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fammlimg und nicht wie bisher dem Magistrat

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Frankfurt <j. M., 29. Mai. Hu| g g 1 e r, die Wann vom besetzten ms M

S chmuggler,

Hoehschulnaehrrchten

vijyi« tut uci yix-imx.ii unwwi h ist Privatdoz. Pros. Dr. Franz Arthur Schuld

Törrobst.

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^verschiedeue» Seiten unterstützt. Bei dieser Grli^en-»den von 14 Uhr tee Nrn. 2301 ndUO bdwfett.

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AmerSsort gefahren und dort mit der frü­heren Kaiserin, dre zn diesem Zweck nach Amers- sort gekommen sei, znsammengetrofsen sein. Die Kaiserin und der Kcoirprinz sollen im Hause des hollandisäM Generals Wrrngel gefrühstückt und hierauf eure lange private Unterredung gehabt haben. Im Laufe des Nachmittags sei die Kaiserin nach Amerongen und der Kronprinz nach Wie- ringcn zurückgekehrt.

Nach einer weiteren Meldung soll der Kron­prinz sich auf Reisen begeben haben, wohin, sei bisher unbekannt.

Um Hessen.

Aus dem Finanzausschuß der Volkskammer.

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Hk. M-rburq, 29 Mai Zum «MW I

Prof. W. Feu ßners im Extraordinariat oe -^AnA, kmatbematischen Physik <ut der hiesigen Universa! 1 cu mi||hinfl B1 ist Privatdoz. Pros. D

unterstellt werden soll. Außerdem wird gefor­dert, daß die Stadtverordnetenversammlung ba der Stellenbesetzung gefragt werden soll. Der Ma- gistrctsvertreter Oberbürgermeister Boigt er­klärte, er stehe der Vorlage nicht unsympathisch gegenüber, betone aber jetzt schon, daß die Stadt­verordnetenversammlung diese Ausgaben ja goß nicht zu erfüllen imstande sei, da sie über igtr Kräfte wachse. Außerdem würde für Preußen im August ein neues Gemeindeverfassungsgesetz dop gelegt, das alle Beschlüsse doch über den Haust» werfe. Es entspann sich eine lebhaft« Debatte. Schließlich verwies man die Anträge an die zu-, ständigen Ausschüsse zur Klärung.

bl. Hofgeismar, 29. Mai. Der Landra! des Kreises Hofgeismar hat mit Rücksicht auf di- schwere Zeit alle öffentlichen Tanznvrsiken der- boten.

KL-N°

Die vehandlung der Gesangenen in Frankreich.

Tie Londesgruppe Oberhessen des Bvlksbundes zunt Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil- gefangenen sendet uns folgende treffende Fest­stellung zu einer der letzten Noten Clemenceaus:

Clenrenceau hat in seiner Aattwortnote betr. die Kriegsgefangenen erklärt, daß keinerlei Ver­gleich zwischen der BehaMung der KriegSgefan- g?ncn durch die beutfdjc Regierung einerseits und die alliierten und assoziierten Dlltchte andererseits möglich sei. Wer die Verhältnisse hier und in Frankreich fenrtt, kann sich nur über die Un­verschämtheit einer solchen Lüg? wundern. Tatsache ist, daß wirklich fein Vergleich möglich ist, »veil die Verhältnisse in Frankreich wesentlich schlechter sind, als sie es bei uns waren. Man lese nur dieMitteilungen des Volksbundes zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivil gefange­nen": in jedem Blatt stehen mehrere Berichte, die die entsetzliche Lage unserer Gefangenen in Frank­reich schildern. Aber auch die frvnzösisiche Regie­rung selbst weiß ganz genau, toie schlecht es unsere Gefangenen in Frankreich haben. Zn Dr. Goe- rings Broschüre über die Behandlung verwun­deter- und kranker Deutschen in Frankreich, ist ein Befehl des Obersten Petit Gerard, der Region Touknrfe vom 2. Januar 1917 toriebergegeben, in dem es heißt:

Kürzliche Feststellungen haben uvtorrsche Mjängcl in der Organisation des ärztlichen Dien­stes in den Depots und Lagern Bar jutage treten lassen, sei es in bezug ans die materiellen EinrichtmrKm oder auf das technische Funktio­nieren. Schwäche, Vernachlässisungcn und selbst schwere Fehler sind entterll tvorden, die von vollständiger Unfennttris der Vorschriften zeu­gen, die ausdrücllich für die Vorbereitung zum Empfang der reisenden Kommission, die kürz­lich die Lager zu prüfen hatte zum Zweck der Internierung oder Rücksendung in die Heimat, gegeben worden sind. Solcher Schlendrian be­kommt einen ganz besonderen Ernst durch die Tatsache, daß er der Beobachtung von Aerzten ausgesetzt ist, die einem neutralen Lande an­gehören. Er bringt das französische Gesundheits­wesen in Mißkredit und kann ein internationales Aufsehen erregen, auf dessen Folgen sie nicht hingewiesen zu toerden brauchen. Einem solchen Zustand muß mit äußerster Dringlichkeit ein Ziel gesetzt werden."

Einen entsprechenden Befehl gab der General- inspelteur terGesangenenlager General V e r r -a n d am 7. Februar 1917. Ein Kommentar zu diesem Befehl ist überflüssig. Daß sich die Verhältnisse auch jetzt noch nicht gebessert haben, geht auS einer ykotiz der Luzerner Neuesten Nachrichten vom 8. Mai hervor, nach der der englische Kriegs­minister Churchill erklärt hat, daß die Sterb­lichkeit der deutschen Gesangeiren in Frankreich folgende gewesen fei: Dezember 1918: 142, Lanuar 1919 : 227, Februar 1919: 547. Diese Erklärung gibt Anhaltspunkte über die furchtbaren sanitären Zustände, die jetzt noch in den frattzö fischen Ge­fangenenlagern herrschen.

besetzte Qkbiet einschmugaeln wollten, fand in da Nacht -um Mittwoch auf der RödelheimPrauw Heimer Gemarkung durch ein großes Aufgebot ftM zösisck.er Infanterie und Kavallerie ein aW dehntes Treiben statt. Dem Militär fielen etm 2 5 Personen, die reich mit Pascherwaren laden waren, in die Hände. Tie Schnuggler ittnir ten in langem Zuge ihre Ware nach Höchst bringen wo man sie ihnen abnahm. Sie selbst tourte mit harten Geldstrafen belegt. Im Bahah§ Goldstein, der von den Franzosen besetzt ist, iov- men täglich Waren im Werte-von Tausenden zv Deicblagirahnw, die von Reisenden ins unbestp Gebiet geschmuggelt werden sollen.

= Aus RHein Hessen, 29. Mai. 2* Rvheitsakte an den Kriegerden-kmälern und svc- stigen Erinnerungszeichen in den rheinhesiiscfe Orten mehren -sich in bederrllichster Weise, ofe tefe es bisl)er gelang, die Täter zu ermitidi Auch Obstbäume fallen in erheblicher Zahl te Rohlingen zum Opfer. Die Schandtaten werte nur» nachts ausgeübt, zu einer Zeit also, in br die Bürgerschaft ihre Häuser nicht verlassen dar und die Aufsicht der Straßen lediglich den frvaF fischen Besatzungstruppen obliegt.

= Flörsheim, 29. Mai. Ter müitfcrtfM Verwalter des Kreises Wiesbaden fordert im wt! sigen ^Anzeiger". amtlich zum Eintritt in « I französische Fremdenlegion auf.

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<011361 durch

R M. K. Darmstadt, 27. Mai. Der Fi­nanzausschuß der Hess. Volkskammer trat heute unter dem Vorsitz des Abg. E r ß n e r t zusammen und beriet zunächst den Antrag Herbert und Gen betr. die Gewährung eurer lausenden Teuerungszulage für die Beamten. Der Antrag fordert die Erhöhung Der lausenden Teuerungs­zulage und damit verbunden dre Ruhegehalts-

Sch»- gegenPferdefteisch".

Tie Pserdeschtächterei ist vom 1. $tmi an den Kommunalver bänden Vorbehalten. Erne Verord­nung des Neichsernährungsministers gestattet dann nur noch diesen den Ankauf Wn Pserderr zur Schlachtung, den Betrieb des PferdeschlKckFergtiver- lbes und den Hande! mit Pferdefleisch Zur Schlach­tung dürfen Pferde nur noch an diese Verbände abgegeben werden. Sie können sich aber der Mit­wirkung von Sckstächtern oder deren Vereinigungen bedienen und müssen dafür sorgen, daß nur Pferde geschlachtet werden, die zur Arbeit nicht mehr verwendet werden können. Richtpreise für je 50 kg Lebendgewicht sind 5080 Mk. je nach dem Er­nährungszustand. Tie Preise für das Fleisch und die Wurst setzen die Landeszentralbehörden fest. Tie Verwendung von Pferdefleisch zur Herstellung von Dauerwurst, sonstigen Dauerwaren sowie ton Konserven ist verboten. Wurst au3 Fleisch von Kaninchen, Ziegen, Renntieren, Geflügel und Wild Darf zu höherem als den für Pferdeflcischsvurst nur in Verkaufsstellen abgegeben werden, die vom Kom- munalverband oder der Gemeinde besümmt sind.

in Aussicht genommen.

Vie rrommunaiwahien.

§ Herchenhain, 27. Mai. Nacktem wrtff bei früheren Bersanrmlungen zur Aufstellung rott' Kandidatenliste für die Gemeinterntswahl UmtM migkeiten herrschten, hat man sich nun doch. greE und einen WalilvorschLag: emgereicht. ES rst J-i*® Stand und den Parteien Rechnung getragen rat' den. Als Mitglieder sind in den WahivorsM ausgenommen worden: 1. Jvixannes Kalbsllt!» F-örstcr, 2. 3»bann Kaspar Scheuermann, wirt, 3. Heinrich Appel IV., Landroirt, 4. -Hetor« Appel V., Landwirt, 5. Heinrich Appel V1L Wcrgner, 6. August Appel, Arbeiter und L-anda^ 7. Heinrich Nies, Bahnarbeite^ 8. Ludwig SpezereihäMer, 9. Heinrich W, Gast- und Sa*

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heit teilt 6er MnanzMinister mit, daß vielfachen Forderungen entsprechend demnächst eine Re­gierungsvorlage betr. die Teuerungs­zulagen erscheinen werde, welche den Abbau der einmaligen Zulagen bezweckt, während die laufenden Zulagen entsprechend erhöht werden sollen. Die Kosten stellen sich ungefähr doppelt so hoch, wie für dre bisherigen Zulagen und berechnen sich auf etwa 23 Millionen Mark, die durch eine einmalige Steuererböhung ausgebracht roerben sollen. Der Antrag Herbert wird bis zum Erscheine der Vorlage zurückgestellt, nachdem von anderer Seite noch entschiedener Widerspruch gegen die Vorlage wegen der dem Staat entstehenden unerschwinglichen Kosten sich erhebt.

Der Antrag E i ß n e r t und Gen. betr. die Ge­währung eines Betrages von 30000 Mk. durch den Staat für die Entsendung von Offenbacher Schulkindern auf das Land findet in dieser Fassung Widerspruch, da man in diesem Falle einheitlich alle Städte berücksichtigen müsse. Der Antrag geht zur Begutachtung vor seiner desinitiven Erledigung an den Arbeits- und Wirt- schastsausschuß.

Ein Antrag Dr. Osann und Gen. betr. die volle Anerkennung der Kriegsanleihen durch die Reichsregierung und Bekämpfung aller gegen­teiligen Strömungen gibt zu Beschwerden darüber Anlaß, daß von feiten des Reichs bisher die großen Vermögen noch nicht zu krästiger Besteuerung herangezogen wurden. Die Regierung sagt den Abschluß der entsprechenden Verhand­lungen mit dem Reiche zu. Der Antrag wurde gegen eine Stimme angenommen.

Der Antrag Fenchel betr. die Erhöhung des Wohnungsgeldtarifs für die Be­amten der Stadt Gießen aus Kl. C in Kl. B wird nach Begründung durch den Antrag­steller angenommen.

Zu dem Antrag des Abg. Hartmann betr. einheitliche forsttechnische Verwaltung der Waldungenin Hessen erklärt die Regierung ihre Zustimmung.

Nächste Sitzung Mittwoch.

es fiter die sozialdemokratischen Anträge fite die Demokratisieruny »er städtische»

Verwaltung, die darrn^ gipfeln, daß bti Stadtrechnungsbui

hl. Marburg, 28. Mai. Fn der gestern ab gehaltenen gemeinsamen Sitzung des Magisttvö und der Stadtverordneten wurde Oterbfirgermei^rk Tro je einstimmig auf 12 Jahre totetergetoä^

= Oberursel, 29. Mai. Bei der.SBerftf- gerung der städtischen Grasnutzungen wet­ten für eine Parzelle, die im Frieden 50 Pfenn' kostete, 200 Mar? geboten. Das ist eine wahn sinnige Steigerung um 40000 vierzi tausend Prozent. Die gesamten Grasrui erbrachten 2700 Mark gegen 300 Mark im Friede

Aus dem besetzten Rheingeblet.

---» Warenpreise im chesetzten ®e biet. Tie Händler in ten Orten des Brü kopfes Mainz bieten im freien Verkehr an: Rcincl Schweineschmalz 12 Mk., Reis 2,70 Akk., Lürsa 3 Äk., Feigen 5,50 Mk., Kakao 22 Mk., Sun- light-Seife 6,60 ML, ReissE 16 Mk., afiei per Pfund, ferner Toiletteseise 1,805,^5 M das Stück, Heringe 2056 Pf. das Stück, Olivenöl 22 Mk. das Lite-c.

** Amtliche Personalnachrichten Ter Gcwerte-Hilfsinspektor Hans A r n d t zu Metz wurde zum Assistenten bei einer hessischen 'Ge- n»erbeinspektion und der Finanzaspirant Friedrich L. Delp zu Darmstadt zum Oterrechnunas- revisor bei ter Oberrechnnngslammer ernannt. Die Lehrerin Auguste Scheid.an der Volksschule zu Darmstadt wurde vom 1. Juni 1919 ab in den Ruhestand ver etzt. Erledigt sind eine Lehrerstelle an ter katholischen Schule zu Bensheim^ eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schul­stelle in Hergershausen, Kreis Dieburg und eine mit Organistendienst verbundene Lehrerstelle an der evangelischen Volksschule zu L i n d e n f e l s, Kreis Bensheim.

**DasFestderSilbernenHochzeit bogehen am Sonntag die Eheleute Adolf Schwan Unb Frau, Marie geb. Steinheuer, Neuenweg 6.

** A m gestrigen Himmelfahrttag hielt das schöne Frühlingswetter ter letzten Tage an, der Himmel lachte in seinem herrlichsten Blau auf die sonnige Natur un-ü ter übliche Himmel- sahr-trcgen, ter so viele schöne Warcherpläne zu Wasser werten liefe, blieb diesmal aus; nicht gans nach dem Wunsche ter Gärtner und Landwirte, die sckrm seit Wochen einen kräftigen durchdringen­den Regen ersehnen. Was Wimter, daß der h.-rr- licte Frühlingstag, ter letzte Mgiensonntag dieses Jahres, groß und llein hinmislockte. Und die taufenden von Ausflüglern, die die Landschaft belebten, tarnen auf ihre Rechnung. Tie Natur hatte ihr schönstes Kleid angelegt; durch ten späten F-cühling lang zurückgchalten, konnte man wic selten gleickHeitig KasLnien, Flieder, Hecken­büsche, alles in schönstem Blütenschimuck prangen sehen. Ta die Verpflegungsschwierig teil meist feine größeren Touren erlaubte, übten die Aussiugs- puntte in ter näheren Umg bung ter Stadt eine ganz besondere Anziehungskraft auS. Schiffep- berg, Gleiberg usw. zeigten pvn ter Frühe bis zum späten Abend einen geradezu unheimlichen Betrieb. Bis spät in die Nacht hörte man fast ofme Uikterbrschulm» fröhlich singende Schaven in die Stadt zurückkeyren.

** Besitzwechsel. Wagenmeister Karl Klifsmüllei erwarb für 49000 Mk. das dem Maurermeister Pfaff gestrige Haus Liebigstr. 33. Oberlehrer i P. Professor Müller verkaufte sein Anwesen Lirbigstraße 62 für 68000 Mk. an ten Zigarren fabrifeu t ten Heilmann.

** Die hiesige Un abhängige sozial­demokratische Partei veranstaltet zur be­vorstehenden Stadtverordneten wähl am Freitag abend eine ösfenlliche Versammlung.

** Fußball. Auf tem Sportplatz an ter Hardt hatte nm Himmelfahrtstage ter Verein für Rasenspiele v. 1900 Gießen die 1. Mannschaft des Vereins für Bewegungsspiele Marburg zu Gast. Die Marburger treten in stärkster Aufftellung an, während Gießen mehrere junge Kräfte neu ein­gestellt hatte, die sich gut bewährten. Tas schnelle und faire Spiel, das reich an schönen Momenten war und den sehr zahlreichen Zuschauern einen sportlichen Genuß bot, brachte ten Gästen einen einwandfreien Sieg von 4:2 Toren. Sonntag den 1. Juni finden folgende Spiele statt: B. f. R. v. 19001: Wetzlarer B. C. I. B. f R. v. 1900 II.: Wetzlarer B. C. IL

** Ä.m Lichtspielhaus wird heute zum letzten Male ter FilmOpium" gegeben. Ab morgen bis Montag tritt Ellen Richter in ihrem neuesten Gcsellschasts-DramaAus ter Jugend­zeit... " auf. Außertem wirdDas verrückte Hotelzimmer, ein Tetektivschlager, gegeben.

Landkreis Gießen.

Allendorf a. d. Lda., 30. Mai. Im hiesigen Ortsgewerbeverein sprach Sekretär K i r ch- ner-Gießen über Steuerfraaen. Er be­handelte Mnachst die Bestimmungen des Umsatz- steuergesetzes, um anschließend daran Er­läuterungen über das im Laufe dieses Monats aufzustellende Dermögcnsverzeichnis zu geben.

-m. Hungen, 30. Mai. Wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, sindet am kommenden Sonntag im Hotel-Restaurant Schmidt eine Ver­sammlung ter Kriegsbeschädigten, Kriegsteil­nehmer intb Hinterbliebenen statt. Zweck dieserVer- sammlung ist Ausllärung über die Tätigkeit des Verbandes und Gründung einer Ortsgruppe für Hungen und Umgegend. In Anbetracht ter Wich­tigkeit der Sache ist es unbedingt nötig, daß alle, bte es angeht, der Einladung Folge leisten.

-m. Hungen, 30. Mai Einen äußerst raHinier ten Streich leistete sich.ein aus tem besetzten Gebiet zugererster 28jährigcl: Mann, ter seit 3 Wochen als Knecht bei der hiesigen Holzfirma Schäfer bedienstet war. Mit mehreren anderen Knechten mit Holzfuhren beschäftigt, spannte er die Pferde unter der Vorgabe, sie be­schlagen zu lassen, aus und brachte sie anstatt Zum Schmied nach Grünberg, wo er die Tiere, von denen jedes einen Wert von über 10 000 Mk. hat, für 4000 Mk., später sogar ftlr 3000 Mk. verkaufen wollte. Einem Manne war dies verdächtig und er lttnachrichtigte die Gendarmerie. Inzwischen hatte man auch von hier aus telephonisch in Grünberg angefragt, so daß sich die Sache'bald auf Härte. Bon zwei enteren Knechten der Firma konnten nun die Pferde wieder in Empfang genom­men werden, während Der ungetreue Knecht ver­haftet wurde.

. ÄtfiS Schoern.

** Aus dem Vogelsberg. Heuer begeht untrere Bevölkerung bret Ruhetage hintereinander. Den Himmelfahrtstag, den Hagel tag und den Sonntag. Der Hageltag ist ein Feiertag, ter jedes Jahr am 30. Mai zur Erinnerung an einen großen Hagelschlag, ter vor etwa 50 Jahren über den Vogelsberg nfetergegangen ist, durch Kirchgang be­gangen wird.

Aus dem Reiche.

Der Verrat in den Rheinlanden.

Berlin, 28.Mai. (WTB.) DieVossischr tytihmg" berichtet: DieRheinische Zei­tung" ist wogen der Veröffentlichung der Unter­haltung des französischen Generals M angin mit dem Redakteur terKölnischen Volkszeitung", Frohbergcr, und den betten Zcntrumsabge- ordneten, mi.s acht Tage von ter britischen «Be- satzungsbehörte verboten worden. Die sozialtemv- tcatifete Partei Kölns berief für die nächsten Tage große Protestversammlungen gegen den hockchcrräte- rischen Plan, das Rheinland von Deutschland zu trennen, ein.

Berlin, 28. Mai. DieVossische Zeitung" kneltet: Das Kabinett befaßte sich gestern abend mit den Vorkommnissen in Mainz, Coblettz kmb Köln. Dabei tourte ter Gedanke ter Ernen- mung von Staatskommissaren ventiliert, da diese Einrichtung sich in Schleswig und Oberschlesien be­währte.

Englische- Einschreiten gegen streikende deutsche Arbeiter.

Denrath, 28. Mai. (WTB.) Infolge der Ablehnung der Forderung ter hiesigen Arbeiter­schaft auf eine einmalige Teuerungszu­lage. hatte ter Aktionsaucsctzuß ter Arbeiter die britische Behörde angerufen. Das eng- tlische Schiedsgericht in Köln entschied, daß die Fvr- fterung für alle Arbeiter nicht bewilligt werden fönne. Die Arbeiterausschüsse beschlossen gestern icchend den sofortigen General st reik, trotzdem chon ter vrittscten Behörde ter Streik verboten wurde. Der Aktionsausschuß wurde heute morgen von ter 'britiftfttn Behörde auf das Rathaus bestellt intb ihm erlläch, ob er sich bewußt wäve, dftß >er gestern gegen die britifdjen Anordnungen verstoßert hätte. Die Mitglieder des Ausschusses hnttten für verhaftet erllärt. Es wurde verfügt, daß weiter-- Kreckende Personen über die Grenze äbtranspor- tiert werten. Bei ter Abführung des Strrikaus- §chüsfes wurden von einigen Arbeitern Hochrufe «tlSgebrachr. Die betreffenden Leute mußten so­fort ihre Päsfe abgeben und sehen einer ftrcnqtot Bestrafung entgegen. Heute abend findet eine Ver- sanonlung statt, nit ter über die Anordnungen ter britischen Behörde Mitteilung gemacht werten soll. Das Gas- !und das Wasserwerk werten durch Be­amte in Betrieb gehalten.

Die Vergnügungssteuer.

Berlin, 23. Mai. Tie Regierung hat einen jEntwurf eines Vergnügungssteuer- «e se tz e s fertiggestellt, brr in ten nächsten Tagen der Natvonalversammlung zugehen wird.

Meter die Grundzüge dieses Gesetzes tritt die ,56. Z. am Mittag" mit: Nach ten allgemeinem^ Aiorschristen ist bei allen Beranftalttmgen eine Bergnügrmgssteuer zu entrichten, soweit e§ sich cum Vorstellungen im Theater, Variete, Zirkus, kTingeltangel, Kabarett und Kino aus Marionetten- emb Puppenbühnen und um «Vorführung abgerich- teter Tiere handelt. Außerdem sind Volksbelusti­gungen, wie Karussells, Schiffsschaukeln, Schieß- sinb Würfelbuden, Krafthchnmer usw., Konzerte sind andere öffentliche musikalische Darbietungen, tote Phonographen, Klaviersptelappavate usw. in ^öffentlichen Lokalen, soweit für ten Besuch ein Entgelt zu entrichten ist oder geistige Getränke verabreicht werden, steuerpftichttg. Auch Vorträge, Gorlesungen und Dellamationen, sportliche Ver­anstaltungen (falls für den Besuch ein Eintritts­geld zu bezahlen ist), Tanzbelusttgungen, Karneval- Ützungen. Kostümfeste und ähnliches werten von dieser Steuer betroffen.

Außerdem sind steuerpflichtig: Ausstellungen (abgesehen von ten nicht Erwerbszwecken bienenöen Museen), Schaustellungen, wohltätige Veranstal­tungen (Basare, Tees, auch wenn sie in Privat- tooOrtungen abgehalten inerten), sowie Sehens- würdiakeiteir (rote Zoologische Gärten und Palmen- gärten), auch das Abhalten von Hochzeiten in Hotels unterliegt ter Steuerpslicht.

Die Steuer wird in zwei Formen erhoben: als Kartensteuer, roenn Eintrittsgeld von ten Teil­nehmern zu entrichten ist, als Pauschalsteuer (nach Zahl ter Plätze oder Dem Flächenraum), roenn das nicht der Fall ist. Tie Kartensteuer beträgt sfir jede ausgegebene Eintrittskarte bei einem Entgelt von nicht mehr als 25 Pfennig 2 Pfennig, bei einer Mark z. B. sind schon 20 Pf., bei 2 Mark etwa 30, bei 5 Mark 80 Pf., bei 10 Mark 2,30 Mk., bei 15 Mark 4,30 Mark Steuer zu bezahlen.

Für Freikarten sieht der Gesetzentwurf eine Befreiung von der Steuer unter gewissen Modali­täten vor. Von der Steuer sind außerdem befreit: Auszüge und musikalische Darbietungen bei mili­tärischen und kirchlichen Veranstaltungen, bei Be­gräbnissen, Trauersetern, sowie an vaterländischen Gedenktagen. Von der Steuer ausgenommen sind ferner Veranstaltungen, die tem Unterricht in öffentlichen oder erlaubten privaten Unterrichts- aüftalten bienen, ober bie in privaten Wohnräumen ohne Bezahlung von Eintrittsgeld unternommen werten.

Von tem Ertrag der Steuer erhält das Reich die Hälfte: über die Verwendung des anderen Teiles trifft die Landesregierung die näheren Bestimmungen. Ist von Veranstaltungen, die nach tem Inkrafttreten dieses Gesetzes stattsinten, be­reits eine Steuer erhoben worden, so wird sie auf dieVcrgnügungssteuer eingerechnet. Soweit vordem 1. Oktober Eintrittskarten schon verausgabt worden sind, wird diese Steuer nicht erhoben.

ireau ter Stadtverordnetenvw ^Anzeiger.

Art» 5tafct und Land.

Gießen, 30. Mai 1919.

Biebertalbahu.

Sommerfahrplahn (gültig ab 1. Juni 1919).

Gießen ab: 6» (nur Werktags), 830, 112, 330 (nur Sonntags), 53o (nur Werktags, 630 (nur Sonntags).

Gießen an: 620 (nur Werktags), 7b«, 11«), 300 (nur Sonntags), 50« (nur Werktags), 6v6(nur Sonntags).

Bei den Nachtzeiten von 622 abends bis 569 morgens sind die Minutenziffern unterstrichen.

Lebensmittel.

** Butter Versorgung. Die Lantes- Milck^ und Fettstette teilt mit, daß sie zur Zett der Stadt Gießen Butter nicht liefern könne, ba sie keine habe. Es werte jedoch demnächst eine größere Lieferung erroartet; dann könne auch Gießen wieder beliefert werden.

*^DaSBacken von Krankenbrvt für den Monat Juni 1919 ist nachstehenden Bäckern übertragen Worten: Apitz u. Erhard. Kvosdorfer Straße, Löber Wüh., Wallt»rstrafee, Müller Johs., SelterSweg. ' '

* Beim städtischen Gern fisever- fauf in den Marktlauben kommen morgen u. a. Blumenkohl, Spargel, Gelbe Rüben, Frischgemüsc, Törrgemüse, eingemachte Bohnen und Sauerkraut zum Verlauf: ferner noch Apfelsinen, Zitronen und

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0$. Alsfeld, 29. Mai. Ein oder mehrruW Kirchen die be scheinen in unserem Kreise Werk zu sein. In Hopfgarten tourte, ui voriger Wocbe die Altardecke aus der Mrche g-.,M hohlen, in R uhl kirchen rn ter Norht vvaM Montag auf Dienstag eine Anzahl Mtargefäße. Ruhlkirchen wurde im voraufgego-wzenen @otte» dienst ein fremder Feldgrauer beobachtet: aus biefe lernte sich ter Verdacht. Ter Dieb, ter durch ein 1 Fenster eingestiegen war, liefe hier eine Zan« 1 und ein Stück Brot zurück.

l. Alsfeld, 29. Mm. Auf dem letzteiV Schweinern ar kt waren nur 66 Tiere auSg< 1 trieben. Bezahlt wurden für Tiere im Alfer D0111 68 Wochen 180200 Mk., 810 Wochen aftt I Tiere 210250 Mk., 1013 Wochen alle Tim 1 260330 Mk. das Stück. Bei diesen.Phantasie-1 preisen blieben die meisten Tiere unverkauft. Am BelLmpftmg ter Jerfel-Wucherpveise beschloß ber Arbeiterrat Fulda zunüchst mit tem BauermÄ negen Herabsetzung ter Ferkelpreise in Verbindung zu treten. Wird hierbei eine Herabsetzung mix erzielt, will ter Arbeiterrat einen Sachverstän­digen. zu bat großen Schweincmärlten entsenden ter sich dort über ten Preisstand ter FerkÄ orien­tieren soll. An Hand dieser Preise sollen alsdvm die Verkaufspreis für Ferfel frier festgestelll id> gegen die betreffenden Verkäufer, sobald ein K, hoher Preis verlangt und gezagt wird, toeg». Wucher vvrgegangen werten.

a. Baden rod, 27. Mai. In den letzt» Wochen fanden dahier rofederholl Versteige- r uit gen von Grundstücken statt. Es rvw den durchschnittlich 1600 Mk. für bett Morgu bezablt, also für bas Quadratmeter 64 Pf. vor tem Ütieg das Quadratmeter im Durchfchnck mit 30 Pf. tezahll wurde, so bedeutet dies eint Verteuerung des Landes um mehr als 100 Kwz. seit Beginn des Krieges.

Hessen-Nassau.

mr. Frankfurt a. M., 27. Mai. In btt heutigen Stadtverordnetenversamm- luitg wurden 10 000 Mk. für die im Herbst statt- findende große Ausstellung Hof und ©ar­ten bewilligt. Eine ausgiebige Aussprache gtl