Nr. 299
Sechster Blatt
165. Jahrgang
Eichener Anzeiger
tr'äbnnl iGtzttch mit UtrtrmHnt des 6«nati|'
General-Anzeiger für Gberhessen
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»liuriger* etnwio'. vöchenttich beiqriegi, bei „KreHMett f6r ki Krtli Oiehe»" jnormal roedxniltd). tie Ml
erfdtetnen memMcd? peermaL
Samstag, 20. vezember 1915
?U!«non*bnK? unb Verlag der 181 ü bI'Wkh llnirerfcxätc- - 9,Kb> und Steinbrucferei.
R. Lauste, CBichcl
Sfbafnon, Krpesu'-u und Tnitfrcti: ötbeil* (trabe 7. Kroebiuo«, mid Veriaq: e^BSL Redakuou: rtg® 1 IS. T«l.-Adr_ Anzeig erGiehe«.
Die man sich zum Wehrbeittag avmeldet.
Ein kurzgefaßtec Wegweiser über Dehrbeitrag und Steuere rflärunfl.
Heber den äkbrbeürag berri<6t noch große Unklarheit. Dir hoffen deshalb, unteren Lesern mit den nachfolgenden nirsgeiowten, ober durchaus vollständigen Notizen zu dienen.
Zeit der Zahlung.
Zwo» ist der Vehrbeitrag eine einmalige Steuer, doch toirb er in drei Teilen erhoben Nachdem die Steuerbehörde die Einschätzung beantwortet hat, ift der erste Beitrag fpäte- ftene nach 3 Monaten zahlbar, der zweite am 15. Februar JJl.j, brr letzte am 15 Februar 1916. Auf besonderen An- trag hin könnet' auch die Drittel in Teilbeträgen entrichtet unb in gleicher Seife kann Stundung bis zu drei Jahren nachgeiucht werden.
Tie Steuererklärung und ihreFälligkeit.
Diese kann bei der Steuerbehörde schriftlich und mündlich erfolgen: diesbezügliche Formulare sind bei bei Steuerbc- börbe vorhanden. Für die Abgabe der Steuererklärung wurden o«e Tage vom 4 bis 20. Fanuar vorgesehen. Unterbleibt bie Erklärung bis zum 20., so treten erbcblidte Strafen in Kraft La ein Bersehen der Post etc. nicht ausgeschlossen ist, so Dürfte sich zur schriftlichen Abgabe der Steuererklärung em Eiuichreibcbrief emviehlen. liegen die Beranlagniia steht du- Berufung und ev. auch eine Beschwerde an bad Cbcroer walttmg.'gericht zu. Ser bei bei Einschätzung unwahre Au- gaben macht, iept sich einer Oieldstrase dir zum LOsachen Betrage der -teuer ans: ferner können Gefängnisstrafen und Urteilsveröftentlichung eintretet,.
Gestattete Abzüge.
Wer Söhne hat, die ihrer Militärpflicht genügen, oder di. bis 1916 dienen, kann für den dritten unb jeden meite- ren -ahn 10 Ptzoz cli Ab;ug in Ansatz -bringen, b. h nut luenn sich das Eintommen auf unter 20 000 Mark ober do. Vermögen aus unter 200000 Mark beziffert. Auch beim Vorhandensein von minderjiihiigcn Kindern tritt eine Er- Niatzignng ein Diese beträgt 5 Proz beim dritten Stint». Mit Kbcm folgenden minderjährigen Kind ermäßigt sich der Be, tiog weiter um .5 Proz, aber immer nur, wenn bad Berinö- neu l00000 Mark unb das Einkommen 10000 nicht übersteigt
Bisher unrichtig angegcbeneSteuern.
Wer bisher seine Steuereinschäyung unrichtig angegeben hat. mutz ngt cine Berichtigung rin reichen. Er braucht bann nichts nachzuzahlen und bleibt auch straffrei. Nur auf diese Art kann eine allgemeine richtige Deklarierung des Wehr- Beitrages ertnöglichl werden Auch der, der feinen Wehrbei trag zu entrichten hat, genießt jetzt dieselbe „Schonung."
TieBerechnungbe-öWehrbeitrages einfacher als man glaubt. Die Zahlungspflicht beginnt bei einem Vermögen von über 10000 Mark, doch nur dann, der Besitze, ein Einkommen von 1<mx, Mark besij l dieses Einkommen nicht vorhanden, so bleiben Vermögen von 10 30000 Mark steuerfrei Beträgt das Einkommen nicht mindestens 2000 Mark, so bleiben auch Vermögen bis 50000 Mark steuerfrei. Zn allen anderen Fällen unterliegen Vermögen einer Steuer von 0.15 Proz., bie weiteren .50 000 Mark mit 0.35 Proz. die nächsten .50000 Mark mit 0,5 Proz. etc. ;. B Ein Vermögen von 130000 Mark versteuert sich.
Tic ersten 60 000 Wk mit 0,1.5 Proz — 7.5 Mk Tic zweilen 50000 Mk. mit 035 Proz — 17.5 Mk I Tic verbleibenden .10000 Mk mit 0,5 Proz. — 150 Mk
Summa 400 Mk.
Steuerfrei bleiben Einkommen unter 5000 Mark Bei einem Einkommen von 5000—10000 Mark ist 1 Proz. des Einkommens zu zahlen Ferner beträgt die Steuer bi* zu 15000 Mark 1,2 Proz., bi* zu 20000 Mark 1,4 Pro»., b's zu 25000 Mark 1,6 Proz. sie steigt bis zu 8 Proz. bei Einkommen über eine halbe Million Wird auch ein Vermö gen mitversteuert, so können 5 Pro;, des Vermögens abgezogen werden.
Senn man fein Vermögen z u niedrig a n g i b t.
Wer sich etwa verleiten lassen sollte, fein Vermögen zu niedrig an;ugebcn, wird das noch zu bereuen haben, ganz abgesehen von den angedeuteten Strafen. Mit der „DeHrvov- lagen Deckung" tritt nämlich die Reithsbesiysteuer »n Ersckni nung. Letztere wird 1917 fällig unb befteucit den Zuwachs, der bis dahin feit der Wehrsteuer zu verzeichnen ist. So dient also die Wehrsteuer zugleich als (Grundlage für eine spätere -teuer, und wenn man heute sein Vermögen zu niedrig' angibt, so erscheint der 1917 zu versteuernde Zuwachs um so größer
Vermögen,daS ft euerpslichtigi st.
Steuerpflichtig sind: Grundvermögen, Betriebsvermo aen uno Kapitalvermögen Ausgeschlossen können nur Lurus- fachen, Schmuck, Möbel und wissenschaftliche und Musikinstru mente werden, nicht aber Schulden für diese steuerfreien Dinge. Abzugsfähig sind dagegen persönliche Schulden, der Wert der dem Veitragspslichtigen obliegenden Leistungen und der Wert der Leistungen, die ans dem Objekt ruhen.
Nicht bezahlte Mieten und leerstehende Wohnungen.
Wurden die Mieten ober leerstehenden Wohnungen dem ErtragSwert beim Grundvermögen zugrunde gelegt, so bc- rückfichtigt sie das Gesetz nicht. Doch kann man sich diesbezüglich auch nach dem gemeinen Wert einschätzen.
Freiwillige Beiträge.
Zeder kann natürlich mehr als er nötig hat entrichten. Gleichfalls sind Beiträge steuerfreier Personen angenehm.
Die Besteuerung des Ererbten.
Konnte ein Nachlaß noch nicht verteilt werden, so tritt dennoch die Einzelbesteuerung ein. Es wird dann einfach angenommen, daß der Nachlaß schon geteilt ist. Dadurch sollen wahrscheinlich Umgehungen vermieden werden, denn mancher wird erst nach Teilung eines Nachlasses beitragspflichtig etc.
Das VermögenderEhegatten unbÄinbcr.
Aus praktischen Gründen erkennt das Gesetz keine ler hing dcS Pernwgens unter Ehegatten an. Dasselbe gilt von dem Einkommen. Doch wird das Vermögen der Kinder gc ondert m Ansatz gebracht. Nur wenn die Eltern den Nieß brauch an diesem Vermögen haben, treten andere, im Gesetz durch Tabellen geregelte Abrechnungen in Funktion.
Wer gibt Rat?
Vor allem die Steuerbehörde. Da es jedoch schwer fällt, alle Einzelstimmungen und Ausnahmen zu beherrschen, wende man sich ev. an seine Bank oder an einen Bankier, was ich namentlich bei der Berechnung der Wertpapiere empfch en dürfte.
Wer ist eigentlich beitragspflichtig?
Zeder Deutfche, es sei denn, daß er länger als 2 Jahre im Auslände lebte. Auch Ausländer, die ihr Brot in Deutsch anb verdienen, sind mit Ausschluß ihres ausländischen Be triebe- und Grundvermögens dazu gehören nicht die ausläu bischen fcmuothcfcn!) steuerpflichtig. Wohltätige und notlci benbe Aktiengesellschaften, Genoffenfchaften und Stiftungen sind von der Steuer ausgeschlossen
Vie (Total im Jahre 19|5. Staatsoberhäupter Fürstliche Personen - foober Adel
Januar: 3 Herzog v Atarcorn, ehern f rthbent brr Biinid Svutd-Afnea Eomvano. ifonbon — 13 Wollaans Fürst zu Eastell-Rüben Hausen, Senior des (Hei amt bau'>4 Galtrll tRüdingHausen. 83 Z 27. Gtiberjoa 'Rainer v Ceftr rteidi f Wien, 86 3 — Februar: 22 Vnno Aü Catienmvitw p l'bina, t Peking, 40 Z — März 0 verm Fürst ju Vrbcnlpbr'Sangenbimi, ebrm. Statthalter von Elian Lotbrinqen. t Langenburg, 80 Z. — 18 8-5nt i Georg twm i^riech- nlanb. t (rnitorbti' Saloniki. 67 Z. — 27. Erbprinz Binzenz »u tPinhifcb» Ohäfc t SetbfhTwrb Rom. 31 I 29 Fürst tvinrid) XIV Arun i. £' . t Sebkik 80 F. — Mai: 2. Tankred Auguste. Präsident non Haiti, PoN <ni Priuec Z uni: 2, Ihugi iximann zu Sroflxr»- Serniarrobr, Schlot Raden z. 45 3 — 10. Prinz fceinnd, XXVI Renß j. V., t Zeno. 55 3 30 Pi in» Marimuian ».i b»l rntz-tzohenkolinS-L^ch, t Pagon TiarinnenL 23 3 — Joenonin Mar,- v Boian.v f Terrilct, 61 Z Zuli: 7. H rz.'gin von ‘.Rmtljumbrrtaiib t Vonbcn. — September: 2 Herzogin Airrandrinc Mattnlbc v. Wüiikemberg, t Earisrnde i C 83 ?> 18 Prinzess^
Sofia von Sachse,t-Wrimar. t Selbstmord Heibelberg 24 5 — 21. Fittftin Anna Eliiabetb zu Nienburg und B il b > n gen, t Bad-Nmibeim, 71 Z Prinz <Henrn Furjewst, Sohn Kaiser Aleranbers II von Rutztenb, t Marlnirg II 3 Oktober: 4 Marl Fürst au Sd)ivar$enbeni, Enkel b> > Helden von Leipzig, t Schloß 2AorIik. 54 3 *-> Uri in Ludwig zu
Solmsvobensolms V i di. . Lieh. 62 3 November: 22. Fürst ?okuga,o.i. der Icptc Sdioaiin. t Tokio, 77 I. — Fürstin Carolina Eolonna bi Sdarra, t Rom, 93 3
Abel unb Gro ßg ru n dbe si v
Februar: )3 Hedwig v dlsmarck, Seniorin des HauscS, Base des AltteichskanzlerS, i- Berlin, 97 3 - 14 Olraf 91 baue o MvUke, Kamm er he n , Kopenhagen. 83 F. Mär»:
23. (Gräfin v. Merenberg, Witwe des Prinzen Nikolaus v Nassau t Eanncs. — 31 kBnroirin Elisabeth i» raurrr Neu. die rndifie Flau BapernS, t Frankfurt a M , 68 3 A pr il: 9 3fr» tmanb v. Äom, Ehren Vanbcoälteftrr, t Neu-Sriabam, 76 3 — 3 u n i: 19. (Wrai Vladimir v Skoizcivski Rabomiee. + Wai - schau. — 28. Emst Karl Wrar v 2salbstein, Maioratsderr s-Insel Brioni, 65 I. —• 3ult: l. 8'rnfrr von Schwor»enfelb, t Bogen au. 77 ) -- 7. Robench von HcEbori, r Halle a S. — 3 u g u ft: 9 Graf Friedrich o Cbemborti, banr üammerer. t Biegcuz, 83 I — September: 13. Ernst o Wentzel r Mosau b. Julhdxni, 22 3 Alfred Frdr. von unb 311 Eglofs stein, Senior der Familie, t Beud»a, 88 I
Diplomaten. — Hof- unb Staatsbeamte
Januar: 28. Siaiomnnb Morek, spanischer Ministerpräsident a. D., t Madrid, 75 F. — 29 (Vlrnf v b Recke Bolmerstein. Mammerhcrr, + Breslau. 84 3 - 30 Tr. Oswald Aidiel, Konsul
t Münchei' — 31 Theodor v Holleben, ehern deutscher Bot- schafler, r Bcrliiiß, 74 3 Februar: 7 Burgdaro Freideri v Eram.ni Burgdorf, ebrm. hraunfchw Gesandter, ! Blankenburg (Horz^, 77 3 — 20. Tr Karl Kröhne, Ctzeb Lherregierungsrai, Reformator des preuß. CtzeiänaniSwesens, t Berlin, 77 3 — 25. Augusto Matte, chilen Gesandter, t Berlin. — 25. Earl Nelson, Großneffe des engl. Admirals, t Iraialaar Houfe bei Salisburv- 99 I. — 28 Karl Aoolf Frhr. v b Horst, Vorsteber des Herold-5 anno, t Hellwinkel, 43 3 — März: 3. Graf Konrad v. Rofen, djivcb. Kammerherr, t Siockholm, 78 Z — 7. Graf v. Brav-Stein bnrfl, Gesandter, e München, 70 3 13 Fürst Nikolaus Doluo
tudi, cbem. ruff. Botschafter, i St Petersburg - 14. Wobert von Bonin Brettin, herzoql. fädif. Minister n. D , v. — Avril. 1. Dr Hi di. v Spaldtng, Bonragenbrr Rat im Reichokolonialamt, . Bei lin, 42 3 — 5. Fürst Georg Eantacuzino, rnman. Staatsmann, >-Bukarest, 75 Z. — 7 Zean Connan», ehern, franz Botschafter, ' Paris, 79 3 -Mai: 2 Tr. 3ofcf Unger, cbem Minister unb Präsident des Österreich Reichsgerichts, t Wien, 85 3. - 16. L. Perrier, schweiz. Bundesrat, t Berlin, 64 3. — 3 nni: 9 (tzeorge Snnbham, ehern, engl. Minister, r Paris, 49 F. 19. Maiimilian Graf v. Feilitzsch, ehcin. dauer. Minister, : München, 79 3 - Ferd
Tie Tienfthütenfragr.
' Ter Mangel an Dienstboten überhaupt unb der Mangel an litt geschulten Tienstloien stritt die Fmuen vor iilmnmgc Jco- ß« ine ~'c bi ing.n iirt> täglich von neuem aus unb auch bie treue, die von Fraii'nüen»egung und outierbiuelidier Frauen- erben nicht0 muten Trollen, werden Hineuigeiogen Bon Zabr n 3adr nuntm bie Zahl der Tu-nftbotrn ab, unaufhörlich machien '•frtc Anivriich-, nvibrenb ihre Leistungen nicht damit gleichen schritt halte» Kami man die durch bie Nachfrage brr 3>wustrie zrrvvrgerui'ene Brrm^Verschiebung nicht aufballen, so brobt uns 'ne Geiahr amerikanisch. 1 ZustLnbe. bie uno bisher als Schreck- ic'pcnst voii(twcbnt unb beten Vermeidung glcidvrrocn'c im 3nter> -fic her deutschen Hausfrau ivic der arbeitmben Sdiitfihm liegt.
3n bei Erkenntnis dieser Tati'adien ba- b-r Bund Deutscher 'Vraiicnmnne einen 2Iu0idmc. rur bie Tienstboten'mgc ringe- »t, bei die einschlägigen Probleme bearbeitet Auch der Haus- aicnfinux<id>uH von Grast Berlin bcbonbclt die gleichen Fragen.
!kmrunfl b r Tienstmädchcn ob Ter 2?<rt dieser Beratung lag tri der 3uiammcnarbfit der den Hausdicnnau-schutz bildenden -rauenverc-'i.- her vtrichieoensi'-ti Rickittingen mit bat gemein- vützigeT« Arbeilsnab oeiien und den.Borsteherinnm von städtischen irf privaten Fortbildung^- und HausdattungSichulen und fon Lae! kur»e„ für T .immäbdirn unb den Leiterinnen konfesfioneller mö inierkonie ''oneller iv'ibenht ime Aui Grund brr Er'ah- vjv-K.t kamen d.e anwe*mbcn Mitglieder zu dem übemnfnmmm- L«r E rednis, daß die Tienithotcn gerade w,e alle anderen Strlffnanivm 1 für idrrn Betm geschult werden müssen Un r-tfd)ii>rn blieb mir die Frage, ob die Ausbildung besser in i'f-ranüaltcn oder in Lehrstellen erfolgen teil, und irre sie über [turt zu gcwlten sei Eine Gnindlarc ter die Berufsarbeit un janstal: bilden die beficlKitben Fond,Idunas> und Haushaltung l- nlci' Ader ne find ke,ne Fachschulen unb können deshalb rv.j-: dem lienihnäbdKr die vrakniche Borbilduna geben, d:. »"i den HauSfraaen verlangt n>.rbcn mun. Fachschulen bestehen >.bcr aber icibcr ;tur zwa tr. Teutt'chland. die des Penüiorzi pröbel hauten in Berlin und bie muftcraülrigc Tienftbotrnimule ix Mannheim Tic letzte Anüsli ist dadurch besonders mcrnx'H. kl; ■ab;-n. in einem Tam
Scrfrikti- Mcnnhiifie :u enverd-n und die Anterderungcn eines ivakdaue-de:teS kennen iu lernen. Auster bie«en Schul-n gibt s’ Einzrlkut * ür Si>ch:ii, Waschen und derg!., die t.-ils von ftretner. teils von Städte» etmeridket sind ober Ausbildungen tr. evangelischen und katbolisch n Heimen.
Bei'der Befrwcdmng der Lehrpläne durch bie aiueeiendm irttfrinnen zeigte es 'ich daß bisher tegliche Egrheitlichkri: in er AuSbilbnng ftblr. Fedock» war d' atle-cmeme Meinung, dos; -a notwendig i'ti, öi- Kurse zu vollanögebauten FachichiUen aus- zugeslalten unb an btt Fachschulen Emzelkor c zur Forrbildimg .n-;u>i!icbem.
Zctzt unb in der Zukunrr wird es aber nunöglich lein, alle Tienübottu in solchen Inftalttu eusMbilden, sodaß man auch
ic Borbilbnng im EinzelbauSbalt angewiesen fein wird Tie Schwierigkeit für diese Sdrulung liegt 111 dem Ausfindig macken guter Lehrstellen, denn leider ist notb nicht jede Hausfrau eine qui.- X'rbrinnncrin, uno dis Erg et
zufriedenstellend. Tamm wird eS bon:p ankommen J'ihivlidK Lehrstelle" ausfindig ,u machen, jmidern eine ..Anfangsstelle" mit LehrveNrag Um eine (tzewähr Dafür ;u erlange,,, daß die Lehrzeit erfolgreich aewefeu ist. wurde von einer Seite vorgeschlagrn. nach deren Ablauf eine vflichlmätz-. Prüfung anzustreben Ein Plan, dessen Ausführbarkeit tedoch auf erhebliche Schwierigkeiten ftostn würde.
Ta daS Gesetz noch für Zabre Hinaus keine Handhabe für biete NnnchNiiigen bietet, fo bleibt nichts anderes übrig a!s den Befuch der FonbtIdungS«'dmlen auch für die Dimstangenellten ;u empfehlen.
Au? den gikemizeichnerm We>'en hofft man an besseret T;. ist- botcnmatcr:al heranjiuufben und den Berus für die Midch'n begehreuSwcn zu gestalten.
•
— Tic Gemeinderatswahlen in Sachsen Wei- mar tne in .Weimar, Jena unb Ilmenau mit einem Sieg der buiacrfidim Parteien über die Sozialdemokratie geendet !>-l> n. haben vielen 5rtuen Veranlassung aegeben, oas ilnen hort ju- stehende Wablrrcht auszuüben Nicht weniger al» 335 Frauen haben sich in ?»cna, wie »ns geschrieben werd, nach Eintragung in die Bürge,listen und Erwerbung des Bürgerrcdn» an der Wadl beteiligt. Freilich kannten sie nach dem geltenden Reche ibte Stimme nicht selbst abgeben Trat der Ehemann als 23ar(:r an die Stelle der Fra», so bebante es kriner formellen Heben tiaguna her Stimme, der itrneriici enbe Mann mußte sebod; eine Bollrnachl von her roablbcmhrigrrn Frau erhtticn Ta» rege Zmeresse der bürgerlichen Frauen an d-r poltnfch b.'ba- tuogsvvUen Wahl in ein Geqeubeweis gegen d:e oft g:börtt Bebaurnung in Zena. bar» Die Soz,aloano?rat!e ben aröRten Vorteil von Dem Snmmrcdjt der Frau haben würde De L-adl ist übltgens von der (3oz 1 albcnoTratie angefochten wororn
— lieber bie wachsende Tätigkeit der Frau in der Gemeinde gibt et nm Embllck d.e «Irbeit der Zentralstelle für Gerne m de Sm tr brr Frau in Frankfurt a M., die fo« eben ihren Fabr. -benchi versendet Ti fünf Fahr- DeS Bestehen» biekr Einrichtung sind ein Spiegel der unjufbilriam iunchmcnbcn hmmunakn Arbeit In ca 500 beutidren Gemeinden arbeitet« m Sommer diese» 3«’ r*4 l^ ^-a 7\rcu*:x aut irgend einem (»tebirt der kommunalai Wohltehr^p'lezc, iet es in bei Borrnittid'chan. b r Sdnilpti- '.n::. * jn? ' der Wohm,n> fffge, der 'S--.inlaic odm .% - Arv- rsnar eite- Leider br. mit dem zan. - - imgcrt For. r t ar - den . 1 cn Aibensa 1.. :rn, mit der ’rimer höher. * oerrun: oe- Fronen-
leiihmncn Ne Erweneru" Der Frru- —*• ge-
balkeu .nferliegt fein -trerfe!, : - Franki: r n- ttalneU: ^<<1 dazu beigen 2 jen dar, dc ''--aueK-'tbe r n b:i Gemeinde 2brcrtmming zu verschaiten unb es uz s.i tagen, daß
bringen, in der Zukunft weitere Erfolge zeitigen wird.
- Als AZ or ft ehe rin der Armen ko m Mission ift in Berlin eine Frau gewählt Zwei Frauen öerichcn brrcirj feil einer Reihe von fahren das Amt, zu dem bisher nur in wenigen Städten Frauen frugelaffen sind
— Eine 1, auSwrrlschaftliche Fakultät fall auf Votfchlag der Londoner Unifcriität hort rinqerimtei uno Den übrigen Fakultäten gleichgestellt werden. Nach dem vorläufigen Plan ,st l<ab'id,tigt. b:r zukünftigen Profeiforcn der Hou.''.'irt fdxift in einem breijährigen >burius vvrzuberriten, brr in xmg'c Eollege eingerichtet werden soll So eigenartig Der Plan für deutsche £ ferm klingt, fo ift et für England wohl nur als ein-- Folge der völligen Freiheit in der »eritf'o-z>,u(trtinf,en Gestaliiing des f>ou»ivinidmrtlithen llnterridrt» anjnteben, t-eren einheitliche wiffenschanliche Ausgestaltung damit errridit werden konnte.
. kr Tie Kunst, die moderne Frau zu behandeln Tic meisten 2Rinner, vorzüglich Ebemänner und solche, die es wertan wollen, haben oou b.r Mlinü. wie tue mob-rrn Frau zu behanSln ift, f ine Ahnung unb um diesem unwürdigen 4iiiiait0f ein Ende zu niQdxn, bat zSahcr Gollidian in London lochen ein Buch ccrönentlirht, das den Titel führt „Modern Suman enb How tn Manage Her" Mn dem ,Ä>:rrtn d-r Fchovnrng", al» der der Mann inmicr beschrieben wird, ift e» nach Waller cv$alhd>a,i6 An fid: durchaus nichts: er meint 01elm. br, b-r Mann fr, gigrmoärtig nur em Werkzeug in brr Hans der Ftan Er w'ib auch, was man kagcgcu zu tun bat uns gibt mancherlei st-allstnäge, D-rrn Autz- r;:na man ,'ich bodi zweimal überlegen sollte, wob,, hinzuzn- fügen ist, bar manches darunter ganz oeririhvnq Flinpt Ein Hörnchen Dahrbr-.t liegt : B darin, öafe mandyc f^antarbeiten die Frauen nervös machen, und wenn er vvrschlägt, brr Cbmumr. teil'- leine 7.raw lieber >ur Arb n tm Okirtrn cmmntnn ■ ift an leimt, t^crtenorbrit nebod.t - kann man -hnr m*l!«-irfat flutfc b^i r^id-ten „Man mutz unbedingt daran' belieben," rät er xonLet, bic Tyrau täglich ein ko lies oder lau.- #3ab nimmt unb bei ictem Wetter tm Freien sich körpernch betaugt- Tie „qriftigr
nirnr-i o:id, e-r’nt br itrn ttaum cm, „n
lRal'dJäf;e verdienen befonber» dervorgehoben ai werden. der Mann teil der Frau ;u vrrflrhen geben, daß er irr vollkommen anerkennt und nxnn er mit ihr r< rbeiralei ist ul» Argument immer an führen, da st er i a grrabc sie vor allen Trranen al» vor- üblichste auÄgcroiMi habe. Ist eine Frau »leben Argumenten tedoch mic zueänglich, io - mur, er rl eben ertragen über fic au? 'einem Leben au^idxihcn ijtegen rauncnbaniafcd -,,'vfiehlt Gallickan als vorbcugendes Mittel Vernachlässigung ober
Erregung von Eifersucht", und wenn eine junge Cbefrau ihren
tun ignoriert, 'n teil er sie „rin Weile schwimmen iaffen, ja nid t ihr mit bittender ■ ,r:c na betret en, 'andern in feinen Klub oder rynb rin? d-teeunberc Tam- ms Theater fuhren " "21J dac rtngl ja reckt: rntetb, doch bürnr es inner UnMnben nicht yim gennbuaccn 5rfHge führen


