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Nr. <93 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Cberhessen)Mittwoch, (8. August (920

UL, 18 August.

16. Aug

J536, - 1539,- 1553,50 1556,50

Berlin

208.

300,

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schreiben, was sie anbauen sollten, das muß ihnen I ihr Boden vorschreiben. Tie Zwangswitt-

491,50

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Zürich . . .

Amsterdam . Bopenhagm». Stockholm. 'Prag .. . .

Wien

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16.8.

12 97

6.55

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Elektr. Ä E. B.. . 5chu<ker1-Werke. . Felten-Guilleaume Daimler......

Bud -Lisenw.-Akt. Adlerwerke .... 4°/«HesstStaatsanl. (Electron Griesheim

360,35

705,70

706,70 964,-

143,15

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ivörsenkurfe.

Frankfurt

359,65 704,30 705,30 962,-

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Vrleskasten der Nedaktkon.

Tennis-TurnierinGießen. Tas Er­gebnis des Turmers ist uns so sehr verspätet firm etwa 10 Tage) von den Veranstaltern zugesandt Ivorden, daß wir auf die Wiedergabe des allzu um­fangreichen Berichtes auch aus Raumgründen ver­zichten mußten.

i d'A f t wird nicht mehr aufrecht erhal- ' werden. Für Getreide und Milcb müssen wir ber noch beibehalten. Zur Einfuhr von Le-

KnrS 17.8.

79,50

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264,13 199,25

161,59 149,-

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455,25 298,- 315, 360,-

241,50 265,50 444,-

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2)5,- 209,75

416, 212,-

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FranKfur: o.

Tedlseumartt.

Geld Brief

365,35 715,70

973,50 144,40

231,25 171,95

47,42 346,35 783,30 710,70

21,53 22,0 81,60 21,98

vlarknotternuge».

Datum.-

(BeTb Brief

17. Aug.

Datum. Amsterdam Botterd. Brüssel-Antwerpen Christianla.....

Kopenhagen .... Stockholm . .. Helsingfor». . ... Italien.......

London.......

Aew-Pork......

Pari».........

Schweiz.......

Spanien.......

Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. aba. Prag........

Budapest......

(Bulgarien .... Konstantinopel. , .

LSoche nach Ludwigshafen kommen und sich dann i»iklleicht auch zu den Lebensmittelpreisen der stäbte äußern. Tie Angelegenheit der Beutepferde ötrbc in den nächsten Tagen der Entscheidung ^geführt. Sehr.wichtig sei die S t e u e r f r a g e, cnd es ginge nicht an, daß die Arbeiter keine Steuer i ixzahlten. T i e Vermögen werden bis 60 tu n b 70 °/o herangezogen und Kriegs- o erwögen sogar bis zu 95 %. In einem Deutschland, das so tnrfe Lasten zu ragen habe, gebe es rcur eine Möglichkeit, nämlich »Diel Steuern zu zahlen als nur möglich, um Titelt StaatsÄanfevott zu verhindern. Ein Staats- I^mkcvott würde die Versicherungskassen, die Spar- '.chsen und die ganze Wirtschaft zertrümmern. Man Msse sich aber darüber klar sein, daß es das aNer- irößte Interesse sei, den Staat zu erhalten. Tie t-'chlenversorgung sei eridünert, besonders leide dar­unter die Pfalz durch die Entziehung der Saar- fdilcn. Er tverde sich dafür einsetzen, daß eine wiiete Belieferung der Pfalz mit Kohlen erfolgt. Sie AusftihrorgMnsativnen seien überftüssig ge­worden und ob die Aussührabgaben noch erhoben beerben sollen, bilde der Gegensdarü» von schwebcn- d»n Bechnidlungen. Tie Pflege des Sportes nnd dir Leibesübungen sei notwendig gegenüber den ^tfittlülienden Wirkungen der Vergnügnnosgesell- 'ioften. Auch die Pflege des Geistes und des ®e» bütes müßten wir uns angelegen sein lassen, ^chv werb« die Regierung der Kinderpflege ihre üinnmfamkeit schenken. Tie Ausführungen über v Arbküersttxaft nehme er in dieser schweren Zeit Dt Därme entgegen und es habe sich das Sprich- wieder bewährt, daß Deutschlands ärmster auch der treueste sei. Tie Treue und An- Mtglichteit zum Reiche wird ihre Früchte tragen wrd wir werden spater im einigen Deutschland l^er glücklich sein. Regiermtgspräsiderrt von I^hlingensperg dankte dem Minister für seine 7-usMrungen und das Versprechen, die bestehen- ^u^ührungen irrtb das Versprechen, die bestehen­der "müßten aber versprechen, durch festen Willen -W einiges Zusammenhalten alle Schwierigkeiten v überwin>eit. An den bestehenden Zuständen sei l< Regierung nicht schuld.

. der Verianrmlung nahmen der Reichs- ^rßkr und seine Begleiter eine Besic^iDirrg der "Mwiashafener Dafeneinrichtungen vor. Dann er-

Der Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen.

Sitzung vom 11. August 1920.

1. Den verheirateten Arbeitern bei den Firmen Gerbereien Lotz u. Becker bier ist mit Wirkung vom 11. August eine Stundcnlohnzulage von 20 Pfg. zu zahlen.

2. In der Sache des Holzarbeiterverbands gegen die Firma Bingel wegen Lohnnachzahlimg ür den entlassenen Schreiner Heinrich wird die Unzuständigkeit ausgesprochen.

3. Die von der BraunkohlengrubeJägerthal" ausgesprochene Kündigung des Arbeiters Brück wird für unwirksam erklärt; der Arbeiter ist weiter zu beschäftigen oder eine Entschädigung von 200 Mk. zu zahlen.

4. Den Arbeitern der Schreinereien G. M. Reuß, Georg Frank, Metzger, Schlecht & Kurr und Paul Friese, sämtlich in Friedberg, sind die tarif­mäßig festgesetzten, durch Vereinbarung vom 16. Juni 1920 erhöhten Löhne zu zahlen.

5. Für die Gehilfen der Bäckerinnung Bad- Nauheim werden mit Wirkung vom 1. August fol­gende Wochenlöhne festgesetzt: für Scheßer 170 M., für Teichmacher 150 M, für letzte Gehilfen 140 Mark, für alle verheirateten 180 M ; der für Kost und Logis in Abzny ztu bringende Betrag wird pro Woche auf 60 M. erhöht.

Ein weiterer Fall fand durch Verständigung seine Erledigung.

B ien werden. Für Getreide und Mtlw müllen wir E sie aber noch beibehalten. Zur Einfuhr von Le- l> ensmitteln wird defr freie Handel in Zu- f tinft mehr herangezogen werden, als es bisher P der Fall gewesen ist. Tie Heranziehung und Mit- loirfung der Arbeiter in der Ernährungsfrage ist schon während des ganzen Krieges erfolgt. Mi- rt.i|ier Raumer wird im Laufe der nächsten

Berlin, 17. Aua. (WTB.) In der heutigen Hauptversammlung der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft wur e Die TageSoidmmg glatt erledigt. Tie ausscheidew- den Mitglieder des Aufsichtsvates wurden wieder­gewählt. Ferner wurde der Abschluß der auf die Dauer von 80 Jahren bestimmten Interessenge­meinschaft zwischen der Gelsenkirchener Bergwerks- grsellschrft und der Teutsch-Luremburgischen Gesell­schaft in Form der Errichtung einer gemeinsamen Gesellschaft Rhein-Elbe-Union G. m. b. H. getreh- migt. Als Vertreter ÄuffühtsruteS von Teutsch-

im Ausland. Unter tätigster Mitarbeit von zahl­reichen Bundesbrüdern aus diesen Gebieten wurden Wege gesunden zur Bereitstellung von Mitteln, die auch den geldlich loenig leistungsfähigen Studenten es ermöglichen, ohne erhebltche Geldopfer tat kräftig mitzuwirken.

Ausgehend von der Ueberzeugung, daß die deutsche Frage nicht durch Entschließungen und Bekenntnisse, sondern nur durch tätige Arbeit zu lösen ist, stellt der K.-V. als Ziel auf: Kulturelle und staatliche Einigung aller Teutschen, Unter- iützung der deutschen Minderheit in der Tschecho lowakei in ihrem Kampfe für die Erhaltung ihrer deutschen Eigenart, wärmstes Einsetzen für den Anschluß Teutsch-Oesterreichs an das Reich.

In den studentischen Fragen will der K.-V. hinwirken auf eine Einigung aller deutsch-völkischen Studenten. TieHochschulringe deutscher Art" sind nachdrücklichst zu unterstützest; wo noch keine bestehen, ist ihre Gründung anzuregen. Bon jeder sonstigen Ringbildung ist abzusehen, außer wenn ich diese Ringe zur Wahrung besonderer und eng umgrenzter Belange als notwendig erweisen.

Ten Höhepunkt der Tagung bildete die Ge­denkfeier für die Gefallenen des Verbandes an 'einer Bismarcksäule auf ber Rothenburg. Zum Vorort des K.-V. für 1920 wurde der V. T. St. Göttingen gewählt.

Frankfurter Fell- und Hüuteverfteigeruntz.

fd. F r a n k f u r t a. M., 17. Aug. Bei außer­ordentlich starkem Besuch lagen große Angebote vor aus Mainz, Offenbach, Hanau, Darmstadt, Wies­baden und Frankfurt a. M. Die Preise waren im allgemeinen niedriger bis auf Großhäute unb leichtes Gewicht. Angebot und Zuschlag waren leb­haft. Vor der Versteigerung gab es eine lebhafte Auseinandersetzung darüber, ob sich unter der an- nebotenen Ware auch Händlerware befand Es wur­den zugesch'agen: Kalbfelle ohne Kops 14 5014.95 Mark, Kalbfelle Fresser 9.4510 45 Mk., Schuß­fell, Sein Gebot, beschädigte, Angebot 8 Mk.; kein Zuschlag; Kalbfell mit Kopf 12.85 Mk., trocken, kein Gebot; Schaffelle, halb wollig 7 85, 7.55, 7.75 Mark; Schaffelle, kurz- kein Gebot; Schaftelle, Blößen, 6 und 6.30 Mk.: Schaffelle, Halbwolle be­schädigt, kein Gebot; Schaffelle, Halbwolle Schuß, 4.10 MS.; Ziegen fette das Stück 50 Mk. Groß- oieHäute: 1. Masse, Herkunftsböre 1: Ge­wichtsklasse 2030: 12.20 Mk., 12.35 Mk.; Ge­wichtsklasse 3150: 12.70, 12.95, 13.05, 13.35, 13.45; Gewichtsklasse 5170: 13.40, 13.35, 13.25, 14.25; bei 12.20 Mk. «ein Zuschlag; Gewichtsklasse 71 aufwärts 12.75, 12.95, 13.05; bei 12.60 fein Zuschlag. Schußhaute. Gew kl. 20 bis 30 9.25, Gew kl. 3150 9.45. Herkunfts- börse 2. Gewkl. 2130 10.35, Gewkl. 3150 10.35, Gewkl. 5170 10.55, Schußhaute kein Gebot. Bullenhäute Klasse 1: Gewkl. 20 bis 30 11, 11.05, Gewkl. 3150 9.90, 10.10, 10.15, 10.25, 10.45, Gewkl. 5170 9.95. Gew kl. 71 auswärts 9.20, Schußhäute verschiedener Ge­wichtsklassen 6.80; Bullenhäute Klasse 2: Gewll. 2030 9.05. Gewkl. 51 aufwärts 8.20. Großvieh mit Kopf 1. Klasse: G.wkl. 21 bis 30 10.70, 3150 10.70, 5170 11 Mk. 9 90 Mk. fein Zuschlag. Großvieh mit Kop 2. .Klasse: 10.05 M k.,beschädigte Häute 9 45 Mk. Roßhcrute bis 2.19 m letzter Preis 166 Mk., heute 157 Mk., Roßhäute übet 219 cm letzter Preis 252 Mk, heute 277 Mk., Fohlen und Eselshäute lein Gebot.

Frankfurter Warenbörse.

st>. Frankfurter. M., 17. Aug. Ter Frank­

furter Warenbörse hat sich heute als weiteres Glied die Börse für Jutegewebe, Säcke, Segeltuche und Seilerwaren angesÄossen. Ter Verkehr in dieser Abteilung nahm bereits bei reichem Angebot von Säcken aller Art und großer Nachfrage nach Fruchtsäcken lebhafte Formen an. Auf dem Che- mikalienmarkt ist die begonnene leichte Besserung wieder zum Stillstand gekommen ohne daß inveffen die Preise zurückgehen. Auf dem Textilmarkt war die Nachftage nach Hemdentuche und Roh­nessel lebhaft. ES kamen Geschäfte mit elsäßischen Aermel futter zustande. Der Lebensmittel markt brachte bemerkenswerte Angebote in getnxfneteit Pflaumen und Südfrüchten. Schmalz war begehtt. Florida-Ledertaschen hellfarbig waren gesucht.

Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs

l3n einem Test der Auflage wiederholt.!

Die ReichsbesoDungSordnung.

Berlin, 17. Aug. Tie Reichsregierung hat, wie aus der schriftlichen Antwort des Finanz- ministers auf eine Anfrage des Abgeordneten De­lius hervorgeht, bereits trorbereitenbe Schritte für eine allgemeine lleberprüfung der Neichsbesol* dungsordnung eingeleitet. Insbesondere haben Be- prcchungen von Berttetern aller beteiligten Reichs­ministerien, ferner Verhandlungen mit den Re­gierungen der Länder und den Beamtenorganisa­tionen stattgefunden, um festzustellen, welche Folge­rungen sich für die Einstufung der in den R e i ch S- dicnst übernommenen Beamten der Länder aus der Persvnalreform bei der Reichs­post verwaltting, aus der Einreibung der in den Reichsdienst übernommenen Beamten der Landes» inanzverwaltungen und aus der Einreihung der m Landesdienst verbliebenen Beamten in bie Be- oldungsordnungen der Lander ergeben könnten. Tie Untersuchungen wurden auch auf die Frage ausgedehnt, wieweit solche Folgerungen ettoa nicht erst gelegentlich der allgemeinen Ueoerprüsung der Reichsbesoldungsordnung, sondern in allernächster Zeit zu ziehen wären. Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, ist der E n t w u r f einer neuen Reichsbesoldungsordnung ausgestellt und noch Gegenstand von Verhandlungen, llnab- hängig hiervon sollen den Beamten entsprechend der Entlchließung des Reichstags vom 2. August d. Js. die sich aus der voraussichtlichen Höherstufung er­gebenden Mehrbeträge uno^riüglich vorschußweise bezahlt werden. Soweit fick bei der Regelung ber Bezüge der außerplanmäßigen Beamten unerträa- liche Härten ergeben sollten, wird Abhilfe zugesagt. Aenderungen der Tiätenordnung sind ledoch nur tm Wege der Gesetzgebung möglich. Beamte der Post- und Eifenbahnverwaltung, die aus dem Stand der Staats ar bet ter hervorgegangen find und als solche bereits höhere Bezüge hatten, als ihnen nach ihrer lleberführung in das Beamten- Verhältnis zustehen würden, sollen Ausgleichs-^ zulagen erhalten.

Die englisch-französische SpammvK.

Paris, 17. Aug. (WTB. ) Die Mcwgen- blätter veröffentlichen eine amtliche Mitteilung, in der es heißt: Der englische Botschafter Lord Derby hat gestern abend 7 Uhr den General­sekretär des Ministeriums des Aeußern einen Be­such abgestattet, wobei die politische Lage und bie Lage des Generals Wrangel besprochen wurde. Lord Derby und der Generalsekretär des Minisde- riums des Aeußern haben oerf chicbene Kom­binationen besprochen.

Paris, 17. Aug. Ministerpräsident Mil­le r a n d hat gestern gelegentlich einer Reise durch das ehemalige Kampfgebiet den Militürftiebhof in Ville du Bois besucht und dort eine Rede gehalten, in der er u. a. sagte: Wenn auch heute die Toten nicht mehr aufstehen würden, so könnte doch nie­mand vergessen, was Frankreich und England miteinander verbinde.

Amerikanische Kriegsschiffe in den baltischen Gewässern.

Washington, 17. Aug. Ter P a n zer- kreuzerPtttsburg" und ein Zerstörer, die sich gegenwärtig in Cherbourg aufhalten, erhielten den Befehl, sich sofort nach den baltischen Ge­wässern zu begeben, um dort die amerikani­schen Interessen zu schützen. Tanzig soll mit aus Polen geflüchteten Amerikanern überfüllt sein.

Depirtementswahlen in Frankreich.

Paris, 17. Aug. Gestern fanden in Frank­reich die Departementswahlen statt. In dem Departement Moselle wurde der ehemalige französische Präsident Poincarü zum Vorsitzern, den gewählt.

Die Jrrnpolttik Englands.

London, 17. Aug. (WTB.) Ten Blätter« zufolge verschwand plötzlich der nach England ge­brachte irische Erzbischof Nanix nut sei­nem Sekretär. Sein Äufenthaltsott ist unbekannt.

Die Aufruhrbewegung in Mesopotamien.

London, 17. Aug. (WTB.- Nach einer Rentermeldung aus Simla sind zur Niederwerfung der Aufruyrbewegung in Mesopota-, mie n drei Jnfanteriebrigaden und eine FckdaNil- leriebrigade ab gegangen. Tie Lage hat sich ge-, bessert.

Bolschewistische Aktionen in Perfiem

Handel.

Berlin, 17. Aug. Börsen st immungS- bild. Vvn Beginn an zeigte die Börse eine lusd- bose, abwartende Haltung bei meist abge'chwächten Kursen. Ties hing einesteils mit einer stärkeren RcalisationSneigung in A. E. G.-Alt:en wegen rie­siger KUpitalsvermehmng zusammen, dann auch mit Michrichttn über eine sich anbahnende aus­gedehnte Streikbewegung in Oberschle ien. Natur­gemäß waren oberfchlesische Montanwerte und von diesen besonders Laura- und Bismarckhütte be- troffen, d«h auch Rheinisch^westfäli'che Papiere waren mit wenigen Ausnahmen abgeschwächt. Tie VerMufsneigung wurde später allgemein und führte in Schifs-cchrls-, chemischen, Elektro- und anderen Jndustriepapieren zu mäßigen Rückgängen. Ver­schiedentlich waren aber auch, wie sür Tynamit, Deutsche Waffen und Köln-Rvtttveiler Kursbesse- rungen festMstellen. Petwleumwecte waren weit­aus stiller bei mäßigen Schwankungen, nur Steaua war stärker erhöht. Am Devisenmarkt übte die eingetretene Befestigung auf die KurSbildung am Valutamarkt keinen Einftuß aus. Renteriwerte nxircn wiederum wenig verändert, Me^itaner nach den gestrigen starken Erhöhungen nichl ganz preis- haltend. Im Verlaufe trat aus dem Montan markte eine Erholung ein, die sich in der Hauptsache auch auf die Gesamthaltung ber Börse mitt eilte.

Frankfurt a. M., 17. Aug. rsen- ftimmungsbild. Die feste Haltung am De­visenmarkt vermehrte die Kauflust in Valutapapie- iren, deren Haltung eine feste war. Missmiri Gar» tificate gingen 270 um Elektr. Deutsch Uebersee gewannen mit 863 28 Proz. Garnaba Pacific blieben höher gesucht, 750. Deutsche, Petroleum nur wenig verändert, 1323. Oesterreichische Staats- babn, welche im Angebot lagen, gaben 7 Proz. auf 178 nach. In Mexikaner war lebhaftes Geschäft. 5proz. Tehuantapec stiegen aus 334 plus 9, öprvz. Goldmexikaner 407 plus 6, 5proz Silbermexikaner 330 i^us 7 Proz., Hamburg Paket schwächer 181. Steaua Romana 1510 plus 40 Prvz Montan- papiere unterlagen geringen Schwankungen. Deutsch Luxemburg 300, Harpcmer gewannen 4 Pro;, aus 365. Unter den Ghemischm Aktien gaben Holzver­kohlung 63/4 nach 371. Elektro Lahmeyer 195 ^en 2V, Proz. ein. Bergmann verloren 2 Proz. (247). Elektro Reiniger gewannen 7 Proz. mit 267. Schuhfabrik Aug. Wessels notierten 284.50, Spiegel und Spiegelglas bei lebhafter Nachftage 430 plus 5 Proz. Eine Steigerung von 15 Proz. erführen KalÜverke Dornap 400, Nähmosichinent. Kayser stiegen auf 246. plus 11, Porzellan Wessel auf 380 plus 10 Proz. Metall Dannhorn 142. Farbwerke Höchst 356 4V2 Proz. niedriger. Frän­kische 'Schuhs, fest 215. Metall Bingwerfe 229. 5proz. Reichsanleihe .79.50,

Hochschulnachrichten.

Kyffhäuserverbanb der Vereine deutscher Studenten.

. 9 bis 13. August fand in Kelbra am

^ifhauser die 35. Tagung des Kyffhäuserverbandes vTnc deutscher Studenten statt. Die Auf- Dchme ber neugegründeten Bruder vereine Frank- *rt a M., Köln inti> Würzburg legte Zeugnis ab ,^r gfmrtiqen Entwicklung, die der K -V.

«l letzten Jahre genommen hat. Seiner Ver- ,Uk C^rer im Weltkrieg gab der 58er» KL w, i)ut Ernennung Hindenburgs und Ehrenmitgliedern. Im Mittel» L ®Hatu2l9en stand die Frage des bc- c»wyten Deutschtums in den Grenzmarken und

<ßcrid?tsfaa[.

0 M a r bu r g, 16. 2lug. Tas Wuchergericht verurteilte einen Handelsmann aus Höringhausen im Kreise Frankenberg, dem Schleichhandel mit Lebensmitteln nachgcwiesen wurde, zu 1 Monat Gefängnis, 3090 Mk. Geldstrafe und Beschlag­nahme ber bei ihm Vorgefundenen Vorräte, 5 bis 6 Zentner Alchl und 10 Pfund Butter. Ein Frankfurter Schleichhändler kam mit 1 Woche Ge- ängnis und 300 Mk. Geldstrafe davon.

Kreise in Tiflis melden den Sturz der Re­gierung Kutschik Khans durch die Bolsch.wisten. Sie bemächtigten sich der Stadt Enzeli und errich­teten dort em revolutionäres Komitee, das den Kampf gegen den englischen Impe­rialismus erklärte. Diese Beroegimg ist em Gegenstoß auf die Haltung Kutschik Khans, der versucht hatte, sich den Bolichewisten zu entziehen. Die persische Regierung ist entschlossen, sich Dem Vormarsch der Bolschewisten zu widenetzen.

Andererseits stehen 8000 bolschewistische Truppen bei Artasapha an der georgischen Grenze. Ein bolschewistischer Kommissar kündigte die Möglich­keit einer militärischen Aktion gegen Armenien an, um mit Gewalt die Frage der bestrittenen Ge­biete von Karabagh und Ganger zur zu erledigen. Ein deutsches Geschenk an Spanien.

Berlin, 16. Aug. (WTB.). Der Reichs­präsident empfing den spanischen M i l t - tär attachä Oberstleutnant Valdivia in Audienz, der ihm den Tank dec ivan-schen Rv- gierimg für die geschenkweise Ueberla 'ung des tur Museumszwecke geeigneten Heeresmatc- rials zum Ausdruck brachte, ^r Transport dieser Museumsstücke nach SpMiien ge'chreh- m den nächsten Tagen durch em bereits im vam-, bürget Hasen liegendes spanilches Krregstransportq schK

Me kiedr de; Reichsminifter; vr. «och in der Pfalz.

Ludwigshafen,17. August. sWolff.) Heber den gestrigen Besuch des Reichs- mmisters Dr. Koch in Ludwigshafen meldet dieNeue Badische Lanpeszeitung":

Ter Reichsministet des Innern Tr. Koch, der .Bm Studium Der besonders schwierigen Verhält irlfte in der Pfalz hierher gekommen luar, traf Aftern vormittag 1/210 Uhr in Ludwigshafen ein, 1O0 er von Bürgermeister Tr. Weiß empfangen ]0Urt>e. Man begab sich in den Stadtratssaal, wo sßch inznnschen die Vertteter des Handels und der Inbuftrie, der Arbeiterschaft, sowie des Gewerk- iLnb Wittsckiastslebens eingesunden hatten. Regic- ^ngspräsident vonGhlingensperg hieß den Minister und seine'Begleiter namens der bayrisäxn Md pfälzischen Regierung in der Pfalz herzlich willkommen. Ter Reichsmini st er dankte für mc freundlichen Empfangstvorte und sagte. Daß .1 in die Psul» gekommen siei, in der Hoffnung, <ß ihm die Schwierigkeiten, unter denen die Bevölkerung zu leiden habe, offen, ehrlich und ihrig entyüllt würden. Syndikus Tr. Kahn >on der Handelskammer in Ludwigshafen brachte in eingehender Weise die Wünsche der pfälzischen Jnbuftrie und der Handelswelt vor. Er führte unter anderem auS: Es gelte nun aber auch den Lreis an ber Quelle ber Pr 0 bukti 0 n .-urückzus chrauben, unb es fei nottvendig, lab die Rcichsregierung auf die R 0 hst 0 f f i n d u- k ric, von der es in der Pfalz keine gäbe, cimvirkt, damit diese Industrie mit ihren Preisen zurückgeht. 85on Seiten des Reichsministeriums möge ferner dohin gewirkt werden, daß die Einfuhr von Le- öensmittel in cm>eitertcm Umfange zugcla,sfen wrbc, um eine Herabsetzung der Lebensmittel preise im Jnlande l-erbeizuführen. Ferner mußte der Abbau der Kriegsgesollschaften mit höchster Beschleunigung durchgeführt werden. Ein ent­sprechender Abbau der noch bestehenden Ausfuhr­abgaben sei ebenso dringend.

Stadtrat Schwaninger von der USPD, brachte als Vertreter der Arbeiterschaft eine ganze filtihc von Klagen und Beschwerden vor. Vier Hauptpunkte seien es, über die sich die Arbeiter iröbcfonbere zu beklagen hätten, nämlick Ernäh­rung, Wohnung, Arbeitslosigkeit und Steuerfrage.

Reichsminister Tr. Koch erwiderte: Haupt­sächlich sei dafür zu sorgen, daß wieder so gut und s» viel produziert werde wie vor dem Kriege. Wenn eine andere Wirtschaftsform mehr leiste die jetzige, werde man dazu übergehen. Zur­zeit gehe es allen schlechter als vor dem Kriege. J linset ganzes Wirtschaftsleben leide unter den I >^>lgen des Krieges und den Bestimmungen des Z-ciedensvertrages von Versailles. Tatum bedürfe :S der Zusammenarbeit aller, um Teurschland nniebcr auf die Höhe zu bringen. Unter den vot- . gebrachten Wünschen stehe die Ernähtungsftage otenan. Ten Bauern könnten wir nicht vot-

Suremburg wurden Geheimer Obcrfman-rat Vvn Klitzing und Oberbürgermeister Marx-Düsseldorf in Den Aussichtsrat von Oki)cnFirdxnt gewählt. Gleickzzeitia in-icn die BvrslMidSmi.g icbcr bknieral- dircttoi Äoegler, Bergiverksdirelkor shtuiK und Hültendiret.vr, Kliiikcuberg vvn Deulscl^-Luxem­burg in den Vvnhrnd von Olelsenkircknm ein lieber die gegenwärtige Lage wurde mit geteilt, daß infolge der Bc.vegung gegen lleberschichten die nwnatlickre Fvtderjiffer vvn rwhleii nneber geringer geworden fei (24 300 Tonnen im Juli gegen 26 500 Tonnen im Juni). Auch durch ben Steuerabzug sei eine Beunruhigung in der Arl»ei:ersct>ift ent aitbat, die ckon zu Teil streik geführt lybe. Die KvtLcw edxm erbrächteu noch befriedigende Ergebnisse. Tie Rehtzahl der Hütten arbeite noch nnt lochtendon Ucbetschüssen.

Kurs

Kurs

Datum:

16.8.

17.8.

5e/0Deut.flriegsanL

79,50

79,50

4°/^Deut.Reichsanl.

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3"/yDeut.Reichsanl.

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.

4° n Preuß. Konsols

.

Darmftäbter Bank

Deutsche Bank . . .

-

-

Disconto- Gesellsch.

196,50

.

Dresdener Bank .

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.

Notionalbank f. D.

.

Mitteld.Creditbank

-

.

H.»Ametik.»Paketf.

183,50

181,-

NorddeutschetLloyd

173,-

Boch.Gußstahlwrk.

460,-

456,-

D -Luxemb Bergw.

303,25

300,-

Gelsenkirch.Bergw.

.

.

Hatpenet Bergbau

373,-

365,-

Obe schl.Liseno.-B.

250,50

239,-

Oberschles.Lisenind.

- *

Phönix. Brgb.-2lkt.

448,-

Dad.Anilin-u.Soda

.

HöchstetFarbwetke

360,-

356,-