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ul/ahrs. Anmelduj ägiidu Prosp.fra,

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für die provinzialdikektion Gberheffen und für dar Kreisamt Gießen.

LrschevU nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen MK. 2.60 vierteljährlich.

Nr. 133 16. Leptcmber 1920

Inhalts Ucberficht: Sammlung von Karten und Notgeld als Anschauungsmaterial. - Tagung des Vereins für Knabenhandarbcit und Werk- unterricht. - Beschäftigung von russischen Kriegsgefangenen. - Urlaub wegen Firmung. - Einkauf von Flachs. - Zuckerverbrauchsregelung - Viehseuchen. - Dienstnachrichten. - Feldbereinigung Treis a. d. Lda

Zu Nr. L. f. d. B. S. 17 868.

Betr.: Sammlung von Karten und Notgeld als Anschauungs- materiaL

An die Direktionen dcr höheren Lehranstalten und die KrciSschulkommissionen.

Aus Lehrerkreisen ergeht an uns folgende Anregung:

Mit Aufheubng der Zwangswirtschaft fällt auch das Karlen sysiem Für spätere unterrichtliche Behandlung der jetzigen dwtzeit wird es von großem Nutzen sein, wenn in jeder Schule die ^Karten und das Notgeld der engeren Heimat als Anschauungsmaterial gesammelt werden. Zn unbenutzten Bilderrahmen, aus denen ver­altete oder wertlose Bilder entfernt worden sind, kann die Samm lung übersichtlich angcvrdnet und durch Glas geschützt dauernd zu jederzeitigen Benutzung anfbewahrt werden."

Wir geben diese Anregung an die hessische Lehrerschaft weiter und empfehlen, in jeder Schule rechtzeitig eine solche »Sammlung anzulegen.

Tarmsladt, den 9. September 1920.

Hessisches Landesamt für das Bildungswcsen, Abteilung für Schulangelegenheiten. I. V.: Ritsert.

Zu Nr. L. B. S. 17 792.

Be 1 r.: Tagung des Vereins für Knabenhandarbeit und Werk­unterricht.

An die Kreisschulkommissionen.

Denjenigen ße'brcrn, welche sich an der Tagung des Vereins für Knaben Handarbeit in Frankfurt a. M. am 29. und 30. Sep­tember beteiligen wollen, ist der nötige Urlaub zu erteilen, ipenn durch Stellvertretung oder Verlegung der Stunden dafür gesorgt ist, daß die Kinder keinen Unterrichtsaussall erleiden.

T a r m st a d t, den 9. September 1920.

Hessisches Landesamt für das Bildungswesen,.

Abteilung für Schulangelegenheiten. I. V.: Ritsert.

Bekanntmachung.

B e t r.: Beschäftigung von russischen Kriegsgefangenen.

Die Beschäftigung von kriegsgefangenen Russen in Industrie und Landwirtschaft soll nur dort gestattet werden, wo keine deut­schen Arbeiter eingestellt werden können. Die Durchführung dieser Bestimmung stößt indessen auf erhebliche Schwierigkeiten, da das Kriegsgefangenenlager Niederzwehren nur einen ganz unvollstän­digen Ueberblich über die seiner Beauft'ichtigung unterstellten Ge­fangenen besitzt und keine AußenUontvolle vorhanden ist, und ferner, weil eine große Anzahl der Gefangenen inzwischen aufgelösten Ge­fangenenlagern entstammt, die von Niederzwehren nur zum lleinsten Teil übernommen wurden und die diesem keine ausreichenden Unterlagen über die vergebenen ArbeitsKommandos übermitteln konnten. Es kommt noch hinzu, daß seit dem Waffen stillstand die von den Lagern abgegebenen Russen vielfach, den früheren Arbeit­geber gewechselt Oaben, sich frei im Lande bewegen, in zahlreichen Fällen ohne Einholung einer Genehmigung von den Landwirten ohne weiieves eingestellt werden und sich der Kontrolle des Lagers zu entziehen verstehen. Mitunter handelt es sich auch um aus anderen Lagern Entwichene.

Diesen Schwierigkeften, die vielfach zu Beschwerden aus Greifen deutscher Landarbeiter und der Arbcitsnachiveise geführt haben, kann man nur dadurch begegnen, daß die Bürgermeistereien an- gehalten werden, dem Lager sämtliche zur Zeit in der Gemeinde beschäftigten russischen Kriegsgefangenen unter Angabe des Vor- und Zunamens, der Kompagnie, der Nummer des Kommandos und des.Arbeitgebers zu melden und jede Veränderung der Arbeits­stelle sofort bekanntzugeben. Ferner muß die eigenmächtige An­stellung von Russen ohne die Zustimmung der in Betracht kommen­den Arbeitsoermittlungsstelle^ des Landesamts für Arbeitsnachweis in Frankfurt a. M., unter Strafe gestellt werden.

Wir weisen Sie daher an, die gewünschten Angaben dem Kriegsgefangenenlager Niederzwehren bei Kassel erstmalig bis zum 1. Oktober ds. Is. zu machen und Veränderungen jeweils sofort mitzuteilen.

Gießen, den 10. September 1920.

Kreisamt Gießen. I. 23 : Tr. Heß.

Betr.: Urlaub wegen Firmung am 28. September 1920.

An die Schulvorstände des Kreises.

Dienstag, den 28. September lf. Is., soll dahier die Firmung gespendet werden. Ten katholischen Schülern und Schülerinnen sowie auch den katholischen Lehrkräften ist auf deren Ansuäten zur Teilnahme an der Firmung Urlaub zu erteilen.

Gr e ß en, den 13. September 1920.

_____Kreisschulkommission Gießen. I. V.: Hemmerde.

Bekanntmachung

betreffend Einkauf von Flackv aller Arien.

Auf Vorschlag der Deutschen Flachsbau-Gesellschaft m. b. H., Berlin SW. 19, Krausenstraße 2528, sind vom Bastsaser-Houpt ausschuß bzw. der Reichswirtsci^aftsstelle für Flachs, Berlin, die nachgenannten Personen zu amtlichen Aufkäufern der vorlmndenen Fla.chsbestände ernannt. Sämtlicher Flachs ist beschlagnahmt und darf nur an die nachbenannten Aufkäufer abgegeben werden.

Tie Herren Guts- , und Gemeindevorsteh.-r werden ersucht, die Namen der Flachsaufkäufer am zweckmäßigsten durch Aushang im Gemeinde-Ausliangkasten schnellmöglichst bekannt zu machen und für weitere Bekanntgabe zu sorgen.

Ten Flachsanbauern des Jahres 1920 werden auf besonderen Antrag nach Ablieserung ihres Flachses und Ausfüllung eines Lieferscheines Flachs und Webwaren zurückgeliefert, worüber das Nähere von den Aufkäufern ober der Deutschen Flachsbau-Gesell­schaft zu erfahren ist.

Ter Strvhslachs ist an die Hessische Flachsbereitung G. m. b. H. in Hünfeld zu liefern.

Flachseinkäufer im hiesigen Kreise sind:

Für Flachs aller Arien:

Johann Töring, Fulda

Otto Töring, Fulda für die Firma:

Arthur Döring, Fulda Johann Döring, Fulda, Josef Döring, Fulda Frankfurterstr. 2a Karl Töring, Fulda

Georg Langsdorf, Leihgestern.

Gießen, den 13. September 1920.

Kreisamt Gießen. I. 23.: Dr. S i e g e r t.

Betr.: Zuckerverbrauchsregelung.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Da verschiedene Zuckerfabriken mit ihren Lieferungen im Rück­stand find, wird in nächster Zeit in der Zuckerversorgung eine otoching unvermeidlich sein. Um diese Stockung nicht weiter zu vergrößern, ist es unbedingt erforderlich, daß die den Bürger­meistereien übersandten Zuckerbezugsscheine für die Monate Sep­tember und Oktober ds. Is. von den Kleinhandelsgeschäften un­verzüglich den Großhandelsftrmen übersandt werden. Wir beauf­tragen Sie deshalb, die Kleinhandelsgeschäfte entsprechend zu be­deuten.

Gießen, den 13. September 1920.

Kreis amt Gießen. I. 23.: Dr. Siege rt.

Bekanntmachung.

Betr.: Maul- mtb Klauenseuche in Ulf a.

In Ulfa ist bie Maul- mtb Klauenseuche amtlich festgestellt worden.

Es ist vom Kreisamt Schotten ein Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkung Ulfa, unb von uns ein B eo bach- tungsgebiet, bestehenb aus ben Gema r k u n g e nR a ber t s- häufen I unb II, Langb und ViHin gen bestellt ivorben.

Unsere Bekanntmachung vom 25. August bs. Is. in Nr. 122 des Amtsverlündigungsblattes finbet sinngemäße Anwendung.

Zuwiderhanblungen gegen bie erlassenen Anordnungen werben mit erheblichen Strafen geahndet, wenn sie wissentlich begangen sind, sogar auf Grund des § 328 des StGB, mit Gefängnis.

Gießen, den 14. September 1920.

Kreisamt Gießen. I. 23.: Weicker.

Bekanntmachung.

23 e t r.: Maul- und Klauenseuche in Steinheim.

lln S t e i n h e i m ist die Maul- und Klauenseuche amtlich sestge« stellt worden.

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nette, Oele wegnähmen und aus ihrer Tasche in unsere Tasche überführten. So schlecht sei ber Kaiser informiert gewesen und so sehr habe er bie Parlamentarier verhöhnt. Nun, wenn der Kaiser so schlecht unterrichtet war, warum hat ihn Herr Erzberger nicht eines besseren belehrt ? Dazu war jai die Zukunft da. Das Erzberger sonst ttoch als Kaiserwort vor» bringt:Wo die Garde auftritt, da gibt es es keine Demokratie", reiht sich würdig an das, was man kürzlich hören mußte:Die KSpse werden fliegen, wenn ich zurückkebre". Dill Herr Erzberger auf solche Weise seine Propagandatätigkeit für Deutschland wieder aufnehmen? Das sheißt gegen die verjagten vohenzollern und :für Karl den Treulosen? Tie österreichische Kaisersamilie findet an Erz- bergev in dem Memoirenwerk wieder einen warmen "Verteidiger. Erzberger schreibt im Vorwort, daß die Stunde noch nicht qekom- wen sei, um seine gesamten Erlebnisse im Dellkriege der Oeffentlichkeit zu unterbreiten. ®ir glauben aber nicht, daß dabei irgend et­was anderes herauskommen wird als Wie- Erholungen und ausschmückende Anekdoten. Arzberger verleugnet den erfahrenen Journa- isten nicht. Er schreibt gefällig, klar und wannend. Aber von einem ehemaligen Staatsmann, der das Schicksal seines Bater- chrdes mehrmals in der Hand hielt und, wie eine politischen Gegner behaupten, dem urchtbaren Unglück unendliche Fehler hinzu- ügte, von ihm erwartet man mehr als ober- lächliche Erinnerungen im Plauderton. Die- er Mann will ins politische Leben zurück­ehren. Mehr noch, er strebt trotz der pein- uhen Bloßstellung im Helfferichprozeß nach ueuem amtlichen Dasein. Lveine Zähigkeit, ferne Geschmeidigkeit, seine geschäftliche Be­triebsamkeit -ist ungebrochen. Er fehlt nir­gends, too es etwas zu grültben gilt. Er scheut

pregterung oct sranrmer vei ryremWteoerzmammen- tritt vorlegen wird.

Oberschlefien.

Berlin, 16. Sept (Wolff.) Nach den letzten Meldungen aus O b e r s ch l e s i e n mehren ftä) dort die Anzeichen für die 'm ber deutschen Nne an General Lerond erwähnte, unmi:te(bar be­vorstehende polnische Aktion, xie ftVen er­klären ganz offen, baß sie innerhalb zwei Wsclxn ganz Oberschlefien fest in der Hand haben werden. Die polnischen Grubenarbeiter b.äugen zu et em neuen Streik, ber schon in den nächsten Tagen ausbrechen soll unb wahrscheinlich mit cen angcfünbigt.'H polnischen Puffckabsich.en zu jammen­hängt. Tie Entfernung des ben Po en unbequemen italicnifd)en Mi.itärs wirb öffentlich in Xscr.amm* hingen gefordert.

Berlin, 16. Sept. (Wolfs.) In ber heu­tigen Sitzung des Aeltestcnrates der preuht- schen Lanbesversammlung wurde be­schlossen, einen gemein "amen Vhttrag aller Par- tden wegen der o berschl es'is chen Frage em»u- bringen, der gleichzeitig mit einem weit ren ge­meinsamen Anträge wegen ber Vorgänge im eaar* gebiet morgen aurbie Tagesordnung der Landes- Derfammlung gesetzt werden soll.

Wie die Polen arbeiten, davon gibt nachstehender Fall Aufschluß. Deutschen amtlichen Stellen ist folgendes Schreiben in die Hände gefallen:

Oels, 31. Ang.

An das

Polnische Plebisz'l-Kommis'ariat, Breslau.

Um kos deut s ch-Au: al en ter 2Ln immung in Oberschleffen zu vereiteln, wird cs gut 'ein, einen groben Teil ber von den Vereinig en Ver­bänden bei matt tx-uer Oberi'chlstier ben Oberi'chle- fiem abgerorrrmenen Gebu rts urkunden zu erwischen, um diee Urkunden für Polen i u benützen. Bei den 23ercinig en Verbänden rn O e ls, Ovlauer S*r 47, ist <i.e junge Dame au5 Obersch'e im beschäf igt. Wi: tch aus genauer Quelle erfahren habe, bezieht diese dort ein sehr

Moskau, 15. Sept. (WTB) Durch Funk­spruch. Aus englischen Flugzeugen wurden auf Enselt Bomben abgeworfen, von denen einige bas Schiff Kurak trafen, auf bem sich bie persische Delegation b.'fanb. Zwei Personen wurden getötet, mehrere verwundet. Es ist Errgland aber nicht ge­lungen, ben Kongreß in Baku zu vereiteln. Es sind bereits 1890 Delegierte eingetroffen, dar­unter 55 komGiunistische Frauen. Aus dieser Zahl entfallen 1273 auf Vertreter von 37 Ostvölkern, die in Baku erschienen sind. 55 muselmanische Frauen legten in Begeisterung ihren Schleier ab mit bem Rufe: Wir haben ben Tod besiegt!

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Tie englische Regierung über Kamenew.

Amsterdam, 16 Sept. (Wffff) Der,.Te- tegtaaf" meldet aus London: Die Downing- st r e e t l der Presse eine ausführliche Erklä­rung zugehen. Darin wird herixrg hoben, daß üie Regierung Beweise für die Teilnahme K a - mene ws an dem Verkiuf ter Diamanten in Händen habe. Kamenew habe seiner Regierung mi:geteilt, daß er für 40000 Pfund Sterling Dia­manten verkauft habe und bt ses Geld demDaily Hevald" überweisen ließ. Hierauf habe er Schritte unternommen, um eine weitere Summe von 40000 Pfund Sterling aufzubringen, zum Te.l durch den Verlaus anderer Diamanten: wovon er weitere 10000 P furch demDaily Herold" aushändig-ni wollte. Die Auszahlimg an denDaily Herold" geschah in Dankbillerten, die durch die Hände des Sohnes von Lansbury, Ch«fredak.eur des Daily Herold" gingen. Die Regierung erklärt außerdem, baü Kamenew die Waffmstillstandsbe- brrgungen seiner 5R gierung für Polm dadurch ab- äntrerte, daß er bann die Stelle wegließ, daß die Sorojetreg enmg auf ber Bewaffnung der polnischen Arbeiter unter Kontrolle der Vertreter tk-r Geweri^chaften Rußlands und Polen be''ta7ch, was Kamenew durch das scheinbar un- schul ige 25)oitBürgermiliz" er'etz e, da er wohl wußte, daß die wesentli-chen Bedingungen, bv von der Sotoielregimmg geurllt wurden, den Wider­stand der englischen Gewerkschaften hervorruftm würden. Die britische Regierung brückt ihr Be-

: Zchulftrahe 7.

zum Nochmtttag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für l mm höhe für Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35Pi-, auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Be. Platz, vorfchri t 20 ? Aufjcklag. Hauptschriftleitßr: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinbold s)enz: für den Anzeigenletl: tz. Deck, sämtlich in Gießen.

jreitag, 17. September 1920 Annahme von Mnjcigen für bie Tagesnummer bis

nt darüber aubaß sie bie^e Ta ffachm ocr* illidKn müß e. Kamenew brach jedoch fein Ver­liert, «ich in England jeder direk.cn ober indirek- Propaganda zu en.l/alten. Die Erllärungen enews, bei er bei s.iner Abrei e gcmadX habe, aber Jo irreführend, daß sich die Regierung

iesen Enthüllungen veranlaßt sehe

Aus Elsaß-Lothringcn.

Berlin, 17. Sept. Wie den Blätrern aus fe-So. bringen gemeldet wird, nimmt bort der tchenkamps an Schärfe immer mehr zu. Selbst e Hetzer, wie 2De.tcrle, müßten, um der Vvlks- t nicht völlig verlustig zu gehen, gegen bie zös.sche Spiachvergewaltigung öffentlich pvv- :ren.

V Dänische Butter.

London, 16. Sept. (Wolff.) Die ,,Ti- " melbet, baß wegen des in Deutschland Oesterreich herrschenden Mangels an ter und an oct en Fetten der Teil der für land bestimmten dänischen Butter i diesen Ländern gesandt werden soll.

Hölz.

Dresden, 16. Sept. (Wolff.) Es wird bad id)t verbreitet, baß Hölz aus bem Sana» nn, worin er von den I sck>echo--lld»vakffchm 23c* en eingeschlossen worben war, entflohen Eine amtliche Bestätigung durch die tschecho- akischen Behörden steht noch aus. Tie säch- : Regierung mtb die Regierungen der Länder :n die erforderlichen Maßnahmen, um Hölz, er wieder in Deutschland auftauchen sollte, anehmen.

Neues Leben in Venezuela.

Der Auslandsobtellung des Kaufmännischen ffns von 1858 in Hamburg wird aus Ciudad var berichtet:

Im Vergleich zu der Zeit vor dem Kriege hier nur wenige deutsche Angestellte be* tigt. Aber s i e werden wiederkom- n eine deutsche Firma hat bereits den An* gemacht: mit dem letzten Dampfer sind drei e Deutsche für sie herausgekommen Irgend, he Regeln für die Arbeitszeit gibt es nicht, it es nötig ist, muß sogar nachts gearbeitet >en. Darüber muß sich jeder Har fein, der »andern will. Mit den Gebältern, die hier <n drei ersten Jahren gezahlt werden, kann gerade auskommen, erst nach Allauf des n Kontraktes werden beffere Gehälter bezahlt.

Glück darf schon deshalb keiner hierher aus* bem, well er nur ausgenutzt würbe. Tie weni- hiesigen beutschen Häuser stellen derartige üanberer aus Prinzip nicht ein.

Aus dem Aeiche.

Reichskanzler un-d Reichspräsident in Freudenstadt.

Berlin, 16. Sept. (Wolff.) Der ichskanzler begibt sich heute abenbi n Besuch des Reichspräsidenten ) .Freude n'st a d t. In den nächsten :en gedenkt der Reichspräsident nach Ber- zurückzukehren, während der Reichskanz- noch fhnige Tage von Berlin abwesend _____wird, da er sich zunächst in seiner Eigen­schaft als Präsident des Freiburger Münster- bauvereins zu der Feier anläßlich der Fertig­stellung der Restaurationsarbeiten am Mün- sterturm nach Freiburg begibt. Der Be­such des Reichskanzlers in Freudenstadt wird der Besprechung aller schwebenden politischen Fragen dienen. Die Vermutungen, die in Ver­bindung mit der Reise über eine angebliche Verschärfung der inneren Lage angestellt wur­den, entbehren, wie wir feststellen können, jeder Grundlage. Insbesondere hat die 5rage des Eintritts der Sozialdemokratie in die Regierung bisher Beschlüsse des Kabinetts nicht erforderlich gemacht. Eine Anregung in dieser Beziehung ist von der sozialdemokratv- schen Partei bei dem Kabinett nicht erfolgt. Die Reise des Ministerialdirektors Schüler nach Freudenstadt steht mit dem Besuch des Reichspräsidenten nicht in Zusammenhang.

Aus der preußischen LanLesversammlung.

Berlin, 16. Sept. (WTB.) Inder heutigen Sitzung der Preußischen Landesver­sammlung wurde das Gesetz über die Umle­gung von Grundstücken in zweiter Le­sung angenommen, ferner das Gesetz vom 13. Dezember 1918 bett. Erleichterung des Aus­trittes aus der Kirche und aus jüdi­schen Synagogengemeinden mit einem An­träge Koch, der die EinzelaustriUserklärung? vorsieht.

Aus der Deutschen Bolksparteft

Darmstadt, 16. Sept. Tie Vorstände der Deutschen 23vlkspartei aus den Wahl­kreisen Hessen-Darmstadt, Hessen-Nassau, Ba­den, Pfalz und Württemberg halten eine ge­meinsame Zusammenkunft am 27. September in Darmstadt ab. Es soll die Gründung der geplanten Arbeitsgemeinschaft vollzogen und Stellung zur Zenttalvorstandssitzung genom­men werden. Am 28. September tritt ben