ich hätte es wcchttich lieber gesehen, roerm bu den Schritt unterlassen hättest. Trübem tdr ich Dir ba^u imb zerscheritt damit vielleicht baS setzte Brnd zwischen mir mtb dem Vater. Ich bartbcltc fo, nicht nxnl ich eine übergroße Meftrun- von deiner sch au steierischen Be-abung besaß, ich tnderftfifc:? dich mir, weil ich an die Sefrigfeit deines Willens glaubte. Um banetttnUen wich eS mir leid hm. roerm ich mich mich darin täuschte."
„Ich dachte ja auch bis heute nicht daran, mehre Bühnenlaufbahn aufougebat."
„Und doch reichte die fieine Enttäuschung dreies einen Tages, um deinen Sinn zu änbem?"
„Tu nennst es eine Ci eine Enttäuschung; für mich aber ist es viel mehr. Ich kann brr oas nicht so sagen."
„Tie nxiteren schlimmen Erfahrungen, Die dir noch tevoNtehen Lnrnten, machen dir Furcht. Tu wolltest nur die Annehmlichkeiten betaes iöerufcJ genießen; vor fernen BitterCcirsi schreckst du zurück."
„Wenn es so wäre — eigentlich solltest du dich bxf> darüber freuen."
„Nein, ich freue mickr nie, wenn ich sehe, daß eia Mensch fernen Vorsätzen untreu wirb. In meinen Sinken gibt es nichts Verächtlicheres als Feigheit."
„Als Mann magst du so sprechen: aber du darfst nicht vergessen, daß ich ein MLxhen brn."
„Warst du es nicht auch, als du es auf dich nahmst, dem Verbot des Vaters zu tro&e.i ? Bom Dchstck'al besiegt zu .pn*en, ist feine Schande; die Furcht, vor dem Sckstcksal zu erliegen, ist kläglich."
„Du bist tertt mit mir. Es ist ja noch gar nicht gewiß, daß ich meinen Berus aufgebe. Vielleicht sehe ich heute, in meiner Sorge um den Barer, alles
schwärMr, als es wirklich ist. Du mutzt rar Zeit lassen, mit mir zur Rare zu gehen."
„Tas sind schwächliche Ausflüchte. Wer an sich selbst glaubt, weiß immer, was er $u tun hat. Und außerdem hust du ja nickst mir Rechenschaft über beute Absichtst zu gebet, sondern hem Later. Sei versichert, daß er eine bündige Antwort von brr verlangen roa2>, und ich will Haffen, daß es nicht deine Abiicht ist, ihn zu belügsr"
®ecba barg das Gesicht in bei Mitten: „Du auälst mich! Die Lsffnung. den Later morgen zu umarmen und seine Verzeihung zu erhalten, war mein einziger Trost."
„Gut, ich will dir drcsen T^rost nicht raubet. Aber roerm du dir morgen dein Leben völlig oer- dirbst, dann erinnere dich daran, daß ich cnch ttamte."
„Hab wenn ich nicht reiste, wenn ich es jji- fcfcäeben würbe, bis es vielleicht zu spät ist, glaubst du, daß ich mich dann rtxntiger unglücklich fühlen könnte?"
„Tachrrch daß man sich selbst treu bleibt, tarn man nie unglüLich werden "
„Venn man Sein Herz hat — vielleicht. Und an deinem $>eryn mochte ich heute beinahe ;wn- seln. Ta hängt das Bild deines Balers über deinem Schreibtisch: bu hast es zu jeher Stunde vor Sagen und kannst doch fern bleiben, roerm man räch an sein Sterbelager ruft."
„Gib mir bic Gewißheit, daß er es ist, der mich ruft, und ich werde zu chm eilen, müßte ich auch mit blutenden Füßen durch Gestrüpv und Tarnen gehen. Einen anterat Ruf aber obre ich nicht. Tenn ich weiß, daß er mich nicht anders als reuig und ^rknirsckst sehen will. Und ich habe nichts gn bereuen.' (Fortsetzung folgt.)
Dritter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 16. Oktober 1920
Der Frankfurter Theater.
Opernhaus.
17. Oft.: Die
mit Tombola u.
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:chdrnck verboten.)
Fortsetzung 11.
ganz heimisch mackxn?"
mich und Fall.
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—. uv..i den Sornxmb dazu,
fcttar ivahl fvfth, mich auf diese Art los zu wer- weil idt seinen Erwartungen nicht entsprach."
Lonotaa^.7
DonnrrStaa, 21. 1920, akuM 8 bri A. «aboeltll W-Nilili!
Tie Besorgung des Gepäcks nötigte s«, ihr ®e- abmfwechcm Als Amich bc-.t großen Koffer sagt.- er: „Tas sicht ja au5 roie an richtig-r SuQtet du dich denn in Tielenbrunn
Sonotag. t1'
WM ^blliarSii&
I „Rein. Aber rfrons leidster stellte ich ihn j^ .npmerbm vor Und das traurigste war das Namentlich in jenen bitteren Stunden, ilbcr an meinem Talent zu verzweifeln M»g öätte ich nur wenigstens ha einen Men- "ex. gehabt, her mich anfgeridket und mir Mut hLtte."
..Was wa« bannt gewannen gewesen? Selbst- k tou-en, das uns erst von anderen eingeboren u teV0141*' Est emr schwache Stütze. Luch wirst kuxh öfter die Erstchrung machen müssen.
durchweg befriebigt. Bedauerlich ist nur, daß die Preise trotz reicher Ernte schon jetzt wieder steigen. So kosten die Aepsel heute bereits 70 bis 80 Mk der Zentner, während vor 14 Tagen 50 bis 60 Mk. bezahlt wurden. Möchten doch in Anbetracht der schlechten EmLhrungsverhLltniffe alle, die mit so reichen Erntegaben gesegnet nmtben, bet Not derer, die nicht ernten formten, gedenken und den hungernden Volksgenossen zu einem angemessenen Preis die uotwendchsten Lebensmittel verkaufen. Das wäre mit der schönste Erntedank.
ß Au- dem Vogelsberg, 14. Oft. Tie bteSidbriget Ergebnisse der Getreideernte und der Wnrzel gewachte, insonderheit der Kartoffeln, haben gezeigt, von welch «rohem Einfluß das Ausstreuen künstlicher Dünger ist. Ta wo man diese richtig angewandt hat, sind die Er» träge ganz andere, als die, wo man geglaubt, ohne stt auskommen zu können. Allerdings sind auch die Kkunstdmrger viel teurer geworden als vor dem Weltkrieg, aber sind nicht auch die durch
die Falkner aufLinöeahöhe Roman von Reinhold Ortmann.
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Walküre. Montag, 18.: Die Fledermaus Dienstag, 19.: Tiefland. Mittwoch, 20.: Riaoletto. Donnerstag, 21.: DoSoa. Fveftag, 22. i Nathan der Weise. Samstag, 23 : Madame Batterffv. Sonntag, 24.: E armen. Montag, 25.: Ter Schap- gräber. Dienstag. 26.: Der Bogelhändler Mittwoch, 27.: Don Giovanni (Ton Juan). S cha u - spiel Haus. Sonntag, 17. Oft., nachm. 3 Uhr: Ält-Lertelbrrg. Abends 6^/, Uhr: Maria Stuart. Morttag, 18.: Platz. Dienstag, 19.: Candida. Mittwoch, 20.: Hamlet. Donnerstag, 21.: König Nicolo. Freitag, 22. Candida. Samstag, 23. : Neunzehn-hundertneunzehn! Sonntag, 24., 3V< Im weißen NöN, 7: Der Marguis von Keich. Morttag, 25.: Judith. DicnStaa, 26.: Die Journalisten. Mittwoch, 27.: Der Marguis von Keith.
sie erj»eiter. Produkte Del teurer geworden? Man sucht jetzt eine Verbesserung de« GraSwuchseS zu erzielen durch Bestreuung der Wiesen mft KauiU. Tie außerordenllich hohen Gvaspoeite: bei den diesjährige:: Grasversleigerungen Idyrnt, rote angebracht diese Verbesserung erscheint
OB utz dach, 13 Oft. Der Gemeinderat beKtidfregte sich ui seiner letzten Sitzung mit ter rauen lan dwirts chaftlichen Sinter» schule, die hier errichtet werden soll. Die Stadt muß Räume, Licht und öcüxmrj stellen. Die Der- Sammlung war m ihrer Mchrheft mit dem Projekt erruvr)tauten, wenn zu den sonst noch eniücbenbcn iteiten auch bie inteoessietten Landgemernden her- anqezogcn werden. Don sozialdemokratischer Seite sprach man sich nicht gegen bee Schule aus, man könne aber Mittel dafür erst divilligen, w.-nn die Lehrmittelfreiheit an der Volksschule eingeführt sei.
ra öerborn, 14. Oki. Am 1 November wich in unserem Stätechen eine landwctt > chastlichc Winterschule eröffnet, die in erster Linie für dic jungen Landwirte aus den Kreisen Sefierburg, Till und Biedenvorff bequem zu erreichen ist.
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S'Wr0!VM 1»^ er-eid*rte Gerda, dem Bruder ihre ganze d P1' LeL«Sgi-schi^' erzähleu zu bürei;
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Büchertisch.
— Hessisches Geschlechterbuch. Der 1. Band des von Obervsarrer Knodt in Schlitz bearbeiteten .hessischen Geschlechterbuches (Band 32 deS Deutschen Geschlechterbüches) ist soeben erschie» neu, ein unentbehrliches Nachschlagewerk für alle Aamiltensorscher und F-veunde unserer beimatge- - schicke. enthält auf 570 Seiten mit einem 1900 Familiennamen enthaltenden Register die ausführlichen biographischen Slammtaseln der hessische» Geschlechter itimim, Baur, Ehrist, Thristnmmt, Tieffeubach, Dietz, benschel, .tzehemer. Keim, Kneffch, Knodt, Lauckhard, Lentz, Lorentz, Losch, Lucius, Manc-er, Martcnstein, Mertz. Müller, Ni^, Rosignol, Rillsinger, Sondmann, Stichel, Thite» näns, Werl, Wolf nebst zahlveichen Ahnentafeln, 16farbigen und anderen Wappentafeln und übe» 100 Lichtdruck tafeln und Bildern von Gliedern dieser Geschlechter, z. T. hervorragenden Männern unseres LeffenlMides. Die Ausstattung ist erstklassig. Ansichtssendungen können durch den §>e«mSgeb<r »ermittelt werden, ebenso wie die Äufnahme» betengungen für die Aufnahme in die folgenden bereits in Arbeit befindliche» Bände.
Tunten, Spiel und Sport.
O Butzbach, 14. Dft. Das Schuler» turnen macht in unferm Turnverein schöne Fortschritte. Es rm* in zwei ?Cbteilimgen geturnt. 3n der einen befinden sich Ix*' Schüler unter 10 Iahvm. in der andereu die Schüler von 10 bis 14 Jahren Die Turm stunden werden an schul- fneten Nachmittagen abgehalten — Ter Turnverein Wetzlar besuchte unsern Verein ge:egcntlid) einer Turn fahrt.
= Bad-Nau heim , 14. Oft. Tas Al - terSturnen, das vor dem Sriege vom Ium- oroein 1860 schon in einer besonderen Männer- riege gepflegt wurde, hat jetzt der Mannerturn- txveitr aneiter auigenommcn. tnbem er für Turner über 35 Jahren eine AlterSriege geschaffen hat
4# llid>, 14. Oft. Der grauen turn» stunde des Gaues Lessen in Großen rojlntte als älteuer Turnwan der 75jLhrige Turnei W Langs- dorff bei, der die ^rauenabteilung des hiesigen Turnvereins leitet.
— Wieseck, 15. Oft. Tie Fusjhallabteilmrs der ü-reiat Tunierschast empiängr nächsten Sonntag, den 17. d. Mts. bic 1. Mannschaft des Lportvereius tzunyen zum Rctourspicl. Wiesnk, das durch faire Sptellveifc m £nxngen starken Beifall erhielt, spielte dort wie aus eurem Guß. hervor gehoben seien der Mittelläufer A. Äbcl und der Tormann K. ßrciling. Bon der £>ungenec Ma^mschast, die Wieseck körperlich stark überlegen war, waren hauptsächlich der Rechtsauf^n und der rechte Berteidiger sehr gut in ihren Leistungen. Es ist somit ein spannendes Speel zu erwarten.- Resultat in Lungen 2:2.
X Rod heim, 15. Oft. %m vergangenen Sonntag vevanstaltete der hiesige $2 äencrturite verein sein diesjähriges Ab turn en. Tv?tzdem das Turnen wahrend des irriegeS vollstLndig oar- niederlag, zeigte das Turnen, daß der Bcrein nr.cber auf der Löhe ist. DaS ist hauotsächlich ben beiden Turn warten zu bauten. Au- bau Gaufest c in Gießen erhielten folgende Turner Pc-nse: Ludwig öahdbadi ben 20. Preis, Wilhelm Kteeilrng den 26., Säaul Krauskovi den 30., Wilhelm Schneider den 40. Aus bem Bezirksfeste in Detzkar: Ludwio Laste!bacb den 9., Wilhelm Kreiling ben 26., Karl Kvausko-pf den 29. Zöglinge. Karl Rech den 1., WÄHelm Kvaus- Vapf den 12. Preis.
fb. Frankfurt a. M., 15. Oft. Der Magistrat beschoß, den vereinigten Frankfurter B u u • deSrabfahrern an der verlängerten Löchster Straße ein großes Gelände auf die Dauer von zehn Jahren zur Errichtung einer Radrennbahn zu vermieten. Der Platz soll auch dem Stadtamt
Landwirtschaft.
0 Lich, 13. Oft. Die landwirtschaft- liche Winterschule wird sich auch in diesem Winter wieder eines guten Besuchs erfreuen. Jetzt schon sind bei dem 2ei:er, Landwirtschaftslehrer Tr. May, zahlreiche Anmelbimc^en eingelaufen. Sollte die neue gleichartige Aha le in Butzbach errichtet werden, so würde der Besuch ber hiesigen Schule leiden, da viele Schüler immer 'von den an der Wettertalbahn gelegenen Orten kamen, deren Verkehr sonst in der Lauptsache nach Butzbach hin- zieht und auch die Augoerbindunaen der Kleinbahn für Schulbeginn und Schulschluß für Butzbach günstiger sind. Cs ist abtt zu erwarten, daß die tLöbere Umgebung Ersatz bringen wird, da die bäuerliche BevSlterung auch der kleinen Betriebe immer mehr den W:rt enter gediegenen sachtvissen- schafllichen Ausblldung kennen und schätzen lernt.
= Lauterba ch, 14. Oft Die im ver- gangmen Jahve gegründete landwirtschaftliche Winterschule, der Direktor Glaser vorsteht, beginnt ihren diesjährigen Winterkursus am 3. November. Die Schule hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens sich schon die Sympathien der Landwirte des SAichen Bogelsbergs erworben. Daß sie für den BogelSbevg eine Notwendigkeit war, das zeigen bic zahlreichen Anmeldungen, die auch für den neuen Kursus wieder vor liegen.
d AuS dem südlichen Bogelsberg, 14. Oft. Die diesjährige Ernte tst nun fast allerorten unter Dach intb Fach gebracht. Im allgemeinen ist der Gesamtertrag als gute Mittelernte zu bezeichtten. Sehr gut ist bie Kartoffelernte ausgefallen. Schwerbeladene Wagen wurden allabendlich in großer Zahl etngcfobren. Ganz zufriedenstellend war auch der Erttag der Brotfrüchte. Wären die trockenen Sommermonate
zeichen oersehen, umher, und ti wird so fein, als wenn er gar keine fremde Sprache kSnnte
Wir sollst uns dock» nichts vor machen Bon wem gehen denn die Bestrebungen zu einer Well- 'prach: aus? Meistens von bea Franzosen, deren Sprache eine 3>?ixtang Weltsprache war. es aber nicht mehr ist Wer die Ertt.o-.chuitg brr Sprachen ruhig überblickt, der Lum ja gar nicht leugnen, daß es schon eine Weltsprache gibt und das jft zweifellos das Englische, das fa in seinem Wortschatz eine Mischung aus gennantfdxm und römischen Bestandteilen barftdit, und in seinem gram* inatischen Bau sehr einfach ist Wer non unfern Jungen englüch lernt der hat tausmdmal mehr Freude daran und »«.mehr stutzen al? vom Esve- ranto. Oder wer das tricht wi l, der soll sich mit einer slawischen Sprache befduftigen Lat er eine gelernt, so fallen ihm bi? anderen leicht zu, weil eben der Wortschatz so ähn.ich ist.
Bei allen kbmben Sprachen, die man lernt, hat man iwch den Botten, daß man auch Origi- nalroerfe in diesen Sprachen »u lesen hat. und so ct hm Geist des DolLes ein Dringen kann. Beim Esperanto ist man auf IIÜbersetzungen angeroiefen, und daß das kein Vorteil ist, dürfte ohne weiteres klar sein.
Meine feste Ueber-eugmig ist folgendes: Ob es jemals eine Weltsprache geben wird, ist z u bezweifeln. Jedenfalls aber wird e s das Esperanto nicht werden, und daher ist jede Minute, die man auf sein Er- lernen verwendet, verlorene Zeit. Wer sprachlich begab, ist. der lerne zuerst Englisch, dann Spanisch, das doch die „Weltspradte" Südamerikas ist, oder eine siawiiche Sprache, oder schließlich Türkisch ober Arabisch. Zioeifellos sollte auf ben Schulen Gelegenheit geboten werden, auch andere Sprachen als die gewöhnlichen zu erlernen. Man wird erstaunen, wie rasch man eine Sprache lernt, roerm dies freiwillig geschieht.
Professor Dr. L. D i r t
Schute und Esperanto.
Der Cperartoetlaf, des LanbesanttS für das yildungs^.-ien, bei vor einiger Heft ergangen ist, hat ziem.uchek 3uf$ebei erregt Derrn zum ersten /•[ci1.- xd;, roto) bamit oieier utt-rnattonal<m r-S? der Weg in b* Scknllen eröffnet Es wrb ten Lchuiern an beim gercebm, E peranto in lernen uib e6 werben bies gewrß manche tun, z. T. ichttlich 'n t<r Lofftrung, eine wertvolle Bereiche- nmg ihrer kaxbung zu erhalten und der Berstän- ngvng der Völker zu btentn
De ci ich hier um daS Erlernen einer Sprache '.ante t. 'n darf wohl der Vertreter der '$p ra DDtffen f (f) aft c n bet Lan deS- i n t n e r f i 161 Ixti Reicht beanspruchen, ci bio tr Fo'a- ^ehSrt zu werden, imb er hält es mich ür {tute Ttllcht, seine Stimme zu erheben, um reute und Lernende vor sicheren En'.täuschun.ftn iiu beroch'in
Die Frage nach einer allgemeinen Weltsprache, ; zur Verständigung der Kulturmenschheit dienen •>IL ist nick neu, und es haben ihr die größten itetfr-r anrebangen Will man zu einer richtigen Antwort kommen, so muß man zwei Fragen stel- frn: Fsr -iite solche Lilfssprache überhaupt mög- Lch? und wenn man dies beicht, so muß man r irr fiaren: Genügt das Esperanto den Anfor- lennimL hie* man an dir Weltsprache zu stellen 3it? Wir tonnen auf dir erste Frage vor allem l-uni ein 7 tien, da nicht Raum genug an dieser Ttcll? witauten ist. Dir brauchen ei auch nicht, ». schon im Fchre 1907 die beiden berühmten 2o:achfor>'cher der Leir^iGcr Uiün2r?i:ät K. Brug- '7MM und A. Lesften am Wumch b?r Sächsischen Gffcllschaft bei Wiffenschaften ein Gutachten unter dm 7re( „Zur fititi! der ötnMidxrn We't'pracheTi" wnt A D. und A. £. (Straßburg 1909 iabge- haben und bie ganze Frage so gründlich und trdjöpf' nD bel)andelt haben, daß ich wenigstens bum etwas neues hinzufügen Tann.
Lesffcn spricht in feinem Gutachten vor allem iier bm Ban des Estt-ranto und seine Eignung »ur Keltsprach.', und er zeist, daß das Esperanto den fcfouX'rinhjen, die an eine Weltsprache zu telcn sind, nicht erfüllt. Es fei auch durch- i- nich. so leicht zu erlernen, wie behauptet wird, igstcns wenn man unter Erlernung einer adtf etwas mehr versteht als ein bloßes Rade- tech n vier bv? Anfertigung eines Briefes mit Lftfe Gcammank und Wörterd'ch 5Xi8 Urteil eines llchm Piar.ii , der eine große Anzahl moderner jyra \ : r. iill ich btlerrsch'e und den noch im Alter tue so id>,v?’t Sprache wie A banesisd) gelernt hat, flle - ite itlich genügen and genügt auch für jeden ifiüia tei Tabei setzt LesLian tu seinem Gurten >.!■* teyelen voraus, daß man wirllich eine lt'p ach: einsühven könne und wolle. Ob das ;.>ch ist rst eine andere Frage. FedensallS würde mii n-tige- Aussicht auf Erfolg mir möglich in, n» it • ein' solche Lllfssv ackte in allen Kultur- intcni gleidn/xtig in die Schulen eingesühtt und Ichrt würde Tenn was nützt es, wenn w i r Espe- o lernen, die anderen Völker aber nicht. Wir en ich? können uns ja Mr Not auch ohne diese lisip ache mit einander verständigen, ^ch habe j« i od; nicht gehört, daß man etwa in Eng- ober Amerika das Esperanto in ben Schulen fführr bat.
Die Anhänger be$ Esperanto behaupten gegen- jenem AussprLch Leskiens immer, diese che sei außerordentlich leicht. Dier stehen sich ^röri Urteile gegenüber. Wie kommt man aus r Schnnerrgkeit heraus? Ich möchte auf diese y vr.fr, mit ein paar Worten eingehen, ba man üröi'mlid) ganz falsche Vorstellungen von dem Ersten einer Sprack>e hat. Die meisten Sprachen, man, seien schwer, weil die grammatischen In zuv-iel Ausnahmen hätten. Dem gegenüber I Ci die Grammatik der $>ilf<ftextete außerordent- 1 rei-lred): sein. Ihren granunaiifeten Bau könne m ;id) in aller Küne aneignen Wer als Sprach- rder gezwungen ist, sich mit vielen Sprachen : te'chästigen, der weiß, daß das wesetftliche an irr Sprache nicht die Grammatik, sondern der ttschätz ist. Sprachen erscheinen uns schwer, wenn iu der Dorisctetz ganz fremd ist, wie z. B. beim men einer slawischen Sprache. Wer FranE i(D und ciroa noch Lateinisch kann, dem wird z. r8.
Ätalieirisch' leicht ooikommen, und ebenso kann sich in das Spanische rasch hineinfinden. Nun unt uns aus diesem Gambe bas Efperamo viel- i ät ziemlich leicht vor, well sein Wortschatz aus ;mmifd)en und germanischen Elementen gemischt ater ooch nur deshalb, well wir eben Deutsche nxb Französisch von früh auf lernen. Wer romanischen Wortschatz nicht kennt, der wird Schwierigkeften haben, wie sonst beim Er- einrr franben Sprache: Es wird eine ge- ame Feft dauern, bis er die Sprache lesen kann noch viel länger bis er sie zu sprechen trnb schreiten vermag Hab was hat er bann? Die chcn, bie Esperanto können, srnb noch nicht Mül'rexcfj, sie lausen auch nicht »ft einem Kenn-
kvnnen geteilt ohne Coeration trat rnsSIiörg.Mftr stunde in (Mieten, doss Hotel teil, 27. Cft. von 10-1
Dr. med. Luk Sveriaiarzt s. 8
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Stiifralofflm der An-che Cawslag atente 8 auf der ftarlink
bas wir in allen wirAich friöfdjen Augenteicten unftres LetenS immer allein sind."
Gerda fühlte sich enttäuscht. Sa wenig überschwenglich ihre Erwarttmgcn gewesen nxrren, auf einen etwas wärmeren Ausdruck seiner Teilnahme hatte sie bxf> gehofft
In feiner rin faxten Brhcmfung liest der Brnder es nicht an freirnbüdter Aufmerksam keft wblen. Er brachte ste in einem hübschen, antenndnten Zimmer neben dem fdnigen unter, forgte für eine b - scheidene Abendmahlzeit und 5d>iente sie ritterlich bet Tisch, solange das TienstmLxten ab und su ging, sprach er nur von BeichMtigen Trugen, vom Serlanr ihrer Reite und anterem Nebensächlichen. Ms das GesckZirr abgetragen war, nagte er: „Uxb was gedenkst du jetzt zu tun?"
„Nach Lau> nwcut 'ich "
„Wte ein $tüü>, das vorwitzig in bte Welt hinausgetauten ist und sich ängstlich wieder fritcr den heimatlichen Ofen flüchtet, sobald es aut der teifte MM ersten Mate verprügelt worden ist?"
„Nicht ganz so, Erich! Bor allem siebt es muh doch zu dem kranken Bater '
„Aber ehe du vor ihn hmttftttt,^mußt du btt darüber klar fein, ob du noch als Sdxnritxefcrin kommst oder alL reuige Sünderin. Davon allein wird der Empteng ab hängen, den er dir bereitet."
,L3enn ich wirklich vor dreie Sa” cestellt werden soll — bete ich denn nickt l'ra 'e, mtc'zit llngehorfchn zu bereuen'?"
„Tas ist eine Frage, aut di • nur du e bn dir gintroert geben üntnü. Aber üb r.eg? b.ee Antwort roohi. Sie Lostet dich vielleicht für den gni» icn Rest beäte-3 Lebens den Glauben an die eigene Kvoft. Tn roeifct, Vast ick dich warnte, als,du mir jeinci^Et von deinem Entzchlulte jch-nehlt. Uns
Tos sind Erfahrun^m, auf die bu hoffentlich unoorbeveftet warst. Oder glaubtest ; > bet Weg einer Schaufvieterrn fet mit eite
9^'.^. *c.a Lorbeeren und Tccuseite-markicheincn Ite* anlo"0 C'!: Wrt‘>"
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M. .u
Aus bem Amksvcrküudigungsblatt.
*" Tas Am tsverkundigungsblatt Nr. 149 vom 15. Oktober enthält: Steuerabzug vom Arteitseinkomin n. — Nundgänge der Feld- geschworenm. — Ticnstnachrichten. — Feldbereim-- gungen Da^enborn^Sttinberg, Nieder-Dessingen und Münster.
Tienstnachrichten des .Krcisamts. Nack) Weisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Ober- Hessen vom 3. bis 9. Oktobtt. Im Kreise Gießen: Obbornhofen, Queckborn, Grunberg, Langsdorf, Ruttershausen, Klein-Linden, Gießen, Saasen, Wieseck, Lungen, Steinheim, Oppenrod, Keffllbach. Münster, Feldteim, Grüningen, Tiergarten bei Lungen, Utphe, Alten-Buseck, Allertshausen, Odenhausen, Trais <Lda.), Lindenstruth. Lauter, Bettenhausen, Trais-Lotto ff, Londorf, Langd, Inheiden, Annerod, Staufenberg, Marnz- lar, Daubringen, Nieder-Beisingen, Reiskirchen. Lang-Göns, Ober-Bessinom, Vellingen, Allendors a. d. Lda^ Watzenborn-Steinberg. — Im Kreise Alsfeld: Lomberg a .d. Ohm, Ober-Ofleiden, Rieder-Ofleiden, Raintod, Appenrod, Bernsseld. Ehringshausen, Nieder-G.'münden. Elbenwd,
Braueiichw.'nd, Dannenrod, Rieder-Ohmen, Ober» Ohmen, Slorudorf, Lcrgersdors. — Kreise Büdingen: Hof Ronneburg, Himbach. Selters, Lindheim, Langen-Bergheim, Haingrüni:au, Altenstadt, Bellmuth, Glauberg, Echzell, Büdingen, Oberau. Hof Schleifeld 'Daucrnteim#, Geiß-Nidda, Stockheim, Bleidenbach. Hainchen, Eckettshausen, Los Konradsdon, Rohrbach, Rodenbach, Mittel- grünbau, Nieder-Mockstadl, Unterschmitten, We- nuigs, Unter-Widdershiim, Büches, Ealbach, Erbacher Dos, Salzhauten. Hirz nf r^i, Brndsachsen, Leidhecken, Los Engelthal, Alt-DiLdermus, Heeg- hrtm, Löchst a. N.Bonhausen, Hof Leustedt, Gettenau, Gelnhaar, Wolf, Ober-Mock^«rdt, Heuchelheim, Ranstadt, Bingenheim, Düdelsheim, Stare- 6ad), Blofeld, Ottenberg, Grund-'Schwalheim, Los Ober-Dauernhcim, Aulen diebach, tier garten,
Dauernheim, Allshausen, Schwickartshausen, Kohden, Faltern bauten, Borsdorf, Kefenrod, Usenborn. Nidda. — Im Kreise F riedberg: Münzenberg, Rendel, Kaichen, Dortelweil, Büdesheim, Docn-Affenhcrm, Klein-Karben, Wickstndt, Bilbel, Beienheim, Stamm Herrn, Kloppen heim, Westes- Heim, Assenheim, Maffenheim, Heldenbcrgen, Gam- bach, Obcr-Erlenbach, Larheim, Ober-Florstadt, Nieder-Wöllstadt, Okarben, Ockstadt, OpperShosen, Ober-Wöllstadt, Ostheim, Nieder-Weisel, Wisfels- teim, Friedberg-Fauerbach, lsteichelsheim, Wcder- Eschbach, Staden, Bönstadt, Dcruernhcim, TraiS- Münzenberg, Nieder-Erlend ach, Södel, Nieder- Florstadt, Schivalheim, Ober-Rosbach, Halzhausen, Burggräsenrvd, Wölfersheim, Groß-Karben, Bruchenbrücken, P-ctterwell, Bad-Nauheim, Steinfutth, Albenstadt, Nockenterg, Nieder-3iosbach. — Im Kreise Lauterbach: Maar, Reuters, Leblos, Rimlos, Schchitz, Efttenrod, HopfmannsfeL, Eichtl- Hain, Bernshausen, Angersbach, Lichelheim, @ngri> rod, Wallenvod. Lauterback), Allmenvod, Herbstein, Ilbeshausen, Uetzhcmsen, Queck, Rixfeld, Landen- Hansen. — Im Kveise Schotten: Ulrichstem, Götzen, Freienseen Rebgeshain, Rudingshain Oler-Seib.'ttenrod, Ober'-Schmftten, Ober-Wid- dersheim, Eichelsdorf, Mittel-Seemen, Schotten/ Sichenhaujen, Klem-Eichen, Ruppertsburg. — In Eappel (Kreis Marburg) ist die Maul- und Klaust feucht ausgebrochen. — Unter dem Viehbestände m Wenkbach (Eveis Marburg- ist bie Maul- und Klauenseuche airsgebrochen. — Die Maul- uni) Klaueteeuche unter bem Viehbestände der Dr. Luciusschtn Gutsverrvaltmtg in Bern s - do rf l Kreis Marburg) ist erloschen. Die an geebneten Sdmtzmaßregeln l'mb ausgehode»


