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Ernstgemeint!
Lausuialin,Droaiil,'An. Mgs'Är, in sicherer Stel- ■ lipa. sucht mit Lame gleichen AlierS Griegers- wuwe o.Ätnü nicht aus- gefchlosiensiwrLö Heirat in Äriewechsei zu treten. Diskrel.Etzreniache.Lchr. Anged. mit Lild erdeten U.QM13 and. Tieg. Laz
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28 Iah. selbilänte sucht aul diesem Wege die Le- : kanntschasl einer Dame sKriegSwitwe nicht auSge- schlossen) ziv. bald. Heirm. Siur erniigem. schrtsiliche Angeb. mit Md, baS io. fort iurüdgeito-* wird, unter WS an den
I Eiest Anzeiger erbeten. Aaomym Malos.
i Diskreltoa Etzrensache.
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Klaus.
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Nr. 244 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Samstag, 18. Oktober 1919
Xu» Stadt und Land.
Gießen, dar 18,. Okt. 1919.
•». Amtliche Personalnachrichten. Am 30. September wurde der Borstand des Finanzamts Darmstadt II, Geheimer Finanzrat Frn- herr von Di em ar mit Wirkung tmt 1. November ds. Js. an auf sein Nachsnch-n ratter An- erlemmng seiner dem Staat gebsistete» Dvenste ut dsr Ruhestand versetzt-
** Prinressin Elisa bcth-Gedächt- nis-Spendc. Bei der diesjährigen Verteilung Iber Zinsen der Prinzessin Elisabeth-Gedächtnis- ■Spcnbc haben die Klein kinderschnten $u Bingenheim, Burklxtrdsselden, Dormstadt-Bes sangen, ®r.» .Bieberau, Gvoßen-Linden, Hol-n-Pfimgltadt, M.- ' Stein beim, Nidda, Rödgen bei Gietzen, ©todltobi cm Rhein und Wallertheim Zuwendungen erhalten. Gesuche um eine Beihilfe aus dtr Prinzessin Elisabeth-Gedächtnis-Spende sind jeweils bis
Deutsche Wertwaren.
Don Ernst Collin.
Tas Problem, die deutsche Produktion nicht allein im Zeichn Der billigen Masscnware fortzuführen, sondern sie auf die möglichst intensive Fertigung solcher Waren umzustcllen, bei denen redcs einzelne Stück hinsichllich der dafür ausgcwen- dctcn Arbeitskraft, des darin verwendeten 9ioh- siofses und des dabei betätigten Geschmacks einen gewissen ideellen Wert darstelll, ist an sich nicht neu. Taft es eine Lebensfrage der deutschen Wirtschaft darstellt, wurde in Deutsch- (anb schon während des Lkricges erkannt, als es klar wurde, daß wir unter keinen Umständen mit dem Bezug djr Rohstoffe irrt früheren Umfange Nur den rechnen können. Jetzt, da die Rohstofffrage völlig ungeüärt ist, da die Valuta jeden fremden Rohstoff maßlos verteuert und ferner die Tendenz zeigt, unsere Ylrbellskraft aus dem Weltmarkt zu verschleudern, ist es nötig, daß wir mit allem NackHruck Mittel und Wege suchen, um an Stelle ber rohstoffressenden Massenwaredie rohstoffsparende Wertware mehr als bisher zu erzeugen. Demi der volkswirtschaftliche Butzen der Wertware ist im wesentlichen der, daß rin mit verl^ltttismäßig wenig Rohstoff erzeugtes Stuck, das die Bezeichnung Wertware vcwdient, ebensoviel Tauschwert besitzt, wie eine Vielheit vvni Waren, bei denen eine Bearbeitung bellächttichep Nohstvftmengen itattgefimben Hal. Der teure Preis der Wertware hält den Betrag unserer Gesamtausfuhr hoch, so daß nnS die der Warenmenge nach verminderte Ausfuhr keinen Schoden bringt.
Tie Frage lautet nun: Wie ist.es pröalich, daß sich unsere industrielle und gewerklich: Produktion planmäßig und zielbcwnßt oach die Erzeugung von Wertwaoen eütftelU? Wenn wir davon ausgel-en, daß ein Gegenstand nur daun als Wertware zu bez-.ächnen ist, wenn er, abgesehen von seinem wertvollen Rohstoff und der «1 ihm steckenden Arbeitskraft auch der Form nach wertvoll, also künstlerisch, ist, dann erkennen wir, daß er ohne die Mi t ar be i t de s Kün st l e r s mäst mehr herzustell-en ist, ix h., daß das Wertwaren- probteul eine Mtarbeit der Künstler bedingt. Es wird also nötig sein, daß einerseits d« für Industrie und Gewerbe bestehenden Organisationen und dw der Künstler und Eunstgeworlster andererseits sich über diejenigen Schritte verständig-en, die zur Schaffung der Grundlagen für dte Wer t- icarcuprodultion sülstrn. So sollte bex rrt - schaftsbund deutscher Kunsthandwerker" seine Mitglieder veranlassen, Entwürfe und 'Modelle herzustelleu, die aut Hllfr der industriellen Verbände in einer Ausstellung der SnDuttru zu- qängig gemacht werden. Ter „2>e u t sche Werk- i*uni>" sollte sein -u Anfang des Krieges nnt dem „Türer-Bund" hcrcmsgegebenes „Dcusickte- Wareubuch" den jetzigen Pvod-uftionSverhältnissen aupasfen und ebenfalls eine Fühlungnahme mit den in Betracht kommenden Wirsichaftsorganisillionen erstreben. Ten Organisationen der 'Arbeit- nehmer erwächst im Bere« mit denen der Arbeitgeber die Aufgabe, dafür zu sorAM, daß -nn handuerklicb« und industrieller Nachwuchs her- NUigebübet wird, ber die Fähigkeit fflt «uaÜtottv höchste heiwe Arlx-itSleistmcg besitzt-^ . ,
Schließlich sei gesagt, daß dse Werttoare durchaus nicht nur eine kunstgewerbliche M sein braucht, daß audi tne künstlerisch veuSdelbe SNas>«m»re dazu beiträgt, den Wert rarferet Ausfuhr zu fieigem unb also eist wesentliches MLllxl zur ’lmrno unfeoa Valuta abgibt.
spätestens J.5. August cm daS Kabinett des ehemaligen Gvoßherzogs von Hessen in Tarm- sladt zu richten.
** Zur Flugpostbeförderung sind fortan auch Drucksachen zugelassen. Außer der postordmmgsmäßigen DrucksachcngAmhr ist ein Flugzugschlag zu entrichten, und zwar bis 20 g 10 Pf., über 20—50 g 40 Pf., über 50—100 g 80 Pf., über 100—250 g 1.20 Mk., über 250 bis 500 g 2.40 Mk., über 500 g biß 1 kg 4.80 Mk.
**• Tro hender Verfall unserer Kriegergräber. Der SKcidjSrat hat nunmehr auch die letzten Mittel, 'die noch zur Erhaltung und Pflege der Kriegergräber bewilligt waren, bei den jetzigen Etatsberatungen streichen müssen. Ter große Apparat des Zerrtraln arftiväßbnreaus, durch den nock) mibetaraitc Gräber sestgeftellt, Vermißte gesucht unb Todeserklärungen ersiöglicht wurden nsw., ist zugleich l a h m g e l e g t worden. Tie staatliche Beratungsstelle für Lkriegerehrungcn, Abteilung Denkmünze, Berlin SW 11, Prinz Älbrecht- Straße 8, hat von chren Behörden den Auftrag erhalten, durch bat Vertrieb einer Daukmünze ein großes Lllfswerk eiuzulciken.
** Liebig-Museum. Stiftungen: In letzter Zeit sind erfreulicherweise dem Museum w ieder zahlreiche Stiftungen zugegratgat. Herr Tr. Wasle unb Herr LandgerickMorrekvor Bücking stiitetcn zahlreiche wertvolle alte Bilder von berühmten Chemikeal, Apothekern und Aerzten. Eine au-Ävärtigc Firma, die ungenannt bleiben will, itxnbcte 3000 Ml., Herr (Geheime Rat Pvof. Sommer 500 Mk., Herr Geheimer Kommerzienrat Heichelheim 500 Mk., Herr Gehnmer Zbommerzienrat Dr. Gail 500 DL, .Apotheker D'ornberger verfchiedene alte Glasgefäße, Uit- genannt den Betrag für 3 BolkSvorlesungat im Würter. .Allen Gebern set an biefa: Stelle für dr: Förderung unserer guten Sache p-r»tichst g-dankt. — Die scchste Vol ksv^orle su n g findet am 2. November 1919 vormittags 11 Uhr im Lrebig- Muscum statt. Das Thema Lautet: ^Bolkstünr- liche Arzneimittel mit Stvrifrügeu i» das Gebitt Der experimentellen Pharmakologi; und pathologische Phybobogie"'. Tie beei weiterm Bolks- vorlesungen werden diesmal biographische Themata behandetn. (Robert Lwch ^Sa,t't-Htoff und L«bis".) Näheres wird poch im Inseratenteil jewnls bekannt gegeben. — Die feierliche Eröffnung des Lrebig-Akuseums findet ün Frichiahr 1920 nunmehr bestimmt statt. Es ist geplmrt, die Feier mit der Hauptversammlung des Kerems Deutscher Chemiker zusammenzrckegen.
** Der Vortragsabend toou Casar Flaischlen am 22. Oktober Mtefk bei den hie- ligeu Literatursrermden ein allseinrines Interesse finde«, vor allem schon aus Jiem Grunde, daß sich Vtx die nicht allzu häufige Äebegacheil bietet, eine bekannte lchafierrde, lüerarifche Kraft Persönlich fennai M lernen. Die briarmbesten Werke von Cäsar Flaischlen, auf die lfiermit nach einmal kurz hingewieseir sevi foU.M sind: Von Alltag und Sonne, Aus den Lehr- imb Wanderiahren des Lebens, Jost Seyfried, Neupchrsbuch, Zwischm- klängc u. a. mehr. — Eintrittskarten find im Vorverkauf in der Mufikalienhcmdlnng von E. Chal- licr zu haben. Stubcntenfarten nur im Morveriauf beim Hausverwalter gegen Vvrzeisorg btf Ius- iiTidjaite,
Landkreis Gießen.
s Dau bringen, 16. Okt. Am 26. b. Mts. findet hier Bürgermeisterwahl statt: hos- senllich werden sich die Burger auf einen Kandidaten einigen, damit das Dors einen Bürgermeister bekommt, der die ©Mäfte W*drr längere Zeit in die Hand nimmt
up. Kesselbach, 16. Oft. Eine solche Menge vmr Champignons, wie sie dieser Tage aus allen Gärten unb Wiesen unserer Gemeinde empor- ivudtfcn, ist ein seltenes Vorkommen, zuuml iu dieser vorgerücktem Jahreszeit. Wie gekaltt, so erschie- iken die Wicsenstelllm. Körbe voll konnte man in kürzester Zeit cinsammeln. Wer den Wert des Champignons kennt, kann nur bedauern, daß dieser Edelpilz meist nutzlos zu Grunde geht Die jetzt cingettetene Temperatursentung «rocht dem Pil-- wochstum ein Ende.
U Lang-Göns, 16. Ott. Dem Dresch- maschmenbesitzer Geißler (Dorsgill) wurde ein noch wertvolles Fahrrad, Marke ^Oppel", aus dem des Gasthaus znm Schwanen dahier gestohlen.
Kreis Alsscw.
np. O b e r-O h m c u, 16. Oft. Der Freiherrlich Medefeljche Förster Eichenauer Hal hier 31 Jahre lang im Dienste gestanden. Er war ein
Las Glück der andern.
Original-Roman von Erich Eben stein.
Copyright 1916 by Ordner & Comp^ Berlin W 30.
^Nachdruck verboten.) Fortsetzung 28.
Ja, er liebte diesen Fleck Erde. Mehr wohl als er bisher geahnt hatte, das füllte er nun so recht deutlich, wo er nach langer Zeit wieder einmal zu längerem Aufenthalt hier war.
ILnb darum wohl auch quälte ihn jetzt, wo alles bereits zu Bett gegangen^ und er allein noch am offenen Fenster feine Zigarre zu Ende rauchte, tim Gefühl schmerztjcher Enttäuschung.
Er hatte sich so närrisch aut die,en Tag gefreut, der Evelyn nach Rettenegg bringen sollte, mu> darauf, baß er ihr alle Schönheiten hier zeigen — die Freude daran in ihrem Blick lesen N-Ürde. , „ .
Aber diese Freude war ausgeblieben. Keme wanne Aufwallung durchbrach die kühle Gelassenheit ihres Wesens. . _
War sie unfähig dazu? Liebte fte che Natur nicht? Er wußte es nicht. Ja, es kam chm zum ersten mal zum Bewußtiein, daß ex vvu ihrem Innenleben überhaupt nichts wußte. ,
War das nicht londerbar — unheimlich bet6 nahe? Einen Adenfchen, den man liebt — ohne ihn eigenllich zu kennen?
Ihm fielen die Worte ein, die er kürzlich zu Modesta gesagt hatte, als sie von der Liebe sprachen: „Tas Aeutzeve ist die Brücke zum Inneren. '
Heiß stteg ihm das Blut chs Ge,icht.
Sollte er — ohne zu wissen — auf dieser Brücke stehengeblieben sein ---?
Er fuhr |id| über die Stirn und grübelte nach Es mußte dock> Anlässe gegeben haben, wo sich ihr Innenleben vor ihm enthüllte?
Aber wie er aud> nachdach le, er fand nichts als formvollendete tühle Vfil-errjchung.
Diit derselben an Glerchguttigkell stverfenden Ruhe, mit der sie Beatens Ertränkung unc> Emmys Entrobung Ifingen-ommen hatte, nahm fte nun auch ^Mettknegg hin mit ailem, was ös umichloß.
Welleicht war das nur ihre Gelvohnhett fo,?
Vielleicht empfand sie innerlich uni fo fiärfer? Oder auch nicht! Ihm fiel Plötzlich ein, wie jte heute, als Harald von Modestas Aufenthalt im Geftügelhof berichtete, spöttisch bemwkt hatte: „Dabei yaben Sic also untere laet»* schon durchschaut, Graf Wolkevn, Sie ist Aberspamtt und liebt Romantik!" ,
Das Wort, besonders riber der Don hatten Magnus gleich verdrossen. Jetzt erschien es ihm nvch in ganz anderem Lichte. Durfte fte die Schwester tadeln, bloß well diese mehr Eindrucksfähig- Seit besaß? Mehr Wärme, mehr Jdsalisnms?
Lange wollte ihm kein Sdjtof Vom men. Eine große Unruhe quälte ihn. Wie viel hatte er nachzuholen!! Die Braut, die er sich erwählt hatte, er mußte, sie nun erst tarnen lernen.
Und ein emsiger Umstand liefe ihn schltth- lich beruhigter auiatmen: Evelyn liette ihn. Und aus dieser Liebe heraus mußte ihre Seele ihm entgegenkommen; mußten sie schließlich doch innerlich eins werden. Tenn Liebe, wie er sie verstand — duldete keine Zwtapättigtettm und We- scnsverschiedenheibm. Was ihr g-bcnedeita: Finger berührte, das schmolz zur Emhell, wandelte sich zu untrennbar lMmionischem Ganzen — macht es pocLer auch verühiedenen Zonen angehort haben.
Mit diesem Drösle geivoppnet, schleuderte cr endlich- den Rest seiner Zigarre in den nächtlich dunklen Park hinaus und begab srch zu Bett
XIII.
Die Gedanken Evelyns an diesem ersten Abend waren weniger kompliziert. Ihre Eindrücke ließ sich eigmllich in drei Worte zusammeuWieu: groß- artig, feudal, aber — .lmigElig.
Und bieier Eindruck vertiefte sich nur in ten «arLflen Tagen. Ter großartige Zuschnitt der 9ietteuegger Lebensweise, die zahlreiche Tiener- schc-it, ber Komrort, der sie überall "'Ug°b, uild
tiefe Respett, der, wi.' |te wohl mertte, ibrem Bräutigam und seiner Mutier ai.lervrten entgegen- gemacht und nun natürlich auch aus sie übertragen wurde, imponierte ihr wohl insgeheim.
Aber anderseits fand iie gewis>e pmrrarchaliM. Erniicktungeu unsäglich abgeschmackt und vermtet.
Züm Beispiel die - der Gräfin,
sehr dienstbesliffener, torröfter Decmcke. Jetzt ist er in den Ruhe staub getreten, den er in Ruppertenrod verbringen will. Sein diachfolger im Amte ist der Reviersörster Hansult. . .
Kreis Schotten.
Np. Ulrichstein, 15. Okt. Gestern abend sand hier eine Versammlung statt zur Gründung einer Aktiengesellschaft zur Aufrechterhaltung der Poftautoverbindung mit Mücke, wovon ein Ober-Postirfipeftor von Tarmstadt teilnahm. Die Aktie nyesellsch. wurde mit einem Stammkapital von etwa 60000 Mk. gegründet. Es sollen nunmehr zwei Auto-Omnibusse angeschafft werden, bamit Störungen vermieden werden. Das jetzige Auto liegt feit gestern in Ruppertenrod; cs erlitt einen Bruch am Dis- fercntialgctriebe. Dadurch ist der ganze Postvertair zwischen hier imb Mücke empfindlich gestört. Durch zwei Autos wird solchen Uni erbt edjaatgen, die stets eine Verkehrshemrmmg im Elcfvlge haben, wirksam begegnet.
Hrssen^Nassau.
rg. Diedenkop f, 17. Okt. RegierungsratMü. ser, der kommissarische Verwalter des hiesigen Kreises, wurde zum Landrat des Kreises Biedenkopf ernannt.
X Ro tenburg a. d. F., 15. Oft. Ter Kreistag des Kreises Rotenburg hat die Kontrolle der Kommunalverwaltung des Kreises burd) den Arbeiterrat nicht mehr für erforderlich erachtet und.die Forttewüligimg ber Mittel vom 1,. Oktober ds. Js. ab verweigert.
= Weilburg, 16. Oft. Die Witwe des Pnoftssocs Stürmer wurde tun einem Radfahrer überfahren und erlitt dabei den DÄ>.
Kriegsgesangenen-Heimkehr.
'4 Gelnhaar, 16. Oft. Eine neue Freude erlebten Oie Eheleute Mimiert. Nachdem erst in voriger Woche ihr Sohn Heinrich aus Gefangen- fdaft zurückgekehrt war, kam in dies« Woche der Sohn Karl zurück, lieber den letzten Teil seiner Geiangeuschafi äußerte er sich ganz zusried.m, während der erste Teil, tote bn den meisten Gefan- gattn, sehr viÄ Leiden aller .Art mit sich brachte. Jetzt wird noch der dritte Sotsti MN)elm zurückerwartet.
8 Dan bringen- 16. Okt. Als erste hrim- kehrende Kriegsgefangen,' lehrten dieser Tage föarl Weimer, Sohn von Wilh. Weimer VI^ sowie Ludwig Schäfer, Sobn von Konr. Schäfer II. Wwe., aus englischer Gefangenschast zurück.
tt. Treis a. L., 14. Okt. Als sechster und letzter unserer in englischer Kriegsgefangenschaft gewesenen Krieger ist gestern Gefr. Heinrich Nickel, Inhaber der E. K. I und II sowie der Hess. Tapferkeitsmedchlle, glücklich in der Hsmat (WMiommen,
Uus dem AmtsverkündigungSblatl.
DieWahldesKreisausschusfesdes Kreises Gießen. In ber Lneistagssitzung wurden gewählt: als Mitglieder des Kreisrrus- ichas^eS: Wikhelm Fenchel, Landwirt, Ober-H ärgern, Heinrich BvmmerSheim, Landwirt, Langsdorf, Heüufich Schirmer, Fabrikant, Gießen, Pcnck Hornberger, Rechtsamvall, Gießen, Otto Meiß- gerber, Prof. Oberlehrer, Gteßni, Georg Beck- manu, Krantarkassenangesteilter, Gtehen: als Er- satzmitgjieder des KreisansschuM: Heinrich Gutt- manu, Landwirt, Gießen, Wilyelm Anton: Rompf, Landwirt, Lang-Göus, Gustav Knauß, Stoots» anwalt, Gießen, Marianne Hüter, Hausfrau, Gießen, Ludwig Haas IL, Zigarvenfabrikant, Steinberg, Ferbinand Germer, Stuhlschteiner, Heuchelheim.
Ausschließnug deS Metzgermei- sters Heinrich Schmidt X. von Lich, Durch Beschluß des Kreiscoisschnfies des KreisÄ Gießen vom 25. August 1919 ist die Wieder- zulasiung des Dtetzgeruveisters Heinriche Schmidt X. von Lich zum Handel mit Weh,. Fl^jch^md waren genehmigt wordefi.
Airchliche Nachrrchten.
Grxt-tLsdienst, Sonntag, 13. Oft., 18. v.Dc. Erntedankfest.
EvanHelische Gemeinde.
Sn b. Stadtkirche. Bonn. 9V- llhri Pfr. Becker. 11: Kinderk. f. d. Atmtusgem. Pfr. Becker. 6: Pfi. Mahr. — Ttenstag, 21. Okt., 4 Uhr: Frauenmisfionsverein (§ßirch>str. 9). — In d. Johann es kirche. 9J/2: Pfi. Ausseld. 11: Kinder-
kircke s. b. Johanncsaem.: Pfi. Ausseld. 6: Pfi. Becktolslreimcr. >/s8: Vereinig, d. konsinn. männl. Jugenv d. LukaSgem. i. LukaSsall u. b. konfirm, männl. Jilgend d. Johannesgem. i. Jol>annes^all. — Freitag, 24. Oft., abds. y«6: Vereinig, d. konfirmierten weibl. Jugend d. Johmmesgem. —' Sonntag, 19. Oft., norm. 10: Wirdjbcrg. — Hl.. Abendmahl f. b. alten Leute v. Staufenberg. Noch-» mittags l'/r: Lollar. Hl. Abendmahl.
Kalhdlische Gemeinde.
Samstag, 18. Okt., nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. - Sonntag, 19. Okt., 19. Sonn-' tag n. Pfingsten. 6Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: §L| Messe. Kommun, d. püngl. 8: Austeil. d. HI. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Rosenkranzand. m. Segen. Abends 8: Bersammlg. d. Frauenbundes m. Vortrag i. Felsenkeller. — Dienstag u. Freitag nachm. 6'/, Uhr ist Rosenkranzand. - Diaspora-Gottesdienst am 19. Okt. 3n Hungen 7 Lich 9'/,. 1
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brachte schon in tausenden und aber» U tausenden von Fällen die „neue Heilmethode" des f Pfarrers Ludwig Heu- mann in Llbersroth (Bayern), lieber 40000 Dank- und Anerkennungs- schreiben berichten von glänzenden (Erfolgen bei folgenden (alphabetisch aufgeführten) Leiden:
Dank seiner gründlichen naturwissen-. schaftlichen Studien war es ihmbeschie- den, für jedes der oben an- E geführten Lei-’**“*■ den recht wirksame I Mittel zu erfinden. |
Hämorrhoiden Offene Füße Rheumatts-
noch dazu einer der ältesten Familien btä Landes augehörte, geliebt ja ro^rbert
Auf Blaschkowitz, desjen Herrschaft MlS btä alten Fräulein beftanb, bte als besonders -ixklnsiv galten, wurden sie überhaupt nicht angenommen- obwohl Magnus behauptete, eine der Äombfifenz deutlich, am Fenster erkannt zu haben.
Tas waren bittere Pillen für Evelyns hoch« mutiges Selbstgefühl. Und es half wenig, bi& sich die Gräfin und Magnus auf das liebevollste bemühten, diese Eindrücke zu verwischen.
„Wenn sie nächste W^che ber uns sind und erst! Gellgenheit haben werden, dich näher Fennen zu lernen, batui wirst du im Handumdrehen sein, was dir gebührt: die Königin unfeves kleinen Kreises!", tröstete Magnus. „Sie wissen nur noch nnht, wie liebensivürdig du sein tonnst, mein Herz!" r.
Nein — mit Liebensioürdigkeilen hatte fti sich nicht Mühe gegeben, diesen hvchnäsigm Leuten, gegenüber. Tas könnte ihr auch noch fehlen! Es' war übergenug, daß sie auf Rettenegg di; Liebenswürdige ivielte, vbmahl es Ujr meist gar nicht" danach zumute war. r t „
To konnten sie "warten — auch auf der Sm sechchaft. fNachlaus«! wurde sie gewiß niemand..
Sie "war innerlich fo ärgerlich über diese „ganzr aristolratische Sippschaft", daß sie gefiiifintllch keine Notiz van öen Vorbereitungen zu der Gesellschaft nahm, die dach ihretwegen gegebm wurde.
Desto regsamer beteüigte sich ri.'^odesta darin. Tie> half, wo >ie konnte, und tauchte wie ein gescksiiftigrs Hausgeistchen ball» neben der Gräfin, bald nebnv Der Mamsell auf.
Magnus sah und empfand dies .alles schmerz-« lich Er war fick) völlig klar darüber, daß ztvischen ihm und Evelyn eine gewiffe Entfremdung fin- getreten war, seit sie Stettmeggcr Boden betraten. Und immer angstvoller suchte er hinter der wun- derscköneil Außenseite die Umriss' einer ebenso! schönen Seele.
So tarn endlich der Abend heran, wo Lichterglanz alle Räume von Rettenegg erfüllt; jno Wagen ans Magen am Portal vorsnhr.
(Fortsetzung folgt.)
täglid' selbst Nachschau in Küche und Vorratskammern M halten, allwöchenllich das von ihr gegründete Armenhaus in Berdstetten zu inspizieren, freundschaflliche Beziehungen zu der Schve- ster des Berdstettner Pfarrers — einer nach Evelyns Meinung ,^anz gewöhnlichen und mrgebildeten Person — zu unterhalten, und eMich di: EepslvgenlMÜ, nicht nur täglich einige arme Dttf- finber nnt Millagstost zu versorgen, sondern auch das ganze Jahr über Strümpfe und Jäckchen für diese „schmutzigen Rangen" zu stricken, weil zu Weihnachten iiu Schloß für sie eine feierliche Bescherung stattfand.
TaS war doch eine lästige Gefühlsduselei. Lässig für Evelyn, weil sie bei der gvotzen Verehrung, die Magnus für seine Mutter empfand, so tun mußte, als ob es auch ihr gefiele.
Gottlob, daß Magnus durch feinen Beruf verhindert war, dauernd aui Rettenegg zu tebnr! .Hof- sentlich kommt man durch feine bevorstehend: Versetzung recht well fort
Wenn ich erst seine Fran bin, werde ich schon dafür sorgen, daß wir von den Urlauben nur einen recht kleinen Teil hier verbringen,, dachte Evelyn.
2htr die Nachbarschaft war sie anfangs recht neugierig gewesen. Hoffentlich gab es dach wenigstens ein paar nette Heute darunter.
Aber auch in diefer Beziehung war sie vorläufig enttäuscht roorben. Bei ben BesiichSsahrten, die die Gräfin nun täglich mit dem Brautpaar unternahm — sie wollte ihr „liebes Töchterchen" den Freunden noch vor der großen Gesellschaft, die für die nächste Woche geplant war, vor stellen —, mußte Evelyn die Erfahrung machen, daß man ke in vielen Häusern ganz deutlich nur als einen Sanderseids zuliebe geduldeten Eindringling behandelte. ,r ..
Sie war und blieb eben in diesen Kvnsen du Bürgerliche, mit der man wohl nun notgebrungni rechnen mußte, die man aber doch nicht für an'ah. , ,x
Die alte Fürstin Zedern suchte ihr sogar recht deuttich zu Gernüte zu führen, wie dankbar fie sein müsse, von rötax Manne wie Magnus, d:r


