Dercmt-
Ministerialabtellung heraus-
Kaffeceinfnhr.
Das A ufnahmegesuch
Bulgariens ftinrmm.
21ms Hessen
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Der Völkerbund und Bulgarien.
Genf, 4. Dez. (Wolff.) Zur Frage der Zu.
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Studentenheims aus die Staatslasie übernommen. Außerdem Hal der Staat lediglich einrnalig 600 Ml aus Mitteln des Fonds für öfwnüichc und
für dem
Georgiens wurde vertagt und wird im Zusammenhang mit den Airfnahrnegesuchen der aus dem tlyc- maligen russischen Staate entstandenen Staaten behandelt werden.
fine Rede der Reichrernährungr. Ministers.
lungen auf die Milck)kühe vorläufig Verzicht, bestand aber auf der Ablieferung von tragenden Tieren, wenn and) in der bejchräuftenr Zahl toon 30 000 Stück. Unter diesen Umständen mußten erst be- sondern Bollmachten bei der deutschen Negierung eingeholt werden, was eine kurze Unterbrechung der Verhandlungen erforderlich macküe Die deutsche Stonrmifiion wurde ermächtigt, das Abkommen zum Abschluß zu bringen. In der Vollsitzung der Repa- ralionskonrmission vom 3. Dezember unter dem Vorsitz des Präsidenten der Revarationskommission Dubois, der auf deutscher Seite der Vorsitzende der ftrigslanenkommil ion, Staatsülr. tär Bergmann, persönlich beiwohnte, wurde nach'tehcnde Vereinbarung einstimmig von beiden Parteien abge- schaft hat sich in dieser Notlage an die Universität I schlossen:
mir der Bitte gewandt, die sozial unerläßliche! a) Deutschland wird Geflügel, Ziegen und Einrichtung des Studentenheims durch herbei- • schweine lieiern^ welche auj der hier bergefünten
Lozialistenkonsercnz in Bern.
Bern, 6. Dez. (WTB.) Deute trat in Bern die von der USP. Deutschland und der sozialdemokratischen Partei der Schweiz einberufene internationale Vorkonferenz zusammen, die von folaenden Parteien offiziell beschickt ist: USP. Deutschland, sozialdemokratische Arbeiterpartei Oesterreich, deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei der tschecho-slowakischen Republik, sozialdemokratische Partei Frankreich, uuabhänoige Ar- betterpari'i England, sonaldemok^atische Arbeiterpartei Rußland, sozialdemokratische Partei der Schtveiz. Die Konferenz ist ausschließlich von Vertretern sozialdemokratischer Parteien beschickt worden, die aus der zweiten Internationale ausgetreten sind.
Das Gießener Stur-entenherm.
Die Universität Gießen hat nach erner
gierungsvorlage erneut staat 5 lche Unterstützung des hiesigen Studentenheims beantragt. Ter ßanbtog hat bereits 5000 Mk. Miete des
TaS Befinden der früheren Kaiserin.
Amsterdam, 4. Dez. (WTB.) Aus Doorn wird mitgeteilt: Das Befinden der Kaiserin ist nach wie vor ernst. Gestern trat jedoch nach den sehr kritischen Tagen eine leichte Besserung ein.
heit nochmals einer Unterkommission überwiesen nmrbe, sowohl Spaleikowitsch (Südslawien), alo auch Politis (Gried>mland) die Auffiahme Bul gariens in den Völkerbund als verfrüht bezeich neten. Lord Robert Cecil dagegen unterstützte das Aufnahmogesuch Bulgariens indem er aus führte, daß der Balkan seit 30 Jahren ein Herd von Unat ben gewesen sei, und darum müßte durch Aufnahme MUgariens in den Völkerbund das Werk der friedlichen Entwicklung aus dem Balkan gefördert werden. B i v i a n i erklärte, daß die durch durch die Kommission befragten Behörden erklärt hätten, die bulgarische Regierung habe in loyaler Weise mit der Kommission der Alliierten zusammengearbeitet für die Ausführung der militärischen Bcstimmingen des Vertrages von Neuilly. Man könnte aber beide noch nicht wissen, in welchem Geiste Bulgarien gewillt sei. Die Bestimmungen über die Wiedergutmachung und die wirt- säsaftlichen Verpflichtungen zu erfüllen. Viviani glaubt deshalb, es sei notwendig, daß die Kommission itod) während der gegenwärtigen Session noch weitere Erkundigungen über Bulgarien einzieht, damit das Anftiahmogefud) Bulgariens nicht erst im nächsdir Jahre verhandelt würde. Joneseu, Spalaikowitsch und Politis erklärten, daß ihr Antrag, eine ergänzende Untersiuchnng vorzunehmen, nicht den Zweck hatte, die Aufnahme Bulgariens bis zur nächstjährigen Session zu verschieben. Innerhalb 10 Tag-n werde es wohl möglich fein, die nötigen Erkundigungen einzuziehen. Wenn diese günstig ausfallen würde, würden auch Rumänien, Jugoslawien und Griechenland für die Ausnahme
den. Die Regierung hat sich daher
Die Londoner Konferenz.
Paris, 4. Dez. Nach einer tzavasmeldung ans London ist nach der heutigen Vormittagssitzung der Konferenz der alliierten Mrnislerpräsidenten folgendes C o m m n n i q u 6 veröffentlicht worden: Die englisch französisch italienischen Verhandlungen sind heute vormittag wieder aufgenommen worden. Mehrere Fragen, die in den vorhergehen denk Sitzungen nicht geprüft werden konnten, sind dirrchge- sprochen worden, so die Frage der Handelsbezieh- imgen mit Rußland intb der demnächst in Brüssel zusammentretenden Konferenz, die sich mit der Wiedergutwach u ngssrage beschäftigen soll. Auch die Maßnahmen finanzieller Art, die ergriffen werden sollen im Falle König Konstantin den griechischen Thron wieder besteigen sollte, wnriren besprochen.
Paris, 5. Dez. (WTB.l Nach einer ,Ma- tin"-Meldnng erklärte Ministerpräsident L e y - gues, Frankreich verlange von Deutschland nichts Unmögliches, aber Deutschland müsse im ersten Jahre einen bedeutenden Teil seiner Wiede rgu t m a ch ungs sch u ld begleichen, die Frankreich für das Etatsjahr 1921 vorgeschossen habe. Es handele sich um 16 Milliarden Franken. Wenn es das tue, werke es Frankreich zu einem Entgegenkommen sowohl hinsichtlich der Frist, als der Zahlungsart bereitfinden. Wenn Frankreich aber auf bösen Willen stoße, werde es über die Maßnahmen, die ergriffen werden sollen, beraten. — Der Sonderberichterstatter des , Marin" erklärt, Lloyd George und BonarLaw hätten dem zugestimmt.
Eine neue Konferenz in Pari».
Pans, 5. Dez (WB.) Dem „Petit Journal" zufolge findet demnächst eine neue Zusammenkunft zwischen Lloyd George, Sforza und Ley gues in Paris statt. Gegenstand der Beratungen ist die Regelung deS Friedens im Orient.
Die Entente und Griechenland.
London, 4. Dez. (Wolff.) Nach Schluß der gestrigen Nachmittagssitzung der Konferenz wurde ein Communiauee milgeteilt, nach dem (bie Vertreter Englands, Fran kreichs und Italiens folgende Entschließung angenommen haben: Bevor sie eine endgültige Entscheidung betreffs der zu treffenden Maßnahmen zur Herstellung eines dauerhaften Friedens im Orient treffen, sind die drei Mächte dahin übereingekommen, daß man die Entschlüsse der g r i e ch i s ch e n Regierung und des griechischen Volkes fermen muß.
Weiter meldet der Haoasvertreter: Die drei Mächte stellten einen Protest fest, der nach Athen gesandt werden wird und sich gegen die Ausgabe von 200 Millionen Drachmen durch die griechffche Regierung trotz des Protestes Frankreichs und Englands wenden.
4. Dez. (WTB.) Der Kaffee- einfuhrverein teilt mit: Mit Rücksicht auf die Finanzlage des Reich-s soll künftig nur Konsumware von Kaffee eingeführt >verden. höhere Qualitäten zu Lurnsprcisen sollen im
Armenien Räterepublik.
London, 5. Dez. (Wolff.) Einer drahtlosen Meldung aus Moskau zufolge hat sich Armenien zur Räterepublik erklärt.
An; dem besetzen Gebiet.
fd. Koblenz, 4. Dez. Auf Anregung fcrt Redaktion Der im besetzten Gebiet ersch.nnenden amerikanischen Zeitung „Amaroc" appellierte eine Kommission, die aus einem Mitglied der interalliierten Kommission und vier RedaktionsMitglieder des „Amaroc" bestand, an den Wohl- tätigkeitssinn der amerikanischen Soldaten im besetzten Gebiet und forderte sie auf, freiwillig je 50 Mk. für eine Weihnachtsbescherung für bedürftige ft in Der zu stiften. Die meisten Soldaten erklärten sich bereit, 100 Mk. und mehr geben zu wollen. Falls die Mittel reichlich genug auAallen, soll diese Weihnachtsbescherung auch über das amerikanisch besetzte Gebiet hinaus ausgedehnt werben.
wortlich'r Aufsicht des 53crwaltmigsausfWusses der Landesuniverfitat ftir den Rest des EtatsiahrrS einen Staatsvorschuß bis zu 30 000 Mark zur Verfügung zu stellen und beabsichtigt, über die endgültig" Verausgabung im nächsten Voranschlag Rechenschaft zu geben, auch zu erwägen, ob und in welch.r fröte bei dieser Qx4egcnb?ii etwa eine neue Etatsposition für die entsprechende AuSgabe- des nächsten Jahres einzustellen sein Dürfte.
Der Landtag bat diese Vorlage in ferner letzten Sitzung anaenonnnen.
berechtigt und verpflichtet angesehen, Gießener Studentenheim unter
anlegt, wir sind vielmehr der Meinung, daß mit scharfen Mitteln ^gegriffen werden muß in Fäl- len. wo Erzeuger und Händler die Interessen der Allgemeinheit außer Acht lassen und nur an den eigenen möglichst hohen Gewinn denken. Es gibt feine politischen Verschiedenheiten oder Gegensätze in dieser Angelegenheit, es handelt sich einfach um die Nohvendigkeit, aus der Not herauszukommen Im weiteren Verlauf der Tagung werden wir die Förderung der lanowirischaftlichen Erzeugung erörtern, Wobei insbesondere an die Verbilligung der Kunstdünger zu denken ist, bann an die Wucher- bekämpfimg und bie Wirkung der Aushebung der Zwangswirtschaft auf den verschiedenen Gebieten. Wir müssen brechen mit dem Gedanken, als ob hinter der Aushebung der Zwangswirtschaft für Kartoffeln und Fleisch schon die Aushebung der Bewiltschafuntg des Getreides kommen müsse. Es wird die Ausgabe weiterer Erörterungen sein, wie wir die Getreidebewirlschaftung regeln wollen. Dann muß aber an dem Gedanken festgehalten werden, daß die Landwirtschaft auch zukünftig so viel für die öffentliche Wirtschaft herausgibt, als sie hevausgeben kann. Die Verhandlungen sind vertraulich, doch wird ein offizieller Bericht von
führung von StaatShllse zu fördern. Die Universität kam nach Prüfung zu dem Anträge auf Bewilligung eines einmaligen Staatszuschusses von 10 000 Mark, ein Antrag, der nach Beibringung eines Wirtschastsvoran schlag s für bat kommenden Winter in die Befürwortung einer staatlichen Unterstützung von 30 000 Mark inroge-, wandelt würde. Diese Summe kann bei den heutigen Preisen und der 9lotwenbigfeit mit Unter- bilanH zu arbeiten wenn eine wirklich ausrrickxmde Nahrung zu billigem Preise an eine ständige Gast- zahl von 200 dis 300 jungen Leuten wnibfolgt werden soll, nicht als unbescheiden bezeichnet wer-
Auslande zur Einfuhr nach Deutschland nicht angekauft werden. Es dürfen künftig in der Regel Kaffeemengen, die mehr als etwa 3 Mark für das Pfn.rd über dmi, jeweiligen Weltmarktpreis für Prima (Santo? kosten, nicht eingeführt werden. Die Erledigung der vorliegenden und eingehenden An- träae erfolgt in bent aufs äußerste beschleunigten Geschäftsgänge der Wirtschaftsftelle. Eine bevorzugte Behandlung bestimmter Anträge kann nicht zugebilligt werden. Der Handel muß den Verhältnissen Rechnung tragen und Rücksicht üben. Keinesfalls darf die prakäsche Einführung von Kaffte- mengen vor dem Eingang desEinfuhrbewilligungs- bestätigungsschreibens der Wirtschaftsstelle eingeleitet werden.
batenbeime Allenstein" getragen worden. Der Verein ist nicht in der Lage, hierfür weites aufzukommen. Der Ausschuß der Gießener Studenten- an die Universität sozial unerläßliche I ms durch ।
s D. 287
| Der Siebener Lnzei-er .scheint täglich, außer Sonn- und Feiertags Beiogspteife;
E ^Monatlich Mark 3.60 65Trägerlohn, vieNeljahrlichMark 10 80 Iutb Mk.l.95Trägerlohn; harch die Post viertel» IL-rkch Mark 12.- casschliehlich Bestellgeld.
: st ernsprech»Anschlüsse: die Schriftleitung 112 ;
v erlag,Geschäftsstelle 51. x»schrist für Drahtnach. t lichten: Anrrtger Lietzen, postscheakoulo:
trwitfMrt a. w. 11683
(Eine Abmachung über deutsche Vieh- lieferungen an die (Entente.
Berlin, 4. De^ (Wolff.) Wie wir erfahren,, sind nach langen schwierigen Beratun gen' gestern die Pariser Skrfcmbhmgen der deutschen 3bommission mit der Rcpavarionskommiffion über I die Viehlieferungen zum Abschluß gekommen. In der gestrigen Vollsitzung wurde einstimmig eine Vereinbarung angenommen, wonach Deutsch-l land die von den Ententestaaten geforderten, 1740000 Stück Geflügel, 27 165 Ziegen und 15 250 Schweine nach der Bestimmung des Frie-i densvertrags liefert und im übrigen innerhalb sechs Monaten liefert: 30 000 Pferde, 125 000 Schafe, 60 000 Stiere, Ochsen usw sowie 30 000 tragende Kühe und Färsen. An Pferden hatte die (rittente insgesamt rund 150 000, an Rindern Über 88b 000, davon 640 000 Milchkühe und tragende Färsen und an Schafen insgesamt 900000 gefordert. Für die ßieferung des verbleibenden Restes wird vor Ablauts der sechsmonatigen Frist eine neue Festsetzung4 im Einverständnis mit der deutschen ylegierung gemacht.
Berlin, 4. Dez. Erschütternde Eindrücke bot der Lichtbildervortrag, den Graf Harry Keßler gestern int Schönberger Rathaus über die Kinde r h ö l l e in Berlin hielt. Die Bilder führten, durch feuchte Kellerwohnun gen, zeigten die Unterernährung und spärliche Bekleidung. Sie stellten^ nicht nur etwa entsetzliche Ausnahmen dar, sondern besonders auch Verhältnisse aus dem kleinen Mittelstände. In einer Berliner Gemeindeschule haben von 600 Kindern 300 kein öemb. Wie in Berlin, so sieht es im ganzen Reiche aus. Etwa ein Drittel des ganzen Volkes lebt unter dem Existenzminimum.
Während der Verhandlungerr stellte es sich heraus, daß eine Verständigung über die .Herabsetzung der Gesamtforderungen, wie sie deutscherseits angeftrebt wurde, ausgeschlossen sei. Tie Vertreter der ReparationÄvmmission schlugen nunmehr vor, unter zeitlicher Zurückstellung der Gesamtforderungen eine Vereinbarung über eine einmalige, auf die Zeit von sechs Monaten berechnete Lieferung herbeizuführen. Dieser Weg schien die einzige Möglichkeit zu bieten, ein schweres, für die deutsche Wirtschaft unerträgliches Diktat mit allen seinen unheilvollen politischen Folgen zu vermeiden. Der Vorschlag wurde da hey von deutscher Seite grundsätzlich angenommen. Die Ver-, Handlungen über die Einzelheiten des Abkommens, insbesondere über die tragenden Tiere, gestalteten1 sich außerordentlich schwierig Zwar leistete die Reparationskommission im Laufe der Verband-
Die sozialen Kämpfe Amerikas.
Der Kampf zwischen den arbeitenden und -sitzenden Klassen Amerikas, der für einige Zitate eingeschlafen war, scheint mit erneu» rcHeftigkeit wieder aufleben zu wollen. Wäh- । Jrnö des Kampfes um die Präsidentschaft, der io< Interesse am sozialen Kampf in den Hintergrund gedrängt hatte, waren Streiks ifpit vereinzelt vorgekommen. Zwischen beiden r üblichen Parteien war eine Art von Waf-- ■ ^itstillftano vereinbart worden, der nunmehr 1 lbaelaufen ist. Mancherlei Anzeichen sprechen • safür, daß neue, heftige Kämpfe bevorstehen.
ErnährungSschwicrigkeiten in Petersburg und Mo4kan.
Helsingfors, 4. Dez. (Wolff.) Petersburger Blätter veröffentlichen Schilderuw- gen über die ErnäHrungsschwierig- teiten in Petersburg und Moskau. In den öffentlichen Speisehäüsem wird den Gästen nur noch Pflanzensuppe geboten. Anläßlich der kritischen Ernährungslage in diesen Städten befahl Lenin, daß neue Mehlsendungen dorthin abgehen. In Moskau ist die Lage so kritisch, daß der Stadtrat auf eigene Faust beschloß, die noch vorhandenen geringen Vorräte sofort an die Bevölkerung zu verteilen. Der Stadtrat wurde deshalb von der Sowjetregierung in den lAnklagezustand versetzt.
WrangelS Flotte.
Paris, 6. Dez. (WTB.) Nach den letzten Nachrichten aus Südrußland ist die Flotte des Generals W r a n g e l unter den Schutz Frankreichs gestellt worden. Hauptstützpunkt der Kriegsschiffe wird Biserta sein, während die Handelsschiffe sich nach Ton- lon begeben werden.
gemeinnützige Zwecke beigefteuert; bie Gießener Hochschulgeiellschaft 4000 Mark. Der weiter» gri/brr sehr beträchtliche Fehlbetrag ist bis^r von Der gemeinnützigen Unternehmerin des Studentenheims, der Vereinigung „Kameradschaftliche Sol»
hierher gehört in erster Linie der Kampf der ftbeitgeber-Verbände für das Prinzip des ^pen shop". Unter diesem Prinzip verstehen ft das Recht der Arbeitgeber, jeden anzustel- kn, gleichviel, ob er gewerkschaftlich organö- ftrt ist ober nicht. Verschiedene Verbände ha- ht sich bereits zusammengetan, um mit aller l'ubt für die Befreiung der Arbeitgeber von Vv Diktatur der Arbeitnehmer einzutreten, tazu kommt als Folge des Geschäftsrückgangs knr wachsende Arbeitslosigkeit in allen Teilen «s Landes. In den verschiedensten Industrien trien zahlreiche große Fabriken völlig darniv- jtr, ein Umstand, der diesen Kampf der Un- rinehmer überhaupt erst ermöglicht. In Eu- vpa, wo man anläßlich des sozialen Kampfes loi Diktatur des Proletariats, dritter Jnter- urionale usw. spricht, dvird man Amerikas Erregung in der Frage des „open shop" shwerlich verstehen. Man darf eben nicht vec- rtsftn, daß der größere Teil der amerikanv- Ko Arbeiterschaft, welcher überhaupt organi-- l.'tt ist, in Verbänden zusammengeschlossen ifi, welche nur grundkonservativen amerikani- föen Arbeitervereinigungen angehören. Wirt- ^«rftstheoretische oder gar revolutionäre Pro- l.ftm liegen diesen Verbänden völlig fern, sie ^chäftigen sich ausschließlich mit Lohnfra- |m, Arbeitszeit und dem Ausbau ihrer inne» |m Organisation.
Sehr bemerkenswert ist ein Urteil des fräfibenten der vereinigten Minenwercke khn Lewis über die gegenwärtige wirt- jtaftliche Lage der ^Bereinigten Staaten. In len nächsten zwei Jahren hat seiner Mei- Eng nach die Arbeiterbewegung voranssicht- kö ihre schwerste Krisis zu überstehen. „Es K em offenes Geheimnis — man kann es Lallch in den Zeitungen lesen — daß sich die 8ckeitgeberverbände der verschiedensten In» -tzi^striezweige zum Kampf gegen die Arbeit- »»hmerverbände znsammengeschlossen haben, Eb daß sie mit eiserner Entschlossenheit und ter ernten Kräften diesen Kampf bis zum Leh- durchzuführen gedenken. Die Arbeitgeber -Erden im Laufe des nächsten Jahres große Anstrengungen machen, die Gehälter der An- •»itelTten zu drücken, bereits jetzt haben einige weser mit der Schließung der Betriebe ge- Skoht, wenn sich die Arbeiter nicht mit einer "drabsetzuns, der Löhne einverstanden er» •f:ren und sie hoffen, daß diese Drohung im •fcnbe bei anderen Unternehmern ein leb» Ks^es Echo finden wird."
Das Ergebnis der Novemberwahlen ist P die organisierte Arbeiterschaft in der Tat 'vderschmetternd gewesen. Warren G. Har- Üig, der Sieger im Kampf um die Präsident- ffoft, war von dem Führer der Sozialisten WrwerS und anderen Arbeiterführern als ■tiftionär bekämpft worden.
Der Vorsitzende des amerikanischen lkcchlverbandes, Elbert H. Gary, ein erbit- j-ter Feind der Gewerkschaften, erklärte einen nach der Wahl: „Der Sieg Hardings 6e* •eitet einen Sieg der Revolution." Die Zei-- Mgen prophezeien bereits, daß die Arbeiter tot neuen Kongreß wenig oder nichts zu er» Visen haben. Jedenfalls beweist die Aeuße- Snig Garys, daß man in Amerika noch weit •rinnt davon ist, soziale Probleme in einem : fclid) arbeiterfreundlichen Sinne zu lösen, •t es bei der Frage der gewerkschaftlichen ^'zanisation in Deutschland seit langem der M ist.
der betreffenden gegeben.
Die
H ambu rg.
..Weimar, 4. Dez. (WTB.) Bei den Der» hb'amgen der Ernähmngsminister der deuticyen Junten, die in Weimar gestern begonnen haben, Reichsernährungsminister Hermes folgende
'.¥e: Wir treten zu unseren Beratungen in einer zusammen, da die Ernährung sich in einer Trigen Lage befindet. Ms erster Punkt steht der Tagesordnung die Getreideversorgung.
ich auch nicht den extremen Pessimismus
•t kJ)et der Oeffentlichkeit mehrfach zum ,^-rruck kommt, wäre es doch nicht gerechtfertigt, £ Angelegenheit leicht zu nehmen. Wir hoffen, ^ unserem Bemühen, die inländische Belieferung t SU heben, Verständnis und Unterstützung
; Landwirtschaft zu finden. Wir dürfen, . ,L' - nnrfi 1y,6
ruhig zusehen, wenn ein Teil der Erzeuger l an ung D"Z.3ariens erfahrt rn-n nock daß l,ki Ländler dem Egoismus keine Zügel mehr «in der Kommylwn^liSung, tn bei die Angelegen-
Erstes Blatt fTO. Zahrgmig Montag, 6. Dezember 1923
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