Nr. 258 Drittes Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen) §amstaa. \1. Oktober WY
JttifcfcTt em st und jetzt, batn :g fmb viel' tüchtige Kindergartnermnen aus der Anstalt h.-riwrgegon- gen und stehen heute in berufliche Arbeit.
Aus ganz kleinen Anfängen ist die Anstalt Herr orgewack,sein Mit nur 7 Schülerinnen und 5 Bindern begann die Arbeit und heute beträgt die -fahl der Schülerinnen jaft das zclmsache und der Seminarkindergarten wird van 60 Bindern wiurtt. Ein Kiudergarteuverein steht der Vci= der Anstalt zur Seite und dieser richtete im ^chrssenberger Weg einen Bürgerkirfterg orten und Vart und in der Walltorstraße einen Volkskinder- garten ein, schuf damit auch neue Möglichkeiten »nr praktischen Ausbildung der airgehenden Binder- Partnerinnen.
Amtliche Per son aln a ch richten. Ter vvrtragmde Rat bei der Abteilung für Ste.ier- wcsm des Ministeriums der Finanzen Geh. Ober- sinanzv.it Wilhelm Tvrnseiff tourbe auf sein Naclrsnchen unter Anerkennung s.nncr während mehr als 50 Jahre dem Staat geleisteten Tienstc und
unr die Hälfte ihres Bestandes zurückgegangen. Trotz zahlenmäßiger Ueberlegenl)eit waren die Leisdrngen doch gering, was seine Ursache darin hat, daß die große Masse des Geflügels aus degenerierten, rasselosen und leistungsunfähigen Tieren besteht. Für das Jahr 1919 konnten auf auf den Kopf der versorgungsberechtigtcn Bevölkerung nur V/-2 Ei monatlich in Ansatz gebracht werden. Dazu kommen noch der starke Rückgang unserer gesamten Viehwirtschaft überhaupt lind die spärliche Belieferung der Städte mit Milch im besonderen, um das Ei bei seiner vielseitigen Verwendung immer'begehrenswerter zu machen. Der Wlederaufbau unserer heimischen Geflügelzucht muß deshalb sofort in Angriff genommen werden, damit eine bessere Ernälwmlg, besonders für die Altersschivachen, Kranken und Kinder, sichergestellt werden kann. 'Der schon früher ausgestellte Grundsatz in brr Züchtungssehre: „Erhöhung der Leistungsfähigkeit amfereS Geflügels" muß Geltung bekommen. Höherleistungeu können hcrbcigeführt werden: 1. durch Vermehrung des Eiercrtrags beim einzelnen Tier, 2. durch Vermehrung leistungsfähiger Bestärwe und 3. durch rechtzeitige Verjüngung der Tiere. In erster Linie muß es Aufgabe aller namhafter Züchter und insbesondere der größeren Fachvereine sein, sich mit Brut und Aufzucht von Junggeflügel zu befassen. In verstärktem Maße muß hierbei die natürliche und künstliche Brut zur Anwendung kommen, damit alle Nachfragen sowohl in Kücken wie in Junggeflügel gedeckt werden können. Grundsätzlich dürfen Brüte»: zur Ergänzung des Hühnerbestandes nach dem 15. Mai nicht mehr vorgcnommen werden. Tie Leiftungs- sähigkeit jeder Henne muß auf jährlich 120 bis 150 Eier gesteigert werden. Hat der Landwirt oder die-Bäuerin keine Zeit dazu, der erforderlichen Zuchtwahl die nötige Aufmerksamkeit zu widmen, soll von den Leistungszuchtstationen der Landwirtschaftskammer diese Arbeit abgenommen werden. Die über 3 JahrD alten Hennen sind smiszu scheiden. Bei einer Verjüngung der Bestände steigert sich der Eierertrag und cS wird eochlachtgeflügel auf den Markt gebracht.
Wir besaßen in Hessen vor dem Kriege 1 670 000 Stück Geflügel, darunter etwa 1 500 000 Hennen bei einer Einwohnerzahl von V/4 Millionen. Nehmen wir den Eierverbrauch auf den .Kopf der Bevölkerung mit iährlid) 150 Stück, so errechnet sich bei ehret Leistung von 100 Eiern vro Huhn ein Bestand von 1875 000 Hennen oder nmb (einschließlich Hahnen) 2 000 000 Stück Hüh- nern. Wird die Leistungssteigerung pro Henne lährlrch auf 130 Eier erhöht, so kommen locitcre 56 Millionen Eier hinzu, was auf den Kops der Bcvötteruug Hessens nahezu 200 Eier fürs Jahr ausmachen wird. Dieser Eierertrag kann, bei verhältnismäßig geringer Vermehrung der Bestände erreicht werden, wenn alle Bewohner des Landes, bic in der Lage sind, Geflügelzucht zu I reiben, s,ch mehr als bisher in den Dienst der Ernährung unseres Volkes stellen. Geeignete Kräfte für das Brutgeschäft und die Aufzucht von Jungtieren müssen gewonnen werden. Der .Kriegsbeschädigtenfürsorge ist hierin eine dank-' bare Aufgabe zugewiesen.
2lu» Hessen..
Wie können wir die Eiernot bannen? Die Eierversorgung in Hessen. Neuaufbau der Hühnerzucht. Genossenschaftliche Geflügelwirt sch oft.
Valutafragen.
Der Sachverständige für Geflügelzucht in dec Landwirtschaslskammer, .Heinrich M Untermann, schlecht uns: Unsere Hoffnungen, nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages billigere Lebensmittel, besonders Speck, Fett und Oel, von der Entente zu erhalten, haben sich bis jetzt nicht erfüllt, und so werden die Eier in der Ernährungsfrage auch weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Die l)essische Geflügelzucht, welche vor dem Kriege an dritter Stelle deS Reiches ihren Platz hatte, ist während desselben
würdig, zu beobachten, tvie wenig diejenigen im- stand.'. sind, ihre Aufgabe zu erkennen, die die nächsten waren, einzufpringen, unsere gebildeten jungen Mädchen. Zur Zeit tauckMi sie scharenweise in den Knaben- oder eigens für sie eingerichteten höheren Schulm und in den Hör- älen der Universitäten aus, sie sitzen an Schaltern unb in Tiansträumen bei wenig franenhaftw Beschäftigung, nur int Hause fehlen sie, fehlen in Küche und Stube, an der Nähmaschine und dem Flickkorb, am Krankenbette und bei der Kinder-
Gewerbe darin besteht, Auswanderungslustige anzulocken uiw ihnen für wertlose, unsack-Mmäße oder gar irrcsichrende Auskünfte Vas Geld aii5 der locken. Es ist natürlich aus naheliegenden Grimden nicht möglich, die Namen chler dieser dirinen in der Presse zu veröftenili.1<n. Es muß dahec dringend geraten werden, daß feder, ehe er nut irgend einer Ansnxlndernng-sfirma in Bervin- enng tritt, sich um töstenlose Auskunft über das ockreisende Unternehmen an die 3!eick-szentrale für Landesabteilung Hessen, Darmstadt, Altes Palais, oder an die Zweigstelle des Reichs- nandernngZamtes, Frankftirt a. M., üafterstr 79II n endet.
~ . ** NeichSkokarde. Zum Tragen der Rcichslokarde erläßt der Reichswehr Minister eine Bekanntmachung, nach der die Kokarde mif dem Bcsatzstreisen der Dienstmütze im Eichenlaubkrauz zu- tragen ist. Die Reichskokarde stellt, statt der bisherigen schwarz-weiß-roten Kokarde, den Reichsadler auf goldenem Grunde dar. An dec Feldmütze ist nur eine Tuchkokarde, und zwar am Besatz- streisen, in den Landessarben zu tragen.
* Kei^i Petroleum. Petroleum ist jetzt lEi.t enieni ^af/rc nicht mehr emgffülirt worden. juk Bestände sind anfgebraucht. elvnso wie der Erjatz aus Gasölbeständen der Marine. Mit nam- haslen Zufuhren aus Galizien und Rumänien ist vorerst nicht zu rechnen, so daß nur eine Einstihr ans Amerika übrig bleibt. Tie Bemühungen der ^.eittfck,-Amerikanischen Petvoleum-Gestllscknft und des Reickswirtschaftsministeriums haben aber iiocb ui .'.t die Bereitstellung von Tankraum unb die Zahlungsbedingungen völlig klar gestellt. Auf alle Falle ist die Menge knapp, fo daß das Leuchtöt wie nn vorigen Jahre durch bic Klommunalverbänbe verteilt werben soll. .Als Ersatz werben Earbid und Kerzen empfohlen.
** Der Geflügel- und Vogelzucht- verein von Gießen unb Umgegend veranstaltet auf Veranlassung des Verbandes der Oberhes- slschm Geflügelzuchtvereine Ende nächsten Monats in den Räumen der LiebigshShe ein? Geflügel- ausstellnng, verbunden mit einer allgemeinen Briestaubenausstellung und Prämiiermig. Als Preisrichter -walten für Geflügel August Marten. Lehrte, lur Hrreftauben A. Helfend Ku, Sckw-an- hrini. Programme kommen in den nächsten Tagen zum Versand. Ter Verband hat allgemeines Jn> teresfe daran, zu zeigen, was an gutem Geflügel nack dem Kriege noch übrig geblieben ist.
Der Ausbau unserer gesamten Geflügelwirt- ,schäft hat sich aus genossenschaftlicher Grundlage zu vollziehen. Die örtliche Vereinstätigteit ist weiter auszubauen und der Zusammenschluß zu Bezirlsverbänden zu ermöglichen, die ihre beratende Stelle im Provinzialvcrbande haben. Bei diesem Aufbau dürfte sich die Eiervcrsorgung' Hessens von der Zwangswirtschaft in den freien Handel ohne Schwierigkeiten überleiten lassen. Bei der ungeheuren Preissteigerung der Auslandsware, hervorgerufen durch den Tiefstand der Valuta, 5 J^rben lur Auslandseier im Kleinhandel 1,35 Ml. gezahlt, ist an fine Preissenkung der Inlandserzeugung nicht zu denken. Unter diesen Umständen scheint aber die Frage berechtigt, ob es Nicht vorteilhafter ist, den Preis für Jnlands- eter (ber Höchstpreis ist z. Zt. noch 25 Pf.) den Produktionskosten entsprechend zu erhöhen, einen ^ltr^L-?ur intensiveren Geflügelbewirtschaftung Al und damit die Abwanderung unseres Goldschatzes nach dem Ausland zu vermindern.
Vermischtes.
= Zeppelin-Schwedenfahrt mit F un t telegraphie. Für die am 8. Oktober erfolgte Fahrt des Zeppelin-Luftschiffes ..Bodensee" nach Schweden ist vom Reichsposttninistcrium eine ununterbrochene funttelegraphische Verbindung eingerichtet soorden. Die deutsche Funkstation Staaken bei Berlin und die schwedische Funkstation May-. Holm standen im funktelegraphischen Verkehr nn- tereinander sowie mit dem Luftschiff, um alle icndv tigen dtgchrichten über die Schiffs beweg uug, sowie Wettermeldungen usw., sowohl mit dem Start- und Laiidungsplatz als mit deut Luftschiff selbst auszu- tauschen und so die Sicherheft des Luftschiffes Und der Fahrgäste ganz wesentlich zu erhöhen Die „Bodensee" hatte bis einsckfließlich zur Höhe von Bornholnc Verbindung mit T-eutschland: ,chon einige Zeit vorher hatte sie auch schon die Signale von Schiveden erhalten so daß ihre funktelegraphische Verbindung keinen Augenblick aussetzte Das Luftschiff war auch mit Einrichtung für drahtlosen Fernsprecher Mit einer Reichweite bis zu 200 Kilometer versehen.
Büchertisch.
— Hans'Thoma 1839—1919. Heft 1 des 18. Jahrganges von Kunst und Künstler. Verlag von Bruno Eassirer, Berlin. Einzelheft 4 Mk.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 12. Ott., 3y3 Uhr: Tie Rose von Stambul. 7 Uhr: Tosoa. Väon- tag, 13.: Ter Zigeunrrbaron. Dienstag, 14.: Fi-, bcltj. Mittwoch, 15.: Carmen. Donnerstag, 16 : Tas Mädchen von Clizionbo. Hieraus: Die Jahres- zetten der Liebe. Freitag, 17.: Cavaleria rufticana. Herauf: Ter Bajazzo. Samstag, 18.: Fennimore und Gerda. Sonntag, 19., 3 Uhr: Das Drei- mäderlhaus. 7 Uhr: Schahrazade. Montag, 20.: Alkeste. Dienstag, 21.: Fennimvre und Gerda. Mittwoch, 22.: Ter Freischütz. — Schau spiel- haus. Smmtag, 12., 3 Uhr: Alt-Heidelberg. 7 Uhr: Kleist-Abend. Robert Guiskcrrd. Hierauf 7 Ter zerbrochene Ztrug. Montag. 13.: Die drei Znillmge. Dienstag, 14.; Tie Marguise von Ar-, ns. Mittwoch, 15.: Moral. Donnerstag, 16 1 xie Räuber. Freitag, 17.: König Richard III. Samstag, 18.: Shaw-Abend. Die giwße Ktttha- nna. Hierauf: Blanoo Posnets Erweckung Sonntag, 19., 3 Uhr: Wilhelm Teil. 7 Uhr: Die Marx gmse von Arns. Montag, 20.: Struens«. Tiens- tag, 21.: Liliom. Mittwoch, 22.: FräuLin Julie, Hierauf: Samum.
Oberhessische Vauernbewegung.
** Beuern, 9. Ott. Vergangenen Somftag ^"rde hier bei Gastwirt Wagner eine Ortsgruppe uc£ Hefliichen Bauernbundes gegründet. 32 Bauern ticfjen sich in die Liste eintragen. Tie Beteiligung luaT sthr schlecht, weil die Ortsberanntmachung
Bürgermeister verweigert wurde. Nächsten Sonntag findet in demselben Saale nochmals eine Veriammlung statt, um die Ortsgruppe lasser auszubauen.
pflege. Doch noch immer gilt der alte Spruch: „Tie Frau gehört ins Haus", (wer sollte sonst hinein gehören?) und toemt sic sich vor dieser ihrer nächsten Bestimmung drückt, werden Haus und Familie eben vernachlässigt werden und wir können nie zu der Beruhigung gelangen, di: uns. „ - . _ , r . . - - . - .............-
gerade jetzt so bitter nut tut. Min sollte ureinm, I Dci. Vortragende Rat bei der Abteftung für Ste:ier- mit dem Gehalt, den Tienstboten heutzutage be- des Ministenums der Fnnmzen Geh. Ober- ziehen, bet den Vergünstigungen, die wir Haus-1 ftucmzrat Tr. Franz Km el l auf sein Nachfwchen trauen ihnen gewähren, und zum Teil schon vor I Sl^r-. 'Oterfennung leiner dem Staat geleisteten deni Kriege gewährt haben, ständen sich auch di: ■ ^b^kung tont 1. Ottiber d. I. an
Mädcken aus unseren ZLreisen nicht schlechter als 1111 n Ruh e |ta nb versetzt. — Ferner bei mancher öffentlichen Anstellung. Bescheiden I Obersteuerinspektor lxs .Hauptfteuer-
in unseren Ansprüchen müssen wir ja doch> alle nichts -Darmstadt, Fmammrt Tr. Karl Becker, werden, wenn wir bi der gegenwärtigen Stije rmt RZirkung vom 1. Oktober d. Js. an zum durch halten wollen» Passen wir uns doch umchl ^ertragenden Rat bei der Abteilung für Steuer- darin als die ersten den neuen Forderimgen an -l*? Ministeriums der FinanKen mit dem und verstehen wir, daß wir ein armes, sehr arnv'S ^jnitstttel „ObernnanKvat" und der Vorstand des Volk gew'orden .sind, und daß der Ein»elne es »'uaMints Langen Frmmzrat Erich Doerr, nicht anders gut haben kann alä auf Kostwi feined l”!1,V Oktober ds Js. an zum Nächsten. An uns Hausfrauen wird es sein, un- ständigen Hilfsarbeiter bei der Abteftung für seren Helferinnen &ben und Arbeit im Hause l Steucewefen^ des MrmsteriumS der Finanzen er- zur Freude zu machen und darin wird unsere ~7, Ter Vorstand beS Finanzamtes Darmeigenste Persönlü^eit Ivieder zur Geltung kE- Fbranzvat Otto Stroh, und der
men. Wie könnten wir aufatmen, wenn nicht I H^l^arveiter bei^hem Ministeriuni der Finanzen mehr bergehoch unerledigte und unerfüllbare Auf- /Abteilung für Fmanzwcrtschaft und Eisenbahn- gabeu vor uns lägen, sondern die Aussicht be-1 .Fmanzvat Tr. Franz Schrod, wurden stände, ihrer einmal Herr zu werden. llärserc Iim^ ^rkuug vom 1. Oktober d. Js. ab zu vor- Männer sind aus dem Felde zurückgekehrt mit I ,raseni)rjl .Raten bei dem Ministerium d.'r Fi- erner heißen Sehnsucht nach Famftienglück unb I nan$en "iit dein Amtstitel „Oberfinanzrat" er- häuslichem Frieden, statt dessen haben si: viel- ^>UiNt. Ter Fiuanzamtmaun bei dem Finanz- fach solche Frauen vorgefunden, die dem Heimlet Friedoerg, Finanzrat August Bergwurde entfremdet sind unb Platze einnehmen, die ihnen, I Oktober d. Js. an zum
den Männern, gebühren. Gebühren, weil bieI -^^tanb emes Finanzamts ernannt.
Natur den Mann für den barten äußeren Kauipf ** Der Landesverband der hcssi- ums Tasein vorgeseheii hat unb nicht die zarte, icken Bürgermeister hall am 15. Oktober schutzbedürftige Frau. Freilich in Vereinen uiidtl. Js., vorm. 10 Uhr, im Rummelbräu in Darm- an der Wahlurne wird das alte deutsche Fa- ftabt (am Hauptbahnhvf) feine diesjährige Haupt-
mftienideal nicht aufleben, im Stillen, im Versammlung ab. Bon Wichtigkeit sind die auf
boTtienen wird eine Fran hie und da es wieder der Tagesordnung stehenden Anträge auf Ab-
schaffim und Segen wird von ihm ausgehen wie änderung der Landgemeindevftdnnng, die u. a. Bor
in früherer Zeit. Auch wir Frauen wollen Teft schlage zu einer ausreichenden Besoldung auch der haben an der Neugestaltung der Verhältnisse, aber im Ehrenamt tätigen Bürgermeister enthalten. Die besser als die vergangenen werden sie nur aus-1 Jetztzeit stellt an die Leistungsfähigkeit eines Bür- fallen, wenn eine jede an ihrem Platze in Nein- germeisters die höchsten Anforderungen, weswegen stem Kreise, ob alt ob jung nicht Mühe und Ar- der Wunsch nach einer Besoldung gerechtfertigt beit scheut, ihrer Bestimmung gemäß zu leben — erscheint, da in den meisten Gemeinden es dem füreineFamilie! Bürgeriiieister nicht möglich ist, neben seiner amt-
ßtMftur lichen Tätigkeit sich noch in seinem landwirtschast-
Gieftener Frove! Semmar. 1 heben oder kaufmännischen Betriebe zu betätigen.
Tas Gießener Fröbel-Seminar kami in diesen R.f.H. Auswanderunssschwindekei- Tagen auf ein zehnjähriges Bestehen zu- Tie Reichszentuckstelle für Heftnatbienst, Landes- rucMicken. r abteilung Hessen, Tarmstadt, Alles Palais, schreibt
^ahre voll Arbeit und mancher Sorge, abw uns: Es sind uns wieder eine größere Anzahl in- auch Jahre des Erfolges und der Freude li'gen und ausländischer Firmen bekannt sewvrdeu deren
Aus Stadt und Land.
Gieß en , den 11. Okt. 1919. , tf-H. hi, L -rr ,lur in praktischer, sondern auch in
Lllt NUskUs an OIC .Haustochter. wineittchastlicher und technischer Beziehung steht Von einer praktisch denkenden Hausfrau Seminar auf der Höhe der in Hessen .md geht uns nachstehender, beherzigenswerter putzen itaathd anerkannten Seminare, dies zeig- Aufruf an die Haustöchter zu, dem im Inter- A scliuk^-öi'.^n ^9fcfn abgehaltenen
L^Sache ein bur^reifenber Erfolg »u Ä
rouniaien ift. garttierinnen-Semmar eine Kinderpflegerinnen-
Wir Frauen der ivgenaintten gebildeten >ckule für Schülcriimen der Volksschule und gibt Stände, denen ein sauberes Heim Tür ihre Lieben! <.n"erdem strebsamen jungen Mädcken, di: das zu schaffen, Bedürfnis ist, müssen uns endlich ab-t Ziel der zehnllassigen Höheren Mädck"nschule nickt gewöhnen, immer Ausschau zu halten nach Hilfs- er,eichen konnten, in der Dorklaffe in inem ein-/ lräften aus dem Volke. Wie lange wollen turr I jährigen .Kurs Gelegenheit, sich die nötigen .Krnnt^ betteln gehen, wo man uns nicht unterftütien, und niffe zu einer Aufnahmeprüfung für das Kind'r- iim jeden Preis Tienste erlaufen, die man gäitnerinnen-Seminar zu erwerben Sämtlich- uns nicht leisten will? Es wird uns niemand Prüfungen stehen unter behördlicher Aussicht Mien, wem, wir uns nicht selbst zu Mfen wissen. Al- neuen Zivci, d« Answlt soll in diesem und dies mutzte uns mog-lich )em gerade im Hm- Semester di' Ausbftduna br^
blick auf die Vorteile, die Wiffen und Bftdung uns w- rdoii Zu diesem Zwecke ivird 6—12?äwi^m »eben sollten. Arbeit schindet nicht, am loenigsten kentern höherer Sckml'n Gelea-nbeit !i>a-!5„" die die unseren Angehörigen das LKn zu fristmr Schularbeit^ L ä&XSrÄ und zu verschönern getan wird. Nur kann frie anzuiertiaen - «uf Mimsck JLk fiirth;Prrn; 1,7 Hausfrau und Mutter allein diese Arbeit unmög- ^cht ferner ^ürd^^n^
lich bcwältigeii: das gelft auf die Tauer über iljrc L^t unb rnrl S adbielt Kääfte. Hilfe muß ihr werden. Aber es ist merk- k ^ ^ " „
' ' .........1 .. tff überall rege unb frische Tättgkeit zu
ftuden, auch Ansätze zu neuer erkprießlichn- Arbeit imb vorhanden. Mit großer Tankbarbeit und Verehrung blicken viele Schülerffmen, Elte-rn und ftiuoer -aut die Leiterin delr Anstalt, die in jo selbst- Ner Weist ihre Kraft und ihr Wunen in den dienst der Sache gestellt hat und der Wunsch lebt in allen, möge sie noch lange in rechter Fri'cke imi> Schaffenskraft ihrem Werke erhalt?n bleiben.
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