jn- , j kafttreirn des gegenwärtigen Vertrages vor» |,[l lande: i sind.
' Nach § 4 „prüft der Ausschuß nach Ein-
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Mittwoch beit 20. trefiountt 130 nm SlaxlriubeA'oflord ftvnhe. Hlilall siw i>äüerHo!.Anmk»a für Teilncbmer dl idjnuer an
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sfcSIÄ 's SRiüS-: Jä h,;:
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gang her Verzeichnisse, inwieweit die Liefen sing der in ihnen aupgefiU-rten Stosse und liere von Deutschland gefordert werden kann. Sei seiner Entscheidung trägt der Ausschuß 5cn inneren Bedürfnissen Deutsch- Lands s o weit Rechnung, wie es zur Aufrechterhaltung des sozialen unb wirtschaft- I chen Lebens Deutschlanbs notwendig ist". Er berücksichtigt schließlich das allgemeine Interesse der alliierten und assoziierten Re- x:erungeu daran, daß das gewerbliche Leben Deutschlands nicht so weit zerrüttet wird, daß seine Fähigkeit, seinen andern Wiedergut- nachungsverpflichtungen zu genügen, in «krage gestellt wird". Schließlich sagt der § 6, dcß „als unmittelbare Abschlagslieferung auf W- in § 2a erwähnten Tiere Deutschland zu- mgt, binnen drei Monaten seit Jnkrasttreken [jc-5 gegenwärtigen Vertrags die nachstehenden Mengen an lebenden Tieren zu liefern, und
Berlin, 19. Okt. Geheimrat Professor Et Czerny weist im „LokalilN^eiger" auf ir grausamen Folgen hin, die die Ausliese- mng her von der Entente verlangten 810 000 Mchkühl' haben werde, besonders für die Ader, die infolge der Blockade während des MegeS nur das alkernotwendigste Minimum
Die 810000 Milchkühe.
Berlin, 16. Okt. Tie Mitteilungen, hie tmi dem sozialdemokrattichen Parteitag in Kassel über die neuen Tiersorderungen Frankreichs gemacht worden sind, haben allerseits wie eine Bombe eingeschlagen. Auf den be> teckiglen Aemtern roipb hier, nach der „Köln. 3tg " milgeteilt, daß die Angaben, die in Kassel gemacht worden sind, in.der Hauptsache zukrcsfei'. Nun sagt man. die Forderung sei nicht in 'rgendeiner 9ri).‘c erhoben worden, sondern >'ci aus einer langen Reihe D 0 H L t st C ii zusa in m enge ft e llt, die im Lau^e der letzten Monate h er eingegangen ist. In diesen Listen wird von den Franzosen all da-' l ;esührt,^was irgendwo als Verlust von irgendeinem Franzosen behauptet wird. Als red: ! : Unterlage dient der Paragraph 2a der ige IV zu Artikel 233 und folgende, der besagt:
Tü fil g/rurtgen der al i «tten und assoziicrlrn nZthte j h nugen dem Wiebergutmachimgsaus- dwfe Berzcichniss«, enthaltend die Tiere, Ma- innen, Monlic ungsteilc, Maschinensptelc im iglischn: X :j,t Werkzeuge) und alle ähnlichen m .vaithcl nhälttichen Gegenstände, die von deutsch a 13 beschlagnahmt, verbraucht oder z«r- tort i sind ober bi unmittelbar durch tnl-.tü -ir1 Maßnahinen zerstört worden sind, unb ne ö< ‘ ii nannten Regierungen zur Befriedigung
”1 leigen unb ihnen das Verständnis für die unl- Mittwoch 1 ckkichbaren Folgen beizubringen, steht bahin.
‘ Sie hoch diese Forderung eigentlich ist, geht rrs dem „Vorwärts" hervor, der sie toie folgt 'wdjnet: 100 000 Stiere, 11150 Stück Rind- »ich, 52 000 Zugochsen und 810000 Kühe. •-iS seinen Mitteilungen ist ferner zu ersehen, •XB von diesen Tieren 500 000 Kühe und l®000 Stiere von Frankreich gefordert wer- ton, 11150 Stück Rindvieh von Italien, 2~Ö000 Kühe von Belgien und 100 000Äihe, ^l00 Zuchtbullen und 52000 Zugochsen von twrbien. Zuverlässigen Mitteilungen zufolge M die Reichsregierung gegen diese ’.ntberung bei der Wicdergutmachungskom- "•Ifion E inspruch eingelegt.
für beten Sefoteiu Aablrcitbef. unb N lidjeb Cridjemen ktl fllieberetroiinfdilit1
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jDiefc Tierlieferungen sind im heurigen Früh- W'.ahre in der Höhe von 140 000 Milchkühen Wirr Alter von 2 bis 6 Jahren, von 4000 1 Stieren, 40000 Färsen, 700 Zuchthengsten, Mit)000 Stuten und Stutenfüllen, 1200 Schasst Men, 120000 Schafen, 10000 Ziegen und ’ 1-000 Mutterschweinen ausgeführt wor- 1 ». Daß sie indes nur als Abschlagszahlung I] Mdacht waren, ist leider bisher vollständig *1 versehen worden; nunmehr kommt das dicke
Nachdruck verboten.)
Fortsetzung 13.
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-ieZalkner aufLinöenhöhe
Roman von Reinhold Ortmann.
w8* X
/ bl-u" fl, M«K
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Em Zug von Mißtvccucn ton in fern Gesicht. "TaS willst du ihr schwriben? Doch hoffenlltcd ^hts, das sich aut meine Aeugerungen über Achun ««ht?"
„Nein. T« sind tu memrm Innern begraben ®er ich möchte Gewißheit darüber besitzen, ob es •*n Sator recht sein wirb, mich wtederzwehen. Äch ich wünsche nicht, die Ursache einer Aus- ^vmg zu fein, die ihm fdjaben färotte."
„Du mußt wissen, was du tust. Ich verlange daß du mich in jeder Form aus dem Sptel *5^1. Mein Name darf in beinern Briefe nicht werden — hörst bu?"
f^he den Grund nicht ein. flber da du es ^gfl, muß ich wohl gehorchen."
V 8ie schieden mit einem geschwisterlichen ftufe; 7^ sie rühtten beide, daß ein Schatten zwischen 7* gefallen mar, der sich nicht durch Mufecn Bvriatz ■’reer bannen ließ
♦
San '" -(.Ttem Arbeitsplatz am Fenster aus, der ^JW-tattete, den ganzen unteren Teil der Laupt- t?96, überblicken, sah der Apakheter Branot ^rhe alles, was sich im Laufe des Tages hier Bes<häftigimg liefe ihm Zett genug ;L-ut*un0en, und wie bedeunmgslos an und kleinen Vorkommnisfe des spär- i^^beulcbcns scheinen mochten, sie hatten wm doch und nach zu ZaffanimEschängen


