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wichtig für den Haushalt! Vorzügliche Lvetlen bereitet die Hausfrau aus Sinnet- Spezialitäten. (^cftüGt aus reiche Erfahrungen und unter Leriven» bum nur beiter Nohntateralien liefert die Mrma 2 i n n e r -l.-ttz. in 5tarl6ruhe»®rürtiiunfel (Baden* feit fahren ihre bekenn en Artikel mir Backpulver, Puddingoulrer. Gremeoulver, SveNenwürze ic, bie nach den aufgedruckten Ilezevten oermendet. de­likate Sveiien neben. Ter ?tame $ inner bürgt stets für allerbeste Qualität, berbnlb tut die Haus­frau gut, beim Einkauf diese Marke zu bevorzugen.'

Donnerstag, 2. Dezember 1920

Zweites Blatt

(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)

vr. 284

stMait u.ae1

irbeitöfreubtq. R üng.,au»v.M l 12741 and.^ irb. Sermltiki*?

morgen

Daris. Schweiz

. 1101/9110?,65 1033,90 1086,10

915,95

914,05

904,05

7,50

7,50

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2,46

23,50

21,53

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16/12

21,57

84,29

Willig

i perpnditcn. 5 Jran Wilfr.N» ;e»t-8.KroliWi

3O.1L

8,90

4,57

10,75

2,42

23,50

1,41

2L*7 84,50 15,98

Spanien.......

Wien (altes).....

Deutsch-Oeslerr. . .

Prag.........

Budapest.......

Bulgarien......

Konstantinopel. . - -

139,15 256,30

21 ,25

70,83

42 ,95

254,20

242,-

69,18

421,05

138,15 254,80

247,50 69,32

421,95

Geld Brief 1 De?.

2120,35 2125,65

. 447.65 447,95

94 ,05 913,45

944/15 945,95

Zor IW*' )auk»m.flutay ant L schöner!^! - b. Bergin. « n.8täulein, auSr' Iber 20 3-m. W

EiienbaiT «berl mit3ubt).-J v-, in huitn oh.

geordneten .Hoch, vertagt sich das Dans. Die weiteren Beratungen beginnen

mittag 12 Uhr.

Schluß der Satzung 6SA Uhr

158,85

255,70

245,75

70,67

<25,05

Marknotierungen.

Datum:

I fr»;

1.12.

9,22

4,77

10,75

Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Prag Stockholm . Wien . . . .

New-Porb

Amsterdam- Rotterd 2152 80 2157,20

Drüssel-Atttwerpen . 452,50 453 50

Thristiania...... 951,50 953,50

Kopenhagen..... 951,50 9^3,60

Stockholm ...... 1358,6013 ,1,40

Helsingforr. Italien . . . London. . . New-Pork.

905,95 21*63 84,17

Märkte.

sd. Frankfurt a. M., 1. Pferde markt toar diesmal

Geld Brief

Datum: 30. Nov

Hiitllmllii jtchrltl Ina, n. 12768 a. b. >

b?n«mittel,a|.. *

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kalk turiiSy U#R rolrtufS l°num, liöbt oefertigt M leneAnvrvbr. St»!

1339,65 1342,35

137,85.....

Der Kampf in Irland.

ita. London, 1. Dez. In Cork imirbat heute neue Feuer angelegt. Kurz nach Mitter- nacl;4 wurde ein Sinnfeiner-Klublxms durch eine Diandbombe angeftedt. Das Gebäude wurde an­gesteckt, und die umliegenden Häuser schwer be­schädigt. In der Nacht dauerten die Feuerge- sechte an. Der rechte Flügel der City-Hall wurde angegriffen und versucht, ihn m Brand zu stecken.

ita. London, 1. Dez. In Dub 5in dauern bie Haussuchungen der Polizei und Militär an. In dem Bureau der Zeitung ..Jrclant/' mürbe der Ttreftor und ein Angestellter verleastet und Geld und Dokumente beschtagriahmt. Gegen Mitter­nacht drang eine Gruppe in das Gebäude der Irish Times" ein und plünderte die Räume. Tas Bureau desFreeman", des Hanpwrgans der Nationalisten murde in Brand gesteckt.

Trockenheit in Süddeutschland.

Freiburg, 1. Dez. (WTB) Nach achtzehn- wöchiger Pause ist heute Nacht der erste Regen niedergegangen, nachdem sich bereits seit ansang dieser Woche ein Witterungsumschwung vorbereitet hatte. Die Temperatur, die Zeitweise bis 14 Grad unter Null gesunken war, beträgt heute 6 Grab unter Null. Das lange Ausbleiben der Nieder­schläge hat nicht nur in den Feldfrüchten großen Schaben angerichtet, sondern auch sonst in wirt­schaftlicher Hinsicht außerordentliche Sdpoierig* feilen hervorgerufen Die Kohlenversor- gun g ist infolge des außerordentlich niedrigen Wasfersianbes vollständig ins Stocken geraten, so daß bie Kraftwerke für die nicht ausreichende Wasserkraft feinen Ersatz haben. Neben der Textil- inbuftrie hat darunter autf) besonders die Schwarz­wälder Uhrenindustrie zu leiden. Die Zeitungen können teilweise mir mit Unterbrechungen und in beschränktem Umfange erscheinen. In den Betrieben wird vi'l'ach mit verkürzter Arbeitszeit gearbeitet. Eine Besserung ist nur dann zu erwarten, wenn der Regen recht ausgiebig niedergeht, damit die Schwarzwaldgelväs'er und der Rhein wieder ihren normalen Stand erreichen.

während die btohen Zuschauer die Hinteren Neiden füllen. Ich lasse mim also mit einem Kameraden vom deutschen Schiff zusammen als Seele auf­nehmen. Ich überzeugte mich dann, daß niemand unter dem Grammoplwn saß Bei der Aufnahme

'ätze zwischen Naiional-Tscl-echen und Deutsch-Na- nonalen nod> ans der österreichischen Zeit her be- steht, wissen wir alle. Die tscheck<che>Regierung ist teinüht, einen Ausgleich herbcizuführen. Tas er- ; fordert aber Zeit. Die Arbeiterschaft ist bereits au

dem heften Wege, zu einem Ausgleich zu gelangen.

Abg Breitscheidt (U.): ES handelt sich frier um innertschechische Angelegenheiten und diese - können uns beim Abschluß eines Vertrages nicht

versprach ich natürlich auch, keinen Alkohol zu trin­ken. Tic ganze Geschichte gefiel mir aber so, daß ich meinen Perus ms Tellerwäscher auf?,ab und zur Heilsarmee überging. Da ich nun frommen Boden betrat, glaubte ich die Wahrheit lagen zu müssen und gab an, ick wäre ein Okaf. Da benutzte inan mich gleich als Reklameartikel. Es hieß ram: ,,w e saved a German count. Before he came here, he drank wbisky like a fish water. (Wir haben einen deutschen Grafen gerettet. Bevor er kam, bat er Schnaps getrunken, wie ein Fisch Wasser.) Da kamen bie Leute ans der Stadt und trollten den

Lesungen angcnonrmcit.

Nun wird die Beratung des Haushalts beim Titel Rei ss-.irtsckwftsmi isterium fortgesetzt.

Abg Düwell (US. linkst Im Dienmahr 'ehe ich nur eine Wi. Verholung der^Sckiarnhorstschen Methode, neue Kadres aufzustellen. Die milw iirische Seite ist die Hauptsackie. Die.Arteitslofta- k«it nimmt nicht ab, das Gegenteil ist der Fall. Sorgen wir für eine B.'fserung der Beziehungen z.m Anslanbe, nawentlich zu Rußland. .Hundert - ' ttusende von Arbeitern können bairi Beichäsligiing Men. Tie Pläne des Herrn Stinnes mit den Sufanrnrcnlegungm läuft nur auf etne Permni' bttung der Arbeitskraft und damit auf eine x$er= Hebnmg der Arbeitslos g^'eit hinaus. Zugleich will ierr Stinnes angesichts drohenden L>taatsbanke^ fick) m glichst Viel SBcrtobietie sichern. Auch ton bet Sozialisierung kann man unter diesen Umständen nichts ctmarten.

Abg. Hoch (So;.) bestreitet verschiedene Än- gtben des Ministers. Jedenfalls sei von bet 5eü* fttllung des Ministers über angeblich 3090 Bcrg- arbeitcrwohnungrn in Oberschlesien dort nichts bckannt, andererseits habe der Minister von 2300 , 2rb?jterwohnungen im Ruhrrevier gesprochen. In Dirklich'cit seien bereit- 1150 fertiggestellt, roäfc r?nb 3450 nahezu fertig seien. Zur Pariser Kohlen- ragc bemerke er, Frankreich habe einen Anspruch *pn 60 Millionen Tonnen, aber nur 20 Millionen Sonnen erhalten Don einen Ucberflufj könne

ein wollen, wird der Mittelstand weiterleben und auch ttneber zur Blüte kommen. Nur eine An span- nung aller Strafte kann uns Helsen und deshalb ist der Achtstundentag ein Unsinn. Mit ihm ist in vielen Fällen nicht auszukommen, zum Beispiel bei der Landwirtschaft. Der Abbau der Zwangs- nirtschaft muß kommen. Die letzten Kriegsgesell- chaften mit ihren Eingriffen in den freien Handel müssen verschwinden. Gegen bie plötzliche Senkung der Preise für Süßigkeiten, bie für den 15. Dey. ds. Is. geplant ist, erhebe ich Einspruch. Die Händler und die Fabrikanten haben sich während des Sommers zu Weihnachten zu teueren Preisen eingedeckt. Sie fönnen nicht plötzlich 50 Millionen Mark verlieren. Auch die Vollmachten der Preis- prüfungsstellen müssen begrenzt werden. Der Red­ner ie rflärt sich gegen jebe Sozialisierung und Kommunalisierung. Eigenschaften, wie sie Herr Stinnes besitzt, brauchen wir heutzutage sehr nötig. Die Handlungsweise gegen ihn von feiten der Sozialdemokratie muß ich ärmlich nennen. Die Kleinpensionäre müssen mindestens so gut gestellt werden wie die Arbeitslosen.

Reichswirtschastsminister Dr. Scholz: Für den Mittelstand, den Kleinhandel und das Stlein- gewerbe erinnere ich an die Zusicherungen des Reichskanzlers. Die Regierung ist beitzüht, die auf» getauchten Vorschläge alle zu prüfen, dazu gehört auch bie Reichs gcwerbeordnmig. Auch sie wird bei der Vorbereitung von Handelsverträgen nicht ver­gessen werden. Daß wir einen Abbau der Kriegs- gesellschasten betreiben, habe ich bereits versichert. Trotz der Schwierigkeiten der jetzigen Zeit der Arbeitslosigkeit find im letzten Monat 730 An­gestellte der frricgggefeHfdxiften entlasten worden. Italien ist das klassische Land der Kommu-alisie- nmg und des Kleinhandels. Seit 10 Jahren betreibt man dort Kominunalisierungspolitik, ohne einen eigentlichen Erfolg errungen zu haben. Es ist also kein leuchtendes Beispiel. Der Wimich nach freier Vergebung von Aufträgen ist berechtigt. Des­gleichen das Verlangen nach dem Bezug von Motoren aus den staatlichen Kriegswerkstätten. Die gestrige Kritik des Abgeordneten Hoch war nicht so scharf, wie ferne heutige. Ich bin nach Prüfung alter erforderlichen Gesichts- tvmtte gerne bereit, die notwendige Abhilfe zu schaffen, genau wie es der Abgeordnete Hoch for- tett. Ich sehe auch selbst die ganze Sache mit dem Pessimismus an, wie sie es verdient. Eine Devisen­politik, die nicht mit Vorsicht gemacht wird, kann dazu führen, die Mark vollkommen wertlos zu machen. Auch darin stimme ich dem ylbgeordneten Hoch zu. Meine Ziffern über die Arbefterwoh- mmgen entstammen dem Reichsarbeitsministerium und datieren von Anfang Oktober. Inzwischen haben sich die Verhältnisse geändert, so daß nun» mehr die Zahlen ungefähr Platz gelten, die der Abgeordnete Hoch genannt bat. Ru der franzö­sischen Kohlenangelegenheit stellt der Redner i>?n Wortlaut seiner Rede nackt dem Stenogramm fest. Ich habe nur nackte Tatsachen genannt, ohne mich out Pressenotizen zu verlassen, die ich nicht nach- prüfen kann. Wahrlteüen festzustellen zum Wohle arn'eres Vaterlandes darf doch wohl dem Reichs­wirtschaftsminister nicht genommen werden.

Nach einer persönlichen Bemerkung des Ab-

icfrngt werden, weil sie mit einem Male tschechisch -eben und schreiben sollen Teshalb gehört die 5ad)c, frei von jeder parteipolitischen lieber Beugung, gor den beutfdjcn Reichstag.

Abg. Levi (K.) fragt, ob die ungarische Re- ' aierung auch der Entente gegenüber den Mut habe, ich als königlich zu bezeichnen, wie sie dies der putschen Regierung gegenüber tat. Das fei eine Btleibigung der deutschen Republik. Es gibt keine ungarische Regierung, es gibt nur Unterdrücker. Tausende sind in Ungarn gehenkt worden und rtfrid^eitig verhandelt die deutsche Regierung mit lesen Mördern. Ein anderes Land, an dem unser 3rotetariat hängt, muß draußen stehen. Deshalb - protestiert das Proletariat gegen diesen Vertrag und

daher wohl nidst die Rcke sein. Der Reichswirt' chaftsminister sollte für das ganze Reich die Stelle ein, die Auskunft geben kann, auch lvenn feine Aeußerungen auf das Gebiet anderer Minlsterien bmübergreifen. Deshalb könnten feine Ausfüh­rungen nicht befriedigen. Auch in der Sozialifie- rungsifrage treiben uns nur fachliche und nicht parteipolitische Gesichtspunkle. Wir warnen bei Zeiten, nickst zu warten, bis die Arbeiter Ernst machen und alles zusammenbricht, können nur bie Sozialisierung von dieser Regierung nicht erlangen, werden wir sie uns auf dem verfas ungsmäßigen Wege des Volksbegehrens zu verschaf'en w:s en.

Abg. Hammer (Ttschntl.) ueit itt das Jn- tereffe des .Handwerkes, dem überall durch die Meistbegünstigungsverträge ©daaen jugefügt werde. Aus allen Seiten gekneckstet, in unteren Verkehrsmitteln behindert und unserer STabet be­raubt, sehen wir, wie England sich unseres Eigen­tums bemächtigt und wie unsere Patente skrupel­los vom Auslande ausgenützt iverden. Tie Ver­luste an Kohlen burd) die Beschlagnahme des Saar-^ gebietes und durch die Kohlenlieterungen belau- ien sich auf 20 Milliarden Marl Von 19(j Mil­lionen Tonnen Jahresproduktion im Jahre 1917- baben wir im vergangenen Jahre nur 40 Millionen Tomien erhalten. Bei Anspannimg aller iriafte können wir es auf 12b Millionen Tonnen bringen, vorausgesetzt, daß unS Oberschlesien mit seinen 43 Millionen Tonnen nicht durch einen Gewalt­akt entrissen wird. Tast die KriiegsHesellsdiasten letzt aufgelöst werden, ist die höchste Zeit, sie verteuern nur unsere Lebensmittel. Ter Handel muß frei werden, abgesehen von Luxusartikeln. Tie Besteuerungsverordnung darf nicht zur Vermin­derung der Qualitätsarbeit führen. Ueberhaupt bedarf das in Weimar geschaffene ©teuerfnogramm einer Revision. Ich bin gegen Sozialisierung und Kommunalisierung Eme Kapital- und Gewinn­beteiligung entspricht vielmehr den Interessen der Arbeiter und sie f(hofft den Widerstreit aus der Welt.

Abg. Beytbien (D. Vp.-: Tie Sozial­demokraten sehen in dem Mittelstände immer noch ihren Feind. Aber solange es noch Menschen gibt, die lieber ein kleiner Herr als ein großer Knecht

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vermochte».

Graf Luckner bei Der Heilsarmee

Die abenteuerlichen Erlebniste seiner Jugend rührten Graf Luckner (den späteren^ Komm an- bauten des Seeadlers) in die nrerkwürdigsten Lebenslagen. In Australien verdiente er , ich als Tellerwasdrer iem Brot. Bei dieser Gelegenhnt machte er die Bekanntschaft der Heilsarm«, dlc ihm zu einer neuen Beschäfngnng oerha.f. (Sr berichtet hierüber imSeeteufel" folgendes:Meine A-'ier» zxbcnb.t.rnbm b« ritzte ich dazu, die Heilsarmee auf­zusuchen. Selten hat mich etwas io uberra,cht und migezogen, wie ihre Gesänge. Auf ihrer Station besaß die Heilsarmee ein Grammophon, das ich vorher nie gesehen hatte. Ich komme hierher nach Australien, um ein Land mit wilden Men'chen zu sehen und finde ein solches zivilisiertes Teuw sding. Ick denke immer, da sitzt noch einer druttter, der den Kopf im Kasten hat, berat das Grammorchon stand auf einem Tisch. Ick muß ausfindig rnachen, wer da spridst und wie er das machte, gucke tote drückt darauf. Nun zricft es sich «nn man von der Heüsarm« alsSeele" Lufgenommen

rin geben.

Tie erste Beratung ist damit erledigt. Auch btt zweite und dritte Lesung erfolgte und das 6jtsetz nnrd angenommen. Es folgt die Beratung ars Gesetzentwurfes über das Rechtspf'legeabkonv- tnen zwisckien TanM und dem Reiche.

Minister des ?leußern Dr. Simons be- L HÜT*bet bie Vorlage und betont, daß auch für das | Ocmrigebiet ein ähnliches Abkommen tm Wege I ist. Gin Momnicn mit Polen fei am 30. Noo. s Lterzcichnet worden. .

Der Entwurf wird debatteloS in allen irret

Grafen sehen. Ich mußte zuerst mit Motten­pulver arbeiten und die dnrck wohltätige Leute ge- schenkteii Weiber einnwttcn. Ta ich rasch Englisch lernte, erhielt ich dann eine höhere Aufgabe. Ich hatte die für die oerfthiebenen Staaten Australiens rinzeln gedrucktenMrieg^rufe" nach ihrem Er­scheinen burdttuarbeiten und herauszusuckfen, ime- viele Seelen äaptain Soundso gerettet hatte ui'ro. Nach sechs Wockfcn bekam ich eine Uniform und verfauftcftriegdrufe", bie ich glänzenb los ivurde. Ich bachte:Hier kannst du ja auch Kaptain tvcr- den, von ber Heilsarmee!" Die Menschm waren gut zu mir. Den Alkohol, den ich kaum kannte, zu entbehren, wurde mir auch nicht schwer, aber ich wurde furchtbar in Versuchung geführt 'uit Li­monade. Kaum o.'trat ich mit meinenKriegsrufen" eine Wirtschaft, so riefen die Leute:Hailoh, count! Do you like a ginger-ale? (Graf, neh­men Sie eine Ingwer-Limonade?) Ich antwortete: Yes, behind the Bar," (Ja, atfi*r hinter dem Schenktisch), denn ick) glaubte irrigerweise, cs wäre Alkobr-s, da cd so gut schmeckte, llub so niachie ich Leu Xxuicn groben Spaß, ohne recht )u wissen wo­durch Es kam aber die Zeit, da ich mir sagte, das ist doch nichts, solch ein frommer Kapitän oder Leutnant; du willst doch lieber Seemann werden. Ick) legte das den guten Leuten bar. und sie waren auch einverstanden. Da ich aber noch zu jung foäre, bemühten sie sich, für mich etwas Verwandtes zu jrti finden. Und wirklich! Nach drei Tagen )var ich Äuchtturmwärterassistent auf Cape-Lewien.

Verlort«

Deutscher Reichstag.

Berlin, 1. Dez. 1920.

Au, Antrag des Abg. K ö h n e u (US.) wird md"leimiger Antrag auf Haftentlassung des in Istnckeu wderrechtlich verhafteten Abgeordnet.m stcmmete beraten.

Noch« längerer Debatte iv.rd ein Antrag des jfg M ü 11 e r- Frcmi'en ang nomnrn, das Haus .t «Vc fick i ber die sofortige Einstellung des Ver -ährens schlüssig werden. Falls dies abgtfehnt itb, m g? die Uebevweisung an die Geschäfts- rdn.'ngskrnrmisiion erfolgen Tie iifertige Ein- tlluitg des Verfahrens wird besckstosien.

jur Begründung des Gesetzes über die Ver- vi: arungcn zivif'chen dem Deutschen Reich, bet Lgarischen Regierung, der tschechoriloroalfchTN nb ber ösierreichischen Regierung nimmt der Mi- fter des Aeußern Tr. Simons das Wort. Es ist tltmgcn, mit allen drei Ländern dm Gegenstand Ir Grg.'nseri gfeit zu vereinbaren. Die Regierung nibt bcu Wiederaufbau dw Handelsbeziehungen v diesen Ländern am besten in die Wege geleitet I haben, und empfiehlt die Annahlne.

2Cg Ever 1 ing (D. Dvt >: Die Ausschrei- mgeii in Prag (faben im ganzen Reiche große hregung hetvorger ifm und nam.ntlich die Grenz- ochbarn, vor allem in Sack)fen, erwarten, daß rn Deutschen Reiche die Aufmerksamfrit ber Welt uif die schwi're Schädigung des Selbstbestimmungs- r»d>td der Völker gelenkt wird. (Zwisd^enrnfe der licken.! Der Minderheitsschutz muß gewährleistet nfrbcn. Der Staat, der den Schutz seiner Minder- eiten aus d.m Arge verliert, gefährdet bie Wieder« ' hr noimaler Beziehungen

Abg. Erkelenz (Dem/-: Die Tschecho- Aowakci geht immer von bem Gedanken aus, daß ie ein nationaler Staat sei. Tas ist jedoch nicht «r Fall. Ten Dautschen ist völlige Gleid>bereck- igung und ber Schutz aller Freiheit und Gerecht ame bei ber Grünbimg des tsdfecho-slowakisck-en

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Iiidit Str. rir... .9985 an den (jit- L

Sechs Heme ia iten büraerllttei . ÜittJjMÄlb -chrifil. anflebpr» - 19989 an den fti; j

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DaAndenke^Z

v-' »o kaufe» Äaates zugesagt worden. Präsident Masaryk steht K- .. . M and) auf bem Boden dieser Abmachungen, nur die ndUTiaaen, Ä untergeordneten Organe setzen dem Wioerstanb ent* * gegen. Jedenfalls sind wirtsckaftlid) ruhige Be-

BW kiskck

bestimmen, eine ablehnende Haltung einzunehmen. Oliid) bie Sowjetrepublik fragt nickt, was der rtant, mit dem sie einen Vertrag schließen will, ür eine Verfassung hat. Wir wünschen, daß nun endlich ein Beitrag mit Rußland zustande kommt.

Minister des Aeußern Dr. Simons be­dauert, daß gegenüber den wirtschaftlichen Jnter- 'ssen bei den verschiedenen Parteien auch die geisti- ien Interessen zum Durchbruch gekommen sind. Mr haben nicht das Recht, das Zustmidekommen ion Verträgen von den Verfassungen abhängig zu machen. Die Bezeichnungköniglich" entsprickst der ungarischen Verfassung. Durch bie Unruhen in der Tschecho-Slowakei sind auch deutsche Reichs- ongehüiige in Mitleidenschaft gezogen worden. Die i < tstyecko-stowakisckie Regierung hat auf unseren Protest hin Entsckrädigung zu gesagt. Erne

Untersuchung der Dinge, wer schuld an den Zu­sammen flößen hat. liegt uns nicht ob. Jedenfalls laben wir Anlaß genommen, bei ber tschecho- i slowakischen Regierung freundschaftliche T^>ritellun- , en 'n erheben Auf Die Handelsbeziehungen zu jl lufelanD will ich bei ber Interpellation Aoerhold

Pscrde standen sehr hockt im Preis, dagegen war der Preis für Schlachtpferdc ganz be deutend gesunken. Der Besuch des Marktes war ungewöhnlich, schon am Montag se^tc das Geschäft äußerst rege ein. Eine Reihe großer Traitsporte ging nad) Bayern.

sd. Gimbsheim, 1. Dez. Die Ver­steigerungen des Sdiilfrohres am Alt» rhein, das als wichtiges Baumaterial ge- ckfatzt ist, haben begonnen. Trotz der im ' >orfahre erzielten auücrorbcnttid) hohen Preise, wurden in diesem Jahre bereits tpci- ere Preissteigerungen erzielt. Tie Versteige rung in Gimbsheim erbradftc 217 000 Mk., während in Eid) 117 000 Mk. gelöst wurden

((In einem Teil bet Auflage wiederbvlt.) AuS dem hessischen Finan.;ausschuh.

rm. Darmstadt, 30. slivv. Der Finanz- aussckuß der Hessisck>cn Volks kam wer beriet heute die RegierungsVvrlage hetr. bi Besteuerung be S Gewerbebetriebes i m Umhcrziehen. Tie Abänderung des Ge­setzes von 1920, wonach jetzt eine Erböhimg der Steuersätze um bas Fünffache vorgeschlagen wirb, würbe zugestimmt. Ebenso würbe die Regierungs­vorlage betr. bie Versorgung mit Brennholz, in der bie Höhe des JahreshiebsatzeS usw. fest» gelegt wird, guigel-eißen. Die Vorstellungen ber Otemeinben Fürth imb Pfeddersheim brir. (Eintei­lung in eine andere Ortsklajfe, wurdm für er­ledigt erklärt. Die Vorstellung des At'abemisck)cii Vereins betr. bas Wartegeld der Finanz-, Iwrst-, ^rick'.s- und Lehramtsakzessisten soll mit bem An­trag yhih gemeinsam im Plenum beraten werden. Die Vorstellung ber Bahnrenteneinpsänger geht an die Regierung mit bem Ersuchen, die Not der Leute durch monatliche Salbungen so lange zu un­terstützen, als die Teuerung anhält. Die Vorlage betr. Emeritierung derHochschulprosesso r en wird genehmigt. Don der Vorstellung ber KreiS- sckmlinspektoren beir bie Mitarbeit in der oberften Schulbehörde (Fall Diehl), wird Kenntnis genom­men und babti zum Ausdruck gebradjt, baß der Ausschuß^ ivie die Kamnier zu diesen Fragen grmid- sätzlich keine Stellung nehmen sott. Auf die Vr'r stellung zur Unterstützung ber Jugeiidherbergen soll die Regierung ermächtigt toerbm, einen einmalig,en Beitrag von 5000 Mk. zu bewilligen, so iveit Mit­tel dazu vorhanden sind. Der Rogierungsvorlagc betr. den Ankauf eines Hauses in Butzbach zur Schaffung einer Wohrarng für den dortigen An staltsarzt für 60 000 wird zugestimmt. Ebenso der Vorlage betr. die Schaffung eines Stuben*- ten Heims in Gießen. Es kommt hierbei ber Wunsch tum Ausdruck, auch für Darmstadt die gleiche Ernrickünng zu sck>affen. Die Vorstettun* gen Mogk und Scherer, sowie Born (Gießen) werden für erledigt erklärt.

Waffenstillstand zwischen den Kemaltsten und Armenien.

ita. Konstantinopel, 1. Te». In wer­teren Verhandlungen wird bestätigt, daß ein neuer Wa sf e n stit l stau d zwisck-cn den Kcma- : listen und Armenien abgeschlossen worden ; ist. Zum Abschlutz "eines Friedens mit Arme­nien verlangen bie Kemaltsten ®arauhen, beiow- ; ders. daß Armenien keine ber Türke» feindliche Politik führt, daß Armenien Garantten für du Sicherheit ber türkischen Bevölkerung auf arme- ' nischem Gebiet gibt und daß 'Armenien auf den Vertrag von Sevrcs verzichtet und geneigt ist. : auf freundschaftlicher Basis etne Grenze mit der , Türke» 'festzufetzen.

Die ntssisch-polnischen Vcchandlungen.

. ita. Riga, 1. Tez. Aus Riga wird von . Reuter gemeldet, daß bei den ruf fisch-Poc- ; Nischen Verhandlungen neue Schwiv» . rigfeiten aufgetaudtt sind. Die Sowietdele- gation hat Polen eine neue Note überreicht mit . einer Liste, worin die Verstöße von polnischer Seite . gegen die Waftenstitlsbandsb.dingungen angeführt t werden.

legen diese Regievung.

Llbg. Müller-Franken (S.): Daß bie iJtegierung bemüht ist, Der deutschen Wirtschaft auf» | zu helfen, erkenne ich gern an. Eine Untersuchung Ye [ über die Ursackie ber Vorkommnisse in Prag kann

HßlM I der deutsche Reichs ag nicht vornehmen. Daß Gegen-- ei,Be M 'ätze zwischn Na!ional-Tsck)echen und Deutsch-Na^

* Der sterbende See. (Eine Tal­sperre ohne Wasser.) Aus Kassel unro uns geschrienen: Mitten im Waloecker Lande hegt eit einigen Jahren Mitteldeutschlands größter See, das Staubecken ber (Dertalsperre. Emen nunderhören Anblick bietet ber von hohen Bergen eingcrahmte See, in dessen Wasserspiegel sich die trotzige Feste Waldeck beschaut. Die <5ber, ein wasserreicher Nebenfluß der Fulba, speist _ das Becken dieser Sperre, die heute die aewalttglte in ganz Europa ist. Mehr als 200 Millionen Kubik­meter fast ber See, auf bessern Grunde die Reste von Dörfern und Mühlen liegen, die seinerzeit ge­opfert weichen mußten, als die Sperre angelegt morde Heute bietet der See einen trostlosen An­blick. Der See ist wieder zu bem Flusse geworden, den er einstmals gewesen. Kaum noch 40 Millionen Kubikmeter Wasser enthält das Staubecken und davon muß täglich eine Million abgegeben werden, um die Weser und den Mittellandkanal mit Wasser zu versorgen, um zu verhüten, daß bas große Kraftwerk, ba5 ganz Waldeck und einen großen Teil von Niederhessen mit Licht und Kraft ver­sorgt, stittgelogt wird. Schon jetzt hat der Strom­verbrauch ber an bas Everkrastwerk-Netz Ange­schlossenen rationiert werden müssen. Die stabt Kassel ist in die unangenehmste Lage geraten. Sie ergänzte ihren Sttwmbedarf aus ber Kräfte Werkerzeugung und muß nun dem Wasserkraftwerk mit seiner durch Kohle gewonnenen Elektrizität aushelfeu. Landsd-aftlich hat die große Trocken­heit außerdem ein eigenartiges Bild ^zeitigt: Tie Friedhöfe der untergegangenen Dörfer traten zutage. Aus schlammigem Grunde ragen Grab­steine auf. Große Steinguadrate mit Gewölben lassen ehemalige Gebäude erkennen und das Ganze sieht sick an wie eine durch Ausgrabungen auf» qebedte Gegend. Trümmer lassen erkennen, wo einst blühende Siedlungen gewesen Tie Motorboote, die den Verkehr aus dem See bewerkstelligen, liegen, hilflosen Nußschalen gleich, auf bem Trockenen.

Lanvwirtscha ftkicke Genos- senschaftsbank Darmstadt. Das In­stitut schüttet 15 Proz. der Guthaben nad) bem Stande vom 1. April 1913 an seine Gläubiger aus. Es sind dies rund 2,1 Mil­lionen Mark. Die (Gläubiger haben damit 55 Proz. ihrer Guthaben ausgezahlt erhalten. In der Restmasse dürfte noch immer ein sehr erheblicher Betrag liegen.

Frankfnrt a. 9JL, 2. Dez. Berliner Devisenmarkt.

wird, man auf die vorderste Bank zu sitzen kommt, mäßig befdiidt. Besonders war äußerst star» ker Auftrieb an Foblen sestzustellen. Gute