nuar nur btn^ufrufügen, daß derVulaarische Ministerpräsident erklärte, die b u (g a r t) d) c r regulären Truppen hätten keine Aus schrei tung begangen. Grttoaige Handlungen bulgarischer Bau den seien im direkten Gegensatz zu den Anordnungen des Hauptquartiers geschehen.
Walter Guineß fragte, ob die britischen Konsuln die Angelegenheit nicht untersuchen könnten, oder ob sie tatsächlich Gefangene mären, ttnc es der französische und der deutsche Konsul in Kawalla gewesen sein sollten. ,
Grey erwiderte: Wir können nicht erwarten, daß die britischen Konsulii während des Krieges in der Lage sind alle Vorgänge zu überwachen. Zu den Anfragen, die die Veröffentlichung aller Konsularberichte dringend wünschen, erklärte Grey: 3 m vorigen Jahre machte man mir Vorwürfe, weil ich mich weigerte, Nachrichten über türkische Ausschreitungen in Mazedonien wäh rend des italienisch-türtischen Krieges zu veröffentlrchem Man behauptete, ich nähme die Türken in Schutz. Ich beobachte jetzt genau das gleiche Verhalten. Tie Berichte enthalten Nachrichten, von denen einige begründet schienen andere jedoch Gerüchte sind. Alles ist unauflöslich mit einander vermischt. Ich habe geglaubt, es sei das beste, die Nachrichten, die begründet scheinen, derjenigen Regierung vorzulegen, die direkt oder indirekt in der Lage ist, diese Gebiete zu beaufsichtigen. Es würde nicht im öffentlichen Interesse liegen, gegenwärtig weiterzugehen. Falls wir dies doch täten, würden wir weit über das hmaus- gehen, was andere Regierungen in dieser Sache tun.
Guinnetz fragte Grey weiterhin, ob er bei den Regierungen Griechenlands unb Bulgariens darauf bringen wolle, daß die Schuldigen bestraft würden, falls die Angaben über Gewalttätigkeiten der Griechen und Bulgaren bei der Besetzung von Kawalla sich als wahr erweisen sollten. Grey erwiderte, es sei dem Fragesteller bereits bdamit, was hinsichtlich dieser und anderer Meldungen getan worden sei. Er wolle hinzufügen, daß in dem einzigen Falle, in dem die empfangene Mitteilung die Namen von Irregulären enthalten hätte, die Gewalttätigkeiten verübt haben sollen, eine weitere Mitteilung an die in Frage fo nun (mb en Regierungen gerichtet werde. Der britische Gesandte sei angewiesen worden, im Namen seiner Regierung die Hoffnung auszusprechen, daß diejenigen, denen Ausschreitungen nachgeunesen werden, nach Recht und Gewissen verurteilt würden.
Wien, 28. Jan. Dem Abgeordnetenhaus ist eine Anfrage des Christlicksozialen 3ergäbet zugegangen, in der unter Hinweis auf die Zcitungsmeldungen über die Grausamkeiten, die von den Truppen der verbündeten Ballanstaaten verübt worden sein sollen, der Ministerpräsident gefragt wird, ob er geneigt sei, hierüber eingehende Erkundigungen einzuziehen und int Falle der Richtigkeit der Meldungen dahin zu w'rken, daß das öfter - reichisch-ungarische Auswärtige Amt sowohl namens des Ansehens Europas als auch als Vertreter des Staates, der das Protektorat über die katholische Bevölkerung Albaniens ausübt, bei den kriegführenden Mächten nachdrücklichst dagegen ernsteste Vorstellungen erhebe.______________________________________
veutscbes tteieth
Ucber das Befinden des Prinzen Adalbert wird folgender Bericht veröffentlicht: Bei gutem Allgemeinbefinden ist der Prinz andauernd beschwerdefrei. Heute morgen (Dienstag) betrug die Temperatur 36 3. der Puls 66. Ueber den Lungen liegen noch leichte katarrhalische Erscheinungen.
Zur Ersatzpfti cht der Reichspost.
Eine wichtige Entsä>eidung betreffend die Ersatzpflicht der Reichspost ist vom Reichspostamt gefällt worden. Durch die Schuld der Post mar ein Postanweisungsbetrag mit einer größeren Verzögerung ausgezahlt worden. Dem Absender war durch diese Verzögerung 'ein unmittelbarer Schaden entstanden. Obwohl erwiesen war, daß die Verzögerung durch die Post verursacht worden war, hat die Reichspostverwaltung die Erstattung des Schadens abgelehnt mit der Begründung, daß die Bestellung eines Geldbetrages an Tine bestimmte Frist nicht gebunden sei.
Die Haus- und Familienverhältnisse der Postbeamten.
Eine Denkschrist über die Haus- und Famitienverhält- nisse der Reichspostbeamten ist dem Reichstage zugegangen. Bei der Voranschlagsberatung im Jahre 1911 hatte der Reichstag den Reichskanzler ersucht, die Veröffentlichung einer Statistik der verheirateten und der unverheirateten Reichsbeamten, der Kinderzahl ihrer Familien, sowie der Sterbefälle der Reichsbeamten nach den
Relief-Klischee aus Ehromgelatine, durch einen Stift, bet über bas Relief Hinstr ächt, werdim Ströme von wechselnder Intensität erregt, die bas Bild übermitteln. Die Zeit zur Herstellung bes Relief-Klischees soll eine Sttmde unb die zur Bildübertragung nur vier Minuten betragen.
— Di e Erfolge des Londoner Radium In st i - tute5'. Aus London wirb berichtet: Einen außerordentlich interessanten Einblick über die Heilerfolge, die daS Londoner Radium- Jnstitut bisher in der Behandlung von Krebsleiden zu verzeichnen hat, gewährt der soeben erschienene Jahresbericht der Anstalt. Vom 14. August 1911 bis zum 31. Dezember 1912 wurden insgesamt 539 Fälle von Krebs behandelt. Davon wurden anscheinend geheilt 53 Fälle, völlig geheilt 28 Fälle und gebessert 245 Fälle. Bei 88 Patienten wurde die Behandlung mitgegeben, bei 70 konnte eine Besserung des Befindens nicht erzielt werden und 55 der Fälle endeten mit dem Ableben der sanken. Dazu bleibt zu bemerken, daß als „anscheinend geheilt" jene Fälle angesehen werden, bei denen alle Svmplome des Leidens vollkommen ver^ schwunden sind. Für die Beurteilung des Gesamtergebnisses fällt die Tatsache ins Gewichr. daß eine sehr große Anzahl der Fälle erst dann in die sRcbanbhtng des Radium-Institutes kamen, als alle anderen .Hilfsmitteln der Heilkunde und der Chirurgie er schöpft schienen Bei .üwebSertrankungen, die einen chirurgischen Eingriff ausschlossen, konnten die Schmerzen oft sehr vermindert werden. Das Krebsgeschwür heilte, die Blutting Hirte auf und in anderen Fällen wurde das Wachstum des Geschwüres verlangsamt. Bei Magenkrebs machten sich die günsttgen Folgen der Radiumbehandlung ebenfalls in einer Beschränkung des Wachs ttmts und in einer Verminderung der Schmerzen geltend. Der Bericht bezeichnet die Ergebnisse als „ermutigend" unb führt noch eine ganze Reib' von anderen Leiden, vorwiegend Geschwüre und Hautleiden, auf, in denen die Radiumkur vortreffliche Dienste leistet.
— Der Frankfurter Hilfs ausschuß für die Sckröder-Stranz- Expedition auf Spitzbergen er hielt am Dienstag nachmittag auf eine gestern gemachte telegraphische Anfrage eine Antwort durch Funkspruch, die folgenden Wortlaut hat: „Hilfservedition verließ AdventSbat am 24. Januar mit 4 Mann, 13 Hunden, 3 Schlitten, Proviant, Kleidung und Arzneimitteln. Expedition will Schiff ..Herzog Ernst" er reichen Kap. Rietfcher in ärztlicher Behandlung in Adventsbai, fein Befinden macht günstige Fortschritte. Unsicheres Eis über Eissjord hinderte den früheren Abgang der Expedition. Die Hills expedition wird um den 20. Februar zurückerwartet. Wir tcle graphieren Resultat dann sofort dem Frankfurter Aussäurß Sldtic §oal £o/'
Reichsämtern getrennt herbeizu führen. Für die Aufstellung ,-iner solchen Statistik tarn im wesentlichen die Reichsposl- anb Telegraphenverwaltung in Betracht. _3n der dem Reichstag vorgelegten Denkschrift wird auf Grund einer im 1. Oktober 1912 veranstalteten Zählung Aufschluß gegeben über das Verhältnis der verheirateten zu den unverheirateten Beamten sowie über die Kinderzahl ^ihrer Familien. Eine Statistit der Sterbefälle ist in der Denk- chrift nicht aufgenommen, da eine solche Statistik alle Drei Jahre amtlich veröffentlicht wird.
Klagen über die Beschaffenheit der Briefmarken •
sind in kaufmännischen Kreisen in letzter Zeit laut ae- worden. Seit etwa 3 Monaten werden seitens der Reichspost Briefmarkenbogen ausgegeben, die von ganz dünnem Papier hergestellt sind, auch die Gummierung der neuen Markenbogen läßt zu wünschen übrig. Tie einzelnen Margen, namentlich die geringeren Sorten, sind auf so dünnem Papier hergestellt, daß die einzelnen Marken zusammenrollen. Die Reichspostverwaltung hat sich zu dieser Maßnahme bewogen gefühlt, um auch auf diesem Gebiete weitere Ersparnisse zu erzielen.
DieBittschriftbetreffend Verlängerung des Parsivalschutzes,
die dem Reichstage jüngst zugegangen war und die u. a. auch die Unterschrift des Kronprinzen trügt, wird im Reichstage voraussichtlich am 7. Februar zur Besprechung gelangen. Die Regierung wird sich bei dieser Besprechung durch Kommissare vertreten lassen und wird zu dem Gegenstände eine Erklärung abgeben lassen.
Eine polnische Stiftung.
Für die Unterstützung der polnischen studierenden Jugend hat der Rentner Sikorski in Könitz testamentarisch eine Million Mark bestimmt.
Aus dem L a n d t ag s wah l k reis Wetzlar.
Eine Konferenz der sozialdemokratischen Partei des Wahlkreises Wetzlar hat den Gauleiter Kremser als Kandidaten aufgestellt.
Ausland.
Eine Universität in Südafrika.
Aus Kapstadt wird berichtet: Der Gesetzentwurf über die südafrikanische Universität, der soeben beendet worden ist, bestimmt das Landgut von Cecil Rhodes, Groote Schur, zum Sitz der Universität. Tas Gesetz sieht die Gleichberechtigung der englischen und holländischen Sprache vor. Konfessionelle Beschränlungen werden ausgeschlossen. Ter Gesetzentwurf gestattet den Verkauf des Frankenwaldbesitzes in Pratoria, den der verstorbene Alfred Beith für Bildungszwecke vermacht hat. Der Erlös kommt der Universität zugute.
Ans Stadt und Cand.
Gießen, 29. Januar 1913.
Hessischer Heimatschutz.
Der Hessische Bund für Heimat schütz ist in Darmstadt als Zweigverein des deutschen Bundes „Heimatschutz" ins Leben getreten. Zu diesem Zweck hatte sich eine Reihe von Persönlichkeiten zusammengefunden, die seit geraumer Zeit im Sinne des Heimatschutzes tätig sind, teils als Mitglieder des deutschen Bundes, teils als Vertreter von Behörden und von Vereinigungen mit gleichen Zielen wie der Verein für Kunstpflege in Offenbach, des Vereins für Kunstpflege in Dieburg usw. Auch der Ge- chäftssührer des Deutschen Bundes „Heimatschutz", Assessor Fritz Koch aus Meiningen, war anwesend. Mail war darin einig, daß es zur Verbreitung des Heimatschutzgedankens in unserem Volke und zu praktischer Heimschutzarbeit einer- besonderen Vereinigung bedürfe, was namentlich von.der lautlichen Denkmalpflege lebhaft begrüßt wurde, zumal diese naturgemäß das Hauptgewicht auf den Schutz von Denkmälern legen muß, während die Heimschutzvereini- gungeu den Schutz der gesamten Heimat in ihrer natürlichen und geschichtlich gewordenen Eigenart erstreben. Nach Gründung des Bundes schritt man zur Annahme der Satzungen. Ter Mitgliedsbeitrag beträgt 3 Mk., wofür die Zeitschrift „Heimatschutz" unentgeltlich geliefert wird. Der Bund erstrebt besonders: 1. den Schutz der Eigenart des Landschastsbildes, Schutz der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt sowie der geologischen Eigentümlichkeiten (Naturdenkmäler); 2. den Schutz und die Pflege der aus früherer Zeit übernommenen Werke, der Bauten, beweglichen Gegenstände, Straßen- unb Flurnamen (Denkmalpflege), Pflege unb Fortbildung der überlieferten länblichen unb bürgerlichen Bauweise, ber Volkskunst auf bem Gebiet bei- beweglichen Gegenstände, der Sitten, Gebräuche, Feste unb Trachten. Man faßte ferner die Ausgestaltung einer wirksamen Bauberatung unb bie Einrichtung von Meisterkursen ins Auge unb beschloß mit einer energischen Bekämpfung bes Reklameunwesens, insbesondere längs der (Bahnlinien, welches unser Heimatbild weit unb breit verunstaltet unb nicht einmal eine landschaftlich hervorragende Gegend, wie bie Bergstraße, verschont, an bie Oefsentlichkeit zu treten. Man nahm davon Kenntnis, baß ber Nachbarverein in Frankfurt in gleichem Sinne burch einen öffentlichen Vortrag und durch Herausgabe einer Flugschrift den Kampf gegen bie Reklameverunstaltungen aufnehmen wirb, unb daß der Reklameunfug in ber Bergstraße zurzeit an ber Strafkammer bes hiesigen Landgerichts vor der gerichtlichen Entscheidung steht. Das Amt des ersten Vorsitzenden Übernahm Finanzminister Braun, das des Schatzmeisters'Baurat Wagner und das des Geschäftsführers Rechtsanwalt Lanbzettel, Darmstabt.
*
** Tageskalender kür Mittwoch, 29. Jan. Stadt- lheater: , ? c r Retter xn der Rot!' Ansang 7 Uhr.
L ef e h a l l e n - V e re i n. 3. Vortrag: Cberbibhotherov Dr Ebel: lieber die pedenlung der A 1 u i > unb Straßen- n a in e n für die Heimatkunde. Abends 9 Uhr in der Turnhalle der höheren Mädchenschule.
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" Hoftrauer. Der< GroßHerzog hat wegen des Ablebens des Erzherzogs Rainer von Oesterreich eine Hoftrauer vom 27. Januar bis 3. Febr. angeorbnet.
"Ordensverleihung. Der König von Preußen hat dem Generalmajor ä 1. s. Max. Frei Herrn von Hey l in Darmstadt den Roten Abkr-Orden 2. Klasse mit Stern verliehen.
Ior ftpersonalie ü. Der Großherzog hat den Cbcrförlter der Oberwestern Bessungen, Geh. Forstrat Karl oeinemann zu Darmstadt auf sein Nachsuchn, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste, in den Iiuhestand versetzt, sowie ihm aus diesem Anlaß die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Phüivvs des Groß mutigen verliehen und den Oberförster der Dberförficm Nidda,
Forstmeister Eduard Hallwachs zu sJtfb"ba aus sein TTadflutiien, unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienstr in den Ruhestand versetzt.
*♦ Hessische Polizeikonfercnz. Am Freitag fand in Frankfurt im Ratskeller eine Versammlung fämrlidrr hessischen höheren Polizeibeamten unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Dr. Sutor-Wzep statt. Der Vor sitzende widmete den seit der letzten Sitzung verstorbenen Mitgliedern Polizeirat Bräuning-Ofsenbach und Bürgermeister Tr. Frenav- Bensheim innen Nachruf. Tie Beratungen |'efb)t werden, wie dies dein Charakter einer Polizei Konferenz entspricht, geheim gehalten. Als £rt für die nächste Tagung wurde Worms gewählt.
•• DaS Füsilier-Regiment Nr. 8 0 (o. Dersdorfs), daS in Wiesbaden und Homburg v. d. H. liegt, begeht in diesem Jahre sein 10l»jährige8 Jubiläum. In verschiedenen Kreisen wurden Vereinigungen gebildet, um einen Zusammen- i schluß zu der vom 6.—16. Juni ftattfinbenben Jubiläums- feier zu erreichen. Eine nicht geringe Zahl der ehemaligen Angehörigen des 80. Regiments bat im Kreise Gießen unb in den naheliegenden preußischen Orten ihren Wohnsitz; sie | werden gebeten, wegen einer Zusammenkunft und Besprechung ihre Adn sien mit Angabe des Jahrganges unb ber Kompagnie an Schlossermeiiier Otto Ebersohn in Hungen einzusenden. Der Ort der Zusammenkunft (wahrsebeinlich Gießen) und Zeit werden durch 'Anzeige bekannt gegeben.
•* Das Museum für Völkerkunde bleibt wegen Neneinrammingen bis aus weiteres geschlossen.
•• Der Turnverein veranstaltet am nächsten SamStag seinen Maskenball in Form eines Fr ühlin gSfeste». Ter Saal wird dem Charakter des Festes entsorechend dekoriert werden und auch einige Aufführungen passen sich vorzüglich in den Rahmen deS Festes ein.
** Kreis-Ziegen zu chtverein Gießen. Im Auftrag des KreieZiegenzuchtvereines finden Vorträge über Ziegenzucht statt am Samstag, 1. Februar, abends V28 Uhr, im Gasthaus zum Einhorn in Steinbach unb am Sonntag, 2. Februar, nachmittags V»3 Uhr, im Gasthause von Karl Echler in Stangenrod. Redner ist für beide Versammlungen Oekonomierat Weitzel in Lich.
” In Verlust geraten ist gestern nachmittag eine schwarzlederne Mappe mit einer Anzahl Quittungen bc5 Gas, unb Wasserwerks hier über Gas- unb Kokslieferungen ] Landkreis Gießen.
— Wiese ck, 27. Jan. In der heute abend abgehaltenen Gemcinderatssitzung waren anwesend: Bürgermeister Schomber, Beigeordneter Schäfer und die Gemeinderatsmitglieder Luh, Oswald, Weller, Deibel, Vogel- । Höfer, Völzel, Deibel und Becker. Es wurde beschlos,cn die Abwässerungs-Anlagen in der Gießener Straße von dem .Hauptkänal bis zu den Grundstücken einheitlich von der Gemeinde ausführen zu lassen, die entstehenden Kosten sollen dann später von den Grundstückseigentümer« wieder erhoben werden. Die "Ausführung der Arbeiten soll dem Karl Philipp Schäfer für den vereinbarten Preis übertragen werden Die Lokalfrage wegen des Gemeindeeinnehmers wurde vorläufig vertagt. Tas auf Submission ' vergebene Holz wurde, da die Angebote den Schätzun,. preis übersteigeit, vom Gemeinderate genehmigt. Die von dem Bürgermeister angestrebte Schreibhilfe wurde cm stimmig bewilligt, da es ihm nicht möglich ist, die Arbeiten allein zu bewältigen; es wurde dafür ein Betrag vou monatlich 90 Mr. vom 20. Dezember bis zum 20. Mdri I festgesetzt, lieber das Baugesuch des Ludwrg Schäfer V , | hier Festsetzung der Baufluchtlinie am Altenbufecker Wege, wurde beschlossen, der Bürgermeister soll sich mit dem Kreisgeometer wegen der Baufluchtlinie ins Benehmen setzen; bei der Festlegung der Fluchtlinie soll der Bou- ausschuß zugezogen werden. Wegen der Verpachtung der Schaf weide wurde vom Bürgermeister ein Vertrag vorgelegt, der genehmigt wurde. Zu dem Gesuch der Bc- mobiler der Marburger Straße um Erlangung von Mass er aus der Gemeindewasserleitung wurde beschlossen, den Bewohnern der Marburger Straße auf Widerruf zu genehmigen, eine provisorische Leitung auf ihre Kosten zu legen unter dem Vorbehalt, daß ftc für alle entstehen den Mängel, die während und nach dem Bau entstehen, aufzutommen haben. Der Wasserzins ist laut Satzung zu entrichten. Nach Erledigung zweier nicht öffentlicher Punkte wurde die Sitzung geschlos,en.
? Lang- Göns, 28. Ian. Silberne Hochz eit feierte Adam Wenzel und seine Gemahlin.
** Berichtigung. Die in der gestrigen Nummer aus Gambach (Kreis Friedberg' notierte Notiz gehört unter Climbach. Ter Fehler ist durch undeuttichc Schrift veranlaßt-
Kreis Büdingen.
h. Bübingen, 28. Ian. Zwvchen mehreren Förstern unb fünf Wilddieben kam es in den Isenbnrgischen Walbungen zu einem Kampfe, bei dem zahlreiche Schüsse gewechselt wurden. Hierbei wurde ein Wilddieb angeschossen; seine Kameraden schleppten ihn fort, während andere die Förster mit üorgehalteneni Gewehr an der Annäherung hinderten. <Äroße Gendarmerieaufgebote durchsuchen gegenwärtig bit Wälder nach den Dieben.
Kreis Büdingen.
— Berstadt, 28. Jan. Heute nachmittag verunglückte hier ein an der elektrischen Zentral-Anlage belästigter junger Mann dadurch, daß ihm eine mit Eisenteilen gefüllte 25 Zentner schwere Kiste, die beim Verladen 1116 Rutschen gekommen war, auf einen Fuß stürzte, wodurch er einen Beinbruch und andere Verletzungen erlitt Er wurde in das Krankenhaus nach Hungen gebracht.
Kreis Lauterbach.
r. Angersbach, 28. Ian. In einem hiesigen Ge> Höft ist heute vom Kreisveterinärar^t Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Es ist bis jetzt ein Rind ertrankt und man hofft, das Weiterverbreiter der Seuche zu verhindern Uever die Ursachen des neuerlichen Auftretens der Seuche, nachdem sie kaum erst vor einem "Jahr erloschen ist, hat man bis jetzt keine Vermutung.
Krcis Schotten.
H. Ulrichsteiir, 28. Jan. Am 4 August 1912 ttmrtx beim Scheibenschießen in Kölzenhain der Landwir: Martin V 0 l p von Ober-Seibertenrod durch einen Ober schenkelschuß schwer verwundet. Der Verletzte wirk dauernd lahm sein. Man hofft, die Angelegenheit auf güt» llchem Wege erledigen zu können, zu welchem Zwecke Vol? eine größere Entschädigung unb die entstandenen Kur kosten, die etwa die Höhe von 3000 Mark erreichen dürften, gc* zahlt werden sollen. Ta der in Frage stehende Betrag vor dem nur 32 Mitglieder zählenden Kriegerverein Kölzcw , Hain nicht allein aufgebracht werden kann, hat das 'Bräfv j dium der Hassia die Genehmigimg zu einer 5a mm in M 1
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