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Ertrag die Steuer johlen mütztze, nrtb rormi an­dererseits auch die rtredilrnstitutc selbst für die

Erne weitere Au-laEunv des Blattes, die sich zweifellos gegen Wilson richte, ist zensuriert wor­den. In dem steheng.siebenen Schlußabsatz des Artikels wird .Cleprenceau dagegen ausgcjvrden, die nalnmalen Jntere sen Frankreichs zu befv

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Aus Statt un- Land.

Gießen, 31.März 1919.

vom 1. April ab

ten beschlossen einstimmig, die Arbeit um 12Uhr nachts wieder aufzunehmen. Maßgebend für den Beschluß war der Um stand, daß Deutsch -Oesterreich nur für Tage Lebensmittel hat.

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Feind annehmbaren Frieden machen wollien, hätten sie einfach den FriedensveNrag von den Teun'chen abfassen lassen können. ,Humani.6" bro- tehkrt fragen diese vetzrrei unb besonders gecei die Tendenz, wie sie der Heyartikel des Generrls Mallere imMatm" aus ein Wiederaufslackrrn des Krieges hi.cwe:s-m möchte. Tas Blatt frag W l on, was er von diesen verbreche, ischm Sdel* Zügen halte, und was die Ansicht der ftonzösi.chc-n Proletarier von einer Regierung sei, dre voll­ständig den Kops verloren habe.

Das Ende des Wiener Streik».

Wien, 29. März. (WTB.) Tie Ver­sammlungen der Eisenbahnbedienste-

lanb gegenüber Schonung gelten lassen möchten. TaS Blatt sagt: Nenn die MUienen »inen für den

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das AmtsverkündiqungSblatt ür die Provinzialdirektion Ober-

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Lest! mnalkasscnret anw-CT, Veit Strauß vor Wenr-eilter Schw>insbMi tofkridx Lad Loh' Mrifdx Cour lZesahren forberung '^Müdigkeit filtr bedeute inrtidjaitlidx uni neben 9b . ordentbchen ' «ohswsst uni ÄuÄaiche Vt land sind IC sichten eines ren an der

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Die Kopitalertragsfteuer.

Die Kavitolerttagssteuer, deren Wortlaut vas Reichs,'ckatzamt verösfemlicht, soll den Gedanken verwirklichen, daß das arbeitslose ReMeneinkom- men in höherem Maße zur Tragung der Steuer­lasten heran-wzogen wird, als das erarbeitete Ein- kommen. Tas Einkommen der bloßen Nutznießer oll durch das neue Gesetz mit einer Steuer von 10 Prozent belastet werden.

Grundsätzlich werden alle Erttägnisse von nutzbar angelegten Kapitalien durch die Steuer je troffen. Die wichtigsten solcher (Ertrag-.- sind: Dividenden inläntischer Aktiengesellschaften urch Kommarrditgesellschasten aus Aktien, Kolonial- gesellschasken unb terlweise Erträge von OlcseUschas- ten mit beschränkter Haftung, sowie Ausbeuten von Gewerkschaften, Zinsen aus inländischen eltverzrnslichen Papieren (Reichs-, Staats- und Kommunalarrleihen, Pfandbriefen imb .Hypotbeken- o 14 iga honen, Erwnbahn» und Zndustrieobligatio- nen>, S Varkassenzinsen, Zinsen aus Bankguthaben, Zinsen aus anderweiten Tar- lehen einschließlich stiller Beteiligung, Hvpotheken- insen, vererbliche Steilen, Wechseldiskont betrage, onvit eS sich dabei um Kapitalanlagen bandelt Erträge aus A u s l a n d s k a v i t a l.

Aus eine einseitige Belastung der Kupons und Dividenden, wie sie vielsach zur Envägung ge- tanden hat, ist verzichtet, weil darin eine un­billige Begünstigung aller anderen Formen der, Kapitalanlage, rnüdesondere des große Beträgol

ÄMamtHüm für die Rückgabe reauirierier Maschi­nen an gegliedert werden würde. Dieser Kvmmv- fion solle auch die Rücknahme des aus.Frankreich And Belgien sortgeführten landwirtschast- <i d»e n Materials übertragen werden Tie Vesitzer der Tiere würden, tine es in der Rote hergt, nicht verfolgt werden, kvenu sie in Aus­übung gegebener Luwrdnungen gebandelt oder die Tie« nur in Verwahrung und Pflege haben. Die Antwort auf diesen lgeradezn unge­heuerliche n Entschluß, der auch nicht tn geringstem Zusammenhang nut dem Waffen still-- standsvertrage steht, behielt sich Die deutsche kom- Mission vor. Es fei hier bemerkt, daß nach Art. 19 ß>es Wassenstillstandsoertrages ^finanzielle Bestim­mungen) Deutschland nur verpflichtet ist, Urkun­den, Kunstgegenstände, Bargeld und Wertpapiere «urtdiufleben, die aus dem ehemals besetzten Ge­biet fort geführt worden sind Zu irgendeiner wei- teraehenden Forderung sind Die AMerten nicht bt- rechtigt V

Eine Ergänzung znm Brüsseler Abkomme«?

B e r l i n , 29. März. (WTB.) Der Obet- kommandierende der alliierten Armeen, Mar­schall Foch, telegraphierte am 28. März an seinen Vertreter, General Nudant in Spa:

In Verfolg der der deutschen Regierung bezüglich der Einfuhr von Lebensmitteln unb der Ausfuhr von Waren gemäß des Brüsseler Abkommens gemachten Mitteilungen wird fol­gendes zur Ergänzung nutgeteilt: Um Deutschland bei der Erlangung der Kredite in neutralen Landern für den Ankauf von Lebensmitteln zu helfen und gemäß der von den Delegierten in Brüssel übernommenen Verpflichtung, diese Frage zu prüfen, teilen die assoziierten Regierungen mit, daß in keinem neutralen Lande eine Firma in Zu­kunft Gefahr laufen wird, aus dem Grunde auf die schwarze Liste gesetzt zu werden, weil sie a) Lebensmittel in den durch die asso­ziierten Regierungen gebilligten Grenzen und in Uebereinstimmung mit den von diesen auf­gestellten Bedingungen nach Deutschland aus- geführt hatte: a) Deutschland für den Ankauf dieser Lebensmittel Kredite eröffnet hätte: c) Waren, deren Ausfuhr aus Deutschland die assoziierten Regierungen genehmigt hätten, eingeführt hätte. Deutschland soll ermächtigt werden können, mit Firmen der neutralen Länder zu verhandeln und Dandel zu treiben, selbst wenn bieie aus der schwarzen Liste stehen, unter Vorbehalt der Genehmigung des Obersten Blockaderates.

Die Finanzberatungen.

Paris, 29. März. (WTB.l (Reuter.) Ter Oberste Wirtschaftsrat ersucht auch die an Deutsck»- land angrenzenden neutralen Länder, Te- Yr.gierte zu ernennen, um mit den Alliierten finan- ckelle Fragen zu besprechen, die die Alliierten, die Neutralen und die Deutschen lin gleichem Maste xnterefReren und mit der Flüssigmachung der deut- sthen finanziellen Hilfsquellen und der Bezahlung der Lebensrnittel, die Deutschland geliefert werden, Zusammenhängen. Die neutralen Länder nahmen 'ne Einladung an. Ihre Delegierten werden mit den Vertretern der Alliierten 'wahrscheinlich zur selben Zeit xufammentnetfen wie die Deutschen-, es ist aber nicht bekannt, ob an den Verhandlungen alle drei Parteien zugleich teilnehmen werden. Die Beratungen werden aus die sogenannten Heber- ganadfinanxfragen beschränkt bleiben imb keinen Einfluß auf die endgültige «finanzielle Regelung mit dem Feind haben.

Au» Hessen.

Zur Frage der Volkshochschule in Hessen.

Am 25. März sprach Pfarrer Dr. Koch aus Langd auf Veranlassung der Freideutschen Ge­meinschaft zu Tarmstadt über das Thema:Die Volkshochschule int Zusammenhang deutscher Geistes- und Sozialgeschichte". In der Aussprache führte der Präsident des Hessischen Landesamtes für das Bildungswcfen, Tr. Strecker, aus: Einheitsschule und Volkshochschule gehören zu­sammen; denn beide wollen Gemeinschaft schaffen. Der deutsche Idealismus, von dem die Forderung der Volkshochschule stammt, knüpft an den Plato- nismus an. Atcch P la tos Akademie, die weder einehöhere Lehranstalt" noch eine fremdsprack»- lichc Bildung voraussetzte, ist eine Stätte, wo Lehrer und Schüler in treuer Gemeinschaft das Ziel unb den Stil ihres Lebens suchten. Oder man denke auch an die mittelalterlichen Zünfte, oie nicht bloß gleich den meisten heutigen Berufs­organisationen rein materielle Jnteressenvertr»« tungeil, sondern zugleich geistig und sittlich bildende t^emeinschaften waren. Mit der Wünschelrute der Menschenliebe und des guten Willens wollen nur die Quellen der Offen- .barung blostlegen, die überall schlummert. Zu diesem Zweck will die Belwrde, die nur ©e» legenheiten bieten, nicht selbst Gemeinschaft bil­den kann, den Führerpersönlichseiten vor der Hand als eine Probe in 14tächgen Kursen lebende Ge- memtchasten schaffen. Hier sollen Vertreter aller Stände und Berufe in dauerndem Zusammensem Fragen des Lebens durchdenken und durchforschen, dier wird die Brücke vom Menschen zum Meu­chen geschlagen, ein wahrer Sozialismus vor- relel't, der des Herzens. In den Osterferien will >ic dem Landesamt für das Bildungswesen an- gegliederteZentralstelle zur Förderung der Volks­bildung tn Hessen" diesen Versuch wagen.

Darmstadt, 27. März. Zu den Vor­gängen am Kreisamt Heppenheim, >ie zu der erzwungenen D i e n st e i n - tellung des Kreisdirektors und »es Bureauvorstehers sühnen, haben die Vereine der höheren und der mittleren Be­amten der inneren Staatsverwaltung Hessens ibereinstimmend Stellung genommen. Die grundsätzliche Auffassung der beiden Vereine ist in einem gemeinsamen Schreiben nieder­gelegt worden, das dem Ministerium des In­nern übersandt wurde.

Au» dem Reiche.

Zum Rätckongrcß am 8. April.

Berlin, 29. März. (WTB.» Ter Reichs- wehrnnnister, der sttechsarb itsminister und der vreustisclie Äricgsnriniste: erließen heute folgende Verordnung: Tie Soldaten, die zu dem Räte­kong r e st a m 8. A p r i 1 als Vertreter getvählt wurden, sind von den TienststeNon zur Tagung zu beurlauben. Eine Vertretung bet nrilitärifdx-n Tienststellen findet auf dem Kongreß nicht statt. Jeder Soldat verttitt persönlich die Interessen seiner Wähler. Ter Heeresvettvaltung dürfen für den Kongreß leine iloston entstehen. Tie Sol- datenvertrcter sind binsilztlich ihrer Unkosten auf das Neichsgrbeit.pgou angewiesen und werden von diesem genau ime die Arbeitervcrtreter bcl)andelt.

Die Maßnahme ist veranlaßt durch dir un» günsngen Erfahrunaen, die, fort gefegt sich stei­gernd. mit der öfkntluben Bewlrtfä>a tuna der Ercr gemacht roorbtn sind Dem B:streben, Land- wirt''chalt und Handel, soweit es mit den Untereren der Allgemeinheu vereinbar ist. von den Feftcln der gebundenen Sinschaft zu befreien, wird ba.o Rechnung getragen Lrwa:tet nird. daß die be­teiligten Kreise ni Würdigung dicseS Ent­gegenkommens nunmehr alle Kräfte daran setzen, ihre Pflichten aus den Sc- bieten, aiu denen die Zwangswirtschaft zur Zeit noch zur Sicherung der BolkSverforaung aufrecht" erhalten bleiben muß, restlos z u erfüllen.

lieberem stimmend ist aus l andwirtscha tl ichen und Äandciskreis« verslchert worden, daß bxt Be­völkerung ans der eindecmischen Produklwn hin" reichend und zu im allgemeinen erträglichen Preisen mit Eiern versorgt werden könne

Trotz der Aushebung der vecch:rechtlichen Be« ihm in ungen ist den einzelnen Landes­zentral de Hörden unter gewissen Voiaus- setzungen die Möglichkeit geblieben, innerhalb ihres Gebietes wieder eine Ve r kehr», unb Berbrauchsreqelung einzusüh- ren.

Die wie hören, beabsichtigt bee hessische LandeSeierstelle von dieser Mögsicfstrit Ge­brauch zu machen, um wenigstens tx*n Bedarf der Uran Fen ui sichern. Eine solche Maßnahme wäre zu begrüben, denn andernfalls ist zu erwanen, daß der Städter über bäum fein Ec mehr zu selten bekommt, da der SchleichhLndler sie zu nxibn* finnigen Preisen auffaufen nnrb. Aus solche bra- stische Weise brauchte man nicht den RrchlweiH w führen, daß die ZivangSwirtschaft zur Sictxr- liellimg der VolkScrnährung einftnetlen nach auf­recht erhallen werben muß.

Unberührt von der getrvfsenen Maßnahme cst die Einfuhr unb Verteilung der Auslands­eier, für die nach wie vor die ergangenen Zen- tralisationsbestnmnuugen msbesondere c-as Be­sch l a g n a hm e r e ch t für die ohne Erlaubnis der Gi<reiufubr»jcllfdxift, Berlin W 8, Un er den Lindeti 1718, ringefübrten Eier, bestehen bleiben.

bin fuhr aus dem Aus «rüde soll vor allem der -sidierftdlung der Franken Versorgung dienen.

In K rast bleiben bis auf weiteres ferner die Vorichrnten über das Verbot von Venvendung von Eiern und Eitonserven zur Sxrndlung von Far­ben utch über bie Einscluänkung des Vrrbrauäzs von Eiern bei der Bercüung von ikuchen in ge­werblichen Betrieben.

Crbinnriatljubilänrn.

9Tm 1. Apnl dieses Falwes blickt der Direktor des ch7mischen La'ocatoriums Geh. $x>"rnt Prof. Tr. Elbs auf eine fünsundzwwkzigädrige Tätigkeit als ordentlicher Professor an unserer Universität zurück.

Qkl). Rat clX wurde 1858 zu Alt^reisach geboröi. Er fhiDierte tn Fmiburg und Berlin, DromBbierk 1880 m Freiburg, halnl.t ertr sich hort 1883 und wurde 1887 zum auüerordenckichen P v'c sor er-armt. 1894 folgte er ertem Ruse all orden lich.-r Prose for imb Direktor deS plr. f Tal sch- chemischen Lalooatormms an die Ihrweifi.'ti G i e ß e n. Am 1. Dt ober 1913 übernahm er bie Direktion des chemischen Laboratoriums unserer Universität.

Die wissenschaftlichen Arbeiten von Geh. Rat (RbS behandeln norwie-'end Froon der oi^anifdjm Chemie und Glrftrodrrnie. Auf dem Gebiete der Aoktvochemie nnrfte er balm- brechend, und seine elektrochemischen Untrrfuclnin- yen trugen wesentlich ui dem ung ahritcu Auf- Id'iruig der txutfdcn chrmdchen Vissiischaft und Jitdustrie bei. Tue Anei tze niutm der Falv nv f n fand ihren Ausdruck in der 'BaM von Geh. Rat i!ll>s uim 1. Vvn'itzenden dar Den f. <n Bunn-N- ge.ellsrla l für aitgeivandte vh»i al sche Clmnie. Eine große Za «l deutscher (ElrmiPrr mrdan^ Geh. Rat Elbs ih e gediegene Ausbildung die .ich im Kriege so giläuz-nd betoäl«rt hat. Auch im Auslände erfreuen scch die Arlxi e-t tvn Glbs be- onberer ®.t fdiätar-g, und fein G eßener Im' i nt mirrbe vor desin R^rioge Ixlurig von aueHänbikrn Chemikern auiglud«» Anf-er »r I etdm, in ?«,<>. Zeitschriften niedrrgel^ en Erverimentalu'ttrr- luckuuflen veröisentl ck> e Ote!« Rat BbS cfn ->m- a g eich-S SPcrf ,,T e scm Ir ischrt Da -tu g - mftloben der Sh> letfto ve bin u gn (18.^« i-j 1891), weiterhinTie tinmrlato ei" (5. «ufL 1919 UTtb ,,UebimgSb->idf dir clefnx>d>mi» ich^oTarstellung ch-m s 1« Prä para'e" (2. Aust.

Tie SdriHer von Geb Rat Elbs werden sich Mittwoch hen 2 Ap st im rfrnr kfrn Lalwvntv iunt Mi einer einsackren Feier oerfamut In, um ilnrnt l-ochverchrien Lehrer Glückwimsch und Tank zu agen.

Verwendung weiterer Assistenten bet der Medizinischen Fakultät.

ausmachenden Dhpothekenrapital», gelegen hätte. Auch von einer Staifdimg des Steuersatzes je nach Art der Erträge hat man abgesehen.

Wirtschaftliche Rücksichtrn baden zu Be- freiungsvorschriften geführt, wie sie im 8 3 des Gesetzes ihren Ausdruck haben. Seiet bei den Kreditinstituten (Danken, Sparkassen, Hyvo- tbefenbanlm usw.) einerseits der Depositen- ober Ptaudbriefgläubiger von dem ihm »«fliehenden

sind die Kreditanstalten nur Vermittler Venn dieser wirtschaftlich einheittiche Vorgang nun an wei Stellen steuerlich belastet würde, so müßte das, da die sbreditinstitute gezwungen ivären, btt hoben Steucrbeträge abzuwä zm, eine entsprechende Verschlechterung ihrer Zi^evingnng-n nrr F»lge haben- es würde also schticfdich der Devoltten- unb Sparkassengläubiger, der Psanbbriesbesitzer. doppelt getrosten roeti-en. Als weitere Folge mußte sich dami ein Bestreben ergeben, bte Berm'.n- lungsanstalten im Geschäftsverkehr ausznschalten, um dadurch Steuern zu sparen, was einen wirt­schaftlichen Rückschritt bedeuten würbe. AlleS dies ist im Gesetzentwurf dadurch vermieden, daß die den Banken usw. zusließenden Erttäge von der Steuer befreit fiitb. Auf die im Besitz der Banken befindlichen Wertpapiere ist bie Befteiungsvor- schrift des Z3 nicht ausgedehrtt. Bei langfidMigen Beteiligungen an anderen Unternehmtrngen kommt aber eine Steuererstattung nach § 14 in Fra.ie.

Bon besonderem Interesse ist die Behandlung des 'deutsche Satntalerträge beziehenden Aus­länders, die zu verwickelten Vorschriften im § 4 des Entwurfs geführt hat. Wir sind gerade jetzt und für die nächste Zeit auf weitgehende Unterstützung des Auslamvs durch Kredite angewiesen, uno ^müssen alles vermeiden, was tbad Ausland von Kreditgewährung abhalten oder auch nut verstim­men könnte.

Tie Steuer soll durch den Kapitalisten getra­gen werden: daher ist eine Vereinbarung dahin, daß etwa ein Zinssclwldner die Steuer für den Gläubiger übernimmt, ausdrücklich für nichtig er­klärt (8 7).

Neu ist die Art der Steuererhebung: der englifdx* Grundsatz der Steuererhebung an der Cudle wird in besonderer Weise den beutfeben Ver­hältnissen an gepaßt. Der Entwurf schreibt dem Zins-- ober Tividendensdmldner vor, die Steuer für Redmung des Gläudiigers zu zahlen, unb sie bei .Anszahlimg ber Zinsen ober iTividenben diesem in Abzug zu bringen.

Bei TividendenauS^ahkungen und Anleihe­zinsen werden die als Steuer fälligen 10 Prozent des zur Ausschüttimq gelangenden Ertrags in einer Summe an die Steuerbeb-i^e -'hieführt unb brm Gläubiger in .Abzug geb'acht. Bei andren steuer- t^liddigen Erträgen, z. B. vupothekzinsen, Tar- lehnszinsen, muß der Schuldner bei jeder Auszah­lung dem Gläubiger eine schriftliche Mitteilung davon madgen, lvas ja Regelmäßig ohnedies ge-- sdneht, und muß diese Mitteilung mit einer Stem­pel marke in Höhe deS Steuerbettags versehen: er braucht bann den Zinsbetrag nur um bie Steuer gekürzt auszuzahlen.

Bei Erträgen au5 ausländischem Kapital und Wechseldiskontbe trägen, soweit es sich dabei irm Kapitalanlagen handelt, muß aus praktischen Grüicden von der Erhebung an ber Quelle ab* gesellen werden -, hier ist Deklaration erforderlich.

^öervorzuheben ist noch, baß bm Besitzern von Kriegsanleihe, toelde Kredit hoben auf­nehmen müs'en, auf Antrag die Kapiialerttig- fieuer soweit erstattet wird, daß keine SdrSdigung durch Toppelbestenerung für sie eintritt, und daß ebenso verscliachteUen Unternehmen, die unter Um­ständen sonst doppelte und dreifache Steuern zah­len müßten, die Steuer unter gewissen Voraus­setzungen zurückerslatlet wird.

Der § 21 sieht ein Recht des Staatenaus- schufses oder der etwa an seine Stelle tretenden Behörde vor, zur SSermeibung besonderer Härten Befreiung von der Steuer ober Erstattung cintretcn zu lassen, was bcfoirders in benjenigen Fällen praktisd> werden Co rat le, wo arbeitsunfähige unb alte Personen infolge ber Besteuerung ihrer Kopitalreme in ihrer tmitericllen Erislenz gefähr bet würden.

Tas A u f kommen der Steuer schätzt das Reich>ssd)adt7mt auf n i dH we»n ige r a l s 1^ Milliarden jährlich. Die fiapitil» erträgst euer würde damit den hödisten fortlau­fenden Ertrag von allen bis jetzt bestehenden Reidtssteucrn direkter oder inhirefier Art er­bringen. Tie Verzinsung für 26 Milliarden Mark Kriegsanleihe wäre damit angebracht.

Hessen und für das Kreisami Gießen

nur durch die poft

lezogen werden. Ter Bezuflspreis beträgt 2.50 Mk. vierteljährlich ohne Bestellgeld. Es empfiehlt sich, die sofortige Destettung beim zuständigen Postamt oder beim Briefträger.

Zum Tuartaftwechsel

mochten wir unseren Lesern mitteilen, daß der Gießener An-eiger auch in der kommenden Zeit den großen Schicksalsfragen der Heimat auf das gewissenhafteste nachgrhen wird. Wir werden in der Lage sein, alles Wissenswerte und Interessante zu berichten und zu be- sprrchen, besonders auch im Arbeitsgebiet der nächsten heimatlichen Gegend. Ferner wollen wir es möglich machen, auch dem Unterhal­tungsbedürfnis durch Einfügung eines laufen­den Romans wieder Rechnung zu tragen. Wtr hoffen, zu ber stark angewachienen Leserzahl unseres Blattes immer noch neue Abon­nenten zu gewinnen.

Freigabe de» Handel» mit Fnland»eierii?

In einer im Rrichsgefetzblatt Nr. 65 bekannt- geerbt-neu Verordnung werden die bisher von Reichs wegen über den Verkehr unb Verbrauch von In audseieru ergangenen, Verordnungen «um 1. April d. I. «ufgehoben.

nieren und England unv Amerila gegenüber an i :er ^Lurch ührui g feftiuhel:en. ^Marin", der ten Urteil über bte Koujeren» bafrtn zusammen iafe, daß Vertrauen verfrüht, Mißtrauen gerecht sei, wirb ebenso von ber Zensur behindert, torf» ist $n erkennen, daß feine Kritik sich zweifellos _ ...

auf den Wider .cmd Amekiöas und Englands gegen Kapitalerttägc, bie ihnen von frebitnebmenben über ben übertriä>mCT ftanzösißlZen Forderungen Unternehmern, von Hypothekenschuldnem usw. zu­bezog. A^h sich scharf äußert sich Journal" be ssießen, steueroslichtia wären, so würde das zwar lorüxrS gegen die Bemühungen derer, die Temsch-! nicht juristisch, wvht aber wirtschastsich auf eine T/mh ' ,*rc1Y Doppelbesteuerung hinausümsen. Wirtschaftlich

Abgeordneter Reh- L'Skld bat bei ber Vokks« kämm er beantrag , zu Kapittl 36 deS HauptDvron- chlags 1919 unter c ben Betrag von weiter 14 i;00 Mark für weitere 10 Assistenten für bie Tauer von 2 Jahren einzusteter, und bemerkt zur Begründung:

Tic jungen Mediziner, bk vor B-ginn hrt Krieges und aud) zum Teil tn dem Miege ihr staa Dramen absolviert haben, Ixiben nach ihrer Rückkehr auS dem Felde bk Assistenten stellen an ben Kliniken besetzt gefunden, imb zwar größten­teils mit Leuten, die nicht im Felde war«n. Etz ist dadurch den jungen Medizinern, bk «üw Tcik über 4 Jahre als Fcontärz c dem Vaterland ge­bient und ihre Pflicht mit Einsetzung ihres Leben» ertüUt haben, bk Möglichkeit genommen, sich weiter auSzubilben, da zum Teil auch bte VolontSrstellcn besetzt nnbäk stehen bahn vor ber Frage, ob te lieft nicht als praktische «entr alsbald nkber- laren sollen TaS wäre zweißllos kein erstrebens- werter Erfolg, da sie während des Feldzugs ihre Kenntnisse nicht erweitert, sondern vermindert ha­ben. ES ist daher eine Pflicht des S:a.ites, Hier einzugreiden, wie es auch bei den Lehramt Sa ssefto- ren bereits geschehen ist. Tadurch. daß man bie wyV»nbencn 10 Assifkentenstelen verdopplk unb bieie Maßnahmen für die Tauer von 2 Fahre, tnfft, wurde man schon wesentlich betten Es müßten babei selbstverstänbsich alrr nur solche Mediziner für diese Stellen berücksichtigt wer* den, welche Kriegsteilnehmer waren.

**DteanormaleDitterung,die en» «t einigen Tagen mit Kälte und Schnee iebe Frühlingsbosfnung ui durchkreuren sucht, wird nach Ansicht der SSetterbirnftftt le voraussichtlich noch einige Zeit anbaten lieber Norwegen liegt ein kaltes Gebiet mit 5 Grad Kälte, vo» dem aus die kalten Nordwinde herabfhämen, die "ns teilweise al» gedrehte Nordwinde (Oft- unM Vestwütbe) ttessvr.

Der Streit nm Danzig.

Paris, 29. März. (WTB.) Reuter. Die amerikanischen Delegierten stimmten dem britischen Gesichts­punkte zu, daß ber vorgeschlaaene Kor­ridor nach Danzig eine gefährliche Bedrohung für den zukünftigen Weltfrieden bilden könnte, falls er so groß gemacht werde, daß mehrere Millionen Deutsche darin eingeschlossen würden, welche später für ihren Anschluß an Deutschland stim­men könnten. Der Völkerbund ist daher ror eine außerordentlich schwierige Lage gestellt.

Wie stark das Drängen der Alliierten in der Danziger Frage ist, geht daraus her­vor, daß am 27. März General Foch fol­gende Frage an Rudanl gerichtet hat, von der General Nudant in einer Note dem Vorsitzen­den der deutschen Wafsenstillstandskommission in Spa am 28. März Mitteilung gemacht hat: Da ich noch keine Antwort erhallen habe be­treffs des Transports der polnischen Truppen durch Danzig, beauftrage ich Sie, um die Lö­sung der Frage zu beschleunigen, die deutsche Regierung einm'adcn, einen B e v o 11 m ä ch» t i g t e n nach Spa zu entsenden, wohin ich ge­neigt bin, mich persönlich zu begeben."

General v. H a m m c r st e i n ist von Ge­neral Nudant gebeten worden, so schnell wie irgend möglick; ben Namen des deutschen Be- vollmächtigten mitzuteilen, ebenso das Dalum, an dem er in Spa eintreffen wird.

Diese neue Note der Alliierten lief bei der deutschen Negierung ein, bevor die Ant­wort auf die erste Note der Entente abgesandt war. Infolgedessen wird eine Beantwortung dieser -weilen Note nicht erfolgen. Vielmehr steht unsere Regierung aus dem Standpunkt, daß durch die deutsche Erwiderung die weitere Behandlung bet Angelegenheit in Fluß ge­blieben ist.

Unstimmigkeiten in der Entente?

Bern, 29 März (WTB.) Dk Pariser Dt^.-.al'« dc< ,,9tev Bott vergib" be» id>na beute bk franzo lischt Abneiyunggegen eine gleichzeitige Unterfert ig unq des FriedenSvertrageS durch alle vier Zentral- machte als neues VtitbermS eines raschrn Frie­densschlusses, ber von ber englischen Delegation für um so ironwnbiger gehalten wird, a's nur fo der Welt bewie en roerben könne, bau ülvrlrrutft ein Friedensidrlnß mdglid) sei Tkic 'bcutl.dY Spitze geyn bie französlsihc Politik wird von len offtiüücn Pariser Blättern mit ciicr Un- tersiützungSaktivn für Giemen ceau quittiert, die sich in terlnxifc äußerst scharfen Ai-griffen a-gm Gn glaub und Amerika äußern.

bc PattS" wendet sich gegen Llovd George, ber Xeuifdjlaub ^rgarüber nicht scharf genug sei.'