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-l Um die restlose. Ausnutzung alle.r Transportmittel i Mr frühen Steinbüchfe mit Hinterladung, aufli --'-zu gewährleisten, müssen die Abstimmungsreisenden dem Anfang des 15. Jahrhunderts. Ob es sich

Mark garantiert wurde.

25

zwar bei Rindern bei der

AI-Klasse 5055 Proz. Schlachtgewicht A -Klasse 4650 Pvoz. Schlachtgewicht

B -Klasse 42

r

un­

bekannt.

der

Steigen der Lrbmsmittelpreise herbeisühren müßte,

LebenrmMelunruhen.

Die künftige Ernährunqspolitik.

dabei «vielleicht um dieg r o s z e busze" handelt, mit der die Friedberger 1405mU Pulver, steinen und anderem genüge" auf Befehl König Ruprechts die Raubburgen niederlegiten, tv-erden die archi­valischen Studien ergeben. "Tie Stücke haben einen

sich der Rnchsrrnähnnrgsminister Hermes einem Vertreter der Presse gegenüber dahin, daß sich un­sere landwirtschaftliche Produktion bessere. Die in» ländischie Stickstosferzrugung befinde sich in hoff- nungsroller Entwicklung. Die Zwangswirt­schaft würde nur da aufrecht erhalten werden, wo es abfolut notwendig sei. Dve Zwangswirtschast für Brotgetreide unb Milch sei jeder Diskussion . entrückt. Die Flei schbewirtscha ftung müsse man umbauen. Ueber die Neuregelimg der F e t t - und Kartoffelwirtschaft ftel-e man in Ver- Ihandlungen. Mit den Kriegsgesellschaften werde gründlich und schnell aufgeräumt werden.

Berlin, 2. Juli, lieber die Gruicksätze . künftigen Ernährungspolitik äußerte

zösisck-en Soldaten verhaftet und nach Mainz ver­bracht. Die Gründe für dieses Vorgehen sind

rm. D a r m st a d t, 2. Juli. Heute wurden verschiedene Unruhestifter, welche gegen die Lebensmittelteuerung demonstrierten, verhaftet. Es entstanden große Aufläufe, welche mit Hilfe der Sicherheitswehr beseitigt wurden.

Berlin, 1. Juli. (WBO Heute kam es zu Lebensmittelausschreitunge^rin den Markthallen. Einige Stände wurden zertrümmert und das Obst auf der Straße vertreten. Sicher­heitspolizei stellte die Ordnung nricber her. Fest­nahmen sind keine erfolgt.

Berlin, 2. Juli. Wie verschiedene Blätter aus Köln melden, soll der Kölner Markt zukünftig boykottiert werden. Man forderte die Bauernschaft auf, ihre Erzeugnisse nach anderen oberrheinischen Orten zu bringen und sich gegen die öffentliche Gewalt aufzulehncn, falls die Staats- onwaitschaft auf den öffentlichen Märkten ein- greifen sollte.

Braunschweig, 1. Juli. (WB.) Um Teu­erungskrawallen vorzubeugen, setzte die Stadt­verordnetenversammlung einen Ausschuß ein, der die Preise für Lebensmittel, Bekleidung und Schuhwaren prüfen und in erträglicher Höhe fest- setzen soll.

Hamburg. 1. Juli. (WB.) Nach amtlicher Feststellung sind bei den Lebensmittel­unruhen am 26. Juni 4 Personen getötet und 10 verwundet worden.

München, 1. Juli. Der stündige Ausschuß des bayerischen Landtags beschäftigte sich beule mit dec Frage der Leb.nsmittelteuerung. Nachdem die Redner der Parteien auf die schweren Ge­fahren hingrwiestn hatten, die das anbauentbe

Stenographie.

X Wieseck, 30. Juni. Bei dem lebten Ver­einsschreiben des hiesigen Gabelsberger S tenograph enverei n s am 26. d. Mts. er­hielten Ehren- kunb ersten Preis: Walter Kirchner und Gustav Römer; ersten Preise Hans Wöhr­mann, Julius Grünewald, Heinrich Lang, Karl Kolb, ßrugen Klatyik, Heinrich Kolb, Ehnstian Krei­ling, Karl Werner: zweiten Preis: Mun-i Dübel, Emma Keller, Wilhelm Lr.'h, Gustav Weller, Lina Werner, Luise Schirrmeyec, Willielm Döringer, Isidor Gutsmuth.

C -Klasse 3541 Pvoz. Schlachtgewicht Nachdem die Schlachtviehpreise erhöht worden ind, mutz das Interesse des Konsumenten dadurch gewahrt werden, daß beim Ankauf des Schlacht­viehes nach diesen Gesichtspunkten klassifiziert und bezahlt wird. Dann ergeben sich selbst btt den nrcd- rigsten, in letzter Zeit erzielten Häutepreisen (Mark 7,50 je Pfund Rinderhaut, Mk. 11, je Pfunp Kalbshaut, Mk. 6,34 je Pfund Schafhaut) durch- chnittliche Kleinhandelspreise für

Mndfleisch vvn Mk. 8,15 je Pfund Kalbfleisch von Mk. 7,90 je Pfund Hammelfleisch Don Mk. 8,35 je Pfund nicht aber solche von Mk. 10, oder gar Mk. 11,.' «Diese Preise lassen sich weiter herabsetzen, sobald die Häutepreise wieder anziehen; diese stehen bereits über den angegebenen Mindestsätzen. Weiter lassen sich die Kleisthandelsfleischprcise senken, wenn für das Schlachtvieh nicht, was durchaus unberech­tigt ist, für jede .Klasse der starre Höchstpreis, son­dern durch Aushandeln der dem wirklichen Werte des einzelnen Tieres entsprechende Preis beim Ankauf festgesetzt wird. Kommt zu diesen an­gemessenen festgesetzten Kleinhandeispreisen noch die bessere Qualität, die nach Inkrafttreten der neuen Schlachtviehpreise wieder erfreulicherweise zur An­lieferung gelangt, dann wird die leider notroenbig gewordene Erhöhung der Schllrchtviehpveise erträg­licher empfunden werden, als bei der jetzigen an soielen Orten unangemessen ihvch erfolgten Klein- dandelspreissestsetzung und bei dem Feisten des Ausgleichs durch eine gegen früher bessere Quali­tät des Fleisches.

Veranstaltungen.

Aus Studt und Land.

Gießen, den 2. Juli 1920.

Die Flcifchprciie.

Von zuständiger Seite wird durch das Wolff- che Bureau mitgeteilt:

Die durch die Erhöhung der Produkttonskosten notwendig gewordene Erhöhung der Schlachtvieh­preise hat in vielen Kommunalverbänden zu einer ungerechtfertigt hohen Festsetzung der Klein­handels f l e is chpr e i s e ge.ührt. Diese hängt damit zusammen, daß die angelieferten Sckstacht- tiere nicht streng nach ihrem Ernährungszustand und der voraussichtlichen Schiachtausbeute in die zugehörigen Klassen gebracht und danach bezahlt werden, sondern daß die Klasiifizierung zu gut geschieht, d. h. daß Tiere, die nach ihrer ganzen Beschaffenheit in die OKlasse gehören, als B-Tiere bewertet werden, imb Tiere, die in die B-Klasse gehören, als A-Tiere. AI-Tiere gibt es zur Zeit nicht; diese kommen erst im Herbst auf den Markt, toemi von den Fettweiden die besten Tiere ver­kauft werden. Für die Einreihung in die verschie­denen Schlachttierklassen muß ein Ernährungs­zustand zugrunde gelegt werden, dem ein bestimmtes voraussichtliches Schlachtgewicht entspricht, und

Aus Hessen.

Ter Stcurrübzug vom Lohn.

rm. Darmstadt, 1. Juli. Der Landtags- abgeordnete Knoll hat zu dem Steuerabzug vom 'teuerfreien Einkommen eine Anfrage an die Re­gierung gerichtet, in der er anfragt, ob diese be­reit ist, bei der Reichsregierung dahin zu wrrken, daß beim Lohnabzug die in § 20 des neuen Steuergesetzes feftge fegten sozialen Milde­rungen in Anwendung kommen. Es wird darauf hingewiesen, daß bei vielen Festangestellten die Anwendung der Abzüge ungerecht ist und große Erbitterung hervorgerufen hat, so daß es Zeit ist, einzugreifen und Unruhen zu vermeiden.

Die Wirtschaftsverhandlungeu mit Rußland.

Paris, 1. Juli. (Wolff.) Einige Morgen- blätter sind der Ansicht, daß die Unterhandlun­gen zwischen Lloyd George und Krassin, wenn auch nicht abgebrochen, so doch auf unbe­stimmte Zeit vertagt worden seien. Nach dem Matin" wird Krassin England verlassen, um rasch nacb Moskau zurückzukehren.

v. H. treten.

** Italienisches Konsulat. Der zum Verweser des italienischen Konsulats in Köln be­stellte italienische Major Emilio G her ar di ist zur Ausübung der ihm in seiner erwähnten Eigen­schaft zukommenden Verrichtungen auch für den besetzten Teil des Volksstaates Hessen zu­gelassen worden.

** Der Int ern ativnale Bund der Kriegsbeschädigten und Hinterblie­benen hält am Samstag abend 81/« Uhr im Geiverkschaftshaus eine öffentliche Versammlung ab. (Sieche Anzeige.)

Landkreis Gießen.

** Lollar, 1. Juli. Ter früheer.Bahnhofs­vorsteher in Gießen, Adam Hahn, nmrde zum Oberbahnhofsvorsteher ernannt

Kreis Lauterbach.

Dz. Lauterbach, 1. Juli. Samstag nach­mittag weilten der holländische Marine» Minister mit Generaldirektor Rüssel und Direktor Dietrich von der Mitteldeutseben Hart- steinindustrie, sowie verschiedene andere holländische Herren in unterer Stadt und nahmen in Beglei­tung von Bürgermeister Stöpler eine Besich­tigung des Bil lsteinbru ches vor Die Sterne sollen für Hafenbauten in Holland verwendet werden.

Kreis Friedberg.

bz Bad-Nauheim, 1. Juli. Um die feit Jahren ungünstige Zu 6 verbin du n g zwi­schen Friedberg und Bad-Nauheim auszugleichen, hat eine Friedberger Firma im Zusammenhang mit ihren anderen Verbindungen versiichswei e einen Pendelverkehr mit Auto-Om- nibus errichtet. Dje Absahrzeifen sind so gewählt, daß sie einfetzen, wo die Eisenbahn nicht fährt, bzw. größere Lücken läßt, und Anschluß zu dm Zügen haben. . _ .. _ _ __

* Friedberg, 1. Juli. Tas stw-tt^he Mu­seum in Friedberg i. H. birgt eine ganze Anzahl von Gegenständen, deren hoher Kunst- und Alter­tumswert jetzt erst durch die Raumgewinnung unb durch die neue, .rußest geschickte Auffüllung ins rechte Lickst gekommen ist un.) nun gebührend ge- ivücdigt 'werden kann. So befinden sich unter den Waffen, deren Besttmmung und Aufstellung. Mafor Teiß, der bekannte Herausgeber desAr­chivs für Waffelffunde", übernommen hat, zwei deine, Mörser Mil iche Stücke, die den älteren Fried­bergern nach alsBöller" (bis 1871) bekannt sein tverden. Alle Siege des Krieges 1870/71 sind mit ihnen, anfänglich von der Seewiese, später etwas außerhalb der Stadt, feierlichst beschossen loorden. ' Zwar ist das eine Stück an seiner Mün­dung dabei etwas zersprungen, aber dieser Ge­brauch alsBöller" oderKatzenkvpf" hat die Stücke doch vor dem Schicksal des Sckimelzofens betvahrt, das jedenfalls den Hauptteil, das Rohr der großen .Kanone, zu der sie 'gehört haben, ereilt hat. Tie beiden gleichen Stücke sind nämlich nicht Geschütze an sich, sondern die Labekunmern. emer

= Frankfurt a. M., 2. Juli. Die Leitun­gen der Großbanken haben die Entscheidung des Schlichtungsausschusses auf Erhöhung der Teuerungszu'ageii nicht anerkannt. Jnfogdesen verweigerten am Donnerstag nachmittag die Bank­angestellten die Ueberftunbenarbdit, da sie tariflich nicht dazu verpflichtet seien. Die Bankleitungen gaben durch Einschlag bekannt, daß alle Angesfell- Len, die die Ueberstunden verweigern würden, mit Entlassung zu rechnen hätten. Trotzdem verließen am Donnerstag abend nach Schluß der, üblichen Geschäftszeit sämtliche Bankangestellten die Bank­häuser. Es wurde sofort in Beratungen über einen umfassenden Streik der Frankiu ter San'traniten und auch der Filialen der Frankfurter Bankhäuser eingetreten Die Verhandlungen dauerten bis tieff in die Nacht hinein, lieber das Ergebnis ist noch nichts bekannt geworden. . ,

Nm. Fellingshausen, 30. Ium Nach zwei Jahren erhielt die Familie des in russncher Kriegsgefangenschaft geratenen Bergmanns Jakob Schmidt einen Brief ihres Vaters. Er befand sich im Lager Skobelew und befindet |tm nun außerhalb des Lagers. Er muß sich selbst ver­sorgen und teilt mit, daß für das Essen all ent 4000 Rubel nötig seien. Die Postverburdung mtt der Heimat ist vollkommen unterbrochen. Auch der eingetroffene Brief war einem Heimkehrer mitgegeben worden. Schon seit J-ayren macht sich in unserem Dorfe der Wunsch nach einer guten Wasserleitung bemerkbar. Wie man hört, steht die jetzige Gemeindevertretung diesem Wunsche der Bevölkerung nicht ablehnend gegen, Mer. Im verstossenen Herbst mürben am Fuß, des Dünsberges Schürfversuche gemacht, aber du Arbeit ist wieder unterbrochen worden. Hoffent­lich gelingt es, eine starke Quelle cuizuschlagen daß sich unsere Gemeinde in nicht zu ferner Zeit menn Die Preis Verhältnisse es wieder gestatten, sich einer guten Wasserleitung erfreuen kann.

dringend gebeten werden, sich an diese unabwend­bare Vorschrift zu halten. Das Berliner Po­lizeipräsidium teilt mit: Die polnische Regierung ordert von den Mstimmungsberechtigten bei der Benutzung der Absttmmungssonderzüae zur Fahrt durch den polnischen Korridor nach Ost- unb Welt­preußen neben dem von der zuständigen Kommis­sion ausgestellten Abstimmungsaustveis einen Per- onalausweis mit LickMld. Bei der Benutzung von Zügen des öffentlichen Verkehrs durch den polnissxn Korridor ist ein Paß oder Paßersatz

äußerst hohen Geschichts- und Altertumswert, und nur die größten Waffenfammlung?n, wie Berlin- Paris und Madrid besitzen Aehnliches.

Hessen-Nassau.

Die Frankfurter Messe.

Frankfurt a. M., 30. Juni. (Wolff.) DeS Mefse-Berein, E. V., Sitz Frankfurt a. M., hielt gestern eine gut besuchte Mitgliederversammlung ab, zu der auch viele auswärtige Mitglieder er- chienen waren. Im Laufe der Verhandlung nahm er auch zu dem Beschluß des Vorstandes des Ausstellmigs- und Meßamtes der Deutschen In­dustrie vom 10. Juni 1920 über die Regelung des Deutschen Messewesens Stellung und nahm zum Schluß einstimmig folgende Entschließung an: Der Messeverein, Sitz Frankfurt a. M. als . die berufene Vertretung der Aussteller und Be-. lieber der Frankfurter Internationalen Messen, erhebt Widerspruch gegen das Rundschreiben des Ausstellmigs- und Messeamtes der Deutschen In­dustrie, in welchem der Beschluß des Vorstandes bekannt gegeben wird, als allgemeine Messe ledig­lich die LeipzigerE i n he i ts m e s s e" zu för­dern, dieG r e n z m e s f e n" zwar nicht zu be-. kämpfen, ihnen aber den Anspruch auf staatliche oder Reichsunterstützung abzusprechen. Das Aus- stellungs- und Messeamt kann in seiner derzeitigen Zusammensetzung als eine Vertretung der deutschen Industrie, die ein objektives Urteil über die Not­wendigkeiten der künftigen Regelung des deutschen Messewesens abgeben könnte, keinesfalls betrachtet! werden. Es genügt hier, darauf hinzuweisen, daß im Vorstand dieser Körperschaft als einziger Sach­verständiger des Messewesens der Leiter des Leip­ziger Messeamtes sitzt, um zu begreifen, wie dieser ii Haiti ch wi eFpruchwolle, fach ich angrei bare Be­schluß zustande gekommen ist. Es ist zuzugeben, daß eine Vermehrung der deutschen Messen ins Uferlose nicht im Interesse der deuttchen Wirt- febaft liegt. Diejenigen Messen jedoch, welche wi< die Frankfurter Internationalen Messen jfore wirt­schaftliche Berechtigung und Bedeutung nochgewie-* sen haben, haben auf die Unterstützung itnb För­derung nicht nur der für das Messewesen ein­gesetzten Vertretung der deutschen Industrie, son­dern auch der Reichs- und Staatsbehörden An­spruch. Die dem Beschluß zugrunde liegende Um­frage des Ausstellungs- und Meßamtes der deut­schen Industrie war in ihrer Fassung bevormun­dend und irreführend, und ihr Ergebnis kann daher als Grundlage für eine einwandfreie Entschei­dung über die Zukunft des deutschen Messewesens nicht dienen. Die im Messeverein organisierten Kreise der deutschen Industrie und des deuttchen Großhandels ermatten in Zukunft eine Vertretung im Ausstellungs- und Messeamte der deutschen Industrie und eine der Bedeutung der Frankfurter Internationalen Messen gerecht werdende Behänd-, lung dieser Veranstaltungen, sowohl von Seiten des Ausstellungs- und Meßamtes wie der Reichs- und Staatsbehörden."

Lärmjzeuen in der Stadtverordneten­versammlung.

[I Marburg, 30. Juni. Zu der auf heute abeno anberaumten Stabtoerordnetensitzung, in der u. a. die Besteuerung des reichseinkommensteuer- freien Einkommens zur Beratung stand, füllte sich der Stadtverordneten-Sitzungssaal mit einer dicht­gedrängten, meist aus Arbettern bestehenden Men­schenmenge. Als der erwähnte Punkt und die vorgescÄagenen Sätze mitgeteilt wurden, gab es schon lärmende Zwischenrufe. Der Lärm steigerte sich bei der Mitteilung, daß diese Steuer wie die Einkommensteuer beim Reich eingezogen werden solle. Der Tumult nahm einen bedrohlichen Charakter an, so daß sich der Stadtverordneten-. Vorsteher veranlaßt fühlte die Sitzung zu schließen, ohne daß ein Beschluß zustande ge­kommen war. Es dauerte geraume Zeit, bis die Menge sich entfernte. Auch auf dem Marktplätze kam es zu Menschenansammlungen, die sich jedoch nach und nach zerstreuten.

Aus dem Aeiehe.

Der französische Botschafter beim Reichskanzler

Berlin, 1. Juli. (WTB.) Der Reichspräsi­dent empfing den neu ernannten außerordentlichem bevollmächtigten französischen Botschafter L a u - to n t zur Entgegennahme seines BeglaubigUngs- fchreibens.

*

Berlin, 30. Juni. Infolge der hohen Druck- papierpreise mußte das im 23'r'age von August Scher' ersch.'in nb Spat ab ndb attDer Abend" fein Erscheinen einftdlen

Köln, 1. Juli. (WTBÖ^ Hier wurde der Maler Pttnz, der in einer Druckschrift behaup­tete, Scheidemann und Sklarz hätten eine Belohnung auf die Beiseiteschaffung der Rosa Luxemburg und Dr. Liebknechts ausge­setzt, festgenommsn. Er wird nach Berlin über- . führt werden.

Aus dem besetzten Gebiet.

Saarbrücken, 30. Juni. (Wolff.) Tie l beiden hiesigen Zentrumsblätter, dieSaarpost" _unb dieSaarbrücker Volkszeitung" werden nun» * mehr zusammengelegt und erscheinen vom , 1. Juli ab unter dem TitelSaarbrücker Valkszeitun g". Tie Redaktion der neuen Zeitung wird von den bisherigm Redakteuren der beiden Dlä.ter geleitet.

fd. Wiesbaden, 1. Juli. Der Geschäfts­leiter und Redakteur der sozialdemokratischen Bol^ksstimm^ wurde 'heute früh von fvan-

und polnisches Visum erforderlich.

** Eine D e m o n st r a t i o ns v e r s a m m- ( u n g der Bauarbeiter aller Berufe Mieter, Woh­nungssuchenden ufro. wurde gestern nachmittag im Cafe Leib vom GewerkschastSkartell und den bau- geiüerflidyen Arbeilerorganisalioiien veranstaltet. Herr L e i n e r t - Frankiurt schilderte in längerer Rede das zur Genüge bekannte W'öhnungselend, mit dem sich die immer stärker werdende Arbeits­losigkeit im Baugewerbe schlecht vereinbaren lasse. Um dieser Notlage zu steuern, käme nach des Red­ners Ansicht nur Sozialisierung des Bau- und Baustoffgewerbes in Frage. Au der Aussprache be­teiligten sich mehrere hi-fege Herren. Eine längere Entschließung, die als Niederschlag der Versamm­lung einstimmig angenommen wurde, müssen wir wegen Raummangels bis morgen zurückstÄlen.

** Schnellzugsausfall wegen^zri 'chwacher Benutzung! Ab Sonntag, 4. Juli, verkehren die Schnellzüge D 81/82 Frankfurt Oberhausen und zurück (D 81 Frankfurt (M) Hpf. ab 7.18 norm., D 82 Frankfurt (M) Hpf. an 11.22 nachmO nur noch Werktags. Die Beför­derung dieser Züge an Sonn- und kommt von diesem Tage an wegen zu schwacher Be- etzung in Fortfall.

** Freibank. Samstag. 3. Jule werden von 1d Uhr die Nummern 301350 belehrt.

** B e i der städt. Ob st-und Gemüse- teile, Marktlauben, kommt morgen u .a. zum Verkauf: Frischgemüse, Blumenkohl, Schoten- erbfen, Gurken, Zwicb ln; an sensrüchtrn Erbsen und Bolmcn; an Obst: Kirschen, Johannisbeeren und Heidelbeeren; an Dörrost: Apfelspalten und Zwetsäfen.

** Wer eine Badereise plant, tut gut, um sich vor unliebsamen Ueberraschnngen -u chützen, sich vorher über Kurabgaben, Bäder-, Pensions- und Zimmerpreise genau durch Anfrage zu unterrichten und auch nach den $u leistncken Nebenkosten, die den Aufentl)alt gehörig verteuern, Umschau zu halten. Nack) einer Zusammenstellung desBerliner Lokal-Anz." über die Preise in den Ostseed-äderu wird für ein mittleres Heim in Swinemünde berechnet pro Tag und Person volle Pension im Juni 35 Mk., im Juli 40 und 45 Mk. Ein dortiges erstiklassiges Hotel mutiert Pension, ohne Zimmer, mit 65 Mk. Eine gute Pension in Heringsdorf: Zimmer pro Wock)e 70 bis 150 Mk. Tägliche Verpflegung 45 Mk., Trin'g.Der 10 v. H. In Ea r l s ha gen beträgt der Pensionspreis 25 bis 30 Mk., Heiligen­damm bis 1. Juli volle Pension 30 bis 34 Mk., bann höher. Ebenso Brunshaupten für mitt­lere Pensionen. Bessere Häuser rechnen 40 bis 45 Mk. Eine gute Pension in Arendsee ver­langt 50 Mk. Auch das höchst idyllische Müritz tut es nicht unter 40 bis 45 >Mk. für ein mittleres Haus. iTer Preis für Eier betragt das Stück 2 Mk. Servieren auf dem Zimmer pro Person (!) unb Ma'hlzeit 50 Pf.) Warnemünde hat für Hotels drei Staffeln, unb zwar Minbestpensions- pveis 40. 36,32 Mk. Für Pensionen zwei Staffeln, 35, 31 Mk. Aber über diese Mindestpreise hinaus verlangen die Hotels auch 45 und 65 Mk. Aus Rügen liegen folgende Pensionspreise vor: Sel­lin 35 bis 40 M Binz 40 bis 50 Mk., Baabe 35 Mk., Göhren 30 bis 32 Mk., im Juli 38 bis 45 Mk. Lohme 30 Mk. Hierzu dürfte noch überall das Bebienungsgeld mit 10

leit hrngelenkt, denjenigen Wählern, die gegen­wärtig außerhalb der Gebiete voi> Allen ltein imb Marienwerder wohnen und sich znr^ DolkZabstimmimg dorthin 31t begeben wünschen, bi< freie Ausübung ihrer Rechte zu verbürgen. Jn- oem die verbündeten Mächte den von Ihnen vor- gebrachten Bemerkungeil Rechnung tragen, haben sie folgende Beschlüsse gefaßt, welche ich mich be­ehre, Ihnen in ihrem Namen mitzuteilen:

Tie deutschen Vertreter in jeder Abstimmungs­zone werden ermächtigt, die nötigm Maßregeln zu ergreifen damit di? wf.enbc Anzahl 'von Son- derzügen (diese Zähl wird in jedem einzelnen Falle von oer inter-'l iierten Kommii iou festgefetzt) von Deutschland die Wähler h-rbeiführt, die ein Reck)t fuben, an der Msttmmnng tellzunehrnen. Tie Zug? nvr:en vvn Oif.ziewl der Verbündeten be­gleitet, die den Auftrag haben, sich durch Prü­fung geeigneter Ausweispapiere die Sicherheit zu versckwffen, daß nur Perfonen, die zur Abstimmung zugelassen werden, diese Züge besteigen. Unter diesen Bedingungm werben keine Pässe für die Turchfabr: durch den polnischen Korri­dor gefordert iverben.

Tie interall irrten Kommissionen für Marien­werder und Allensdein werben die nötigen Maß- nahmen ergreifen, um die Durchführung vorstehen­der Beschlüsse zu sichern.

Die RäumungHfrist der neutralen Zone.

Paris, 1. Juli. (Wolff.) TerMotin" er­klärt, daß die B0 t s cha f t e r konser enz, die tzestern die Antwort auf die letzte Note der deut­schen Regierung um Fristverlängerung für die Räumung der neutralen Zone auf dem linken Rh?inufer prüfte, sich in aller Form dagegen ausg"sprachen habe. Dieser Beschluß wirb dem Obersten Rat bei ferner Zusammenkunft in Brüssel zweifellos unterbreitet werden.

Schwerpunkt der Lebensmittelverteue­rung liege in Berlin. Bei der am vergan­genen Samstag in Würzburg stattgefundenen Be­sprechung süddeutsck>er Volksvertreter sei den baye- r isckxn Vorschlägen auf eine erhebliche Her - a b 1 e b u n g der in Berlin in Aussicht genommenen Preise zugestimmt worden Danach könnte das Kilo Brot auf 1.14 Mk. zu stehen kommen und der Schlachtviehpreis würde 350 statt 420 Mk. betragen. Es fei zu er­warten, daß sich die süddent chen Staaten die bayerischen Vorschläge zur Abwehr der norddeut- ckfen Ut'berforbeiung n zu eigen machten. Das Reich würde über diese Vorschläge der süodeut>ck>en Staaten kaum Hinwegkommen Bei einer über ein gutes Mittel hinausgehenden Kartoffe ernte könnte die öffenlliche Bewirt ckwitung au'gck)oben iverden; denn im freien Verkehr würden die Landwirte dann vielleicht nicht einmal 20 Rlark fordern, während diesen vom Reich ein Kartoffelpreis von

Freitag, 2. Juli: Hotel Schütz, 6 Uhr, Besprechung des landwirtschaftlichen Lokalvereins. Hotel Einhorn, SVz Uhr, Gastspiel Buchwald (Prvgrammtvechfel). Lichtspielhaus,Hara­kiri" undNicht mit dem Feuer spielen". Licht­spiele, Seltersweg,Rrbellenliebe" undDer Mil­lionenerbe".

*

** Aus dem Stadttheaterbürean. Es sei noch besonders auf die am Samstag abend 7 Uhr stattfindenbe ErstaufführungZwangs­einquartierung" von Bach und Arnold, den Verfassern derSpänisckMi Fliege", hingewiesen. Der lustige Schwank, der in Frankfurt, Berlin und anderen Orten durchschlagende Heiterkeit alis- löste, wird auch hier seine Wirkung nicht verfehlen.

** Ter Bürgerverein beschäftigte sich gestern in sehr reger Aussprache mit der öffent­lichen Sicherheit in der Stadt Gießen. Man war einstimmig der Ansicht, daß der Schutz gegen E i n- bruchsgefa'hr, namentlick) für die Geschäfts­inhaber, viel zu gering ist und.schlug zweckdienliche Maßnahmen vor, die in einer Eingabe an die Stadtverwaltung vertreten werden sollen. Im Verlaufender Aussprache ergab sich auch die Not­wendigkeit. M den Lebensm i t telverhal t nissen Stellung zu nehmen. Es soll denn Dorer in enter Vertreterfftzung der interessierten st'idti sehen intb privaten Körperschaften zu Anfang der nächsten Woche und gleich darauf in einer öffent­lichen Bürgerversammlung geschehen. Aus Raum­mangel -können wir auf den Verlauf der gestrigen Versammlung ierft morgen näher zurückvommen.

** D ie Abstimmung i n O st- und Weftpreußen. Vereinzelte unliebsame Vor­kommnisse geben dem Teutschen Schutzbund Ver­anlassung, erneut daraus hmzuweisen, daß die

Freifahrscheine zur Volksabstimmung in Oft- und uw ............. v/uvuvh«,Vuv» muDu, Weftpreußen sowohl für die Hinreise wie für die

und dringend bereu Herabsetzung gefordert hatten, 1 Rückreise nur Gültigkeit haben für den Tag, den erklärte Landwirtschaftsminister W u tz l h 0 f c .r, bei I Zug und den Reiseweg, für den sie auLgcstellt sind.