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ein kehren, imb ich wäre mächtig stolz darauf, wenn Sie mir die Ehre antun würden.

ToS kam unerwartet. Aber lachend ging auf seinen Vorschlag ein.

Warum sollte ich nicht ein Glas mit etnx-m so ehrlichen Kerl rote Sie trinken, föerr Mrmms, und sind denn wir nicht beide gleichermatzen m der Geschichte der armen aLen Granin nittienkrt?

Ta wär's, Herr Doktor, sagte er und grirg voraus: ja, das sagte ich mir eben auch. Ich und der Doktor Perigord sind in gewissem Sinne mit der alten Gräfin uerf. lüpft sag ich mir, und doch, wie war's mit dec Bathamer Adresse'? Dal sie Ihnen was genützt?

Sehr viel. Ein ausgezeichneter Einfall von Ihnen. So, das wäre das Lokal? Gut, setzen wir unS! Ich will Ihnen erzählen, was mir Adresse genützt hat.

Wir setzten uns an einen kleinen Ti'ch tu einer Ecke der geräumigen B-ir, bestellten WhiSky und Sodawasser, und ich erzählte ihm ^machst in kurzen Worten das Ergebnis meines Besuches zu Balham.

Mimms war entzückt.

Potz Kuckuck, Herr Doktor! Also, die Fern hat eingest'anden, datz sie versucht hat, mir öie Schachlelir und Sacherl der Gräfin abzuschwindeln?. Nein, so 'was!

(Fortsetzung folgt.)

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Die Gräfin.

Roman von G. W. App le ton.

(Nachdruck verboten.) Fortsetzung 57.

Ich beschlotz den Grund dafür torifc ich nicht, to.i meiner bevor e enden Reise nach Rom niemand Mittrilung zu machen. Dri.er ver­lies der fo.g^nfr? Tag >eclst fried'ich; am über­nächsten sollte das Begräbnis meiner Mutier stat.-- finden. Ich fUljr däher in der Frühe nach Tun­bridge Wells hinaus, wo mich meine Tante, wie­derum ilwem früh ven Benehmen ^getreu, mit eisigem Sck.-weigen empfing. Ihre Gesichtszüge ver- rteten Erschöpfung; sie sah alt und grau und krank and, Keine d?r >L»chwesler-n besaß in der Stadt nähere B k nute. Sie tjatten beide ein leit am abgeschlossenes und eirtsames Leben gesülrt, über des ich mit, ste.s gewund-rt hatte Daher war d.s Begräbnis .lutzervrdni ich ri fach. Ich sah of'ein in dem einzigen Trauerwagen der Regen fiel in Strömen und nie habe ich etner ernsteren und n'e >erdr"nLnderen Feier beiwohnen müssen. Ter Pfarer ind s. in seinem dnrchnätzten Amts- gemand, erl dsg e die Zeremonien am Grabe in aller Eile, und bevor mir dve grausame Tatsache recht zum Betonst ein tarn, war sie schon vo - über, und ich fuhr wieder zum Hause meiner Tante zurück.

Bei meiner Rückvehr erwartete mich ein Notar.

Er las mir das sehr kurz abgesatzte Testament vor und eröffnete mir, bah er einen Scheck über tausetch Pfund auf meinen §Lamen ausgesel t labe, damit ich gleich etwas bares Geld in Hände'n hätte. Sobald die Bilanz ausgestellt fei, werd.' der Rest auf de üb.iäje Wrise naäMlgen. Hierauf schüttllte er mir die Hmü) und empfahl sich.

Meine Tante beharrte unausgesetzt bei ihrer kalten Zurückhaltung. Sie spi lte nicht ein ernztgcs Mal auf de B Übungen meiner Muller zur Gräfin an, und ich fühlte mich wirklich erl ichtert, als ich wieder im Zuge satz, der mich nach Lon- don zurückführte.

Ich begab mich sogleich aus die Bank, depo­nierte dort zwei ©dxete und lietz mir hund.rt Pfund <nv$5eyiHen. Damit iWr ich zum Etl­ichen Reiebureau und Lauste mir eine Fachrlar.e erster Klasse nach Rom.

Hierauf sandte ich im Gegenatz zu meinem Entschluß dec Gräfin in Qua.ns Gate das sv> gende Telegramm:

Habe Gründ? für Annahme, daß untere alte Fveundin nach Palaz-so in Rom verbracht. B?r- lasfe heute Charir.g Crotz mit P«a i er Nachti'xp.vtz/'

Ta ich Dick Molyneux ha b und halb ver­sprochen hatte, an bi em Abend rudf) Kingston hi nauszu fahren und bei ihm zu speisen, sandte tfl) rhm ein Shnlich-s Telegramm.

Hernach besorgte ich eitrige Einkäufe imb be­gab mich eine halbe Stunde später zu Futz wieder

m. 157 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Montag, H. Zmli (920

Aus Stadt u2t0» Land.

Gießen, den 14. Juni 1920.

Das Gesetz über die neuen Leistungen und Beiträ ,e in der Invaliden Versicherung.

Mit Wirkung vom 1. Juli d. I. ab erhalten die Empfänger der reichsgesetzlichen Invaliden und Altersrente eine monatliche Zu.age von 30 Ml. bis dahin 20 Mk., die Empfänger einer Witwen- unb Waisencent'? monatlich 15 Mk. bislang 10 Mk. und die Empfänger der Waisenrente monatlich 10 Mk. bis dahin nichts Das ist eine gewaltige Verbesserung gegenüber dem früheven Zustande, imb zwar insb.son.dere auch deshalb, weil die Waisen jetzt bedacht werden.

Die Zulage erhalten nicht Personen, die aus Grund des Gesetzes über die Versorgung der Militärpersoneu und ihrer Hinterbliebenen bei Dienstbeschädigung (Reichsversorgung) eine Rente für Minderung der Erwerbsfähigkeit um mehr als zwei Drittel oder die Hinterbliebenenrente beziehen. Weiter bekommen sie nicht, Ausländer, die sich im Auslände aushalten und ersatzberechtigte Armenverbände usw. Die Zulage wird voll be­zahlt, wenn der Rentenempfänger auch nur einen Bruchteil der Rente erhält, sie fällt weg, wenn die Rente ruht oder wegfällt. Die Zulage wird monat­lich im voraus durch die Postbehörde mit der Rente gezahlt. Diejenigen Militärpersonen und ihre Hinterbliebenen, die nach dem neuen Gesetze keinen Anspruch auf Zulage haben, beziehen die bis­herigen Zulagen unverkürzt bis zum 31. De­zember 19 20 weiter. Bis dahin sind sie durch ein srüheves Gesetz bewilligt.

Vom 1. August d. I. ab kosten die neuen Beitragsmarken in Lohnklasse I: 90 Pf. (früher 18 Pf.), II: 100 Pf. «früher 26 Pf.), III: 110 Pf. (früher 34 Pf.), IV: 120 Pf. (früher 42 Pf.) und V: 140 Pf. (früher 50 Pf.). Nach dem 1. August d. I. dürfen Beitragsmarken alter Art nicht mehr verwendet werben. Das gilt sowohl für die Pflicht- als auch für die freiwillige Versicherung. Un­gültig gewordene Marken könn.n binnen 2 Jahren nach Ablauf ihrer Gültigkeit bei den Markenver- Lritzsstellen Postaus,alten,) um getauscht ioeben, und zwar gegen gültige Marken von gleichem Geldwerte.

Die VerdienstÄrenze der Bersicherungspflicht für Angestellte usw ist durch das neue Gesetz nicht geändert worden. Diese Personenkreise sind nach wie vor inva'.idenversicherungsfrei, wenn ihr regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst 2000 (zwei­tausend) Mark übersteigt.

*

** Neu gestaltung der Reichsreife­brotmarken. Tie bisl.tev eingetretenen amti noch bevor stehenden außerordentlichen Erhöhungen des Papierpreifes zwingen, um eine zu gtootze Be­lastung der Kvmmunalverbiände zu vermeiden, zu einer Verkleinerung und damit Neugestaltung der Reiscbvotmarken. Tie Reitebrvtmarten neuen Mw-, sters werden gegen Errde d-s. Mts. zur Versendung) gelangen. Durch die Einfül-rung der neuen Mar­ken wird die Gültigkeit der jetzigen nicht berührt. Bis aus weiteres gel.en daher die galten und die neuen Macken nebeneinander, doch ist damit zu tedynat, daß in abselAarer Zeit die jetzigen Vdar^enl auiyr Geltung gesetzt werden. Der Zeitpunkt wird noch besonders mitgeteilt werdeir.' Ein Umtausch der alten in neue dNarken Bann wegen der noch langen Umlaufszeit der jcRigai nicht zugelassen werden.

** Was ist Limugi? Die Sprachverwildo rung, die nch Frauksurl mit derG»Ä,ausra" = Eoet.)c-Hau.-Frankfurt leistet, hat einen unserer Le er nicht scAafen laOen. Er sch.ägt.uns nun für etwas umständ iche Dezeich.runz n in der Pro- haugi (Prwin,ia0;aupt a. t G eßeu) Abkürzungen im Stile des Goehanfra vor. Unser- Leser mögen selbst über die Brauchoa.keit entschioen. Limugi = Liebig-Museum Gi.'ßen; Psykligi = P.ychia irische z.linn Gießen ( Kikligi = Kinderklinii: Laugi =-- Landesuuiveritlit: Unbigi UnicersitätS- bib.iothek Fcak.igi = Frauenktiuik; Chivekli,i Chirurg.sche Veterinärklinik; Lalugygi = Landgeaf-Lubwig-Gymuaflum; Gast er ei i =

Gabe.s.erger Stenographen Verein: Evakgegi ----- Evaugelisäier Kirchengesang, er in; Ty- aegi = Typographisckie Gesell cha t; Js- higi = Jsraelitisck-er Hilfsverein; Eisavegi ----- Eisenbahnsahrbeamteu Verein: aue-n Mäime.baleoere.n: Akg gi Akademls.ie- Ge'ON"- verein. Phych-lagi = Phtstikansch-chemi ch s La borotorium; Maph kagi = Math'matiscki-P ysika- lisches Kabinett. Etwas Bosheil spricht woh daraus, baß der Ein ender für das Leb nsmittel amt nur die drei ab kürzenden Buchstaben L. M. A. vorschlä.t Weiterbilduugi'n überms'en wir un'mi Lesern, evtl, einem Besch uft der Stave a (Stadt ve e.ordue(\rrversammln: g > Nicht uner nt mich bleiben, daß die Hessische Sicherheitspolizei b Darmstädter Blättern offiziell Sipo-Beamten ge narmt werden Man sieht:

Zu dec deutschen Sprache Würzung Gehört unstreitig ihre Kürzung;

Wer ihre Länge will entfernen, Muß freilich erst chinesisch lernen.

Kreis Büdingen.

Nidda, 11. Juni. Das Himmelsbachsche Sägewerk hat seinen Betrieb eingeschränkt und in dieser Woche zwei Tage die Arbeit einyestellt. Diese Einschränkung soll auch künftighin werter er­folgen, weil das Werk viel Vorrat au Holz besitzt. Das altbekannte Geschäftshaus in dec Mühl­straße, worin Friedrich Roth und seine Vorfahwn schon viele Jahre eine Gastwirtschaft nebst Metzgerei betrieben hatten, ist von den Erben des letzten Be­sitzers an den Maurermeister Adolf Lupp hier für 38 000 Mark verkauft worden. Einen von der Hos reite entfernt liegenden großen Schuppen erwarb der neue Besitzer des Hauses bei der Versteigerung, für 4000 Mark.

schastlichen Verhältnisse in der Baumwollindustrie behandelt. Der Verband beschloß die Wicderauf- nahme Der Tätigkeit interrratwnaler Schiedsgerichte. Für den nächsten Kongreß ist Schweden in Aus­sicht genommen.

London, 11. Juni. (Wolfs.) Die Woll­auktion schloß ruhig. Angeboten waren 81 000 Ballen, von denen Der größte Teil infolge der geringen Preise, bi? die Käufer boten, zurück­gezogen wurde. Verglichen mit den letzten Serien sind die Preise 10 bis 20 Prozent niedriger.

Bukarest, 13. Juni. (WTB) Telegraphett- agentur Damian. Nach Berechnungen des Acker- bauministeriums wird Rumänien Getreide im Werte von 3 Milliarden ausführen können.

Starkenburg und Rheinhessen.

s.w. E r b a ch i. O., 12. Juni Der Zentral- anzeiger für den Odenwald bereitet seine Leser darauf vor, daß er, sofern eine Besserung, im Zeitung-Sgewerbe nicht eintritt, trotz der am 1. Juli erfolgenden Erhöhung vom 1 Oktober ab nur zweimal wöchentlich erscheinen wird.

Hcssen-Na'sau.

hl. Kirchhain, 12. Juni. Bei der Holz­versteigerung aus dem Stadtwalde gingen die Brennbolzpreise stark zurück. Wälirend im Winter für 4 Raummeter Buck)ensch it 280 bis 300 Mk. gezahlt wurden, konnte man jetzt die gleiche Menge für 160 bis 190 Mk kaufen. Buchenrelsig, von dem im Winter 10 Raumm ter 40 bis 50 Mk. kosteten, war schon zu 5 imb 6 Mk. zu haben. In Llmlichec Weise s ulten sich auch die Preise für die übrigen Holzarten.

Handet.

Erneute Zuckerrationierung in Amerika.

Washington, 12. J-uni. (WTB.) Reuter. Amtlich wird begannt gegeben, daß vom 21. 6. ab der Zucker für Hotels und Restaurants im ganzen Lande in gleicher Weise wie während des Krieges rationiert wird.

*

Buenos Aires, 12 .Juni. (Wo.ff.) Die Kammer besteht darauf, daß die Ausfuhrtaxe für Getreide auf 40 und für Mehl auf 50 Dollar herausgesetzt werl^. Der Senat wird diese Taxe endgültig festsetzen. Die diplomatischen Vertreter Englands, Italiens und Frankr ichs sind beim Ministerium des Aeuß ru vorste.liz geworden, damit die durch die Alliierten vor dem Ausfuhr­verbot gefauiten Lager zu annehmbaren Bedin­gungen ausgeführt werden können.

Franbfurr a. UL, 12. Ium.

Devisenmarkt.

Datum: Amsterdam - Rotterd. Vrüssel.Antwrrpen . ^hristlania Kopenhagen Stockholm Hrlsingfors Italien London Aew-Porb......

Paris öchweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oestrrr. abg. Prag Budapest

Geld Brief Geld Brief

I I. Juni 12. Juni 1423,60 1426,40 1423,60 1426,40 317,15 317,95 314.65 315,35 684,30 690,70 684,30 685,70 660,65 659,35 650 65 855,90 854,10 855,90 165,20 189,90 222,50

659,35

854,10 164,80 229,75 154,55

39,07

297,20

22,22

27,97

87,65

22,22

220,25

154,95

39,17

297,80

22,28

28,03

87,85

22,28

155,30

39,35 299,70 711,80 634,35

27,47 87,15

22,07

190,20 2 >2,75 155,50

39,45 300,30 713,20 636,15

28^53 87.35 22,13

Berlin, 12. Juni. B ö r s e n sti m m u n gs- b i l d. Die Börse eröffnete im Zeichen der Lust­losigkeit wegen der Uustcherhrit dec innerrwlitischen Lage. Eine eigentliche Tendenzrichtung war daher nicht feststellbar. Neigung zur Abschwächwg trat zwar vielfach hervor, die Rückgänge b.'ieben aber bei dem Feh..n nennenswerten Angebots gering, während mrdererseits immerhin ziemlich namhafte Kursbessermrgen einzelner Papiere hervvrstachen. So gewannen Otavi 30, Neu G^iinea 9, Stcaita Romana 15 Prozent. Von Farbwerten waren Ba­dische Anilin 23, E berfeldec Farben 9 und Höch­ster Farbwerte 7 Pwzent höher. Am Montan­markt waren wiederum oberschlesische Welte be­vorzugt imb gebessert. Angeblich zusammenhängend mit der bevvrstehmden Aufhebung he3 Arisnahme- züstandes in Schlesien waren Msmarckhütte 7, Kattowitzer 6 und Oberscklesi chcr Eisei.bahnbedarf 51/2 Prozent höher. Schiffahrtsaktien unterlar-en weiter dem Abbröckelungsprozeß, mrsgenommen Argo, die 15 Prozent gewminen. Der Anlage­markt war sehr still.

Frankfurt a. M., 12. Juni. Börsen- stimmungsbild. Auch am Wochenschiuß be- ivbachtete die Spekulation im allgemeinen große Znrückhaltirng. Das Geschäft n?ar auf fast allen Gebiete i überaus g?ri mfügig, doch war bte Haltung der Börse durchaus nicht als verstimmt zu bezeich neu. Die Tendenz war im.allgemeinen gut behaup­tet. Da auch der Devisenmarkt nur geringe Be­lebung anfwies, so war die KurSbewegwig in Aus- laudspa-Meren nur bescheiden. Schantungbahn setzten 3 Proz. höher ein. Deutsch Uebersee Elek­trische geschäftslvs. In Ko onialwerten wurden Otaviminen sonne Genusschei^re lebhaft umge'etzt. Die führenden Mon anwerte waren ru "Nwe ent- lich verändert. Den sch Luxrmbi r.iee niedriger. Gel- lrickircheuer gut beha iptet. Be'sermgen konnten Manrtesmann durchseven. Aolerw r'e Kteyer schwächer. AEG. abgeschwächt. Auch Felten und Guillea-ime 6 Proz. niedriger. Badisch: A ilin sehr fest. Zel.'stoff Daldhos neigten mäß>g nach unten Der gute Abschluß bet Deutschen Bank bdi ter. test trotz unveränderter Dividende einen guten Eindruck, vermochte aber keinen bestimmenden Einfluß auf die Haltung des Bankenmarktes aiisznüben. Der Schluß der BÄrse geftaltete sich r Hw bei vor­wiegend behaup c er Ten -euz. Privatridko'.it 4 Prvz.

Berlin. 11. Juni. (Wolsfd Der A is ichts-- cat der Deutschen Bank beschteß in d r heu­tigen Sitzung die Wahl des bish-rig n stellv-'r- tretenden Direktors d-r Zentrale A «red Blmzig znm Mitglied des Vorstandes der D.nitscheir Bank.

Zürich, 12. Juni. (Wolff.) Der i n t e r nationale Daumwollkongreß behan­delte gestern die Valutafrage. Die Diskus io ergab, daß die allmähliche Rücksührurrg der Wech sellurse auf Parität anaestrebt werden sollte, wob i als Mittel die Steigerung der Produktion, die Ec leichterung des Exports und die Verkehrsverhält^ nisse in Frage kämen. In der Schlußsitzung an- Freitag wurde die Frage der systematischen wirt schaftlichen Erfvrschmrg der Technik lutb dec wirt

Bulgarien

Konstant.nopel. . .

Börftnhtne.

Frankfurt Derün

Abenv- Avend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs

Tntnm: 11.6. 12.6. 11.6. 12.6.

15',^'Deitt.!Rr1eq9anL 79,75 79,75 79,75 79,75

! 4*/,Dent.Neichscml. 74,75 75, -74,75

13®,'. Tteut/Re d^ant 66, 65,50 66, 65,50

4" n Preuß. stonsolr 75, 75,10 74,36 74,30

Darmstädter Bank« 154,84 154,50 155, 154,75

Deutsche Bank. . . 27',25 279,- 278,- 278,50

Disconto- Gesrlllch. 204,50 204,50 203,- 203,50

. DresdenerD nk. . 176,- 177,- 174,50

z 9la!ionalbank f. y. 14 ',- 141,50 142,- 142,25

DMteU.Tred loank 157,75 158,- -, 158,-

^.-Amerik..P?ckctf. 18t,50 183,25 183,75 180,50

NorddeutscherLloyd 171,- 175,- 176,- 173,50

Doch.Gugstah wrk. 240,- 242,- 244,-

D..Luremb.Be.glo. 277,50 275,- 277,50 275,84

Ee'.senkirch.'Oerglo. 3X),- 297,50 301,50 296,>0

Harpener Bergbau 272,- 271,- 273,- 266,25

OberschllLisenb.. L 185,- 184,- 189,- 191,50

Oberschtes.Lisemnb. 239,- 239,- 239,- 240,-

Phönix-Brgb.. .'ldt. 394,50 390,50 395,- 388,-

Dad.Amltn.u.Soda 447,- 469,- 440,- 470,-

Höchster Farbwerke 350, - 354, - 348,- 3>0,-

(Lkkir. 'a. 6. i3. . . 291,- 288,- 288,- 291,-

Lchuckert-Wer!,« 177,50 177,- 178,25 177,

5eltcit&(0uideaume 400,- 3 G, 399,- 406, -

Daimler 208,- 211,50 214,- 213,50

Dud.. Eisen». .-Ult. 251,- 257, - 253,- 253,-

Adlerwerk« ... 229,75 2 20,25 -,- 227,75

4",» Heii- vaatsanl. 86,10 86,90 86,10

Electronutrnesheim 292, - 292,- 291,-

L.arluotieruugen.

Datum: 11.6. 12.6.

3ür!(t> 13.70 14,-

9!mfterbant 7,05 7,02

.< op n ag«n15,30

btod<boim................ 12,

2bien 415,-

Eittgesandt.

(Für Form und Jn'xüt a-llec unter dieser Rubrrl s.e'end n A:ti el fben immt di Reda stion iem Publikum gegenüber keiner.-1 Berantwor.ung )

Zum Kapitel Wohnungsnot. Es gibt tvohl wenige Städte, wo die Wohrrnngsnot so gr-otz ist wie in Gies-un. aber auch wohl keine Unt» uersitäts'adt, wo ich die Stadtv-rwa'tu 'g so we­nig d rum aarrimmt unb wo des'alb die Woi,- tungsuck« -den ,v dem guten ober vielmehr böte Willen der Bermie er pveisgegeben fini> rote hi'r 'lls gte-orener Bavercer.» ist ich auf mein eng--ree Itemati-a: b, wo Mietern gnngsämter den Fa- nil en mit cntspreckr den Wohnnngen die An> l-.ge um Hergabc der nicht unbedingt nötigen Nämne machen und auf Wunsch auch den Preis te!setzen. Tann Cann es auch nickst vorkommen, drß für ein Zimmer sage und schreibe 110 Mt.

monatlich geptbert werden (noch btrat mit der Auslage, die Bettwäsche stibst zu stellen), ern Ver­langen, b s man beim Kesen Willen nickst mehr mit parlante..tatischem Ausdruck b.zrich e.i kann. Dr. H.

(In einem Teil der Auflage wied.'rholt.) Der Znfammcnttitt dts vorläufigeit Ncich?wmschlifttteoteS.

Berlin, 12. Juni. (WTB.) Die Einbern­fun g des vorläufigen Rcrchswirt- s ch a f t s r a t e s ist zum 30. Ium be chio stn wm> den. Die Vollsitzungen finden im Herreuhause statt,

Tie Lohnbtwcgimg bei Krupp.

Dui s bu r g, 11. Ium. Die Arbeiter der Friedrich Alfrcd-Hüttc in Rhein-«! hausen (Krupp) haben beute in einrr Versammlung mit großer Ärehrhril beschlagen, die. Arbeit wird r auszu:ehmen u 6 dann er.ieut in Verband.ungen mit der Wr.(ei:ung cin.utreten. Tie Arbeiter verlangten bei iyrer ersten For­derung eiw:n S tundenlahn von 8,20 M k. ohne llnterschi d, ob es sich um hochgualifizierte oder um Pll_tzarbriter handelt. Die radialen Drahtzieher konnten sich bis setzt im Hintergrund 'hallen, trotzdem van der Besttzungsbrchö.d:, die tion dem St eik sbensal s Eetraffeii wor en war, ihre Namsa ttnaciM. g derlangt wurde. Dem Ar­beiter ausschusz ist es gelungen, beruhigend auf die Arbeiter einzuwirten.

Die Aalandsftage.

Ko penha g en, 12. Juni. (WB.) Mcheinem Telegramm aus H l'ing'ors schreibt die frmtech« Bettung ,Uusi Suomi", b- die Etnmrschung Schwedens in die finnischen Ange­legenheiten eine schwere Beleidigung Finn­lands darstelle. Mle Versuche d:r sch-vedischen Regierung rls Finnlands Vormund anszutreten, müßten bestimmt zurückgewtelen werden.

Vom Botschgfkcrrat.

London, 12. Juni. (WTB.) Der B o t * schafterrat setzte am Freitag nachmittag ferne Verhandlungen fort. Zunächst befaßte er sich mit der Angelegcnhrit des beuZch n Obersten T y l a n - der. Bekamttlich hatte Frankreich dessen E setztmg als Chef der deutschen Delegation in der Cteenzstste setz un gs körn mission des Saarb eckens verlangt. Hier­auf prüfte die Konfere^rz den Entwurf einer Kollektivnote, die an Deutschland gerichtet werden wird bezüglich der Artikel des Frie­den s v e r t r a g es, die die Gleichberech­tigung im Handel festlegen. Der Rat wird am Samstag morgen neuerdings zusammentreten. Die italicnifdicu Ansprüche an der deutschen yriegse'.ltschadiqiing

Rotterdam, 12. Juni. (WTB.) Wie der , Nieuwe Courarrt" vom 11. Jrmi meldet, hatte ; Graf Sfvrzaam 10. Juni eine Unterredung mit i Lloyd George über verschiedene Fragen, die auf der Spaaer Konferenz zur Erörterung kommen und ! besonders über den italienischen Anteilan der deutschen Entschädigungssumme. Sforza ist heute nach Italien zurückgereist.

Bersleigernnq des -Buterlaud'.

Am slerda m, 12. Juni. (WTB.) Der -rivaily TelegralL/' meldet aus Washington, datz der Sckstft- fahrtscat mit'eckte, er sei ber.it, den Dampfer Leoiaban" (früber ,,Daterland"> zii vcrste.g,rn. Tse Angebote müssen vor dem 30. Juni gemacht werden.

Tic Türkei und die Friedenskonferenz.

Konstantinopel, 10. Juni. (Wolff.) Der Groß wesir erklärte einem Vertreter der Havasagentur, daß er Ende der Woche nach Paris reisen werde; er hoffe, daß die Friedenskonferenz eine mündliche Darlegung der türkischen Ansprüche entgegen­nehmen werde anstatt eines Notenwechsels, um möglichst schnell zu einer Lösung zu ge­langen. Wührettd der Abwesenheit des Grvß- westrs wird wahrscheinlich der Minister des Innern, Reschid Bei, der zurückertoartet wird, die Geschäfte führen.

Rückzug der Italiener in Albanien.

Rom, 11. Jltni. Der Aufstandin Alba­nien nimmt an Umfang zu. Die Italiener räum­ten Santi Quaranta. den Hauptstützpunkt im Süden. Die Gesamtzahl der Ausständischen beträgt 3000 unter Major Mustafa Pascha. Balona wird mit Hilfe der Schiffsgeschütze gehalten, jedoch wer­den aus den Kämpfen in der Umgebung Valonas 20 Osfiizere, banmter zwei Obersten, vermißt. Außeroem wurden in Tepeleni 400 vom Haufst- tricpp abgeschnittene Italiener gefangen genommen. Endlich überfielen Albaner ein italienisches Mili­tärauto auf der Straße von Valona nach Santi Quaranta mit fünf Offizieren. Sie marterten und blendeten den Hauptmann Opice, die übrigen vier entflohen, gänzlich unbefleibet. Darauf umzingelten Carabinieri die albanische Gendarmerie in der Ka­serne von Santi Quaranta und führten die gan^e Besatzung gefangen ab. Die Regierung berief bte beioen tommanbierenben Divisionäre ab.

....................................... , IIW.IUU nach Hause. Als ich eben am Pontifex Square Dorüucritam, begegnete ich meinem Fre-uide Mimms.

Nun, Herr Mimms, fragte ich, tote geht es Ihnen?

Nich gut, Herr Doktor; ich hab in meinen Knien ein bösts stechen. D sbalb bin ich heute nick bei der Arbeit. Ich denke, cS is Rheumatts- mus. Freut mir, <5ie zu sehen. Hab' sagen hörcn. Sie hätten Ihre Praxis aufgegeben. Is das richtig?

Ganz richtig, Herr MimrnS. Ich habe ein wenig geerbt.

Ei was? Da gratulier ich Ihnen aber von Herzen, Herr Doktor!

Danke, und da gebenBe ich mich eben im Westend nieder^ rlafsen.

Recht h.che-k's! In deter ärmTHjcn Gegend haben Sie wohl verflixt toenig verdienen Kunen. Tas Barni ich mir denken.

Und doch, bemerkte ich, tut es mir recht leib, sie zu veclas'en. Ich habe da einschi ießlich Ihre Frau und Sie selber sehr viele ehrenwerte Leut.' kennen gelernt.

Mimms fühlte sich offensichtlich geschmeichelt.

Tank schön, He-r Doktor, für das Kompli­ment, und wenn Sie mi 's nich übel nehmen, würden Sie vlllteicht ein Glas Wcrn odw so wrs mit mir trinken? Es iS dort an der Ecke eine Salon-Bar, wo bisweilen Leute von Ihrer .An