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Amtrverlündigunßsblatt

für die provinzjaldirettion Gberheffen und für dar Kreisamt Gießen.

Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich.

Sir. 47 12. April 1920

Inhalts Ucbcrsicht: Verordnung, den Radfahrverkehr betr. - Ausschlag und bi» Erhebung der Beiträge der Vichbesitzer zur Entschädigung für Viehverluste - Einsendung der Kreisabdeckereioerzeichnisse. - Fleischbeschau; hier: Abrechnung. - Wai,enbüchsengelder. - Ausstellung von Duplikatarbeitsbüchern. - Feldbereinigungen Queckborn, Muschenheim, Wesselbach, Odenhausen - Dienstnachrichten.

Bekanntmachung

bclrcilcni) Verordnurig, den Radjahrverlehr.

Tas Seh'. Ministerium des Innern Hal angeordnet, das; oie neuen Rad'-ihrkanen mit Personalbeschreibung nur in den Fällen zu benutzen sind, in denen es sich um erstmalige Neuausstellung v-on Radsalirkarlert hiarrdelt. Ein Umtausch der alten gegen neue Radfahrlarten oder der Nachtrag der Personalbeschreibung in jene ist nicht erforderlich.

Gießen, den 7. April 1920.

Kreisamt Gieren.

Dr. Usingen

An das Polizciantt Gießen, die Bürgermeistereien der Land- gcniciiiDcii uub die Oieiiouriiicricftütioiicn des Kreises.

Borste he rrde Bekanntmachung ist ortsüblich zu Deröfteiithdicn. Gießen, den 7. April 1920.

Zkreisamt Gießen.

Tr. Ufinger.

Bekanntmachung.

Betc.: Ten Ausschlag und die Erhebung der Beiträge der Vift>- besitzer zur Entschädigung |ür Vieltvcrlustc.

Auf Grund der Artikel 10 bis 13 des Ausführungsgesctzes zum Rcick'sviehscuchengcsetz und der Artikel 6 und 7 des Gesches über die Entschädigung für an Maul uird hllauenjeuche gefallenes Rind viel) vom 29. April 1912 hat das Sei). Ministerium des Innern durch Vertilgung vom 30. März 1920 - Nr. M. d. F. 11. 2107 in Ausführung des 8 10 Absah 1 bis 4 der Ausführungs-- aitiveisung zu beiden Gesehen vom 30. April 1912 das diach- stehende bestimmt:

1. Für Rindvieh ist zur Deckung der Ausgaben nach Artikel 10 des Ausführungsgeseves vom 29. i'lpril 1912 für das abgclaufene Rechnungsjahr 19 19 ein Beitrag von 30 Pf. für 1 Tier mit eingetretenem Zahmvechfel und von 10 Pf. für 1 Tier ohne Zahn- ivechsel zu erheben.

2. Für Pferde ist für das abgclaufene Rechnungsjahr ein Beitrag nicht zu erheben.

3. Tie Hebgebüln für die Vereinnahmung und Ablieferung der Beiträge wird auf 12 vom Hundert festgesetzt.

Außerdem erhallen die Erheber nach 8 10 Abs. 3 der Aus- führungsanWeisung für die bei der Erhebung der Beiträge vorgc-- nommene Neuaufnachne der Viehbestände 6 vom Hundert der vcr- einnahntlen Beiträge.

Gießen, den 8. April 1920.

Kreisamt Gießen.

Dr. Usinger.

Bclr.: Einsendung der hkreisabdeckereiverzeichnisse.

An das Polizciamt Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir machen Sie auf unser Ausschreibcn vom 4. Juni v. IS., Anttsverlündigungsblall Nr. 42, aufmerksam, ivonach von Ihnen folgendes vinleljährlich bckanntzurnackjen ist:

Tie Eigentümer gefallenen oder getöteten Vieltes haben bei Meidung der in Artikel 299 ff. Pol.-Straf-Ges. angedrohten Strafe olme ledeil Verzug nach dem Verenden oder nach vollzogener Tötung oder Aussd)lachtung bei der Polizeibehörde des Ortes, innerhalb dessen Gemarkung sich der Kadaver bziv. die zu be- seiligendcn Teile eines solchen befinden, entsprecktende Anzeige zn machen.

Gieße n, den 9. April 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e.___________

Betr.: Flei'chbcsck>au; liier: Wrcchnung für R.J. 1919.

An die Bürgermeistereien und oiemeinderechner der Landgemeinden des Kreises.

Unter Hinweis auf unsere Verfügung vom 18. März 1905, Kreisblatt Nr 39, beauftragen noir Sie, die Abrechnung für das R.J. 1919 bis längstens 15. f. Mts. vorzulegen. Tie Mrechnung ist ui zweifacher Ausfertigung einzufcnden, auch 'ind die zuge­hörigen Einnahme- und Ausgabebelege beizufügen.

Gießen, tan 8. April 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e.

irrt. Die militärische Vergewaltigung Deutschlands -st eine Versündigung gegen Europa nrie gegen das ranzösischc und das deutsche Volk. Krieg oder Fricven' Ein drittes gibt es nicht, wenn qkicht Anarchie alles verschlingen soll. England und Italien scheinen das einzusehen. Aller­dings würde es naiv sein, daraus .zu schlichen, daß der Bestand der Entente gefährdet fei. Dir wollen die Waffen im Prwatbesitz tm Rulr- ^bier .-insammeln. Frank.rich btbrt uns daran. Tie Ernwvdnerwehren, die kftne mililä i che Or­ganisation sind, richten sich gegen die Plünderung, teeren die Anarchie. Die Regierung hatte mir den llchidrni über die Auflösung der Emwohnerwftwen nrr verbandelt auf Otatnö der Entente, nicht mt s'runb der Gewerksckoaslrn. Eine N ch-nregierung der Gewerffckasten lehn: ich ab. (B iiall.! Mn- xgieam kann nur der, der di: Bevantworrung mit ibcrnimmt Tie Gewerkschaften hattm keinerlei Forderung' ultimativen Charak.ers gestellt. ?lll-r° längs legte ich grössten Wert darauf, d e WüMrö' der organisierten Arbeiterschaft zu börm. Nich bem Sturz k^er Machtpvlitiker wird das deutsche Volk eme Demokratie fein oder es wird nicht jein. Tos Duell Frankreich-Teutschi rnd muH auf- ijören. Frankfurt, das Herz Europas, ist getvoffen. 5be Frankfurt nicht frei ist, werden alle schönm Dorte der Verständigung verhallen Fran krach bat alle r.ationali'.i'chen Jnsnnktc wieder erweckt. Tie Nationalisten aller Länder leistm sich du eiten Dienste. Kapp und Fochl Dir erlaub m dem Nilitarismns lein 3in\uf.e''xen. Tic militärische Aktion im Ruhrgebiet gebt i wem Endetttg.-gat. ianrit wird hoffe, tlich auch l v Bcsehugds Mau:- *aue-5 ihr Ende erreichen. Dir wolltn abk.hren ?tm allen Kriegsanschaimngen und allen Kriegs- nitteln. (Beifall.

Präsident Fahrenbach schlägt vor, in die Er- örtenmg morgen einzutrctcn und di? übrigen Gc- fenstände von der Tagesordnung abzu chm.

Morgen: Anfragen, Bcsprechamg der flärung der Regierung u. a.

Schluß nach 4Vi Uhr

Betr.: Daisenbüchscngeldcr.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Dir erinnern die Rückständigen an urngel-endc Erledigung un­serer Verfügung vom 3. Februar l. Js. Amlsverkündigungsblatt Nr. 19.

Gießen, den 8. April 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Wclcker. *

Betr.: Ausstellung von Tuplikatarbeitsbüchern.

An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Wir empfehlen, alsbald zu berichten, ob im R.J. 1919 Tupli« tate von Arbeitsbüchern ausgestellt worden sind.

Gießen, den 8. April 1920.

Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker.

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung Queckborn; hier: die Arbeiten des III. Ab- jchnitts über die Grenzrcgulierungen mit Grünberg und Lauter.

Mit Entschließung vorn 23. März 1920 ljat das Hessische Landesernährungsamt, Abteüung für Landivirtsck>aft, den Zutei lungsplan der Gemarkung O-ueckborn über die infolge Grenzregu lierung mit den Nachbargcnmrkungen Grünberg und Lauter zu gezogenen Grundstücke auf Grund des Artikel 36 des Feldbereint gungsgesetzes für vollziehbar erklärt.

Ich bestimme als Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsüber- gang den 15. April 1920 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage an den Beteiligten die neuen Grundstücke.

Tie Ucberweisung erfolgt unter den nachstel)enden Bedin­gungen:

1. Meliorationen können auch fernerhin aus den neuen Grund stücken noch vorgeiwmmen werden.

2. Tie beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Verände­rung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Aus- TüIrrung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben und dergleichen innerhalb der Zeit der Ausjührung dieser Arbeiten notivendig werden. Ein hiernach bedingter Ab- und Zugang oder Umtausch voit Gelände wird dem neuen Eigentümer nach bem Bonitätswert vergütet be­ziehungsweise zugeschrieben.

Friedberg, den 26. März 1920.

Ter Hessische Feld bereinig u ngskom missär.

S ch n i 11 s p a h n, Regierungsrat.

Bekanntmachung.

Betr.: Fcldbercinigung Muschenheim; hier: die Rechnung.

In der Zeit vom 10. bis einschließlich 23. April 1920 liegt auf dem Amtszimmer der Hess. Bürgermeisterei Muschenheim die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der Feldbercini- gungsgesellschaft Muschenheim nebst den zugehörigen Urkunden

zur Einsicht der Beteiligten offen.

Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses während der Lfsenlegungsfrist der der Hessiscljen Bürgermeisterei Musckenbcim schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen

Friedberg, den 31. März 1920.

Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. Schnittspahn, Rcgierungsrat.

Bekanntmachung.

Betr.: Feldbereinigung Kesselbach: hier: den Zlostenausschlag.

In der Zeit vom 15. bis einschließlich 22. April 1920 liegt werktags auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Kesselbach das Hebregister über die ungedeckten Feldbereinigungsbosten zur Einsicht der Beteiligten offen.

Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Ausschlusses während der Offenlegungsfrist bei der Bürgermeisterei Kesselback) schriftlich und mit Gründen versehen cinzureichen.

Friedberg, den 30. März 1920.

Ter Hessische Feldbercinigungskommissär.

Tr. Iann, Regierungsrat.

Er-

itali) verur.eilt, mcü er angeführt hatte, daß ein Kind getötet worden sei.

Der Verein Frankiurter Presse hat gegen dieses Urteil Protest er oben und an den kommandierenden General cm Sehr ibm gerichtet, in dem es heißt, daß eine solche Nichtbeachtung der zuständigen Stellen es der Frankfurter Pnsse un­möglich mache im Sinne der Aufklärung der Wahrheit tätig zn sein. Ter Verein ersucht die fran­zösische Behörde um eine Zu icherung, die chn von dem Empfinden der Rechtlosigkeit besr.it und eine Wiederholung solcher.le au-schliegt. Der Gene- ral-An-ngcr ist vül ii zuUnr.cht rerurteilt worden, da tat, ächt ich an der Hauptmaste der 11jährige Karl Kuhlow, Großer Hirschgrabcn 14, durch zwei französische Kugeln in die Brust gewvsfm und so schwer verletzt wurde, daß er bereits auf dem Wege nach dem Krankenhausc verstarb. Hebet den Tod des Knaben sind von amtlichen deutschen Stellen vrotolollarischc Ausnahmen gemacht wor­den. Man darf gespannt sein, wie |ich nunmehr das französlsche Gericht verhält, da die Verurtei­lung in beiden Fällen zu Unrecht erfolgt ist, denn das französische Gerichtsurteil hatte nur von 4 Toten gesprochen, während die Zeitungen 6 Tote angegeben hatten. In Wirklichkeit smd aber 6 Per­sonen getötet worden.

Tie französische Militärbehörde hat die Ab­haltung öffentlicher und privater Versammlungen unter der Bedingung^ge­nehmigt, daß ihr vorher Tagesordnung und Teil- nehmer»ahl mitgeteilt werden.

Tas hiesige französische Militärpolizeigericht verurteilte wegen Ueberschrcitung der nächt­lichen Polizeistunde am 1. Tage 19 Personen zu Geldstrafen von 580 Mark am 2. Tage 20 Per­sonen zu Geldstrafen von 580 Mark und gestern 30 Personen zu Geldstrafen von 525 Mark.

Ablösunq der schwarzen Truppen.

Paris, 12. April Wolff.) Der So ober» berichterftQtter des ,,Matin" in Mainz bestätigt, daß die 11. Divisron von Nancy die schtvarzen Truppen in Franffurt a. M. ablösen werde.

Frankfurt a. M., 12. April. Die Franzosen haben seit heute früh die TankS

gveumq nef ocoauen. L)erjcotcnn>:a) ei, der zwr- schcn London und Paris ftattgefunden hat, recht­fertigt aber den Glauben, daß die bcidm Regie­rungen mehr denn je die Nvtwendigk.stt aner- kettncn, bet der Regelung der ernsten Fragen ein enges und her^iches Einvernehmen zu bewahren. Tte nächste Monieren5 der alliierten Regicrtmgs- häupter wird zweifellos das lige Einvernehmen der beiden Regierungen bestätigen und befestigen.

Eine englisch-französische Bcsprechnng.

Paris, 13. April. (WTB.) Der Prä­sident der Republik und der englische Kriegsminister hatten gestern eine Be­sprechung, der Marschall F 0 ch beiwohnte.

Sympathiekundgebung Belgiens für Frankreich.

Brüssel, 12. April, lWolff.) In der belgisstien Kammer wird angesichts der Beteiligung Belgiens an der Besetzung deutscher Städte eine Motion ein gebracht werden, die. Anlaß zu einer Sympathiekundgebung gegenüber Frankreich geben wird.

vom Rat des Völkerbundes.

Paris, 12. April. (Wolff.) Savas. Der Rat des Völkerbundes lehnte in ferner gestrigen unter Leon Bourgeois abgebalter.cn eierten Stfintg das ihm angebotene Mandat über Armen t en ab und sprach die Ansicht aus, ein bestimmter Staat müsse den Schutz übernehmen. Es seiaber notwendrg, vorher die militärischen mtd finan­ziellen Fragen zu regeln, lieber den schütz der Minderheiten in der Türkei will sich der Völkerbund endgültig erst Mssprechen, wenn der Friebenstertrag mit der Tftrfei abg^chlo en ilt. Dann wurde einem Antrag stattgegeben, über d c Kommunalwahlen in Danzig dcn Vor,chl2gen des englischen Lberkommißars Lnc Regma.d Lo­wer zuzustimmen. Endlich ernannte der.k.'r- bund eine Persönlichkeit, die den Auftrag erhalten soll, die Verpflegung und den Rücktransport der Kriegsgefangenen, die sich noch in Rußland be­finden. durchzufüliren. TasJournal" g.aubt, daß der Vertrauensmann des Völkerbundes der rror-

Dienstag, 15. April 1920

i: Schulfttatze 7.

Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Derdindlichbeit. preis für l mm höhe für Antigen d. 34mm Breite öniich 35 Pf., auswärts

45 Pf.,' für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Vf Bei Platz. Vorschrift 20 f Aufschlag. Houptschristletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz: für den übrigen Teil. Dr. Reinhold Jen,: für den Anzeigenteil: H. Beik, sämtlich in Gießen.

e Forscher Nansen fei. Tic nächste Sitzung Ratc-5 des Völkerbundes findet im Mai in m ftatt.

tcrreichisch.italienischc Befprcmnnstcn. Rom, 13 April (WTB.) Renner und ti stellten in ihren Be^precknmgm bi lieber» xminung der Interessen von Jtali-m und erreich fest. Tic itfti.mifchr Regierung w rd allen Mitteln am Wi.iierausbaii lei Nachbar- l'lik Mitarbeiten. Nach Aufralnie iei u>irt* ftichen B ziehungen rinbri v rfcknedene Man» izen ter HandelSmiiftster beiher Länr^ sowie Sachverständigen statt. Tie italem'che R> jng schreibt diesem Besuch: boh.' '-Bedeutung da er zu dem Beginn iteuer fren. dschast- r B^zielnmgen uub guter Nackcharschast mit österreichischen Volke üb.rlcite.

Die Lage im Ruhrgebiet.

Elberfeld. 13 April. (WTB.) Der Ak- nsausschu ß, der nad) dem Kapp Putsch den drei sozmlistischeit Parteien gebildet mer* war, löste sich gestern auf und wird durch 1 Ordnungsausschuß ersetzt.

Ter Zentralrat, der seinen Sitz in Bar- battc. löste sich edcnsalls aus unb Lietraute ben tästssührenden Ausschuß mit der Erledigung vorliegenden Angelegenheiten.

* fntscndnug eine» Reichbkommissar» nach Sachsen-Gotha.

Berlin, 12. Llpril. (WTB.) Die Ber- nisse in Gotha haben es erforderlich er­neu lassen, unter BerlKirgung des Ä u s- hmezustandes nach Sachsen-Gotha n Reichs Kommissar zu entsenden, der für baldige Wiederherstellung verfassungs- ffger Zu stände Sorge tragen soll.

Vom Räuberhauptmann Hölz.

Plauen, 13. April. (WTB.) In Slmgetu- wurden gestern abend große Sknantmlimant halten, in denen gegen die Verhaftung oeS Kien Audomvbilfüyrers durch die Plauener; zci protestiert und gedvbht wurde, daß amaet erfahren werden solle, wie an anderen Orten, . Falkenstein. Unter dem Drucke dieser Tru^* ist drc vsn Hölz verlangte Summe v>m einer Ilion Mark von der Vogtländischen Dastk Verfügung gestellt worden und in einem von nach Plauen gesandten Automobil nach genchal abgeschickt worden.

Klingenthal in Sachsen, 12. April. B.) Hölz, der gestern ftüh mit 200 Rot- iften tiec an kam, verhandelte hmtc vormfttag dem Bürgermeister unb dem tsckocho ilowalkiM (ssrenzlommando über seinen U e b e r t r i 11 b der Tschecho-Slvwak ei. Tie Der- lungen zerschlugen sich. Hölz forderte frönt* Fabrikaten unb Geschäftsleute w einer 93er- nlung auf, um von ihnen Beträge von je 30 bis 150 000 Mark zur Unterstützung der n Garde zu fordern. Wie verlautet, soll ein deS verlangten GeÄ?s Hölz berefts M:Sgctzüw> morden sein. Wie die Ascher Ztg. meldet, lt Hölz bei den UebcrtrittsverHandlungen von böhmischen Behörde den Bescheid, daß er als rnierter zu gelten habe und auf Verlangen sckland ausgcliefert würde. Da eS der Plan ist, über Klingenthal unb Bad Elster ins mische zu flüchten, wurden die Grenzwachen verstärkt. Dm dem UebemKidiung^nenft der tsche­chischen Behörden wurde ein gewisser Schmincke aus Bad Elster feftgenömmen, der im Verpacht fte^, mit Hölz Verbindungen unterhalten zu haben. Ter Verhaftete wurde am nächsten Morgen Don Grenzsoldaten nach Sach en zurückgebracht. Er er­hielt die Weisung, nicht wieder nad) Böhmen zurück-' zukehren.

Militärisches Borgehen im Bsgtlande.

Leipzig, 12. April. (Wolff.) Wie dem .Leipziger Tageblatt^ von zuständiger Seite mit« geteilt wird, wurden einzelne Truppenteile von hier am Sonntag nachdem V 0 gtlande m tylaxyb gesetzt. Die 19. Reichswehrbrigade er­hält voraussui^lich heute Marschbefehl.

Ans dem Reiche.

Die Zuständigkeit für Zeitungsverbote.

Berlin, 12. April. (Priv.-Tel.) Nach den Abendblättern hat der Reichswehrminü- ster bis zur allgemeinen Einführung der poli­tischen Kpmmissare, die künftig den militäri­schen Befeftlshabrrn zur Seite gestellt wer­den sollen, angeordnet,daßZeitunysder- b 01 e und Zeitungseinschränkungen in jedem! Falle ihm selbst vorzulegen sind.

Landtagswahlen in Mecklenburg.

Neustrelitz, 12. April. (WTB.) Bei den gestrigen LandtaysWahlen wurden oer ,Landesztg." zufolge im Landkreise Star­gard beide sozialdemokratischen Kandidaten zu Landdrosten gewählt. Die Wahl brachte in beiden Bezirken eine starke Zunahme der Sozialdemokratie.

Berlin, 12. April. (Wolff.) Der bte» herige Leiter des Bureaus beim Reichspräsit- dentcn, Gesandter Dr. R i e z l e r, wurde ge­mäß seinem Antrag zur weiteren Verwendung zur Disposition gestellt. Zu seinem Nachfolger ernannte der Reichspräsident den bisherigen- Referenten dieses Bureaus Geheimen Regier rungsrat Dr. Meißner.