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Am 7. Dezember wurde, nxe -tn

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einbrachte:

Die Vosammlung beschloß nun. bah ah n S ch-

Wenn auch unsere Erwartung i feit Iafreüfrist anfrnguiat 3d da

der nunmehr tsteu Sonntag fofort allgemein die Arbeit ng nach Be-« niedergelcgt werben solle, wenn in«

total geführt. Am 7. Dezember wurde, nxr -m viele £)rkmnz auch hier eine ®ejug4- unb Äbfafr- ®enof,cnidxirt ygrüufrl.

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nerhalb acht Tauen feine Tnkscher« düng gefallen sei. Inzwischen würden alle noch nötigen Vorbereitungen für diesen Fall ge­troffen werden: so&le in sämtlichen Betrieben über den Streit abgeihmmt werden usw. Am Mitt­woch. abends 8 Ufr, findet im Gewerkscha:ts- baute eineBetriebSvertrauen-münner- oerfam mlung statt. Aus der Tagesordnung d.eser Versammlung steht: Bericht über den Erfolg bisheriger Maßnahmen und dringende Sorbet ei- cungen zur Durchführung de- Tarifvertrag-.

Frankfurt a M.. 14. De, Der wn der Frankfurter Staatsanwaltschaft turnen Bet« brechen- im Amte steckbrieflich verfolgte Leiter bei Frankfurter Marine-Sickerun§»)ieuskes. Nickel« mann, der in Mainz oer hattet, aber auf Befehl der französischen Militärverwaltung wieder üt Freiheit geiefr werden mit Btt, ist sonderbarerweise in Mainz beim norwegischen Konsulat in Dienst genommen worden.

[1 Marburg, 14 Dez Wie man erfährt. Jon auch hier ein sog. Wuchergericht eingerichtet werden

[1 M ar bürg, 14. De, Denen da ffoblen- n o t sind die Schulen früher wie oorpefcfrn ge­schlossen Die Emwohna werden aufm fotzen, fiw beim Derbrauch von fcriimatmal und Licht bei größten Sparsamkeit zu beflrifnm Das Elek­trizitätswerk gibt neue Einschränkungen be« (amu. Diese können voraussichtlich erst bann weg­fallen, wenn der Anschluß an die Efrrtaisperre fer­tig gestellt ist Marburg wird jetzt außer oov dem eigenen Derk von ben öubcruÄucrfai do Wetzlar mit Strom beliefert

rellligung den Zeitvahältnillen angepaßter Be* zahlungen und Behandlung auf eine Hane ®e» duüvprvbe gestellt ist, jo wollen wir fre bcitefrnbe fieberhafte Erregung über das Gebaren der Ar*

vemster zmn Rn tritt kn dne eeyiä>ft!anif<fr Re­gierung bereit, sogar mit den Unatchängigau, Die Dvatitronsvegierung hat das mckestrftkereÄerdicnst, bie Ordnung wid-erh-rgesdellt, be iRridprädteti er­halten inü) ben Willen zur Arb it langsam nneocr belebt zu haben. Bor wirtschaftlich n Sief armen hoben viele Leute b utt mehr An ist als vor dem Stiege. Denn im November, als die Betrübe der revolutionären Wi.l'ür prciygefrfrn roaiei, den Unternehmern eine Regelung nach Art des öe* triebSrätegesetze» Dorgdd/laticn worden wäre, so Hütten sie mit beiden däuden iugegnffci. Zum Wiederaufbau gehört auch die burchgrrisörbe Steuerreform, denn Staarsbankerott bedeutet auch den Zusammenbruch des getarnten Wirtschafts­lebens. Der Untersuchungsausschuß ist eingesetzt worden, um das Grzftik über bie Schuldfra.;e aus der Welt au schaffen Lud.-ndorsf hat selbst verlangt, vor den «taotsgerichtShof gestellt zu nerxn. Die Seyenübe c still iing Cohn-Öindenburg ist tendenziös Auch die Beteiligung Cohns am Zusammenbirnch muß fesdgestellt werden. Das d.-ntsche Bol/ hat ge­leistet, was ein Volk leisten kann Man barf ihm nidjt den Vorwurf machen, daß es versagt habe l5et Wahlspruch unserer Politik lautet:Der Peine fragt: Was Bomml frnrad>?, der andere ist es rtdjt? Und also inrtvridjcfbci sich der Freie von dem ffnccht." (Starker, lang andauern­der Beifall.)

Läufig ersparen. Wir geben aber demgegenüber dcQ bestimmten Erwartung Ausdruck, daß der Te mSbilmachung-Lmmiisar uns.rer Sttllunanahnt entsprechend seine Entscheidung noch im Laufe dieser Woche füllen wird.

Der uns von Arbeitgtberseite zu­gegangene Bor sch lag für eine vom Schieds­spruch abweichende Regelung der Ge'.xrltsverhält- niffe muß von unS mit aller Entschiedenheit ob* gelehnt werden. Wir betrachten den Vorschlag als eine erneute Baschlevpunfrtaktik. Die immer noch anhaltende und steigende Teuerung würde eher eine Erhöhung der unS durch Schiedsspruch zu- gesprvchenen Sätze rech f Trigen aU einen Apstnch Der 28 jährige Angestellte, der in diesen Zähren meist Frau und Kinder mit ernähren muß, soll bei dem Vorschlag um monatlich 100 Mack schlechter gestellt jein, wie im Schiedsspruch ausgesprochen. der 2ujäfjrigc sogar um 2J0 Mark schlechter wie in unserer ursprüng ich n Forde­rung das ist doch eine starke Zumutung. Daß weibliche Angestrll e mit voll kauf mäni.i.ch r Aus- l Übung iinb Beichästiguiig 20 Proz. weniger er­halten sollen, wie männliche, ist eine nirgends roicberfcbttube Verkennung dtr Gleichberechtigung von Frau und Mann in der beutijen Beit. An- gestellt. , die fei * uilniti t" fttu1m6nni|d>! Lehr­zeit hinter sich haben, müssen dafür eitle ebm- solangegleichwertige" Dienstzeit radnnrifen, um mit den anderen kaufmännischen Auge eil en in Gehalt gleichgestellt zu werden: es ist deshalb nicht einzusehen, wcSholb sie schlechter btzahlt unb zu Lolnckrückern geiVmrelt werden sol en Im übrigen widerspricht bi t forte chlagere 91** elung der Bestimmung in § 3, III, Zift. 2 des Tori». Vertragsentwurfes: es würde ein sebr großer Teil der kaurmännischen Angel'cllten von den Derira-s- fäfrn au »geschaltet werden. Daß auch noch an ben Lehrlingen mit klwer geringen ©ergütung -tef ilsckt nxtben soll, mutet sonderbar an. Man wi l solche billigen Kräfte anfefy itertb in noch größerer Zahl einstellen, um kaufmännische Angestellte zu -er­sparen.

Wenn wir unsere ursprünglichen Forderun­gen fallen gelassen und unS dafür den niednger'n Sähen de- Sckw-d-spruckS mttetroorfcn haben, so zeigt dies, daß wir bei dieser abnormen Teutung genügend nackgielckg waren. Die ?! rb.it rteb*r sollen leben, wir aber auch: deshalb verlangen wir da­nn Schiedsspruch ausgesprochene Eristenz- mininnnn. Wir Angestellten sind in der Lage, den Arbeitgebern jederzeit in aller Vestentlichkeit vorzurechnen, wa- sie verdienen und daß sie Ihr* Anee^ellbe (rt amgomaßen guttn Di len b rnrt bezahlen können, daß sie ihr Dasein zu fristen ver­mögen. Man soll unS mir nicht mit vvn dem früher al- sehr sozial gesinnten Arbeitgeber vfl- fach riiitten 4yro<en*igen Gewinn am Saccharin kommen. An anderen gangbeten Artikeln wird viel mehr verdient

Man bat die Angestellten bisher so oft al» den neuen Mi trll'and neyidrd Di fe Bezeich­nung llinat wie eine Berdöhmmg, wenn man ber» gleicht, daß un reimt te SxmNrr'eiferaft an** nalnnÄvS bedeutend besser gelohnt werden wir bisher der allergrößte Teil der Angestellten."

bullsprvbe gefiel fieberhafte 6rtet,--- -

beuge ber doch noch so lange bcnuiitem, bis sie durch eine bindende Entscheidung durchs den Te* mobilmachllngsbommiffar g^haben ist. Die ein­stimmige Beschlußfassung des Schiedsspruchs vom 6 ds. Mts lagt uns, daß wir ganz aerrost fre höhere für uns günstige Entschrioung abroanen dürfen. Dir haben nichts dagegen cingcrocnbet, daß sogar an bet Ixmrrtgc> lung beteiligte Bet tretet der Arbeitgeber als Bei- fi&er beim Schlichtunpsausschuß mitgenntft haben. Wenn diese selbst mit den Arbeimehmerbeiiifrrn rinmürig dcm Sch^dsipruch zustimm^n, so haben wir die b.fhmmte Zuversicht, daß auch der höhere 2prud) nicht andars ausfallen wird. W>r können d.sl-alb unser berechtigtes Drängen nach endpül- iigcm Abschluß der seit Zafrcsfnst laufenden Ver­handlungen noch kurze Zeit befristen und der Gin* wvbmnchafl von Großen, ten Arbeitgebern unb uns bic unabsehbaren Folgen eines Streiks vor-

Dcrmlfditr»»

Gin tnnerikanlfchrr Dnmvfrr auf dne Mb« gelaufen.

Stettin, 14. Dez.Berliner Tageblatt": Die die Mannichall de- hier einn-lroffmrn Gtet» ti er DampfersJhtmbiQy" bcii-^et mußte bei Dampfer in der Nordsee auf feiner Weite noch Emden infolge Sturmes beidrehen In feiner Nähe bemerkte man ein rot,-- Licht und man hörte da- Geschrei der Insassen einet Bootes. ES gelang, das Boot auüunebmtn. In 'dm be­fanden sich 10 Ueberlebenbe des amerilomschen Danipfers , Bibern Clo". Tnt ©didfbrüAvttn waren vollständig ermattet Sie waren bereite 14 Stunden aui der See umdergetreben. Die Geretteten erzählten, daß der 7500 Tonnen frohe amerikanische Dampfer auf feiner Wnle von Newoork nach Emden bet Ameland auf eine Mine gelaufen und .-r unten M |Pn Rest der auS 42 Mann beitebend-n Ve'a»una de, Dampfer- fehlt fede Spur. Die ScfrffvrÜchigen wurden in Emden gelandet.

$ni Urteil X

frntfrtt ^J, v* 64 mn" KdSolii/ ^Ler^'nS ' «rtrCco rWUH 3 f®-

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w bui4 t» 10000,

»rbüüdr aus f Sn 8665 ffit » Ost-MM um wn 12 9'1

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Zofrmn

10000 J« 1 3307/50 A . qchogtni Seh.

Münck bo fei ömdüMfkfto IWito in ba: rang tym 3. Dir ÄnfltQoffte SnMöö.l. ti:

Die Angeftellten'vewegung in Gießen.

G ießen, 15. De».

Der vergangene SamS'.og brachte bie Ab­lehnung de - Schiedsspruch» des Sch l i ch t u n g Sa u » s ch u s fe s durch f ä m t - liche ArbeitgeberverbLnde. Einiae Bcr- Mitbe erklärten sich zu weiteren Verhand­lungen bereit und machten hierzu Gegen­vorschläge.

Ter Arbeitgeberverband bet In­dustrie in Oberhessen etfldrl sich bereit, er­neut mit den Angrstrllten zu verl»ndeln. Dabei müßten eini.K in tx-m vertrage entfrhenen UnTlar» friten beseitigt werden

Die twn dem Arbeitgeberverband äußersten Falles zu hipirtigcnixii Gehälter sind: im 1 G^hilst-njohr 200 Ml, im 2 220 Mk, im 3. 240 Mk , biS 22 Jahre 270 Mk., über 22 Jahre 300 Mk., über 24 Jal)te 3.D Mk., über 26 Jahre 400 Mk. über 28 Jahre 450 Mk., über 30 Jahre 500 Mk., über 32 Iahte 550 Mk. Weibliche kaufmännische Angestellte erhalten 20 Prozent wcnig.r

Angestellte ohne dreijährige kaufmännische Lehre für ein fache Arbeiten in Werkstatt und Bu­reau, wie: SkitKxitt- oder Lohnschr^ iber, dllfS- Träflc für Versantn-, Einkaufs-, KvlkulationS- und Üikmbureau, fiager und Registratur, Schreiber für fcwnib- und Masästnenarb^tt, auch solche, welche Stenogramme aufnchmen, femt- Teleplwnisten er­kalten : im 1 Jahr 150 Mk , im 2 Jahr 180 Mk., nn 3. Jahr 210 Mk, bis 22 Jafre 2l0 Mk., über 22 Jahn- 275 Mk., ül-er 25 Jahre 325 Mk. Diese G> kälter gelten auch für weibliche Angestellte bet Dorfhbmbrn Gruppe.

T^r Verein der Schuhwarenhänd- ler gibt die Erklärung ab, daß er sich mit den vom Schlichtimgsausscltuß normierten allgemeinen Bestimmungen sowie mit bm für ilm nur in Frage kommenden (MrltSfälzn für Verkäuferin­nen in Ladengeschäften einverstanden erfl&rt. Diese Zusage gilt jedoch nur, wenn sich bie Beikäuferinnen von leglicl-em Streik fcmlnlten. Andernfalls be­trachtet der Verein seine Zusage als nicht gegeben. Tie Sähe für Lehrmädchen lehnt der Verein als »u hoch ab. Er ist aber bereit, hierüber in weitere Verhandlungen rin>utrrtrn

Der Verein de r Detaillisten nimmt bte Gi-haliS^äve für Verkäufer innen in offenen ßabenihfduften ebenstallS an, lehnt aber die übrigen GelriltSfäye für Angestellte und Lehrlinge ab unb erklärt sich bereit, wegen der Gehälter weiter zu verhandeln.

Ter Schußverein der LebenSmit- telhändler lehnt die Sätze für bie kaufmänni­schen Angestellten ab. rrflirt sich aber mit den Gehaltssätzen für Verkäuferinnen einverstanden, tomn diese, so lange die Stationierung besteht, um 10 Prozent ermäßigt werden. Ebenso ist der Ver­ein brrcit, nrti den Angestellten erneut zu ver­handeln und glaubt im Interesse der Angestellten tu sprechen, wenn der LebenSmittelkleinfrndel in d- m »jrgvl.-gten Tarifvertrag vollständig auSge- fchaltct wird.

Alle diese Vorschläge wurden einmütig alS unannehmbar von der AngestelltenVer­sammlung abgelehnt, bie gestern vormittag von ber Arbeitsgemeinschaft der Angestellten Gie­ßens erneut im Geivcrkschastshaufe zusammen- berufen worden war.

Eine AnSfprache darüber, ob nun, wie eS in der letzten Berfammlilng beschlossen worden war, sofort gestreikt werden solle, schnitt der Vor­sitzende ber Arbeitsgemeinschaft ab, indem er folgende

Arr» Statt und Land.

Ciellen, den 15. Lezonllec 1919.

vorkshochschnle.

TaS 1. Semester der Dcl.'shochschule ging am Freitag der vorigen Woche zu Ende An frn Ver­anstaltungen, einschließlich der Elementarkurfe. nahmen über 500 Personen teil, die den verschie­densten Berufen und Kreisen angebär tot Etwa die tzälste davon waren Frauen.

Tas zweite Semester wird am Montag, 12. Januar, begannen und abermals 10 Wochen dauern. DaS Verzeichnis tkte Arbeitmeinfchaften unb Vortragsreihen wird von Mutwoch dieser Woche ab zu haben fein Näheres werden Anzeigen in unserem Blatte besagen.

Tas Dcrluf.CTX Semester war für Girst-n ein erster Versuch Der Gedanke bat erfreulich an Boden gewonnen. Ein Stamm von börern hat 'ich gebildet, der den Geist, den die BokkSlvchschule pflegen will, m da- Leben hinauSrväAt. TaS wird die wirksamste Empfehlung sein. Es besteht be* gründete Hoffnung, daß bie Dörerzahl im kommen­den Semester fteigt.

Um den $)örem nochmal- Gelegenheit zu bie­ten, sich über wichtige Fragen auszusprechen und Wünsche unb Anv.gungen vorzubringen, ifaibel am Tonner-tag de n 18 De»., abends 8 Ufr, eine allgemeine tz-rerverfammlung tm Siugsaal der Ofrrrvallchule statt (nicht am Tien-tag den 16 Dez., wie in zwei Kurien Dcrfetrntlid) angesagl wurde).

Am Samstag, 6. Dez., fand die erste Mll- glicderveriammlung de-Verein- .^Volks­hochschule Gieß' n" statt. Die Satzungen wurden beraten unb genehmigt. Der bisherige Vorstand wurde einstimmig reichergenräfrL Ferner wurden 10 Verireter der Mitglieder bestimmt für den Au-schuß, dem außer ihnen noch Vertreter der beigetretenen Körperschaften sowie der Be­hörden unb Schulen angehören sollen

Gültige Lebensmittelmarken

für die Zeit vom 15. bis 21. Dezember 1919.

Brot: 23 0 Gramm Brot ober 1680 Gramm Mehl Brot Kilogramm 83 Vf., Weizenbrotmehl Kilogramm 1 Mk.

Butter: Marke 50. 40 Gramm Margarine zu 45 Pf, 80 Gramm Bu ter 1 15 Mk

Fleisch : Doch nabschnitl 51. Metzger für Fremde §)ch. Dcnkrl, Wall:orstraße

Zucker für Dezember noch nicht ringrtroffen.

Nährmittel für Dezember: Auf Marke B 250 Gramm Grieß, 125 Gramm Trigwaren: Marke C 125 Gramm Graupen, 250 Gramm Teig­waren.

Nährmittel und Zucker für Zugezogene: Emil Dörr, Großer Steinweg 14, Emi i' Banse. Frankfurter Strotze 70, tzch Roßbach Vlockstr 2, August Wallenfels, Marktplatz 17, Robert Wiet­sche!, Krosdorier Straße 10.

Zucker für Kranke: v. Roßbach, Vlockstr 2.

Näh mittel für Kranke: tzch. DebuS, Fried­richstraße 5.

Mehl für Kranke: Kilogramm 1 23 Mk, ff. Boraer, Detzstrinnasse 15.

Nährmittel und Zucker für Fremde: C. G. Klrinhenn, Bahnhofstraße 59.

Seife: Marke für Dezember 1919. Anteil 125 Gramm ff A-Seifenpull'er, daS Vfunb 90 Pf Die zur Ausgabe gelangmben 83 Gramm Butter find für die ft riet tage beftimmt

** M tlchverteilung Db-nSVag den 16. d. MtS. wird aut die r/^llrr-Marten Milch -ruS- gegeX-n.

Freibank. Dienstag, 16. Dez., wer­den von 13 Uhr die Nrn. 150 beliefert

Veranstaltungen

Montag: StadtlHeater, 7 Uhr, Die Wild­ente. Lickzt spiel Haus,DaS ©rif seines öe- ten«" (Albert Bassermann). Lichtspiele Gel- terSweg,DoS unheimliche Schloß',ffarlchen ist nervös" undSturmtage in Berlin".

diese« Termins frnfc ber Cfny6tatg auf bas

Postscheckkonw auch die Kosten ber»niügaL

* Schlafwagen. (Doljf., Tie Eisew- babnbirdrion teilt mit: Born 15. Dezember 1919 afc werben Bettplätze in ben staats- etgenen Schlafwagen nur noch gegen Lö­sung von Fahrkarten 1. Klasse unb Bettkarten 1. Klasse vergeben.

Landkreis Steden.

M. 6tAnberg, 11. Dez. In den letzten Tagen wurde im Gießener Anzriier von dem Wasserwerk der S:a« Gießen beriefre welches fein Safier von unserem benachbarten Cnctfbotw bezieht Es dürfte aber noch wenig bekannt fern, datz sich ganz m unserer Nähe ebenfalls ein Wasser­werk berinbrt, wclckes 13 Ortschaften und zwei Städte unferer Lroomz Cbcr<e sen mit Das er ver­sorgt. Ter mächtige fcocfrrbälter liegt tt unmittel­barer Nähe unteres benachbarten Lauter, die Quel­len sind in dem nahen Wald Dre Rohrleitung, welche von diesem ausgefr, hat eine Länae von etwa 30 Kilometer Luftlinie unb einen Turromcffer von 45 Zentimeter. Sie gibt Das er ab an bu Gemein­den Lauter, Oder-Briiingen, Nomn-nroth. Bll- lnigen, Jrcheiben. Trais-Lwrloll Utpfr. Vteriiabt, Wölfer-Henn, Södel. Melbach, Dorheim. Sckpoal- heim, Bab-Naufrim, Fiicdberg. Die nichlich diese Quellen fließen müiten, gi-fr daran- hervor, bafe die 13 Ortschaften ohne die brtben Stäbte täglich etwa 9iX)000 Liter Wasser dcnöngen. Da ganz w der Nähe freier Duelkit noch andere liegen, .berat Waller mttzlo- absließt, so möge dies dn Finger­zeig sein für bteimigen Ortschoft.-n ba näfrrm unb nteiterai Umgebung, die noch Beine Dallerlrittmg haben. Ist doch da- Wasser bet Lauterer Wald- auellat von ganz vorzüglicha ^idxifknfriL

g. Rübdingstzauien, 12. Dez Leute wurde unser naincroäfrter Beigeordnete fteinru# Theis IV. verpilichrct unb in kl» Amt einge'üchN. Da bie Düraerrneisterwahl noch nicht entschieden ist, nrub ba B^igcord eie auch bie fbftnvrnhiuerri* geschä te fülweu. $>-ute find ihm zu die cn Zweck die Akten üjcrlietert rooibcn. Die G schä de wur­den biflxr von dem alten Beigeordne en Jak. Ri-

Starkentzurg und Rdelnhellen.

eto. Mainz, 13. Dez. An Stelle des zum Pforzheimer Cbcrbünenndftet gewähl­ten Bürgermeisters Dr. Qnliibcrt wählte bie Stadtverorbiietcnverfammlung den ReckttS- anroalt Dr. Ehrhardt zum besoldeten Bei-

Die Oberhessische Gesellschaft sür Natur- und Heilkunde, naturreinen- fchaftliche Abteilung, hält morgen Dien-tag abends 8'/» Ufr im tzörfal des phys. Instituts ihre Hauptversammlung ab, in der Pros Kaiser einen Vortrag Über Wind und Wasser in da Düste halten wird. Pros, ffaiier Hal an den Kämpfen in Südwestafrika teilgenommen und ist bann bis Enbe des Krieges in engliicher Gefangenschaft in Sübwestasrila gewesen. In biefen 4T/, Jahren bat er reiche Erfahrungen über bie Natur des Landes sammeln lönnen.

I m Oberhesslschen GefchtchtS- verein 'Mach am Fei tag ab itb Trrf Dr Qflpp, b.T Ti k or der r mi ch-^r iMLni ch n Ln ll n be.' Leutia-e.. 24rd)auluui,unni x$..l.u..U ui o-maiurt am Main. Er Halle sich die Aufgabe gestellt, Kunstbenkrnäler auS römischen Provinzen, na­mentlich vom Rhein, im Lichtbilbe oorzuführen, sie zu er Hären unb künstlerisch zu bewerten In einem Vortrag von n-ifte ifdx) Lieber Gründlichkeit begleitete et bie zahlreichen Daritellungm. Tief: haben teil- bas HL»slich' Leben ba unterworfenm Bewohna -um Gcgaistanb, wie da« n<u<nifgefun­dene Wormser Relles, bad in primitiver Realistik einen Ausschnitt aus dem Gefchärl-lefrn eines argrntariu- heute Bank» rt zu bringen sch int. feierten. Auf die stilkritischen Untersuchungen des Sage zurück, so das von dem Selfrtmorv Irr Ajaz. Eine Dritte Kategorie umfaßt bie Soldatenreliefs, meist Grabsteine, die mii mehr ober weni»-r G> schick die kriegerische Tüchriisit des Bcrstorderern tetäte. Auf Die stilkritischen Untersuchungen fr-s Vorrragenben einzugeden, ist hier nich: da oecht» Platz: nur eine auf Bild und Dort gestützte Vor­führung kann anschrultch ornug wirken, um uns jene Kunst etua fernen «ergönnenbit nah-zu- bringfii. Die in scharfen Bildern gebrachten Denk­mäler smd meist gt-nügenb abalten, um auch Dem Laien bei sachkundiger Füfrung einen Kunstgenuß »u gewähren Die za bl reichen Zuhöra dankten dem Vortragenden lebhaft.

Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen. Tie noch rückständigen Beiträge lur ffrairkenkasse unb Invalidenversicherung für ben Monat Ottoba 1919 können noch bis tum 81. d Mts. ohne Koste» bezahlt werden Rach Ablauf

Ur Fom mii ftdenden Arlik

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Ingritt:

Zu ben in «rtbaltencn Au yfltllttn, stellt tilverbandes ft OeffenÜichlkjt

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Zur Begründung btefa Entschließung würbe von verschiebenen Rebnern auSgcführt, baß eine sofortige ArbeitSnieberlegung als roilba Streik zu betrachten fei, ba bie Eimvilligung der einzel­nen Verbände noch aussteh« Weiter wurde mehr* fach vom Borstanbstisch versichert, daß bestimmt damit au rechnen sei, daß der DemobilmachungS- kommisfar den Schiedsspruch binnen funa Frist für bindend erllären werde. Für da- Zu-Ende- Okben de- einmal beschrittenen Deges spreche weiter, daß man sich die Sympathien der Bevöl­kerung und des Demobilmachungskommissar- nickt verscherzen dürfe, indem man daS schroff ableh­nende Verhalten der Arbeitgeba mit roher Gewalt beantworte. Diese Ablehnung sri um io weniger verständlich. alS der Schiefr-spruch vom Schlich- tung-aii-schuß einstimmig, also mit Zusftrnmung der erwählten Vertrete da Arbeitgeverichaft ge- sällt worden sei. die damit bie Berechtigung der m dem Schiedsspruch nieder gelegten Gehatt-sStze usw. anerkannt friben.

Diesergemäßigten" Richtung standen einige Redner gegenüber, bie ben sofortigen Eintritt in den Streik beantragten. Für die in ber Ver­sammlung herrschende Stimmung war e- bezeich* Nend, daß bie Befürworter der sofortigen Ar­beitsniederlegung lebhaften Bei all sanden, reäh- renb dem Vorsitzenden ber Arbeitsgemeinschaft die Einbringung der obigen Entschließung mit einigem Mißtrauen seinen spätaen AuSlüfrungen gegen­über gedankt wurde. Wenn bie Gemäßigten schließ­lich doch burttibringen konnten, Jo war dieser Um­schwung hauptsächlich der durch Stichproben er­folgten Feststellung zuzusckreiben. daß die Ange- aeslelltenschaft nicht vollzählig in da Versamm­lung vertreten war, daß von einigen größeren Firmen nur etwa zwei Drittel ihrer Angestellten etidnenen waren, waS aber in ber Hauptsache auf hie Einstellung bes Zugverkehrs am Sonntag zurückzusühren fei.

Ta Vorfitzende deS Gewerkschaft»- kar teil-, da nochmals erklärte, daß die Arbei- tersckost Gießen» nach wie vor hinter den Angestell­ten stöbe, war ebenfalls für Anrufung des Temobil- machungSkommissar». Einige Vorwürfe, daß die ArbritSgemrinschaft einen eventuelliu Gtrxif nicht genügend norberriid habe, wurden vom Vorstand damit beantwort et, daß eine rollstänbige Streik­organ i s a l i o n bi» in» einzelne au»» arbeitet sei. wenn fre vasammlung den Streif beschließe, kSnne sofort da fatige StrafVlan genehmigt werden.

geordneten. Die IL S. P hatte abacaeben.

Hellen-N asslm.

Nachdem ftch bie 7 wirtschaftlichen Verrini» aungrn der Arbritg^ba Güfrns dem Schieds­spruch des Schlick» mu.i-auSfchuife» vom 6. Dez. 19lJ nicht untvrreurfvn haben, soll bo» letzte ge­setzlich »u Gefrt itebrnbc Mincl in Anspruch ge- noMinen unb da Staat»kommissar für bie wirtschafili.fr Teurebilnuulnmg in Dormstafr a- sucht werfrn, den Sckried-ipruch für bindend zu erklären. Tie Durchiüfrung fr-s Beschlu se» ba Versammlung vom 10 b». Mts, die Jußimmung der Arbritqeba zu genainttem Sdjieb»|prud>, ohne die Enlsch roung des Deiiwl.'ilmochuiig-tz.>mmii'iarS obzuwarten, durch gemeinsame Arbeitsnie­derlegung zu erbringen, wird aus Zureden be» Vonitz.ni>n unb verschiedener anbaa Redna 6o r l ä u i i g auSgesetzt Tu* ^rerbafüuiuxn .sollen aber derart gründlich tocitagrfdrtxrt wa- den. daß nur auf den ffirepf zu brücken ist, um ben Streif in twfrtrerbariteta Weife zu begin­nen. Tie ocrianinulten Angestellten nehmen mit größter Bestimmth.ü an, botz sie auch zu ihrem Ziel gelangen werden, wenn ite frm vorletzten Go n n t a g vor Weihnachten nicht zum Streik in Anspruch nehmen. Sie sind noch rin- frlvmder Erörternilg fr» für und wida zu ba Einsicht g langt, friß ein Straf in der tetzigen Weih!iach:»gesck)ä:tSpnt bir Arbeitgeber zur An- erfennung des SchtedsfpruchS vevanlaisen würde, zumal tei» Gewe r 7 s ck astskarte11 sich be­reit erflärt du. ben Streik ber Angestellten mit oll n Mitein er» geweif.chaftlichen Kampfe» in Kliboriicfrr Weis« zu unterstützen, sie ft Im aber trotzfr in oorUhniq vorn Streik ab in Erwartung ber für sie günstigen Entichrifrmg des Demofrl- maä)inig»1bmmiiior».

VuckLrgeriehte.

h. ftrantf urt o. M., 12 Ta. Mii ba Bildung da Wuchergerichte wird es nun­mehr auch in FranlsuN ernst. Da» Duchl-raerickt wird dem Landgericht angeglieden unb besteht aus drei BeaifSrick'eru unb zwei Laien, von denen da eine au» den Streifen der Erzeuga, frT anbae ein Dafrauckra sein soll Gegen bie (tnt'cfri'nmg ba Wuchagaichte gibt eS bekanntlich keine BerufunU.

Krris Büdingk«.

Büdingen, 14. Dez. Die Mhtfldrn Körperschaften ernannten Jfauimmn Gustav Dörr aus Frankfurt a. M. zum Ehrenbürger von Büdingen.

Rrrf5 LarNerdach.

O Lauterbach. 12. Te» Tie irrrhrierte ftocharnppe der S ch r e i n e r m e i ste r des Üv^teS ait Mindestpreis« für Möbel festgesetzt, be sich in ba Hauptsache auf 5d)lahimnia» unb stücken inrichtungen bezieh n Danach b« räat da Vrei» für eine fkimrl'tte rinsache Küche 580 Mark, für eine beft'ae Küche 8001000 Marf. Ein Schlaft immer in Eichen mit dreiteiligem Spiegel­schram kostet 3500 Mark, während iich die Pvnse für ein Tannen-Schlaftiimna je nach ber Aus­stattung, tnnitfrn 1460 und 2500 Marf bewegen ffrrid ftrikdberg.

dnz. Ostheim, 12. Dez Gestern bri<M«fr nahmten Boomte ba Militärpolfteiitrile Vad-Rm- brim ein frisckgefchlachtetes S cha f. TX.t Verkäufer und Käufer werden einer Bestrafung ent* ge vnkben. Da Sckiebtr a mit Schwarrichkachtung voriiefr, kommt ba» beschlagnahmte ftlciid) fr» Bewohwan Ostchrims fuff te.

- Rockenberg, 11 Dez. Für fr» da- stvrfrnen Bürgermeister Mettna wurde ba bU- b-rige Beigeordnete Beta Landvogt 846 Stimmen zum Bürg-ameista gewählt.