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Scheidemann.
23 c r l in, ö. Febr. (Prtv.-Tcl.) Tic „23. Z." wt: Scheide mann wurde als Vor,identer
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I Entente besorgen wollte, wäre für alle Zeiten unmöglich. Wer die Auslieferung versuchen würde, würde den Bürgerkrieg entfesseln
23on der Schweizerischen Die Auslieferungsfrage
wird in der Schweizer Presse vorweg als eine Krisis nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa angesehen. Die „Baseler Nachrichten" sprechen von einem Haßprodukt der Verlegenleit. Das „Berner Tagblatt" bezeichnet das Verlangen des Verbandes als derart ungeheuerlich, das; alle Menschen, die noch ein Gewissen haben, sich da Wien; auflohnen müssen. Dir . „Zurgauer Zeitung" schreibt, es handele sich für Deutschland um eine Ehrenfrage, bei der wohl auch alle Neutralen der deutschen Regierung Verständnis entgegenbrächten.
werde, um der Forderung der Entente zu entsprechen. Die Durchführung sei einfach unmöglich. In allen Aemtern würde passive Resistenz geübt werden. Kein Polizeibeamter ivürde in der Lage sein, einen der Auszulio- rernden aufzugrei'en unb zwangsweise über die Grenze zu schaffen. Da bei vielen Leuten die Pistolenkugeln sehr locker sitzen, könnte jeder Mann, der sich dazu hergeben würde, vorher sein Testament machen. Jeder Politiker, der in dieser Angelegenheit die Geschäfte der
der sich fein Deutscher freiwillig fügen dürfe. Ei "lbst würde sich unter feinen U mstüiüren freiwillig der Entente zur Verfügung stellen. Ter General vldmarschall glaubt mit dieser Ansicht im Namen der meisten Heerführer zu sprechen, die auf der Liste stehen.
vellant ergriff der Abg. Eornudet von der liberalen Entente d.rs 21?ort. Er wünschte zu miss'm, unter we.ären Bedinglmgen Deutschland te3
des parlamenbirssä-en Ausickzujscs für Auswärtiges nach Berlin berufen im Zusammenhang mit der Uebcrreichung der Auslieferungsrwte.
3nt?rpelktioneit in 6er ftanzösis»en Kämmet.
i. Köln, 6. $r6r. Grenze wird gemeldet:
Die Xänmnnfl Qberschlefien».
Breslau, 5. Febr. (WB.) In Vleiwitz in Oberschlesien Barn es nach dm Ernzug der tranzösischen Befa ßun gstru pven zu schweren Krawallen, Ter fr n ö i che Ce- neral wurde durch Steinwurse im Gnichk perlest und viele französische Offiziere wurden tätlich an--
Ur. 31
Ter SietzeNer Anzeige, «fefceint tofllid), auver Sonn- und Feiertags, vtzuarpeet,:
Monatlich Ntk. 2.30, Vierteljahr! -tz TI f. 6 90 etnldiheglicf) des Bestellgelds; omcb die Bost vieit-ljöbrtich Mk. 6.— ausschliehkich Bestellgeld. Fernsvrech - Einschlüsse: für d«e SchristleitungllS Verlag.lLefchüf.ostelleSI Anschrift snr T ratunach- nchlen: Anzeiger Hiebe«.
Postscheälonto:
Srowffurt a. M. U686
Die 21uslieferung$frage.
Es sino noch feine Entscheidungen getroffen woroen, aber so viel ist jetzt sicher: Die Reichsregierung wiro sich Der brutalen Forderung Der Entente nicht fügen, keine Ro- gierung kann dies tun, und die gesamte beute >che Preise teilt diesen Standpunkt. Aucl>innerhalb der Parteien gibt es darüber keine Mei- nungsverschiedenlieiten. Selbst der Abg. A. Hofmann hat in der preußischen Lanbesv^r- sammlung für die Unabhängigen sich scharf gegen die Anmaßung Der Entente eingesetzt. Reue Protestversammlungen haben im Lande stattgesunden: auch in unserem Hessenlande ist die Empörung besonders groß: haben es doch die Gegner fertig gebracht, einen so liberal denkenden, militärischen Gewaltleistungen überhaupt abholden Mann wie unseren früheren Großherzog auf die Liste zu setzen?
Es heißt, Der englische Geschäftstrrä- ger Lord Kilmanrock werde nunmehr.die Note in Berlin übergeben, über deren Inhalt „Eor- riere della Sera" allerlei Optimistisches tvissen will; es sei, so heißt es da, gar nicht so ernfte haft gemeint, daß die auf der Liste stehenden Personen auch wirklich ausgeliesert werben müßten. Warten wir ab! Eine weitere Meldung spricht von einem abgeänderten Text des Begleitbriefes zur Auslieferungsliste. Wir verzeichnen folgende Nachrichten:
Ein Engländer überreicht die -luslieserungHnote.
Paris 4. Febr. (Wolff.) fR-uter. Der britische Geschäftsträger in Berlin, Lord Kilman- ro cf, wird mit der Ueberreichung der A u s l i e - ferungsnote an die deutsche Negierung beauftragt werden.
Paris, 5. Febr. (WTB.) Hotels. Ein S v n d e r k u r i e r (nt am Mi.twvch übmb Paris verlassen, um die Liste der auszuliefcrnö.m Personen in Berlin zu ub rreichen. Ter Bot,ck)afterrat lut die 23egki nvte nochmals beraten und den Tert abgeändert. Tie fftote soll auf telegraphischem Wl-ge nach Berlin übermittelt werden.
Beratung der Fraktionen.
Berlin, 5. Febr. (Wolff.) Aus 23evanlas- sung der Regierung treten am Samstag di: Vorstände der Fraktionen der Na.wnalver- sammlung zusammen, um zu der Lage, die durch das Anslieferungsb zehren der Entente entfhrntenl ist, Stellung zu nehmen.
Gegen die beantragte thitlicferung des ehemaligen Großherzogs von Hessen.
Darmstadt, 5. Febr. (WTB.) Die Minister Henrich und von 23rerttano, sowie die demokratische Partei und die deutsch Volkspartei hoben in difcnilitben Kundgebungen energisch Einspruch gegen das Verlangen nach Auslieferung des ehemaligen Großherzogs von Hessen erhoben.
rm. Darmstadt, 6. Frbr. Gegen die Auslieferung des früheren Großherzogs haben die sämtlichen Stadtverordneten einschließlich der USP. in der gestrigen Sitzung Protest erhoben. Die Deutsche Volkspartei hat in einem Schreiben an den Grostherzog ihre Entrüstung über die beabsichtigte Auslieferung zum Ausdruck gebracht. Auch die demokratische Partei hat in einer Entschlteßung gegen die Herausforderung Stellung genommen.
Eine Erklärung 3Wft».
Berlin, 5. Febr. (WTB.) Reichswehr- minister N o s ke erklärte eifern Berichterstatter der „Daily Mail", baß er in bet AuS- icserungsfrage nichtbasGeringstetun
3ur Zrage der Wohnungsnot.
Aus Rheinhessen wird uns geschrieben:
Die von der Reichsregirrung zur Gewährung von Baukoslenzuschüjsen bereit geile. Len 500 Millionen Mark und die im Anschluß daran von bei hessischen Regierung vvrgejel^nen 5 Millionen Mark sind im wesenrlick)en aufgebrauchL. Trotz der Unttginig, welche die 2)autätigkeit durch 23ei!)ilsen <us diesen Fonds erfahren hat, ist eine fühlbare Erleichterung auf dem Wohnungsmarkt nicht ein- getretm. Ta von all den verichi.Denen Mitteln und Ttzegen, die zur Hebung der immer noch herrschenden Wohnungsnot in Vorschlag gebracht wor- oen sind, nur die Erstellung neuer Woh.llungen einen dauernden Erfolg verspricht, beabsichtigt die Xeichsregierung nochmals in größerem Umfang aus öffentlichen Mitteln unter H-.-ranziehung der Gemeinden mit Baukostenzuschüssen helfend eürzugrei- frn. Durch die Erhöhung der gemeirrdlichen Be- brilgimg fyieran von einem 23ierttl auf ein Drittel unb uuid) den "Wegfall der staatlichen Mithilfe ist >as Interesse der Gemeinkeverwaltulngen an den reuen Maßnahmen zur Linderung der Wohnungsnot mehr als bisher in den Vordergrurü) gerückt. Ihre Stellungnahme dazu wird je nach dem Maß 'ter ihren Angehörigen aus der augenblicklichen Notlage erwachsenden Schwierigkeiten eine imteridjicb- liche sein. In größeren Städten, wo sich die Wvh- nunasnot in der Regel am stärksten bemerkbar rnacfjt, wird die Errichtung von Neubauten meist rascher und in verhältnismäßig größerem Umfang in Angriff genommen werden und auch nxiterlrin beabsichtigt sein, als in Landgemeinden Gleichwohl 'txrben auch ton letzteren nur wenige lich eines Tcberschnsses an Wohnungen erfreuen können. In jrr Pwvinz Rheinhessen z. B. ist kaum eine bte- neinbe vorhanden, in bet nicht wenigstens eine Dohnungsknapplx-it besteht, die zu mancherlei Ein- chränkungen zwingt. 23ei den vielfachen wirtschaft- ichcn 2Zeziehungen gerade zwischen oen Städten Ahttn Hessens und den umliegenden Landgemeinden, hätte ein einfeitiges 23or geben der ersteren für deren Bereich keine dauernde 23efferung der Wvh- nungsverhältnisse zur Folge haben kömven: jede Erleichterung hätte gar bald einen Zustrom aus ^ochbargemeinden gebracht, wo annähernd gleich ungünstige 2l8vlmungsverhältnisse bestehen. Die manckierorts erlassenen ortspolizeikichen Zugangs- n* »erböte können hiergegen keinen ausreichende Ächntz bieten; denn nach Art. 111 der Reichsver- ifafiung bedürfen Einschränkungen der Freizügigkeit, b. b. des Rechts, sich an beliebigem Orte des Reichs auszuhalten und niederulaifen. eines Reichseesetz.s. 2*rartigc ortsstatuariscl)c 23efHmmungcn sind daher offensichtlich rechtswidrig.
Es war daher höchst begrüßenswert, daß e i n- >e{ n e Kreisverwaltungen sich d r Frage tirie8 gemeinschaftlichen Vorgehens illtr ihnen zugehörigen Gemeinden zuwandten. Tnrch die Hcranzielmng sämtlicher Kreisgemeinoen
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die Nich!- tobe» *
schall Fo ch ist als Mitglied der A ka de mie feierlicher Sitzung ausgenommen worden.
(Eine neue, abaeänterte Note der (Entente?
l Köln, 6. Febr. Die „Kölnische 3dhmg" meldet aus Paris: Ein Kurier der französischen Regierimg bet gestern abend di? Lisbe der P rfor-m, deren AuS'ie'erung Verlangt wir>, nach Btlin gebracht. Nach dem „Ternps" ist der erste Begleitbrief infolge der Haltung des Freiherrn von Lersner abgeandert worden. Die Botsckwfterkonferenz hat einen neuen Text vorgeschlagen, der den Minister en in Rom und London zur Genehmigung vorliegt. Man hofft, die Note noch heute ober morgen nach Berlin weiter geben zu können.
Eine Erklärung Mikkerand».
Paris, 5. Febr. (SBoIff.) Havas. In der Kammerkommission für au.wärtige Angelegenheiten führte Miller and aus gründ des Textes der Artikel des Vertrages, die sich mit der Auslieferung der Schuldigen befassen, aus, daß das Dokument die wirksam^ strn Mittel in die Hartd gebe, dem Friedensvertrag durch Deutschland Achtung zu verschaffen. Er fügte bei, daß die Regierung entschlossen sei, die Durchführung des ZZer- lrages mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln zu sichern.
lieber Rußland führte Millerand aus, daß die Richtlinien der französischen Politik die bleiben, wie sie in den interalliierten Beschlüssen vom November 1919 festgesetzt wurden. — Millerand wird am Donnerstag über die orientalischen Angelegenheiten Erklärungen geben.
Da» Sinken de» Stevlingturfe».
Haag, 5. Febr. (WTB.) „Telegraaf" meldet aus London: Die Unruhe über das weitere Sinken des Sterlingkurses in den Vereinigten Staaten von Amerika nimmt von Tag zu Tag zu.
Ein Milchkrieg in. England.
Berlin, 6. Febr. Nach einer Meldung des „Berliner Lokalanzeigers" aus dem Haag ist in England ein Milchkrieg ausav. brachen, da die Milchhänt-ler beschlossen haben, den von den Milcherzeugern geforderten Preis von zwei Schilling elf Pencs für die Gallone nicht zu zahlen.
Tie Frage der Ratismarifiernng der Bergwerke in England.
London. 6. Febr. (2f3TB.^ Lloyd George besprach gestern mit bem parlamentarischen Ausschuß der Trabe Union vor dem Vollzufls- ausschuß der Bergarbeiter die Frage der Nationalisierung ver Bergwerke. Bekanntlich hat der Kongreß der Trabe Union in Glasgow den Beschluß gefaßt, daß, wenn die Regierung sich weiterhin weigere, sich grunL'sätzlich zur Nationalisierung zu bekennen, ein außerordentlicher Kongreß einberufen werden würde, um das weitere Vorgehen zu beschließen und ur.i die Regierung zwiu- nen zu können, bem Begeliren Folge zu leisten. Lloyd George erklärte, dafz die Regierung ihre Stellungnahme nicht geärrd-tt habe. Tas Projekt über die Ausübung der Kontrolle der Kohlengruben könne immerhin in einigen Punkten noch geprüft werden.
Paris, 5. Febr. (WB.) In der heutigen Sitzung der Kammer standen Interpellationen über die auswärtige Politi k der gegriffen. Regierung zur Beratung. Als erster IrrtT-l
Ein franzSsisch^r Priifungv-Entfchädiguuggamt in Berlin.
Paris, 5. Febr. (Havas.) Ein Kurny des Ministeriums des Auswärtigen hat sich' mit der Liste der Auszuliefernden nach Berlin begeben. Der Gesck>aststräger der französischen Regierung in Berlin hat die nötigen Instruktionen erhalten zur Errichtung eines Prüfungs-Entschädigungs-' amtes. Das Amt wirb mit der Regcluns von Schulden, die zwischen Deutschen und Franzosen bestehen und noch aus der Zeil vor dem Kriege stammen, beitraut. Außerdem befaßt es sich mit Entschädigungen Franzosen gegenüber, denen ihr Gut im Liguibations- und Seguestierungsversahrerl verloren ging. Marschall Foch Mitglied der Akademie.
P a r i s, 5. Febr. (WTB.) Havns. Mar-
■ mtffrred?cnb i rer Beiträge zu ben Kreisumlag.m bunten die nötigen Mittel L'idjter beschafft unb ’ K Widerstand einzelner Gemeinikvertretungen un- ikteoer beicitigt werden. Daneben gewährleistete 'griii solches Verfahren auch die Ausschaltung pri-- Mter Sonderinteressen unb eine Regelung untrr tam Gesichtspunkt besserer Siedclung. Tie gln- tai Gründe lassen es aber empsedlenswert »x» 'feinen, auf bse^em nun einmal mit Erfolg l» llrdttei'cn Weg des verbandsweisen Vorgehms n ht stillzusteben, jembern hier etmm i tc r * n ; A Jdbau anzustreben, für den die Provinz Ä'' aegebene Grundlage bildet. Ueb. rblickt man die »uhältnisfe in der Provinz Rheinhessen, so drängt
2dee eincs Zusammenschlusses ihrer fämt# ui?rn Stadt- und Landgemein.en zur Schaffung nmer Wohnungen gebieberifd) auf. Die größierm Mmemden liegen in der Haupt ache an her P> iSSi1! J”’1 Ehrern Hinterland durch
!s" ^skehrSoechaltnifse wirtschaft ich eng per- Sk ergebenden Beziehungen
bi- Kreisgrenzen b'- llhnmt, sondern durchbrechen diese vielerorts und ?TV??0(Llmtn<rT bestehenden Zug nach Der r'rtbt mit ihrem zur Zeit mehr denn je nur «mnemtlichen dlnnehmlich'^iten, ba^cn sie ort .n;,> Mfeniyg tvr SiMmin.AeilMlmi i< in anem ”rta lediglich aut Köllen eines Nachbarkr'ifes knr Dieser Mißstand wirkt verstarlt durch Sxt>mi9 wirtschaftliche 3ojc der Landl^volkeruns vor allem in G-genden nn: vorwiegendem WeinbergSb.'fitz vieljach be i ^msch nach einem Wegzug in die Stadt gjnrcft to, dessen Vernürkliäiung durch den honorigen raif em es Hauses kaum Schwieriglt.it en bietft
Umstmide tragen westmtlich dazu bei, daß V Maßt ahmen zur Bekämpffmq der Wolmüngs- '»'• in ben rhernch-ssischen Kreisen die denkbar heften Verschiedenheiten aufweifen und ter Gruno la finanziellen Anstreng-ung<m ost gerade tm um- «rlchrten Verhältnis zur Entwicklung ter Lei- irngsfähigkeit der Kffeiscingesessenen stcht. Es Sl em wenig erfreulicher Zustand, daß G.-mein- kn, über die seit Jahren ein förmlicher Gotd- ■’BOt. ni bericht, auf Kosten verschuldete Gnnein- »kn in Nachbarkressen sich järet Beteiligung an ke Linderung eines allgemeinen NvtstwLes ent- :ik2en können. Ein die gesamte Provinz -»ifasjender Gemeindeverband nrüne H ?ibs§r Hinsic^ einen durchaus berechtiglen Aus- iltich schaffen. Er wäre außerdem vermöge feines -^baues t-nüanbe, ei ten wesentlich gröse^en 23 "i- e^kßwds aufzubringen, als die einzelnen besonders pwefnerten Kreise oder gar die roeniten zur Zeit 'ncn.iKlI ziemlich ungünftii dastehenden Stadt- nnnnten. Damit ist zugleich bie Mögsi.hkei" einer myienben Zuschußleistung seitens des Reichs er- 'ley, deren zweckmäßigste Verwendung eine pro- ^nalc Organisation auf Grimd des ihr zur Ver- ^grng stehenden Materials über die Wohnungs-1 >r-altmye aller in 2-etracht kommenden Gemem-
crsners und erklärte, daß der Vertreter Teutschlands in Paris sich geweigert haix, rire Miau fei des Frier enSvertrag S ausMsülren, den er selbst imterschireben hab?. Mau >vi: e auch, daß Deutschland Schwierigkeiten macke, um nicht in Goldmark zu bezahlen, wi? ei zahlen muj)-*.. Der Abgeordnete verlangte Aus.'unft über die Politik gegenüber Rußland. Er wünscht« aufgeklärt zu fein über die Lage in Ungarn, in Polen unb in der Türkei, in denen Frankreich beträchtliche Interessen habe.
Dänische Prcssefijmmen.
Kopenhagen, 6. Febr. (Havas.) Die dä- inischc Presse übt bis letzt zu dem -Ausli.'- ferimgsverlangeu ter Entente große 3urütfHaltung aus. ,,E x t ra bl a de t" erklärt, d».rß daS Aus- licfenmgsverlangeii die gewrltige Dummhnl der Entente terstellt. „Be r l i n s ke T ii>e n t e" sagt imter anderem, man steht vor ter für .Deutschland unb auf jeben Fall für die jetzige Regierirug !ef>ensgefÄ)rlichen Frage: Wird unj. k-.rmr Teutscl)-- knrb aussühren und den Verch eckren nach kommen, die cs in ten bctrefsenteU Art. kein übmiomnnm ■bat? Was wird gescliel-en, wenn die temtfche Rc- r.ierimg dse Ausl-eerung verweigert? Und w.is wi.d g-escheheu, wenn )te die teuf cheii Gnreräle, Staatsmänner und aubere dei^srl»Untertanen auS- liefert oder sie ausruliefem versucht? Es war von vornherein Dar, daß die Alliiecteii eine neu * und seh r bedenkliche Praxis i m Völkerrecht eiusührien, als sie Deulschlaiid durch ben Vers-Aller Frieden zwang^m, seine Schuld am 2Veltkricge zu beSenneii und das Recht forderten, nicht allein den Kaiser unter Lin klage zu stellen, fentern auch die Deutschen, die angeklagt sind, Handlmigen begangen zu chrben, d« gegen die KriegSgesetzc imb Gebräuche verstvtzm, vor ein Militärgericht zu stellen und sic zu bestrafen. T-omic ist Deutscht-md Vor eine furcht.-are Frage gestellt. Die deutsche Regierimg fcheinr nicht *ine neue Note abfenb.m zu wollen, dir die Unmöglichkeit ter geforixirten Auslieferung letmrt. Ern-', solche Note könnte vielleicht leicht die Katostraphe lnuaiisichieben, aber sie nicht verhintern. Man kann im Augenblick unmöglich Voraussehen, w.e sich die Lage gestalten wird. sJJäan stellt aber Deutlich die Gefahr einer großen Revolution und Zwangsmaßregeln der Entente mit unübersehbaren Folgen.
Schweizerische Pressest immen.
rooutaii' 1Sjnnj(burt 'Inf.
Eine Aerrtzerung de» Generalscldmarschatt» v>. Bülow. Berlin, 5. Febr. (Wolff.) In einer Untere
Nach ihm irprach ter Abgeordnete Soulier, der hauptsächlich auf die Wieterausnahme her btyio*- rnatisäien Beziehungen Frankreickrs mit dem Vatikan hinwies. 2Aas die Aiislieferung des Kaiser Wilhelms von Holland betreffe, veiwabrt er fick) dagegen, daß der deutsche Kaiser mit Napoleon verglichen werde. Im nteitucu verlaufe der Interpellationsdebatte ergriff Marcel E a ch i n das Wort namens der sozialdemokra:isck)en Partei, um die Regierung über ihre russische Politik zu befragen. Er verlangte eine einwandsfiei« Er- närung über die Wiederherstellung des Friedens- mit Rußland. Als er sich gegen Kollschak und seine Ossiziere wenbet, sowie gegen die englische unb französische Regierung, die Milliarden ausgegebew hätten, um den Widerstand gegen die Sowjet zu organisieren, wird er unterbrochen, namentlich von Löon Daudet. Eachin [ante; Sie haben versucht, Soldaten gegen die Russen zu schicken. Tiefe l)aben aber nicht gewollt. Taudct ruft: Sie haben sie ausgehetzt! Die Sozialisten profilierten i> g g?n. Es flam zu! Lärmszenen, so daß der Prä,ident einl'djreitcn muhte. Erst temn fbnnlz Eachrn weiter fiartsahren. Ec verlangte auch Aufffärung über die fnuizö.i che Poliirk gegen- über der Türkei und wendet sich rr.'gen jede Der- sckiwiegenli it. Nach Ernest Lass ent, der sich den Ausführungen Eachins angefcküossen hatte, wurde b« Intecpellatiunsdebatte auf morgen vertagt.
ten zugleich zu Trägem des Züsch ißversahi^ens be -!
stimmt würden, läge die Entscl-eidung über bie , ..
Finanzierung und Durchführimg aller m 23etracht I UH kommenden Unternehmungen nur zum Vorteil der Sack>e in der Hand einer Behörde.
* ^0-Jahrgang zreitag, o. Februar 1920
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhesien
ben in denkbar bester Weise anzuordnen vermag. Daß dabei auch den siedlungstechnischeu Vorbedingungen und dem Problem der Siedlungspolitik, wofür gerade die Provinz Rheinhessen ein dank - .....Y . ------ -
baves Betätigungsfeld bieten dürf e, die gebotene redung mit einem Mitarbeiter des„LoLalanzeii Aufmerksamkeit zugewandt werden kann, wäre eine Avnt Generaljewmarichall v. Bülow, ba ,vl. uu«, ainc.., ^ut|u,.ano t-ie wm.ten ge-
durchaus zu tegrüRcnte Begft-itersckieinung eines Manner, die aus der Auslieferun<pZlz,te stunden. ! liefert habe, die es an Frankreich zu Jictem vw- auf solcher Grundlage aufgebauten Zweckverbanles. rurr ihre vaterländische Pflicht erfüllt hätten. Tie fr ' - >u Iv?tern P
Die neuen Maßnahmen des Reich) selben in 23er Auslteferungsbesiimmung [ei telxr ftne Schmach, s» binbung mit der finanziellen Ausschaltung der Länder auch eine stärkere Dezentralisation vor. Vielleicht ist es zu erreichen, daß den Provinftaldiiek- tionm die Entgegennahme der 2>iknlfsgesuche und die Erteilung der 23eihilsebesck>eide übertragen wird, ^-ics würde eine wi'sentliche 23ereinfachuug des gan ten Berfalwens bedeuten: wenn dann die Provin- .
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