84—86, 2. Qual. W. 78—82, Wurstkühe Mk. 77—79, Kälber 1. Qual. Mk. 88—90, 2. Qual. Mk. 82—84. Schweine Mk. 70—72 der Zentner Schlachtgewicht. Bei dem geringen Preisunterschied zwischen Rindern und Ochsen schlachten in letzter Zeit verschiedene RindSmetzger zwischendurch fette Ochsen und verkaufen Ochsenfleisch statt Rindfleisch, ohne einen 2lup schlag zu nehmen.
**Maimärkte-inOberhefsenund den Rach- b a r geb re t en. 5. Mai Echgell und Langsdorf; 6. Mai Gießen, Herchenhain, Reich-elsheäm, Battenb-erg, Braunfels, Meder-EisenHansen und Weilburg; 7. Gießen und Friedberg; 8. Butzbach; 13. Alsfeld, Heldenbergen, Herbstein, Lollar, R-odheim, Schotten (Prämienmarkt >, Breiden bach, Frcrrckenkwrg unti Haiger; 14. Homberg, Wetter und Wetzlar; 15. Bobenhauseri, Leun und Marburg; 19. Herborn ; 20. Lang-Göns, Altenkirchen, Biedenkopf und Driedorf; 21. und Ä. Gießen; 26. Hoch-Weisel; 29. Butzbach.
** Villenkolvnie Liebigshöhe. Der Besitzer der Liebigshöhe beabsichtigt sein Besitztum zum Bau von Einfamilienhäusern auszuteilen. Er hat von dem Architekten Schmidt einen Bebauungsplan aufstellen lassen. 28 Wohngebäude sind in Aussicht genommen, und für fünf haben sich schon Liebhaber gefunden. Die Liebigshöhe soll als Gartenwirtschaft erhalten bleiben. "Der Bebauungsplan ist den städtischen Bauämtern zugjegangen und wird demnächst den Bauausschuß beschästigen.
•* Besitzwechsel. Tas Anwesen Friedrichstraße 7, früher znm Hotel Prinz Heinrich gehörig, ist von Architekt Senling für Mk. 46 000 an den ehemaligen Weinwirt Schott verkauft worden. Dem Vernehmen nach will der Käufer dort wieder ein Geschäft anfangen.
"""Preußische Klassen-Lotterie. Die Erneuerung der Lose zur 5. Klasse muß unter Vorlegung des Loses gnr Vor- klasse bis zum 5. Mai, abends 6 Uhr, geschehen. Auch müssen bis dahin die Freilose zur 5. Klasse gegen Rückgabe der in der 4. Klasse gezogenen Lose eingelöst werden.
Kreis Büdingen.
w. Büdingen, 28. April. Heute abend sand im Gasthof „Zum Stern" auf Einladung des Kreisamts Büdingen eine Sitzung des Ausschusses der Zweigstelle Büdingen für Mutterschutz und Säuglingsfürsorge statt. ES waren dazu Damen und Herren aus Büdingen, Nidda, Ortenberg und den umliegenden Orten erschienen. Kreisrat Boekmanu gab einen Lleberblicf über Arbeit de§ Ausschusses 1913. An nenn Orten wurden Belehrungen der Mütter auf dem Lande erteilt, Merkblätter für Mütter wurden von den Standesämtern verteilt. Das Ziel des ganzen sei nicht Unterstützung mit Geld, sondern wenn nötig Beschaffung von Milch für die Säuglinge. Der Einwand, die Arbeit komme bloß den unehelichen Kindern zugute, wurde statistisch als irrtümlich nachgewiesen. Im Herbst wird, wie in Schotten, so in Büdingen und auf Antrag aus der Versammlung in Ritzda und Stockheim ein Wander- fnrS der Zentrale in Darmstadt für Frauen und Mädchen abgehalten werden. Dr. Brettel machte Mitteilung über die Zahl der Beratungsstunden und der vorgetragenen Kinder. Hieran schloß sich ein Vortrag der Hilfsarbeiterin der Zentrale Frl. Schubert über Säuglingspflege in Hessen. Nach den Mitteilungen steht Hessen in dieser Arbeit an erster Stelle; gründlich ausgebildete und geprüfte Kreispstegerinnen seien vorhanden, die sich jeder ärztlichen Beratung enthalten mußten. Wichtig sei für das Land die Gewinnung von Vertrauenspersonen unter den Frauen. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an den anregenden Vortrag an.
Kreis Alsfeld.
---- Storndorf, 29. April. Der an einem hiesigen Bau beschäftigte Valentin Buderau stürzte infolge eines Gerüstbruches so unglücklich in die Tiefe, daß er erhebliche Verletzungen davontrug. — Ein junger Bursche fuhr mit seinem Rade durch das Dorf, als ihm cm Hund in das Rad sprang und ihn zu Boden warf. Er zog sich schwere Verletzungen zu.
Kreis Lauterbach.
— Lauterbach, 29. April. Heute nachmittag 1 Uhr traf die Leiche des in Darmstadt verstorbenen Hessischen Kammerherrn August Riedesel, Freiherr zu Eisenbach in Stockhausen, auf dem hiesigen Bahnhof-Nord ein und wurde auf einem herrschaftlichen Pferdegespann nach Stockhausen ben fordert. Der älteste Sohn des Verstorbenen und die Beamten dec Freiherrlich Riedesel'schen Rentkammer gaben dem Trauerwagen das Geleite. Die Beisetzung erfolgt am Himmelfahrtstage 21/2 Uhr nachmittags in dem Familienbegräbnis zu Stockhausen.
Kreis Friedberg.
h. Friedberg, 29. April. Unter den im gesunkenen Torpedoboot S 178 aufgefundenen Leichen befand sich auch die des Willi Heb auf aus Friedberg. Auf Veranlassung der Eltern findet die Bestattung des jungen Matrosen hierorts statt.
L. Friedberg, 29. April. Stadtv. Langsdorf hat der Müsterschule ein präpariertes Krokodil ?,inn Geschenk gemacht. Er hat es vön seiner Reise nach Nubien mitgebracht.
w. Bad-9! anheim, 29. April. Das Kurt he ater öffnet in dieser Woche seine Pfovten. Es bringt einen sehr reichhaltigen Spielpkan, darunter eine Anzahl beliebter Novitäten für die Saison. Es befinden sich darunter „Mein
Freund Tcddn", Lustspiel von Nivoire u Besnard^ „Das Prinzip" von Hermann Bahr; „Son Windhund", Schwank von Kraatz und .Hoffmann; „.Hinter Mauern", ^>ch<iuspi?l ans dem Dänischen von Henri Nathans en; „Der Retter in der Not" non tSchönthan Und Presber; „Der liebe Augustin"; „Der Frauenfrcsser", Operette von Eyßler. Eine Reihe von Gastspielen -ersten Ranges ist geplant, als erstes Auftreten der bekannten Tänzerin Rita Sacchettv. Außerdem finden mehrere Ka m m e r sp i el a b e n d e statt. — Bon neuen Mitgliedern sind zu erwähnen Charalterspieler und Oberr-egiss-eur Walter D w a r k o w s l i, früher am Residenztheater, Berlin, Bonvivant Karl R v t t e ck Oont, Deutschen Theater in Hamburg, iugeudlichcr Liebhaber Alfred Jacobi vom Deutschen Theater in Hamburg, Marie Else Titel vom Stadttheater in Ebemnitz, sentimentale Liebhaberin Alice Dagny vom Stadttheater in Zürich, Anstandsdame Auguste Fr enz e l vom Stadttheater in Metz und Vertreterin des Faches der bürgerlichen Mütter Kl ar a 'N a t h u s i u s vom Stadttheater in Bremerhaven. R u d o l f Goll, der dem Kurtheater bereits 9 Johre ungestört, hat im Winter den lieber gang vom Bonvivant zum Eharaktcr- komiter mit großem Erfolg vollzogen. Der Direktor des Großh. Kurtheaters und der Vereinigten Stadttheater Gießen-Marburg Hermann Stein goetter blickt in diesem Jahre auf eine 25jährige erfolgreiche Bühnentätig- keit zurück, von der 10 Sommer auf die Leitung des Kur- theaters «entfallen.
Starkenburg und Rheinhessen.
Märkte.
le. Frankfurt a. M., 29. ".'ipvil. Heu- und Strobmarkt. Angefahren waren Wagen Heu, 0 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Veit <iu—.-,40 Mk., Stroh ivorulangüroh) 0.00—0.00 Mk^ Wirrstroh < ,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft gedrückt. Tie Zufuhren waren aus den Streifen Obertaunus, Hanau und Dieburg.
Spielplan der Uurhaus-Theaters bad Nauheim.
Eröffnung der Spielzeit 1913.
Freitag, den 2. 9)int: „Mein Freund Teddy." Sonntag, den 4. Mai: „Madame Bernward." Montag, den 5. Mai: Gastspiel der Tau.ckünsilerm Rita Sachetto. Dazu: „Mein neuer Hut." Plauderei in einem Auszugs von Max Bernstein. Mittwoch, den 7. Situ: „TaS Prinzip." Freitag, den 9. Mai: „Die Siebzetm- jährigeu." Sonntag, den H.Mai (1. Psiugstieiertag): „So 'n Windhund " Montag, den 12. Mai (2. Pfingstseiertag): „Die fünf Frankfurter."
Dio nach- A Afinl a sind von 12 Uhr mittags bis 12 Uhl stehenden ü v 1 uAü nachts nur für dringende Fälle sicher anzutreffen : D */4
Donnerstag, den 1. Mai (Himmelfahrttag):
Dr. l’ioch, Asterweg 34.
Sanitätsrat Dr. Schliephake, Goethestr. 44.
%
Für dringende Fälle ist Donnerstag, den 1. Mai (Himmelfahrttag) sicher anzutreffen: D30/*
Fischer, Seltersweg 77. tidsIilCll Zit Fernsprecher 737.
nr. Offenbach, 29. April. In der Bastnhofs- f ra ge hat die Eisenbähnverwaltung ein weiteres Entgegenkommen insofern gezeigt, als durch das Umleitcn der zehn O-Züge über Hanau der postalische Verkehr mit Offenbach k e i ne schädigende Einwirkung erfahren soll, mit Ausnahme der aus Westdeutschland ankommenden Postsachen, die statt wie bisher nachmittags 2 Uhr in Zu- tiinft erst nm 5 Uhr zur Ausgabe gelangen können. Die Kosten des neuen Stationsgebäudes, das auf 600 000 Mk. veranschlagt wird, übernimmt der Eisenbahnfiskus, der beim preußischen Landtage eine entsprechende Nachtragsforderung stellen wird. Auf Dem1 Platz des jetzigen Empfangsgebäudes wird der Bahnhvfsplatz entstehen, dazu soll eine Unterführung der Kcläserstraße kommen, deren .Kosten zum Teil Offenbach zu tragen hat. Auch die Gepäckvermittelung von und nach Frankfurt wurde zugesichcrt. Die Verhandlungen über den Erwerb der Lokalbahn können erst nach der Ver- ständigung mit Frankfurt beginnen. Immerhin liegt auch hier die 'grundsätzliche Bereitwilligkeit zur Veräußerung der Lokalbahn an die beiden Städte vor.
Hessen-Nassau.
Der Mord in Cronberg aufgeklärt.
h. Cronberg, 29. April. Am 1. Juni v. I. wurde die 83jährige Witwe Margarete Zimmermann, die seit 26 Jahren ein einsam am Crontaler Weg belegenes Haus bewohnte, ermordet aufgehoben und zwar von ihrer 60jährigen Nichte, dem Fräulein Junker. Die Greisin fand man an Händen und Füßen geknebelt, der Schädel war mit einem stumpfen Instrument eingeschfttgen. Für die Untersuchung war es außerordentlich schwierig, einen Anhaltspunkt zur Entdeckung des Mörders zu finden, da nichts geraubt und jede Spur der Untat sorgfältig verwischt war. Verhaftungen verdächtiger Personen konnten nicht aufrecht erhalten werden. In der Stadt selbst gab man von vornherein der Vermutung Raum, daß der Mörder nur ein ganz Ortskundiger sein könne. Tie von Staatsanwalt Dr. Becker (Wiesbaden), Polizei-Assessor Dr. Auerbach (Frankfurt), Gerichtsarzt Dr. Roth (Frankfurt) und Ge- richtschemiker Dr. Popp (Frankfurt) im stillen geführte Untersuchung scheint nun nach 11 Monaten doch greifbare Erfolge gezeitigt zu haben, denn heute mittag erfolgte auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft die Verhaftung von Fräulein Junker durch Assessor Dr. Auerbach. Die Festnahme der Nichte der Ermordeten erregte in der Stadt ungeheures Aufsehen, da man gerade dieser alten Dame eine solche Tat nicht zugetraut hat. Die Verhaftete wurde der Wiesbadener Staatsanwaltschaft zugeführt. *
Kirchbracht, 29. April. Gestern nachmittag wurde die 17jährige Tochter des Bürgermeisters Junker auf dem Felde durch Blitzstrahl getötet. Auch eine Kuh büßte dabei ihr Leben ein.
)( Frankenberg, 29. April. Bei einem gestern abend über unsere Gegend nieöcrgegangenen Gewitter schlug es hier mehrmals ein. Zwei Scheuern und ein Wohnhaus gingen in Flammen auf.
Universitäts-Nachrichten.
hk. Marburg, 29. April. Prozessor Dr. Richard Hamann an der Akademie zu Vosen, hat einen Rus als ordentlicher Professor für Kunstgeschichte an die Universität Marburg erhalten.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
G teben, 30. April. Gibts denn feinen Schutz gegen den Gram m ophon - Unfug? Die Polizei sucht doch sonst das Publikum vor Belästigungen zu schützen. Wenn meine Kinder in früheren Jahren mit ihrem Wägelchen einmal durch die Anlage hibren, erschien sicher alsbald ein Schutzmann, der diesem gemein- geiährlicheu Unternehmen Einhalt tat. Für nicht minder gemeingefährlich halten wir es, wenn jemand so unglaublich rücksichtslos ist, den ganzen Tag und bis spät in die Nacht hinein sein (.Grammophon durchs offene Fenster oder gar vom Balkon auf die Nachbarschaft loszulassen. Ein Einschreiken der Polizei wäre dringend zu wünschen.
Ein Musikfreund von der Nord-Anlage.
kirchliche Nachrichten
Evangelische Gemeinde.
Donnerstag, den 1. Mai, Himmelfahrt.
Gottesdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schwabe.
In der Iohanneskirche.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.
In der alten Zricdhoftkapelle.
Nachmittags 2 Uhr: Plärrer D. Schlosser.
Am Himnieliahrtstag, abends um 6 Uhr: Versammlung des Frauenmissionsvereius im Matthäusfaal zur Begrüßung von Herrn und Frau Missionar Hecklinger aus Kamerun.
Evangelischer Gottesdienst.
Lollar: Donnerstag, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr: Pfarrafsistent Klingel.
Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen.
April
1913
Barometer auf 0° reduziert
Temperatur der Lust
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
Grad der Bewölkung in gehntel der sichtb. Himmelsst.
Wetter
29.
2”
748,0
23,4
11.3
53
NNE
2
3
Sonnenschein
29.
9“
746,8
17 9
118
77
0
still
0
30.
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746,4
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Ihre Hoheit Prinzess Marie v. Sachsen-Meiningen
Berchtesgaden.
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