Ausgabe 
31.3.1913 Drittes Blatt
 
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über 34,000 ähnlich lautende schriftliche Anertnmungml

Rauchen und Trinken ist Männersitte

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Die beste

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zische Beobachtungen der Station Gieren.

GEOV^G RjASfrWWZl

Grössre deubsche Ctgaret*-

* Gendarm ,u zwei verhafteten Strolchen): ?td> glaubt gar, Ihr wollt euch auch nod) unterhalten? strolch: 'Jiec, für unsere Unterhaltung mutz jetzt der Staat sorgen.

dargefteklt, als ob ich andaaerno in der Sdr heWNgeLungert hätte: das in nicht der Fall. (*nr Jahre 1908 hm von d« .veeres- Verwaltung nach Frankreich ^estüickt worden, sch wär «a»«us erst 23 Jahve alt. Aus der tatfadr, datz man mich trotz m^rner Jugend nach Frankreich schütte, geht doch wohl hervor, daß ich

Gevicht-saaU

Berlin, 28. März. Tas O her kri c g s g c r i ch t des * Arineelorv» beftätigte nach zweitägiger Verhandlung das Urteil öfö Kriegsgerichts der Landwehrtmchektton, durch daS Sergeant Wölkerling vom Ieldartilleric Regiment in Thorn wegen Landesverrates 3» 15 Jahren Zuchthaus und 10 Ialwen Ehr Verlust und Ansstofntng ans dem SDccrc vertirtcilt worden war. Tas Olu-rkriegsgt-richt beschloß ledocli, von den bet ihm beschlag- itabnrteti 73 0Ö0 Mark 17 0(M) Marl, die als sein Eigentum an­erkannt wurden, dem Angeklagten znrüclzugeben, erkannte jedoch noch aus 15000 Mark Geldstrafe. Tie Verhandlung fand wegen Gefährdung der Sicher In'it des Staates unter Ausschluß der Oesfentlichkeit statt. Nur das Urteil wurde in öffentlicher Sitzung verkündet: Landesverrat, begangen durch Verrat roidrtiger Tvku vielttc an Rustland Ein Bruder des ÄngeNagten imtrbe verl)aftet.

Berlin, 28. März. In deut seit 3 Wochen vor der I Lira flamm er verhandelten Prozeß gegen die Sdvünbankiers >rwiet und Gans ist die Beweisaufnahme geschlossen worden. Ter Staatsanwalt beantragte: gegen Kwiet 4 Jahre Ge s ä n g n i S und 3000 Mark Geldstrafe, eventuell 200 Tage Ge sängniS, sowie -.Jahr- Ehrverlust: gegett GanS 8 Jahre Gefängnis und 15000 Bttirk Geldstrafe, oder Gefängnis bis ,u einem Hödiftinahe von 2 Jahren, sowie 10 Jahre Ehrverlust. Ten beiden Angeklagten folleu ein Iain und sechs Monate Unter- snchimgshaft angerechnet werden. Las Urteil soll am Montag gefällt werden.

Handel.

Von der R c i di s b a n k.

vermischtes.

* Das Geheimnis einer Flasche. Eine jttiittAng, die den .Historikern manches zu raten mrfgtbi. machte nn fvm zösischer Soldat in M ont louis in den Ostpnrenäcn^als er in den Befestigungsanlagen der Stadt herumscdtcnderic. Er iah aui dem Boden den Hals einer Flasche hervorragcn und grub ne ans. In ihr befand fick em Tokumenr mit den «ieaeln des zweiter ^taiserreiches und dem Tahirn des 4. LCptemder 1870, besZxxgts. an dem die dritte Republik gegründet wurde und die Sanier« Eugenie aus Paris floh. Tas Schriftstück enthält ein von Juwelen der kaiferiu Eitgenie, ausgestellt von Adomuel *axi in Madrid mit der Bestimmung, der Gräfin von Montiio i wie die Kaiserin mit ihrem MädcheimaiNLN hieß üderge«»' zu werden Juwelen im Werte von 5 320 000 Mk. werden Mn aufgezählt, darunter ein Perlen- und Tramanthalsband im Werte von 1 800 000 Mk , ein Go'chenk des Kaisers von Rustland, »too Perlenarmbänder im Werte von 520 000 Mk., -^^^nfc Königin Viktoria von England, ein Schmuck für 040 000 TOt, Gesdnnk des Zdtahs von Persien, eirdlid' auch iranzönnhe Bank nnten un Werte von 1 800 000 Mk. Tas (tzchnmins der Flaiche wird dadurd) noch rärselltaster, dast bei weiteren ?lusgrabungai ein Skelett ans Licht gebracht wurde, das etwa 40 Jahre alt ist.

Der Ztallmannprozetz.

Berlin, 29. März.

Die heutige Sitzung beginnt mit dem Aufruf der Zeugen. Rcchtsmiwali Meyer I. deantrogt daruad) von dem Trutschen Konsulat in Tavos eine mnilidn' 'OiSkunft bcrilbcr einzn holen, dast iidi dori im Februar 1910 ein Alaun aufgehalten habe, der sich von Monig" nannte, dieser Aiann in aber der Angeklagte Stall iwiNN nicht gewesen Staatsanwalt: Es berührt allmählich komisch, dast der Angeklagte Suillmami so tut, als ob er den Warnenvon König" tu 'liecht führte und ein Hochstapler diesen, seinen Namen mißbrandst habe. - NedUsanwalt Tr. Meyer: Stallmann führte int Auslaiide den Namenvon Stonig" zurecht, er ist Mich unter diesem Namen getraut worden. Rechtsanwalt Tr Frey: Ich bitte oem Awtellagten Niemela Gelegenheit zu einer Erklärung zu geben T-er Staatsanwalt hat den Angeklagten in ganz ungewöhnlich scharfer Weise angegriffen: daixn liegt dem Angeklagten Niemela sehr daran, sestzuftellen, hast er sich als Flieger große Verdienste erworben habe Staatsanwalt: Tas Iküm- ich nicmnlv bestritten Es ist aber auch sicher, dast er die Prin z X) e i n r i d) F a h r t im ^inri 1910 unter falsckien Vor spiegelungen mitgemacht hatte. Tas geht aus einer Auskunft des Generalsekretärs bo kaiserlichen Automobil Elubs unzwei heutig hervor Angeklagter N i emela erregt): Tas bestreite idi gant entschieden: ich bitte diese Herren zu laden. Staats auwalt Tas kann geschehen Niemela: Es wird immer so

etwas leisten formte. .

Sodann wird in der Behandlung des Falles ^rvvc n>rt- gefahren und zunächst der Angeklagte Stal Imamr hierzu vcrnom-1 nornmen. Er gibt an, dast es ihm autzerordeMlich leib täte, datz er bie Aussagen des Herrn v. Dippe und des Buies zum Teil al^ unrichtig habe bezeichnen müssen. Vorsitzender: Stc^ilt nun! der Wechsel des .v>crm v. Tippe in Ihren Bentz gelangt Angeklagter: Butes fomrtc seine Sviellchuld nicht bar oezayten I und wollte mir den Wechsel des Herrn v. 4.ippe übergeben. wollte den Wechsel nicht nehmen, liest mich aber doch überreden, da Bujes sagte. Tippe sei doch gut und einer ferner beiten «rreunoe. Im ganzen habe ich 50 000 Mark gegeben: der Rest war der (vewinn, den id) an Butes hatte und den dieser nicht zahlen konnil Vorsitzender: Ta batten Sie aber ein sehr gutes Gei chatt NM dem Wechsel gemacht. - Angeklagter: Ach nein, uf) mußte boct, genau, dast es ein Spielwechsel war und batte den Weduel nie einklagen föimen; ich hatte deshalb anfänglich große Bedenken, ihn überhaupt anzunehmen, und der L>err Vorsitzeiwe wesi- io auch, dast id) niemals Schritte unternommen habe, den ^ttnci einzu klagen. Vorsitzender: Wie war der Wechsel unterzeichnet? Angeklagter: Mit dem Namenvon Henrich". Dorsikend'r. Ist Ihnen das nid)t ausgefallen ? Angeklagter: Allerdings ! Ich sagte dem Hujes, der mir unter dem Namenvon .'ocinnm bekannt war, dast er austerdem noch darunter idimben lollte de Bujes". Er meinte aber, das sei nicht nötig. -xer Weckst" wird dann vorgelegt und verlesen. Tanach hat Öcrr v. 4-WPf ihn akzeptiert und zwar hat er geschrieben: ^Angenommen achtzig taufend taufend Mark". Tie AnNagebehärde schlieft aus bicicr Wiederholung des Wortes Tausend, dast Tippe so betrunken ge­wesen sei, dast er das WortTausend" zweimal g ei dm eben habe. Vorsitzender - Wie erklären Sie sich das Verschreiben? An­geklagter: Tamr gibt es viele Erklärungen. Ich suchte bann allo den Tippewechsel loszuwerden und ging zu einem Geldverleiher, der ihn auch mit 64 000 Mark diskonkieren wollte, -la telc gradierte mir Tippe, ich solle den Wechsel stn Berlin präsentieren. Id) wustte nicht, dast sich Tippe sck^n seit drei Monaten Inn ter

gegen die A«geLagta» gebraucht, nenne SüxUmann auJfrrigSrf) einen Handlungsgehüfen und behaupte ohne den geriaguoi^r«- sachenbewas, daßdie Karten gezeichnet gewesen nxaai utft erOätie, das Darlehen des Graseti Wokn-Metternich für eine ^chrekmug. I<t) verstehe habet nicht, wie er icM so empfindlich Ktn Tann.

Taraus tritt Berrragung bis Montag em.

und daran wird weder die Nikotin noch die Alkohotturcht vu andern. Tie kleinen Beichtverden, die man naebeinem ucrfliiüfl|C

Abend vielleicht bat, beteiligt man, indem man ein vaar von oor adncn Sodener Mineral.Pastillen im Munde zergehen lant- v Pastillen wirken erfrischend, sie beseitigen die Berichleimung ui

zugleich auck die Saureaniammiung im Magen. Eine 1 mit Fans Sodener sollte man darum immer zur Hand hobt - Sie kostet nur ^5 Psg. und iit überall zu haben Belondere Scrr-

Acidien: Ter Name -Fan" u. weißer .dontroUftreifen nt Le'cheinigung des tiürgcrmcHtcr Anttes Bad Sodena-T Iss »

Landwirtschaft.

* Obstbaufeinde. Ter größte Feind der Obst- 1 gärten ist der Blutsink, auch Gnnbel oder Tomv'aff ge- , nannt« Eigentlich hat er seine veimat im ^albe. Aber achahrlich. roenn die Knospen schwellen, beehrt e<. die Gatten '"'t seinem , suche, der keinen anberen Zweck bat, als allem Steinobst und allen Stachel- und Iohannisbeerbäumchen die ttruchtknospeii auszuhacken. Ein Pärchen genügt, um die Ernte eines GatteiiS zu verntchteii. Zu meinem Schreck gewahrte ich gestern und beute nicht weniger al§ vier Pärchen in meinem Garten. Man kann sich die 4 er» heeruug denken, die sie angerichtet haben. Unter ben Räumen, aut denen sie gearbeitet haben, liegt es wie nnt Spreit besäet. Etwa 20 Beerenobstbäumchen und Sträucher mit reichstem Fruchtansatz sind so kahl gemessen, dast die wenigen Fruchtknospen, dte daran hängen geblieben sind, rasch gezählt sind und wahrscheinlich cm Test der Däumchen eingehen wird Auch dem Steinobst tft arg mit- aefoielt worben. Ter Schreiber dieser Zeilen beobachtet schon jahre­lang das räuberische Treiben ber Blutsinkeii und lindct, daß sie in­folge beS gesetzlichen Singvögelschutzes, bett sie unverdienterweise seit einigen Jahren genießen, immer mehr überhand nehmen und nachgerade zur Landplage werben, die Remedur erhestcht. Alle Abwehrmittel, die der Obst- und Garten'rcnnd anroenbet, verlangen lücht. Selbst das Beipritzett der acläbrbcten 'Saume m;. ivancr- lödlid)em Earbolineiin, Hilst nicht. Nur 9-Tlillimeter Lchrotpatronen versprechen Erfolg, ^fbet cS ist doch schade, um den schotten bunten Vogel, daß man ihn totschieben muß. Jrither pslegtc man 'Mt zu langen und zum Gingen abznrichten. solche abgertchtete B1 ut^men loaten sehr begehrt und wurden mit 30 TIL ba§ Dlanndjen bezahlt. ES gab arme Familicn im Vogelsberg, die jährlich ein schoäe^ Stück Gelb mit Blutntikenzucht und ?ang verdienten. So edreute der prachtvolle Bogel seine Züchter und seine Staufer, und es war keine Gelahr. dast et auSgcrottet werden konnte. -r.azu ist er viel au gerieben, zu krästig und zu gelrästig. Aus übel angebrachter Sentimentalität uttb Romantik hat man den Vogel, der i m N a tiir- zustande gar kein Singvogel ist, unter den gejetzltchen -Schutz der Singvögel gestellt. Da er, tote oben gezeigt, diesen Schutz den Menschen schlecht lohnt, verdient bas Vogellchutzgesetz tn .Hinsicht ans beit Blntftnken revidiert zu werden. Alle Garten Itetinbe, die über da4 schädliche Treiben der Blntjinken eigene Beobachtungen angeftellt haben, werden gebeten, ihr Tlatertal an Wartet Zinn in -Herbstein einzusenden, welcher bereit ist, es den maßgebenden Instanzen niitzisteilcn. ^n bet Zigennerplage hat man uns befreit, hoffentlich sinden sich bald SJhttel und Wege, auch dieser Landplage Herr zu werben. Z.

-r. Laulerba ck, 30. März. Ter land iv. Bezirks­und Zucht verein hielt nm Samstag seine letzte Ver­sammlung im laufenden Wiitterlmlbjahr ab MrciyOctcrinar <rrzt Dr. Stiel hielt einen beifällig auigenonnnenen Vortrag über die Lehre von der Vererbung in ihrer praktischen Bedeutung, mit wertvollen Winken für den Züchter landwittschast- sicher Nutztiere.________________________

Lnftschrnahrt.

Berlin 28. März In einiger Zeit wird der Flugplatz Johannisthal ein neues Luftschiff erhalten. Bisher wurden Lenk ballons stets burd) Schrauben angctricbcn, die burdi Zug ober Druck das Schiss vorwätts bewegten. Der neue Kreuzer, ber nach ben Entwürfeii des Oberleutnants Meyer gebaut wtrd, besitzt hinter ber Ofonbel ein R a h m e n g c ft c 11, in dem sich schmale parallel angebrachte Leisten befinben. Tas Ganze wirkt wie eine Jalousie. Sobald nun Die Leisten durch Molorkrast wagerecht gestellt werden, itrirntt Luft in die Zivischenräume. ^dsttesten sid, die st lappen, so wird die Luft nach Inirten meggebrüdt und es entfW eilt Druck, der das Luftfalsrzeug vorwärts schiebt. Der Numpf des Ballons desttst eine längliche, dem Zeppelin ähnliche Form Die Lisiige des provellerlosen Lnftschrsses dürste etwa 65 bis 70 Meter, ber Rauminhalt annähernd 7000 .stubrkmeter betragen. And» bie Steuemnnd)timgen sind zum großen Teil neu unb eigenartig und crmöghdien schnelles Wenden.

Berdnn , 28. März. Ter Fliegerleutnant Brei, ar d ist heule früh infolge einer Mowrexplosion aus 800 Mtter Äöhe avgestürzt Gr tvar 1 ofort lot.

Tokio, 28. März. Nad) entern Schaufluge vor den Mit gliedern des Parlaments, an dem das Parfeval Luftschift und vier Flugzeuge teil nahmen, stürzte bei der Fahrt zu dem Schuppen ein Bleriotapparat aus 1000 Fuß ab. Tie Insassen, bie Leut nanlrt XotuDa latb K i nuai r a mürben getötet. 4.as Parscvalluftschift mürbe beidübigt Verletzt ist ntemanb.

Berlin, 29. März. In der heutigen Sitzung be8 Zen­tra l a u s f ch u s s e s ber Reichsbank gab Exzellenz >>tt»enstein

...y. IU,.U lllt Vlill .........die Veränderungen in dem Status vom 22. bis 27. März bekannt

di?Polizei gesteckt hatte. Neivton wurde bann bei ber Vorzeigung In dieser Zeit nahm der Metallbcstand um 25 Millionen gegen

Wechsels verhaftet (> Millionen im Vonahr, die Anlagen um 207 Millionen g.g.i

oej ^cctzsttv veryastei. . t 153 Millionen im Voriahr, bie iremben (Gelder um 18o Millionen

Ter Gerichtshoi kommt bann Sur Erörterung AnllagesaltzS Millionen im Voriahre zu Die ungebeeften Noten be-

^ramer >er Angeklagte Cramer mrb ^ch ^m Eroftz Qm 27. März 509 Millionen Mark gegen 285 Millionen mtngsbeschlutz ber vettuchtm.IpreK;ng be .hu^igt g ge gm qleichen Tage des Vorjahres, der diesjährige 2tanbjvar also bem Leutnant v 4.'ppe ober besten R cht^be.stande Rech ^^alt 224 Millionen schlechte. Tie Veränderungen de - Status in Rmenstoä (Berlin). Es wird zun.c- e "n Brttt mr... .1, u standen hauptsächlich unter dem Einilüß bei Ein-

Pej^cm^ <nt beniesenJMngedag en Ladungen ans die neuen Reichs unb preußischen Staatsanleihen,

dasi.er Stallmann uich Buies wegen Falsd ,viels ^ir |bcr roarrn nnt --2. März ungefähr gleich hodt wie io.

Gr icbreibt wetter ^ß biese Äunbe lginieiiit sind ^"mun.i und Vorjahre, sind bann aber diS zum-27 Marz wesentlich stärk:. Butes, einen ^rohdriet an ihn geschrreeen Mtten. tvon n )i tl)n fln en)a(hkn bllrd) bic Vermehrung ber öttentlidien Gelber. Trov- beim Regiment anzeigen wollten v. ibVC fdnciot^n. roört fc(.m bcr ^atus nod) sehr angespannt ist, machte 'ich bodL cur Uch:Ich habe blot en 5)hemela) bei mttnn er eidlichen Derrn hmungl (Erleichterung bemerkbar. Am 28. Februar war der ^tan. vor bem llntenuchungsrichter getdjeni, und Konnte übel l, rem I m g27 Millionen schlechter als im Vonahre, am 22. Müt, fallen, wenn es herauskäme. Stromer: xmpe und ic. i.iitcn Millionen 27 Mär, 224 Millionen Tic Ansprüche an

in London eine Unterredung, in bcr ich ihm sagte, da',. M Reichsbank' seien gestiegen, es tuen, namentlid) Wechsel mit

burd) seine Aussage vor bem Unterstichmigsttdtter in ei.t. uv . I langer Lanszeit eingereicht worden und zum Onartalswedssel sei Lage gebracht l)abe und bas; er in großer Gesahr schwebe. < iW eine außergewöhnlich hohe Anspannung ;>i erwarte,' Ter Gold« sragic auch, wo Niemela sei, und id- mte ihm, er jei in (yrniirreto: bc)-tQnt> lroV, öcr großen Ansprüche keine Verminderung bei einem Flug gestürzt und wolle sich nun in rlrgeimmen ein' crjot)rc)L c_-, fei ber allseitigen Unterstützung ?,n verdanken, neue Existenz gründen. Tippe erklär.? sich bar an, lotort bereu, )üf(d)c bic ReidisbaNk bei ihrer Bestrebung, den Goldbestand zu für die Finanzierung ber Zulunsi Nienrnlas zu sorgen -r-"-P'l rhalten, gefunbcii halxv Schließlich wurdeil noch einige Wahlen stellte aud) zwei Schuldscheine über 7000 Pfund ans, erfiar.e aoci, öorqcnommcn daß er die SumUic nicht flüssig fcüteVtnb fragte mich, ob ich siui. n , , , ,,

Geldmann wüßte, ber ihm bas Gelb L oritrcdcn Ifönne. Ich wies I n)..

ihn bann an Pariser in Berlin (Heiterkeit Vorsitzender:! lllflrtlC.

Tippe hat sich and) tatsächlich an Pariser gewandt. I April-Märkte in Oberhessen und Nachbarschaft: 1. Gießen

mnrfl einer wirb in bic und Altenkirchen; 2. Franlenberg und Gießen: 3. Butzbach, Saiger

.iad) einer tfainc miro in ou unb Weilmünster: 7. Dillenburg: k. Lang-GönS, Gebern und

B e w e 1 S a 11 s n a 0 in c I lllrichstein : 9. Friedberg und Lanteibaeh : 10. Biedenkopf: 14. Viü-

cingetretni. Als erste Zeugin wird bie Schwester des Angellagten I bcrfl uub Herborn: 15. Gießen und Altenkirchen; 16. Sombera.

'Niemela, Fraulein Klementine Niemela vernommen. Au, Bc I jUippcrlcnrob uub Gießen: 17. Marburg, 21. innigen unb Eibet:- iragen gibt sic an, daß sie in F-riebrichsHütte als Lehrerin an ()nu<cn. 23. 9ll§ic(b unb Schlitz: 24. Grimberg, Biebeiikop! und gestellt fei imb ein Iahresgehalr von 2000 Marl bf.vefr- Tillenburq. 25. ^llabeubach. 29. Freiensteinau. 20. cdiotieu Vorsitzender: öaben Sie Ihren Bruder öfter unterstützt ? IKictori, EWar, Marburg, Fraukenberg, Gönnern uub Tobeimn Zeugin: Ja, in feiner Leutnantsz.it weniger, am meisten in den----

letzten 34 Jahren. Vorsitzenber: Wieviel Haven rr ihm im ganzen gextebim? Zengin: 25 000 Mark ~er lolg.'iidel

Zeuge, ein Schwager Niemelas, Oberingenieur G a s ei, ans bester reidi-Sdlciicn bekundet, bar er ein Gehalt von jährlich 30 000 Mark habe unb jährlich noch an 30 000 Mark Tantieme beziehe Früher habe er ein noch größer, s Einkommen gebaut, ba j?i es ihm nickt darauf angekommen, feinen Sdstvager zu unterftuv-at. I Er iKtbe das öfter nid# gewollt, auer feine Fran habe ihm binnI in den Ohren gelegen. Seine Fran habe Niemela aud> ^öuer Vorwürfe gemacht, baß. er so viel f'iclb verbrauch', xer ^atcr Niemelas I)abc den Kinbern ein Gr :.ibs!ück un ,Werte von 13b 000 Mark hinterlassim, bas mit 40 000 Mark belaftct war. so bat; auf jedes Minb 21000 Mark entfielen. Außerbem habe bcr Vater noch eine Polize über 6000 Mark hinterlassen. Die dem Angeklagten und seiner Schtvestcr u fall en sollte. ^ic 3eug,n einentine Niemela erklärt 1 rzu, daß sic bic "000 Marr ganz ihrem Bruder überlassen l abe. Hauptmann V e :tbauS betunbet, daß er im Juli 1910 rvh England gefahren 1 unb e unterwegs den Ingenieur Pauli fennen gelernt habe, ecr ihm ^ie 2. Giicnarficr Wdb Lotterie iinbet aarantiert am un? , den Grafen Wolff^Mettemich unb ben Spekulanten ewton vor 7 April statt und kann man tur nur 1 Mart 20000 bare Mart gestellt habe Metternich stell le mich bann demBaron .'körn gewninen. Es kommen aber noch weitere :«32 (Hclbncioinne vrmia" vor Nach einem Essen verloren Metternich unb id ic -.»lussvielung und zwar zusammen 45 000 Mark. Lose ^1 Man . "Äm

. Stallmann Vorwürfe maditc, so daß es zu lebhaften Aus einander fcfnmgcn Mischen beiden kam. Ter Zeuge führt -bann weiter aus, I bar Newton ettvas grob geworben fei. als er die 7000 Mark!

, nickt gleich bezahlen konnte. Metternich habe ihm bann einen Scheck über 7000 Mark gegeben unb er, Zeuge, habe bem Metternich einen Wechsel über bi gleiche Summe ausgestellt. <20 war aus her Sviclfdmlb eine TarlekensschiUd geworden, also die übliche ^chie btmg Redstsamvatt Wen er : Tas gebt aber doch zu weit, daß der Zeuge hier bcrartige Ausdrücke gebraucht. Vorsitzender: Ich möchte ben Zeugen auch ersuchen, berartige Bemerkungen zu unterlassen. - x"Xm weiteren Verlause kommt es mehrfad) zu scharfen Zusammenstößen

Mischen Vetteidigern und dem Zeugen. Tie Rechtsanwälte Meyer unb 'kalter Bahn stellten verschiedene Fragen an ben Zeugen, bcren Beantwortung ihm anicbeincnb unangenehm ist, I benn er wendet sich icdesrnal an ben Vorsitzenden mit bcr Frage 1 Muß idi denn diese Frage bcanhoortat?" .Rechtsanwalt Bahn l!ält dem Zeugen u. a. vor, bar er vcrfdmnegcn habe, daß er nicht nur einmal mit Mettcrnidi und Stallmann zusammen in bcr Britisch javanischen Ausstellung gegessen unb freigehalten worden sei, er fei auch tmt Pauli unb Stall mann zusammengewesen und hätte sich den ganzen Tag, frei hakten lassen. Wenn der Zeuge das nickst ausgesagt habe, so müsse ihm der Vorwurf ge­macht werden, daß seine Aussage zum Teil unwahr ist und den obiekiivcn Tatbestand vcrscküeiere. Ter Zeuge wird daraus sehr erregt und crflärt, auf keine nxiterr Frage mehr zu antworten,1 wenn diese Beleidigung nicht vuhidgcnonrmcn würde ,^ch bin deutscher Offizier unb kann mir derartiges nicht sagen lassen," erklär re er nnt großer Emphase Rechtsamoalt Bahn erklärte daraus, daß er dem Zeugen keine subiektwe, sondern lediglich objekttve llmvahrluil bube vorwerfen wollen unb das durchaus auf reckst erhalten müsse. Ter Zeuge habe auch andauernd Spitzen

! März

1911

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