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AmtsverlündigungsblaN
für die provinzial-irettion Vberhesien und für dar Kreisamt Sieben bf^.m noch S.barf: Montag, IH.ns.a9, Donner.^ u. gtrtag, Stur durch dt.Poft iu d^i^n ,.,.n MU. ZSO etatdWd. Vo^änxg^.^' Nr. 17
___8: ^bruar 1920
Jnhaltr-Ucbcrsicht: Preise.für Sommerungssaatgut von Brotgelreide und Gerste - 'P<hnnnime*i..in 777 •,—T™,----— ---
Trw.rbsl°!.n,ür,°rge. - ai.i|d)be[d)a.l. - Abwehr d.r Man!, und Klau^cnch.. - Mchs-nch-n^.^^
Verordnung
über bi; Preise für Sommerungssaatgut von Brotgetreide urtb berste. Vom 12. Januar 1920.
Auf Grund des § 10 der Verordnung über die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse und für Schlacht- und Nutzvieh vom 15. Juli 1919 (Reichs-Gesetzbl. 3. 647), soivie auf Grund der Verordnung über Kriegsmaßnatzmeu zur Sicherung der Volks- cruälyrung vom 22. Mai 1916 (Reichs Gesetzbl. L>. 401) und 18. August 1917 (Reichs-Gesctzbl. S. 823) wird verordnet:
§ 1.
Tie in den §§ 15, 16 der Ausjührungsbestimmungen über die Preise für Getreide, Hülsenfrüchte irnb Buchweizen vom 18. Juli 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 653) für Saatgut von Brotgetreide und Gerste festgesetzten Höchstpreise werden, soweit es sich um Sommcr- getreide handelt, wie folgt geändert:
Ter Preis für die Tonne Sommerungssaatgut darf nicht über
steigen :
a) bei Roggen und Gerste
für die 1. Absaat.........1015 Mark,
für die 2. Absaat.........915 Mark,
für die 3. Absaat .......815 Mark,
für sonstiges Saatgut (Handelssaatgut- . 765 Mark:
bj bei Weizen, Spelz iTinkel, Fesen), Emer, Einkorn
für die 1. Absaat ......... 1065 Mark,
für die 2. Absaat . ........ 965 Mark,
für die 3. Absaat......... 865 Mark,
für sonstiges Saatgut (Handelssaatgut. . 815 Mark.
§ 2.
Tie Zuschläge, die nach § 18 der Ausführungsbestimmungen über die Preise für Getreide, Hülsensrüchte und Buchweizen vom 18. Juli 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 653) beim Weiterverkäufe von Saatgut neben den Saatguthöchstpreiscn insgesamt genommen werden dürfen, werden aus 10 vom Hundert der Preise erhöht; diese Zuschläge umfassen auch die Auslagen für Säcke.
§ 3.
Soweit Saatgetreide der int § 1 bezeichneten Art nach Inkrafttreten dieser Verordnung auf Grund eines vorher abge- schlojsenen Vertrages zu liefern ist, kann der Verkäufer an Stelle des Vertragspreises den aus § 1 sich ergebenden Preis, im Falle des Weiterverkaufs (§ 2) einen unter Berücksichtigung des 8 2 erhöhten Preis verlangen, sofern nicht der Staufer unverzüglich nach Stellung des Verlangens durch den Käufer erklärt, daß er die Zahlung des erhöhten Preises ablehnt. Lehnt der Käufer die Zal)lung des erhöhten Preises ab, so ist der Vertrag so anzusehen, als ob der Käufer gemäß einem ihm Anstehenden Rechte insoweit vvm Vertrage zurückgetreten ist.
§ 4.
Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündigung in Kraft.
Ter Reichswirtschaftsminister. _____________In Vertretung: gez. Tr. Peters.
Bekanntmachung
wegen Ueberlragung der dem Reick)sminister für Wiederaufbau durch die Verordnungen über die Rückgabe der aus Belgien und Frankreich entfernten Maschinen vvm 28. März, 14. November und 22. Dezember 1919 verliehenen Befugnisse. Vom 6. Januar 1920.
1. Tie Bekanntmachung des Reichsschatzministers vom 31. März 1919 über Uebertragung der ihm durch die §§ 3, 4 und 7 der Verordnung über die Rückgabe der aus Belgien und Frankreich entfernten Maschinen vom 28. März 1919 verliehenen Befugnisse („Reichsanzeiger" vom 1. April 1919) wird aufgehoben.
2. Ms Stelle zur Ausübung der dem Reichsministerium für Wledermlsbau durch die Verordnungen über die Rückgabe der aus Belgien itno Frankreich entfernten Bkaschinen vom 28. März, 14. November und 22. Dezember 1919 verliehenen Befugnisse wird die ReichsrücklieferungsKommission in Berlin bezeichnet.
Berlin, den 6. Januar 1920.
Ter Reichsminister für Wiederaufbau: Dr. Gehler.
Bekanntmachung.
B e t r.: Ausbruch der Räude unter dem Pferdebestande des A da m ^"1 Friedelhausen, des Heinrich Eifer m Muschenheim, des Konrad Schuch zu Treis a. d. Lumda und des Gutspächters PH. Schudt in Londorf.
gebrochen^ <Pfcrbcbeftänbcn ber Obengenannten ist die Räude aus, Sie Sperrmaßregeln sind von uns ungeordnet worden Gießen, den 28. Januar 1920.
___________Kreisamt Gießen. I. V.: H e m m e r d e.
Dienstnachrichten des Kreisamtes.
m 2?.v. Vhillpp Schäfer VIII. aus Annerod ist als Pollzerdiener für bte Gemeinde Annerod wieder ernannt worden h. .des Innern bat der Stadtgenieinde Baden
dre Erlaubnis erteilt, 5000 Lo)e der am 12. Februar ds Js zur Ziehung gelangenden Reihe der Baden-Badener Geldlotterie inner-, halb des Fretttaates Hessen zu vertreiben. Nach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verlosungsplan beträgt der Verkaufspreis ter Lose je 1 Mk. Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hesjstchen Zulassungsstempel versehene Lose gelangen Wahrend der Znt des Vertriebes der Lose zur 1. Klasse einer d^L-Suddeutlchcn Staatslotterie ist Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet.
Betr.! ^“65loiffltoiW6e: «er: Nachweisung für den Mona! x\unuut kocu.
«n die Bürgermeistereien der Landgemeinden des .Kreises
Unter Hinweis aus unsere Amtsblätter Nr. 3 und 4 machen ^nu^aiUq9nU.mfrham' b£fi b2e Nachweisungen für ben Monat Januar 1J2O uns umgehend vorzulegen sind.
, ,7^ 9,e ä n derte Formular „Nachweisung der Ausgaben Vfe, 'Nulter I) ist sür die Nachweisung für den Monat Januar 1920 zu Dcrroenten. Sofern dasjelbe Ihnen«inzwischen nicht zu gegangen sem sollte, Et es umgehend durch uns zu beziehen
G i e ß e n, den 28. Januar 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: W elcfer.
«ctr.: Tie Durchführung der Fleischbeschau bei inländischen Schlachtungen während des Krieges
An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises . c. ^."0) die Verfügungen voni 25. September 1914 zu Nr M d. I. 11. 60a0 und vom 21. Oktober 1914 zu Nr. M. d I II 6544
Ministerium des Innern die durch die §8 11 n 17
FlMchbeichauordnung für Hessen augeordnete Beschränkung'der Zustmltigkett der nicht tterärztlickjen Fleischbefchauer bis auf wei- • ret . 'V1 gesetzt uns sich damit einverstanden erklärt, daß in Fallen, m denen der Zuzielsung eines Ergänzungsbeschauers vesonderv große Schwierigkeiten entgegenstehen, von einer solchen abgesehen und die Entscheidung dem nicht tterärztlicheu Besckiauer überlassen werden kann.
. .Diese Anordnungen sind durch das Ministerium des Innern wieder zuruckgezogen Tie Turchführung der Fleischbeschau bat demnach wieder aus Grund der gegebenen Vorschriften zu erfolgen.
■6 die Flettchbeschauer alsbald hiervon in Kenntnis fetzen Gießen, den 29. Januar 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: Welker.____________
Bekanntmachung
Beter.: Abwehr der Maul- und Klauenseuche.
in tot Bekanntmachung vom 17. Januar 1920 (Amts- verlunoigunavblatt Nr. 11) festgesetzte siebentägige Quarantäne wird aus 5 Lage herabgesetzt.
Gießen, den 30. Januar 1920.
Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n.
An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises, das pollzelamt Gießen, das Polizcikomiuissariat Arnsburg und die Gendarmerie des Kreises.
Vorstehende Aenderung wollen Sie beachten; sie ist ortsüblich bekanntzu machen. J
Gießen, den 30. Januar 1920.
__Kreisamt Gießen. I. V.: L a n g e r m a n n
Druck der Lrühi'schen Universitäts-Buch- und Sfeinbiuckeret R. Longe, Eteßr.l.
in toncn Aerhkmdlwigen mit dem kinwsimrttcbaftsmmisterium bte Aufhebung der d-aangSwirifchafi von Kartoffeln, Zucker, Fleisch gefordert Die Nachricht, daß er mit F^er Forderung durchgedrungen fri. ober we- n SE"* £ c S eilen schwink nd
nnadM habe, nef angeblich m den städtisäjen Kv'i- s-n große Besorgnis hervor. Nach den d-m „V o r- r 1 s zugegangenen In forma ionen bestätigt Nachricht hchoch nicht^Insbesondere sei « falsch, daß der Rcichsvot zu der Fram- Ixt Aus- teinxng ber Zwangswirtscha t Etellima genommen rate. Der „Vorwärts" erwartet, baß bas N ichs- WirtschastSmtt.istenum und alle anderen Stellm '-cklauf daraus bedacht fein werben, txn Ford run- M auf Aufhebung der ZmrngSwir.ischait nicht xcfsTi geben.
Wie eine sozialdemokratische Korrespondenz er» Ärt, hat sich die La^e der Gett>nd r-ersorgnng tu der letzten Zeit nicht getesseN. Die Hoff- njng auf eine größere Wstieierung infolge der Srämtett hat sich nicht erfüllt. Die ungen Liren de Belieferung der Landwirtschaft nit Kohlen sei im wesentlichen mit Schuld m der langamen Ab.Leerung. Trotzdem ener- 'i5t< Maßnahmen ergriffen worden seien, um 'ic Landwirtschaft besser zu beliefern, sei ein? ^eichterung noch nicht zu verspüren. Jnsolge- ies'en wird eine Hevab'etzung der Melstration von ■»0 Gramm auf 200 Gramm fcoriuergebeut) un- Mßlich sein. — Vvm 9. Februar an soll die drotration, wie verschiedene Blätter erfahren ha» >®, auch vermindert werden.
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Beratungen der Heid)$fabinett$ und des )reuft. Kabinetts über den Einheitsstaat.
Berlin, 2. Febr. (WTB.) In einer ge- n«,nsa men Sitzung des Reichs- ^Lblnetts und des preußischen Kabi» - letts wurde über den in der preußischen Landes- ; -roammlung eingebrachten Antrag wegen derbeiführung des Einheitsstaates
Es verhält ftch gerade umgekehrt. Ohrte auf die Vergangtmhett zurückgreifen zu wollen, ist zu sagen, daß das nrobt des dmtfchen Vaterlandes aerobe von ber Erreichung dieser. Ziele cchhängt. Denn das Wohl des deu!schen ^»tettandes besteht nach der Meinung des Hesfifchen Bvkksbundes nicht im preußischen Jmprial smus, im republikanischen sv wenig, mir? ehemals im hohenzvllcrischen, sondern darin, daß alle deutichen Stämme auf der Grundlage gl icher Rechte und Pflichten zu einem unauflöslichen Verbände vereinigt werden, rockte feste Einheit aber nur möglich ist, wenn lwesen deutschen Stämmen die notwendige innere Freihett zur Entsaltuttg ihrer eigentümlichen Kräfte gewährt wird.
divch vor kurzem ist in ber Preußischen Landesversammlung am 13. Tez.mrber 1920 von einem Defürroorter des Einhn sstaates betont worden, daß die deutsche Reichseinhüt solange verhindert Weiten werde, als Preußen in feiner jetzigen Form besteht — einer Form, p muß hinzugestgl werden, bereit Zustandekommen leinerzci: nur durch Rechts- wch Friedei so.ühe perstoeste: Art und durch Bcr- gicßen deutichen Bruderblutes möglich geworden ist. Ter Hes>isck>e Volksbund aber erstrebt auf den Wegen des viertes und ber Billigkeit eine Ge- iintiimtg des deutschen Vaterlandes, einen Neubau des Reich >s, der — wie es in der Tenffchrift Kurfürst Friedrich Wilhelms I. heißt, — auf Gerechtigkeit und wahre Eintracht gegründet, die zer- [trcirten Glieder wieder vereint —, ein fest ge- schbu'senes Kestlwerf gegen oufrn, eine sichere Bürg schäft gegen innere Vergewaliiguug. Tas ist in der Tat ein Ziel, das durch Verdächtigungen roch chcr Art auch immer nicht beschmutzt werden kann.
Die Besetzung deutscher poften im Arrlande.
Berlin, 2. Febr. (Wolff.) Zu der Meldung, daß die italienisch.' Regienmg der Wahl des bis- teri.jen deutschen Gesandten in Stockholm Lucius zum Vertreter des Deutschm Reiches in Rom
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oder der Verfassuitg vorzuschreilien, die e*5 sich geben soll Dangen kömZen die alliierten Mächte nicht zu geben. daßdieWiedereinsetzungdes Hauses Habsburg als eine Angelegenheit betrachtet wird, die lediglich die ungarische Natton betrifft. Sie erklären daher durch Gerenwärtiges, daß eine derartige Wiedercherstrllung im Gegensatz stünde zu den Grundlagen ter Friedensbedingun gen und weder anerkannt noch geduldet werden würde.
Die Antzliefernngsriste.
Köln, 3. Febr. (WTB.) Der „Köln. Zeitung" wird aus Berlin berichtet: Die in der Presse auftauchenden Meldungen über den Inhalt der L i e f e r u n g s l i ste und über den Termin ihrer Ueberreichung werden an amtlicher deutscher Stelle als bloße Kombinationen bezeichnet, lieber den Inhalt liegen zuverlässige Nachrichten noch nicht vor. Ihre Ueberreichung wird vermutlich erst Ende der Woche erfolgen, wahrscheinlich aber erst am 10. Februar, dem nächsten nach dem Friebensvertrag möglichen Termin.
Oie Kritif öes grieiensoerträges in Amerifa.
Washington,^ Febr. (WB.) Havos. Die republikanischen Führer te'cho'en. sich mit ben Demo traten baten zu tentänbigen, den Friedens vertrag in ter ftmt menten Wvch? neuer4195 in öffentlicher Sitzung zu diskutieren. • w
Amsterdam, 2. Febr. (Wolff ) Wie der „Telegraas" aus London meldet, tefprechen bit englischen Blätter das Schreiben des amerifcr Nischen Schatzsekretärs, in dem er zum Ausdruck bringt, baß Amerika fe.ine Kredite gewähren wird, in bitterem enttäuschten Tone.
„DaUy Chronicle" schreibt: Wir hoffen, daß! dies nicht das letzte Wort ist. Wenn es trotz-
Dienstag, 5. Zebruar 192V
Itrei: Schulftr. 7.
Annahme von Mnjeigei f. tue iaqesmnnmec vis zum Qlndunittaq yorhet ohne iedeMrlünOlichkeit. Preis für 1 mm höhe tüt Anreisen o.34mm Brette öttli v 25 Ui, ausiväitS 30 Pk.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm 8rene 90 Pi. Bei Platz- eorfdtriii20* Auifctstag. Vauvtschritleiler: Ang. Goeg. iBerantroortlid) für Politik: Ang. WoeH; für den übrigen ZetL Dr. Remtrolo Zenz; für den AilzeigenteU: ö. Beck, sämtlich in Gießen.
t das letzte Wort sein sollte, dann muß eine -rnalwnalc Finanzkonserenz trotzdem ftattfin-
Jn diesem Falle würde es ihre Hauptauf- e sein, die Mittel zu finden, um Europa irt ßage zu setzen, ohne ameritanische Erzeugnisse zukommcn.
Wie das „Allgemecn Handelsblad^ meldet, t ter britiidye Handelsminister Sir Auckland ddes vor ber Handelskammer in Ply- ' u t h eine Rede, in der er sagte, daß die lkcr voneinander abhängen und nicht' unate lstig seien. So lange Europa sich nicht auf Leine stelle, könne in Handel und Jndustrte ic Stabilität erwartet werben. Gedtes warnte Zuhörer vor Haß und Neid gegen andere lker und sagte, in England müsse man mit dem reichten zufrieden sein. Die Feinte Englands n zu Boden geschlagen, gebrochen und ernie- gt. In seinen Darlegungen über Ausfulw und 'dit wies Geddes auf die 9>erfud)e hin, die t unternommen würden, um die Wirtschaft ropas wieder aufzurichtcn. So lange aber in tzland ferne geregelten Zustände seien, könne ropa sein roirtschastlichcs Gletchgewicht nicht ückerhalten. Geddes schloß, die augenblickliche ndelspolittk der Regierung sei, den AttSfuhr- idel Englands so kräftig wie m^üich zu dern.
Keine englische Anleihe in Amerika.
Washington, 3. Febr. (WTB.) In Ate ictr-beif tes Viscount Grey übergab der englische schäftsträger Lindley dem Staatssekretär eine klärung seiner Regierung, in der kategorisch er» rt wird, daß Gruß-B-riiannien keineswegs e A b s i ch t bäte, eine neueAnleiheinden reinigten Staaten aufzunehmm, son-' n lebhaft wünsche, seine Derps ichtungen in die- t Lande zu vermindern Ein gewisses Miß- ständnis fei dadurch entstanden, daß die Presse beiten Läuter weitete, Groß-Brilannieii fubc risse Mächte, insbeiontere die Vereinigten Stoa* eingrlaten mitzuwirken, um die Leiten ber roäte b tes Krieges verwüsteten Länder zu mildern, raus ergebe sich naturgemäß, daß Engbrnd dar- ' verzichte, für feine eigene Rechnung bei den reiniflten Staaten Anleihen aufzurrehnicn.
Belgische Finanzpolitik.
Brüssel, 3. Febr. Laut ,,©oir" hat der 'nig eine Verordnung unterzeichnet, die 1 Dienstag im Amtsblatt erscyeint, danach rd ber Handel mit fremden Devi- n und Zinsen verboten, sofern ihm cht effektive Geschäfte zugrunde liegen. Die aren- und Börsenagenten werden verpflich- , ein Register zu führen, in das die voll- zenen Geschäfte einzutragen sind. Auch die ifträge, die von Belgien aus zum Bertäuf n Franken und Franken-Devisen im Aus- .ib gegen fremde Zinsen oder Devisen geben werden, sind einzutragen.
Aus dem Ueiche.
Aus der preußischen Lundesversammlung.
Berlin, 2. Febr. (WTB.) In der preußv en Lantesversammlung wurde nach weiterer sprechung der Antrag ter Unabhängigen f Aushebung des Belagerungszustandes jen die Stimmen dieser Partei abgelehnt.
Ein Eisenbahnerstreit in Böhmen und Sachsen.
Reichen berg (Böhmen), 3. Febr. (WTB.) e gesamte A rbeiterschaft der Eifen- lhnwerkstatte, Magazine un> 23 a 6 ni Verwaltung i st in den Streik getreten. Die Beamten und Unterbeamten erklärten sich mit den Arbeitern solidarisch. Tas Fahrpersonal hat sich bis jetzt dem Streif noch nicht angeschlossen. Der Grund zu dem Streik liegt in ter Nichtteroilligung der Forderung m ber Arbeiter nach besserer Zuweisung von Kohlen und Lebensrnitteln. 23on tem Streik wird die Linie Zittau- Reichenberg nicht berührt, da diese unter sächsischer Leitung steht.
Berlin, 3. Febr. Nach einer Meldung des „Berl. Lokalanz." aus Dresden sind in Zwickau die Arbeiter ber dortigen Eisenbahnwerk- statte und der Eisenbahnverwaltung in ben Ausstand getreten.
Abgeordneter MulltrHuldu.
Fulda, 2. Febr. (Wolff.) Der Abg. Müller.Fulda hat wegen Altersbeschwerden fein Mandat zur Nationalversammlung niedergelegt.
Au» Hessen.
Autrag auf Errichtung eines BollgyumusimuS in Bingeu.
rm. Darm stadt, 31. Jan. D« Abgy. So- Herr und Gen. (Z.) haben zur Errichtung eines Bollgymnasrums in Bingen der hessi'chen Volkskammer einen Antrag eingereicht. In welchem sie ausführen, daß die Realschule und das Pw- gtjmnafium in Bingen entsteechend ihrer feitfe tgen Organisation ausgebaut werden könnten. Das Bedürfnis hierzu liege schon seit Jahren vor. Das Gebäude, das von der Stadt vor einigen Jahren mit hohem Kostenaufwand errichtet wurde, ist vorsorglich für den Ausbau ber Vollanstalt vorgesehen. Von ter Gesamtichül rzaU von 3 9 sind 318 Hessen. Es wird roetter auf eine an das Lantesamt für das Bttdungswesen gegangene Denkschrift oei» wiesen.
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