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Meises.
ie die am 30. August 's hessischen ^ainX1»* Antrag iiir Laming erben.
1919 iürb gegen bü
I ögaoesiellen ber Lrub- g Es gelangt aus den ■ en Mschnitt 4 eine I ’ Wnitte 7 bw. 4Ä abgeruienc Zügstoff- ■ jixliuit Mrben.
Liegen.
er Mhfartosjeln aut m 20. August 1919.
Ernte 1919 betragt für ustb. 1.10 Mark Ä
kamtmachnng gleit'» Zeitung Nr. 140 VW
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Gick-'i !>"b dk'i tcinbeiibes Meij <3 e i a n utinachung entlichen.
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DeTantttSmtffionSTeft des TeHcmates Gie- ßen statt. Ter gemischte (Xbor verschänte die feit- (tefc Veranstaltung durch drei gut bordetragerf Mrc. Ansprachen hielten Missionar S Pa ick- Dufel und Dekan Gußmann -Kirchberg. Aus dem Berichte des letzteren ist zu ermälynen, daß hie .«ifeiamtgaben der evangelischen Dckanatsge- metnbcit im Jahre 1918 6578 Mk. betrugen, 691 Mk. mehr gegen das Vorjahr. Bei dem gesunkenen Geldwert sei ein Wachsen der Gaben unbedingtes Erfordernis. Tie Festlvllette betrug ein* schließlich ber verkauften Mvsionssichristen 300 Mk.
Heuchelheim, 26. Aug. In den Ruhe- stand wurde unser Hauptlehrer Schneider ber» jetzt. Mit ihm scheidet einer der dienstältesten Ä hr er Essens aus dem Schuldienst. Herr Schneider konnte mehrere Jahre vor dem Krieg sein golden» Lehrerjubiläum teiem.
D Lang-Göns, 24. Aug. Zwei Feld- Wächter ertapptm auf ihrem Batrauillengang heute naclit drei Diebe, die bereits 3 Zentner Aepfel gepflückt hatten. Tie Aepsel kamen auf die Bürgermeisterei und können dem Eigentümer wieder zugestchlt werden.
lft Lan g - Göns, 26. Aug. Tie Burschenschaft Heiterkeit überwies den Betrag von 150 Mk. an die Ortsgruppe der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Kriegsteilnehmer zßm Besten unserer l-eimkrhrenden Krieasgesangenen. — Lilli Brückel, ein Sohn des Spenglermeistrrs Lrückel, kam gestern aus englischer Gefangenschrst itt seine Heimat zurück.
Kreis Büdingen.
# He :g heim, 25. Aug. Hier wurde eine Ortsgruppe des Hessischen Bauernbundes gegründet, Vertrauensmann wurde Landwirt A. Lulher. In S ch w i ck a r t s h a u s e n wurde tm: ebensolche Ortsgruppe mit 26 Mitgliedern g> gründet. Bertrauensmamr wurde hier Landwirt August Bechtold.
Kreis Lauterbach.
--Lauterbach, 22. Aug. Einer Reihe von Amdwirlen in Reuters wurde der Roggen ans dem Felde ausgedroscben. — In Landcnhau- fen wurde ein Salzschlirfer Händler von der Gcn- krmeiL f.stgenommen, der ein schwarzgeschlachtetes Kalb gerade abtransportieren wollte. Tas t'-ilb verfiel der Gemeinde Landenhausen.
O Bernshausen, 22. Aug. Für die durch rin schweres Unwetter l^iigesuchten Volksgenossen tc:- Kteises Darmstadt würden durch eine Haus- iü fette 98,50 Mk. gesammelt.
rr. Schlitz, 25. Ang. Das gestern hier ab- g. h lt.me Dekanats-Gu st av -Adolf-Fest mreute sich einer starken Teilnahme ber ganzen «Semcinbc, während infolge der ungünstigen Wit- teui'g die Brt iligung von miswärts gering war. ‘int Festgvtt^bienst, der durch Liebervorträge des s'ira^nchors verschönt wurde, predigte Pfarrer kl d o l p h ^Herbstein). Was der Bonifatiusverein i?n Katholiken, bad wolle den Protestanten der Hustav-Adolfverein sein, dessen Arbeit und Für- strM den icrftrcut wohnenden Evangelischen gelte. Schwer und ernst sei die Zeit für bic evangelische ftirdjc; deshalb dürfe man aber erst recht nicht über ber eigenen Rot die der Glaubenöbrüder in ber Diaspora vergessen. — In der Nachversamm- iintg sprach Pfarrer Rehwald (Heppenheim) iber „Auslcmdsdeutschtum und seine Not". Er- mnfende Bilder gab er von den Schicksalen dieser Millionen Auslandsdeutscher in ber Fremde, be- Kuders während des Krieges, und rühmte deren Glauben, Hoffen und Lieben. Wenn wir vom Ä Italien der Deutsch-Amerikaner schwer enttäuscht :eien, so habe das seine besonderen int Ameri- l' ncrtum nihendeit Gründe. Sollte tatsächlich bei ir'i-b eine starke Auswanberung einsetzen, so habe tit Kirche die Pflicht, diese deutschen Brüder durch iimsassende Fürsorge auch im fremden Lande dem Dutschtum intb dem Evangelium zu erhaltm. Gtiulen und Gotteshäuser seien hierfür das beste Mittel Ein Bläserquartett begleitete die Lieder btt Fest gemeinde, lieber 150 Mark wurden gc- somdet, die der Diasporagemeinde Herbstein und b:r Sache des Auslandsdeutschtums zugute kommen.
Kreis Friedberg.
-^Butzbach, 25. Aug. Auf dem.Transport ton hier nach Frankfurt versetzte ein S t r ä f l i n g ber hiesigen Lanüeszuchtanstalt zwischen dem Bahnhof West und dem Hauptbahnhof seinem Trans- torteur einen heftigen Fußtritt gegen den Leib. Als er bann zu weiteren Tätlichkeiten übergehen irotlte, griff ber Beamte zum Revolver und gib iwei Schüsse auf den Sträfling ab, von denen beide tödliche wirkten. Tie Leiche des erschlossenen Sträflings kam auf den Frankftirter Hauptfrieblws.
4N Wölfersheim, 25. Aug. Tas Fest bergoldenenHachzeit feierten der Gemeinde- tmnehmet Adam Rückeisen I. und seine Ehe- frau Margarete, geb. Hofmann.
Starkenburg und Rheinhessen.
rm. Darmstadt, 25. August. Große Diebstähle wurden am 21. Juli und 16. Aug. d. fts. in den Sagern der Möbelfirma L. Alter, Lrssunger Straße und N. Jrenenstraße, auSge- führt, wobei die Diebe für mehrere tausend Mark Waren alkr Art beseitigten und an Hehler Unterpachten. Durch die Bemühungen ber Kriminal-
^nnrcnbnngen W tber 1919' 0Uhb, kxU
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Ein Kleist-Abend im Frankfutter Schauspielhause.
b-achte am Freitag die Erstaufsührung des ginxite stgen Torsos „Robert Guiscard" und in liebevoller Neueinstudierung die Meisterkvmödie tont „Zerb röche neu Krug" Tas Traner- ivtel an dem der unglückliche Dichter „ein halb sausend hintereinander solgender Tage, die Nachte fe- meisten mit eingerechnet" gerungen1 hat, bis das erste Manuskript verwarf und verbrannte, teile mit der vollen Macht seiner dichtens-Hen Lvd bi amatisch-explosiDen .Worte. Auch die flev- teen Nollen — eigentlicher Held ist ja im „Guis- (ard" das Volk — waren ersten Kräften anver- <tbU^ Bühnenbild hätte, da es sich um Massenszenen handelt, weniger gedrängt sein sollen, ^ größere EntfaltungsmoglichEciten zu bieten.
ein Uebermaß theatralischer Effekte ist bei 0er hohen Kamst des Wortes nicht nötig.
'2>n „Zerbrochenen Stug", ber in einer ber» i WnieroII gekürzten Bühneneinrichtung des Ge- teeralmtcndanten Tr. Karl Zeiß gegeben ward, ’ lfl'eltc besonders Herr Impekoven durch seinen ■nnroUifltn, verschlmitzt-dummen Torsrichter, eine ^•-9eui<'lnete Chüraktcrstudie. — Von gut be- ptm vause wurden die Darsteller nach beiden ä-.er.en, zuletzt auch ber Spielleiter Richard SS ei* ■ tmederholt hervorgerufen. tt.
*
^^Sind die Engländer Philister? »trage beantwortet eine amerikanische Schrift-
mnrmehr die Diebe festgenommen worden Weiter kommt eine Reihe vm Per- fonen atö Hehler in Betracht. Die Ermittelungen srnd noch nickst abgeschlossen.
airmftabt, 26. Aug. Eine mächtige 9rtLnan der u. a. Vlbg Do r f ch, Landwirtschaftssekretär Müller, u (Schafheim) und Glaser (norhemr) teilnahmen, nahm einstimmig eine Ent- Mcetzmig an, m ber die Ernährung der Stadt als ^renpslicht erachtet, der Abbau ber Zwangsnürt- Aaft, Beseitigung ber Kontrolleure, ö-reigabe der Hauchchlachtungen, Schutz vor Hamsterplage ver- langt und die Gründung des Hess. Bauernbundes begrüßt wurde unter Zusammenschluß mü den Genoßen ur Oberhessen.
rm. Bensheim, 25. Aug. Zur Frage der -ttrotversorgung fand am Domierstag aus Anregung ocr Kreiskornstelle in Bensheim eine , tef^wmlu"^ der Bürgermeister, ber Lelwnsmittel- beiratc, bi estellten Aufkäufer für Getreide, so- wre L-Llegierter aus landwirtsckwst^ick-en und 23er- braud>erfreuen statt, der auch ber Vorsitzende des ^andesernährungsamtes, Mrnisterialdir.ktor Neumann, und andere Herren aus dem Ministerium beuvohnten. Die itngcnü.genbc Ablieferung des Ge- treldes infolge mangelnder Druschfohlen und verspäteter Ernte wurden eingefrenb erörtert und auf Oie btimrd) entstehenden großen Nachteile hingewie- sen. Bon allen Seiten wurde die Aufrechterhaltung der Zwangswirtschaft als z. Z. unentbehrlich anerkannt und festgestellt, daß die Aufhebung des ^erwiegungszwanges in vielen Orten irrtümlich die Auffaisung erweckt hatte, daß die Zwangswirtschaft aufgehoben sei. Ministerialdirektor Neumann wies darauf hin, daß eine solche Maßnahme eine Katastrophe zur Folge haben müßte und daß die Aufhebung des Äerwiegungszwanges nur erfolgt sn, weck berufene Vertreter ber Landwirtschaft erklärten, baß daburch die Ablieferungsfrvudigkte gehoben würde.
Kreis Wetzlar.
. ra. Wetzlar, 26. Aug. Tie hiesige landwirtschaftliche Winter schule ivird diesen Derbst nach vierjähriger Pause wieder eröffnet.
ra. Krofdorf, 26. Aug. Unser Gendarmerie-Wachtmeister O. Heiner! wurde Freitag abend auf dem Fußpfad nach Dutenhofen tot auf» geilmdm. Ein Hirnschlag hatte seinem Leben ein Ende bereitet. Heinert, seit dem Jahre 1914 hier wirksam, stand im 52. Lebensjahr und war allgemein beliebt.
Hessen-Nassau.
= Frankfurt a. M., 26. Slug. Unter der Eisenbalmüberführung an ber Forsch ausstraße wurde Sonntag abend an einem kriegsbeschädigten Koch,ein schwerer Raubanfall ausgeführt. Der Kock) lernte in einer Wirtschaft zwei Mädchen kennen, die ihn schließlich zu einem nächtlichen Spaziergang in den Stadtwald einluden. Unter ber Eisenbahnbrücke sprangen plötzlich zwei Kerle über ihn her und nahmen ihm Brieftasche und Uhr im Gesamtwerte von 1700 Mk. ab. Die Mädch.m, die mit ben Kerlen Hand in Hand gearbeitet hatten, verschwanden mit ihren Kunipanen im Dunkel ber Nacht.
= Frankfurt a. M., 26. Aug., DerLeichen- einsteller Emil Wachter, Nvrdendstraße 2, wurde bei Bewachung seines AcVergrundstückes nm Freitag abend von einer unbekannten Perßon durch einen Schuß in bat Unterleib lebensgefährlich verletzt.
— Frankfurt a. 26. Aug. Nach Unterschlagung von mehreren tausend Mark Tienstgeldein ist der Angehörige des hiesigen M a - rine-S icherungsdiensteS, BareiS, flüdntig geworden.
= Frankfurt a. M., 26. Aug. Der erste Direktor ber Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Geh. Medizinalrat Dr. August Knoblauch ist gestern früh im Alter von 67 Jahren den Folaen einer langwierigen Lungenentzündung erlegen. Ter Verstorbene, der seit 1899 mit stets zweijährigen Unterbrechungen erster Direktor der Gesellschaft war, hat sich um ben Neubau des Senckcnbergmnseums und die organisatorische Ausgestaltung Der Gesellschaft unvergeßliche Verdienste erworben, deren bei ber Hunbertjahrfeier vor zwei Jahren in besonbers chrenber Weise gedacht wurden.
Hochsch«lnachrrehten.
— Wintersemester und Zwischensetnester an der Universität Frankfurt a. M. Auf Antrag des Senats hat der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung verfügt, daß in Frankfurt das normale Winters ernester statt am 16. Oktober schon am 25. September beginnen und am 31. Januar endigen und sodann im Bedarfsfall ein Früh- jahrszwischensemcster daran angeschlossen werden soll. Siementfprcdjenb wird in Frankfurt die Jmmarrikulationsfrift für das Wintersemester aM 25. September beginnen und bis 15. Oktober dauern. Der tatsächliche Begiim der Vorlesungen ist für den 5. Oktober in Aussicht genommen; näheres ist aus den Borlesungsankündigungen am schwarzen Brett ersichtlich.
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stellerin Carolyn Shipman Whipple in der Daily Neivs mit einem feljr entschiedenen Ja. Die Angelsachsen sind die Philister unter den Völkern schlechthin und übertreffen darin bei weitem die Amerikaner. „Der englische Philister"", so sckftldert die Amerikanerin die typisck?en Briten, „will genau wissen, welcher religiösen Gemeinwhast man angehört; er würde um alle Welt nicht 8ugeben wollen, daß er während seiner Ferten keine Rei'- macken kann, und er dankt Gott jeden Morgen, daß er ein geborener Engländer ist. Er .hegt einen felsenfesten Glauben in die Fähigkeit England, die Welt körperlich, geistig und moralisch zu beherrschen; er ist überrascht, daß nicht alle Amerikaner durch die Nase sprechen. Tas Phckrster- tum ber l)öHeren englischen Kreise bat eine etroa andere Form, obgleich der Geist derselbe ist. Örer kommt als wichtigste Clmrakteristik dazu, sein Geld mit möglichst viel Aufsehen auszugeben. Tas Symbol DfefeS philisterhaften Pvotzentums ist die Guinee. Wenn eine Engländerln etwas kauft, dessen Preis in Pfund und Schillingen angegeben ist, bann bat es für sie nicht bmfelben Wert, wre wenn sie in Guineen bezahlt. Ern Gurnern-Arzt oder -Zahnarzt ist ein besonders tüchtiger Mann, und er wäre es nicht, wenn er seine Rechnungen nicht in Guinem ausschreiben würde. Nirgends wo anders wird das Geld so angebetet wre m England. Aber es geschieht 1-ermlrch. Washrntvn Irvings Wort von dem „allmächtrgen Dollar" als der amerifcmiicfcn Gottheit, finbet Jem Gegenstück in dem errglischen ^oderrbild, der „goldene Guinee". Tie Engländer nennen >rch fowst heuchlerisch „ein Volk von Kaufleuten"', aber rm mner-
Syott.
** Bei dem internationalen Wurftaubenschießen in Bad-Nauheim errang am brüten Tage unter 14 Teilnehmern Herr F. F. Werner, .Arzt aus Gießen, den 4. Kartcll- prkis.
Aus dem AmtöverkündigungSblatt.
** Das AmtsverkündigungSblatr Nr. 78 vom 25. August enthält folgende Bekannt-- mad)ungen: Verordnung zur Ausführung bet MeichSgetreideordnung für die Ernte 1919. Vom» 5. August 1919. — Ausführung deS Jagdstras- aesetzcs vom 29. April 1911. — Erlaß von Vorschriften über die Fortschreibung der Zivilbevöb' tcrung zum Zwecke der Lebensmittelversorgung^ — Feuerstättenverzeichnisse imb r'lbärrberung des Regulativs über Reinigung der Schornsteine. —' Die Wahlen zum Provinzialtag. — Förderung deS bargeldlosen Zahlungsverkehrs. — Rotlaufrerdachtt> — Lehrer Versammlung. — Urlaub zum Besuch der Lehrerversammlung. — Süßstossabgabe. — Die öffentliche Bewirtsckwftung der Frühkartoffeln aus* der Ernte 1919 imb deren Höchstpreis. — Feld- bercinigung Qneckborn; hier: die Arbeiten beÄ III. Abschnitts. — Dienstnachrichten des Kreisamts,
Die R o t l a u f s e u ch e in dem Gehöfte des Dietrich Heibertshausen III. zu Stauf nberg, des Karl Koller zu Saasen und des Ludwig S a ck zu Utphe ist erloschen; die Schutzmaßnahmen werden hiermit aufgehoben
Eine K r e i s-L e h r e r v e r s a m m l u n g soll am Mittwoch ben 3. September, vormittags 9 Uhr, auf der Liebigshöbe bei Gießen mit folgender Tagesordnung stattfinden: 1. Elternrecht und Schule, Vortrag des Lehrers Ploch (Grünberg);> 2. Kreislehrerbüchevei; 3. Fortbildungslehrgänge 4. Wahl dreier Vertreter der Lehrersckiaft.
Urlaub zum Besuch der VersammlunD des hessischen Landes-Lehrervereins kann auf Antrag für Samstag den 30. August erteilt werden..
Süßstoff (Saccharin) wird für die Zeit vom 16. bis 31. August gegen die Lieserrmgsab« schnitte 7 ber Süßstoffkarte „H" (Mau) und 4 der Süßstosflarte „G" (gelb) von ben Süßsboftabgabe-- stellen der Landgemeinden des itreifed abgegeben. Es gelangt auf den Abschnitt 7 ein Briefchen und auf den Abschnitt 4 eine Schachtel zur Ausgabe. Nach dem 31. August nicf.it abgerufene Süßstoffmeirgen bürfen vvn ben. Ausgabestellen frei verkauft werden.
vermachter.
Eine Schnellzug-Entgleisung in Frankreich.
sten Herzen glauben sie fest daran, daß sie es nicht iind. Amerikaner gestehen frank und frei als Lebensberuf ein, „Geld zu machen". Der Engländer jagt nicht minder eifrig nach allem Geld, das er kriegen kann, aber er wird.niemandem zugeben, daß dies der Fall ist. Teshalb find die Engländer größere Philister als die Amerikaner, weil sie mit alten Mitteln zu verheimlichen suchcm, daß fte es find. Sie betrachten sich als die großen und stolzen Mel tbeherrscher, und das Geldmachen betreiben sie nur so nebenbei."" Wir würden nach dieser gewiß zutreffenden Charakteristik ben Engländer eher als einen Pharisäer, denn als einen Philister bezeichnen. Aber die AmcriVanerftr wirft ihm auch Rückständigkeit, Mangel an Unternehmungslust und Schwerfälligkeit vor. „Wenn Amerika und Afeutschland (wieder) ben Weltmarkt erobern, dann ist Englands Schicksal besiegelt, und es wird Überholt als ein hafftumgsboser WÜister, der zu vorurtftlsvoll und altmodisch ist, um etwas anderes zu sein als Philister.""
* Tas Wörterbuch der deutschen Soldatensprache. Tie umfassende Samm- Sber deutschen Soldatensprache, die vom Ver-
Teutscher Vereine für Volkskunde im Verein mit ber Wörterbuch-Kommission der Bayerischen Akademie ber Wissenschaften begonnen wurde, ist in ben Jahren 1917 und 1918 durch Heeresangehörige sehr gefördert worden, wie ber erste Bericht des Unternehmens feftftellt Aber manches fehlt noch zu ber Vollständigkeit, die aus wiffenschaWchen Gründen notwendig ist. Ti- Akademie wendet sich daher, wie wir der „Zeftschrift des Allgemeinen Teullchen SprachvereMs"" entnehmen, noch ein-
Der Schlichtungsausschutz der Provinz OberheFen.
Verhandlung vom 22. August 1919.
I. In der Lohnstreit'ache dcs Deutschen Metall- arbelterverbandes, Venvaltungs stelle Gießen, namens der organisierten Gehilfen ber L pe ngler und Installateure gegejn dle Freie Vereinigung der Spengler und Installateure in Gießen entschied der ed.J ichtungs ausschuß:
1. Von der laufenden Lohnwoche ab ist folgender Lohn zu zahlen:
in der 1. Klasse ein Stundenlohn von 2,— Mk., pt der 2. .Klasse ein Stundenlohn von 1,65 Mk., in der 3. Klasse ein Stundenlohn von 1,35 Mk., tn der 4. Masse ein Stundoulohn von 1,— Mk.
2. Tie Wochenarbeitszeit wird auf 46 Stunden festgesetzt. Die Verkürzung der ArbeftsMt hat grundsätzlich am Samstag nachmittag stattzu- sinden. Jedoch ist ber Gehilfe verpflichtet, in ganz besonders dringenden Fällen die vorkommende Arbeit auszuführen, und zwar schon im Interesse der Allgemeinheit. Die betr. Arbeit ist alsdann als Uebcrftunbenarbeit zu vergüten.
. 3. Als Ferienzeit mit Fortzahlung des Lohnes wirb festgesetzt: nach einjähriger ununterbrochener Tätigkeit bei demselben Arbeitgeber 2 Werktage, jedes weitere Jahr einen Werttag mehr, bis zum Höchstbetrag von 8 Werktagen; Stichtag für das laufende Kalenderjahr ist ber 1. August 1919.
, 4. Der Arbeitsverttag vom 15. März 1919 bleibt im übrigen in Kraft.
Die Arbeitnehmer erkannten den Schiedsspruch an, die Arbeitgeber lehnten ab. Sie hatten geltend gemacht, baß der kleine Handtverker bei steigenden Löhnen weniger Aufträge erhalte, den Gehilfen durch Weiterbeschäftigung selbst bei schivachem Geschäftsgang cutgegenlommc. Betont wurde auch, daß die Städt. Gas- und Eleltrizitätswerke starken Wettbewerb mack-en und nicht dieselben Löhne zahlen wie die Privatunternehmer.
II. Tie Lohnstreitfackpe der Steinbruck-- und Erdarbeiter, vertreten durch ben Deutschen Bau- arbeitcrverband, Bezirksausschuß Iwankfurt a. M., in den Quarzit- u sw.-Brüchen im Gern einbebezirk Münzen berg und Rok- k e n b e r g wurde zumf Teil durch Vergleich erledig'. Zur Festsetzung der Löhne wurde Schiedsspruch nötig, wonach statt des geforberten Lohnes van 1,60 bzw. 1,50 Mk. ein solcher von 1,20 bzw. 1,10 Mk. bctoJlligt wurde, der sich um 15 Pf. v-om 15. September 1919 erhöhen soll.
Ter Schiedsspruch! ivurde von Arbeitnehmerseite angenommen. Tie Arbeitgeber Scheidhauer u. Giesing und Stellawerk werden Erklärung binnen zwei Wochen abgeben; Scheurvch-Münzenberg erklärte die Ablehnung.
III. Tie Arieiter der Gail' schenDampf- ziegelei und Tonwarenfabrik in Gießen hatten wegen Nachholrmg der infolge Be- triebsversammlung versäumten zwei Stunden Arbeitszeit MeimmgsverlchiedenHeft mit ber Tirek- tion des Werks beklommen. Die ArbeitnelMerseite stellte die Streit läge so dar, daß die Schuld bei ber Firma liege, da diese dem Arbeitevausschnß keine DerhandlungsmöglichAeit gewährt habe. Tie Firma dagegen behauptet, daß durch, Verhandlung mit dem Arbeiter ausschuß beschlossen gewesen sei die durch Betriebsversammlung versäumten zwer Arbeitsstunden an zwei Nachmittagen nachtzüholen. nährend die Arbl'iterschaft am Morgen bic zwei Stunden habe nachholen wvllen. Tie Arbeitnel^ mer beharrten damals auf dem Verlangen, mit ber Tirektion des Werks noch tveiter zu verhandeln unb blieben auf dem Werk, ohne an 3Vs Stunden zu arbeiten. Tie Enftsckädimurg für dieses Feiern lehnt die Firma ab, ba sie ihre Tispositvo- neit gemäß der Absprache mit dem Arbeitevaus-, schuß getroffen gehabt habe, über die ber verspäteten Heimfahrt entgenenfeel^enbeji angeblichen Eisenbahnverkehrsschwierigteiten nichts gesagt worden sei. solche auch mcht bestanden hätten. Ein Rocht, durchs Streik die Nacharbeft in einer anderen als der besprochenen und von der Tivettimk. zugestandenen Zeit erzwingen zu wollen, könne nicht zugestanden werden. Das Verlangen der Entschädigung fei unberechtigt. Tie Nacharbeit nochtrng- lich vornehmen zu lassen, habe das Werk fern Interesse. Zu einer Verständigung könne man sich nicht entschließen.
Ein Schiedsspruch kam nicht zustande, da bei ber Beschlußfassung die Stimmen sämtlicher 53er* tretet der Arbeitnehmer denjenigen der Arbeitgeber gegenüberftanbeit, und ein unparteiischer Vorsitzender nicht vorhanden ist. Ter (stellv.) 53vr- sitzende stellte hienrach fest, daß ein Schiedsspruch nicht zustande gekommen ist. Es wirb erneute Verhandlung unter Mitwirkung des, Staatskommissars für die wirtschaftliche Demobilmachung erforderlich sein.
mal mit einem Anruf an jeden, ber feine Freude an ber Soldatensprache hat, intb bittet ihn, feine Beobachtungen mitzuteilen, am zweckmäßigsten durch Beantwortung des Fragebogens, der von ber Akademie auägearbeitet worden ist.
— Die Tragfähigkeit des Windes Man macht sich kaum eine richtige Vorstellung von ber Kraft, mit ber ber Wind Gegenstände mtt sich fortführen kann. Emen deutlicheir B«veis für ofefe außerordentlich große IragfäMeit geben Untet- siuchungen, die zwei amerikanische Gelehrte, Winchell und Miller, angestellt haben. Sie beobachteten tei Naturereignis, das sich am 9. März 1918 m Madeson tm Staate Wisconsin abspielte. handelte sich um einen sehr starken Schneesturm, ber dem der Schnee durch das Vorhandensein ei«« fernen Stmibes braunrot gefärbt war. Nach ber Verdampfung des Keschmolzenen Schnees ftefltar sie M daß er ungefcchr 1 Gramm Staub auf bat Steer enthält. Die Dichtigkeit ber Schneedecke man berart, daß die Menge des mitgesührten Staubes srch auf fünf Gramm für ben Quadratmeter l^rech-»
ließ. Das scheint nickst viel zu sein, aber der. farbige Schnee, der bei dem Schneesdrrm fiel, 6c» deckte^ ctm so große Anzahl von Quadratmetern^ daß die Gesamtmenge bes von ihm neftgeführteiv Staubes von den Gelehrten auf eine Mill »ow Tonnen berechnet wurde. Bedenkt man noch, bafe ber Schnoesücrm feinen Ausgang von einem trockenen Gebiet un Südosten der Vereinigten Staaten,, von Neu-Mexiko ober Arizona, genommen hattt. so ergibt sich, daß der Sturm diese im Schnee enthaltenen Stmlbmaffen eine Sttecke von etwa 150E Kilometer mit sich fortgeführt hatte.
Höchste Temperatur am 25. 8. —17.2°, 26. 8. —° 11.5*.
Niedrigste „ w 25.8. -= 5.4», 26. 8. — 4L*.>
Nackt zum Samstag entgletfte auf ber Stativ« Artix (Departement Basfes-Pmnni-s» ber Schnellzug Pau-Bordvaur. Tie Blatter bervckften von sieben bis zehn Toten unb etwa zwanzig Bettmar beten.
Paris, 25. Aug. (WTB.) Havas. DaN „Journal"" schreibt, daß es anläßlich der Eisew- bahnkatastrophe von Arttx 15 Tote und 2 5 Verletzte gab.
*
* Die Steuer angst. Zu einem @e» richtstermin wird ein Eisenbahnhufsarbeiter geloben, ber nachher bloß 30 Mk. Zeugengeld haben wollte. Der Beamte erflärte, er werde ihm da» Geld unter Vorbehalt zahlen, bic Akten wurden dann aber dem Magistrat und der Steuerbehörde zugesandt. Dawufhin war ber Zeuge —> mit 50 Pf. zusrirden.
* Die Wohnungsnot. Well er in Kassel feilte Wohnung siuden konnte, ist die Versetzung des Landgerichtsdirektors Ruhl wieder rückgängig gemacht worden. Ein Frankfurter ReHsanwall, Hausbesitzer, der sich jüngst vev- verheiratete, kann nicht mal eine .Wohnung iin eigenen Hause beziehen, weil Kündigungen durch das Wohnungsamt nicht zugelassen werden,
* Ein unwürdiger Stadtverordneter. Der „Berl. Lokalanz." meldet arte Hagen i. W.: Die Stadtverordnetenverfamm- limg hat den Führer ber Unabhängigen, Stadtverordneten Ernst, wegen ber Teilnahme an.Schiebergeschäften für unwürdig erflärt, fein Mandat weiterhin auszuüben.
1 '. 1 '-------
Meteorologische Beobachtungen der Station Gieften.
Universität Frankfurt a.M.
Normales Wintersemester beginnt nicht Iß.OkL, sonst. 25t Sept, und endigt 31. Jan. — AnschlieO. im Bedarfsfall Pr tt h|ahr s-Zwlstkensemester. Vorlesungsverzeichnis vers. Buchhandlung Blazek & Bergmann, Frankfurt a. M., (Poetsch.- Kto. 11746) g. Voreinsendg. v. 90 Pf. (875168
Datum
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Brod der B wöl» >»mg in Dehntet der sichtbaren Hia,meibfläche
Wetter
25. 8.
25. 8.
26. 8.
nm. abds. vrn.
16.9
11.5
7.6
6.3
7.4
7.2
44
73
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5
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