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Mittwoch. 6. Gttoder 1920

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Zwettes Blatt

llr. 255

Turnen, Spiel und Sport.

ahn- und ©ieggcbiet, in Hannover und zum feil im L«rz. Wenn der geutafe Kanal nicht

oersand mit Verfüsung steht.

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Fortsetzung 5.

(Nachdruck verboten.)

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nummm und kanalisiert werde, bilitöt abhängc.

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[] Marburg, 5 Oft. Die Stadtverord­neten beschlossen, daß die Stadt dem Fulda- Lahnfanal-Verein beitritt und stellten

Wasserkräfte habe man auch nicht gedacht, sondern die 'Schisfahrt in Verbindung mit ihr würde fee Wasserstraße [ebensfüfiig machen. Was den wer­teren Einwurf andelangt, daß sich nur die untere Lahn für Gewinnung von Kraft eigTte, so wolle er dem gegenüber halten, daß man in Marburg die Erbauung eines Krafhvertes gestatt habe und

dafür gehalten; aber am Ende kennt man selber niemals genau."

Kannst du mir auf Eh« und Gewissen sichert, daß du keinen Anteil haft an diesem

Verfügung. Weiter wurden 10 000 Mk. die Vorarbeiten zur Lahnregulierung willigt.

Bergrat Groebler sieht die Sache nicht so pessimistisch an wie sein Vorredner. An etn Rentabilität allein durch die Nutzbarmachung d

ausgeben Mk.

Nutzbarmachung der

lUltes.

sHausen (.'im? y und SpennW

Das war nicht Onkel Bertthardl Ich habe ja gar keinen Grund gehabt, ihm bös zu kirn"

Willst du mich jetzt belügen, ^fer belügst du dich selbst? £xti Achim dir versprochen, dich zu heiraten, oder tat er es nicht?"

Ach, das waren stinferphantasien. Als er­wachsene Menschen sprachen wir nickst mehr davon.

Wril es nicht mehr notwendig war. Dst sollst aufrichtig g-gen mich sein, Erika! Sonst glaube ich dir nicht daß du chm vergeben haft. Und ohne das verleihe ich ihm me "

(Fortsetzung folgt.)

Direktor®*7

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700 Mk. als Beitrag zu einem Gutachten, welches zur Aufnahme des Projekts in die Liste der Reichswasserstraßen nötig ist,

Zittern ging über ihren zarten Körper.

,Hch sagte ihm: Erft mutz ich gnvitz sein, daß dir verziehen tat Tann frage mich wnLer."

.Müßt' ichs doch! Und was haft du ihm ge­schrieben ?"

Daß er eines freundlichen Empfanges gcimfe sein dürft."

Wer hat dir ein Recht zu solchem ^rsprechen gegeben ? Habe ich je ein derartiges gegen dich verlauten lassen?"

Nein. Aber das war auch nicht nötig; rch wußte es ohne das."

Vermutlich brachtest du es aus dem Wege des Gedankenlesens heraus."

Vielleicht. Wenn man einen lieb Hal, tft eS ferne große Dürft, seine Gedanken zu erraten."

Du Mtteft dich doch nicht allzu fest auf die Unfehlbarkeit dieser Kunst ver'af'en. mein Kind. Diesmal ist's ja noch teifeit gut abgegangen. Vor einer Wiederholung solcher Versuche aber möchte ich dich ernstlich warnen."

Undank ift der Welt Lohn. Ich (alte auf einen Kuß gerechnet und höre nun dafür eine Strafpredigt."

Komm her. Ten Kuß sollst du meinetwegen auch haben. Nicht well du an Achim geschrieben haft, fondern aus einem anderen Grunde."

Und wofür, Onfel?"

Das sag 'ich dir nickst. Und nun, ehrlich und aufrichtig: wie gefällt dir seine Frau?"

Gut, Onkel, sehr gut. Sie ist liebenswürdig und schön."

Auf Schönheit gebe ick nicht vrel. Und Liebenswürdigkeit hat für mich nur dann etnxn Kurs, wmn sie echt ist. Ich farmte schon manchen liebenswürdigen Menschen, den ich Drei lieber gehen als kommen sah."

Aber sie ist wahrhaftig; du darfst es mrr glauben, Onkel Bernhard! Ein Don wie der ihrrge lügt nicht. Du darfst dich nicht beg gen sträu­ben, sie liebzugewinnen. Sie verdient es gewiß."

Wenn du es sagst . . . Warst du denn darauf gefaßt, daß Achim sie mitbringen würde?"

Dar das nickst ftlbswer stündlich? Und ich hatte ihn überdies dringend darum gebeten "

D.il du sie kennen lernen wolltest?"

Erika schüttelte den Kops.Meine Person und meine Wünsche spielen hier doch kerne Rolle. Ich wußte nur, daß du dich nach deinen Kindern sehntest, wie sie nach dir. Und zu deinen Kindern gehört jetzt auch sie."

Närrische kleine Gedankenleserin.' Jörn ich umbergegangen wie einer, der sich in -Sehnsucht verzinst?"

Ansehen konnte man es dir fvellich nickst. Gefühlt aber habe ich es doch"

Nun, ich wlll dir die Genugtuung über den gelungenen Streich nicht verderben. Sie smd da imb damit gut Die Frage ift nur, was nun weiter werden soll."

Fragend sah sie zu ihm auf. Do fuhr leine große £<mb liebkosend über ihr weiches dunkles ixtar.Ich meine, es wäre gut, wenn sie nicht all» zulange blieben."

such?"

Sie legte die Lände im Schoß zusammen liefe in drolliger Zerknirschung den Koch srnlen. Nein, Onfelchen, das kann ich nicht."

Du roarit es alfo, die an Achim schrieb?"

Vie Falkner auf Linöenhöhe

Roman von Reinhold Ortmaun.

Läckllnd lehnte sie ihr dunkles Köchchen an seine Schläfe.Eine Stunde? Nein, so emge* bildet bin ich nicht Länger als zwei aber Kirnten da mich wohl Baum entbehren nicht wahr?"

ES käme auf den Versuch an," brummte er. Bist du dem SanitätSrat noch begegnet?"

Ja, ich trat ihn, als er mit Achim und ferner Frau das Laus verließ. Es mackste mich sehr fvoy, datz er vollkommen zufrieden ist."

So? Ist er das? Na, dann farm ich yi beruhigt sein. Wenn nur der Arzt zufrieden ist aur den Patienten kommt es ja weiter nicht an."

fühlst du dich denn heute weniger gut,

Gott bewahre, ich fühle mich ganz ausgezeich­net. Die Kirnte es auch anferd fein, wenn draußen Frühling ist! Nun, armes Lterz, vergiß der Qual nun muß sich alles, alles wenden."

Es war sarkastisch gemeint; Erika aber nrhm es scheinbar für Ernst.Ja, das ift auch meine Zuversicht," sagte sie herzlich.Und was der Früh­ling nicht fertig bringt, das bewirkt sicherlich die Svende über den lieben Besuch"

Bernhard Falkner drängte sie mit sanfter Arm- fewrgung von sich hinweg und beutete auf den «otubl neben dem SchreibtischSetz dich ma! dorchn, Mädtl, und sieh mir nt ine Augen. Bist du eine hinterlistige kleine Katze oder bist du's nicht?"

Ich weife nicht. Bis jetzt habe ich mich nickst

* Ort en berg, 5. Ott. Am Sonntag fand das diesjährige Abturnen des Turnvereins Ort en berg 1863 fallt. Das Turnen begann schon f regnerische so daß das

Ein ehrliches Erschrecken spiegelte sich aus Erikas Gesickst.Du wolltest sie wieder fort- schicken? Nein, Onkel Bernhard, das kann dein Ernst nickst fein."

Ach wenn ich mich nach meinem Jungen g-- sehnt hätte mit deinem Derzweh ist mir Die Erfüllung dieser Sehnsucht zu teuer b.-zahlt."

Oh, wenn es nur das ift; darum brauchst du dir wahrhaftig feine Sorge zu machen."

Sie sagte es rasch und mit einem zuversicht­lichen Lächeln. Das höhere Rot aut ihren Wangen aber sah Bernhard Falkner dochVon dem was nicht mehr zu ändern ist, wollen wir nicht weiter reben. Wenn es nach meinem Willen gegangen wäre, hätte ick heute eine andere Schwiegertochter als diese rothaarige Ausländerin. Er bat mich geifern, ihm zu verzeihen. Willst du wissen, mein Kind, was ich ihm darauf geantwortet habe?"

Sie barg ihr Gesicht an ferner Schulter; ein

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und erziel e 5 Tore, während der Gegner leer aus­ging. Nach Seitenwech'cl flackerte Dillenburg e'.waö auf und >ckost 3 Tore; bann übernahm B f. B. wieder bte Führung und stellte sich bis zum Schlntz das Resultat auf 7:3 Toren und eroberte damit 2 Punve. Bei den Einheimischen konnten Kliff- muller. Löhn, Lild und Schmnir besonders ge­fallen, auch Die übrige Mannschaft spielte besser als sonst, bei den Gästen war, der Lxrlbrechte der beste Mann. Tas Spiel der dritten Mannschaft des B. f. B. gegen die zwei e Mannschaft von Dillen­burg gewann ebenfalls V. f. B. nach gutem Sptel mit 3:1 Toren. V. s. D. 4 dagegen verlor nach energischem Spiel gegen die erste Mannschaft des F. C. Leun mit 6:1 Toren. Leun spielte eifrig und bewies, daß es eine höhere Klasse verdient.

Zuslitzvat Dr. Dahlem-Oberlahnstein steht auf Dem Standpunkt, daß man die Kanalisierung der Lahn über Gießen hinaus so bald nicht er­reichen wird, ift aber gleichfalls der Ansicht, daß man deshalb das große Projekt nicht aufgeben, sondern im Gegenteil die Durchführung bis Kassel energisch betreiben soll.

Oberbürgermeister Dr. Rüssel- Koblenz hält die Frage des Ausbaues für eine Finanzfrage, es weide fid) in erster Linie darum handeln, «ob stch bte Anlage des Kanals rentieren werde. WrS nun die treitere Frage anbelangt, die schon vom Vorsitzerrden gestreift worden fei, ob das neue Projekt eine Einbuße des Rheins als Derkehrs- stvaß: nrit sich bringe, so möchte et empfehlen, die Anwohner des Rheins nickst zu beunruhigen, wie dies durch einen Zeitungs-'Artikel geschehen sei.

Prof. Salomon spricht fick unter Berrutzung

die sich ihrer ganzen Natur nach für eine Tal­sperre eigne.

RrichSagsabgeardneter G r ö n e r macht aui die großen Bastllt ager au merk am. Deren natur» lichcs Absatzgemct in westdeutsch and und Lolland lüge Namei.t ich rerfchli Se Dv Trockenleglma oeS Zuyfersees Dixie von Steinen. SfeÄlfalb-

ixlfe der Lahnfanal Lrine Konkurrenz des RfemS. sondern nur eine Ergänzung dar.

Strombaudi..ktor S teege mann, ter V » tretet des Obe.prä ioenten fer Rheiiwrovinz, gi t feinet Ansicht tabm Ausdruck, baß es in eriter ti ic Darauf ankomme, daß die ^aDn auf dos Reich übernommen ireefe Er glaa.t nicht, paß bi Ucberimhine große Schtvierig.eiten bereiten roerfe.

eines reichen Zahlenmaterials ebenfalls babtn x ts, daß die Frage, ob die Lahn artt das Reich über- der Renta-

weirn wir Großes fordern. Wir haben dann an alle i Projekte an geknüpft trnd unser Augenmerk auf einen i Wasserstraßenplan gerichtet, der bereits im Jahre 1710 auf Be anlaftung des Landgra'en Karl von ; 5-efi.n aufgeste.lt nmrde, nämlich aus eine Ver» ] binDuna de r Lahn mit der Fulda, , einer durchgehenden Wasserstraße - von N ie d e r l a h n fte in bis Kassel. Ter ; Vorstand hat sich gesagt, daß das bisherige Vor- ( gehen des Vereins vielleicht nicht richtig war und daß man eine Turchgangk'ftraste in den Vorder- , -1 -und schieb n müs e an S.e.le eines Stichkanal-5. Dieser Gedanke wurde in der Versammlung ge­radezu mit Enthusiasmus aufienommc i und La I den Vorstand ve.anlaßt, die Sach. wei er zu ver­so gen. Wir haben daraus hinge vie en, da , die Ans­ichten für ine Großwas erftra;,e günstig ,ind nach­dem das Reich die ersten Mittel für eure Verbin­dung zwischen Main und Donau bewilligt hat, nachdem dir Vorarbeiten für eine Verbindung bei Weser mit dem Main in An Triff genommen und o eine Wafferstraße als gesichert a:tjeteben roerben kamt, die eine Veibindung herstell! zwischen Nord­see und Mitteimeer. In dieses Wasserstraßennrtz wird sich un ere Wasserstraße gut einfügen lassen.

An der Land einer großen im Versammlungs­lokal ausaehänften Karte crlä'tcrte der Rednter dann die Linienführung des in Aussicht genomme­nen Kanals. Früher soll e der Lahnkanal bis Gieß'n geben. Nach dem neuen Plan soll für den ft anal die Lahn von ihrer Mündung bis Mar­burg benützt werden, um alsdann der Ohm zu fol­gen und üb'r den öerrennmiD nach der Wiera und Schwalm bis zur Eder nnb sch i ß ich mit der Eder oberhalb Kassel in die Fulda münden. Die Fort­setzung des Kanals von Kastel weiter können wir anderen über'aften. Es ist dann noch daraus hinzu- weisen, daß durch die Natzbarmach ing von b deu­tenden Wasserkräften die Rentabilität des Kanals «hoben wird. Tre Dölrenlage betragt bei Koblenz 60 Meter, um dann bis zum Lte venwa'd auf 270 Meter zu steigen ;von hier ab fällt die Linie wie­der bis 166 Meter bei Kassel.

In unseren früheren Besprechungen mit den preußischen Behörden wurde immer txranf oe-.- wiesen, datz wir die Rentabilität des Kanals tv.ch- weisen müßten, wenn wir unseren Plan verwirk­licht sehen wollten. Mr haben, um dies zu lx>- wllftn, einen befianberen Verein gegrünfcet, Cer einen Selbstfahrer für 50 000 Mk. gebaut hat, der dann als altes Eisen, allerdings ohne Verlutt verkauft werden mutzte. Tic Verwertung der bcr der Kanalisierung zu gewinnenden Wasserkrafle stellt einen neuen Punkt in unseren Berechnungen dar. Wir h.ck n dann eine Besprechung mit den in Betracht kommenden Kreisen, mit dem Marn- Krastwnk und den Siemens-Schuckeriwerfen ve.a> redet, die am 30. 6 trt Wetzlar stattgefunden hat An dieser Bestechung nahmen außer dem Vor­stand des Vereins und den Vertretern der genann­ten Werke noch Vertreter der Städte Wetz'ar uno Gießen test. Es wurde in den Verhandlungen festgestellt, daß durch die Schiffbarmachung nam­hafte Wasserkräfte gewonnen werden. Nur üb_*r bie Abmessungen der Schleusen konnte feine Einig­keit erzirit werden, da wir uns nicht auf cme be­stimmte Größe feftfefltn fnrfeen. Am 26. Juli fand dann im RcichSverrehrsminiiterium eine Bespre­chung der Jnteressritten statt. Im Ministerium wurde dem neuen Plane große Sympathie ent» gegen gebracht Es wurden die Gründe dargelegt, ine uns veranlaßt haben, von dem Heinen Pro- , jekt zu dem großen überzugchen und vor allen verlangt, datz die Lahn auf das Reick Übernommen werde. Zur Begründung nnirbe dann darauf ver­wiesen, datz dfe Lahn im Jahre 1874 noch

Abgeordneter Gröner erllört, er habe sich mit Geheimrat Ottmann vvm DerkebrSminiZerium über den Lahnfairal un erhalten. Tie er habe ihm getagt, daß ter Staatssekretär Peters seinen ab­lehnenden S andpunkt gegm früher geändert habe, er werde nicht ntehr gegen die Uebernahme der Lahn auf das Reich hinarbei en. Dageaen glaubt man nüht, daß es möglich (ein wird, den Kanal bis Kassel durchtzuführen infolge der bedeutenden LöhenuMerschiede. Der Redner ist der Ansicht, daß man aber trotzdem nicht den ganzen Plan ' " ' pricht lich von der

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TeÜ im L«rz. Wenn der geplante Kanal nrcht gebaut wird, sitzen wir auf dem Trockenen. Die Fva-zosen werden die lochringi'ckren Erze auf dem Wasserwege nach Westfalen tvansp'r ie en. Wir werden dann hier in den töten Winkel geschoben werden, auf bent wir waren, bevor die billigen Ausnahmelarife für Erze üngesührt wurden. Auch die reichen Basal.lager können nur aufgeschlossen werden, wenn Der b.l.igcre Wasserweg zum Weiter-

Beteiligung der Bevölferung vor sich g?hen tonnte. Auch Don auswärts waren mehrere Vereine er­schienen. die sich am Nachmi^to« unter Ski ran tritt bet Musik »um Mack^latz bemben und dort ein Schauturnen abhielten, bei oem be anders der TurnwartdesTurnv er eins Wenings, Turner Dörgenröder feine Hebungen an allen Geräten in vorzüglicher Lxrltung und tadel­loser Ausführung zeigte. Das Turnen wurde durch einen prachtvoll ausgeführten Blumenreiaen der Schülevabteilung des Turnvereins Hirzenhain be­schlossen. Abends fand die Pveisverrellung statt. Es erhielten in der Oberfaife den Ehrenprers Otto Engel mit 107 Punkten, den 1. Preis Bernhard Rüger mit 101V< P., 2 Preis Peter Bertchard und Fritz Debbel II. Mit 100V, P., 3. Preis August Suhl mit 98V* P., 4. Preis 2ldolf Wacker mit 89'/° P. In der TOittelTöufe errangen Den Ehren­preis Karl Götz mit 93 P 1. Preis Wilhelm Suhl nrit 92V° P, 2. Preis Ludwig Eißner mit 90 P., 3. Preis Stert Pfeiffer nrit 88'A P 4. Preis Theodor Rödling nrit 88 P., 5. Preis Heinrich Dtck mit 79V, P. In der Hnteritufe erhielten Preise: Ehrenpreis Wilhelm Hebbel mit 112 P 1. Preis Gwvg Pfeiffer nrit 110 P., 2. Preis Willi SeSxwitz nrit 106 P 3. Preis Otto Hebbel mit 105 P.. 4. Preis Fretz Becker mit 100V, P. 5. Preis Adolf Virtenstock nrit 94V, P., 6. Preis Wilhelm Gertard nrit 93. Die Turner Wilhelm tzensri und Zögling Heinrich Ulrich erhielten in Anerkennung ihrer Leistungen das Jahrbuch der Ärnckunst mit WSnnung.

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um 9 Uhr, das anfands trübe und Wetter klärte sich immer mehr auf, Turnen bei bestem Werter und unter zahlreicher

recbrigt. als er bei der Jesllegung bet Verfassung mi.gewirkt habe.

Es ist des weiteren zu beachten, daß die Fracktsätze der Ersmbahn rnfo!ge Der imgelKutren Unteror.an; von 12 bis 18 Mtlllarden nicht vcr- billigt werden können, während die SäLe der Was'ersracht sinken im. Die Frage des^chifis- LDps, ob man das 1000-Tonnenschiti, das iür den allgemeinen Verkehr oorgtfehen ist, wählt und das infolge der oft len Krümmungen der Safon ge­wisse Sckiwierigk.nten im Gewlge Hafen würde, oder ein ll. meres ist noch nicht entich^>en und amit auch nicht, ob man Die Schienten g eich für xa größten Typ einrichten oder sie später, bei Zedarf vergröß.m soll. Verkehrsminister Gröner, der unserem Projekt wol/lwol!end gegen* uberftebt. crt.ärte, daß mir den rechne, ifchen Nach- weis crbnngm müßten, wieviel Brennstoife man urch Nutzbarmachung bet Wa'serkräfte ersparen könnte. Inzwischen hat uns.r Verein auch als Mitgiie) in dem Wasserwirtichastlichen Verein für Mitteldeutschland Aus- tabmc g sund n und das wird uns roefent. ;d> werter I;e.'f n Diese bedeutende Vereinigung, De, fen Geschäftsführer der hier anwesende Geheimrat 2 tee gewann ist, w.rd unseren-P.an unter­stützen. Geh. Baurat Eontag, der das frühere .tOO-Tomien-Schrifsprojekt bearbeitet hat. wurde der Austrag auf Ausarbeitung eines entsprechen­den Projektes mit der Mögiichfeit, die Anlage für ein Tauiend-Tonncnschifs zu erweitern, erteilt, wobei besonders die Verwertung der Wasterkcäfte in Betracht gezogen werden soll, um der Forde­rung des Reiches nach der Rcittabilität gerecht iverben zu können. £>err Eontag hat versprochen, das Projekt bis Sch. des Jahres zu liefern.

Wir haben in der Desprechuna beim Mi­nister schon darauf Hingewi sen, datz, wenn die Lahn in das Wasferstratzennetz nicht eingebriffen wird, die hiesige Gegend dann einer ernsten Krisis entgegengeht. Es ift b<r nch weiter zu berück­sichtigen. daß wir mit jaß-Lothringen vier Fünftel unserer Eisenerze verloren haben. Das verbleibende Fünftel liegt in dem

in Limburg am 26. $unt beigewohnt haben, werden sich entsinnen, daß dort eine Entschließung gefaßt wurde, die auf der Tatsache basierte, daß richt in Ausftcht genommen war, die Lahn auf das Keich zu übernehmen. Sie wissen, daß nach Ar­tikel 97 der Revchsversassung die dem allgemeinen Verkehr dienenden Wasserstraßen in das Eigen­tum und die Verwaltung des Reiches übergehen sollen. Nach der Annahme durch das Reich können diese Wasserstraßen nur durch das Reich oder unter dessen Zustimmung ausgebaut werden. Vasserftraßen, bte nicht auf das Reich übernom­men werden, sinken daher sozusagen in die Ver­gessenheit zurück. So wäre es auch,mit der Lahn gegangen, wenn wir nicht gegen diese Absicht ganz energiichm Einspruch erhoben hätten. Wir haben daraus hingewiefen, daß die Lahn nach dem Preußi­schen Wassergesetz zu den Wasserläufen erster Ord- itung zählt und tn dem offiziellen Führer auf den deutichen Wasserstraßen als Schifsahrisftraße lezrichnft toitb, mit dem Zusatz, Hatz ihre Schiff- bar tert noch in wünschen übrig lasse. Gerade der Mangel der Schiffbarkeit liege aber an der Ver- uachlässigung der preußischen Be­hörden, die versäumt haben, den Fluß vor Der- ichlammung und Verschlickung zu bewahren. Wir Laben auf den Staatsverirag von 1844 hin­gewiesen, für dessen Ausführung nach der Annek­tierung Nassaus durch Preußen nack 1866 nir Preußen in Betracht kam, das die Verpflich­tung übernommen hatte, für die Schiffbarmachung beS 'Flusses einzutreten. Es war in dieser Be­ziehung aber nichts geschehen.

Nachdem bte formale Tagesordnung der letzten baustversammlung erledigt war, wurden einige Ge- kmfrn erörtert, welche der kanalisierten Lahn die «utung eines Grvßschiffahrtswvges zuweisen. Wir babtn uns gesagt, wir bekommen vielleicht etwas.

einen Verkehr v7N jährlich 125000 Do. ouf- gewiesen habe, der im Jahre 1882 trotz der Vec- nachlässigung nach 90 000 Do. betragen habe; fetzt werde freilich sv gut wie nichts mehr tranSpor- Hert Weiter wurde darauf hingewiesen, daß sich der Verkehr aus dem Wasserwege infolge der neuen" Orientierung durch den Friedensvert.ag wesentlich verschoben habe, indem die Weser der einzige deutsche Fluß-ist, her nicht her internal Beaufsichti­gung unterworfen ift. Antwerpen hat dadurch die Bedeutung eines deutschen Läsens verloren und an ferne Stelle wird Bremen treten. Der neue Kanal wird dem Verkehr auf dem Rhein feinen Abbruch tun, ha er nicht als Zubringer, sondern als Durch^angsstvaße gedacht rft. Außerdem soll er die an I einem Laufe liegenfen Bodenschätze auf- sckließen und dadurch die Wohlfahrt des Landes fördern helfen. Unser älter Widersacher Staats- feTretztr Peters stand auf einem negatöxtn Stand­punkt. Er glaube nicht, daß die Uebernahme der Lahn aus das Reich tn Betracht käme. Wir wollen hoffen daß sich feine Ansicht nicht verwirklicht, da die Ansicht dieses Herrn nicht allein ausschlag­gebend sein dürfte. Pwf. Schückina erwiderte, daß staatsrechlliche Bedenken gegen die Uebernahme der Lahn auf das Reich nicht in Betracht kämen. Er glaubte sich zu der Annahme um so eher be»

Hauptversammlung der Lahnkanal- vcreinr.

Gießen, 6. Oktober.

Die wir berci s kurz berich eten, fand am «airs ag im Hotel Großherzog die erste au ßerordentlichetzaupl vers ammlung des Lahnkanalvereins fort, die von lern Vor'itzenl>7n des Verrins, Sergrat Groebler, geleitet mürbe

Ws we'entlichstes Ergebnis fei vorweg ge- Emmen, daß die Dersamiuluirg ein, immig- sckl's'en la . ie Vereinszille zu erwei e m und . f i'lin alle Desttebunge'.i zu fjrbmi die auf fie Scka ftln.i ci.ier g o;xnt Sck>i ia'r §nafy z i jchen Koblenz und Dassel s-rich e iinb. Dcmen;- predfenb nurde der Name des Berlins umge inbtt. in Ful aLahn Kanal -Verein, e. D Srtz Wetzlar snicht mehr Simburg).

Wllter wurde Dort der Versammlung dfe Zah! trt AusschuV,yaxtgli^>er auf 50 erhöht. Da aber rin« lllck große ttörtrrfcftaft nur sehr schwerfällig ;u arb'iten vermag, würfe rin engerer Ausschuß «n 9 Mitali fern gebildet, deren Zahl spater aur 12 erhält werden feil; hinzu kommen noch 3 V- r- skandsmftgli'der. In diesem engeren Ausschuß fr d >-rtreten die Ztädte Ober- u b NiBe lahnftein, "imburg, W tzlar, Gießen, Marburg und Staffel inb die drei Pr^vrnzfa.'verbLuLe Wieslafen, Sdas- «l und Gießen

Die Minfestbeiträge würfen der eingetretenen Selbentm.-rturg entsprefend erhöbt.

Dfe Verhandlungen fer reckt gut befuckten K-rfammlung wurden von Berg.nt Groebler geleitet, fer zunächst außer den VereinsmitgliL- icm auch die Gäste bearüßte und unter diesen d-sonfer; die Skrtrter r-er preußschen und bete sischm Beh'rfen, dfe tels ihre obcr^cn Spitzen, teils auch deren Vertreter zu der Versammlung entsandt hatten. Dann gedachte fer Vorsitzende !üd) fes verstorbenen Geheimrates Heichel­heim, fer besonders in den fetzten Jafeen feines- Lebens alles, ivas die Allgemeft'.heit betraf, mit regem Interesse ferfalgt und unterstützt habe, fo auch den Lahnkanalverein. Die '.ltersammlungs- fellnehmer erhoben sich zu Ehren des Verstorbenen van ihren Sitzen.

Provinzialdirettvr Dr. U finger dankte namens her Gäste und der Behörden für die kegrüßungsworte und wies darauf hin, daß es jedenfalls nicht an fen führenden Män­nern gei gen habe, wenn die Bestrebungen und Ziele fes Vereins noch nicht erreicht seien. Er hofft, daß fer Verein, fer heute vor ganz neuen Auf­gaben stehe, künftig euren besseren Erfolg habe tote früher.

Bergrat Groebler berichtete dann über die Tätigkeit des Vorstandes seit der letzten Hauptversammlung und sprach sich besonders aus­führlich über das erweiterte Programm fes Vereins aus. Er führte u .a. etwa aus: Der Verein hat in der letzten Zeit etwas stagniert. Wir gehen heute einen Schritt vorwärts, der für bte Zukunft des Vereins ausschlaggebend sein wird. Die Herren, die fer letzten Versammlung

j. 6,Cfr* ,1 U "V'-'Ae* ' <S> I

Fußball. Im Kampfe um die Meisterschaft standen sich fetzen 'Sonntag auf V. f. B.-Sp?rtplatz Trieb die Ligamannichaft fes V. f. B. Gießen und die erste Mannschaft fes Sptel- und Sporklubs Ti lenburn gegenüber. Fnfa».' ren Zusammenspiels fer S ürmenreihe war V f.

in der ersten Hall^cit fast dauernd im Angriff