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Berlin, 6.Inn Börsenstimmungs- bild. Bei ruhigem Verkehr entwickelte sich die Kursbewegung unregelmäßig. Ausländische Werte und ikolonialpaPiere schwächten sich meist weilet ab, während am Montanmarkte KurSbesserungen bis zu teilweise 10 Prozent überwogen Auch Schisialwtsaktien waren reckt fest. Deutsch-Ueber- see-Elektrische waren um 20 Prozent gebessert.
Frankfurt a. M., 6. Jan. Börsen-^ st i m m u n g s b i ld. Die Börse zeigte beute gre» sere Zurückhaltung, so das; sie bei geringerem Alt gebot allgemein etwas sä^vächer verie.irte. An Montanmartt wurden 'er im Xlntfe erhöyl. 279, wahrend Bochumer, Deutsch Luxemburger, Olerbeoars intb Buderus sck-wächeiv Dispo itun zeigten. Die KurseinbusLN betrugen ansänglich zWischer 2 und 4 Proz. ^geschwächt waren fern.er Adler Meyer, 277. Bon Schnffahrtsaktren blieben Nordd. Lloyd gefragt. Lombarden standen in regerem Verkehr. Die l)auptiäc!)ltÄsten Ko o ia'w r e <iint rlagen Abschwächungen, South Wea-152. Otavi Genus-scheine 450. Otaviminen blieben mit 510 unverändert. In chemisäien Werten war das Geschäft wesentlich ruhiger. Anilimverte unregelmäßig Höchster Farben 4 Proz. gebessert, wahrend badische Anilin < Proz. nacht ab en. Scheideanstalt 525. Deutsch Uebersec Elektrische waren 14 Proz. höher. Im freien Verkehr gingen Benz niedriger um, 242. An, Kassamarkt der Industriepapiere ubernwgen Preissortschritte. £ieimifd)e Nenten waren gut gehalten. Tie Börse schloß ruhig. Privatdiskont 4°/0.
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me. Frankfurt a. M., 5. Jan. Das Hochwasser des Mains ist in der letzten Nacht wiederum gestiegen und hat die Sachsenhäuser Seite vollkommen überflutet, während die Frankfurter Seite nur an den ticfgelege- nen Stellen von des Wassers Gewalt zu spüren bekommt. Ein Kohlenkahn konnte trotz vier Schleppern die Notbrücke nicht passieren. Zwei Schlepper stießen aneinander, wobei ein Schisser schwer, zwei weitere leicht verletzt wurden. — Die bei Berkersheim über die Ufer getretene Nidda ist zugefroren und bildet nun eine riesige Natureisbahn, die sich bis nach Vilbel über drei Kilometer erstreckt.
T indIa!en, 6. Ian. Die Wassermassen des Rheins durchbrachen bet dem Torfe Mebrum ten Tamm. Sie ergießen sich bis zur Siaatslahnlinie Oicnbausen-Hamborn-Wesel, die bebüDl?: ist. Tie Dßrser Mehrum und Go t - te-.vicke rhamm, teüircife auch Eppinghofen stehen unter Wasser. Ganze Ortsteile und Eehoste mustten fluchtartig geräumt werden. Ein Teil der Ernte scheint vernichtet zu sein.
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* KantS gute Gesellschaft. In einem Kreise, in dem auch Känt gegenwärtig war, kam das Gespräch auf die Fortdauer nach dem Tode. Tabei sagte einer der Anwesenden zu Kant: „Ihrer wird mau in jener anderen Welt wohl wenig habhaft werden können, denn Sie werden gewiß in der Gesellschaft aller Weisen alter und neuer Zeit einen himmlischen Gelehrtenklub gründen." ,^Ach, lieber Freund," versetzte Kant, „bleiben «Lie mir mit den Gelehrten vom Leibe. Wenn ich in der andern Welt meinem guten Lampe (seinem vieljährigen Diener) begegne, so werde ich froh fein und ausrufen: Gottlob, ich bin in guter Gesellschaft!"
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Tr. Lessen, welcher vor dem Kriege ein orthopädisches Justuut in Frankfurt a. M. betrieben hatte, war nach Ausbruch des Krieges als land- sMrmvflichtiger Arzt dem Re.ervelazarctt r> Wetz l a r überwiesen worden. As Dr.
im Kriege ein Mftitärrinkommen von 7000 Mk. und eine jährliche Rente von seiner Schwieger- mutter in Hohe von 4000 Mk. bezogen hatte, vom Bürgermeister zu W. für das Steuerjahr 1917 zui Zahlung von Äemeindeeinkommensteuer veranlagt wurde, beschritt er nach fruchtlosem Einspruch den Weg der Klage im Berwa tungsstrt-itver.ahren mit dem Anträge auf Freistellung, indem ei die Anrechnung der zur Au rechterhaltuna des orthopädischen Instituts in Frankfurt a. M gemachten Aufwendungen verlangte; letztere haben fick in dem fraglichen Jahre an, mein: benn 10000 Mark belaufen; für Amortifatron [eien 6500 Mk., für Bedienung 63t Mk., Telephon 50 Mk., Jasti- tul^mictc 3210 Mk. und Dad Lagern des ^noen- LaiÄ 483 Mk. ausgeweirdet worden. Der Bürgermeister vertrat hingegen txm Standpunkt, daß feine Veranlagung, tvelch.-r 7/ip des Militäreinkom- inenS und die Rente von 4000 Mk. zugrunde liege, zu Recht ergangen sei. Der Bezirksausschutz biUigte Dr. L. eine Ermästigung um zwei Steuerstufen zu und machte geltend, im Hinblick auf § 20 des Einkommensteuergesetzes erscheine es angemessen, den Steuersatz um zwei Steuerslusen zu ermäßigen, da aus einer Mitteilung des Vor- sitzenden der Veranlagungskommisfton hervorgelie, datz im Steuerjahre 1912 bei der Veranlagung von Dr. L. 16 000 Mk. für Unkosten in Abzug gebracht worden seien. Dieses Urteil griff Tr. L mit ter Re.ision beim O ber ve r wa l t u n gs- geriet an, welches auch die Vorentscheidung aufbob und Dr. L. dem Klageanträge entsprechend gänzlich von der geforderten Steuer freistellte.
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Ein Vortrag Fchrenbachs.
Berlin, 5.Jan. In einer Zentrumsversammlung in Freiburg sprach der Präsident der Nationalversammlung, Fehrenbach, und sül/rte "ns, datz die heutige politisch: Lage das Bekenntnis zur Republik als notnxnbig fordere. Ein Zusammengel;en mit den ReckstsParteien sei solange nickst möglich, wie diese gegen die Regierung arbeiteten. Von den Sozialdemokraten trenne das Zentrum mancher Unterschied, namentlich in der Frage der Religion, gleichwohl könne das Zentrum mit fthnen und den Demokraten eine Koalitionsregierung bilden.
Zur Verabschiedung des Obersten Reinhardt.
Berlin, 5. Jan. Uetzer seine Verabschiedung schreibt Oberst Reinhardt m verschiedenen Blättern: Exzellenz von Lüttwitz lsttbe ihm gesagt, datz, wenn er nicht ginge, Minister Noske gehen müsse. Man habe ihm entgegenkommen wollen, dadurch, datz man ihn zum Gmeral ernannte, wenn er seinen Abschied sofort einreichte. Er lehnte dies ab.
Ein neuer Prozch wegen Mitzbrauchs der Dienstgrivalt.
Berlin, 5. Jan. Laut „Berliner Lokal-Anzeiger" hat gestern vor dem Kriegsgericht in Lalle (Saale) der Prozeß gegen den ehemaligen Militär- bevollmächtigten des Halleschcn Soldatenrates, Fer chlandt, wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt, unbefugter Bildung von bewaffneten Hausen, Frcil)«itsberaubung, Mißhandlung Untergebener und von Zivilpersonen, sonne Aufwieglung und Ungehorsam begonnen. Der Prozeß wird ungefähr 14 Tage bauern.
Heringe für Deutschland
Kristiania, ö. Jan. (WB.) „Aftenposten" erfährt aus Bergen, datz 20 — 30 beuts che Schiffe mit gesalzenen Heringen von der Westküste Norwegens nach Deutschland abge- gmtgen sind: eine größere Partie ist auch nach Polen abgegangen.
Die Lebensmittelversorgung Groß-Berlins.
Berlin, 6.Jan. Im Auftrage der Groß- Berliner Gemeinden begab sich gestern ein? Abordnung unter Führung des Oberbürg.-rmeisters Wermuth zum Reichskanzler, um die neue kritische Lage zu kennzeichnen, m her sich ». Zt. die gesamte Le'.-ensmitteklersorgung Grotz-Berlins schon befunden fyib*, und bie wmrnvchr durch die Stockung der Getreidezufuhren eine noch weitere bedenkliche Verschärfung erfährt. Den Befürchtungen der städtischen Vertreter gegenüber versickerte der stieichskanzler, daß die Versorguna mit Brot und NälTNuitteln. sowie mit Kartofselersatz bis Mitte Februar voll gesichert sei.
Der Fehlbetrag der sächsischen Staatsbahnen.
Berlin, 5. Jan. Laut „Berliner Lokal-Anzeiger" haben die sächsischen Staatsbahnen im ab» gelaufenen Jahre einen Fehlbetrag von fast 300 Millionen Mark gehabt.
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— Generalob.rst Freiherr von Hausen, (Erinnerungen an den Marnefeldzug. Mit Bild des Verfassers und mehreren Aufmarsch- und Gesech!s-Skiz-en. Leipzig, K. F. Kvelstcr, Verlag. Preis geb. 20 Mk.
Die Tarifvetchandlungen.
Berlin, 5. Jan. (WB.) Amtlich. Die Tarifverhandlungen zwiscken der Eifcn- bahnverivaltung und den tzstiverlichtsten her (Siien- babnarbäter sind heute nachmittag uneber ausgenommen worden, veute sand eine allgemeine '.'lus- sproche statt. Diargcn beginnen wrcder Ernzeltzera- tungen, die nunmehr ohne Unttrbtcdjcing iveitcr* geführt iverben sollen, um den Tarif so schnell wie möglich fertigzustellen.
Der französische (-eschäststräger iu Deutschland.
Paris, 4.Jmr. Wolfs. Der „Petit Pa- risien" bestätigt, daß der ehemalige französische Generalkonsul in Genua Marei11Y, der vor einigen Tagen den Rang eines bevollmächtigten Ministers erhielt, zum Geschäftsträger Fran kreichs in Berlin ernartnt wird
Nitti über die italienischen Ansprüche.
Paris, 6. Jan. (WTB.) Der italicniftix Ministerpräsident Nitti empfing am t. Januar einen Vertreter der Pariser Presse uub erflärte, für die Italiener sei Fiume ein Symbol. ES sei sein größtes 'bestreben, tn der Adriaftage zu einem Einverständnis zu kommen Ader das adria- tische Meer sei nichts anderes als ein Nein«, ein lokales Meer und habe also nicht die Bedeutung des Mittelm«ros, dessen Wege allen Nationen offen stünden. Dem itolicntidm Bolle müsse gegeben werden, was es vom Kriege erwartet trabe, denn Italien habe den Krieg gewollt Man müsse immer bedenken, was cs erduldet habe. Sonst würde das italienische Voll immer die Frage ft eilen, für was eS 700000 Tote geopfert habe.
Der Telegraphenv?rkehr mit den Niederlanden
Köln, 6. Jan (Privattelegr.) Die Schwierigkeiten und Stockungen im Telegraphenverkehr mit den Niederlanden find in der Hauptsache auf die überaus* starke Verkehrszunahme zurück;uführen. Auch sind mehrere durch das Rheinland führende d> utsch niederländisck>e sowie einige dem Verkehr zwiickien Südwestdeutschland und dem übrigen Deutschland dienenden Leitungen von den Bcsatzungsbel>örden beschlagnahmt und ihrer Bestimmung entzogen worden. Inzwischen sind aber neue Telc. graphenverbindungen zlvischen Deütsch ümd uni) den Niederlanden eingerichtet worden. Eine weitere Verbesserung ist von b<* bevorstehenden Eröffnung des Schnelltelegraphenbetriebes zwst sckstm Düsseldorf und Amsterdam zu erwarten Weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung
Dir Eisenbahrrerbcwegung in England.
London, 5.Jan. (Wolff.) Havas. Der vor längerer Zeit ausgekommene Konflikt zwischen den Eisenbahn gesell schäften und ihrem Personal ist endgültig beigelegt worden. Die Gehälter der Eisenbahner werden wöchentlich um 38 Sckstlling erhöht. Diese Regelung kann, je nach den Lebenskosten, Beränderunaen erleiden, darf aber vor dem 3. September d. I. auf keinen Fall vermindert werden Das abgeschlossene Abkommor äußert sich auch über die Streiks. Die Organist krönen haben sich im Falle eines Konfliktes an eine Sonderkommission zu wenden, die zu entscheiden hat. In einer Rede in Birmingham äußerte sich Thomas, daß die erlangten Konzessionen nicht ganz den gestellten Forderungen entsprächen, daß die Vorteile jedoch nennenswert seien.
Die Kümpfe ht Rußland
Amsterdam, 6. Jan. (WTB.) Die „Times" melden, daß General Semenow zum Oberbefehlshaber der Truppen von I r- kutsl und der gesamten Front südlich des ; Baikalsees ernannt worden ist.
Die $offnyjifl der russischen Bolschewisten.
Berlin, ü.Jan. (WB.) Der „Vorwärts" । reröffentlicht eine Neujahrsproklamalwn der Sowjetregierung an baä ruffifdje Volk, in der die ■ Hoffnung auf die Welt re vo7utron und das Einsetzen von Sowjets auch in Berlin, , Washington, Paris und London ausge- - drückt wird. Die Proklamation schließt: Es lebe das Revolutkonsjahr 1920!
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me. Frankfurt a. M., 5. Jan. Ter Magistrat beantragt bei der Stadtverordnetenversam m- lung für die Stadtt Heater einen weiteren Zuichuß von 633 (XX) Mark bereitz»stellen, außerdem das Deftzit des Jahres 1918/19 von 255 000 Mark auf städtische Rechnung zu übernehmen.
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