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Birlebach wurde Mitt-

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9 bie hiessge MvrdaffSre aufgeklärt. Der fanb ergab, daß B i r leba ch ermordet worden ist. Jaoobi hat diesen zunächst durch euren Schuß in die Brust lebensgefährlich verletzt, sich beim auf das am Boden liegende Opfer ge­kniet und durch einen rvohlgezielten Kopfschuß petötet. Herzberger liegt noch sehr schwer tm Limburger Krankenhaus darnieder; ob er mit dem Leben davon kommt, erscheint z.veifelhaft. Ter Mörder ist trotz umfassender Nachforschungen

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daß sie s^ am dividiert ivci eine Personen bc>| Fa entnn SiötMurr laM ('Sintecittr.i oschen. Er (d Die beiden Wo), äugen des ti iftai der Stieger, trag von rund bl ir den Opfersinn lA rührige TätiM fe ynn Sclmtze bet tu1 Men vorher schor t

woch unter großer Beteiligung vieler Trauergäste auf dem hiesigen Friedhöfe beerdigt. Frau Jacobi, bie am Tienstag sestgenommen war, wurde wieder aus der Haft entlassen.

Der Leichcnfund im Frankfurter StadtwalL.

= Frankfurt a. M., 14. Aug. Tie Unter- suchung ber im Stadtwald ausgefundenen Setrfv? ergab . daß der Mann durch einen Schutz in beit Hinterkopf getötet worden ist. Es darf mit Sicherheit angenommen werden, daß der Erschossene auf Bahnhof Goldstein ausge';iegen ist, um hier der französischen Grenzkontrolle zu entgehen. Er ist dann mit seiner Schmugglenoore auf einem nur von Paschern begangenen Waldwege franzö­sischen Wachen in die Hönde geraten, die ihn, als er zu fliehen versuchte, niedersa;ossen. Ter Schwer­verletzte hat sich noch einige Schritte weiter ge­schleppt und ist nach kurzer Zeit im Waldesdickicht gesborben. Es handelt sich um den Kaufmann Heinrich Ring aus Munster a. St. bei Bingen.

Eine Salvarsan-Tragikomödft.

---Frankfurt a. M., 14. Aug. Auf der Wachstube der Hilfspolizei am Hauptbahnhof erschienen am Dienstag zwei angebliche Staatsanwälte aus Stuttgart und zeigten än, daß im gegenüberliegenden Hotel Excelsior ein S a l v a r s a n s ch i e b e r sei. Als der Schieber das Hotel verließ, folgten ihm zwei Hilfswachtmeister in unauffälliger Weise bis eine Privatwohnung, wo man einen zweiten Schieber, der eine größere Menge Salvarsan bet sich führte, verhaftete. Telephonisch holte man die beiden Staatsanwälte herbei, die die Ueberführung der beiden Schieber samt dem Salvarsan nach der Wache der Hilfs- Polizei veranlaßten. Die Staatsanwälte, die Schieber und die Begleitmannschaften be- !laben sich in das Wachlokal, während elbstverständlich das Salvarsanpaket im luto draußen liegen blieb. Als nach fünf Minuten das Paket in das Lokal geholt wer­den sollte, waren wohl auch selbstverständ­lich Auto samt Salvarsan verschwunden.

In den Flammen umgekommen.

Hadamar (bei Limburg a. d. Lahn), 14. Aug. (Wolff.) In der letzten Nacht brach in dem Hause des Schreinermeisters Meister auf dem Neumarkt Feuer aus, wobei die Frauund fünfKinderinden Flammen umkamen. Nur der Mann selbst und ein Sohn konnten sich retten.

Die Aufteilung des Kreises Biedenkopf.

B ie de n ko p f, 11. Aug. Ter Kreis Bieden­kopf und seine Hauptstadt haben eine auftegenbe W-nfa hinter sich: Tie Nachricht von der regie­rungsseitig beabsichtigten Aufteilung des Kreises bat bie Gemüter arg ergriffen, Wünsche und.An­sichten ausgelöst unb alles andere, was die Strid» ttm-ohner bis dahin bewegte, in den hinter gnmb L gedrängt. Ganz besonders aber war es die Kreis­stadt, der die Dotscfaft sehr an die Nieren ging. ' Ter Ala gift rat fat denn auch nichts unterlassen, nxtö geeignet erschien, einen Riegel vorzuschieben, er hat Stellung genommen gegen ein Vorhaben, hellen Verivirftichung den Ruin den Städtchens im Gefolge gehabt haben würde. Magisttat und Stadtverordnetenversammlung faßten am 4. und 6. August gegen eine Zerlegung des Kreises scharf Stellung nehmende Beschlüsse, desgleichen am vori­gen Freüag eine Bürgeroersammlung. Am i Samotag vormittag fand dann eine weitere Der-. I sammluiig statt, in der dem Kommissar des Ober- s Präsidenten, Reg.-Rat Tr. Krause-Kassel, Gelegen- j heit gegeben wurde, die Stimmung aller Betei- I ligten ans dem Kreise zu erfahren. Nach aus­giebiger Erörterung, in der die Mehrzahl der Redner sich gegen eine Zerlegung des Krerses Bie- dcnkops aussprach, erklärte Reg.-Rat Krause, daß ihm das in der Versammlung gewonnene Material Veranlassung geben müsse, dem Oberpräsidenten dahin Vortrag zu halten, daß die eigenartigen Ver­hältnisse des Kreises, die mit anderen nicht oer- . glichen werden könnten, einen Eingriff, wie L den beabsichtigten, nicht zu rechtfertigen , vermögen, daß insbesondere die mit den wirt- I sckältlichen Verhälttnssen eng verknüpften völ- l kischen Gesichtspunkte nicht außer acht gelassen werden dürsten, ferner aber Volksabstimmungen ] in gegenwärtiger Zeit nicht ratsam seien, weil sie infolge der bestellenden Erbitterung ein zutt.'f- I sendes Urteil doch nicht zuließen. Es hieße aber cud? die Kreisstadt aller Würde entkleiden und I ihr schwerwiegenden Schaden zufügen, wollte bie Regierung auf der Ausführung ihres Vorhabens beharren. Tafar dürfe er der Versammlung schon | heute das Versprechen abgeben, daßalles beim alten" bleiben werde. Tiefe Erklärung

I wurde mit freudigem Beifall aufgenammen. *

wa. Biedenkopf, 14. Aug. Das I Stadtverordncten-Kollegiurn faß(e folgenden

Mit 50000 Mark X?« an beitehendeu,. rentablem, kaufmännischen Unternehmen, einerlei melcfar Söraudie, aktiv oder passiv beieiligen. Es können nur absolut gediegene Geschälte in Frage kommen. Vermittler unbedingt ausgeschlossen. Diskretion wird ehrenwörtUch zngesichert und ver­langt. Siichtanontime schriftliche Angebote u. 015958 an den Gießener Anzeiger erbeten.

einstimmigen Beschluß:Die Stadtverordne- ten-Versammlung bewilligte zwecks Herstel­lung von 60 E i n f a m i l i e n h a u s e r n , die zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot schnellstens herzustellen sind, V« der Ueber- teuer ungskosten in der Voraussetzung, daß die restlichen/* vom Reich und Staat aufgebracht werden.

a d H o m b u r g v. d. H , 14. Aug. Der Schriftsteller Fritz Martin R i n t e l e n, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Bildungsausschusses für den Obertaunuskreis sich große Unterschlagungen zuschulden kom­men ließ, wurde auf dem Frankfurter Haupt­bahnhof verhaftet.

= Frankfurt a. M., 14. Aug. Bei der Ausplünderung eines <nit Gummi­absätzen gefüllten Eisenbahnwaggons am Güter bah nhof wurden zwei Eisenbahn­beamte überrascht und verhaftet.

Frankfurt o. M., 14. Aug. Tie heutige Stadtverordnetenversammlung be- schöstigte sich mit der Teckung des Haushaltsplans durch bie Bewilligung neuer und die E rh ö hu ng bereits besteheilbcr Steuern. Bei den Einkom­mensteuern handelt es sich um einen Bedarf von 50 Millionen Mark, wovon 34 Millionen dem Kriegssonds entnommen werden sollen. Es wur­den bewilligt bie Erhöhung der Gemeindeei n- fommeufteuer von 150 auf 325 Proz. der staatlichen Sätze mit entsprechenden Staffelun­gen nach den Einkommen der Zensisten, die Haus­steuer von 100 auf 120, die Landsteuer von 100 auf 120 Prozent. Neu eingeführt wurde die Filial­steuer mit Ausnahme der Geschäftshäuser, in bereit Filialen Lebensmittel verkauft werden, und die Neklamesteuer. Tie Plakatsteuer wurde abgefthnt. Ter gesamte Steuerkomplex wurde gegen die Stim­men der U. S. P. angenommen, bie durch ihren Führer erklären ließen, daß sie überhaupt jedwede Steuer, ganz glcid) was für eine, grundsätzlich ablehnten. Aus die Aufforderung von Reditern aller Parteien, doch für die Deckung der notwen­digen Ausgaben neue Vorschläge zu macfen, schwie­gen die Mitglieder der U. S. P. Auch die vom Magistrat vorgeschlagene Erhöhung der Gebühren­ordnung sand Annahme. Ein Dringlich keitsantrag behandelte die Sck>rdcnsersatzpflicht für die Plün­derungsschäden vom 31. März, die 8 Millionen betragen. Der Magistrat wurde beauftragt, beim Reich dringend dahin vorstellig zu !Derben, daß das Reich den Schadenersatz übernimmt, da der­artige Schäden als Kriegsschäden artzusehen seien.

O Fulda, 14. Aug. Die Heuernte auf den unermeßlichen Bergrücken der ho hen R h ön die durch das schlechte Wetter im Jftli und zu Anfang August stark beeinträchtigt wurde und schön gefährdet erschien, geht nun flott vonftatten. Das Futter dereinschürisen" Bergwiesen ist üon vor­züglicher Qualität und auch reich im Ertrag. Bei den kürzlich abgehaltenen Versteigerungen der aus- aebelynten fiskalischen Wiesenflächen wurden für den Morgen, der vor dem fr-riege für 24 Mk. zu habsn 6var, 100250 Mk. bezahlt. Interessant ist gegenwärtig das Volksleben auf der hohen Rhön, lieberen sieht man Zelte aufgeschlagen, in denen die Bevölkerung aus den Talgründen wohnt, bis sie das Heu glücklich geborgen hat.

oz. Hanau, 14. Äug. Von zwei Zugereisten wurde im Hotel zur Post ein unglaublich frecher Gaunerstreich verübt. Sie weckten den Portier, gaben sich als Kriminalbeamte aus, die nach zwei holländisckien Hotz Händlern fahndeten und zwangen diese zur Hergabe ihrer Pässe und Geldmittel. Widerstand sei zwecklos, am Eingang des Hotels ständen vier Leute der Bürgerwehr. Tas war auch tatsächlich der Fall. Tann beschlagnahmten sie das Gepäck am Bahnhof und mochten sich! aus dem Staube. Tie Kriminalisten waren Gauner. Sie fabelt sich der Bürgerwehr gegenüber mit falschen Pässen ausgewiesen. Ihre Spur führt nach Frank­furt.

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ww Chemnitz, den 21. Jan. 1919. MStöuS r tieilqueDe Karlsfpruöel 4-vV» WV Scltersergrenze

Biskircken 14, Fernruf 1.

. . . . Ich freue mich, Ihnen über Ihr Wolfer nur Ä iUÄ. ÄÄt

das Äufs^en erregt 5a5e7In von Balfour verfaßt worden.

Versailles, 14. Aug. (WTB.) Die Ant­wort der rumänischen Regierung auf die drei Noten des Obersten Rates der Alliierten über die Ereignisse in Ungarn wurde vormittags der Friedenskonferenz überreicht. Tie Ueberrei- chung verzögerte sich nach einigen Abendblättern, weil die rumänische Delegation die)tc umgear­beitet hat. Nach demTernps' entspricht ihr In halt den Erklärungen, die der rumänische Gesandte Antonescu gestern in seinem Blatte abgcgÄen hat. Um 5 Uhr nachmittags trat der Oberste Rat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um ftber bie Note zu beraten. Den Vorsitz führte der Minister des Aeußern P i ck> o n. Der Verfanblung wohnte als Vertreter Fachs, der sich auf Urlaub befindet, General Weygand bei. Der Rat be 'chästigte sich gleichzeitig mit dem formellen Protest der tschecho-slowaliichen Slegicrung über die Wieder­einsetzung der Habsburger in Ungarn. Nach der .Liberte" hält der Völkerbund seine konstituierende Versammlung nicht im Herbst, sondern erst zu Be­ginn des tommenbm Jahres ab. Nach dem gleichen Batt tritt demnächst in Paris eine Konferenz zu­sammen, die alle Fragen behandeln soll, die zwi- sckwn den neuen europäischen Staaten und Klein­asien sich ergaben.

Räumung Kurlands.

Mi tau. 14. Aug. (WTB.) Bis zum 13. 8. wurde bie Linie RaggasenTuckumSaaten Normen unb das gesamte nörblich der Linie gelegene Gebiet Kurlands geräumt.

Anfprüchc Kaiser Karls auf Ungarn?

Berlin, 15. Aug. In der Ofenburg soll nach demBerliner Tageblatt" ein Handschreiben des Exkaisers Karl an den Erzherzog Josef eingetroffen fein, in roeldtem der erstere darauf hinweist, daß er noch immer rechtmäßig gekrönter König Ungarns sei. Sodann betraut er bis zum Augenblick seiner Rückkehr ihn mit bet Stellvertre tung unb brückt ihm als Chef bes Hauses Habs­burg den Tank aus für bie ber Dynastie geleisteter Tienste.

Razzia auf die ungarische Rote Arm«.

B ub a be ft, 14. Aug. (WTB.) Korr.-Bureau. Die zersprengten Truppen der früheren Regierung halten sich in kleineren Gruppen in den Wäldern auf. Zu ihrer Festnahme ordnete das Militärkom­mando im ganzen Lande Razzien an.

Ernteschwierigkeiten in Ungarn.

Budapest, 14. Aug. (WTB.) Dem Amts­blattBudapesti Koezlongy" zufolge können bie 'Truscharbeiten im Lande wegen Kohlen- unb Benzinmangel nicht ausgeführt werben. Ties be beutet für Ungarn eine Katastrophe und ist ge­eignet, auch ber Ernährungskommlssion der En­tentemächte gesteigerte Sorgen zu verursachen.

Lebensmittclunruhen in Paris.

Berlin, 14. Slug, (WTB.) DerBerliner Lokalanzeiger" melbet: Gestern kam es in Paris zu großen lärmenden Kundgebungen gegen den Lebensmittelwucher, die sich gegen abend über bie ganze Stabt ausbreiteten. Clemenceaus Abreise war burch ein starkes Aufgebot von Polizei und Solbaten gesichert.

Herabsetzung der Lebensmittelpreife in Amerika.

Jacksonville (Florida), 14. Aug. (WTB.) Reuter, lieber eine Million Eier, hunderttausende Büchsen Lebensmitttlkonservcm und 27 500 Pfund Zucker würben zur Herabsetzung ber Lebensmittel- preise beschlagnahmt.

Schwedischer Luftschiffdienst.

Berlin, 15. Aug. Wie aus Stockholm be­richtet wirb, beabsichtigt bie neue schwedische Lust- schifiahrtsgesellschast in allernächster Zeit einen Luftverkehr Stockholm Helsingfors Berlin Malmö Göteborg auszu­nehmen. Man rechnet mit einer Flugdauer von 3, 7l/s, 4 unb 3 Stunden für diese Entfernungen.

Großfeuer im Zossener Barackenlager.

Berlin, 14. Äug. (WTB.) Am Domrerstag abend brach im Zossener Barackenlager ein Groß­feuer aus und nalpn infolge heftigen Windes unb Wassermangels sowie ber unzureichenden Löschhilfe bald eine große Ausdehnung an. Da die aus den tnnliegenbcn Orten berbeigerufenen Feuerwehren dem Feuer gegenüber machtlos waren, wurde auch die Hilfe der Berliner Feuerwehr mtgerufen. Diese konnte aber nur einen Zua entsenden, weil bie elek­trischen Fahrzeuge nur 35 Kilometer zurücklegen können. Der Berliner Löschzug kam 9Vs Uhr an der Brandstelle an. Mit seiner Hilfe und den in­zwischen aus anderen Orten eingetroffenen Wehren gelang es, den gewaltigen Brcnw zu begrenzen.

lierung ber Ohm und der Wohra, weil die erhöhten Lohnßorderurtgen ber Arbeiter nicht bewilligt wurden. Eine am 24. Juli hier abge­haltene Besprechrmg wegen Beilegung des Streiks, in ber Arbeitersekretär Hüttmann aus Frank­furt den Vorschlag machte, den ©tunbenbobn von 1 Mk. auf 1,20 Mk. zu.erhöhen, wurde abgelehnt unb so gingen die Vertreter ergebnislos auseinan^ ber. Gestern hat sich nun der Schlick-lungsausschuß in Marburg mit der Sache beschäftigt und folgen» den Spruch gefällt:Ter Schliichttrngsausschuß sprickit sich einstimmig für die grundsätzliche An­erkennung des Reickis-Tarif-Vertmgs für das Tief- bang enterbe durch die Arbeitgeber aus und erarfaet ebensalls einstimmig noch Lage der Verhältnisse die Festsetzung ber stündlichen Entlohnung für einen Dollarbeiter bis zum 15. September auf 1,20 Mk., danach bis zum Jahresschluß auf 1,30 Mk. für angemessen. Die Parteien haben sich bis Ende der Woche über Airnahme ober Ablehnung des Schieds­spruches zu erklären."

[] Marburg, 13. Aug. Trehiesigen S chu h- mack>ergehilfen find wegen Lohnsordermrgen in den Ausstand getreten.

0 Marburg, 14. August. Ter heutige Schweinemarkt brachte eine Zufuhr von 352 Ferkeln unb Läufer. Bei reger Nachfrage und flottem Absatz gingen die anfangs jurüdgicanigenen Preise wieder in fae Höhe. So (osteten 68 Wochen alte Ferkel 80110 Mk., 1215 Wochen alte Ferkel 220250 Mk., und Läufer je nach Alter

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Letzte Nachrichten.

Die Kohleukrisis.

Berlin, 15. Aug. (WTB.) In derDeut­schen Allgemeinen Zeitung^' wird die Kohlennot unb Kohlenförderung vom Standpunkte des Arbeit­gebers besprochen und gesagt: Tie Verkürzung der Arbeitszeit seit November hatte einen Ausfall von 30 Prozent ber Friedensrörderung zur Folge. Dieser Rückgang bringt unser Wirt) chafts- leben in bie größte Gefahr. Ter Eisen­bahn fehlt bie Betriebssicherheit. Sie weiß nicht, wie lange sie noch Kohlen erhalten kann. Gas- unb Elektrizitätswerke kommen in bic größte Verlegen­heit. Auch für bfo Landwirtschaft drohen ungeheure Gefahren. Teilweise ist das Getreide ber alten Ernte noch nicht ausgebrofchen. Wie bie neue Ernte ein gebracht werden soll, ist nicht abzusehen. Gleich einem Bleigewicht hängt ber Friedensver­trag an uns mit der Belastung von 40 Millionen Tonnen pro Jahr. Tie Bergherren warnen vor einer weiteren Vinkürzung ber Arbeitszeit im gegenwärtigen Augenblick, aber sie haben sich bereit ernärt, die Vorbedingungen zu prüfen, wenn eine Verkürzung möglich ist.

Die Sozialisierung der Elektrizitätswirtschaft.

Weimar, 14. Aug. (WTB.) Der 14. Aus­schuß der Nationalversammlung trat in die Be­ratung des Gcsetzenttvurfes über die Soziali­sierung ber Elektrizitätswirtschaft ein. Nach Anhörung einer Reihe von Sachverstän­digen wurde beschlossen, über bestimmte Fragen weitere Sachverständige anzuhören. Die Auswahl der Sachverständigen erfolgte durch einen Unter­ausschuß. Der Ausschuß erklärte sich ferner ein­verstanden, daß das Reich, soweit es zur Beseitigung sonst vielleicht cintretenber Notstände dringend erforderlich erscheint, ben Bau und Er­werb von elektrischen Hochspannungsleitungen, Transformatoren und Elektrizitätswerken sofort in die Wege leiten, wenn diese Maßnahme mit Rück­sicht aufben bevorstehenden Winter wirtschaftlich geboten erscheint.

Die Streiks in Oberschlesicn.

Beuthen, 14. Aug. (WTB.) Nachdem sich die Arbeiterschaft des oberschlesischen Elektrokraft­werkes Z a bo r ze dem Ausstand der Berghütten­leute, bie zu 95 Prozent ausständig sind, angrschlos- fen haben, beginnt sich die Lage zuzuspitzen und das Wirtschaftsleben zu lähmen. Im Bezirk Hinden­burg unb Gleiwitzist wieder jeglicher Verkehr lahmgelegt, da die elektrische Kraft unb das Licht völlig fehlen. Sie haben nur schlechte Ersatzbeleuch­tung. Das Erscheinen ber Zeitungen ist für morgen in Frage gestellt, lieber bie übrigen Bezirke Ober­schlesiens wird morgen mach einer Besprechung zwi­schen den Behörden und der Arbeiterschaft die Ent­scheidung fallen.

Kronprinz Rum>'rrch1 von Bayern.

Berlin, 15. Aug. Ter Aeltestenrat des bayerischen Landtages beschloß, auf das Schreiben des Kronprinzen Rupprecht zu ant­worten, daß Bayern in ber Angelegenheit ber Aus­lieferung an einen Gerichtshof der Entente nicht zuständig sei. Doch werde es gegen bie Ausliefe­rung des Kronprinzen Slkrrftelfungen erheben unb protestieren.

Widerstand gegen den Völkerbund.

Versailles, 14. August. (WTB.) Der Sonderberichterstatter desEcho de Paris" mel­det, ber Wiberstand gegen den Völker­bund wachse, weil der belgische Ministerpräsident in der Kammer erklärt habe, ber Völkerbund biete Belgien nicht den notwendigen Schutz, und es müsse ihn auf andere Weise sicher stellen. Die An­sicht verstärke sich, daß der Völkerbund nicht im­stande fei, Krieg zu verhindern.

Der Oberste Rat und Rumänien.

Versailles, 14. Aug. (WTB.) Ter Oberste Rat ber Alliierten faßte gestern noch keine Ent­schlüsse über die Dis f eren z en mit ber ru­mänischen Regierung wegen brr nngari- scfan Angelegenheft. Tie offizielle Antwort ber rumänifdjen Regierung auf bie Noten ber Frie­denskonferenz wurde dem obersten Rat 7wch nicht übergeben. Es lag lediglich ein Bericht der inter­alliierten militärlschen Mission in Budapest vor. Nach ben Blättern kann es keinem Zweifel unter­liegen, daß esinBubapestzuheftigenAnf- tritten zwischen dem rumänischen Kommissar T i a m a n d i und ber interalliierten M i- l i t ä r m i s s i o n gekoinmen ist. Ter Rat versuchte nun diese Schwierigkeiten zu beseitigen unb soll entsprechende Weisungen nach Budapest! gegeben faben. Im ganzen er,gibt sich ans der Pariser Morgenpresse, baß bie Angelegenheit weniger opti­mistisch als gestern beurteilt wird. TasEcho de Paris" erklärt, die scharfe Note, die in Budapest

Gerichtrßaal.

0 Marburg, 14. Aug Das Schöffengericht verurteilte heute eine hieft^ Einwohnerin, die aus Schwarzschlachtungen stammendes Fleisch getauft hatte, zu 500 Mk. Geldstrafe.

Verantwortlich für Politik:

I. V.: Dr. Reinhold Zenz.

Wettervoraussage

für Sams tag:

Ziemlich heiter, trocken, warm, wechselnde Winde.