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* Tas AmtsverkündigungSblalt Nr. 116 vom 17. August enthält: Tie Mitwirkung der Polizeibehörden in Umsatzsteuersachcn und die Sterieraufsicht über den Straßenhandel Maul- und Klauenscuchc in Grünberg, Ettingshausen und

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werblichen Niederlassung, die im Auftrag und tm Namen des Unternehmers außerhalb der gewerl^ lichen Niederlassung Lieferungen aussühren, haben eilte Bescheinigung des Steuerumsatzes hierüber bei sich zu führen.

Tie Maul- und Klauenseuche ist amtlich seft- gestellt worden:

1. in Grünberg. Es werden gebildet: ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Grün­berg, ein Beobachtungsgebiet bestehend aus den Gemarkungen Remhardshain, Stangenrod,- belnwd und Beltershain:

verändert:

3. in Gießen in 2 weiteren Gehöf- t e n. Es werden gebildet: ein Sperrbezirk beste­hend aus der ganzen Gemarkung Gießen, ein Be­obachtungsgebiet bestehend aus den Gemarkungen Wieseck und Schiffenberg.

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(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, den 17 August 1920.

Während Gießen allabendlich in ägyptischer Finsternis liegt, machm Gattenstraße und Lnd- wigsplatz eine Ausnahme. Hier kann man beob­achten, daß auf eine Entscrrrung von einigen hundert Metern nicht weniger als vier Bogen­lampen ihr Licht in venchlvenderischster Weise spenden, während ringsherum weit und breit lebensgefährliche Dunkelheit herrscht. Bor einiger Seit wurde in unserem Stadtparlament eine bessere Straßenbeleuchtung bewilligt, die hoffent­lich noch in diesem -Herbste zur Ausführung kommt. Es sei deshalb die Frage gestellt, ob es nicht mög­lich wäre, die Anlage so einzurichten, daß von den vier Lampen in der Gartenstraße drei an ebenso wichtige Straßenkreuzungen oder sonstige 'nur mir LebÄtsgefahr zu passierende Pdmkle der Stadt ausgehängt werden könnten? Es wäre damit schon etwas erreicht und Licht und Finsternis wären gleichmäßiger, aber auch gerechter verteilt.

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einem Gesellschaf^spiel seiner Lr^amann chaft gegen die gleiche des F.-E.Borussta"-F-ulda. In der erfttm Halbheit ivar das Spiel verteilt, die Gäste zeigten ein ichönes Spiel, auch die Gießener sanden sich bald zusammen, doch b'.üben E folge aus Nach Halbzeit ging Fulda durch ein schönes Tor in Füh­rung, doch nun bedrängten die Beiuegun-rsspieler das Tor der Borussen: ein von Bruchhauscr gut getretener Eckball wird von den beiden Möller durch Kopsball eine Glanzleistung zum Ausgleich verwandelt. Gießen ist weiter im Vorteil, einen Schuß des Halblinken schlägt der Fuldaer Vertei­diger nnt der Hand aus dem Tor, der Elfmeter­stoß wird von Kleinke zum 2. Erfolge verwandelt. Das Spiel wird immer spannender, Fulda will un­bedingt den Ausgleich erzielen, was ihnen auch in den letzten 3 M mulen durch ein Mißverständnis der Gießener Verteidigung gelingt. Bei Gießen ivar Kapeller weitaus der beste, auch die beiden Möller und Wingenfeld tonnten gefallen. Das Resultat ist für die Gießener Bewegungsspieler ein großer Erfolg, da die Borussen gegen die erste Deutsche Klasse schon mit Erfolg gespielt haben, so zum Beispiel vor acht Tagen gegen den früheren Deutschen Meister, den 1. F.-E. Freiburg ein Re­sultat von 0:0 herausholten.

Fußball. Tte 1. Mannschaft der Hess. Sicherheits-Polizei Gießen spielte vergangenen Sonntag gegen die 1. Mannschaft Fußballverein Lauterbach und verlor das an sich spannende Spiel durch Selbsttor 2:1.

Das! Feldbergfest, dessen Abhaltung auf dem Berg von der Besatzungsbehörde verboten wurde, weil sie darin eine Gefahr für die alliierten Armeen erblickt, wird nun unweit davon auf bau früheren Truppenübungsplatz Bad Homburg am Fuße der Saalburg abgehalten. Tie Ausgangs- orte sind Oberursel und Bad Homburg. Es sind bereits über 1100 Wettkämpfer für bat Vierkampf gemeldet, darunter zahlreiche Turner aus Köln, Bonn, Kassel, Ravensburg, Siegen, Saarbrücken, M.-Gladbach, Mannheim, Ludnngshafm usw. Zu dem bedeutsamen MannschaftLkampf um das Völ- sttngeuhorn haben sich 12 Vereine und für den Stafselkampf 5mal 100 Meter um bat Iahnschild ebenfalls 12 Vereine gemeldet. Es ist ein heißes Ringen zu erwarten. Der Vierkampf besteht aus

nach wiaxenachalt- Heiter Methode. Bary F.belNtraöe 10 p.

Turnen, Spiel und Sport.

** Leichtathletik. Am vergangenen Sonntag, den 15. ds. Mts., weil bat einige Herren der leichtathletischen Abteilung des Vereins für Bewegungsspiele Gießen zu den in Gedern statt- findenden nationalen Dporllvetttämpfen des Fuß­ballklubs ,.Alemania 1910". Tie Beteiligung war sehr groß. Insgesamt über 30 Vereine mit rund 380 Teilnehmern waren vertreten. Trotz der schar­fen Ävnkurrarz formte unser V. f. B. folgende Preise erringen: Straffe der Senioren: Lians Thöt 1. Pveis lEprenpreis) 50 Meter-Laufen, 1. Preis (Ehrenpreis 100-Meter-Lausen, 1. Preis (Ehven- preis) Hochsprung, 1. Preis (Ehrenpreis) Weit­sprung, $xf) Hauser 1. Preis «Ehrenpreis) S4ab- lrockFoning, Otto Köhler 3. Preis Lwchsprung. Klasse der Jugendlichen: Fritz Sopp 3. Preis 100-Meter-Lauf, Tualla Misipo 3. Preis 50- Meter-Lmtf. Eine Refordleistttng völlbrackrte Thöt insofern, als er beim Weitsprung ohne Brett einen Sprung von 6,60 Meter auSsührte, während am gleichen Tage bei den Deut schar Meisterschaften in Dresden der 2 Sieger 6,58 Meter sprang.

Fußball. Am letzten Sonntag eröffnete der Bevern für Bewegungsspiele feine Fußballsaison mit

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Tic Steueraufsicht beim Sdraßen- handel. Wer ohne Begründung einer gewerb­lichen Niederlassung ober außerhalb seiner aSoerb- licyen Niederlassung von Haus zu .*öau3 oder auf öffentlichen Wegen, Straßen, Platzen oder an an­deren öffentlichen Orten innahalb einer selbständig von ihm ausgeübten Tätigkeit Lieferungen gegen Entgelt aussührt, hat den Eingang der steuer durch Anzahlung sicherzustellen. Von bei Ver- pflichtung, eine Anzahlung.zu leisten, sind befreit: 1. der van del mit Zeitungen und Zeitschriften, 2. diejenigen, bi? nach ^?n §§ 55 ff. der Reichs- getoerbcoirnimg einen Wandergew-erbeschein aus­gefertigt erhalten haben und diesen bei sich führen, 3. diejenigen, die an einem Markte im Sinne der 64 ff. der Reichsgewerbeordnung teilnehmen. Tic Anzahlung beträgt nach Wahl des Steuer­pflichtigen 4.5 Mk oder 90 Mk Sie hat bei An­meldung des Beginns der Tätigkeit und bei dem Beginns des Steuerabschnitts zu erfolgen. Als Steuerabschnitt gilt das Kalendervierteljahr. Tas Umsatzstcueramt bestätigt dem Umsatzsteuerpflich­tigen den Empfang der Anzahlung durch Aus­händigung eines StraßensteuerhesteS, und zwar des Heftes A bei Zahlung des Betrags von 45 Mk., des Heftes B bei Zahlung des Betrags von 90 Mk. In das Straßensteuerheft hat der Steuerpflichtige täglich nach Beendigung der Geschäftsausübung der Tages- (oder Nach^) Eimrahme (die Losung) ,cin- Mitragen: dabei dürfen auch zur Besttertung von Ausgaben unmittelbar verwendete Einnahme- beträne nicht gekürzt werden. Tie Losungen sind tägliw zusammenzuzählen, so daß jederzeit sest- steht, wie hoch die Gesamtsumme der Entgelte im bisherigen Verluste des Steuerabschnittö ist. Ter Steuerpflichtige hat das Heft stets bei sich zu führen und ans Verlangen den Beamten der Polizei-, Eisenbahn- und Finanzverwaltung vor­zuzeigen. Angestellte von Inhabern einer ge­

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