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Samstag, 12. April VW

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderheffen)

Zweites Blatt

Nr. 87

4480

niedergelassen.

I

151 i

müssen. ,

Arbeitgeber, toelrbe Angestellte mit Ueber- orbeiten beschäftigen, müssen ie. en Tag die Zahl der an den Ueberstunden beteiligten Angestellten, die Zahl der von ihnen geleisteten Ucberftunben und bie Art der vorgenommenen Arbeiten eintragen. Angestellte dürfen über die sesigesetzte Arbeits­zeit an zwanzig iber Bestimmung des Arbeit­gebers Überlassersen Zögert im Jahre beichästrgt werden. Die Beschäftigung darf zehn Stunden tay- Ich nicht überschreiten und nicht länger als bis 10 Uhr abends dauern, hierbei kommt jeder Tag in Anrechnung, an dem auch nur ein Angestellter über die festgesetzte Arbeits? eck hinaus beschäftigt ist.

Abweichend kann durch Tarifvertrag eine anderweitige Regelung der 'Arbeitszeit und der Ucberftunben getroffen werden. Jnslepndere kann durch Tarifvertrag vereinbart werden, daß an die Stelle der 8 stündigen Tagesarbcüszeit btc achtund- vierzigftündige werktätige Wochenarbeitszeit oder die sechsn ndneunzig stündige werktätige Doppel- wochenarbcilszoit tritt. __________________________

Mobilmachung erlässt mit Wirkung vom 1. April eine Verordnung zur 'Regelung der Arbeitszeit der Angestellten hiernach dars die regelmäßige -gliche ArbeitKKeit ausschließlich dec Pausen ad* Stmlden nicht überschreiten. Bei mehr als 6 ftün- diger Arbeitv-ch ist den Angestellten innerhalb dieser Zeit eine mindestens »/rftündise Pause zu ge-

11. .\M. LUll'JIC lll. -U'ltU. , _ "

Christen!., darauf And. Dienstag, abds. 6: Faitcn- and. Samstag, nachm. 5 u. abb-3. 8: Beichtgel. Diaspora-Gottesdienst am 13. April: Grün-

Generalversammlung.

Montag den 21. ds. M tS. (2. Oster- feier tag), nachmittags Vi3 Uhr im Saale des Gastwirts Ranft hier.

Tagesordnung:

1. Umwandlung der Genossenschaft in ein» solche mit beschränkter Haftpflicht (2. LefKNg).

2. Rechnungsablage 1918.

3. Entlastung des DorstmrdeS.

4. Besästußsassung über den Rringewdm.

5. Vereinsangelegenheiten.

Mendorf a. d. Lumda, den 10. April 1919. Für den Aussichtsrat des Spar- icnb Vorschub« vereiitS Ä le darf e. d Lumda e. G. m. u. S>.

Wagner, Vorsitzender. 4558

Nach meiner Entlassung aus dem Heeresdienst halte ich außer nach­mittags von 2-4 Uhr auch wieder vorm. von 11-12 Uhr Sprechstunde Frauenarzt Dr. Koch West-Anlage 20 e7M«

Albrecht, Gießen,

SeltereweB 38 tneb. d. Gasthaus Prinz Gart).

Nfcrhdem Ich die Praxis 12 Jahre beim

Rechtsanwalt

können nicht eingehalten werden, weil die Vorarbeiten noch nicht beendet sind. Die Verstei- ferunren finden kurz nach Ostern statt Termine mit genauen Angaben werden durch die Zeitungen bekanntgegeben. WmmrWWi Thmm Filiale Fraiikiurl a. 1

Empfehle mich tn allen Earteiilirbeitkll auch liefere ich l**1 alle Sorten Rosen | «Busch und Hochstümmet. | Wilhelm Vaua, Ziehen 1 wiardurger Straße 22.

Äo höfische Gemeinde.

6Vs: Beichtgel ; 7: £>L Messe. Osberkomm. d Gescllenverans: 8: dl-ost. d. hl. Komm.; 9: Hoch­amt m. Preb., vor d. Dochamt um 8V2 Palmweihe;

Die in Aussicht genommenen Termine für die VersteigerynyvßnKraftfahrzeygen in Gießen, Hanau, Gelnhausen, Herborn und Siegen 4677s»

Die Vorschriften des § 105 b ®bj- 2 und 3 >cr (^sewerbcordnung finden auf alle AngestelttetH 1 nt Sinne dieser Verordnung Auwenoung. Dch' Ausnachne- und Sonderbestimmungen über öte Sonnlagsrul;« der Angestellten iin Dandelsgeweroe gelten auch für die sonstiger; Amteftellten. ^re sur Soim-- und Festtage zugelassenen Ueberitiinucn |Uio auf die fest gelegte Döchstzahl nicht anzurechnen.

Bon 7 Uhr abends bis 7 Uhr morgens müssen o f f e n e B e r k a u f s ft e l l e n mit Ausnahme der Apotheken für den geschäftlickien Verkehr ge- chlossen sein. Die beim Laden schlussc schon an­wesenden zCunden dürfen noch bedient norden. Rach 7 Uhr abends, jedoch bis spätesterrS 9 Uhr, dürfen Verkaufsstellen an jährlich höchstens zioanzrg von der Ortspolizeibehörde zu bei'.tmmenden Tagen für den geschäftlichen Verkehr geöffnet ,ein. Vor 7 Uhr, jedoch nicht vor 5 Uhr morgens, dürfen Lebens­mittelgeschäfte nach näherer Bestimmung der OrtS- polijeibchörde geöffnet haben. .

Die vorstehende Regelung umfaßt dreienrgen Angestellten, die 1. mit kausmännisäien Diensten be­schäftigt werden; 2. mit stechnifäten DteMten.be- chäftigl toerdcn, mit Ausnahme deinenrgen techniscl^en Angestellten, die der Regelung der Arbeitszeit gen-erblicher Arbeiter unterliegen; 3. Bureauangestellte einschließlich dericnrgcn, bte für Bureaus niedere oder mechanische treuste lei­sten; 4. sich als Lehrlinge in einer geregelten Aus­bildung einer Beschäftigung befinden.

Die Bcstimntungen finden keine Amvenduny auf Generalbevollmächtigte und eingetragene Ver­treter eines Unternehnrens; auf sonsttge Angestellte in leitender Stellung; An<ie|te!lte, die m Betrtcbar der Land-- und Forstn-irlfchaft einschließlich iforec fsiebeilbetriebe beschäftigt sind, ferner Gehrlfenunü

Lehrlinge in Apotheken. <

Die 3iegelung gilt für alle Arbeitgeber ein­schliesslich der Körperschaften des öffentl ickien Rechts. Wenn von Körperschaften des öfientlichen Rechtes Angi st. ltte gemein a.n mit Beamten beschäs.rm »vcr- dcn, sind die für die Beamten gültrgen Ttenst- vorschristen maßgebend. Für btc in Verkehrs- geioerben erforderlicl-en allgemeinen Ausnahmen sind Vereinbarungen zwischen Betrtebslertungei, und den Arbeitnehmerverbärrden zu treuem.

Die Aufsicht über die 'Zlussührung der Bo- stimmungen ist von den Landeszentralk-Horden aus- IdrtieBtid) oder neben den orbenthd)cn PoUznbehor- den den Gewerbeaussichtsbeamten oder besonderen Beainten zu übertragen. Den Aussrchlsbeamten ste­llen bei Ausübung dieser Aufsicht alle amtlichen Befugnisse der Ortspolizeibehörden zu, msbeson- dere das Recht zur jedeczeitigen Dejtcksttgung der Betriebe und Bureaus. .

Jede Zuwiderhandlung wird mit Geldstrafe bis w zweitausend Mark, im Unvermögensialle mit Gefängnis bis zu (sechs ^Monaten, bestraft.

Während der diesjährigen Früh­jahrsschonzeit (10. April brs 9 Ium) wird der Betrieb der Fifckserei im Rhein, Main, Lahm Rahe, Fulda und Nidda auch an den Tagen öow Donnerstag morgen 6 Uhr bis Samstag morgew

entfernten Landesteile auch kaum ein Iutriesse lfäctcn. Was die Frage eines Großhessens betrifft, so sind wir die Letzten, die nur zu einer Zerstückelung Preußens den Anstoß geben wollen, nr.rb al»er eine Neuschaffung von N pubi'en tun genommen, o wüiiscl-ennnr den Ansch an unsere St-mmes- aenoften. Frankfurt lehnen tvir als Daupritrdt ab. Die Sozia i i.rung des Gru d u d Bo «ns laß srh nicht durmrüs e >. Ter fr< i <(*,i i da v dea « B iueru. Tie fr^ie Beräustn: ich-ü d Gru d uno Bodens muß erha ten b eide i. Ter Rcdnrr stimm, dem Abg. Dr. Pagenstecher zu deutsch«

Front von hinten erüoicht wurde. Der Redner spricht sich für die Auftri.ung der Fideikvmmwe aus. Seine Partei habe schon seinerzeit gegen die Landaufkäufe des Fveiherrn v. Heist Stellung ge­nommen. Das Siedlrmgswerk ivird Millionen kosten, es must deshalb dabei vorsichtig vorgegan- gen werden, damit sie nicht unzweckmäßig aus­gegeben werben. Unsere Losung ist Recht. Ordnung und Arbeit. (Beifall bei der Sxff. Bolksprrtei.)

Frage gezogen werden Wie denkt man sich die Zusammenarbeit zwischen Abgeordneten und Re­gierung, wenn die Abgeordneten nicht bei gegebener Gelegenheit Kritik üben dürfen? In dieser Pflicht werden wir uns von der Regierung nicht foinbern lassen. Bor allem must ich Einspruch erheben gegen den Borwurs des Finanzministeriums gegen den Vorsitzenden unserer Fraktion, daß er das Genrein- schajtsgifuhl hätte vermissen lassen

Schluß der Sitzung gegen 1 Uhr.

Nächste Sitzung Freitag um 9 HUr.

(Fortsetzung im 1. Blatt.)

Dem geehrten Publikum von Bietzen zur ge­fälligen Kenntnis, datz ich die von meinem Schwiegervater seit langen Jahren betriebene

Brot- und Feinbäckerei übernommen hab« und dieselbe unter der Firma FakobHorn weitersühre. Och bitte, das dem Geschäft seither zuteil gewordene Derttauen auch aus mich übertragen zu wollen.

Hochachtungsvoll**

Conrad witzner,8teinstr.33

wein ocu mir iiiuivtimiiy g** »v-

währen Fällt das Ende der Arbeilszc-rt in die Zett nach 4 Uhr nad>mitta»3, so must die Pause für An­gestellte, die ihre HauptmalBzeit außerhalb der ArbeirSsbätte einil^men,aus mürdestvnS l'/rStunde rx-rläugen werden. Nach Beendigung der täglichen Arbeitszeii ist ihnen eite unmcdervrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden zu gewähren. Begttrn und Ende der Arbeits>zeit uitd der Pausen sind vvm Arbeitgeber im Einverständnisse mit dem Arme- stelltenausschuß oder mit den Angestellten des Bc- triel'cs sestzulegeri und durch Aushang bekanntzu­machen. Tie Bestimmungen finden keine Anwen­dung auf Arbeiten, die in Notfällen, im öffent­lichen Interesse oder zur Verhütung des Verder­bens von Waren ober des Misslingens von Arbeits- erzeugnisscn unverzüglich vorgenommen werden

Dringende Bitte

Wir bitten um kostenlose oder preiswerte Ueberlassung vo« Möbel« aller Art, insbesondere

Betten

und E»an-balturrgsaeaentt3nden für aus ENast- Volbringen oerirtebcne Deutsche, die unter Zurück- lassung ihrer oefamien Habe ausgelvieiin wurden.

Etwaige Angebote an unsere Geichäftonelle beim Roten Lreus tu der alten Klinik «Fernruf AN erbeten 4o7ic

Bezirkshilfsausscstuß Gießen

I für aus Elsaß-Lothringen vcrlriedcnc Deutsche.

ZCird}üdi 21adtrid?tcn.

Gottesdienst am Sonntag, 13. April (Palmarum). Landes Butz- und -Bcttag.

Evnn^lifche Gemeinde.

JAder Stadtkirche. 9>/r: Pfr. Mahr: 11: Beichte u. bl. Abendm. s d. Militärgem. Pfr. Atts- seld; 2: fiinbert. s. b. Mark.-Gcm. Pfr.-Ass. Schae­fer; 6: Pfr.-Ass. Schaefer. In d. I o hann es- kirche. 9va: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Krnderk. f d Luk-Gern. Psr.,Bechtolshcimer; 6: Pfr. Aus- feld. Beidste u. hl. Abendm. f. Lul.- u. Joh.- Gem. Kirchberg. Vorm. 10; nachm. IVs.

6 Uhr gestattet. . £ .

Rumänische Kriegsgefangene ba- ben sich ohne Ausnahme, soweit sie noch tn Deutsch, land sind, schnellstens bei den zuständtgen Krreg^, gefangenauagem für den Bereich des 18. A.-rL< Wetzlar" oder Ortsbehvrden zur UebergührunW in die Sammellager zu melden, andernfalls sie von der rumänischen Regierung als Deserteure betrach, tet Und zum Tode DerurteÜt werden. Dteientgen^ welche in Deutschland freirvillig bleiben wollen, ha­ben sich ebenfalls .bet ihren Ortsbehörden sofort zu melden und ihre Adressen dort anzugeben. Ste müssen später eigenhändig Vebinguugen für den Verbleib in Deutschland unterschreiben. Sämtliche Ortsbehörden, wo sich rumänisä^e Kriegsgefangene befinden, haben sofort dem Generalkommando 18. A.-K. in Bad-Nauheim telegraphisch die Na­men und Adressen der rumänischen Gefangenen mit* luteilen. , _

Bestellung von Nährmitteln. In der Bekanntmachung vom 5. April (Amts-oerkündt* gungsblatt Nr. 11) ist insofern ein Fehler unter­laufen, indem 1. für brotgetreideversorgungs^rech. rigte Kinder bis >zu zwölf Jahren (rote Karte) Griest und Kindergerstenmehl nicht auf die Marke 46, sondern auf die Marke, 47 der Nährmtttel* karte B ausgegeben werden soll; 2. für die übrige brotgetrcideversorgungsberechtigte ölkerung

'blaue Karte) Teigwaren nicht auf die 'Diarte 53, sondern auf die Marte 57 der Nährmittelkarte.C ausgegeben werden sollen.

Die Konzes, ionalsDienstmann hat Konrad WUHelm Bender, Gießen, Kleine Mühl- gaffe 5, mit der Nr. 6 erhalten.

Ladenschluß an Wochentagen. Ab 1 April müssen alle offenen Verkaufsstellen, auch Lebensmittelgeschäfte, an allen Woä>entagen bori 7 Uhr abends bis 7 Uhr morgens für den geschäft* lieben Verkehr geschlossen sein. Ausgenommen sind nur die Apotheken. ___________

des deutschen Boltes fördert.

Wir begrünen es, dast der verr Ministerial­direktor leider als das etniiy. Mitglied der Re­gierung bet seinem Amtsa.tritt ein Prvgraurm auigcfteffi hat ppd uns dadurch Gcleg'.mheit gibt, dazu Stekluu- zu uehmen. Leider Föiuwn wir dem &iter des Vol.'L'llmm^amtes rM diesem Pro­gramm unser Berrixuen nicht ausspcecheit, iondern nmil'en erhebliche Beden teil geltend niachen. Die Ernsühruug der Ei>t hei's schule entsprichl dem Pro­gramm der Mchrchitsparteien. ZuitchiVt erkläre ich ausdrLllich, dast die Deutsche VolkSparter mtt der Absrl>affung der Vorschulen einverlanden tp. , Aber ekivas anders ist der W--g>, der zu dtesem Ztrie erngeschlagen wurde. Ztveifellos hätte eine soiche fMenbe-iiig nicht einmal durch eine Vevorterung bt*5 Gesamtmüri eriumS au, gesetzlidLM W<ge vor- <^itommen werden können, und mnh roeniger aber öurch Erlast eines Einzelmir^iedes der Regierung. Vor allem bin ich erititmu über ben Zrilpuntt dieses Erlasses meitiy Tag? nach dem Stt)lust der .üammersitzimseii. Zch cr'oebc entscheden Wider­spruch, daß in einer to nrid>'t^-n Frage txe Volks« kannner noch dazu aus einem nicht gesetzlichen Wege ausgeschal'.et wurde. Ter Er'ast des Lcmd^sbrl- dungsamtes hätte weder so geeilt, da er im besetzten Gebiet doch niclst zur Durchsübru,eg gebraeist wer­den konnte. Der Borwurf, datz sich deutsche Strait hinter die Franzosen gefbedt hätten, hätte nicht er­hoben werden soveit. (Widerspruch bet der timten ) Aus dem Erlast des bischöflicheu Ordinarutts geht hervor, dast man die KirchenbeHörden nicht geirrt hat. Wre stellt sich der Derr Juftizmmiuer zu dec Gesetzlichteit dieses Erlasses. Mehr als inerttoürbig ist die Begründung dos Erlasses mit ba drohenden dkfaljr einer neuen Revolution.

Ich begrüße die Ausführungen deS Kollegen Bauer, der für seine Person und die Mehrzahl seiner Freunde die Einfügung des Rätesystems in der Landgemeinde- und Gemeindeverfassmig ablehnt. (Widerspruch der Sozd.:Für seine Persons Nach dem amtlichen Stenogramm auch für die Mehrzahl seiner Freunde. Ich bin gespannt, ob die hessische Regierung in Weimar gegen ihre Einfügung in die Reichs Verfassung ebenso entschie­den Stellung nehmen wirb. Die Einführung des 1. Mai als gesetzlicher Feiertag hätte unseres Er­achtens Zeit. Es werden immer gegen tue Be­amten Vorwürfe erhoben, daß sie sich den neuen Verhältnissen in ihren Dienstverrichtungen nicht fügen wollten. Statt dieser allgemeinen Vorwürfe nenne man bestimmte Beispiele. (Zuruf: Römheld.)

Unsere Stellung zur gegenwärtigen Regie­rung nötigt mich, zu gewissen Aeusterungen des Vorredners Stellung zu nehmen. Vor der Revo- lution wollte man allerdings ein Landernährungs- und ein Lanbarbeitsamt gründen, aber die Zahl der damaligen Minister wollte man verringern Jetzt hat man die Zahl der Minister in oen tiandesämtern vermehrt. Auch die Darstellung des Kollegen Dr. Schmitt über die Bindung der Listen ist nicht ganz richtig. Die beteiligten Personen ! waren sich einig, daß sie die Sozialdemokratie be- ; kämpfen wollten. Der Redner erbebt schärfsten - Widerspruch gegen die Aeusterungen des Derrn ' Ministerpräsidenten und des Derrn Fmanz- Ministers. Wir stehen in Opposition gegen btc Re- I qierung wegen ihrer Ziele, aber unser Wille zur > Mitarbeit sollte von dieser Stelle aus mcht in

versasirmg-edende Do'f$?ammer der hessischen Freistaates.

14. Sitzung vom 10. April.

Präsident Adelung eröffnet um 91/« Utjr die Sitzung. Tie Tribünen sind schwach besucht. Arn viegierungstisch: Mimsteipcälidcnl Ulrich, die Mi­nister Denrich, Dr. Fulda, dte Ministerialdirektoren Dr. Strecker und Raab.

Das Dails fährt fort in der

Abstimmung über die tiandgemeinde- ordnung.

Präsident Adelung verlieft zunächst einen An­trag der Zentrumsfraktion (Dr. Schmitt und Gen.) zu §38, wonach die Regierung alsbald mit ben anderen Freistaaten des Reichs in Ver­bindung trete, damit in allen Freistaaten die olrichen Bestimmungen über Wahlberechtigimg und Wählbarkeit eingefüfort werden und namentlich die Reziprozität (warum nichtGegenseitigkeit"?) ge­wahrt wirb. Ster Antrag wird ohne Debatte ein­stimmig angenommen.

Es wirb über die einzelnen Paragraphen ab- geftünmt. Die Paragraphen werden ohne Debatte nut ben Abänderungsvorschlägen angenommen. Wo die Vorschläge der Ausschußminderheit (zu der die Zenirumsmitglieder des Gr'fetzgelningsaus- schusses gehören) und der Ausschußmehrheit vor­liegen, haben die Abgg. Kaul (Soz.), Schreil>er (Demokr.) und Schröder (Zentt.) Vermittlungs­antrage eingebracht, aus die sich die drei Frak­tionen der R gierungsmehih-.it nachträglich geeinrgt haben In diesen Fällen werden die Vermittlungs- cmitfae angenommen.

Nachdem über die ernytnen Paragraphen ab- flefttmmt iwreen ist, bedauert Abg. ÄttxWer (D. Boltsp ) im Namen seiner Fraktion, dast ihre An- träge abgelehnt nnirbcn, erELärt aber, daß sie den Entwurf als Ganzes annefomen werde. Tie Land- ßtmänbeorbnung wird als Ganzes angenommen.

Äbittimmtnfl üder die Skädkeordnunq.

Diese vollzieht * sich in derselben Weise tete die AL'rimnnmg ül>er die tiaiidgemrindeor^- mino, irvbti wiederlwlte GesdMsorchiungsde bat­ten die Sintönigteit des Ab'^imnrmiqsMstliöftes lunteichrechrm, oW die Sitzu>iy dadurch interessanter gu gr alten. Tie Au^xruer der Tribüuenbesucher, die auch bei fxm gnrüofamfKn Ansprückicn schwerlich au, Nwe Relmunq kommen, ist wirklich zu be°

Drahtgeflecht (Gartenraundrabl) ^fteblt Edgar te» §^fenwaren, Haus- und Küchengerätehandlung.

1Z Weiß 0. M. C. SUcksarn I ist eingetroffen. '4**ct QVbdcbaus xglgmon.

rrunbem. .. .

Nachdem Abg. Köhler die gleafr? Erklärung für seine ^-rak.ivu abegeben ljat nie vorhin, lvird tne S äbtvo cmirn als Gan-cs artgeiumtnirn. Tie Absliinumng über dir st reis- und Provtnzial- crdnung

in gleicher W<ije vorgenommen. Auch sie wird als (9an^5 einstimmig angnwmnien. (Ab?. Köliler gibt and) hierbei eine entsprechnide Mlla- ruro ab.) Tic Vorstellung des Verems höherer Beamten der tmterfn Stantsvemaltung und des Deriwndes der mittleren Bemal tw^ofamten, w- nri eine Vorsteittvig der Bezirksvererne stadt« und der FvauenvereMe, werden für er» tedigt erklärt.

Es tritt eine Pemje em.

Nach der Pause setzt das die

Mlseuttine Aussprache über den Staats- vvranjchlag.

' «bg Dorsch (Dess. «vlkSp.s: Fm Lande HLtte man größere Sparsamkeit von der neiten Regierung erwartet. Auf feinen Fast dürfen die durch die Ä^riegsVerhältnisse notwendrg gewor­denen Stellen in der Regierung dauernde werden. Wir werden uns das Recnt der Kritik nicl)t nehmen lassen, wir sind darin die gelehrigen Schuler der jetzigen Regierungsparteien die gedeihliche Arbeit ronben wir nicht stönm. Wir werixm das Sied, lungswerk unterstützen, aber die Aushebung aller Pachtungen der stanbesherrlichen. Guter könnte die Bauernwirtschaften ganzer Dörfer gefährden bte seit Jahrzehnten die Pachtung stcrndesherrlicher Güter unter sich verteilt haben. Die Regierung hqt sich alsKonkursverwalter" des alten Systems bezeichnet, doch man hat es «n der nöttgen Sorg­falt ein s Konkuis>erwalters fehlen lassen. Milliar­den wurden verschleudecl. Wir mac^n einen schleckten Tausch, wenn wir statt her bisherigen Gebeimräve bai neue Rätesystem eintauschen. In Vergangenheit und Zukunft .muß die £amdte der Grundpfeiler des Staates sern Wir sind für Er­haltung des Religionsunterrichtes tn der Schule -Die Selbstverwaltung der Gemeind«m darf nicht so ausgebaut wer dem, daß jede Gemeinde eme Re­publik für sich bildet. Bei dem Rätesystem^ von Lern wir keine Freunde sind, darf man icbenfalL über ben A.- unb S.-Räüm nicht die Bauernrate vergessen. Die ArbeitSzeü läßt sich auf dem Lande nicht gesetzlich fefttegen. Wir foaben gegenwärtig, glaube ich, dringendere Ausgaben als ^Schaffung «ines Landestheaters m Darmstadt, für das die

FaecHleis.Wuiukn. kJ* ««»»QMaeeBe« adt-rlehlen

Abg. Tingeldey (D. Dolksp.) stimmt den Ausführungen des Abg. Pagensteckier zu, daß es jetzt nicht die Zeit ist, die Schuldfrage, zu erörtern Wo sich eine solche nickst vermeiden läßt, muh zum mindesten den Gefühlen der Andersdenkenden eine gewisse Schonung zuteil werden. Darum ist eine Er- flärung, die Reichstag-sabgeordneter lOuefset dieser Tage in einer öffenttichen Versammlung über den frül)cren Kaiser tat, sehr bedauerlick) ZnöcFten vor o. ootnami um 072 vuiniivtn^,

kommen ja die Fragen der hohen Politik nickst w| n: m Meffe m. Pred.; 4*/»: Jüngl.-Kongr ; 6: Bettachl. Außer wirtschaftlichen stehen bei uns kul- - ' - ' - - - - ~ -

turclle Fragen im Vordergrund. Wir begrüßen jeden Schritt der Regierung, der die Gesundung

berg SV?, Düngen 97a.

vücherlisch.

Das litera r 1 fche Echo. Dallrmvnats- christ für Literatur freunde. Ve lag: Eg^.m Jie!- stckiel u. Co, Berlin W. 9. Das 1. Aprilheft ist soeben erschiei«n. _______________________________

Aus dem AmtsverkündigunHsdlatt.

DaS A rn tsv e r nb igu ngsblat t Nr. 13 vom 11. April enthält: Vri:orbnung über die Regelung der Artentszeit her Angestellten wäh­rend der Zeit der wirtschaftlichen Demob lmachnng. Vom 18. März 1919. Tee Ausübung und der Schutz der Fischerei. Rumänische Kriegsgefan­gene. Tie Kinberarlvit in den gewerblichm Be­trieben. Verbranchsregelung der in die öffent­liche Bennrtfckiaftnng genommenen Nähr mittel; hier: Bestellung von Nährmitteln. Konression als Dienstmann. Ladenschluß an Wochentagen.

Arbeitszeit der Angestellten.

Das Reicksministerium für wirtschaftliche De-

lieilt sogar in verzweifelt. Fallen mit oft üb rrascli. Erfolg d hautbildemle, schmerz- u. juckreizstiliende Vater Phllipp-fstalbe. Preis 1.80 n. 3.50 M.; überall zu haben Man hille sich vor N ich ahm. u. bestelle, wo nicht erhältlich, direkt bei TulQB90- Lihsritoriin, Sziit <eh,een-B.einhitca 33.

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