Einzelbild herunterladen

Hfo s

er

t

, Wb

Getoben

"wiandkvr.

n Gießen nbere Be«

iHl

wandten:

WU

M

fe herzlicher >nge unseres ers,AruderS r die vielen trostreichen -chomberain täten Dank

r bliebenm Mr.

w äin8*. t

4050.

verhindert. M» bend 7 Uhr M

ÄTHW nicht mehr noi. d hierd. Seleks n, einen and. dn 'reiß 8ii 8J» S t erwunschl- iw L »*t&J nemArmod.^.

Ljire« .sich fl<. ,V «ti*1

LK?

ibckEchie^-V

20 ' WB

Zeirat.

LW .r fremd! de

w Ä eriö- Sw*-

ZG

* a, eoal-, Jj

ZE M

'432JÜL-/'. ldivirk. dieSetaxL-

NdL 8^*1

Ben**- Änfltfrfe -SW-SB

59 ..Jto^5S Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) -----racnmbw

Mittwoch, 10. März 1920

Vie Vereinheitlichung der Post- und Telegrcixhenverwnltnng.

Ti: Post- imb Telegraph, norrwal.ungen ton Bayern imd Württemberg fi llcn, wie be' tonnt, berritJ am 1. Aprtt b-5. Is auf das Reich ü be rget)en Tie StaatSbrrträgc hierüber wer-- bcn in kurzem bi? Nationalversammlung itnb di« süddeutsch! Landesv?rsain mlungen beschäftigen. Naü» autzen hin wird der Uebergang zunächst barin ficht der werden, daß auch in Bayern Reichst tt-- wertzcichc.i zur (Sinfütoin-.g Üommen (Württem­berg bat sie bereis seit 1902'. Ta »oegen lieber- lasiung der RcickiSdruderct nicht fdyn vvm 1. April ganz Bai-ern mit Reichs tu slwer tzeicl)en ver- sirgt werden tonn, dürften zum Tcit auch laycrischc Marken durch Ucbccbrurf als R?id)srostma ton ge- iennzcichitct, neben Reichsrvsttnarken in Bayern vorerst nod) mit Verioendung finden. Sie dürsm auch im übrigen Neick-spostgebü-t benutzt nxrben. 3n den Dost- :mb Telegrapleneinrickstmigen fr:ine in den Vetriebstormen der Reickisvvst und der süd- tevtschen Postdenvaltungeu noch besteigende Ab- wcidnmgen sollen erst nach unb nach verichwinden, um so den Ucbergang reibungslos burd>zufühcen. ^Sei Liesilungcn uitb Arbeiten sollen die Unter- Ttebmcr in Bayern und Württemberg g-mau so bc- ruafidnigt tverden wie anbcrc Unternehmet, bei Lieserungen und Arbeiten für Post- und Tele- graphendienstz wecke in Bayern und Württemberg oie Unternehmet dieser Länder bei gleichwertigen Angeboten sogar vorzugsweise.

Mit dem 1. April tritt auch ba3 Personal 'er bayeriscl>en und toürttembergifdien Dost tn den ireichsdicust über. Alle durch das bisherige Tienst- verhällnis erworbenen Reche bleiben gewahrt. Bis- dnigen Dost- und Telegraplienbeamten von Bayern imb Württemberg ist andererseits gestattet, binnen bestimmter Frist ihreth RMritt in d.-n ^andeSbienst tu eifi'äten. Die neuen Verträge sehr vor. daß baperisch imb württembergische Post- und Tele- xraphrbcamte iljr Einv.rstandnis vorausgesetzt auch nach anderen Teilen des Reichsgebietes dccsctzt werben können, umgekehrt auch btc Ver­ätzung bisheriger Neichspojte unb Telegraphen- beamten nach Bayern oder Württemberg ftatt- finbet. In den Nu he stund tretende Beantte der süd- !>-utschen Postverwaltungen, sowie .Hinterbliebene am verstorbenen süddeutsclien Postbeamten werden wir die gleitfxn Kategorien der ReidtSpvst behandelt ebenso wie dieS für die in den Reichsd'enst über- crctcnbcn bayerischen und württembergischen Ar­beitet und sonstiaeir Angestellten hinsichtlich ihrer Lrbeils- unb Loynbedingungen der Fall ist. Cin- r «f t untren ober Tienststellen der Reick>S-, Posi- mtb Telegraphenvertvallung, die nich m bestimmte Orte gebin.bcn sind, ferner Bauten für WohtfatotS- Ivette, Geucsimgs- und Erholungsstätten sollen, wn>nt angängig, auch in Satjem und Württemberg Mlerge bracht werden.

Tttvche und Schule.

Eine Mahnung ves OberkonslftoriumS zur Ab liefe rungSpfl ich t.

Darmstadt, 9. März. Das hessische Ober- konsistorium hat die Pfarrämter beauftragt, in 'wt in Betracht kommenden Gemeinden an einem <: nächten Sonntage folgende Ansprache zu ver- leien:

TS ist uns von Nwerlässiger Seite bekannt- .,-.ben tvorden. daß die Ernährungslage ' ü u n s e r c m Lande außerordentlich ge- '^^et ist, ja daß in manchen Gegenden nur rrd) aus Tage hinaus die Versorgung mit Brot wayrleistel i|t. Andrerseits wird angenommen, d. ein Teil der Landwirte noch Getreide ab- lerfern föimtc, wenn er nur wollte. Wo es hier <n der norigen Einsicht fchll, muß zur Berhü- hong eines Sitfammenbrud^ unserer Dolksernäh- n.na besonders in den Städten und industrie- ^lchen Gegenden versucht werden, eine andere «lirnnmg imb Stellungnahme der in Frage tom- ntnbcn Landwirte herbeizusühccn. Zweifellos sind OTt der Landwirtschaft unb ihrer unter großer ^hwierigkett geleiteten Mitarl'eit an der Er- -jOllung unseres Volkes in den letzten schweren . '-Wen zu gwßcm Dank verpflichtet, unb sehr tun auch im gegenwärtigen Augenblick in T'lrcferung alleS Entbehrlichen ihre volle Schul-

Andere aber verkennen den Ernst unserer xg', verkennen, daß nur, wenn jeder in vollem o^wußtiein seiner Verantwortung vor Gott und Menschen, unter Ablehnung aller böberen mimte, die ihm durch den Schleichhandel ge- oam werden, gewissenhaft den lleö.richuß von Q^trcibe, Kartoffeln und decgl. restlos ab- vefert, die darauf angewiesene Bevölkerung vor dem Schlimmsten bewahrt werten kann. Ein i isaminenbruch unserer BolkSernäbrung aber v Uhr morgenS. Bei den Ausnahme sch len hat der liffd Wohlfahrt auf bem Land in Frage stellen, k'-öge dal)«r in dieser Stunde der Gefahr bei

1 A'tcrligten volle Einsicht in den Ernst un- wrer Ernährungslage und Beveitwüligkit zur restlolen und raschen Ablieferung bet Er Nahrungsmittel wachsen und so das Schlnnmste verhütet wirocn. Rlöge jed,-r Landwirt es als HN ne. ernste und heilige Pflicht er ton nm, den be» bürrttgen unb notleidenben Dolksgenvfsen mit dem fhm von Gott, dem Derrn aiwertrauten Ertrag seiner Felder beizuitehen und nicht um eines etroainen höheren sümöden Gewinnes willen das gesamte Voltswohl, aber auch fein eigenes unge­störtes Wohlergehen aufs Spiel zu setzen. Die S runde ist (e r ernst. Lasset uns ihre dringende Mahnung nicht überhören.

h. M a i n z l a r, 5. Mär». Gestern Welt Mili >nvnar Walther-Beuern dahier einen gutb suchten MissronSvortrag. Ein Ge'angvortrng des Gemisch­ten Chors verschönte den Abend.

Aus dem AmtAverkündigungsblatt.

** Tas Amts verkündigungsblatt M. 35 tvtn 9. März cnthllt: Betriebsräte«cstb >Fartt?tzung). Einschräntung des Verkehrs mit Krof.fahrzeugen. Ablieferung von Schafen unb Böcken an die Entente. Landespolizeiliche Prü^ funa deS Entwurfs zur Anlage eines Anschluß­gleises an die Dauptlxihn GießenGelnhausen für bie Firma Georg Philipp Gall A-G. in Gießen Gesunden, verloren.

Ter Verkehr mit Kraftwagen ist bis auf weiteres an Sonn- und Feiertagen und zur RachlzeU/verboteTi. TieS Verbot gill nicht für Fahrv-n m bri lacnben Notfällen (wie zur Derbei- «iffung ärztlicher Hilfe, für Krankeiitransporie, bei Bränden und anderen Unglücksfitten) unb für folckse im Austra« einer Behörde. Als dtochrzcil gelten in der $<nt vom 1. Oktober bis 31. März einschließlich bte Stunden von 8 Uhr abends bis 6 Ubr morgens, vorn 1. April bis 30. September einschl-estlich, die Stunden vnn 9 Uhr abends bis 5 Uh rmorgens. Bei den ?lusnabmesällen hat der Fahrer des Kraftfahrzeuges durch eine Bescheini­gung ober in anderer Weife den Notfall od.'r ben Auftrag der Behörde nvchhuweisen. Zuwiderhan­delnde werben unt Gesängaris bis zu 2 Jahren und mit Geldstrafe bis zu 100 000 DP. bestraft, bei mil­dernden Umständen tonn getrennt aut ein»; der beiden Strafen erkannt werden. Abgesehen hiervvn kann das Kraftfahrzeug ohne Rücksicht, ob es dem Täter ober Terknehm-r gehört oder nickt dem Staatr für verfallen erklärt werde': imb der im Besitze des ZuwiderhaTidelnden vorhandene, in dessen Schuppen oder sonstigen Räumen noch la­gernde Betriebsstoff sofort beschlagnahmt und zu Den gesetzlichen Höchstpreisen an Verbraucher ab­gegeben werden.

Ablieferung von Schafen und Böcken an die Entente. Tie Ablisferung eines Teiles (etwa eines Drittels) der von Ober­essen zu liefernden Schafe und Böcke soll etwa Mitte März erfolgen. Ter Oberhessiscl-e Vieh- IjaiiMSucrbanb hat im Auftrage des LrrndeSemäl?- rungsai.ttes in jedem Krerö Schafsachversiändigc mit dem Antons der ab^i liefernden Schafe und Böcke beauftragt. Für den Kreis Gießen sind als Sachverständige bestellt Eberhard Lich 1. in Lon- dvrs imb Georg Leidner II. tn BMingen.

Gefunden und verloren. In der Zeit vvm 15.29. Februar 1920 wurden in hiesiger Stadt gefunden.' 3 Portorrwimoie» mit Jttl-olt, 5 einzelne Handschutze, 1 Gipsfigur, 1 altes Jalw- rab ohne Oianntrrcifen, 1 kleines Taschenmesser, 1 Deckchen, 1 Paar Glacehandschuhe, 1 zweiräd­riger .Handkarren, 1 FilHtzut, 1 Ärckerkragen, ein Tamenhandbeutel und Papiergeld: verloren: ein grüner Jllispelz, 1 zweireihige Kovallenkette, ein Elfimbcin-Anhänger (Rose>, 1 Pelzkragen (Otter), 1 Schirm-Reisehülle, 1 Spozierstock, braun Griff unb gelbes Bonb, 1 brourlledernes Porte­monnaie mit 43 Mk. Inhalt, 1 Lebergeldtasche mit 170180 Mk. unb verschiedenen Quittungen In­halt, und 1 braunes Lederläsckxhen mit 50 Mk. Inhalt.

Vermischte».

* Der »Flammen-SchneiSer" unter Wasser. Da 14 Mlllionen Tonnen Schiffsraum während bes ZlriegeS von deutscher und öftoTrci- d)ifd)er Seite versenkt worden sind, so liegen setzt wahrhaft gewaltig« Schätze auf bem Meeresgrund, unb bie Engländer sind bereits eifrig dabei, zu retten, was nod) zu retten ist. ES haben sich meh­rere große britische BergimgSges;llschaften gebildet, bie von der Admiralität die Erlaubnis zur Or­ganisation der Bergungsarbeiten erhalten habm. Eiiie dieser lSescllschaften hat -wn der mobemfton und besten BergungSschi sfe der mneritonisd''-n Ma­rine erworben unb dies» Fahrzeuge noch mit reichen Apparaten auSgestattet. Die Besahimg ber Schiffe besteht in erfahrenen Seeleuten, bte nidjt über 40 Jahre alt sein bürfen unb sich während bc3

ganzen Welt btt Englänbec

unbccedüigtcn Machtanspr-ächc Fran!reid>) drohte Tie deutsche Presse wirb uie offenen unb versteckt ton Versuche, bie Bevölstrung im Ivkbton Gs< birte bem Deutschen fRcidk abmenbin äh i tarftnd mit noch größerer Avsm.rlsamkeit uerwlneu, al^ ic ihnen bisher entgeaenbrachlc. Die Kollegenj in den bttctztcn Landsche.fteii drückni den ve*ck lammelten Vertretern ber bcutfrfxn Presse in bcirt^ fd>er Treue btc Hand unb geloben ohne llntov- idwcD der Partei in nationaler (^sd)Iossenbeitt alles su tun. um ber Prcffe in ben besetzten Ge­bieten b'.e schwere Ausgabe zu erleichtern imb ane deutschen Rhein deutsche Art unb deutsche Eiv beit zu erhalten.

Dir Viidung eines StaatsiatS in Danzig.

Danzig, 9. März. (WTB.) Dec CberfHit' miffar Sir Reginald Tower Int unterm 6.« eine Verordnung über die Bildung eine» StaatSrats erlassen, wonach der Steet5r«t w* ständig ist für den Erlaß von Verorbmotgen i^setzeskraft, für bte Beschlußfasfun, über bie beingung ber für die Verwaltung crforbwrlidBrt Mittel, insbesonbere über bie Aufnahme von lÄr* leihen unb für bie Entscheidung in AnmlcgcnIxilMr- bie mehrere Venraltungen betreffen, falls -wllch«, den Verwaltuimschess Mein uugs»crsdjid? >-itaH bestehen. Ter Staatsrat besteht aus dem stellver­tretenden Regierungspräsidenttti, dem £betbür|er*' meister der Stadt Dmizig und einem ber ^d.to4<tc der zu dem Freistaat Danzig gehörigen LanokiMseo Ferner treten zum Staatsgut als ßäm.ndnecht^e Müglieder der LaudeSgeriditspräswent, der (Iw ber Eisenbahndi^ktion, ber Ehef der ObcWolkdir«- tion unb ber Chef der Oberpostscreklion hinzu. D« Staatsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzen^ den, der die Geschäfte feitet unb dessen Slellvertrcr« . Sovoeü nicht bie Zustänbigkeil bes Staats, rts V-* grenzt ist ober er sich die Entscheibung vorbehülr? überträgt ber Oberkvmmissar den Vorstehern bet bisherigen Prov in z i al verwal tungsbehö i. b<-n und

bem Landesgerichtspräsidenten die ÄussübruiigS-' befugnisse, bie nach ben preußischen imb ben Neichr- gesetzen bis zum Inkrafttreten des Frieden-ver- trages den Zentralbehörben zusbchen. Die amtlicNe* Bekanntmachungen und Verordnungen des Srao'S- rats erfolgen durch ba8 bisherige RcgierungSrmtS-' bialt, bas in Zukunft unter ber VetoidmunO Etaatsanzeiger für Danzig" erfcheink. Die Ver-^ orbnunpen treten in Kraft am 7. Tage nach Aus­gabe ber Nummer, in ber sie veröffentlicht wurden/ sofern in ihnen nicht ein anbtrer Tag des Inkraft­tretens bestimmt ist.

Erzbergers Steurrerklärung.

Ber lin, 9. Sftärj. (WTB.) Die Unter! nchunH der Steuerangelegenhnt des Rci«k.miuf>'ters ber Finanzen, Erzberger, ist auf Grund ber 3cÜnn<T-5* berichte über den Prozeß Enberg^r-Helffcttd) uris der Angaben in bem in der Sonntag-scui^g^b,- der Dornburger dtochrichten" vom 22. Febcurcr erhh»> nenen Llrtikel vvm Laudesftnanzamt in Ehao- (ottenburg mit der größten (f>!ndlichfeit imb B - schleunigung geffflyrt und abgesc^ossen worden. EI tonn sdwn heute festgestellt 'roerbm, daß Der RoidS- mintfter der Finanzen in seiner SteiewerklärunI wissentlich unrichtige Angaben ber Ab­sicht der Steuerhinterziehung nicht: gemacht hat. Das endgilttgr Ergebnis itxirb tu ben allernächsten Tagen bekannt geg'fcm w rDen.

Rttssisch-finnifckte FricdenSvrHandlungen.

D e l s i n g f o r s, 9. März. (WTB.) Tschita scher in hat der sinuischen Regierung die Äaf-c- nahme von Friedeusverhandliinge»' vorgeschlagen und verspiidtt die gihiftigftett Bedingungen, wenn die Verhandlungen so schnell wie möglich beginnen.

Ein AuSspruch deS franchsifchkn Finanz-- ministerS auf fctr Lyonrr Messe.

Lyon, 8. März. (Wolff.) Nach einer DävaSck meldung wies der Finauzminister grfttttt in einer Ansprache an die L4eranstaltor brr Messe aut den Reichtum des dura- die WiedergcwininmI zweier Provinzen in seiner (Seb..'tttunversetwchM wikderhergestellten Frankrttch hin. Er laqter

lXlben. Ein reu i der rechtsrheinischen, insbcsolidere der lin?S: Heini« Beraungsarbeiten von schon Prcs c rcxanitoltet lusrben Ti? vi.-rstünbigei

x ^.n ,?n z,(Vlainmen« I ciirxh'.t'be, bemer'enowcrto Aussprache führte tut

öo$c< Vl b,c ^eiuväiw? Annahme folgender Entschließung Die * bei getunteren schüfe ge,ch ulen werden. Dieser C> en tagende Versammlung des Vorstandes

ijt jo tonitnitert, daß eine IV ichSrcroandes der deutschen Pii-sse erkennt bid jlien)lCT|lamme unter Wasicr verwendet luetben giv(c Gefahr, bie den besetzten deutschen L-mdernS

rslamme n?rrd durck) emeii Strom von am Rhein und dem Deutsche.i Reich? durch dip komprimierter Lust schützt. Dieser Flammen- ' ' ' "

Schneider wirb natürlich nur oemenbet, wenn da-!

^dntf nid)t mehr als (Ganzes gehoben werden kann. Dies ilt aber bei sehr tncton gesunkenen Schiffen ber Fall: hier können nur die Ladung ynb bie Maschi"en geborgen werben, ein Unternehmen, das sich ober sehr ivohl lo^.t unb aroßc Berdie.lsto ib- roirft- Wcttnenb fürher bie 9.kraung gesunkener -vchifse hauptsächlich non norwegijchen und lol- länbischen llntemebmv'iyen in der ganzen Welt ausgcführt würbe, Haden sich mm btc Engländer mit aller Macht auf diese Industrie gelegt, die gegenwärtig eine reiche Ernte verspricht.

* Eine Christin in einer Moschee. Ein aniigartiger Befall, ber in ben 5tivi|cn b-r ägyptischen Mohammedaner bos größte Auffehen erregte, ereignet: sich vor kurz.-m in ber Ajyar- inoschee in Kairo. Während des Gottes dienst^ brang eine Amerikanerin in bte Mosche? em unb hielt dort eine znxinünbige polittfche R.'de, wobei sich eine starke Zichör-rschoft um sie versamm:lto.

* Wilhelm von Dnmboldt unb der Zuckerhut. Auch gwl-e Männer h-?.bcn ihre kleinen Schwächen unb treiben zuwell?n schnurrige Dinge. Hübsch ist es indessen, wenn sie sich d?s- vegen selbst <in wenig beläch.'ln und aus ihrem Tim kein Hehl machen. Born greisen Wilhelm von Humboldt, bem großen Gelehrten unb Staats­mann, ist ein heiterer Zug trelcr Art m f.ttnen Briesen an seine Gattin ausbewahrt. Der alb: Herr weilte einmal einige Znt fern von seiner Familie auf seinem Oute Ärrgörner imb führte dabei mit seinem Diener zufammen s:lbständ,g den persönlichen Hcms-tzalt. Bei dieser Gelegenheit kam er endlich einmal dazu, fid> einen klein m Lieb- lingswimsch zu erfüllen. Er Bauftt Lebensmittel tm großen ein: 5 Pfund Kaffee, einen ganz-n Hut Zucker usw. Der Hut Zucker machte ihm besonder- Freude. Sdwn darum, weil ihm vvm ganzen Hute niemand etwas stehlen könnte, wi' er schrieb, während daS beim pßmdweifen EinVauf nur zu ldd)i vorkäme. Bor allem aber um eines -inberni 6k* nuffeb willen.Tann habe ich," fo lautet sein Berich! in dem Brief, .Jben ganzen Hut geschlagen, mit eigener Hand! Davon habe ich vielleicht nicht recht getan, aber eS war hier eine brädjtige Schach­tel, in ber einmal ein Kuchen aus Halle gtfommen ist, und cS war längst meine ffte Idee, eine Schach­tel Mit geschlagenem Zucker angcfüllt zu toben. Ich habe sie einmal bei Caroline dorgebracht, bm ab:r immer abgeschlagen worden. Da ich nun hier die Zuckerherrschaft allein führe, habe ich nicht widere stehen können. Damit Grimm vber Skinent:) mid) nicht au5tad)te, ba6e ich das große Werk um Mitternacht vorgenommen und mich, da ich fertig war, ordentlich triumphierend zu Bett gelegt. Wnm nun Caroline wieder kommt, hat sie in vieler Znt nichts zu tun." Der berühmte Gelehrte und Trä­ger höchster Stootswürdeii heimlich um Mitter­nacht Zucker Hopsend wohrhafttg em köstliches Bild!

"DcränderungdeSGeruchssirines Eine interessante Becä. derung Gerud)sfinnes hat der Marburger Professor Dr. F. B. Hof­mann <rn sich selbst beobaditet, wie er in eintm Bor trag irr MarburgerGesellschaft zur Förde­rung der gesamten Naturwisfensctzafton" ausfül-rie. Er hatte oor zwei Jahren infolge eines schw ren Katarrhs sein Geruchsvermögen zunächst fast gänz­lich verloren. AlS eS dann wieder kehrt:, war aber der Geruch ber meisten Stoffe nicht mchr der normale, sondern ein durchaus andersartiger, ihm bis dahin unbekannter. In einigen Fällen ändert' sich dann der Geruch einer Substanz im Laufe der Zeit und näherte sich wieder mehr d?m normalen an. Prof. Hofmann er Hält diese Erscheinung da­durch, daß chemisch einheillidx Substanzen nicht eine einzig?, sondern gleichzeitig mehrere Arten von Geruchsnerven erregen, und da bei ihm ein Teil ber Gerucl-snervenarten infolge des SbatarrM ivegfiel, so wurde der Geruch der Stoffe für ihn ein anderer. Diese Annahme macht audi mandx Er­scheinungen des normalen Geruchssinnes leichter versiändlich.

(In einem Teil der Auflage totebncthU.)

Eine Pressckundged'.tng zum Schuh des deutschen RheineS.

Derlin, 8. März. ^WTB.) Gelegentlich der kürztid) in Essen (Richr) abgehaltonen Sitzung des Vorstandes des Rcichsoecbandcs dec deutschen Presse war vom Reichsverbänd eine Zusammen­kunft der Vorstandsmttglieder mit den Vertretern

Frankreich wirb zum ersten EifenerreRrrer Europas, zum Besitzer der größte« Wasserkräfte, die ihm bald 500000 P^>räe- kräfte liefern werden, wonach noch 8 Million« Pserdekräfte auSzmmtzen bleiben. Der Minister nr.es auf die Fruchtbarkeit des Badens und «ny die »n geheure Ausdehnung deS Ko­lonialreiches hin. Die ftan.wsiscke Artoits- kraft zeige sich in den bereits pottbvackiten D.'i-, stungen für den Wiederaufbau der befrüten Gebtote.-

Die Gräfin.

Roman von G. W. App le ton.

(Nachdruck verboten.)

Erstes Kapitel.

ES ist eine sehr seltsame ®efd)id)t?, die ich im ^griffe bin, zu erzAsten. AlS s« begann, war ich y:abe achtuicdzwanzig Jahre alt. Ich hatte auf der Laiversitäi Edinburgh promoviert. Nach em paar ^ereilen als Sdiisfscrrzt auf einem P.- und O.- Tttmpfer*) erwarb id) mir mit ber Iteinen Summe, b: mir von meinem vätcrlidxm Erbteil noch übrig- ?i>Iicben mar, eine Heine Praxis m einer der süd- !-»en Vorstädte Londons.

Meine Patienteic ivav-n alles arm: Leute, bte Iüj eine Konsultation einschli-etztch einer Flasch: Mchizin oder einer Schackrvl Pillen ob*r einem ki.chSd'en Salbe, wie es sich gerade sdnckt', im janjtn einen Schilling bezahlten.

Für (rntbinbimgen brachte ich bis mäßige ccmme von fünßtom Sd)ülmg in Anscklag und chverschmähte cs sogar nid)t, Zähne zu zielum 8mhcr- oder Backenzähne, das war wir eincrln, W Hilfe einer alten Zange, die ick in d'w von r« ü/^rnomntere t Jnv ntar vorgefunden hart:; Xse Operation kostete die bescheidene Summe von Drmt Sdillling. Die Atasdi.'N am Netz metn?5 Bc- waren um jene Zeit nicht lehr enge, und kW Elritzen verachtete ment Gaumm nid?t.

Das hatte seine guten Gründe. Bald brachte ch nämlich in (Erfaljrimg, daß mein Vorgänger,

*) = D - imb O.-Tampferltme Peninsular- Oriental-Lruic.

bem ich em hübsdieS Sümmchen für die Praxis in bar ausbezahlt hatte, eine gewisse Nngung zum Trunk gehabt und die einstmals ansehnliche Praxis jo sehr vernachlässigt hatte, daß sie nunmehr sehr zurückgegangen war.

Ich warf mich mit aller Energie und einem guten Teil Gewis'enhcftigkit auf ment-: Beschäf­tigung, unb mit Hilfe einiger glückllcher Zufälle verbreitete sich mein Ruf als tüchtiger Arzt tn der ganzen Nachbarschaft, daraufhin wuchs meine Kundsd>aft in der überraschendsten Weise an. O'f- ter5 tont eS vor, daß zwanzig Personen beitzerln Geschlechtes und aller Altersstufen sich tn meinem kleinen Stortejtmmer brängten. und dieser Um­stand brachte cs natürlid) mit sich, daß ich evvn Gehilfen anstellen mußte. Kurzum, ich begann nn* zujchen, daß meine Lage anfing, sich zu verdfftom.

DaS mente Einrichtung anlangt, so muß ich zugeben, daß sie wobl ein wenig schäbig war, wenn ffe vielleicht auch für ihre Z.vocke geiiügto. Eine ^-cke des WardezimmerS diente als Apotheke: durch den Schalter an einem mit Regalen auSg?stattcten Bettchlag vtrabreidrte mein As i ent bte Mebtzm- llaschen. Rings an ben Wänden standen Bänd imd darüber hingen tn leuchtenden Farben Erinn.'run- gen an manch vergangenes 2Seiljned)t5fei"t, farbig? Bilder, rwc sie dieIllustrierte Presse" bet bteier Gelegenheit in dir Welt hnausiu'enden pflegt. TaS wichtigste von all ben Dingen, dir das Auge m bi ei cm Zimmer erblickte, war ein grofe^ Me> singschild an einer Türe, dar bie Inschrift trug:

Sufiu5 Pertgord

Dr. med.

Sprechzimmer.

Hinter dieser Türe nänilich saß ich zu besttmm- ten Tages» und Abendstunden an einem Tisch in würdiger Dalttmg und empfing meine Patienten.

Wenn ich nun auch so gesetzt auftrat, wie cs einem Arzte ziemt, der Erfolg zu habrn wünscht, jo hatte ich doch damals wenigstens jene An von Liebenswürdigkeit an mir, wie sie den ft-rauen angenehm ist, und ich bemühte mich vor allem, mich bei den Müttern Leiner Kind?r und jogar bei ben Kindern selbst einzuschmeichlln, eine Methode übrigens, die ich allen jungen A.'rzten zur Nachahmung anS Herz lege.

Binnen kurzem steigerte sich auch die Zahl meiner Fünj-elnt!dfillrugrälle sprungwei e in gl.n- chem Maße, wie sich meine Praxis tm allgemnnen verbesserte, und bald tonnte ich mir mit gutem Gewissen in enter bessevm Straße der Nachbar­schaft eine Privakwvhnung mieten. Dort befestigt: ich ein weiteres Messingschilb an der Tür?, richtete mich NwaS behaglicher als bisher ein unb tonnte tn Bälde recht amtefjmbave Erfolge aufaviton.

Gerade zu jener Zeit erngnete sich ein Borfall, ber an sich zwar unauffällig unb alltäglich genug war, pber ^u*ben iveiteven Folgen führen sollte, von denen im Berlaus dieser GeschichS: dir Reoe jein wird.

ES war in einer SpLtde?bstnacht. Ich hatte gerade nach einem feto anstreng reden Abend die Türe zn meinem Sprechzimmer abgefchloffre und blieb stehen, um meine Zigarette anzuzünden. Da tarn eine armselige kleine Gestalt, bellecdet mit einem mächtigen, aber recht schäbigen Fckertott und einem obgrtt-'genen Belvttiockett, dos ihr fast bis zu den K.wcheln reichte, aus mich zu und berütyrte Inte meinen Arm.

Sind Sie ber Doktor Perigarv? fragte sie.

Beim Scheine meines Zuntcholzes sah ich bv Fragerin in daS Anttitz, das migstliche unb ooch frische Gesichtchen eines etwa ^'chzehmätoige« Mädchens.

jawohl, der bin ich, erwiderte ich.

Gut. Wollen Sie dann mtttommen imb nach unserer Gräfin sehen?

Die Frage tarn mir ein wenig komisch vor. MS ich ber Kleinen verblüfft äte Gesicht schaute, fügte sie rasch hinzu:

Ja, ja! ES stimmt schon. Sie is lchr bei gierig darauf. Eie zu sprechen.

D« Gräfin?

Gewiß, Herr Doktor.

Wo wohnt sie denn?

Drunten bei uns. Ponfisex Sguare 19.

Ich kannte den Pontifex Square recht gut, ES war tüte kurze Sackrasse, ou an. der Mmuk enter Brauern endete und aus beiden Seiten tov kleinen -weis,öckigen verputzten Häischsi mit tvre- rigen Borgärtchen flankiert war. Bton tonx't den Platz nicht gerade schmutzig namen, aber in y^»nix>« gab eS sicheriid, keinen armskligeom und schcchf gerenSquare", als dieser es war.

WaZ ist beim mit eurer Gräfin los? Tragt: nh.

Weiß nich', Herr Toftor, ^veaigstkns w ich imb meine Mutter glauben, nichts BenrndooLS. Sie läßt ja immer Doktors zu fick kommen: '» is ihr Steckenpferd, sagt Baler, und Mutter hat ihr. von Ihnen erzähll. Sie lernten doch Frau Mick- ligwt, tn Nummer 13, nicht?

O gewiß, erwiderte «ü. Ich tonne Frau Mul- ligan sehr gut. Hoffentlich gcht's den Zwillinge« recht gut, wie?

(Fortsetzung folgt.)