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Schwierigkeiten tatsächlich entstehen könnten und I vermerk bei Einreise in bas Allensterner Bolks- beantragt dal-cr besondere Satzungsänderungen des > abstimmungsgebiet^ — Zuckerverbrouchsregelung.
— Ausgabe nun Süßstoff. — Viehseuchen — Ge-
440,
Hschsc^«lnaehrrehten
336,65
341,15 341,85
Kriegs-
257,50
153,
184,
Rettet uusereKinder
288,50
315,
270,
435,50
232,
233,50
235,
Die akademische Abteilung des D.f.B. j 4°/,Hefl.Staatsanl. errang bei den WettkämpfeL der Universität Gießen I Electron Griesheim
300,
288,25
283,50
349,25
298,-
Lurs 7.7.
79,50
215,-
271,75
7.7.
14,80
7,50
16,25
12,15
Devisenmarkt.
Geld Brief
153,-
138,-
183,25
624,35
619,35
831,65
162,30
227,75
148,47
37,50
313,65
674,30
600,40
22,59
25,97
84,15
23,52
239, 271, 239, 294;
Kurs 8.7. 79,50
Ml daß un-
Zürich Amsterdam . . Nopenl,ag«n. . Stockholm. .. 2Uien......
Prag
8. 7. 14,75
7,50 16,25 12.1C
Wiarknotternugeu.
Datum:
beantragt ....
Berbanoes. v
Stadtv. Mann wünscht Anschluß an die
Geld Brief
8. Juli
638,15 623,15 829,85 160,20 229,25 148,90
37,70
321,35 675,70 601,60
22,53 26,03
85,10 23,68
625,65
620,65
833,35
162,70
228,25
148,77
37,60
314,35
675,70
601,60
22,65
26,03
84,35
23,58
Sport.
— Leichtathletik. Am vergangenen Sonntag. 4. b. Mts. wurden in Marburg a. L
8.7. 79,50 71,40 60,40 70,10 152,- 257,- 200,- 163,- 152,50 140,- 183,50 178,50 288,- 285,25 364,50 313,25 214,- 274,- 407,- 439,- 348,- 298,- 179,-
vermisehtes.
* Wangeroog, 8. Juli. (Wolff.) Beim Baden ertranken gestern nachmittag fünf junge Mädchen. Trotz mehrstündiger Wiederbelebungsversuche mit Sauerstoffapparaten ist keine gerettet.
Brüssel-Antwerpen .
Christ! cnsta Kopenhagen Stockholm Helsingsors. Italien
London
New-Park. , .. . .
Paris
Schweiz
Spanien
Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg.
Prag
Budapest Bulgarien '
Konstantinopel. . .
Kurs 7.7.
79,50 71,40 60,25 69,40
153,- 257,50 199,50 172,5o 151,—
138,- 183,50 177,50 287,- 237,-
305,- 317,- 210,-
274,- 409,- 447,75 350,- 300,-
180,50 405,50 226,- 275,-
636,85 621,85 828,15 159,80
228,75
148,60
37,60 320,65 674,30 600,40
22,47 25,97
84,90 23,62
folgende Preise: 100-Meter-Lauf: spritz Knöppler 1 den 3. Preis: Kugelstoßen: Grotrwold den 1. mit I 10,60 Meter, Kolb den 2. mit 9,93 Meter: SBeit- sprung: Grotewold den 2. mit 5,23 Meter, Krep- ping den 3. mit 5,20 Bieter; Speerwerfen: Grotewold den 2. mit 32,83 Meter, Stoib den 3. mit 30,45 Meter: Diskuswerfen: Grotcnwld den 1. mit 28,95 Meter: Hochsprung: llolb den 1. mit 1,48 Mefer; 400-Meter-Lauf: Kolb den 3.; Drei- karnvf: (Kugelstoßen, Hocksprung, 100-Meter-Lauf) Kolb den 1. Preis mit nur 1 Punktoeriust.
Stenographie.
*♦ Der hiesige Sten oyra pH en verein Babelsberger l>oti 18 61 hielt am 30. Juni im Postkeller eine außenordenlliche Hauptversammlung ab. Auf der Tag^ordnung stand neben der Neuwahl des Vorstandes die Erhöhung der Mitgliederbeitvägk, die durch Beschluß ab 1. Juli 1920 auf 10 Mark pro Jckhr festgesetzt wurden. Tie Ethbhung bex Beitoas.' wird in der Lmuplsiache durch die infolge b?r allg-meinen Teuerung autzevordentlich AesNTgenen Preise stlr Trucb- sachen usw., Porto-lKhöhuug, ferner Vergittung für die Unterrichtsleiter und Erhöhung der Be- -irks-, Verbands- und Bundesbeitr^ige bedingt. Für Lehrlinge und Schüler bleibt mit Räch'icht darauf, datz dieselben noch Fein nennenswertes ErrrSornmen haben, der bisherige Jahresbeitrag von 6 Mk. bestehen. Ter Vorstand wurde neugewahlt.
die ursprünglich vom Vogelsberg kamen, wurden durch die Senkung des Dorlofstales ihres Oberlaufes beraubt. Besonders reich ist der Kreis Gießen an geologischen Funden, die uns Einblick in das Werden unserer foeimat geben. Der Redner bittet, bei mineralischen Funden dem geologischen Institut im Interesse der Wissenschaft Mitteilung machen Lu wollen. — Im Anschluß an den Voxtrag sind Exkursionen beabsichtigt. — Im zweiten Vortrage schilderte Lehrer Wolf- Offenbach seine 4'/°jährige sibirische Gefangenschaft und die' Wirkung der grotzefi politisäfen Ereignisse in
«Sr»enkurse.
(jrankfurt Berlin
Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs
^.'Marburg, 7. Juli. In einem schlag am schwarzen Brett wird mit geteilt, bedürftigen Studenten in Skandinavien entgeltlicher Ferienaufenthalt nachgewie!- sen wird und unterernährte Skudenten durch ebenfalls aus Skmtdinavien überwiesene LebensmittÄ- pakete unterstützt werden können. Bewerbungen sind bet den verschiedenen Fakultäten einzureichnr.
die diesjährigen Meisterschaiten in Leichtathletik für dep Bezirk Obcrhessm des Westdeutschen Spielverbandes crusgrtrag-n. T-a Marburg durch ferne sportliche Leistung:n weithin bekannt und an führender Stelle in unserem Bezirk steht, konnte man äußerst scharfe und intercs ant: Kämpfe sehen. Vom Verein für Bewegungsspi le Gießen wurden folgende Preise errungen: Klasse der Senioren: 2. Preis im dochsprung -1.55 Meter) Vans Thöt, 3. Preis im 100-M^ter-Laus (121 /10 Sek. b i Gegenwind) Hans Thot. Klasse der Anfänger und Junioren : 2. Preis im 1000-Meter-Lauf Fritz Sopp, 2. Preis im 400-Meter-Lauf Duala Misipo, 1. Preis 4x 100-Meter-Stafette, 2. Preis in der Schwedenstaiettc sM)—300—2 D—100 Meter), 3. Preis in der Olhmp-Stafettc <800—400—300— 200 Meter).
unpen, vcr to ven.
Oeffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln aus der (hmfe 1920 und berat Vöchstpreife. Vam 22. Juni 1920. Frühkartoffeln, die bis zum 30. Juni 1920 geerntet und geliefert sind, werden von der öffentlichen Be- wirtschastung freiaclassen und keinem Höchstpreis untenvjrfen. Frühkartoffeln aus feldmäßigem Anbau fallen nicht hierunter; diese dürfen vor dem 1. Juli 1920 nur mit Zustimmung des für den Erzeuger zustehcnden Kimmunalverdandes abgeerntet werden. Vom 1. Juli 1920 ab tritt bfe öffentlick>e Bewjrtschasttmg der Frühiortoffeln ein. Ter Höchstpreis für Kartoffeln «aus der Ernte 1920 beträgt i m Monat Juli 1920 35 Mark ür den Zentner. Dieser Preis ist Höchstpreis im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreise. Ter Höchstpreis gilt für die in Hessen erzeugten Kar- tosseln und für den Verkauf durch den Kartoffelerzeuger. Er gilt für die Lieferung ohne Sack, sowie für Barziahlmrg beim Empfang; er sclstießt die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des Ortes, von dem die Ware mit der Bahn oder zu Wasser versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein. Für Lieferung gesackter Kartoffeln. ausschlieÄich^ Sack, frei Keller des Bestellers, kann höchstens ein Zuschlag von 1 Mark zu dem Höchstpreis von 35 Mark für den Zenttier gefordert werden. Bei Lieferung der Kartoffeln vom Lager eines Kommuaialverbnrdes, einer Gemeinde ober eines Händlers erhöht sich bet Zuschlag von 1 Dtork auf höchstens 2 Mark für dm Zmttier. Bei Siefenmg durch den Erzeuger innerhalb seines Wohnortes frei Keller ober an einen Ort im Umkreis von nicht mehr als 4 Kilometer frei Keller darf der Aufschlag höchstens die Hälffe der im vorhergehenden Absatz genannten Sätze betragen.
Zpckerverbrouchsregelung Tie für den Monat Juli zustehende Zuckernwnge in Höl-e von 1250 Gramm auf den .Kopf der Bevölkerung gelangt zur Ausgabe. Es rönnen ruf die Zuckermarken 150, 161,152,153 und 154 je 250 Gramm — 1250 Gramm bezogen werden. Mit Ablauf des 30. Juli l. Js. verlievLN bfe Marken 150, 151, 152, 153 und 154 ihre Gültigkeit.
Schweinerotlauf ist in Steincheim und Lollar sestgeftellt toovden.
Gefunden und verloren. In der Zeit vom 15. bis 30. Juni 1920 wurden in Gießen gefunden: 1 Walser -bzw. Gasschlauch, etwa 10 Meter lang, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 2 Handtäschchen mit Jsthalt, 1 Herrenfilzhut, ein Halskettchen mit Anhänger, 1 Briefmappe mit Militärpaß usw., 1 Teil eines Fingerrings, 1 unechtes Kettchen und Papiergeld; verloren: 1 Nä'h- maschinenschiffchen, 1 silberne Armbanduhr, eine gotbene Tarnenuhr mit Sekt- und Weinzipfel, eine silberne Herrenuhr mit Nickel lktte und Gdhäuse. 1 ledernes schwarzes Gekdmäppchen mit etwa 50 Mark Inhalt, 1 goldene Herrenirhr mit Spruug- deckA und Bier;ipfel mit ein Pafet mit znxi weißen Blusen.
ICird^e unb Schule.
+ Gießen, 8. Juli. An der gestrigen' Kreislehrerversammlung in der Universität beteiligte sich die gesamte Lehrerschaft der Stadt und des Kreises Gießen, so daß der Hörsaal überfüllt war. Prof. Dr. Harr afj0 wid sprach über „Die geologische Geschichte des Kreises Gießen". Der Kveis Gießen gehört zum westlichen Vogelsberg, die Lavaströme seien in manchen Gegenden zu mehreren übereinander geflossen, das erkennt man in den Stein- brücheu zu Beuern, Londorf und bei der Ganseburg. Lava und Tuffe bauten unsere Gegend auf. Später wurde der westliche Vogelsberg eingeebnet, die Verwitterung einer tropischen Zeit setzte ein. Es bildeten sich Eisenstein und Bauxit. In der Horloffsenke bildeten sich Moore, es entstanden die Kohlenlager, z. B. bei Trais-Horloff und Wölfersheim. Nach der Festland-eit folgte eine Einbiegung des Mainzer Beckens. Die Lahn hatte ehedem einen andern Laus. Wieseck und Lumda,
Datum: 7. Juli Amsterdam-Notterd. 1326,15 1328,851328,65 1331,35 ---- " ■ " ...... rr 337,35
Datum: 5°/„Deut.Kriegsanl. 4°/gDeut.Reichsanl> 3"/oDeut.Reichsanl. 4° n Preuß. Äonfels Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Bank . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Pakeff. NorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D -Luxemb Dergro. Velsenkirch.Dergw. Harpener Bergbau Obe schl.Eisenb.2D. Oberschles.lkisenind. Phönn-Brgb..Lkt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerke Elektt. A. E. G. . . Schuckert-Werke. . Felten. Guilleaume Daimler Bud.-Tisenw.-Akt. Adlerwerke . . . .
ychndel.
Berlin, 8. Juli. Börsenbericht. Die Kursbildung an der Börse war nicht gleichmäßig, doch überwogen Kursbesserungen. Einen größeren Umfang nahm das Geschäft nur in Petroleurnoktfen und oberschlesischen Montapwerten an. Deutsche Erdöl notierten 1425 bis 1625, Deutsche Petroleum 870—845—875. Steana Romana gaben 25 nach. Von oberschlesisckien Papieren stiegen Bismarckhütte 25, von rheinisch-westfälischen Papieren Man^mann 13 Proz. Hösch verloren 12 Prvz. Chemische Werde waren fast durchiveg mäßig abgeschtvächt. Von Elektrowerten Felten- Guilleaume 30 Proz. Von sonstigen, Papieren waren Daimsssr und Deuffche Waffä mäßig höher. Kvlonialwerte waren vernachlässigt. Otaoi büßten 30 Prozent ein. Auf den übrigen Märkten einschließlich des stientrnmarktes ging es recht sttll bei unwesentlichen Kursveränderungen zu.
Frankfurt a. M., 8. Juli. Börscu- stimmungsbild. Die Abendbörse nahm einen festen Verlauf und das Geschäft gestaltete sich ver- eiirzelt recht lebhaft. Besonders waren wiederum Auslarrdsaktien bevorzugt. Deutsche Petroleum 865.—, Deutsche Erdöl ruhiger und etwas abgeschwächt 1580.—, SüdskL-Phosphat 1975, For- sayth 2200., Schantungbahn 670 plus 13 Proz. Otavi-Genußscheine 665.—, büßten 20 Mk. ein. Moutaupapiere behaupteten den Kursstand. Fest lagen Oberbedars 215—, Deutsch-Luxemburg 283Vs, Elektr. Bergmann verbesserten ihren Kürs- stcmd auf 229Vi, Licht und Kraft 130.—, luton den zirka 4 Prozent gesteigert. Es notierten ferner Metall-Aetzwerfe Münckien 145.—, Me- tall-Äingwerke 2173/4, plus 23/*, Zellstoff Aschaffenburg 349.—, plus 4 Proz., Adlenverfe Kleper 233V2, Plus S1/?, MaschinerrfaVrik Eßlingen 215.—, plus 4 Proz., Fahrzeug Eisenach 152.—, plus 3 Proz., Schamotte-Annawerk 221.—, plus 6 Proz., Scheideanstalt 513.—, Bad. Anilin 435V2, Maschinenfabrik Dürkovv 450.—. Hamburg Pccketfahrt stellten sich aus 1831/«- Schantungbahn, welche auf 664 zurückgingen, notierten nachbörslich 675.—. 5proz. Reichsanleihe 7972-
Köln, 8. Juli. (WTBJ In der heutigen Generalversammlung des A. S cha a f f haus e n- f eben Bankvereins A. G. wurde die Drm- dende auf 8 Proz. (i. 23. 7 Proz.) festgesetzt.
Frankfurt a. M., 9. Zulu
Rußland auf die . . .. . . „
aesangenen. — Kreisschulinspektor Prof. Dr. Alles machte bann verschiedene amtliche Mitteilungen, von welchen besonders erwähnt fei, daß ein Vater, der seinen Sohn dauernd der Fortbildungsschule fernhielt, für 29 Versäumnisse mit einer Strafe von 800 Mk. bedacht wurde. Prof. Dr. Alles wies ferner auf das neu erschienene Buch „Der Schlund" von Alfred Bock hin. — Zum Schluffe erfolgte die Vereidigung auf Reichs- und Landesverfassung durch DandHeben und llnterfebrift.
wirtschaftlich führenden Städte
Beig. Krenzien teilt mit, baß nunmehr größere Städte in bie Organisation eintreten I wollen In ähnlichem Sinne spricht Stadtv. Ebel, I Höll aber das Bleiben in der Organisation einst- 1 weilen für ratsam. Es sprechen noch die Stadtv. 1 Höhn, Krausmüller, Neuen tragen, 1 Mann, Fourier Ebel, Seid, Kling- I spor, die eine Sonderregelung speziell he > her Fragen für erforderlich erachten.
Die Anträge des Rechts- und Vorschlag-auS- l schusses werden dahin ergänzt, daß bei den Be- ■ amten- und Besoldungsfragen die speziell heffi- 1 scheu Berhältniffe besonders geregelt werden.
Der Voranschlag der Plockschen Stiftung für 1920 schließt in Einnahme und Aus- i gäbe mit 7077 Mk. ab. Wird angenommen.
Für die A m m 0 n i a f a n t a g e de- Gas- i Werkes ist eine Kreditüberschreitung von 11000 । Mark zu genehmigen. Die Anlage rentiert gut.
Die Lohnzahlung für bie städ11 - 1 scheu Arbeiter an den Streiktagen an- < läßlich des Kapp- Puts ches ist in Darmstadt ; mit 4—5 Stunden vergütet worden, in Mamz und Offenbach wurde der Lohn nicht abgezogen. Dort wurde auch nur 1—2 Tage gestreikt. Es wird für Gießen von der Betriebsbeputation beantragt, ■ 3/4 des Lohnes zu gewähren, tom Finanzausschuß iebod) vorgeschlag-eu, nur denn Lohn zu zahlen, die infolge des Streiks der andern nicht arbeiten 1 konnten, da die Arbeiter entgegen dem Wunsche der Stadtverwaltung gestreikt haben und keinerlei Versuche gemacht mären, dem Kapp-Putsch auch hier den Boden zu bereiten.
Stadtv. Neuen Hagen stellt im Namen der Deutschen Volkspartei sich auf den Stand- 1 punkt des Finanzausschusses, da der Streik kein politisches üampimittel sei. Der Generalstreik mar zu verwerfen, da man einen Anschluß an bie Berliner Regierung hier nicht befürchten mußte. Der Streik wurde in Gießen ausnahmsweise streng und terroristisch durchgeführt.
Stadtv. Ebel ist der Ansicht, daß der Streik in Gießen nur Demonstrationszweck hatte imb daher nur ein Tag hätte gestreikt werden dürfen. Mit Rücksicht aus bie Haltung der Regierung ift bie demokratische Fraktion für den Antrag des Finanzaue-schusses.
Stadtv. Sch mahl stellt sich int Namen der Deutschiiationalen Partei aus den Boden des Antrags des Finanzausschusses.
Stadtv. Mann verteidigt als Mehrherts- sozialist bc.i politischen Streik und beantragt Auszahlung b?:: vollen Lohnes.
Stadtv. Fourier schließt sich im Namen der Unabhängigen den Ausführungen Manns an.
Stadtv. Michel erklärt feine persönliche Stellungnahme
Beig. Ülingspor siebt nicht ein, warum im Gegensatz zu Darmstadt der Streik durchgeführt wurde und spricht ihm jede Berechtigung ab.
Stadtv. S ch in a h I beantragt namentliche Abstimmung. Dies geschieht.
Der Antrag, den vollen Lohn zu gewähren, wurde mit 18 gegen 13 Stimmen abgclehnt bei 2 Enthaltungen.
Der Antrag, % des Lohns (3 Tage) zu gewähren lAutrag der Betriebsdeputation) wird mit 17 gegen 13 Stimmen angenommen. Tie Arbeiter, bie gezwungen waren, zu stteiken, erhalten vollen Lohn.
Dem Kaninchen- und Geflügelzuchtverein der Eisenbahnbediensteten wird ehi Zuschuß von 300 Mark, ein Ehrenpreis von 30 Mk. bewilligt: dem Kchlijlchenzuchtverein ein Ehr.nprcis von 30 Mk. Gegen die Ehrenpreise sprechen bie Stadtv. Fourier, Krausmüllcr und Otter.
Ter Ob-whessischeii Volkszeitung wirb bie Erhöhung des Zu len Preises gewährt.
Für B e s ch a s f u n g von Holz aus ober- hessischen Obersörstereien wird ein weiterer Kredit von 100 000 Mk. bewilligt. Stadtv. Höhn hält bie Länge der Holzstücke für wirtschaftlich nicht vorteilhaft und wünscht, daß sie kleiner unb gleichmäßiger geschnitten werden.
Tie Beit ittserkl-ärung zur Teerverwertnngs- gesellsch-nft in Offenbach wird ffiitgiebeiden. Es sotten drei Aktien von 1000 Mk. erworben werden.
Zwei neu ernannten Polizeiwachtmeistern iver- dcu zur Beschaffung von Uniform und Ausrüstungsgegenständen 6032 Mk. bewilligt.
Ter Gießeirer Rudergefellschaft von 1877 wird zur Uferbefestigung Holz aus dem Stadt- wcklb im Werte von 1500 bis 2000 ME. bewilligt. Es sprachen besürtvorfend Beig. K l i n g s P 0 r und Stadtv Kreiling und Mann.
Als letzter Puntt ber Tagesordnung stehen elf S cha n f g e) u d; e zur Beratung, von denen acht Uebergangsge'suche sind. Ausgesetzt wird bie Ge- nelnnigmig für Hans Noll, Neustadt 28, abgefehnt ofe Gesuche Sclüttmg, Bismarckstraße 6 a, Radtke, Walltorstraße 34. Genelmrigt die Gesuckx Schrimpf, Miser-'Allee 4; Stephan, Schillerstvaße 14; Teu- L^..^^"denstraße 2; .Löber, Selfersweg31; Burk, WaiserhäuScheu am Neuenweger Tor; Giesel. Bahuhofstr. 42; Bick, Kaiser-Alloe 122 (Schützen- Haus»: schneller, Hammstvasfe.
Nach Lochluß der Tagesordnung stellen die stadtv. Otter und Frau Martin nochmals Anfragen wegen ber l>ohm Obst-weise und Ueberschrcituugen der Richtpreise. - Frau Kramer wünscht, daß Einmachzucker aus- ßcgäben werde wenn auch auf Kosten der Winterration. — Auf Anfragen zur Gas ver sorgung - teilt Direktor Steding mit, baß der Gasverbrauch in den letzten Monaten so in bie Höhe gegangen ist, baß wir es mit unseren Kohlenvorräten kaum burchhalten können. Die Sperrstunden werden jedenfalls wieder weiter auSaebebnf merken müssen. — Stadtv. Grode rügt, daß das Miet- einigungsamt in einzelnen Fällen Mietpreis- steiaeruNgeu bis zu 50 Prozent bdüilhgt habe und verlangt als einheitliche Nick)tlinie 15—20 Prozent, wie in Preußen. — Frau Sörens klagt über bie schlechte Zufuhr an Kartoffeln in den letzten Tagen.
Hiermit schließt 8.15 Uhr die öffentliche Sitzung.
Ein Antrag Winn, die Bürgeriteige zwischen Bahuhoi und Friedrichstraße sowie im westlichen Teil der Frankfurter Straße als Notstirnds- arheiten zu befestigen, wurde ber Baubeputation überwiesen.
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
** Das Amtsverkundigungsblatt 9er. 94 vom 8. Juli enthält: Bekanntmachung irr neuen Fassung der Reichsgetreibeordnung.Schluß)'. — Beivirtschxiftung ber FrHhlortoffeln. — Bau- stoffbcwittichofttrng. — Portopslichttger Schrift^ wechsel zwischen den einzelnen Behörden. — Sicht-
Büchcrtisch.
— Ter bekannte Führer des Verbandes Deutscher Ostseebädcr ist soeben für das Jahr 1920 erschienen. Eine kurz gefaßte Be- fchreibimg sämtlicher dem Verband'.' angehöriger Bäder mit allen wissenswerten Angaben in Bezug . auf Lage, Unterkunft, Aufenthalt, Mnrtarc usw. er« möglulu einen schmollen Uebcrbticf über bv besonderen Vorzüge und Eigentümlichkeiten jedes ein.^e - nen Bades und erleichtert die Wähl eines geeigneten Erholunqsorte-o unter brr großen Zahl derselben. Der Führer ist durch die GeschäftsNelle des Verbandes in Berlin, llutpr den Linde.i 76a, durch die Vertvetungen desselben in fast allen größeren Städten, solche durch» den Buckstiancel zum Preise von Mk. 1,60 einschließlich Porto zu beziehen.
Müller'sche Bndkünftült.
Wasserwürme der Lahn: 17 Grad R.^
(In einem Teii der Auflage wiedwhvlt.)
Die Dauer der Konferenz von Spaa.
Amsterdam, 8. J-uli. (WTB.) Der Korrespondent der „Times" meldet seinem Blatte, daß die Konferenz in Spaa wahrscheinlich am Sonntag zu Ende sein würde. Es sei davon die Rebe, daß verschiedme Kommissionen ernannt werden sollen, in denen auch Deutschland vertreten fein toirb, um die Einzelheiten der Fragen der Entwaffnung, der Kohlenlieferungen und SBiebergiit* .mnchung zu besprechen, während die allgemeine Konferenz Ende Juli in Ostende wieder aufotnom- men wmche.
Das österreichisckfe Kabinett.
W ien, 7. Juli. (WB.) Die Nationalversammlung wählte die Regierung in dem bereit» gemeldeten Zusammenhang, gemäß dem von den Christlich-Sozialen, Sozialdemokraten und Großdeut- fchen gemachten Vorschlag. Nur bie Wahl des Staatssekretärs für Volksernährung unlrrtfieb, bev ber bisherige Staatssekretär Kvwvnfeld-Nuß die Wiederwahl wegen der gestrigen Bestimmimgen der Nationalversammlung bei dem Getreidebewirt- schaftungsgesetz abgelehi>. l>atte. Der Vorsitzende gab eine kurze Erklärung ab, die das Kabinett als unpolitische Ueber gang s regier ung von unbeschränkter Dauer vorschlägt. Er erklärt, das Kabinett werde, sich auf strenge Beobachtung und Turckführung ber Gesetze und auf sttengste Ob jektivität der Verrvaltung beschränken. Er werde mit größter Uitzrarteilichkeit für bie friedliche Durch führung der Wahlen sorgen. Von der Regierung erwarte er die Erledigung der Vermögensabgabe unb damit im Zusammenhang bie baldige Durchführung ber Verfassung und einer Reihe oon Ge fetzen sozialer und wirtschasllicher 96atur. Nach ber Abgabe ber Erklärung, worin festyestellt wurde, daß die Parteien nur -u Den von ihnen gewählten Regierungsmitgliedern Vertrauen yaden und sich gegenüber den Regierungshcmdlungen freie Hanb Vorbehalten nwllen, wurde bie Sitzung geschlossen
Dir Wirtschaftsvrchandlunym mit Rußland.
Amsterdam,'?. Juli. lWvlff.) Ter „Tully Heralb" läßt sich aus Kristiania melden, daß Krassin nach Moskau mit einer Note Lloyd Georges gegangen sei, in ber bieser Vorschläge, daß Richland und England beiderseits die F e t n b - feli gleiten einstellen und sich jeder Pro paganda oder jeder Einmischung in die inneren Angelegenheiten der anderen Seite enthalten sollten. Tie Note erwächnt nichts von den von ber früheren russischen Regierung eingegangenen Schulden, sondern verlangt nur, daß die Röteregfenmg bie Schulden :für die Waffenlieferungen und die sonst geleisteten Dienste anerkenne.
Gencraloffenside der Bolschttvisten.
Ko pen ha gen, 8. Juli. lMTB.) Nach einem Warschauer Telegramm besagt der letzte polnische Heeresbericht: Gestern begann der erste (?": Teil ber seit langem geplanten bolschewistischen Offen* sive. Tie bolschewistische Kavallerie inttcrbrad) die Eisenbalmlinie Kowcl-Kiew. Südösllich Bobrinsk griffen die Bolschewisten an.
Wie der Warschauer Korrespondent der „Ber* lingsfe Tidende" erfährt, kann jeden Augenblick das Eingreifen einer Westmacht zu Gunsten Polens erwartet werden. (?)
Griechisch-italienische Zusammenstoß.
Am sterd am, 7. Juli. (Wolff.) Wie die „Times" aus Smyrna unter dem 3. meldet, tarn es im Süden von Smyrna zwischen Ain-Sesid und Tnrbaly zwischen griechischen unb 11 a lienischen Truppen zu Zusammenstößen, als die grieckstschen Truppen zwei Stellungen innerhalb der italienischen Linie besetzten. Die Italiener forderten bie Griechen auf, die Stellungen zu räumen und eröffneten, als dies nicht geschah, das Feuer. Die Griechen erwiderten das Feuer mtb es gab auf beiden Seiten Berletzte.
Gencralmabilisatton in der Türkei.
Konstantinopel, 7. Juli. (WTB.) Ha- vas. Einer Privatmeldung zufolge hat Mustafa Kemal Pascha die General Mobilisation und Zwangsrekrutterung aller wehrfähigen Männer ohne Unterschieb der Religion angeordnet.
Der Bürserkrieg in Albanien.
Belgrad, 7. Juli. (WTB.) T«s südsta- wische Pressebureau meldet: Nachrichten aus UeskÜb besagen, daß in Albanien die volle llltion cmsgänwchen ist. Tie Regierung von Tirana bat neue Truppen oramifiert, die Kroje bombardierten und fest volmrndig zerstörten. Auch in CldaHan soll der Bürgertriog aussebvschen febi.
N»#hmiUa«stee
Frühete
Autohalle,


