Einzelbild herunterladen

Nr. 15|

Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags.

Bezugspreis:

Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMark 10 80 einschließlich des Bestell­gelds; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech- Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Siehrn.

Postscheckkonto:

Frankfurt a. M. U686

Erster Blatt

U0. Jahrgang

rNontag, 7. Juni 1920

General-Anzeiger für Goerhesien

ÄS

W

1

Druck und Verlag: Brühl'sche Univ.-Vuch- und : teindruckerei R. Lanze. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7.

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen v.34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Plah- vorschrist 20",n Aufjch'ag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Fenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

. Vie Wahlergebnisse.

Die vorliegenden vorläufigen Wahlergeb- üisse bestätigen die Erwartungen, die man hegen 'ßoimte: Ablrmnderung der Mehrheits­sozialisten zu den Unabhängigen und Ver­stärkung der Rechtsparteien aus den Reihen der Demokratie. Man darf der Gesamtabreck)- nung im Reiche nicht vorgreifen, aber die interessanten Ergebnisse der Abstimmung in hessischen Städten läßt immerhin bemerkens­werte Rückschlüsse zu. Einige hervorstechende Merkmale der diesmalig n Wahl wollten wir im Anschluß an Einzelergstbni;se nachstehend feststellen. Zunächst interessiert uns natürlich die Albstimmung in Gießen. Etwa 2200 Stimmen sind in Gießen weniger abgegeben worden als bei der Wahl zur Nationalver­sammlung. Davon entfallen 800 Stimmen auf die sozialistischen, 1403 auf die bürgerlichen Parteien. An deren Spitze hat die Deutsche Bolkspartei einen Gewinn von etwa 2600 Stimmen zu verzeichnen, während die Demo­kraten einen. Verlust verzeichnen von etwa 2800 Stimmen. Es ist anzunehmen, daß dieser Verlust der Demokraten sich zusammensetzt aus den 1400 Nichtwählern und etwa 1400 Stimmen, die zur Deutschen Volkspartei übergegangen sind, die weiterhin von den Deutschnaiionalen und vom Zentrum ins­gesamt etwa 500 Stimmen gewonnen hat. Die bischerigen Koalitionspartcien verlieren in Gießen etwa 6000 Stimmen, d.i. die Jp-älfte des Besitzstandes. Ein hochinteressanter Um­schwung hat sich in der hessischen Residenz, Darmstadt, vollzogen. Dort hat die Re- gierungSkoalitivn, dre früher 32 554 Stimmen gezählt hatte, jetzt nur 15 216 erhalten. Die sozialistischen Parteien verlieren in Darm­stadt nicht weniger als 7387 Stimmen! Die Deutsche Volkspartei, bischer in Darmstadt mit 11 232 Stimmen vertreten, hat diese Zahl um 6500 vermehrt; genau so viel, also 6500 Stimmen, haben die Demokraten eingebüßt. In Offenbach, der Hochburg, der Sozial­demokratie, haben gegen die Wahl im vorigen Jahr die beiden sozialistischen Parteien ein Minus von über 4000 Stimmen zu ver­zeichnen. Die Demokraten haben in Offenbach über 3000 Stimmen verloren, die den beiden Rechtsparteien zugute kommen. Im allge­meinen läßt sich nach den bisherigen Wahl­ergebnissen feststellen, daß die Demokraten etwa die Hälfte ihres Besitzstandes verloren haben; durchschnittlich läßt°sich dieselbe Ver­mindermr g auch für die Mehrheitssozialisten feststellen. Im Kreise Friedberg haben die beiden sozialistischen Parteien ungefähr 4800 'Stimmen verloren; auch die Demokra­ten verlieren dort über 3000 Stimmen. Tie KoalitionstzartLien hatten es bischer im Kreise Friedberg auf 29 768 Stimmen gebracht; sie verlieren insgesamt 14 673! Die Rechtspar­teien im Kreise Friedberg machen einen Fort­schritt von 9337 auf 18 433 Stimmen. Der Zuwachs der Deutschnationalen beträgt 5000, der der Deutschen Volkspartei 3000.

* *

Die Wahlen in Hessen 1919 und 1920.

Freistaat Hessen.

Bei den Wahlrn zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 waren im Freistaat Hessen 754 680 Personen wahlberechtigt. Hiervon mach-- len 655 013, also 86,8 Proz. von ihrem Wahlrecht Clebrauch. Uitgiltig waren 1426 stimmen. Tie 653 607 gütigen Stimmen verteilen sich wie folgt auf bie stnz lnen Parteien. Tie eingeklammnd: Zähl ist das prozentuale Verhältnis der einzelnen Parieren an der Gesamtzahl der gütigen Stimmen.

Sozialdemokraten 289 211 (44,3 Proz.)

Te-nokraten 124 202 (19,0 Pviz.)

Zentrum 110 853 (17 Proz.)

Deutsche Volksparbei 73 349 (11,2 Proz.)

Deutschnationale 43 359 (6,6 Proz.)

Unabhängigen 12 633 (1,9 Proz.)

Gewählt wurden

4 Sozialdemokraten,

2 Demokraten,

2 Zeitrumsmänner,

1 Kandidat der Deutschen Volkspartei, während aus die Tvittschnattoiia'eu und die Un­abhängigen kein Abg.vrditeter entstell

Provinz Oberhessen.

In Oberhessen waren 194 413 Personen wahl­berechtigt. Ur.t r den 160 316 abgegebenen Stim­men 82,4 Proz. der Stimmberechtigten waren 159 998 gütige und 325 uugilt'ge Stimmen. Auf bie einzelnen Parteien entfallen folgend? Stimmenzahlen:

Sozialbcmokraten 67 478 (42 2 Proz.) Demokraten 33 837 (21,1 Proz.)

Deutschnahonale 31 637 (19 8 Proz.)

Deutsche Voltspartei 13 113 i 8,4 Proz.) Zentrum 8 679 ( 5,4 Proz.)

Unabhängige 4 954 ( 3,1 Proz.)

Kreis Gießen 1919.

Im Kreise Gießen machten von 60 471 Stimm- berechtigten 49 618 Personen 82,1 Proz.) von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die 49 515 gül- ngen Stimmen verteilen sich wie folgt auf bie Parteien:

Soziolbemok atm 2 )21 l (4 ,8 P x> ,0 Demokraten 11 043 (22,3 Proz.)

Te.tschnccki anale 10 438 (21,1 Proz.)

Deutsche Volispartei 4 467 ( 9,0 Proz.) Unabhängige 2193 ( 4.5 Proz.)

Zentrum 1160 ( 2,3 Proz.)

Kreis Gießen 1920.

Sozialbcmokraten 12 875

Demokraten 4 393

Deutschnationale 13 435

Deutsche VolkSpartet 7 153

Unabhängige 7 224

Zentrum 868

Kommunisten 42

Gießen-Stabt 1919.

Gießen-Stadt zählte 23 757 Wah'brechtigte. Hiervon machten 17 978 Personen von ihrem Wahlreckst Gebrauch. Die 17 937 gültigen Stim­men verteilen sich folgenbermaß n aus die Parteien:

Sozialbrmokraten 5797 32,3 Proz.)

Demokraten 5044 (28,2 Proz.)

Deutsche Bolkspartei 2999 (16,7 Proz.)

Deutschnationale 2 85 (11,6 Proz.)

Zentrum 1056 ( 5,9 Proz.)

Unabhängige 956 ( 5,3 Proz.)

G ießen-Stabt 1920.

Sozialdemokraten 2789

Demokraten 2263

Deutsck)e Volks Partei 4950

Deutschnationale 1840

Zentrum 767

Unabhängige 3076

Kommunisten 34

Gewählt haben 15 719 Personen, also etwa 65 Proz.

Kreis Gießen.

Gesamtergebnis: USP. A24, SP. 12 875, Kom. 42, DAZ. 7153, Z. 868, Dem. 4393, Hess. Vp. 13 435.

Alb ach: USP. 46, SP. 13, DA, 5, Hess.

Vip. 102.

Allendnorf a. b. Lähn: USP. 173, SP. 56, DV. 8, Dem. 17, Hess. Vp. 168.

Allendorf a. d. Lda.: USP. 40, SP. 155, DV. 57, Dem. 12, Hess. Vp. 312.

Allert shan sen: USP. 7, SP. 56, DB. 5, Dem. 5, Hess. Vp. 49.

Alten-Buseck: USP. 107 SP. 250, DV. 14, Dem. 16, Hess. Vp. 247.

Annerod: USP. 21, SP. 157, DB. 7, Dem. 19, Hess. Vp. 144.

Bellersheim: USP. 8, SP. 99, DV. 13, Dem. 19, Hess. Vp. 144.

Beltershain: USP. 12, SP. 49, DB. 35 Dem. 2, Hess. Vp. 45.

Bersrod: USP. 15, SP. 75, DV. 30, Z. 5, Hess. Vp. 97.

Bettenhausen: USP. 17, SP. 15, DV. 4, Dem. 9, Hess. Vp. 160.

Beuern: USP. 30, SP. 162, DB. 23, Dem. 32, Hess. Vp 279.

Birklar: USP. 31, SP. 101, Z. 8, Dem. 12, Hess. Vp 101.

Burkhardsfelden: USP. 28, SP. 83, DV. 48, Dem. 2 Hess. Vp. 149.

Climbach: USP. 15, SP. 26, DV. 6, Dem. 1, Hess. Vp. 74.

Daubringen: USP. 56, SP. 176, DV. 4, Dem. 142, Hess. Vp. 83. »

Dorf-Güll: USP. 7, SP. 17, DV. 12, Dem. 9, Hess. Vp. 172.

Eber stabt mit Arnsburg: USP. 7, SP. 53, DB. 24, Dem. 41, Hess Vp. 190.

Ettingshausen: USP. 9, SP. 43 DV. 3, Dem. 1, Hess. Vp. 230.

Garbenteich: USP. 151, SP. 135, DV. 9, Z. 1, Dem. 12, Hess. Vp. 113.

Geilshausen: SP. 79, DV. 50, Dem. 10, Hess. Vp. 102.

Gieß en: USP. 3076, SP. 2789, Kom. 34, DV. 4950, Z. 767, Dem. 2263, Hess. Vp. 1840.

Göbelnrod! USP. 13, SP. 8, DV. 2, Dem. 5, Hess. Bv. 103.

Großen-Buseck: USP. 109, SP. 269, DV. 44, Z. 2 Dem. 99, Hess. Vp. 439.

Großen-Lind en: USP. 297, SP. 409, DV. 119, Z. 2, Dem. 50, Hess. Vp. 291

Grünberg: USP 71, SP. 231 DV. 314, Z. 14, Dem. 153, Hess. Bp. 262.

Grüningen: USP. 41, SP. 95, DV. 2, Dem. 13, Hess. Vp. 206.

Harbach: USP. 9, SP. 26, DV. 2, Dem. 1, Hess. Vp. 138.

Hattenrod: USP. 14, SP. 37, DB. 2, Dem. 4, Hess. Vp. 138.

Hausen: USP. 71, SP. 106, DB. 19, Dem. 10, H. Bp. 138.

Heuchelheim: USP. 360, SP. 522, DV. 65, Z. 5, Dem. 96, Hess. Vp. 260.

Holzbeim: USP. 9, SP. 166, DV. 30, Dein. 22, Hess. Vp. 420.

Hungen: USP. 24, SP 251, .Kom. 2, DV. 203, Z 10, Dem. 198, Hess. Vp 157.

Inheiden: USV. 12, SP. 106 DV. 9, Z. 2, Dem. 18, Hess. Vp. 71.

Kesselbach: USV. 5. SP. 129, DB. 19, Z. 2, Dem. 35, Defs. Bp. 32.

K le in - L i n d en: USP. 150, SP. 327, DV. 73, Z. 4, Dem. 103 Hess. Vp. 233.

Langd: USP. 2, SP. 79 DB. 13, Dem. 4, Hess. Vp. 197.

Lang-Göns: USP. 62, SP. 344, DB. 53, Z. 3, Dem. 15, Hess. Vp. 484.

Langsdorf: USP. 13 SP. 65, Kom. 3, DV. 31, Dem. 96, Hess. Vp. 226.

Lauter: USP. 9, SP. 62, DV. 14, Z. 3, Hess. Vp. 118.

Leihgestern: USP. 214, SP. 233, DV. 35, Z. 5, Dein. 25, Hess. V. 266,

L i ch mit Hof Albach, Colnhausen und Mühl­sachsen: USP. 166, SP. 280, DV. 263, Z. 11, ! Dem. 269, Hess. Vp. 197.

Lindenstruth: USP. 33, SP. 33, DV. 3, Dem. 5, Hess. Vp. 61.

Lollar: USP. 144, SP. 480, Kom. 2. DV. 82, Z. 4, Dem. 208 Hess. Vp. 114.

Londorf: USP. 14, SP. 234, DV. 45 Z. 3, Dem. 57, Hess. Vp. 68.

Lumda: USP. 7, SP. 79, DV. 3, Dem. 6, Hess. Bp. 93.

Mainzlar: USP. 8, SP. 119, DB. 4, Dem. 16, Hess. Vp. 152.

Münster: USP. 10, SP. 28, DV. 12, Dem. 5, Hess. Vp. 51.

Muschenheim mit Hof-Güll: USP. 43, SP. 58, DV. 23, Dem. 11, Hess. Bp. 147.

Nieder-Bessingen: USP. 27, SP. 23, DV. 8, Dem. 3, Hess. Vp. 67.

Nonnenroth: SP. 49, DV. 10, Dem. 13, Hess. Vp. 96.

Obbornhofen: USP. 5, SP. 170, DV. 3, Dem. 4, Hess Bp. 108.

Ober-Bessingen: USP. 5, SP. 39, Dem. 15, Hess. Vp. 121.

Ober-Hörgern: SP. 13, DV. 5, Dem. 4 Hess. Bp. 206.

O d e n h a u s e n mit Appenborn: USP. 2, SP. 48, DV. 23, Dem. 5, Hess. Vp. 58.

Oppenrod: USP. 10, SP. 12, DB. 2 Hess. Vp 87.

Queckborn: USP 4, SP. 62, DV. 5, Hess. Vp. 152.

Rabertshausen mit RingelshaUsen: SP. 12, DV. 3, Hess. Vp. 58.

Neinharbshain: USP. 1, SP. 25, DV. 7, Z. 2, Dem. 7, Hess. Bp. 111.

Reiskirchen: USP. 53, SP. 122, DV. 19, Dem 20, Hess. Vp. 154.

Rodheiin mit Hof Graß: USP 4, SP. 64, DV 7 Hess. Vp. 105.

Rödgen: USP. 70, SP. 139, DV. 8. Dem. 18, Hess. Vp. 100.

Röthges: USP. 4, SP. 51, DB. 6 Dem.3, Hess. Bp. 43.

Rüddingshausen: USP. 46, SP. 142, DB. 9, Dem. 10, Hess. Bp. 115.

Ruttershausen mit Kirckcherg: USP. 32, SP. 86, DV. 11, Dem. 9, Hess. Vp. 87.

Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wir- berg: USP. 10, SP. 85, DV. 37 Dem. 4, Hess. Vp. 69.

Stangenrod: USP. 2, SP. 59, DV. 3, Hess. Vp. 81.

Staufenberg mit Friedelhcmsen: USP. 14, SP. 222, DV. 25, Dem. 10, Hess. Vp. 121.

Steinbach: USP. 65, SP. 119, DV. 22 Dem. 9, Hess. Vp. 223.

Steinheim: USP. 26, SP. 52, DV. 3 Dem. 9, Hess. Vp. 101.

Stockhausen: SP. 12, Dem. 1, Hess. Vp. 43.

Trais-Horloff: USP. 27, SP. 132, DV. 5, Dem. 8, Hess. Dp. 58.

Tretsa. d Lda.: USP. 39, SP. 243, TV. 14, Z. 3, Dem. 28, Hess. Vp. 279.

Trohe: USP. 61, SP. 16, DV. 9, Z. 4, Hess. Vp. 18.

Utphe: USP. 2, SP. 87, DV. 9, Z. 2, Dem. 9, Hess. Vp. 89.

V i l l i n g e n: USP. 17, SP. 199, DV. 20, Dem, 9, Hess. Bp. 244.

Watzenborn mit Steinberg: USP. 205, SP. 424, Kom. 1, DV. 23, Dem. 26, Hess. Vp. 295.

Weickhartshain: USP. 1, SP. 66, DV. 3, Hess. Vp. 83.

Weitershain: USP. .3, SP. 48, DB. 6 Dem. 9, Hess. 153.

Wieseck: USP. 723, SP. 689, DV. 57 Z. 6, Dem. 42, Hess. Bp. 133.

Oberhtfseii.

Alsfeld (Kreis). DN. 7395, SP. 3135, USP. 1689, TB. 1747, Dem. 1024, Z. 834, Kom. 3.

Alsfeld (Stickt). TV. 643, Dem. 468, SP. 418, USP. 441, DN. 315, Z. 76.

Bad Nauheim: DN. 1350, DV. 1925, 1925. Z. 490, Dem. 1109, SP. 1148, USP. 462.

Büdingen (Kreis). DN. 6526, SP. 4938, USP. 2727, DB. 1532, Dem. 1428, Z. 225, Kom. 147.

Büdingen (Stadt). SP. 543, DB. 378, Dem. 292, USP. 174, DN. 154. Z. 51, Kam. 3.

I I Friedberg, 6. Juni. B ä starker Wchl- bewilignng ergibt sich für Friedberg-- Stritt d?s WtK Resultat: TN 737 (4!4) + 293, TB. 1251 (928) + 323, Christi. Vp. (Z.) 3 !2 (531) 149, Dem. 786 (1450) 674, SP. 1288 (1889) 601, USP 608. 60 (237) + 371, Kom. 16 () + 16. Die bis jetzt vom Land' einaelaistmen Reültate Hgen überall eine stark' ?7bnch e der d nt f a is' e Bastei, ein starkes Atmxch'e.t ber UTP. us Kv'eu ter Mesth üs- sozstlißeu. Ti' DV. zstgt trotz brr starken Ag'- tat-on des Dauecmbtmdes auf allen Orten eine er'xchstch-" Zunahme.

.Kreis F r i e b b e r g. DV 5143. Hess. V. 11393, Dem. 3433, SP. 9610, USP. 4854, Z. 2023.

Lanierbach (Stadt). SN. 88?, DV. 602, Dem. 393, USP. 593, DN 208. Z. 39.

Schotten (Stadt) SP. 285, Dem. 250, DN. 232, DV. 208, USP. 90, Z. 5.

Freistaat 'essen.

Bingen (Kreis und Stadt). Endergebnis. Z. 7894, DB. 2572, Dem. 3524, SP. 3979, USP. 812, Hess. Vp. 103, Kom. 16.

Darmstadt (Land): Bis heute früh lagen aus 359, etwa der Hälfte der ())emrtnben, fol­gende ,^8dzniifc vor: DN.. 26 361, DV. 46517,

Z. 34 410 Dem. 25 239, SP. 78 884, USP. 31738, Kom. 1931.

Darmstadt Stadt. DB. 17 849, HB. 1722, Dem. 6379, SP. 12 969, USP. 2769, Z. 2697.

Darmstadt. DN. 1722 (1107), DV. 17 849 111 264), Z. 2697 (3424), Tom. 6379 (12 992), SP. 12 969 (13134), USP. 2769 (364), Kom.

rm. Darmstadt, 6. Juni. Die heutige Wahl verlies bei einer Br (eilig-mg von nti;eiU' 90 Pwze- t in voller Ordnimg und Ruhe. De tlSP.-Leute und Kommunisten rer.stelten sich, dr iie die starken Besttzungat mit ben^ffneten Schutz­leuten uni> Bürgrrw^hren sähen, vo lkommen ruhig, trotz ihrer vorherigen Sprüche und Drohungen. In ber Turnhalle ist Pros. Niemeyer an bet Wahlurne einem Schlagan fa l l erlegen.

Offenbach a. M.: SP. 13 309, USP. 6636, DV. 4507, Z. 4436, Dem. 3720, Hess. Bp. 2832, Kom. 941. (1919: SP. 22 546, USP. 2834, DV. 2294, Z. 4881, Dem. 6551, Hess. Vp. 1752).

Als erstes Ergebnis lagen bie Stimmen von Oppenhei m-Stabt vor ,wo abgegeben würben: USP. 67, SP. 555, Komm. 6, DV. 396, Z. 413 Tent. 379.

Worms (Stabt): DV. 7527, Hess. Vp. 209, Z. 2842, Dem. 2078, SP. 7078, USP. 2116, Kom. 90.

Worms (Stadt und Kreis). Endergebnis. DB. 15 735 (13 821), Hess. Vp. 377 (340., Z. 6250 (10 207), Dem. 3461 (6403), SP. 13 013 (16 242), «USP. 3097 (keine), Kom. 94 (keine).

Mainz (Stadt): 38933 Stimmberechtigte. Hess. Vp. 367, TV. 5554, Dem 7626, Z. 13 525, SP. 16 414, USP. 7417, Kom. keine.

Mainz, 6. Juni. (WTB.) Die Wahlen sind hier ruhig verlaufm. Bisher liegen Ergebnisse aus einigen Wahlbezirken vor, die, lixnr.t man sie ver­allgemeinern bars, aus eine Wahlbeteiligung von 7075 Prozent schließen lassen und aus denen man schließen dürste, daß mit einer erheblichen Zunahme der Stimmen der beiden Rechtsparteien, einem ziemlich starken Rückgang der Mehkheits- spzialisten into einem sehr starken Rückgang der IDemokraten zu rechnen ist, während das Zentrum sich ziemlich gehalten 'hat.

Im Reiche.

Berlin, 6. Juni. (WTB.) Wie wir von zu­ständiger Stelle erfahren, sind die Wahlen int ganzen Reiche ruhig verlaufen. Meldungen in ! diesem Sinne liegen aus Pommern, insb. sondere aus Stettin, Greifswald, Chemnitz, Leipzig, sowie I aus den übrigen Teilen des Freistaates Sachsent vor. Auch in Breslau und anderen schlesischen Orten, auS Köln, Osnabrück, Gotha und den nord- westdeutschen Städten Hannover, Braunschweig und Bremen liegen gleiche Meldungen vor.

Berlin, 6. Juni. (Wolsf.) Mittags. Die Wahlen zum Reichstage verliefen in Berlin int Laue des Vormittags äußerst ruhig, nachdem noch nachts vorher eine eifrige Straßen..ropaganda durch Anheften von Plakat, n g trieben war en war. Vielfach hatte man Lettern benutzt, um die Zettst so hoch wie nur möglich anzudringen, um damit ihre Entfernung zu crschw r.n. Die Unabhängigen bedeckten nach am rikan (schein Muster das Asphalt- Pflaster mit meterlang-m Lettern:'.lt U. S. P. D. Die kommunistische Arbeiterpartei Teutscki-- lands forderte zur Wahtenthaltung auf. Der Wahl­akt vollzieht sich int allgemeinen glatt, weil die Zahl ber Wahllokale beb-utenb vermehrt ist. Nach dem ersten Anbrang um 8 Uhr morg.ns flaute ber Verkehr iu den Wahllokalen stark ab, so daß die Wüster schnell ihre Pllicht erfüllen konnten. Be- einträchtigt wurde das Wahlgeschäst zw stellos durch bea intensiven Regen, ber in ber zehnten Stunde einsetzte. Reichspräsident Ebert uttb Gattin er­schienen bereits gegen 8V2 Uhr im Pilsen.'r Origi- na.brän in der Krausenstraße, wo sie zunächst von einer Schar Photographen empfangen wurden. CtwaS später traten auch Reich kanzler Müller und der Minister des Aeußern Dr. st er an die Wahlurne. Die Straßen zeigten ihr gewöhnlicheS Gesicht. Für alle Fälle hatte die Sicherheits­polizei stärkere Patrouillen hiuausgeschllkt. die aber nirgends einzugreistm brauchten. Alles in allem idbeint die Wahlbet i'igung, nach dem Vormütag zu urteilen, nur schwach zu sein. Auch in den Vororten ist der Vormittag vollkommen ruhig verlaufen.

Berlin, 6. Juni. (WTB.) Pünktlich um 6 Uhr wurde ber Wahlakt geschlossen. Die Wahlen sind ohne jcbe Störung verlausen und haben sich infolge der großen Zahl von Wahllokalen (in Ber­lin allein 1456) schnell abgewickelt. Nach der bis Ijerigen ersten Uebersicht dürsten int Arbeiter viert ei etwa 80 Proz., im Westen 75 Proz. und int Zen­trum zirka 65 Proz. von 1 400 000 eingeschriebenen Mählern ihre P(lickst erfüllt haben. Bei dem am NarkIuittag einsetzendäu Schlepperdimst waren die Unabhängigen besoickers rührig. Sie veranstalteten in den Außenbezirken Umzüge mit roten Fahnen mtb Plakaten uni) kündicsten ihre Ansprackien mit. Glockenläuten an. Tie ersten Melbungrm aus dem Reich? kamen aus Erfurt, wo nach einer lebhaften Agitation ber letzten Tage der Wahltag selbst eben­falls rulstg verlief. Aehnlickte Meldungen liegen ans Bayern vor, wo neben den Wahlen zum Reichstag auch die bal>erisck>m Landtagslvahlen ftattgehntben hüvn. Die Wahlbeteiligung soll hier kaum über 70 bis 75 Proz. hnumsgegangen feilt

Magdeburg, 6. Juni. Zn einem Zwi ­schenfall kam es bei der Wäl;ö in HundiS - bürg, Kreis Neillllldenslebm. Gegen l1/» Uhr erschien int Wa'htlburcau der Am t Svia rstohcr von Hindusbnrg imb stellte den Gemeindesekretär darüber zur Rcke, daß ein Teil der WAiler nickst in den Listen Mcke. Er gab seiner L^crtmüiing Ausdruck, daß bie fckhllnrden Personen absickstlstb nickt aufgenmymen feien. Tiefer Bo'Nnirf süttr.e zu Streitigketüm und mt berat Verlauf zu Scklä