grundsätzlich? Entscheidung terteiiufüfyrrn. Die
Straitammcr legte die Verordnung ebenso aus
wie das Schöffengericht und verwarf die
Be-
FÄle von Belang tourten beute nicht
en-
lä' sigcs Nichten melden nicht strafbar sei. Staatsanwaltschaft verfolgte Berufung, um
Die eine
Ein?fabri* worden ist, Existenz zu
Weitere verhandelt.
; l8.Aug. Lu ite am heiüiga m Dom eii- it Mmscheng» iefes Mal an; nat streikt
Emvermh für städtiW . fin
tfuit a.M.r.-r en Lehrg'.r. fahrtsäA.
-amtliche Dtgai rörterung gela>
l8-N3nbtt entstand HW ' Saboratoriim erwache baut ekämphmg bt
rusunq Der Fall wird noch die Rrchisionsinstanz be'ch ästigen.
Bon vier jungen Burschen, die in der Gemarkung Friedberg in eine Gärtnerei erngeftic- gen waren und Ziakkand In gestohlen batten, er* Ri lten drei je drei, einer zwei Monate Gefängnis.
Handels Auf seinen Einspruch hin verhandelte das Wuchergericht über ine Angelegenheit. Es tourte dort fest gestellt, daß .^ettenyonitel nicht x>jt* Liegt, dagegen wurde der Kaufmann wegen unerlaubten Hanois mit Lebensmitteln zu 15 OOO Viark Geldstrafe verurteilt.
8'N- DaP. 9 tontbe in fa ^Mevorrähi lwlviüz Phil
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Hellen.
Ä )etnann
gestellt, daß er den Waggon hatte teer laufen lassen und die Beraubung vvrgetäuscht hatte. Billcrnterg Iah vier Dochen in Untersuchungshaft, und das Verfahren ktitoebt noch gegen ihn. Der Kaufmann, der die 72 000 Mk verloren l>at, erhielt außerdem einen Stvafbefedt über 3000 Mk. i Degen Kett'
Gießener Strafkammer.
Gießen, 17. August.
Ein Landwirt Ivar vom Schöffengericht Alsfeld zu einem Tag Gefängnis und 50 Mk. Geldstrafe verurteilt worden^ weil er zu einer Hoch* yit verbotswidrig ein <vchwein geschlachtet hatte. Der Metzger, der in feinem Auftrag das Schwein geschlachtet hatte, war freigesprochen worden, da di? Verordnung von einer Strafbarkeit des Gehilfen nichts wisse. Auf di? Berufung der Staatsanwaltschaft wurde der M-.tzger aus Grund der Bestimmung des Strafgesetzbuchs über Beihilfe zu 20 Mk. Geldstrafe und einen Tag Gefängnis verurteilt. Von einer Erhöhung der Strafe des Haupttäiers sah das (Bericht ab, da der Fall außergewöhnlich mild lag.
Drei Landwirte, die nicht absichtlich, sondern fahrlässig Anmeldungen zum Biehkataster unterlassen hotten, waren vom Schöffengericht Büdingen frei gesprochen ivorden, da nach dem Sinn und dem Wortlaut der Verordnung des Landesernährungsamts über die Biehkataster bloß fahr*
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, •Oui) btt ^Miüe birr
Win I kann.
gründen urab geriet dabei in einem ixnel an den Kirufmarm B i l l e n b e r g aus Baden, mit dem er große Kvgnakgeschäfte abschloß So Raufte er von ihm einen Waggon Kognak für 130000 Mk., out den er 72 000 Mk anzal>ltc. Ten Kognak derkaufte er an eine Danziger Firma. Der Waggon tun jetaxb leer, hier ein und BiUcnberg verlangte von der Eisenbaibn für cmgcMidye Beraubung des DaagomS 200 000 Mk. Sck>atenersatz Hinterher wurte Anzeige gegen Billenberg erstattet und fesb-
^eridbt*faa(.
Großfchiebrr.
fd. Frankfurt a. M., 18. Ang. kant, der ans Straßburg Vertrieben suchte sich in Frankfurt eine neue
ftmichtung t>r igkeiten btitun mmenarbeil m
cenzung von m ! llnterstützmig; .j Ausbildung öff £ elfem). Reser« 7 £i. Lu-pr-Nün ßid^lettin int HeiMrich-Al» , Frau Stadl» mker.Dr.PM ;
Levi, Dr. N I
ug. NaOem l’ [feit feit heute b haben, find n« arbeitet M reten, iwjl
Huß zugebtlligv । ert nmtben.
In bet W» :q wegen der >st°L der k
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tze. Etne-"^, VS t fein-
Airche und Schule.
Wall en rod, Ü8. Aug Am. letzten Sonntag sand hier daS Tekanatsfest für Innere Mission fbatt. Ter Feslgottesvicnst fand um 17t Uhr statt, Festprediger ivar Pfarrer Glock von Stumpertenrod. Ch" predigte über die Heilung des Gicht- brüchigen und zeigte tote die Innere Mission als Scbulerin Jesu dem Plensthen nicht mir in ihrer äußeren Slot helfen will, sondern sie innerlich erretten will. In ter Nachvcrsammlnna, die im Ssen unter ten Linden tes> alten Kirchhofes sand, hatte der Pvsaunenchor Wallenrod die keitung des Gesanges übernommen und eröffnete die Feier mit einer Motette. Defan Müller von Lauterbach begrüßte die Festgemeinde. Darauf bet ter Fenprediger drei Bilder aus fernem Wirten im Dienst der inneren Mission, di? Arbeit an ten Epileptischen irrt [Niedrr-^Ranrstvbt, dr? Arbeit der Dwlvnissen an ten Verwundeten im Felde und em- Volssmiss«mN'vche auf dem Dorfe. Der Orts- geistliche faLoft die Versammlung. Die Beteiligung ter Gemeniten war gut, die Kollekte ergab etwa 100 Mark.
£>td?fd?ttüiad?ridfrtett.
**DerVerbandixruNterenBeam- •fen und Be a m tena nw ärt er deutscher Universitäte» unb technischen Hochschulen hielt, wie er uns mitteilt, am 13., 14. n. 15. August Deinen dritten Berbandstag in Marburg ab. Die Tagesordnung war sehr reichhaltig. Bor allem würbe bte ungerechte Eingruppierung zur neuen Besoldwtgsordnimg eingehend besprochen und es soll schärfsten Protest an den zuständigen Stellen erhoben werden. Die Eingruppierung ist wiederum noch bat schon längst veralteten Amtsbezeichnungen erfolgt und nickt nach ter Tätigkeit, die diese Be- «nten in Wirklichkeit iu ldisten Haden. Ferner wurde weschwerde geführt über die hohen Preise, die der Beamte nach der neuen Besoldungsor'dmmg' bei den Mit fastechten TiarftnohmLngen (Kelle raohuun-
Minder Hatz.
Roman von Alfred Sassen.
Nachdruck verboten.) Fortsetzung 10.
erttdeiws»
1 rTL« Uw Lv Jdrd® W y»
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Ter junge Tentschamerifaner fühlte eine plötzliche heftig? Beklemmung in jich, über lne er nicht gleich Derr werden fiynnte. Äie die Minte wvht die Nennung seines Namens ausnchmen rtiirix' —: Geschelxm mußte es — er durste die Vorstellung letzt nickt länger tzinausschieben.
Und es durch-ucbte ihn jäh —: er könne tnrf» tem Zufall, ter ihn ht das Haus der Blm- vm geführt, zu Gunsten des Vaters einen Vor- ’td abnötigen! Warm quoll es in ihm aus Ja, £ wollte und mußte jetzt terfudyn, ein herzlich wrderndes Wort in ter Angelegenheit hi sprechen, den Vater vielleicht in wenig Worten schon wich Lodete führen würde!
„Ich fcrfte Hermann Hüttich,"' sagte er mit 'Oer, klarer Stimme.
Em Erbeten gmg durch die Gestalt der Blin- ven^ eie verletzte mit einer gewißen Anstren^ing: /rOuttidj — ter Name lommr häufig txn in Thü- rurgen---ist es vielleicht Ihre Heunat —T*
Er beantwortete die Frage ter Blinden in teni vorigen b?stimmten Don: „Thüringen ist nictx weine Heimat. Wohl aber die meines Baiers ^r ging vor vielen Jahren nach Amerika, um f™’ O’fr großen gescheiterten Jugendhvfßurng stch brüten in Arbeit und Entsagung ein Leben auizubauen In Ihrem Städtchen, in Loteda, wurde er geboren, und Walter Hüttich ist sein Vcame
Scheinbar ganz ruhig wandte sich Frau 9.Tfag*
8ä) ttt zahlen bäte Des weittven rrnnte von verschiedenen Bertteiern einzelner Universitäten ft läge geiübrr, über die unqerakte Veneclung ter für die Zwisttememelter von den preußtschen Ilmoer» Hl&m und technischen Hochschulen, <mw anderen Buntesiioaten zur Verfügimg gcüeUten Getter, für die Mehtteisvorg der Bearmen und Assistenten. Von ten Vertretern der Gießener Umversstäk wurde pir Sprache gebracht, daß an der Uiriversitäl Gie- pat nur die Assistenten eine Vergütung erhalten hätten, die Beamten dagegen nicht Es .ourte der Onsgruppe .Gießen anhcungestellt, bei ter zu- Üdni-igen Behörde vorstellig zu werden, daß iljnen die gleiche Vergütung zuteil wird wie den Äxrtk^en an cen übrigen Universitäten. In dem weiterm Verlaus der Verinotdlungen wurden bte Mißstände, die leider heute noch bet den Umversrtätsbeamten bestehen, eingehend geschelten.
fd. Frankfurt a. M„ 18. Aug Ter Minister für Bolkswvhl fahrt hat das E-rfmhen hiesiger Kreise ater Errichtung einer iozialhvgreulichen Avadenrie zur Ausbildung nxn Fstrfarge-, Kommunal-- und Schulärzten abgelrfjnt.
trittst ttnö Wissenschaft.
Die Sammlung Gans ins Ausland rerfauft?
fd. Frankfurt a. M., 18. Aug Die tost» bare Sammlung antiker Gläser, holländischer Meister und wundervoller öoEbarbeiten aller Zeiten, die ter neulich verstorbene (teheimrat Loi von Gans in einem langen Leben emsig gesammell hat, sott, wie wir hören, durch Bermirtlung eines Münchener Kunsthändlers für 20 Millionen Mk nach Holland verlaust Warden fein. Die Sammlung ist gegenwärtig in Amsterdam ausgestellt: nur einige hervorragende Kunftgegenstcinte, die unter das Ausfuhrverbot van Kirnstgogenständen fallen, sind in Deutschland geblieb«.
•
— Eine theaterhistoris che Galerie im Landestheater Darmstadt. Tic Intendanz des Landest Heaters beabsichtigt die Umgänge des Hauses allmählich in eine theaterhisto rische (Valerie zu verioandeln, die einen llebcrblid über die dichterischen unb darstellerischen Pcrsön- lichkciten gibt, welche mit der Darmstädter Theater- enhuidlunq künstlerisch oer(nmten waren Sie bittet alle Freunde des Theaters, di? Porträts von Dichtern (Büchner, Nietergall, Trärler-M-an- fred, Holtei), Musiker (Weber, Meyerleer, Gau* nob, Flotow, Abt Vogler, Schauspielern iSeytel- mann, Jffland) und Sängern lNien»an.n, Wachd-l, Henriette Sonntag) Entwürfe, Lithographien bzw. Stiche von Figuren oder Szenenbildern besitzen, oder solch' mtthwciscn tönnen, sich freundlichst mit ihr in Verbindung $u setzen.
Briefkasten der Redaktion.
B. B. Wir empfehlen Ihnen, durch die zuständige Kriegsteschädigtcn-Fürsorgestelle einen Antrag auf vorzeitige Zulasfuno zur Abgangsprüfung zu stellen. Ein Anspruch hierauf bestecht u. E. nicht.
Hnndet.
Berlin, 18. August. Börsenstimmungsbild. Die Boogänge in Oberschlesien und die anhaltende, auch im Vörsenver- lauf sich fortsetzende Steigerung der ausläw- bischen Devisenpreise ließen zu Beginn des Börsenverkehrs auf fast allen Marktgebieten Verkaussneigung stärker hervortreten, die zu einem nicht unwesentlichen Nachgeden ter Kurse führte, hiervon waren besonders Montanwerte bei Einbußen bis zu 8, vereinzelt auch 10 Prozent betroffen, mit Ausnahme einiger weniger Papiere und ter um 12 Proz. höheren Thaleaktien. Auch in Färb-, Elektro-, Schiffahrts- und Kaliaktien bewirkten die Realisationen ein Nachgeben der Kurse, doch betrugen die Einbußen nur bei AEG. 10 Proz. Feste Haltung von Beginn an zeigten Hirsch Kupfer und Köln-Rottweiler und wegen der Steigerung der Devisenpapiere, namentlich Canada, Baltimore, Deutsch-liebersee und Steaua, wogegen die anderen Petroleumwerte bei geringen Schwankungen stiller waren. Kolonialwerte blieben zunächst vernachlässigt. Bereits in ter ersten Stunde war die rückläufige Kursbewegung bereits überstanoen und es erfolgten teilweise ausgehend von der Besserung ter Deutsch-Luxemburger Rückkäufe, die, wenn auch nicht zur Ausgleichung ter anfänglichen Einbußen, doch überall zu einer Befestigung ter Tendenz führten. Am Rentenmarkte waren Mexikaner wegen ter nunmehr endgültigen Bezahlung ter rückständigen Zinsen aus die Tehuantepec-Anleihe erneut stark in die Höhe gesetzt.
Frankfurts. M, 18. Aus. Börsen- stimmungsbild. Tas Geßchäst war verhältnismäßig zremlich lebhaft. Hefonterer Hervorhebung vervienen Mexitzruer, in denen wiederum
größere Kackomsträ^ ,« bemerken tprrrn Jin Verlause trat Abgabsneig.ino hervor, w.is zur Ate ftMväcbinig dnybicr tarier Werte führte. 5prr»z. Oolbmerilancr votierten 417,50, '>pvoz. SUber mcxiftrner 334, 3pra-, Silbermcrikäner 237. 5pro;. Tetnuintepec fest 355 Ptus 5 Pro^., 5prv^. Tomei u ÜpuS 245 plus 5 Droz. Moinanpavierc Dcrtrtxr ten wiederum ruhig und waren leichten SdrH-cn- kunqeii unterworfen. Befesttgt geben Spiegelglas bervor 433. Buderus 365 — 2 Drv-z.). Tcutsch Luremburger 300 (— 3 Proz.). In Elektro und ckeno scheu toiuitcn sfa> bi baiuxen. Befeiti-t haben sich A. E. G. 286, Lohmener 190, Schupf. Aug. Wessels 280, ferner wurden bei regem- >t\nit» neigung Feinmechanik Frller gehantelt mit 470. Schwäcker lagen Bad. Anilin 460,50, Hvlzvertoh- Imig 3?6. Deutsche Petroleum werten znstschen 11306 bis 1325 gehantelt. Baltimore Ohio wurden 10 Prch gesteigert 295. (lanaba fest 790 bis 810. Missouri Scrtincatc 296, weiter anziehend. Mans- feiter Kuxe 4450 bis 4425. Framstrrtrr Hos 7 Pvozem gesteigert 512. Hamburg-Paket fahrt
179/>0, Schrntungbalni 683, 5pwtz. Reichsan leihe 79,50
Frankfan a. Ul., 19. August.
Devisenmarkt.
(Seid Brief (Bett) Brief Votum: 17. Ang 18. Aug.
Amsterdam« Notterd. 1553,56 1556,50 1598,40 1601,60
Brüssel-Antwerpen
Chriftiania ll»penhagm» ....
Stockholm
Helsmgfor«. ....
Italien
London
SHero-'öorh......
Paris
Schwerz
Spanien ... ....
Wien (alte») ....
Deutsch.Oefterr. abg.
Prag
Budapest
Bulgari«, ....
Konstantinopel. . .
375,60
724,25
726,75 994,-
147,85
237,25
175,55
48,45
352,65
806,70
728,25
21,44
22,22
81,40
19,98
364,65
714,30
716,80
971,50
144,10
230,75
171,55
47,32 345,65 781.70
709,30
21,47 21,97
81,40
21,92
365,35 715,70
718,20 973,50 144,40
231,25 171,95
47,42 346,35 783,30 710,70
21,53 22,0 i
81,60
21,98
376,40 725,75
728,25 996,-
148,15 237,75
175,95 48,55
353,35 808,30
730,75 21,53
22,28 81,60
20,02
Värsenkurso.
Frankfurt Berlin
Atente Abend- Schluß- Sckluß-
Kurs
Kurs
Kurs
Kurs
'Datum:
17.8.
18.8.
17.8.
18.8.
5"/,Deut.Kriegsanl.
79,50
79,50
79,50
79,-
4"/„Deat.Veichsanl.
■
68,30
68,50
3"/„Deut.Reichsanl.
— . —
60,50
60,75
4° „Preuh. Konsols
■■ ■ *"*
65,30
65,40
Darmstädter Bank
A —
142,-
142,25
Deutsche Bank . . .
— . —
— .
264,13
263,75
Distonto- Gesellsch.
— . —
— . —
199,25
199,25
Dresdener Bank .
— _ —.
161,50
162,50
Nationalbank f. D.
149,-
149,-
Mitteld.Credilbank
— . —
141,75
141,50
141,75
H..Amerik.-Paketf.
181,-
179,50
180,75
178,50
NorddeutscherLloyd
— . —
172,-
169,50
Doch. Gußstahlwrk.
456,-
— , —
455,25
453,-
D -Luxemb Dergw.
300,-
—. —
298,-
302,-
Delsenkirch.Dergw.
—- - —
— . —
315,-
313,50
Zarpener Bergbau
365,-
— _ —-
360,-
366,-
Oberfchl(kiseno..B.
239,-
242, -
241,50
244,-
Oberschles.Eisenind.
—. —
232,-
265,50
265,50
Phönix. Brgb.-AK6
—. —
443,50
444,-
444,75
Dad.Anilin-u.Soda
— _ —
460,50
458,—
458,50
Höchster Farbwerke
356,-
359,50
361,-
358,-
Clektr. A. E. G.. .
291,-
289,-
295,—
280,-
Schuckert-Werke. .
~ t~
209,75
205,50
Felten • Guilleaume
— . —
416,-
417,50
Daimler......
210,50
211,50
212,-
211,-
Dud.-Eisenw.-Akt.
369,50
365,-
373,-
366,-
Adlerwerke ....
223,-
223,-
225,-
4°/»Hest.Staatsanl.
—. . —
—
— .
Electron Griesheim
—, —
— . —
300,50
300,-
viarkuotiernuge».
Datum: 17.8. 18.8
3«rtch 1235 12 50
Amsterdam . 6,42 6,25
Kopenhagen. . . .......... 14,-
Stoärholm l. 10,15
Prag .
Wien 491,50
(3tt einem Terl ter Auflage wied.'rholt.)
Zu den Nu ruhen in Oberschlcsien.
Breslau, 18. Aug. (WTB.) Ter „Schlesischen Zeitung" zufolge wurde bei den Unruhen der Polenführer Tr. Rosa ins ki-Posen schwer verletzt.
Lloyd Georges antwort an Kamenew.
A m st er da m, 18. Aug. (WTB.) Wie der Telegraph aus London meldet, teilte Lloyd ®ec r ge in feiner Antwort an Kamenew auf dessen Schreiben mit, daß die en«ckische Regierung k»ch dem Rückzug Tenikivs lediglich danach strebe, die Sicherheit ter Truppen des (tzeneoals Wrangel und ter unter dessen Schutz stehenden Flüchtlinge zu gewährleisten und sie in den Stand zu setzen, sich in ter Krim zu verteidigen, bis ihre Sicherheit terwttNicht sei. T« englische Regierung habe
nickt beabstcktiM. »rangd zu einer Offensive za ermutigen, sondern habe dm tm Gegenteil davor gauomt Weiter führte Llond George aus. daß die englische Regvrung unter dem 11. Juli bereit» einen Waffenstillstand gewünscht l>abe unter der Bedingung, daß tteneral Wrantel intWT3üg1id) seine T ntiven aarurfÄdsm' und ibn ein geinten habe, sich nach London zu begeben, um über die Zukunft der unter fernem Befehl siebenden T n^pen und ter unter seinem Schutz stehenden Flüchtlinge zu verhantekn Tos Ziel brr englischen ReMernn« fei grwcjen, die Streitigkeiten in Osteuropa y« beenden und friedlich zum Ansttag zu bringen. Es sei aber irirfx die Ab fickt ter enattsckeu 'Ht- incrung, die Krim von dem übri-en Rußfanb ab* zutrennen. Tie englische Regierung plane nnht, Wrangel zu unterstützen, itmtent lege Ivbifliirt) Wert daraus, daß dre Fn.-tensbedingpngen für Polen eine Bedrohung der polnftchen Ilnalckäng^p» Feit nicht in sich schlössen.
Ein Aufruf Trotzkis.
Berlin, 17. Aug. Die „Rote Falwe^ xm* verössenllicht einen Austin, den Drvtzki als Versitzender des revotnttonären KnegsrruS der 'Jtn«* blik an die gegen Polen kämpfenden Truppen gerichtet hat:
,Helden! Ihr habt dem weißen Polen, do» uns angegriffen bat, einen fdjtrercn Schlag rersetzt. Nichtdestotveniger will die verbreäierische und leickstinnige polnische Regierung keinen Friedech 1 viten. Pilfudski und ferne VLgentm wissen, vast nichts die llnablxrngigBrü Polens bedroht, dem mir, das Rußland ter Arbeiwr und Bauern, weitere Grenzen geben wallen, als die Entente eS geplant hat. Aber Pilsudstt befürchtet tw nahende Rechmschaft, die er vor dem polnifaien Volke für ten Krieg abzulegen bat, und dre Einmischung Frankreichs und Englands. Darum weicht die polnische Regierung vor Friedensverhundlungmi aus. Dadurch bekennt sie Visen, daß sie Versteck spielt. Ihre Delegierten kommen nicht zum bestimmten Termin, unb wenn sie kommen, so ohne Dollmach- ten. Tie Warschauer Radiostation nimmt untere Antworten nicht auf, oder die Warschauer ^Regierung stellt sich so, als ob sie sic nicht gesehen Hütte, gar wenn eine Quittung ter Warschauer Radiation vvrliegt. Wir wollen jetzt, wie am ersten ge des Krieges, den Frieden, aber eben darum müssen wir es ter Regierung ter polnischen Bankrotteure abgewohnen, mit uns Versteck zu spielen. T^orwärts, rate Truppen! Helten Warschaus! ES lebe ter Sieg! Es lebe das unabhängige unb brüderliche Polen! Es lebt», die Arbeiter!"
Fmikcntelegnuchischer Vcrkchr mit Amerika.
Berlin, 17. Aug. (Wolff.) Wie der Leiter des deutschen Telegraphenwesens Ministerioldivek* ter Tr. Bredow mitteilt, haben in Berlin Ber« frntblimgen statt gefunden über die Herstellung direkter funkentelearaphifaier BerbMtmngeu mit Airrest ka für den Privat verkehr. Tie amerifa* nischc Vfarmesdatioii, die bisher ten geiuiwnten Funkdienst Dcmntteltc, gab ten Pridatverkehr am 1. August an die amerikanische Gesellschaft Radio Corporation ab. Tie Verhandlungen mit dem Prä^ sidenten der (tefafffdrift 'haben das Erg^niS gehabt, caß die amerikanische (yesellfchast tx?m Tage der Aufhebung des .KriegSzushrndes zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten formell 5 um funstittelegvaphifchen Verkehr mit Dentichland zu- gelassen itarb. Bis zum Emrritt des FitetensM- shindes wird der Berk^r, wie es bisher mit der amerikanifchen Marinestation ter Fall gewesen ist, ohne besondere Seretiüxmrng abgewickelt. (tzleich- zsttig wird eine zweite amerikanische Gruppe, tes Treu gegründete Rädio Communicativn in Renpork, woran das große Zeittornvunternehmen von Hearst beteiligt sein soll, eine Govtzstrnkstelle bei Nenpork erbauen, ebenfalls für den Privatderkehr mit Deutschland. Durch Eröffnung dieser neuen Verbindungen ist erstmalig seit 1914 die Möglichkeit gtfawf)<m, nicht nur Telegramme imch Nordamerika, sondern auch rauf) Mittekrmerika, Japan, Efäna ustv. unter Vermeidung der 2mtix>ner Welt- Zensur at^usenden und aus diesen Ländern zu cuqn fangen.
Amerika und Mexiko.
London, 18. Aug. (WB.) Reuter. Tos Matk „Exeksior" meldet aus Mexiko: Ter mexikanische Oberkommissar in den Vereinigten Staaten, Cal - deron, teilte Huerta mit, daß Wilson be* reit ist, die mexikanische Regierung anzuer* kennen, wenn sie sich verpflichtet, das Leben und Eigentum der amerikanischen Bürger zu achten, den Austäutern, die ourch die .Revolution zu Schaden gekommen sind, Ersätzen leisten und die Konfiskatwnsdekrete Carran^rs aufzuheben.
Hungerstreik in Irland.
Amsterdam, 18. Aug. Ter Bürger« meister von Cork ist gestern srüh auf einem Zerstörer nach England geschafft worden, wo er leinen Hungerstreik fortseyt.
Die Kämpfe in Kleinafirn.
Amsterdam, 18. Aug. Tie englischen Blätter melden, daß sich die Bewohner des VilchetS S i w a s gegen Mustafa Kemal P a s cha erhoben haben.
dalene an Hre Nichte und folterte: „Schicke Max hinaus "
Rena beugte sich M dem Bruder nieder und flüsterte ihm ein paar Worte zu. Verblüfft, aber gehorsam verließ er bas Zimmer.
Als die Winde die Tür hatte in fallen hören, richtete sie sich m ihrer volfan majestätischen Höhe auf. Es kam jedoch zu keinem Ausbruch, wie man nach dieser fast drohenden Bewegung erwarten durfte.
Sie sagte ran in voller, schneidender Schärfe des Tons: „Unjet Dank für die Dienste, die Sie meiner Nichte Renata Bodenbach geleistet, bleibt bestehen Wollen Sie uns aber vor allem bie Auslagen nennen, die —"
„Gnädige Frau —"
„Sie toerben einsehen," schnitt ihm die Wirche schroff das Wort ab, „daß unter den obwaltenden Umständen auch nicht ter Wert eines Pfennigs aus Ihren Händen in denen eines meiner Angehörigen verbleiben darf. Und ist dann die Abrechnung oor sich gegangen, so muß ich Sie ersncken, zu foet* gcifan, daß Sie jemals die Schwelle meines Hauses überschritten haben —"
„Tante," bat das junge Mädchen
„— zu vergessen, daß Sie ienmls die Schwelle meines Hames überschritten haben," toirterbolte tee Blinde in gesteigertem Nachdruck
„Das larai und werde ich nie vergessen," rief ter junge Mann mit kraftvoller Wärme. „O, gnädige Frau, schicken Sie mich nicht so fort, Ifaren 'Sie mich wenigstens an. Nicht für mich faill ich Anechen — nur ein gutes Wort für meinen Later möchte ich entlegen, der mir bald nach Deutschland nachfolgen wird —"
Zurückzuckend hob tae Baude in starker Abwehr
beite Hände: „Ich will nichts von Ihrem Vater hören! Nichts — nichts?"
.Hermann Hüttich. ließ sich nicht abschrecken: ,^Jch aber muß Ihnen sagen, daß der erste Weg meines Vaters nach seiner Rückkehr in die Heimat Ihrem Hanfa gelten wird? Er hat mir, ehe wir ne Amerika ausemLnterginqen, sein Inneres offenbart. In erschütternden Worten hat er mir von seiner Jugendzeit gesprochen, von Magdalene Schumann, an die ihn in jenen goldenen Togen, wie er meinte, unzerreißbare Fäten geknüpft —"
Gellend lachte die Unglückliche aus. „Unzerreißbare Fäden! Jo, das habe ich auch gemeint! Allein ich mußte erfahren —" sie verstummte jäh.
Emen Ausruf hatte fie sich da entreißen lassen, in dem etwas nne ein blitzartiges Auizucken von verschwiegenen Schmerzen war. Sie fühlte die Blöße, die sie sich gegeben, hinterher gleich selbst und nahm wieder die unnahbare Haltung an, ließ das Gesicht von neuem erstarren zu steinerner Härte.
„Gehen Sie — gehen Sie," befahl sie. „Ich will nichts mehr hören ! Ich teufe, daß Sie ten Wunsch einer — BLnteu respektieren werden."
Der junge Manu jagte nach einem kurzen Sckweigen ergriffen: „Ich bitte um Verzeihung dafür, gnädige Frau, Wverrd in Ihre Ruhe eingegriffen zu haben. Allein ich naifae versuchen, mir den Zufall dienstbar zu machen, der mich in Ihre Nähe führte. Tas Gegenteil wäre witematürlich gewesen. Ter Versuch ist gescheitert. Wir, denen lief) Stunde um Stunde im vollen, beglückenden Licht des Tages a61 pinnt, wissen wohl nicht von den Vorgängen in einem Herzen, für das der Tag ausgelöscht ist, das in einiger Nacht schlägt und atmet. Nur hoffen und wünschen können rorr, immer wieder hoffen und wünschen, es möge uns vergönnt
fein, mit unseren Bitten doch noch em zudringen in das Dunkel. Mein Vater wird gewiß fernen Versuch unterlassen —"
„Teilen Sie Ihrem Vater mft," erhob jetzt die Blmde machtvoll bie Stimme, ,chaß ich mein Haas verlassen und nie dahin zurückkehren werte, roemr er jemals wagen sollte, es zu betreten!"
Damit wandte ne sich und verließ, in der Erregung nach dem Wege tastend, den )fa sonst ganz sicher ging, das Zimmer
In wahrhaftester Erschütterung sahen ihr die beiten jungen Menschenkinder nach
Rena brach zuerst das Schweigen. Mit hastiger, zitteruter Hand hatte sie ihrem Beutelchen ein Geldstück entnommen, das sie nun ans den Tisch legte. ,^Zch bitte, '5agte sie leise.
Hermann Htttich rührte das Geld nicht an. „Sie haben gewiß .Kraute im Städtchen, denen Sie Are Fürwrge widmen, mein Fräulein — darf ich Ihren Kranfen dies Geld zuwersen —?"
Sie entgegnete unschlüssig: „Ich weiß nicht, ob Tante —"
,Ich meine, darüber sollten Sie selbst und ganz allein die Entscheidung treffen."
Sie neigte unmerklich das Haupt. „So nehme ich das Geld für meine Kranken an. Ich danke in ihrem Namen . . . Und nun, bitte, gehen Sie —"
Er verbeugte sich leicht.
Während er nach seinem Hut griff, fegte er leist: „Wie tut es mir weh, daß diestr Tag, der in Glanz und Duft begann und zu einem holden. Mittag austeg, so trüb enden muß."
(Fortsetzung folgt.)


