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mc. Fulda, 13. Aug. Der Magistrat der Stadt Fulda hat den Brotpreis von 4,10^1. 3,75 Mk. ermäßigt.

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** Fu ßball. Auf dem Sportplatz des V e r- eins für Rasenspiele an der Hardt, finden morgen nachmittag Fußball-Wettspiele gegen Fußball-Klub Wetzlar 03 mit drei Mannschaften statt. (Siehe Anzeige.)

** Fußba ll. Aus dem V. f. B.-Sportplatz Trieb spielt morgen um 2\2 Uhr R. S.Ger- maina^-Ma r b u r g II gegen V. ,. B. 11; an­schließend um 4 Uhr findet das bereits angezctgle Wettspiel der bekannten Ligamannschaft ces F. C. Borussia Fulda gegen die erste Mann­schaft des Vereins für Betvegungsspiele start. Sich: Anzeige.

4- Lich, 14. Aug. Der hiesige Tumber ein begeht heute und morgen die Frier seines 60jä'hr. Bestehens.

Büchertisck.

DaS literarische Echo tzalbmonMS- schrift Tur Literaturfreunde. (Begründet vnr Dr. Josef Ettlinger. Herausgegeben von Dr. Ernst M- born.' Verlag: Egon Fleisch?! u. Co, Berlin W9. Das 2. Augustheft ist soeben mit wlgeiwrm Inhalt erschienen: Emil Utitz: DaS Tragische; Walter Fr- fdtcr: Dlnfthenoey als Dvamatiker; Sans Fvomck: Durchschnitts-Dramett; Albert Ludwig: Ftt«er- busrb der Unsterblich:; Heinrich von Trertschke: Gutachten zum SchiU.rpnnsi - Echo der Zewrn- gen (Kunst und Politik, Di: Not des Buches,Merk­blatt für Kritiker, Verschiedenes) Echo ber 3eU- schriften - Ter Bvewter, etobeutfd* MotuttSheftr, Allgemeine Zeitung Niünchetl, Das oeutscheDroma, !Preußisck>e Jahrbücher- Echo des A^lmd^ ,Englischer Brief) Kurv Arrzergen Bücher- m,ar^L Reis für daS Leben Roman in füm Büchern non .st.irl stelle rup 451 Seiten. 2 Auflage Preis geheftet 12 Mk, geb. 20 Mk. Verlag von Quelle u. Meyer in Leipztg. Ttt- fer nunmehr bereits in 2. Auflage vorliegende 'Koman nimmt in den philosophischen Dichtungen des großen Dänen einen hervorragenden Platz an In echt Gjellerupscher Art gehen die philo­sophischen Gespräche hinüber intb lrerüber über das Lebert überlxmpt, über das Seelische noch dem Tode usw., woher sich wieder rn ersttrmrlicher Weift des Dichters tiefe KetmtniS über Kant, Schopen­hauer und von Hartmann, sonne den BuddiSmus zeigt. So kommen auch die gam aus ihre Rech­nung. die einen Roman nicht nur wegen ferner fesselnden Handlung lesen, sondern in ih-n mehr suchm, als flüchtige Unterhaltung. Dies Buch kann man immer wieder le.en und wird immer von neuem zum Sinnen imb 'Denken angeregt werden.

Selige A rmr u t. Von Wilhelm Schar­relmann. 249 Seiten. Gebunden 10 Mk. Ver­lag von Quelle u. Meyer in Leipzig. 1920.

Landkreis Gießen.

* Groß en-Linden, 14. Aug. Die Maul- und Klauenseuche ist auch in der Gemeinde G r o ß e n L i n d e n sestgesteNt worden. Die Gemarkung Großen-Linden wurde als Sperrgebiet erklärt.

Kreis Büdingen

D N i d d a . 12. Aug Eine rege Bautätig­keit entfaltet sich hier. Allenthalben tverden Stal­lungen und Nebengebäude aufgebaut, daneben ent­stehen auch mehrere Einfamilienhäuser Eines der letzteren wftd ganz aus Holz aufgerichtet. Die Mö­bel werden tunlichst eingebaut. Ein Kachelkochofen beizt zugleich die ganze Parterrewohnung von vier Räumen Ohne Fimdameut imb Bauplatz soll dieses .Holzhaus 15 000 Mark basten. Dwrrlige bauteit, die beim Sinken des Holzpreises sick twch wesentlich verbUligen dürften, können in wenigen Monaten fertig geliefert werden

Kreis Lauterbach.

O S ch l i tz , 14. Aug. In vorbildlicher Werse sorgt die hiesige C-ftäflich-Gaertzischra Gutsver­waltung für den Oelbedart 'der Bevö^tts- rung. In deliebigm Mengen hat sie bereits Sa­men, das Pfund zu 2.75 Mk. an die E-inwohner abgegelxn Die Leute lassen ftch den Samen sclstagen, so daß ihnen das Liter bestes Oel etwa 1718 Mk. zu stellen komm,. Etwa 100 Zent­ner Centimen hat die Bürgermeisterei von ter Guts Verwaltung <mfge läuft, den Beutner z>u 275 Mk Die Benoaltung nimmt den Beittncr Oelkudvtt wieder zu 60 Mk. zurück, so daß sich

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«mtltche Personalnachrichten. l n*rtra5tn wurde am 7. Llugust dem Sckulamts- anwürter Heinrich Zu lauf aus Nieder-Breiden- bach, Srtds Alsfeld, erne Lehrerstelle an der Volks­schule zu Laubach, Kreis Schotten. In den Ruhestand versetzt wurde am 6. August der i^dentliche Professor für Mechanik an der Tech­nischen Dochscbule ui Darmstadt Geh. tzofrat Dr. Ernst Lebrecht Denneberg auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten

Aus dem Stadttheaterbureau. Für dft am Dienstag den 1. August stattftn- benben AufführrmgenZwan gsc i n o ua r t ie- rung" bei gewöhnlichen Preisen um 7 Ubr und ,L> ä n s e l u n d Gretel" bei kleinen Preisen um 3'/r Uhr, macht sich erfreulicherweise sehr reges Zuteresse bemerkbar. Wir empfehlen daher wieder­holt, sich zeitig Plätze sichern zu wollen.

* Ein schwerer Unfall ereignete sich auf dem Braun st einbexgwerk. Zwei Knaben spielten auf einem leeren Roll­wagen. Der zehnjährige Emst Kehl uns stlein-Linden stürzte herunter und fiel mit dem Hinterkopf auf die Schiene. Der Vater fand ihn auf dem Heimweg bewußtlos liegen. Ter Junge liegt in der Klinik schwer dar­nieder.

♦♦ Gestohlen wurde gestern ein Fahrrad, MarkeStart", Fabriknummer 65 538, mit schwarzem Rahmenbau und Felgen. Das Hinterrad hat neue, das Vor­derrad alte Gummibereifung. Bor Ankauf wird gewarnt.

** Die Leben smittelta belle für die Woche oum 16. bis 23. August ist aus dem An­zeigenteil der heutigen Nummer ersichtlich

** Sämtliche aus dem Osten zuge- zvgenen Flüchtlinge wollen sich bis zum 20. August bei der Flüchtliugsfürsorgestelle, A^r * weg 25, unter Angabe der genauen Personenzahl der Familie und Art der Beschäftigung anmelden,

* Neubezeichnung der Schn ell- und V-Züge. Tie auf sämtlichen Strecken duvchlaufeiwen Züge sind bisher nicht durchlaufend numeriert, sondern die einzelnen Bahnen haben ihre Schnellzüge für sich lausend numeriert. Hier­durch kommen die einzelnen Nummern mehrfach in den Fahrplänen vor und haben besonders beim reisenden Publikum häufig die Veranlassung zu Verwechslungen gegeben. Tie laufende Numerie­rung soll nun zunächst für die Schnellzüge rm ganzen Reich durchgesührt tvetben, so daß in Zu­kunft nicht mehr Hvei Züge auf verschiedenen Strecken die gleich-' Bezeichnung tragen.

* Die Kohlen Produkt ion in Hes- fen. Die monat.»? Statistik der Kohlenprodub- tum des Landes Hessen weist für den Däoniat Juli 1920 folgende Zahlen wach: An Rod braun kohlen wurden netörbert 46 206 Tonnen: verkauft wurden davon 17 338 Tonnen. Ter größte Teil der Roh­kohle wurde meiter verarbeitet ober war zur wer­teren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbei­teten Rohk.'blen wurden neben Schwelereiprodukten eräugt. 1520 Tonnen Braunlbblenbriketts und 2276 Tonneit Naßpreßsteine. Außerdem wurden in Hessen rzeugt 9823 Tonnen Steinpreßkoh'm. Unter Verück'ictitigung der aus Vormonaten über- nommenen Bestände, sowie des Absatzes imb Selbst- Verbrauchs verblieben am Nftmatsscblnd absatzfSng: 7647 Tonnen Rohkohlen, 359 Donnen Briketts und .3440 Tonnen Naßpreßsteine, zusammen 1144b Tonnen BraunkoUen irrrd BrrrunKoblenpoodickte im Gesamtwert von 1 664 681 Mk.

** Der Bienenzüchterverein Gießen und Umgegend veranstaltet morgen Sonntag nachmittag 3 Uhr bei Kraft, Gießen, Frankfurter Straße 81, eine Versammlung, zu der auch Gäste zngelassen sind. Näheres siehe Anzeige.

gen der kaufmännischen Angestellten um Erhöhung von etwa 25 Prozent des bisherigen Gesamteinkommens. ES war bekannt geworden, daß die Angestellten mancher Betriebe in Temon- snattons^lgen zum Römer ziehen würden, der mfolgebelfen abgesperrt wurde. Doch wurde eine Älbordnung als Zuhörer zugelasftn. Nacl)dem die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihren Standpunkt dargelegt hatten, wobei von verschiedenen Ver­tretern dec Arbeitgeber Zugeständntsie gemacht und von anderen mit Rücksicht auf die Notlage ihrer Betriebe Zugeständnisse verweigert wurden, ver­tagte sich der Schlichtmtgsausschuß, der die Nacht durchberaten und das Ergebnis morgen früh be- kannt>teben will. 2lls die Teilnehmer der Ver­sammlung den Saal verlassen wollten, stürmten die als Zuhörer zugelassenen Vertreter der De­monstranten in den Sitzungssaal und erllärten, niemanden hcrauslasscn zu wollen, bis der Spruch gefällt worden sei. Ein Arbeftgeber, der den Römer verlassen wollte, wurde von der Menge zurück- getrieben. Erst nach längeren Verhandlungen und nachdem man der Menge k>rrgemacht hatte, daß der Schlichtungsausschuß zu seinen Beratmrgen selbst­verständlich allein bleiben müsse, zerstreuten sich die Demonstranten.

Kommunistcn-Kunrrgebungen im Summier Rachmise.

X. Hanau, 13. Aug. In der gestrigen Srt- ßung der Stadtverordneten teilte bei der Beratung über einen Antrag des Straßen- bahnpersonals der Oberbürgermeister Hild mit, daß die Hanauer St ra ß e n bahn - A kt i en g e-> s e l l s ch a f t ihr cmt 31. März ds. Js. beendetes Geschastsiahr mit einem Fehl bet rage oon rund' 380 000 Mk. abgeschlossen habe. Tie ersten vier Monate des neuen GesckMsjckhres hätten em weftereS Defizit von rund 140000 Mk. ergeben. Um die Anmeldung des Konkurses zu vermeiden, müsse die Stadt Hanau erngreifen. Eine llebernahrne der Straßenbahn durchdie Stadt Hanau wird wohl die Folge fein. Tas 9tttienkapital der Straßenbühn-Mtien« gescllfchaft beträgt 430 000 Mt., hiervon besitzt die Stadt für 380000 Mk. Mtien, die benachbarten 'hessischen Gemeinden Groß- und stlern-S^einheim besitzen für 50000 Mk. Aktien. Nachdem bekannt- gegebenen Abschlüße des letzten Geschaftsfochres und der neueren Seit ist das gesamte Aktieniapftal bereits aufgezehrt, die erforderlichen Vorschüsse hat die Stadt .Hanau geleistet. Tie Sitzung hat im übrigen einen recht stürmischen Verlauf genommen. Ms bei der Bevatung des Haushalts- Äanes der Oberbürgermeister seine Etatrede hielt, marschierte vor den: Rathause ein Zug der Er­werbslosen auf. Eine Aboronung begab sch in den Sitzungssaal der Stadtverordneten und forderte sofortige Beschlußfassung über eine Ein­gabe, die der Betriebsrat der Nvtstandsarbertcr und der Erwerbslosenrat den städtischen Wrperfchaften am Tage vorher Mgestellt hatte. In dieser Ein­gabe wurde verlangt eine Erhöhung der Zahl oct Rotslandsarbeiler, damit alle erwerbslosen Fa- milienvorstände als Nvtstandsarbefter eingestellt werden können. Bis zur Regelung dieser Ange- legenlRftt sollen die Erwerbslosen Zuschüsse zu ihrer Unterstützung 'erhalten, 2 Mk. für Verheiratete, 1 Mk. für Ledige täglch Zum Eittkauf von Le- bensmüteln sollen die Erwerbslosen Zuschüsse er­halten. Ter Stadtverordnetenvorsteher legte gegen die Art und Weise der Erlangung von Zugeständ­nissen Bettvahrung ein, es entstand eine oft stür­mische Debatte, die schließlich damit endigte, daß in namentlicher Abstiinmung die x» derun gen der Erwerbs lo/enangen om- men wurden. Tie Zuhörer verließen mit H v ch- rufen auf die Kommunisten imb auf die Räterepublik tu» Rathaus, vor dem die De­monstranten ebenfalls Kundgebungen für die Räte­republik verunstalteten.

mc. Frankfurt a. M., 13. Aug. Die geftrige Stadtverordnetenversamm­lung hat der neuen B e f o l d u n g s o r d - nung für die städtischen Beamten und Ar­beiter zugestimmt. Der städtische Etat wird dadurch um 3,5 Millionen belastet.

sd. Frankfurt a. M., 13. Aug. Heute nach­mittag Derbanbelte im alten Stadtoerordnetensaal der Ächllchtungsausschuß über di' Forderun '

Schachecke.

Nr. 23 von Frhr v. Bubbtwbrodi ist eine ni* liche Kleinigkeit; sehr hübsch, wenn auch recht nahe­liegend ist der aagerordentllch feine erste Iug. Die einfache Stellung des weiteren Dreizüger» ist eine unmögliche Stellung; wie soll Schwarz zuletzt gezogen haben, trotzdem bangen wir die kleine Miniatur, da der Schaden, den ein beliebiges weiß-schwarze» Bauernpaar heilen würde, ja mit der Lösung nichts zu tun hat.

Nr.23. Frhr.v. Buddenbrock» (Deutsche Tagesztg.lS20).

tzoehschulnachrichten.

Babelsberg, 13. Aug. (WTB.) Der ordentliche Professor und Direktor an der Universität der Sternwarte in Berlin, Mit­glied der Akademie der Wissenschaften, Ge­heimrat Hermann S t r u v e, ist am Donners­tag abend in Herremade plötzlich verschieden.

Berlin, 13. Aug. (WTB.) DasAchMhr- Abendblatt" meldet: Minister Hönisch ernannte ten Staatssekretär a. D. Dr. August Müller zum außerordentlichen P r os esso r mr der Unincriität in Berlin. Dr. Müller wird natwnalökonomische

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daS Liter Cet nach Abzug aller Ihdbftcn aur etwa 1516 Mk. stellt. Zu diesem Preis gibt bte Stadt das Oel an die Bevölkerung aus und zwar zu­nächst etwa/4 Liter pro Ävpf. Im freien Handel ist vorzügliches Speiseöl, sogen.Vorlauf', tn beliebigen Mengen zu 22 MT das Liter zu kaufen.

Starkenburg und Rheinhessen.

* Bensheim ad. Bergstr., 14. Aug. Die Stadt Bensheim, die am 16. April d. I. auf ihr fechshundertjahriges Bestehen als Stadt zurückbltcken konnte, wird dieses Jubi­läum festlich begehen. Als Festtage sind der 28. und 29. August vorgesehen

T a rm stabt, 14. Aug. In der Be se tzung der ÄreiSdirektorenstellen stehen wich­tige Aend^'rungrn bevor. U. a. wird Dr. Merck, der bisher den Kreisdirektor Kranzbühler in Er­bach vertont, enbgültifl dessen Nachfolger. Ter Büdinger KreisdivTktor Beckmann wird nach Schotten versetzt. Nach Büdingen kommt dafür als Kreisdirekwc Oberregierungsvat Werner. Dieser wird in Mainz durch Regierungsrat Dr. Schön ersetzt- Lberregienrngs at Hechler von Heppenheim wirb in das Lnichesarbefts- und WtN- schaftsamt berufen. Dafür kommt Dr. D. W Ür­ner von der Pvoviuzi l i ektton Darmstadt als Kreisdirektor nach Heppenheim.

rm. Darmstadt, 14. Aug. Heimliche Drescher treiben seit einigen Tagen, wie aus verschiedenen Plätzen des Odenwal des gemeldet wird, ihr Unwesen. Sie kommen mit Tüchern und suchen die Felder auf, in denen noch unauS- gedrvschenc Getreidegarben sitzen. Mit Flegeln und Prügeln verschiedener Art klopfen sie so gut es geht die Aehren auf den mitgebrachten Tüchern ab und verschwinden mit dcr wertvollen Beute, dem Besitz« r einen beträchtlichen Schaden zufügend. Tie Diebe ernten auch ganze Felder ab.

rm. Heppenheim, 14. Aug. Gegen die Fassung des Landesgesetzes, das die Rechte der Waldbesiher allzusehr schmälert, wurde in einer stark besuchten Versammlung hessischer Waldl>esitzer Protest erhoben.

rm. Worms, 14. Aug. Die hiesigen Schuh­macher geben einen starken Abbau der Preise für Schuhe und Reparaturen usw. bekannt.

Hessen-Nassau.

vermischtes.

* Pfeifen oerb oten! Ter Gouverneur der Insel Guam, der größten Insel im Ladronen- Archipel des Süllen Oz-oans, hat innerhalb seines Befehlsbereiches das Pfeifen auf das strengste ver­boten und jeden, der öffentlich bei dieser 4stttg Feit getroffen wird, mit schwersten Strafen bedroht. Auch in England ivar früher das Pfeife,: am Sonntag als eine sündige und gotteslästerlrche Handlung verboten, und Bismarck beflogt s:ck in onent Briese darüber, daß er als junger Mann in Hüll sich wegen Pfeifens große Unm:nehm< Uchkeiten zuzog. Die größten Hasser des Priens aber sind die "Behörden von Philadelphia und über­haupt nimmt dieser Ort den Rus für sich in An­spruch, die leiseste Stadt in Amerika zu fein. Tie Nem-orker erzählen davon eine luftige, echt amerikanische Geschichte. Ein Mann aiK'_ Phi­ladelphia fragt einen Bankier aus Wallstreet: Warum kommen Sie nicht mal zu uns herüber?" . Ich habe Angst," lautet die Antwort.Ich bin einmal in Philadelphia gerne]en und das erste, nxb' mir begegnete, n>ar der rauhe Ruf eines Schutzmannes, der tagte:Fch roerde Sie ver- haften tvenn Sie nicht augenblicklich mit diesem schreckliä>en Lärm aufhören werden."Was ftir einen Lärm," fragte ich.erstaunt hören ^ie denn nicht, daß Ihre Uhrkette^sich beständig an Ihrem Knopf reibt und daß &ie alle Stute in ber Umgegend an ihrem Nachmittagsschlafchen stören'?" Während des .Krieges toar das Piepen yon irischen Melodien, die eine ^ymp.iihie nnt den Sinn seinem ahnen ließen, in England oer- pöni. Ein .stültiirpfychologe will beobachtet hcuien, das. das Pfeifen auf den Straßen in letzlei Seit sehr abgenommen hat. Er bringt dies in Zu sam men Hang mit der Zunahme des yiga^ttav isuchens bei der Jugend. Früher hatte ja noch nicht jeder Schusterjunge den Glimmttengel zwischen den Zahnen und mußte sich daher die Zeit mrt Plenen vertreiben. _______

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