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Dienstag, 15. Juli IW

Siebener Anzeiger lSeneral-Anzeiger für Oberhessen)

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rt. Langsdorf, 13. yult. »ni Vamsrag, 12. d. M., entstand in dem Wohnhaus des hiesigen

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Fortsetzung 11

Machdruck verboten.)

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als Reichtum?

Deine glückliche Sigrid.

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irden. Für Milliarden von spät. So rette man doch

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Heißt, muß ein gen die Gesetzes-

Stile und in allen nerbrei- itteSän- mltnloi

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gericht, Eberhard Telp in Hungen

liatsassistenten bei einem noch zu 1

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Dock, doch/" nickte er und sich zu Sven wen- E, fuhr er fort:Nee, Herr Jraf, bet is ene, k' Ragna, so ivat jiebt's nich wieder, alleweil km> und stolz, un vorn-chm un een Gesicht wie rillch un Blut un Haare na, wie lauter Jold, P 1 een Herz bet is all man so noch viel viel kv in: als ein Edelstein. Un an die Armen un »Wien da denkt sie wie der liebe Jott selbst un [- der olle Karras for ihr sterben könMe, bet Fiocrte ihm allemal Vergnügen,"

feit zu verdienen scheint .....

Quelle" sei, war nicht gesagt: auch nicht, von

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t, sondern in der Vergangenheit festgesetzt .ri ist es schon

Mit Verlaub, Komteßchen," sagte er:Wie et mit bet fenädige Fräulein Schwester, jetzt Är all jut?"

Sie arbeitet für Gelb, Karras/" sagte ich, Ilaria werdend,kann es da wohl jemand gut

Ich stachle laut auf über dem alten Karras feine Ergüsse, aber Sven war ganz furchtbar ernst und sagte leise:

Amtsgericht, Johann Wilhelm

Herbstein zum Attuariatsassist^nten bei Di Amtsgericht Herbstein, Friedrich Schmal. Gießen zum Aktuariatsassistenten bet dem Am! g.richt Gießen, Johann Friedrich H örr in *l I feld zum Aktuariatsassistenten bei dem Ami geeicht Alsfeld, Karl Kling in 23 a b - 92 a :

^^Rescblm _ , SM ÖS?*

Ehre, Ihnen beiliegend eine Kopie des ersten Aufmerksam-

rt. Langsdorf, 11. Juli Am vergau^ gelten Samstag, den 5. Juli, fand hier die erste Sitzung der neugewählten Gemeinbevertre- ...... T.aO) Vereidigung der Gemcinderats- Mitglieder wurden die auf der Tagesordnung stehenden Fragen einstimmig erledigt.

Zulage als Ganzes wird wohl keine poli- ttche Partei sein. Nur im einzelnen wird hie Kritik einsetzen und wohl da und dort |u Verbesserungen füTpten. Um bei den ab- tabepflichtigen Personen zu beginnen: ?ie will man die Ausländer, die sich

miernd des Erwerbes wegen im Deutschen »eiche aufhalten"", zur Zahlung des Not- »ksecs anhalten? Bei Angestellten kann man ja den bauernden Aufenthalt leicht Nachwei­sen Aber jene reichet Ausländer, die in kutschland Geschäfte machen, werden durch aelegentliche Reisen den Begriff des dauern- hen Aufenthaltes illusorisch machen. Umge­lehrt werden Tausende von Inländern durch kcrschiebung ihres Vermögens nach dem Aus- hibe, wo die deutsche Kontrolle schwer, ja |ot unmöglich ist, stch dem Reichsnotopfer eistziehen. Das Kapitel der Steuerflucht

z. B. die noch nicht fälligen Ansprück>e aus Versicherungen abgabepflichtig werden. Man bedenke: Ein kleiner Angestellter hat eine Lebensversicherung von 10 000 Mark. Davon muß er 5000 Mark versteuern, d. h. also 10 Proz. --- 500 Mark Reichsnotopfev zahlen. Von einem 9iotgrvschen, den er gar nicht hat, sondern den seine Witwe, seine Kinder einmal bekommen, und für den er zur Zeit Beträge zahlen muß! Solche Un­gerechtigkeiten müssen aus dem Gesetzentwurf ausgemerzt werden. Denn nur wenn das Ge- setz von allen als gerecht empfunden wird, wirkt es erträglich.

^zählte Millionen werden bis zum Jahres- ttot nachfolgen Die Grenzkontrolle, das ttifc jeder, der die Verhältnisse kennt, versagt ifflständig. Die kleinen Schmuggler faßt man er and da, und die großen läßt man laufen, tin Gesetz über die Vermögensabgabe müßte Hamit beginnen, bas Abströmen bes deutschen kesitzeS über die Grenzen mit allen nur er- ii irkbaren Mitteln zu verhindern. Zum min- ksten müßte der Stichtag für die Errnitte- limg des Bermögenswertes nicht in der Zu­

hat man ja einen zögerirden Anfang ge­macht wird es nicht möglich sein, das Kleinodienkapital tu erfassen. Umgekehrt: warum sind Möbel und Hausrat, wenn sie über den kleinbürgerlichen Bedarf, also sagen wir über den Wert von 20000 Mark hinaus­gehen, steuerfrei gelassen? Wissen die Herren, die die Steuervorlage entworfen haben, welch ungeheuren Vermögenswerte in den letzten Jahren in Antiquitäten angelegt wurden? In schien oder unechten Möbeln, Bildern, Teppichen? Mau beachte die Laden­auslagen der Althändlcr. Sie haben nichts mehr. Alles ist in Händen der Kriegs- und Revolutionsgewinnler, die sich bei den Ver­steigerungen um jede alte Uhr, jeden Ge- mäldcschinlen gerissen haben und ihre Beute nun als bescheidenen Hausrat dem forschen­den Zöllner aufweisen werden. Hier ist zwei­fellos eine Lücke im Gesetz, wie ebenso zwei-

i) c i in zum Attuariatsassistmten bei einem n zu bestimmenden Amtsgericht, Heinrich Dreh in Friedberg zum AktuariatsasnsU'-ilen dem Amtsgericht Friedberg, Heinrich Balltz.t 03 e i st in Ulrich st e i n zum Aktuariatsajjiiiem

Das Spfer des Besitzes.

Der Gesetzentwurf über die große Ver- xvgensabgabe ist ohne Beispiel in der ,<schichte des Steuerwesens. Er erinnert nur talleicht an jene Zwangsdarlehen, wie sie in S teuren während der Kriege Friedrichs deS < rohen und in der Zeit 1809-1815, in Frank­sch unter der ersten Republik und in gering» hgigcni Umfang 1815 unter der Restauration, 1 Spanien 1836 und besonders in Oesterreich 1159 und 1866 für seine damaligen italieni- j ^-n Provinzen erhoben worden sind. Er er- i inert aber audj an solche Fälle, in denen der taat früher Zwangsbarlehen bei einzelnen sittlichen Korporationen und Jnstitutetr, rte von den Städten, Stiftungen, Gemeinden, .Dtr wo er sie bei einzelnen Klassen von l.ntertanen ausgenommen hat, indem er rllerdings unter Mißbrauch seiner obervor- r.undschaftlichen Gewalt die Vormünder an- vies, ihm die Mündelgelder auszuliefern. ii(le Bedenken und Widerstände, die damals gegen solches Vorgehen des Staates erhoben rurben, müssen heute Wegfällen Denn cs intbeU sich nm eine außerordentliche Not des

Herbit. W J bebttft.Dritidl z^Walltor^,^ «n- U. Bltli'J

Antiq«^ sowWbemi- Einriss LouiöNotl!^ yoMemveg^

Spießbürger, deren Gören Tu ja wohl pflegst, einfach im Stich, weißt Du, schon darum, baß Tu Sven noch triffst.

Wir werden gleich nach unserer Hochzeit nach Italien fahren. Italien, das himmlische Land, von dem ich so oft träume, und im Winter, ba gehen wir natürlich auch an den Hof.

Ich freue mich unsagbar daraus. Findest Du Wäsche von feiner weicher, indischer Seide mit irischen Spitzen nicht schöner als Seinen ober Batist? Ich finde es mollig und Großmama scheint unbegrenzt bei Kasse zu sein.

Im Vertrauen gesagt, ich glaube, Sven steckt dahinter. Na, mir soll's gleich sein. Ich glaube, er ist unermeßlich reich. Aber, nickt wahr, schön bin ich doch auch und Schönheit ist doch noch mehr

Ragna ließ wie gebrochen das Briefblatt fin­ken. Chajas Brief zu lesen, vermochte sie nicht gleich.

So hatte sich also 'doch Sigrids Geschick er­füllt. Schneller als sie geahnt und gedacht. Tiefes Kind, voll Unkenntnis über Welt und Leben war Braut, verschachert wie ein Stück Ware von der eigenen Großmutter, und sie mußte machtlos da­stehen und zuschauen, sie konnte cs nid)t huwern. Und der Elende, der Sigrids Schönheit gekauft, der sie sellist schon so ttef gebemütigt hatte, o, den haßte sie, und doch war es ihr. als müßte sie ihn anslehen: Schütze, schone das Kind, das m deine Hände gelegt wurde, hüte es als einen köst­lichen Schatz, und du wirst auch in dieser oerwu- berten Kinderseele Gold finden, köstliches Gold.

Stundenlang saß Ragna auf threm Bett­rand. Wie dumpfe Betäubung legte es sich über ihre Sinne, und erst als die Stearinkerze fast ganz herabgeb raunt war, griff sie nach dem

Tr. Karl Joseph zu Essen zuiu Mitt. i"- Cisenbahudirettion in dieser Gemeinschaft cm Ernannt wurden die Gerichlssckrc \ Jakob Gadel in Friedberg zum AIiu. assisteuten bei dem Amtsgericin Friedt.ng, bann Vogel in Altenstadt zum A t tna assisteuten bei dem Amtsgericht Altenstadt, W^is; in Bad-Nauheim zum Virtua affiftenten bei dem Amtsgericht Bad ).'au Ctto Schröder in Gießen zum ?tllua assistcnten bei einem noch zu bestimmenden

Au» Stadt und Land

Gießen, den 15. Juli * Amtliche Personalna chr

Generalmajor Zierolo, Kommmrdant der 21. Käoalleriebrigaoe, tourde in Guiehmigung seines Abschiedsgesuchs mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt. Leutnant H a m m e r si e i u im Fußart.-Regt. 3, die Leutnants Fleisch­mann im Jnf.-Regt. 81, Hook im Jnf.-Regt. 117, Seifart im Jnf.-Regt. 118, Fchr. von Düngern im Drag.-Regt. 23, Müller im Feloart.-Regt. 61, Hübner im Fußart.-?ttgt. :: und Schub in der Trainabt. 18 wurden nn- ihr Gesuch zu den Reserveoffizieren der betreffende» Truppenteile übcrgeführt. In das Reserveverdäl! uis übergesührt wuröen die Fähnriche Bartl; ini Inf. Regt. 118, Hinkel im Jnf.-Regt. i Henschel im Drag.-Regt. 6. Ofsizier-Stellver treter Zell, bisher im Fußart.-Regt. 3, wurde zum Leutnant liefördert. Zu den mit Pension ver abschiedeten Offizieren übergefühtt wurden S o u cho n, Oberstleutnant zur Disposition, zuletzt u; der 2. Jng.-Jnsp., v. Schmelzing uni Wernstein, Major zur Tisposition, zuletzt im Drag.-Regt. 23. v. Ave mann, Major zur Dis­position, zuletzt im Feldart.-Regt. 27, Hauptmann Moeller im Jnf.-Regt. 116, der Inf. Schieß schule als Assistent überwiesen.

Landkreis Gießen.

ding.

geriet Büdingen, Georg W a l d e ck in N i b c- a zum Attnariatsassistenteu bei dem Amtsgericht Nidda, Philipp Hillenbrand in Gießen zum Aktuanatsafsistenlen bei dem Amt-.-geriäu Gießen; sämtlich mit Wirkung vom 1. April 1919.

** Aus Dem Militärwochenblatt

h noch nicht verflüchtigt hat. Man lege der :oßen Steuer gauneret das Harrdwerk. er Entwurf sagt z. B. in seiner theoretischer nrnilosigkeit: Zum steuerbaren Vermögen ihören nicht Möbel und Hausrat, wohl ier Edelsteine, Perlen oder Gegenstände aus jlenr Metall im Gesamtwert über 20 000 Earl. . . Man frage doch einmal die Zoll- nb Finanzfachleute, wie leicht es ist, un kbeure Vermögenswerte in Perlen und Edel- ktuen zu verschleiern, welche großartige ^opitalsanlage"" diese ständig im Wert stei- wden, also sich ganz von selbst verzinsenden I:genstände geworden sind und wie wenig tn ihnen wirttichdeklariert"" wird! Ohne he neue, ganz besonders verschärfte Kon- Olle des Juwelenmarktes und der Jir- Ickierfirmen anläßlich der Umsatzsteuer

sckrift verfaßt. Tie Erkenntnis, das; uns der Krieg mit unerbittlicher Gewalt ausgezwungeir würde, veranlaßte mich int Herbst 1912, als Ehe! der Aufmarschabteilung des großen Generalstabes, eine Niederschrift zu verfertigen, in der ich unsere militärpolitische Lage uno unsere Machtmittel im Vergleich mit den feindlichen eingehend erörterte und zu dem Schluß kam, daß das deutsche Volk erhebliche Opfer bringen müsse, wenn wir der Zu> fünft ruhigen Herzens entgegengehen wollten. General v. Moltke unterzog die Niederschrift in ihrem ersten Teil einer Turcharbeitung. Der zweite Teil blieb unverändert bestehen.""

Diese Denkschrift Ludendorffs ging im Dezember 1912 an den Reichskanzler und den preußischen Kricgsminister, aber sie atmet, wie die F. Z. feststellt, der wir diese Aussüb- rungen entnehmen, einen ganz anderen Geist. Ludcndorff druckt sic in der genannten Bro­schüre ab. Er begründet darin die Notwendig­keit einer Hceresvermehrung mit politischen und militärischen Beweismitteln. Bemerkens­wert ist, daß seine Erwägungen auf das be­stimmteste mit einer sofortigen Teilnahme Italiens auf unserer Seite rechnen. Den Zweck des Dreibundes bezeichnet er als rein defensiv. Das Bündnis trage daher auch alle Schwächc-n eines Tefensivbundes: wird einer der Verbün­deten angegriffen, so gerät er unter Umstän­den in einen 5vrieg, für den in der Bevölke­rung vielleicht weder Neigung noch Verständ­nis vorhanden ist.Nur dann aber, wenn das gesamte Volk von der Erkenntnis durchdrun­gen ist, daß mit der Schädigung der Buttbes- genossen auch eigene Lebensiuteressen gefähr­det sind, mitb die Opferwilligkeit in ihm aus- lebeu, deren jeder Staat in unserer Zeit, die feine Kabinettskriege mehr will, bedarf, um einen energischen Krieg führen zu können."" Ludendorff weiß: im Kriegsfall hat Deutsch­land die Hauptlast zu tragen, aber er glaubt: Trotzdem werden mir, wenn es gelingt, den casus belli so zu fo rmulier cu, daß die d^alion einmütig und begeistert zu den Waffen greift, unter den augenblicklichen Verhält nissen auch den schweren Aufgaben noch^mit /Zuversicht eutgegensehen können."" Diese Sätze hätten die Möglichkeit einer Mißdeutung sorg ­fältiger vermeiden können.

Ludendorff empfiehlt für den Kriegsfall den sofortigen Angriff gegen Westen, weil hier eine rasche Entscheidung zu erhoffen"" sei.Um aber gegen Frankreich offensiv zu sein, wird es notwendig sein, die belgische Neu­tralität zu verletzen."" Aber Ludendorff betont ausdrücklich, daß er mit dem General von Moltke darin einig gewesen sei, daß diese Offensive nur zum Zweck der Verteidigung in Betracht komme. Moltke, der Generalstabs­chef, seiseinem ganzen Denken nach Pazitz ffftisch gesonnen" gewesen.

Seine schwerste Sorge war um die Jahres­wende 1912/13, daß wir durch einen unüberlegten Schritt O e st e r r c i ch - U n g a r n s, in Dem seiner Ansicht nach eine starke Partei auf ben Krieg drängte, in einen europäischen Krieg verwickelt werden könnten. Er sprach sich mir gegenüber das letzte Mal am 28. Januar 1913, dem Tage meiner Abmeldung, eingehend darin aus, er bemühe sich immer wieder, auf Oester­reich-Ungarn bemmcitb einzuwirken, indem er ihm zeige, daß jede Aktion Oesterreich-Ungarns auf dem Balkan nur zu leicht zu einem europäischen Kriege führen würde, der auch für Oesterreich- Ungarn an der Seine entschieden würde, und daß wegen nichtiger Balkaninteressen Oesterreich- Ungarns das deutsche Volk sich nicht schlagen würde."

Darum:Die Darstellung des Herrn v. Veth- mann, daß sich General v. Moltke im Juli 1914

b:t dem Amtsgericht Ulrichstein, Friedr. Kann gießer in Lauterback zum Aktuariatsassi ftonten bei dem Amtsgericht Lauterbach, Karl D e r s ch in Homberg zum Aktuariatsassist.'n'c * b;i dem Amtsgericht Homberg, Franz Stumps in Büdingen zum Aktuariatsassistmten bei dem Amtsgericht Büdingen, 9tbam et ermann in Herb st c i n zum k!lktnariatsassistenten bei dem Amtsgericht Herbstein, Jakob Tickler in Or­tend e r g zum Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Ortenberg, Otto Walther in A ü

um Altuariatsassistenten bei bem Amts-

agna Svendburg biontan von Annp Wothe.

Line Venischrift Ludendorsss von 1912.

Arn 2. April 1913 schrieb der französische Kricgsminister Etienne an den Minister des Auswärtigen Jonnart:Ich habe soeben aus ciuer sicheren Quelle Mitteilung von einem ofsiziellen Geheimbericht über die deutsche Heeresverstärkung erhaltender zer­fällt in zwei Teile: einen ersten Teil, der^all- gcmeinc Gesichtspunkte enthält, und einen zweiten, technischen Teil . . . Ich habe die.

Arm in Arm schritten wir bann hinab zur vle, ich mußbe einen Blick auf unser berrlirfjeS -ter werfen. Es war ganz einsam am Strande ib in stummer Seligkeit schritten wir die Mole Lang bis zum Leuchtturm. Ta stand Tein « Freund Karras und drehte seinen alten ibtoefter in der Hand.

Guten Tag, alter Freund/" rief ick ihm tii g xu.Sieh hier, das ist Graf Svendburg, rin Becker, den beträte ich mir."

Dunnerkiel," sagte Karras,bet is aber « Büschen wat hübsches. Ick gratuliere ok.""

Tanke, danke/" sagte Sven und wollte weiter tot, aber Karras war so leicht nicht flein zu

wem der Geheimbericht herrührc. Das fran­zösische Gelbbuch (Diplomatische Aktenstücke 1914"") druckte den angeblichen deutschen Ge­heimbericht ab. Es hieß darin:

Weder das lääMliche Revanchegekeise der französisck)en Chauvinisten, noch das Zahne- knirsck^n der En gl wider, norh die an Iben Gebärden der Slawen werden uns von unsercm Ziele abbringen, das darin besteht^ dasDeutsch­tum"" in der ganzen Welt zu befestigen und aus­zubreiten."" Darum:Man muß im Volke die Idee sich festsctzen machen, daß unsere Rüstungen eine Antwort auf _ die französischen Rüstungen und auf die französische Politik sind. Man muß es an den Gedanken gewöhnen, daß ein Offensiv­krieg von unserer Seite eine Notwendigkeit ist, um die Herausforderung des Gegners zu be­kämpfen. Man muß vorsichtig vorgehen, um teinen Verdacht zu erwecken und Krisen zu vermeiden, die intferem Wirtschaftsleben' schrden lömtten. Man muß die Tinge so leiten, das; unter sixr drücken­den Last gewaltiger Nüsckmgen, beträchtlicher Opfer, einer gespannten politisck)en Lage das Los­schlagen als eine Erlösung betrachtet wird." lieber die Kriegsmittel wird u. a. gefügt:Es wird nötig fein, Unruhen in Nordatrika und in Ruß­land hervorzurufen... Tie Aufstände, die in der Kriegszeit durch politische Agenten hervorgerusen werden, erfordern eine sorgfältige Vorbereitung, mich durch materielle Mittel... Die kleinen Staa­ten müssen gelungen werden, uns Folge ;u leisten, oder zahm gemacht tocrden. . ."" Schlietz- lich Belgien:Ein kurzfristiges Ultimatum, dem unverzüglich der Einmarsch folgen muß, wird die Möglichkeit geben, unsere Aktion genügend gegenüber dem Völkerrecht zu rechtfertigen.'"

Es war, so schreibt dieF. Z."", ein be­sonders wirksamer Trick, daß die feindliche Presse den General Ludenchorff, einen der Hauptbetreiber der größten deutschen Mili­tärvorlage, als Verfasser dieser Denkschrift bezeichnete. Ludendorff antwortete soeben in einer kleinen Schrift:Französische Fäl­schung meiner Denkschrift von 1912 überden

habe ich jetzt auch noch ein Wort mit bretn zu reden.""

Siehst Tu, Herz, fo ist Sven. Aber zum alten Karras ging er bin, drückte ihm die Hand und sagte:

Tu bist ein braver Kerl, liebe deinen Schütz­ling Wetter, und wenn es not tut starb für Ragna."

Findest Tu das nicht herzlos? Ich sagte eS ihm auch, da sagte er lächelnd, ich wäre ein reizen­des kleines Närrchen, das derartige Sachen nod) gar nicht verstehe. Er beschenkte dann Karras sehr reich für die armen und kranken Kollegen,un Sinne Ragnas"", wie er sagte, und bann gingen wir zurück. Tie Sonne war schon im Verglühen und mir wurde bange, Großmama würde ob un­seres langen Ausbleibens schelten. Aber sie stcmd auf ihren Stock gestützt, schon strahlend an bet Tür des Eßzimmers und schloß uns ^ückselig in ihre Arme. Zu fapen brauchten wir gar nich^, denke mal, sie touKte schon alles. Ach und nach­her kam der Schaumwein, ach, der war süß natürlich französischer ich mag Champagner zu gern Tu auch? Und barm hielt Großmama eine Rede und wir wurden ganz feierlich verlobt. Es war einfach gerade als sollte ick in den Tod, aber wir drei waren fföhlich und Du, mein Süßes, bist es auch, nicht wahr?

Allmächtiger, fo viel habe ich in meinem ganzen 2eben nicht zusammengeschriAen. Na, es war auch nur das eine eine Mich Bitte, komme hoch recht schnell und laß Deine abscheulicher»

drohenden Krieg" (Verlag von E. S. Mittler u. Sohn, Berlin). Er erklärt:

Die in Frankreich veröffentlichte Denkschtisi ist, was meine Urheberschaft betrifft, freie Erfindung: auch sonst erscheint sie mir apokryph. Die Gedankengänge sind nicht in deutschem Hirn geboren. Sie entsprechen jeden­falls in keiner Weise der Auffassung bes damaligen Chefs des deutschen Generalstabes, Generals von Moltke. Meines Erachtens handelt es sick um eine grobe Mystifikation, der auch die fran­zösische Regierung zum Opfer gefallen ist, da sie der in Frankreich über unser Denken herrschenden Anschauung Rechnung trug.

Schreiben der alten Chaja, um beim verglimmen­den Lichtschein mühsam zu lesen:

Gnädigste Gräfin!

Ta wäre nun doch das Unglück da. Na, so'n Kind und so'n vornehmer Herr, der so Beulieid weiß in der großen Welt. Und Augen hat er! Gott bewahre! Und's Befehlen versteht er auch Gräfliche Gnaden hätten, mit Verlaub besser zu ihm gepaßt als unser Kleines, das Gott behüt, so'n Guck in die Welt. Na, aber schön istts jef.i doch hier. Lauter Sonne bloß daß Euer (Ymabai nicht hier sind, null mir gar nicht gefallen. Tie Frau Großmama ist der reine Zucker undliebe Chaja hier"" undliebe Chaja da" ^eht es alle Tage, und ich formte ja recht froh fein, lvenn da drin in meinem alten, dummen Herzen nicht etwas drückte wie Angst vor einem Unglück.Das macht, weil Ragna nicht da ist, gute Alle," sagte unser Kind, als ich es der Kleinen, die wie ein Vögelchen singt und lacht, sagte. Sie mag wohl recht haben, und da möchte ich denn gräfliche Gnaden gebeten haben, doch nicht mehr allzulange Watten zu lassen auf das Licht und die Wonne meiner alten Tage. Ew. Gnaden untertänig]! gr- treue Dienerin Chaja.

Tas devote Schreiben der alten ®etreuen ent­lockte Ragna ein bitteres Lächeln. Mit spöttischem Blick Überflog das junge Mädchen noch einmal l>'c mehr als einfadjc Ausstattung seines Stübe*'.ns, das Licht flackerte noch einmal auf, bann erlosch es ganz.

So bunfef wie im Gemach, so dunkel roar cj> auch in Ragnas Seele. Angekleidet warf sie suh auf ihr Lager. Ihre Gedanken flogen zu der Fernen bräutlichen Schwester, zu dem schönen, ffilfrgn Manne, der sie ihr echriß, zu der barten Groß­mama und zu dem heimatlicheil -schlosse.

(Fortsetzung folgt.)

nuiB wieder angeschnitten werden, und in die- em Zusammenhang ist zu fragen: Warum eist die neue Vorlage den Stichtag für die Mittelung des Vermögenswertes auf den !. Dezeinber 1919 an? Bis zu diesem Ter- ntn haben also noch alle Gerissenen und Ge- tissenlosen Zeit, ihr Vermögen dem Zugriff 8 Notopfers zu entziehen. Ungezählte Mil- AWllß;w^Hli>nLn deutschen Geldes sind währeitd des 'ffeges und Wasfenstillst<rndes über die stenzen geschmuggelt worden, hi Schecks, in tugzeugen, durch geschickte Verrechnung, in iovm pon Brillanten und Kleinodien. Un-

Schulausz!

branfsichl.

Sckr. Angeb. ini a. i>. Giefj. »nw Musilliebentt! Herr (Rlfliito.

m-.y Ser liefert uni

r~ 1,70 m? Sckr.

für bic Kriegserklärung ausgesprochen habe, hat mich überrascht. Die anberc mir bisher immer mtt- neteiltc Version, baß sich seine Zusttmmnng nut auf die Mobilmachung bezog, würbe mehr ieinem Charakter und seinem Fühlen und Denken ent- brechen. Hoffentlich verstehen sich die in Bei rächt kommenden Offiziere dazu, sich hierüber u äußern Ick zweifle nicht, daß bic Lüge, der vreustiicke Militarismus habe 5um Kriege gciliebelt, nie gültig beseitigt werben wirb. So wird cs allen Lügen ergehen, die über bas Wirken biest. Mitt- tarisinus und meiner Person ausgesprochen wer ben. Der preußische Militarismus und sein Ver tretet haben stets klar und folgerichtig gehänselt, um nicht das Vaterland dein Vernttl)t,ungs<villru seiner Feinde ausgelicsert zu set-cn. Unser Streben hat keinen Widerhall in den breiten Volksmassen gesunden und Deutschland ist vernichtet "

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