4tfcfulehtm9gtoetfe sind nicht glättet, 5. £efe> Wmme mühen in Höret Worlen abgeäffe fein, sie dürfen feine gIjriine Bedeutung hoben uni> "Diäffen in französischer ober engliicher Sprache ober wenn ti sich um Mitteilungei', handelt, die .über Italien ober die ttal lettischen Kolonien gehen, tn italienischer Sprache ab geatzt sein. Die Ide* »ramme müssen sich aus schliess ich auf Hanbels- nagen beziehen und müssen eine vollständige Namens Unterschrift und Adresse answeisen. Aus Telegrammen, bic über Italien ober in italienische Kolonien gehen, mutz ber Borname geschrieben stehen. Telegcammasressen sind bei der Unter- »eichnung nicht gestattet. Unter Telegramme werden auch drah lose Meldungen gerechnet. 6. BriefkorresPvnDeuzcn fiub gestattet, wenn sie sich auf Transaktionen beziehen, die bic Assoziierten zugestanden haben. Brieie müssen in bcutlidiei Schrift und unzioeideutigen Worten abgefaßt fein. Ter Nanre der Adresse und bc6 Absenders mutz deutlich auf dem Briefumschlag stcben. 7. Waren- fenbungrn durch die Post sind nicht gestattet. Es können jedoch Muster bet zu gelassenen Handelsartikel als Postpakete versandt werden. 8. Tie assoziierten Regierungen behalten sich vor, jede Mitteilung, w.lcher Art sie auch fei, ohne weitere Erklärung von Gründen hierfür anzuhalten. Klagen über au »gehaltene Kvrvefpondenzen werden nicht berücksichtigt.
Tie Lage tn München.
Damberp, 25. April. Uder die Lage in München liegen heule Nachrichttn vor, die bestätigen, datz talfach ich die Räterepublik in Mün- chen für hundert SJ^tllio nen Markeigne Banknoten, cu:gegeben hat. Tiefe werden vor allem zur Anwerbung für die Rote Garde benützt. Jedem, bet sich zu ihr meldet, werde/, 25 Mark Tagegeld gewahrt. Tie Offiziere erhalten 15 001 Mark YXinbgctb und 3000 Mark -monatliches Gehalt, die Unteroffiziere 3000 Mark Handgeld und 1000 Mark Monatsgagc.
Tie Wahl des CberEontmonbod für die gegen München angesetzten Truppen der Regierung Hvfs- mumn ist minmehr auf den bayerischen General Möhl gefallen. Ein aus München in Bamberg -angekommenes früheres Mitglied des pnrotforH ichen Nationalrats teilt mit, datz Graf Arco, der Eisner erschossen hat, aus der chirurgische^ .Minik von Soldaten her fftotn Garde heransge- holt und getötet worden sei. Der frühere Minister Auer, der ebenfalls in bcrfelben Klinik in Bel/andlung des Professors Sauerbrnch stand, -hat sich, da er schwer bedroht war in Sicherheit gebracht. Sein Befinden ist so, datz er wieder gehen kann.
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Eichhorn verhaftet und wieder befreit?
Berlin, 25. Avril. Nach einem späteren Telegramm aus Halber st adt soll Eichhorn, her gestern nebst Frau auf dem dortigen Bahnhof von Kriminalbeamten verhaftet und ms Polnei- gefängnis gebracht worden war, am späten Abend von einer Volksmenge wieder befreit worden sein.
Au» Hessen.
Anfragen und Anträge In der Hessischen Volkskammer.
Abbau der Awangsbcwirtschaftoug?
Die Abgg. Dr. Dehlinger, Brauer und iGenostzm haben folgende Dringliche Anfragen ein» gebracht:
„Ist der Staatsrngierung bekannt, datz bic «gegenwärtigen Zustände in der ZwangSbewrrtschof- •fiun«, insbesondre die Tätigkeit der K'riegsacsell- schäften und Kommunalverbände von ber gef amten ländlichen Bevölkerung ohne Unter* schiü> ber Partei nahezu alS unerträglich emp- liinben toerben? Was gedenkt bie Staatsregierung zu tun, um ben mit der wachsenden Mißstimmung aitf dem Lande 'für bie Gesamtheit verbundenen Gefahren zu begegnen? Ist bie .Staatsregierung bereit, unverzüglich an einen Abbau ber Zioangs- Kewirtscksastung imb die Aufhebung ber Kricgs- gesellschasten und Kommunalverbände heranzu- gShen?
Zur Bkhtbnog der Wohnungsnot
stellt ber Abg Wibm an n solgenben Antrag: „Alts Grund bes 8 st der „Verordnung über Matz- nahm n g gen d» n Wolrumgsmang l" vom ^.September 1918 sollen bie Landcszentralbel-örden unverzüglich von der Möglichkeit Gebrauch machen, vom fReWianiler bie G^ncl m aung zurzwanDs- roeisen Belegung zu Wohnzwecken g et a - neter Räume und AuSguartierung großer Wohnungen zu erhalten."
lieber bie 'Jlcugrüniumg von SriegSgesellschoflen klagt ber Abg. Engelmann, indem er fragt: „Was gedenkt bie Hessische Regierung zu tun, um die Neugründung von Kriegsgrsellschaften zu verhüten? Ist ber Regierung bekannt, daß sich in Wiainj der Viehhandelsverband in eine KricgSgesellschast zum Einkauf ausländischer Waren um gebildet hat und dadurch verteuernd auf die Preise der Ware wirkt? Was gedenkt die Regierung hiergegen zu tun?"
Fischfang mit Sprengkörper».
Der Aba. Köhler beklagt, in ber letzten Zeit sei von Fischern die Beobachtung gemacht worden, daß von unberufenen Personen ber Fischfang mit Sprengkörpern (Handgranaten) und sonstigen Instrumenten betrieben wird; namentliche geige sich dieses Unwesen im Lampertheimer äütrbem. Die Verwendung von Sprengkörpern bat zur Folge, daß nicht nur die großen Fische betäubt bzw. getötet werde.«, sondern daß auch die gesamte junge Brut vernichtet wird. Der Abgeordnete tragt, was bie Regierung hiergegen zu tun gedenke.
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Verluste hessischer Regimenter iw Weltkriege.
Vom Inf.-Rlgt. Nr. 115 hoben im Felde gestanden: 400 Difiiicre, davon sind gefallen 80, vermißt 20, verwundet 180; von den Mannschaften haben im Felde «stauten: 17 944, davon sind tot 2005, vermißt 881, ocumntbet 5/95. Vom Jnf- Uirgt. Rr. 110 haben im Felde gestunden: 453 Off t- ziere, davon sind tot 83, vermißt 27, verwundet 103; von Mannschaft» ballen im Felde gestanden: 20165, davon sind zot 2286, vermaßt 1707, verwundet 6099. Vom Inf.-Regt Nr 117 standen int Felde: 884 Offiziere, davon sind tot 82. vermißt 41*. verwundet 146; vmt den Mmmschaftea standen im Felde: 17 036, dwon sind rot 2276, vermißt 1361, verwundet 6533. Vvm Inf.-Regt Nr 118 standen im Felde: 397 Offiziere, davon sind tot 82. vermißt 3, verwundet 174: von den Mannschaften jjxnbcn uu Feloe: 34 991, davon
sind tot 287-, vermißt 950, verwundet 7538 Dom Jnf-Regt. Str. 168 standen im Felde: 421 Offiziere, davon sind tot 60, vermißt 79, verwundet 163; von Mwonchchen standen bn Felde: 20158, davon fmb tot 2.90, vermißt 2882, oer- trunbet 7638 Dom Tragoncr R.gt 23 standen ün Felde: 98 Offiz ere, davon sind tot 21, 40 ver- nunbet: von Mamichpften ftxntben im Felde: 2004, b-oon sind to: 172, vermißt 3 verwundet 74. Dom Tr goner Reit. 24 stunden im Fe de: 107 Chiji nc, drvo t sind tot 10. verwundet 42. Boa den Maim cha tten stanprn im Fe de 2 2ch t-avon sind tot 150, vermißt 76, verwu idel 414. Lfam Feld2rt.-R.g3 25 standen im Fe de: 122 Oiii* ziere, broon fiub toi 31. vermißt 2, verwundet 76. Bon den Mannschaften sta den nn Fede 3491, b’oon toi 229, vermißt 9 verwundet 871. Dom Feldrrt. Rg. 61 standen in Felde: 185 Cfi.icrc, d.von sich to 22. vermiß! 1. verwu- bet 7o. Don den Manu chatten stauben im Fed 3381, bavon sind tot 154, vermißt 11, verwunoct 645 Dom Pionier-Batl. 21 ftanim in Felbe: 127 Dffhiere, davon sind tot 10, vermißt 4, verwundet 17. Don den Mummt chaf en fia d n i n Fe d 4609, di von sind tot 366, vermißt 180, verwundet 1327. Bon ber Train-Ad. 43 standen im Fe de: 83 Os iziere, broon ii.tb 4 to , 2 oer- wunder, Mann chatten unb ta.mt. — Ge um ver- lusce 888 Offiziere to , 287 vermißt «.856 verwundet, 22523 Mann chasten tot, 14 220 vermißt, 65 647 verwund.!.
Aus Stabt und stund.
Gicßen, 26. April 1919.
Der 1. V ai.
Da- hessische Gesamtministerium (ge* Ulrich) gibt im amtlichen Teil der „Darmst. Ztg " bekannt, daß durch Beschluß ber oenassunagebenben Vollstammer des Freistaates Hessen vom 11. b. M. unb burch Beschluß der Deriafiungnelxiiben Deutschen Nationalversammlung vom 15. b. M. der 1. Mai 1919 als Feiertag erklärt unb von ber Bevölkerung wie insbesondere auch von ben Behörden und Schulen, als allgemeiner Feiertag im Sinne ber reichs- unb lanbes- gesetzlichen B 0 r s ch r i s t e n mit ben sich hieraus ergebenden Folgen zu beachten ist.
Berkehrevcrbcfferung.
Ab Montag, 28. April, verkehren wieder ber Schnellzug Frankfurt ab 8.23 Uhr vorm., Gießen an 10.00 Uhr vorm, Gießen ab 10.06 nach Essen unb ber Gegenzug voy Essen an Gießen 9 50 rmchm^, ab Gießen 10.03 nachm., an FrankfuN 11.26 nachm. Auch nach Berlin dürste das ausgesallene V-Zug-Paar bald wieder eingelegt werden.
Auch ber Güterverkehr hat eine Besserung erfahren. Die Eilenbahndirekt. Frankfurt a M. gibt amtlich bekannt: Vom 23. April an wird der Güterverkehr allmählich wieder in dem Umfange aufgenommen werden, wie er vor ber scharfen Einschränkung vom 14. April d s. I s. bestand. Ter Eilstürlgntverfahr bleibt zunächst auf eine geringe Anzahl besonders dringlicher Güter beschränkt. Nähere Auskunft erteilen die Gütev- und Eilgutabsertigungen.
Eine Sammlung für bie Krieg»« unb Zivilgefangenen.
fall im April und Mai in ganz Deutschland ber* anstaUet werden. Ein halbes Jahr ist seit dem Abschluß des Waffenstillstandes verstrichen, unb noch immer schmachten Hunderttauscnde von deutschen Männern .unter den schioersten körperlichen unb seelischen Leiden in feindlicher Gefangeuschast. Ihr bitteres Los zu erleichtern und ihnen bi der Rücklehr einen würdigen Empfang zu bereiten, das ist ber Zweck dieser Sammlung. Um diele auch in unserem engeren Vaterland zu einem gtren Ergebnis zu führen, hat sich der Hessische Landesverein vom Moten Kreuz mit dem Landesausschuß des VolkSbundes zum Schutze der deutscl-en Kriegs- und Zioilgcfangeuen zu gemciiifamem Vorgehen ver int.
Eine allgemeine Opferwoche soll im M a i stattfinden, aber schon jetzt nehmen alle Banken und Sparkassen Spenden in Empfang, außetdttn a.le hessifchen Zeimngrn, auch die G e - schäftsstelle des „Gießener Anzeigers", die Zweigvereine vom Roten fiten» und des Alice-Frauenvercins, die Bezirksausschüsse für vermißte und kriegsgefangene Deutsche und die Ortsgruppen deS Teutschen BolKbundeS zum Schutze der .Kriegs- und Zivtlgefangenen. Ter heute ftn Anzeigenteil dieser Zeitung erscheinende Aufruf sei allgemeiner Beachtung empfohlen. Möge er überall freudigen Widerhall finden; möge sich «niemand ber Dankespflicht gegenüber denjenigen entziehen, die sür unS kämpften und litten!
Verteuerung ber Au»land»leben»mittel.
Tie Ereignisse der letzten Tage, insbesondere bic Tatsache ber Ausrufung der Räterepublik in Bayern und ber Streik im Ruhrge - biet haben den Kursstand der deutschen Mark im Auslande weiter derart verschlechtert, datz die unmittelbaren folgen sich schon jetzt bei der Fest- setzimg der Preise für die aus dem Auslande em- geführten Lebensmittel geltend machen.
Ter Preis in Dollar oder Pfund Sterling, ben wir für bie Ware zu bezahlen haben, ist der gleiche geblieben. Oft sogar ist es unseren Uniet- bäublern gelungen, den Preis herabzudrücken, aber die erwähnten Umstände haben eben verursacht, daß wir nunmehr für daS Pfund Sterlrrg bzw ben Tollar einen höheren Betrag in Mark zu entrichten haben, als es vor Eintreten dieser Ereignisse der Fall gewesen ist.
Soweit es jetzt übersehen werden kann, wird der Preis, zu welchem das Pfund amerikanisches Schmalzanden deutschen Verbraucher abgegeben werden kann, nicht mehr, rote ursprünglich möglich geivesen, auf 4,50—5 Mk, sondern auf mindeste ns 6 Mark festgesetzt Inerben müssen. In g'cirfjer Weise steigerten sich bie Preise für ty*. übrigen LebenSmitrel.
Es kann nickt oft genug darauf bmgfltriefen werden, daß einzig und affcrx bie unvevantwort- lichen spartakistischen und bolftbewistiscbcn Hetzereien bie ,Schuld an dieser Verteuerung tragal unb daß die Verteuerung noch weiter anbauem wirb, wenn Streik- und Unruhen svrtgesetzt werden.
Tie ®eftimg de- deu'schen Geldes im Auslände, be? Valuta, bat durch ben Weltkrieg unb seine surchtbgren Fo'^m für T m schs-md natur- genuitz einen stark-n roturz Herd iiesül/ri. Immerhin frimttr man hoffen, baß brn Saffcr(:<'.]ffanb und b e FriedenSMlS ichten fite gnvisie Erlw ung berbetfübTW würden. Tie inneren Unruhen । inch in-beiondere br großen ArbeitSein- | ft eilungen in ber letzten Zcü, zumal in den
5&*feairt>mrn, haben bä ft twfT.aingen nicht mit oettttdi, totitkm za cuiem unerhörten weiteren Sturz der Va uta geführt, getobt jetzt, ioo wir zur B.-zat;>ung der auslLldischen Lebens- mitid schreiten müssen. So galten 100 Mk. ia ber Schleiz am 25. Januar noch 60,80 Fts„ am 18 März nur noch öl. Unter dem Einfluß oer Strriknachrich:en sank der Kurs weiter am 24. März aus 46'/«, am 27. Mär» auf 45t 2. April auf 44, 4. April auf 43, 7. April am 40,23. 9 April aus 39 50, 10. April aus 38Ä), 12. April aus 37,75. Eutiprechenb war bie Ent- loertung in Holland. Für 100 Mk. erhielt mm hort am 25 Januar noch 30,10 Gutben, am 22. März 23,60. am 1. April 22 35, am 2 April 21,80. am 8 Apnl 18 90, am 14. April 18, am 15. April 18,70. Üinin liegt bereits das Abflauen des Streiks. Tiest Zahlen sollten alle.« Berei.ig.en eine ernste Mahnung sein.
Lebensmittel.
** Zucker-Abgabe. Der bei den Klein- liänblern der Stadt G eßen bestellte Zucker sür April 1919 kann von Moulaz den 28. April ab in Empfang genommen werden ES entjallen aui Die Zuckrimarle4 sAprrl 1919) 750Gramm Zucker.
** Freibank. Uiontag bca 28. April werden van 1—4 Uhr die Nrn. 201—300 beliefert.
e
** Amtliche Personalnachrichten Ernannt wurde am 22. April der ständige vilfS- arbeiter im Ministerium des Innern, derzeitiger Slaotskommissar lür die wirtschaftliche Temobil» madrJitg, Oberregierungsrat Ludwig Matthias, nrit Wirkung vom l. Ma> 1919 zum Ministerialrat im Ministerium des Innern — Ernannt wurde am 19. April der Vortragende Rat in der Abteilung sür Schulaugelebenh<-üen Geh. Oberschulrat Rudols Block zum Mmiitei-ialrat und Boisitzerrden der AbteUung sür Sckmlanget.genhciten im Lantes- amt sür Das VOdungSiie en, un? der ftäab.g: L>il s- arbeiter in dem Ministerium des Innern Reine- rungSrat Konrad L ö h l e i n zum vortiaiicniKn Rat in dem Landesamt für das Bildungswesen und in beffen Abieüuilg für Schulangete-zenheiten mit dem Anttstitel „Cbcrvcgierungyrat", beide mit Wirkung vom 1. Mai 1919.
*♦ Aus dem Militär-Wochenblatt. Der Absch. m. d. gesetzl. Pension wurde bewilligt: Kuicriem, Lt. d. Res. l J.-R. 116, Stendedach, Oblt. i. J.-R. 117.
LU. Anmeldung zurJmmatriknla- tion. Studierende^ bie bereits hier immatttkulicrt sind unb ihre Studien hier sortsetzen wollen, haben -ich aus dem UniverfüätS-Sekretariat, Bismarck- straße 22, anzumelDen, um dir AuSivciskarte umzu- t au scheu und ihre Wohnung an.su jeben. Dies hat in der Zeit vorn 23. April bis zum 24. Mai 1919, vormittags von 8—12»/- U h r zu gcsclieben Anmeldungen zur Immatrikulation werden in Der gleichen Zeit auf dem Sekretariatangenomme n Nach dem 24. Mai werden Anm loungeii nur d.nn angenommen, wenn Die Verfpatuug in gamtfau«: Sk'i,c entschuldigt wird.
** Liebig-Museum. Nach kurzer Unterbrechung nehmen die BolkSvvrlesungen in Bälde ihern Fortgang . Jin Mai wird Sxrr Prof. Feist eine Dortrag über „Chemie des Tabaks" holten, rm Juni Herr Pros. Brand über „Chemie der Seifa" lesen. Für Juli ist endlich der Erperinren- baloortrag von Herrn Werner über „Volkstümliche Arzneimittel mit Streifzügen in das Gebiet der modernen Arzneimitteklel/re" norgemerft. Füo Herbst ist außerdem von demselben Herrn ein sel-r interessanter Vortrag angekündigt über ,.Justus v. Liebig's Persönlichkeit". Es ist beabsichtigt, bie Volksvorlesungen, die Herr Öfcbcmtirat Sommer ins Leben rief, dauernd beizubehalten, ba der Zuspruch von allen Kreisen außerordentlich lebhaft ist.
** TaS A nlagen konzert findet (nur bei günstiger Witterung) morgen 11 Uhr in ber Südanlage mit nachsolgenber Spi'lfvlge statt: 1. „Wir präsentieren" v. Gravert. Erster Preis- morsch aus ber Woche. 2. Ouv. z. „Tas Glöckchen des Eremiten" v. Mailart. 3 Potp. a. b. Operette „Ter Zigeunerbaron" v. Jvh. Strauß 4. Sfaherraufdr", Walzer v. P. Linke. 5. „Mit dem Edelweiß", v. Ku'schera.
** Die Wirtschaftliche Vereini- gungberPrivatangestellten von Gießen unb Umgelmng hielt gestern abenb im Caf4 Amend eine Versammlung ab, bie in Anbetracht ber Wichtigkeit sich eines noch weit regeren Besuches hätte erfreuen bürfen. In langen Ausführungen würben bie Tätigkeit ber Bereinigung sowie bie bis jetzt gepflogenen Verhandlungen mit ben Arbeit- gebem bekanntgeg.ben. Die vorläufig getroffenen Vereinbarungen beruhen auf bem ht der Denkschrift vom 6. Januar 1919 festqelegten Programm. Es werden zur Zeil jedoch Verhandlungen geführt, welche eine wett günstigere Lösung erhoffen lassen. Bei der regen Aussprache wurden zu den lGrttwltssragen recht gute Borsch'.age gemacht unb zu Richtlinien genommen. Da Die Bereinigung bic Interessen sämtlicher Privatangestellten vertritt, wäre eS Pslicht eines jeden Privatanqestelllen, beizutreten. Der Vorstand der Bereinigung ist Weserstrasze 15 zu erreichen.
♦* Die Konferenz ber Arbeiter-, Bauern-unb B 0 lkSräteber Provinz Oberhessen, bie aus den 22. April einberufen ivar, konnte wegen BerkebrSI:indenüssen nicht fla'tffnteiL Wie aus dem Anzeigent-eil ersichtlich, ist sic nunmehr auf Samstag den 3 Mai 1919, vormtttags 10 Uhr. im Gewerkschaft-Haus Gießen (Schanzcn- straße 18) anbcraumt.
•* ü r ba» Heu unb Stroh ber Ernte 1918 bleiben bie bestehenden Beschränkungen noch auircchterhalten; dagegen ist sür die Rauhsutter- ernte 1919 vom ReichSernäbrungSministerium völlig freier Verkehr in Aussicht genommen.
Landkreis Gießen.
** Großen Linden, 26 April. Ä ar l Schäfer unb Frau geb. Kreiker begeben am 27. April das Fest der Silbernen Hoch»eit
K. Ettingshausen, 25. April. Zum Gern ei ndeeüme Hiner wurde an Stelle des verswrde- nen lang,ädrigen Rechners Hahn der Kriegsbeschädigte Ferdinand G ö r n e r t amtlich verpflichtet.
Kreis Vüdi'gen.
* Bisses, 24 April. Hier wurde eine Ortsgruppe zum Schutze deuischer KrieaS- unb 8iüiigcfangt,ner gegründet, der 87 Mikglie- ber bcitraien Vorsitzender ist Lehrer Wilhelm Henkel. Ans unterer kleinen Gemeinde befinden sich noch acht Krüger in französischer Gesangen- »chaft unb sind z Zt. mit Aufräumungsarbeiten an bet Front kfchäi igt.
U n ter- Schm, tten, 25. April. Unser bisheriger Polizeidfaner Karl Revp l. ist nach 46täbrigrr treuer Tin,ftfübnmg in den Rnde- ftanb getreten. Za fcxnna Nachfolger wurde Ovo
Schmidt IL ernanftt tmb bcTtrWd. — £4d t’tarben i^iurbafb eines Halde.» JahrcS der Fabri», arlvittr Joseph Pasternack u. b fd t Ehefta»; ihr einziges ifiind, rin Sohu vv» 20 Jahren, befinbet |ich in eng ijchtt GefwigcnsckzM u.ib bat schon la.iae Zeit ttüie N.ichricht mebt Höndes gelangen iaitm. TaS Anwefen ist mm völlig verwaist. Bon ben Brüdern der kürzlich verstorbenen Frau Pasternack ist einer vor einem Jahre gestorben, der andere gilt schon 3 Jahre lang als vermißt.
Krris Lanterdach.
f. AuS dem Schlitzerland, 25. Abril. Sein 50jähriges Lehrerjubiläum feiert Anfangs Mai der Lehrer Gompf. Er ist »eit 40 Jahren Obmann des Bezirksverein» Schlitz.
Arris Schotte».
8 AuS bem Vogelsberg, 23 Avril. Noch herrscht im Vogelsberg geradezu roütier* liche Temperatur, denn morgens nur 2 Grad R, das ist Weidnach'tzoi t ru g Scbnet f odr.i f b(trn xn Oster feier tagen nicht: kein Wunder, daß der immer noch „befdXag tabrnte" Oster Has schleck» c. fegt hat. Tie Frühjahrsbestellung kann noch ' icht begonnen werden. Während in ben tfar- landen schon Hafer- und Gerstenfaat beendigt wurde, konnte man bei uns noch nicht rtdx an» fangen. Tie Wintersaavn zeigen verbeifamgtz- rol les Aussehen, befanlrrt gut stetzm Win teer ap» »nd filee. Tie Balte Wetterlage bedingt ein sehr 'pätes Blühen der Obstbäinve. DaS ist aber ein großer Vorteil; denn le spä er die Obstblüte er- fo'gt, desto besser bie Obstnussich en. Im vorigen Fahre waren um diese Zeit die Kirschenblüten schon zugrunde gerichtet.
Kreis Friedberg.
Q. B a d - N a n h e 1 m, 2-V April. Da» geffam im Konzertbaus veranstaltete erste Konzert M Gemischten Chor deS Vortrags- und MufikvereinS hatte einen starken Erfolg. Ta» Musikvereins hatte einen starken Erfolg Ter Chor leistete unter Leitung von De OttoW issia. einem Sohn beS Kirckvnrats Wifsig, in „Der Rofa Pilgerfahrt" sehr viel GuteS Als Solisten wirkten mit Frl Er"a Bloch- Fttankfart, Frm» QuiS- t 0 r p - W i s s I a - Bad-Nauheim, Kammersänger S te pH a n i - Darmstadt unb Ludwig Mar- g ut b,bie alle Bortreffl cdeS t istetrn. DaS Konzert« Haus war vollstänbig an4nerT<nirt
Starkenburg und Rh.'inhesfait.
---Mainz, 25. April. Das Reichspostministe« rvum hat ben Antrag hiesiger Handels» unb Jn» buflrielreife um Errichtung eines Postscheckamtes in Mainz, bamit ben Berlchrs- schwierigketten »furch bie Besetzung unb die Ausscheidung vom Postscheckamt Frankfurt begegnet werben faim, mit ber Begründung abgelehnt, daß bie Schwierigkeiten mit dem Friedeusschlug beledigt werten würden.
--- Offenbach, 25. April. Dem Kommunalverband Offenbach lehlen zue Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartosjeln, wenn auf den Kob! wöchentlich nur 5 Peund gegeben iverben sollen, noch 90 0U0 Beniner. Diese Menge muß in den nächsten zwei Monaten von den Erzeugern im Kvmmunalvecband Oifenlach-Friedberg au gebracht werden.
KrriS Wetzlar.
ra. Wetzlar, 25. April. Die dteSjährige Generalversammlung deS Spar- und Bauverein S ber Stabt Wetzlar wies gegen frühen einen guten Besuch auf AuS bem OleschäftSbo- richt sei bertrorgehoben, daß ber Verein am 31. Tczeinber 1918 inögefamt 403 Mitglieder mit 1354 Anteilen zählte. T* JahreSrechnmig ergab einen Reingewinn von 6953 Mk, so t»lß »um erstenmal wieder feit einer Reihe von Jahren eine Dividende in Aussicht gestellt werden kann. Während bisher Spareinleger nur bis zum Betrage von 10000 Mk. angenommen wurden, finn er letzt bis auf 50 000 Mk. erhöbt werden. Infolge der erhöhten Bebauungskosten tvntmen bic an der Stoppel berget Hohl »xyrgeiebenrn 230 Wohnungen vorläufig nur mit einem Drittel zur Ausführung, somit Hinzunahme ber Häuser an der Hermaiin- steiner Straße ibU zum Spätherbst 107 Wotz* mingen vetsügbar werben.
Hrsfcn-Nassau.
— Frankfurt a. M., 24 April. Der ttnr Polizeipräsident, Leopold Harri-, wurde bereit» vom Ministerium deS Innern in Berlin bestätigt. Präsident Harris besuchte in feinem Heimatdörf- schen Himbach (AreitzBädingen) die VolkS- tzftule unb lernte bann Kaufmann. Seit etwa 25 fahren, er selbst fteht im 45 Lebensjahr, betätigte sah Harris in ber sozialdemokratischen Bewegung.
— Frankfurt a. M., 24. Avril, ^tlu» Frankreich sind hier Vertreter verschiedener Seide n wa r en ge s chä s t c eingettoffen, bie hiesb- gen Firmen doppeltbreite Ware, bas Meter 44 9 Franks, anbieten, also um ein Drittel billiger, alö bie sei herigen Inlandspreise betragen. Da Lyon angebltd) se^r ttberiüllt von Waren sein soll- so werden wodl die augenblicklichen Angebote noch nicht das letzte Wort darstellen.
=■ Höch sta M., 25. April Der Möbelsabti- kant TörHöfer rourbe 00m sranz-sischen Militärgericht zu 500 sfianks Geldstrafe verurteilt, weis er ohne Genehmigung neue Möbel nach Frank« furt auszuführen suchte.
= Kronberg, 25 April. Die A u - s n h 1 von Spargel aus bem besetzten Gebiet ist endgültig verboten worden, lieber bie Ausfuhr tuet Erdbeerernte schweben noch Verhandlungen.
Sport
" Fnßballwettspiel. Da» am ^vekten Cflertan infolge Zugsperre nicht zum AuStrag ae- Tontmcne Spiel der 1. Mannschaft des Vereins nk Rasenspiele gegr. 1900 gegen Lirnhura findet morgen Sonntag nachmittag 3‘ * llhr auf dem Sportplatz an der Hardt statt. Da die (siebener Sll augenblicklich in guter Form sind und auch Limburg über eine nicht xu unterschiyenDe Mannschaft verfügt, dürfte ein lintarffanteS Treffen zu erwarten fein.
Die Gießener freim. Feuerwehr hält am nächsten Montag, atm S 8 U6r, im Frankfurter Hos ihre dteSjährige orDentlidie Hauptversammlung ab.
ICirdtc und Schule,
„Bol kskirche"' nennt sich das neue $>ifb» mvnotsblatt für den Aufbau und Ausbau der evangelischen K'irche, das seit 1. Avril im Verlage des Evangelischen Bunde-, Ver'fti W 35 er* idyentt Es gibt durch ifakmati d> U bermi t'ung des ganzen m Betracht kommenden SboffeS die Möglichkeit, die Enmnck!anq der stirchensrage in ber Gegemvart für ille Laubes ftrchcn zu Über* schaue».
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