Einzelbild herunterladen

n

l'A

#6A

Kl

'MM

Montag. 1. Dezember (919

Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Ur. 28|

Swetter vlan

garte.

Kreis Lauterbach.

Die

s i o n machten

'ngcflagten einige Prvzcß-

. rcaphlscheu BorttLge beginnt (Sonntag den 7. De-

Um die Heizun

emifer 1919 mitRobert Koch". Es ist dem i stellen, bat der Bott Sorftanb srfintgen, Herrn Prof. Dr. Giotschlich,! Eintrittsgeld

Agj. zum

mr Garde Gren.-"Regt. 3, vor dem Kriege

3. Gavdo J-Brig., mit der Erlaubnis Longen b Unis, des Fnf.-Regts. 115.

** Von der Straßenbahn.

rügen geltend, diese winden jedoch vom Reichs­gericht als unbeachtlich erklärt. Es verwarf die Revision als unbegründet.

des neuen Ranmes sicherzu- hvchschulaluSschuß gebeten, als für die Borleftmgen e i n

** Aus de m Militär-Wochenblatt. Den.Charakter als Oberst 'bat erhalten: Oberst- leutmmt a. D. Wittich, früher Borst. Ä Ari.- Dep. Saarlouis, mit einem Dienstalter vom ZS. Dezember 1918. Der Abschiri) mit der gesetzt ichen Pensiorr bewilligt: dem Major v. D(berg

durch den Staat und zu einem Drittel durch die Stadt Darmstadt zu decken sind. Ferner leistet die Stadt Darmstadt einen Mindestzuschuß von 350000 Mk. seit yuli 1919. Der Zuschuß soll? niemals mehr, wie btc Hälfte des.Fehlbetrages aus- machen.

sw. Darmstadt, 27. Nov. Hier wurde ein katholischer Preßverein qegrün- det, zu dessen Vorstandsmitgliedern Pfarrer Kastell, Pfarrer Fing, Prof. Läufer, Regier rungsrat Kiernberger, Rechtsanwalt Geißner. Lehrer Schmitt, und Frau General Tielmann gewählt wurden.

Q Schlitz, 28. Nov. Dem auf Anvegung des Kirchenvorstandes geschaffenen Fonds zur Errickstung einer Kriegergedenkstätte konnten neuerlich wieder die Summen von 300 und 500 Mark zugeführt werden, die Reinerträge einer Thcaterausführnng des ^Setenaneu und Mi­litär Vereins und eines Konzerts des Kirchenchors und des Münnevgefangvererns , harmonisches slränzchen". Auch die Schlitzer-Bereinignng in Frankfurt a. M. hat wieder in alter Treue und Liebe der Heimat gedacht und die Summe von 200 Niark dem genannten Fonds überwiesen, der mich kurzer Zeit jetzt schon auf 7500 Mark an- gewachsen ist. Einzelne Bürger jetebneten Beträge von 50 Viark und mehr für den guten Zweck. Tie Kosten für die GedLchtnisstätte dürsten letzt in der Hauptsache aufgebracht fern. Die Pläne sind auch schon ausgearbeitet.

O Schlitz, 27. Nov. Unsere seit Oktober bestehende VolkLhvchschule erfreut sich eines so starken Besuchs aus allen Bevölkerungskreisen, daß die bislxr benutzten Dortragsräume in der Bürgerschule sich als zu fleht erweisen. Die Gräf­liche Verwaltung hat in entgegenkommender Weise halfer einen über 150 Besucher fassenden Saal in der Gräflichen Brauerei zur Verfügung gestellt.

rm. Darmstadt, 29. Nov. In der letzten Sitzmrg der Stadtvcrowneten teilte der Brigoörldk uete Buxbaum bei Besprechung der Bewilligung von sog. Ueberteuernngstoftenzuschüssen bei Neu­bauten mst, daß die Forderungen nach solchen Zu­schüssen, zu benen auch das Reich einen Anteil zu tragen habe, derart groß sei, daß zur'Zeit toeiHm.' Bewilligungen nicht erfolgen können. Aus eine Em- habe der Druckereien werden die Friedens- tariforeife für Druckarbeiten um 250 Pwz. und vom 1. Oktober 1919 ab um 280 Proz. erhöht, nachdem von »erschienenen Seiten die Notlage der Druckereien geschildert ttrorben war. Der Kredit für die städttsche Än'hanftalt wird von 35 000 Mk. aus 80000 Mk. erhöht. Für die Schafstmg einer För­derbahn für die Brarmkohlengrube Prinz von Hes­sen werden weitere 200 000 Mk. genehmigt. An­fang Januar soll mit der Förderung der ersten Braunkohlen begonnen werden. Eine sehr lebhafte Aussprache veranlaßt die Anfrage des Stadt». 'Meisel bett, die Milchversovgung, die von Beig. Daub dähin beantwortet wird, daß von Setten der Stadwerwoltung geeignete Fürsorge getroffen sei. Als der Anfragesteller nochmals auf die Frage ein­geht, wird er mtt Zwischenrufen der sozialdemokra­tischen Stadtverordneten überhaust, daß er nur Milchpreistteiberei treibe und auch den .Kartoffel­mangel verschulde, da er die Bauern von her Ab­lieferung abhalte. Schließlich wird noch die Lan­destheaterstage behandelt und ein Verttag zwischen der Stadt Darmstadt und der Regierung gut» geheißen, wonach die Fehlbeträge zu Zweidrittel

Stück Brennholz mitzubringen, welcher Aufforderung die ,zahlreichen Besucher gestern abend auch gerne nachkamen. Pfarrer Reith- Har- teishausen führte in fesselnden Ausführungen seine Vorlesung über die deutsche Familie weiter, in­dem er über Familiengründungen und Familien- führung sprach. Im zIvetten naturkundlichen Vertrag behandelte vor einigen Tagen Rektor Rö­der ,chas Auge", während der zweite klassische Musikabend des Forstmeisters Seeger u. a. in dre Kunst Richard Wagnei's verständnisvoll einst! hrte.

. Kreis Friedberg.

Vilbel, 28. Nov. Der Gemeinderat beschloß, künftig die Häute aller geschlachteten Tiere einer Gerberei ni überweisen. Das hier gewonnene Leder soll Den Bilbeler Schuh­machern zum Selbstkostenpreis übernrittelt werden.

Starkenburg und Rheinhessen.

Französische Gesinnung.

sw. Offenbach, 27. Nov. Die Firma Benjamin Wolf Nachf. Carl ©udjait in Bür­gel hatte einer Firma in Reims ein Ge- schäftszirkular rugefandt. Die Empfehlung kam mit folgenden Bemerkungen zurück: um nicht in den Verdacht der Feigheit und Nie­dertracht zu kommen, wird kein Franz-ose jemals mehr in geschäftliche Beziehungen mit Deutschen treten. Deutschland muß erst seine Verbrechen büßen und zunächst seine Schul­den bezahlen.

bat Vertreter der «Hygiene an unserer Hochschule, für diesen Vortrag zu gewinnen. Näheres im Inseratenteil der heutigen Nummer.

** Das Aufgcldsür dieZahlungder Zölle in Gold beträgt für die Zett vom 80. Novem­ber bis 6. Dezember 1919 7 7 5». H.

Landkreis Gießen.

S) u n gen, 28. Nov. In völlig körperlicher und geistiger Frische feierten die Fririwich Serbert- schen Eheleute das Fest der goldenen Hockyett.

Lich, 27. Nov. Heinrich Keller, Sohn des Bahnwärters Keller, erhielt in den Kämpfen im Balttkum das Verdiensttteuz. Der Gesang­vereinCacilia" feierte nach dem Kriege erst­malig fern Stiftungsfest in Steins Saalbau.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 28. Nov. Gestern abenb gegen 11 Uhr versuchten Spitzbuben auf hiesigem Bahn­hofe die dort stehenden Waggons zu besteh­len. Wahrscheinlich hatten sie es auf einen mtt Hafer beladenen Wagen abgesehen. Beim Hinzu­kommen von Bahn beamten ergriffen die Langfinger, nachdem beiderseits Schüsse gewechscll wurden, die Flucht.

Streik Büdingen.

# Nidda, 28. Nov. Unsere Stadt ist die erste in Hessen, die ein Gemeindekino sich zu eigen gemacht hat. Ter Beginn der Vorstel- lungsreih.-, der sich infolge technischer Schwierig- leiten etwas verzögert hat, sott am 30. Novem­ber seinen Anfang nehmen. Es kommen nur wirk­lich gute Films aus der Technik, der Naturkunde intb dergleichen zur Ausführung, dramatische und humoristische Filme sollen ein gefegt werden. Die Vorführungen finden im Saale desGambrinus" statt, bet Reinertrag kommt der DvMbiümng zu-

Atts Stadt und Land.

Gießen, den 1. Dez. 1919.

WeihnachtSverkehr.

Auf Grund des 8 105 b Absatz II der Reichs- getoetbeorbnung in der Fassung her Reichs Ver­ordnung vom 5. ffebcuar 1919 ist an den drei letzten Sonntagen vor Weihnachten rt). i. am 7., 14. und 21. Dezember ds. I S.) für alle Geschäftszweige des Handelsgewetbes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen und die Beschästignmg von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags zugelassen.

Gültige Lebensmittelmarken

für die Zeit vom 1. bis 7. Dezember '1919.

Brot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm Brot Kgr. 83 Pf., Weizenbrotmehl Kgr.

Butter: Marke 49, 80 Gramm Margarine zu 90 Pf

Fleisch: Wochenabschnitt 49. Metzger für fremde: Hch. Faulstich, Bahnhofsttaße 57.

Zucker: Für Dezember noch nicht ein- gctrvffen.

Näbrmittel: Für Dezember noch nicht emge troffen.

Nährmittel und Zucker für Zu- gejogene: Emil Dörr, Großer Stermveg 14, Emilie Banse, Frankfurter Sttaße 70, H. Roß­bach, P lock sttaße 2, 9Ug. Wallenfels, Markt- vlatz 17, Rob. Wietschel, Krofdvrfer Sttaße 10.

Zucker für Kranke: H. Roßbach, Plock- sttaße 2.

Nährmittel für Kranke: Hch. Debns, Friedrichsttaße 5.

Mehl für Kranke: Kgr. 1,28 Mk., K. Borger, Wetzsteingasse 15.

Näbrmittel u. Zucker für Fremde: T. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße 59.

Seife: Marke für Dezember 1919 Anteil 125 Gramm K.-A.-SeiseMmlver, das Pfd. 90 Pf.

Gerichtssaal.

rz. Leipzig, 27. Nov. Wegen Betrug aes und Urkundenfälschung ist vom Landgericht Gießen am 6. Juni der Schrift­setzer Siegfried Haag zu 6 Monaten, der Kon­ditor Witte Schultes zu lO Ntonaten Geslängnis verurteilt worden. Ein dritter Mitangeklagter, den Techniker Karl Z w e s ch, kommt jetzt nickst mehr in Frage. Dieser kam aus dem Felde zunick und geriet in schlechte Gesellschaft. Mit den übrigen* Mitangeklagten machte er öfters große Zechen, welche viel Gold kosteten. Um sich Geld zu ver­schaffen, ging er mit den beiden anderen zu seiner Mutter. Sie erzalstten ihr, der deutsche Staats­bankerott stehe vor der Tür, man müsse schleu­nigst alle Kriegsanleihe verkaufen. Darauf übergrib ihnen die Frau alle Kriegrsanleihesrückie, die sie besaß. Die drei Angeklagten Dertimften sie und verpraßten feen größten Teil des Geldes. Ein­ander mal telephonierte Sch. an Frau Z, sagte, er sei Svarkassenbeamter und müsse alle Spar- kassestbücher konttollieren, sie möge ihr Buch mvrck gen schicken. Die Frau übergab micbennn in gutem Glauben ihrem Sohn das Sparkassenbuch, welcher zusammen mit den anderen das Geld atu hob, die Quittung fälschte und das Geld ver­brauchte. Tie nur von Sch. und H. eingelegte! Revision wurde vom Reichsgericht als un­begründet verworfen.

rz. Leipzig, 27. Nov. Der Ueberfall von Lützel-Rimbach. Das Schwurgericht Darmstadt hat am 27. Juni mehrere Ange­klagte wogen schweren Raubes mit Todesfolge z» schweren ZuchthoussNafen verurteilt, nämlich bet Friseur Warn I ö st, den Taglöhwc Karl Ma­theis und den Kesselschmied Jakob Weiß zu je 15 Jalsten, den Schuhmacher Josef Wöppek zu 10 Jahren Zuchthaus und den Tagiöhner Josef K i l l i n g e r wegen Diebstahls zu 6 Monaten Ge­fängnis. Tie Angeklagten sind für schuldm be- fiutbcn worden, am 1. März ds. Js. zu Lützel- Rimbach unter Führung des Angeklagten Jöst den Landwirt Adam Helftich, dessen Frau und dessen Tienstmagd Elisabeth Reibold in ihrer Woh­nung .übersatten Und ihnen mit Gewalt geräuchertes Fleisch, Würste und 400 Mark bares Geld weg­genommen zu haben. H. ist an den Folgen der Gewaltanwendung gestorben. In ihrer R e v i -

Direktion teilt mit: Bei allen Mitteilungen über Vorkommnisse im Straßenbahnbetrieb ift es unbedingt notwendig, daß die Zeit, kSagennummer und möglichst auch die Num­mer des Wagenführers mitgeteill wird. Nur *iuf diese Weise können ettvaige Anfragen ider Direktion aufs schnellste erledigt werden. «Es wird daher höfl. gebeten, darauf zu achten.

* Liebig-Museum. Die Serie der bio-

teriweg.

° L D«*mbe, 1919 s Konzert UsehenEInlaten mH Tfc°1^

Pelle Wettläufer mA tterprograv stnlagr 50 Pfennig. »ein PH.H0,U ladung 6« tatiltti* fettr Grselllchasi werben V rrordeatlichen Genv:

itmbtt 1919 bom. 10 'n Sermaltungbgebäw-. -

HZs

a.., lvTrautmanr

Ree R- StraißUeder voß

5Sa&!M

»ordallktz.

1 über ErkSt-.

;t Millionen Mark br? oam L Januar IM t OTWQSültltn tm Stennnr tW bet ReLie bei Ntd ien inbbeionbert orzugsaklien au! 6*/< ht bet KotzugSakiien ra bei einer ber ifeii flto"- immlunfl DOMunebmenOen' imm- unb SoraiiflMtiif" Mt «M wnb, ftinM'

nun« 'am'tchet Uj Äüftien in Ltainmakuen, roei lunTbelberbk^oriuflbotur ammak'ien stimmen, un s» nur eint Stimmt et* abeSsestmltnSrundkav^ übet btt Begebung btt &' »SB* »?KroS"n" x

Wtli >« »M ÄtSS- Bank,

äfetr*

in rortmaob-

sK,.-"'

E

htipr *

Wer dle FrledenSanleche zelchnet, hklst einen wirklichen, dauernden Frieden sichern.

Dr. Qcßlcr, ReichsmMster für Wiederaafbau Tragi goldene Balken herbei zum Wiederaufbau!

Gebt dem Reiche Geld!

Wer dem Reiche kein Geld gänat, schlägt dem Soldaten die Waffe mrS der Hand!

Dr. Mayer, Rekhschatzminietar

Was das Blut für den Körper, ist das Geld für den Staat

Oleeberta, Retohepostmtnlsler Wer spart in der Zelt, der hat In der Not!

ScMIefre, ReldKeAeftÄüftditer

Geld schallt Arbeit, Arbeit schafft Brot»

Äedfz Nelchemilltstte dtd Jnntte

Dirlschast ohne Gell ist Pflug ohne pferö.

§ur beufftfen

8e*r, IteichstzmM

Der Zins, vom Reiche dufgefrarf, Wird Dir und Deinen Kindern nutzen!

er^bftgtt, ke^chsmlnist-r Jlnarym

Die erste Lriedensanieihe est em kühneres Wagnis als alle Kriegs- anleihen. T r o tz d e m wird das Deutsche Volt die Friedensanieihe zeid)nen. A

MtllTig. nxter e. RetibamiuMter Juxtii Geordnete Finanzen sind eine unent­behrliche Grundlage für Recht und Gesetz. Wer das Reich finanziell stärkt, ändern er ihm Geld leiht, stärkt Recht und Gesetz. 1

Dr. Daold, Rrrchsmtnlftrr o. p.

Wer ausländische tuxuswaren kaust, drückt unsere Valuta noch ilefer hinab und verteuert die Einfuhr notwendiger Rohstoffe und Nahrungsmittel noch mehr. Wer dagegen entbehrliches Geld in Spar-Pramienanleihe anlegt, hebt unsere Valuta und fördert den Ge- nesungsprozeß der de^schen Volks­wirtschaft. Wer seln Land liebt, handle danach I

Dv. M VeW*»ve*el«mtntsier

Geldstücke

sind die besten Eisenbahnräder 1

Sxrt, KdAsprtMe*

Über den Parteiprogrammen Iteht för jeden Deutschen die Pflicht, mitzuar* beiten am Wiederaufbau des Reiches. Zuerfi muffen unfere Finanzen gekräf­tigt werden/ denn nur durch he kann das Reich wieder aufblühen. Ein Mittel zur Kräftigung der Finanzen ift die Spar^Prämienanieihe. Wer fte zeichnet, tut feine Pflicht und arbeitet mit am Wiederaufbau.