Verein
Zweites Blatt
M. 25
165. Jahrgang
Erscheint täglich nrit Ausnahme des Sonntags.
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Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
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Dienstag. 28. Januar 1915
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiläls - Buch- und Sreindrnckerei.
R. Lange, Gießen.
er nach Verbüßung einer zweimonatigen Gefängnisstrafe vergeblich nach dauernder Arbeit gesucht hatte, nach Burg-Gräfen- rode begeben und sich in das Haus seiner Schtvester, der Witwe A. V. eingeschlichen. .Hier stahl er ein Geldkästchen mit 270 Mk. und begab sich nach dem nächsten Bahnhof Nieder-Wöllstadt, irm nach Frankfurt zurückzufahren. Aber schon vor Abgang des Frühzuges wurde er verhaftet. Da srraferschwerend hinzukam, daß er bei Begehung der Tat einen Totschläger bei sich führte, wurde er unter Aufrechnung von 6 Wochen Untersuchungshaft zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt.
Wegen Sittlichkeitsverbrechens,
an einem 10jährigen Mädchen wurde der Zimmergeselle W. D. von Tockenbach zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Monat Untersuchungshaft wurde auf die Strafe angerechnet.
Urkundenfälschung.
Ter Mechaniker H. L. von Berlin, der in Friedberg in einem elektrotechnischen Geschäft beschäftigt Ivar, fälschte, um1 sich bei seinem Gastgeber Kredit zu verschaNeu, eine Erklärung deA'Leiters der Firmä, wonach diese sich verpflichtete, für seine Kostschuld aufzukommen. Ta der Angeklagte mehrere Wochen hindurch pünkl- lich seinen Gastgeber bezahlt hatte und somit eine betrügerische Absicht nicht anzunel)lmen war, hielt das Gericht eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen für ausreichend, die mit Rücksicht auf die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurden.
Viehseuchenv ergehen.
Der Landwirt I. H. von Ober-Sorg hatte Klauenvieh,'das er aus IPreußen eingeführt hatte, in fein Gehöfte eingestellt, in dem noch anderes Klauenvieh untergebracht Ivar. Er wurde zu 15 Mk. Geldstrafe oder 3 Tagen Gefängnis verurteilt.
Ausianv.
Der Vizekönig von Indien, Lord Hardinge, ist fast völlig iwieder hergestellt. Er führte am Montag den Vorsitz in der Versammlung des gesetzgebenden Rates. Als Hardinge tief bewegt das Wort ergriff, bereitete ihm das überfüllte Haus 'Ovationen.
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27.
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^Universität
••Anzug,
Gießener Strafkammer.
Gießen, 24. Ian.
Schwerer Diebstahl.
Ter Hausbursche A. Sch. von Burg-Gräfenrode hatte am Abend des 4. Dezember 1912 van Frankfurt a. M.,
(ßmdjßiaal
TI ü neben, 27. Jan. Tas Laudgericbt München I verurteilte den ehemaligen Oberleutnant Johannes 9t o q c ( von (fterincrS- ' eim, der als Neclmungsßihrer des bäuerischen Vereins vom Roten Kreuz in den legten zwöli Jahren 80000 Mark veruntreut und die Bücher und Belege gekätscht hatte, zu vier Fahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust.
Die „Lietzener Zamillenblätler" werden dem ,Anzeiqer^ viermal wöchentlich beigelegt, daS „Krttstilatt für den Kreis Sichen" zweunal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweunal.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: 51.
Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzergerGießen.
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Wien, 27. Jan. Erzherzog Rainer ist heute nach- , mittag 5 Uhr gestorben.
Volkstürnliclwr war wohl kein Mitglied des österreichischen Kaiserhauses als der Erzherzog Rainer, der Nestor der Habsburger. Er war für alle kurzweg „der Rainer". Und besonders die Wiener gingen für ihren Rainer durchs Feuer, so daß einmal ein witziger Kenner des österreichischen Hoflebens bemerkte, diese übergroße Beliebtheit müßte doch eigentlich dem Erzherzog gar nicht zusagen, da sie an manchen Stellen Anstoß erregen könnte. Noch bis in die jüngsten Jahre hinein konnte man durch die Sttaßeu der inneren Stadt einen trotz der Last seines Alters Überairs strammen Stabsoffizier schreiten sehen — allein, in, Gedanken versunken. Vor der Auslage einer ieben Kunstanstalt blieb der greife Herr flehen und studierte mit Eifer die neuesten Erscheinungen auf dem Kunstmarkte. Das war der Erzherzog Rainer. Und wenn das Wetter gar besonders schön war, bann ging der Rainer auch wohl „mit feiner Frau" spazieren. Nicht selten pflegten sie bann ihre Schritte dorthin zu lenken, wo das Wiener Leben am treuesten und wahrsten pulsiert, zum Naschmarkte. Auf dem Naschmarkte aber erhob sich ein -freudiges Jubeln, wenn das hohe Paar kam. Die berühmten Naschmarktweiber, von denen die Rede geht, daß sie auf jede Frage ein Dubend schlagfertiger Antworten parat hätten, wetteiferten, dem „Rainer und feiner Frau" ihre Liebe zu bezeigen. Gar häufig wurden lange Zwie gefrrärfje gewechselt, über den Gang des Geschä'tts. über Familim- sorgen, und das hohe Paar nahm herzlichen Anteil an dem Geschicke aller.
Als im Jahre 1902 Erzherzog Ramer und seine Gemahlin das Fest der goldenen Hochzeit feierten, da stellte sich selbstverständlich auch eine Abordnung der Naschmarktweiber ein. Sb' Aelteste der Schar hielt eine lange Rede, und zum Schlüsse gab sie der Frau Erzherzogin den wohlgemeinten Rat, den alten Herrn doch nicht immer im strömenden Regen ohne Schirm „innananb- steigen zu laff’n.' So 'an alter Herr lieber die achtzig! I' bitt’ Jhna, gnä’ Frau Erzherzogin!" Der Rainer war für jeden zu sprechen, und wer ihm eine vernünftige Bitte vortrug und an sein fterj appellierte, der konnte sicher sein, daß er helfen würde. In den letzten Jahren aber gruselte es dem greifen Erzherzog doch selbst ein jvenig vor seiner großen Popularität. Da war kaum ein neugegründeter Verein, der den Liebling des Volkes nicht zum Protektor haben wollte, und dem Führer einer Tepu tation, der in beredten Worten ausführte, der erste Gedanke, bei der Vereinsgründuiig fei Erzherzog Rainer gewesen, soll, er vor ein paar Jahren die Antwort gegeben haben: „Das ist recht schön. Aber jetzt habe ich schon zumindest 10 000 Vereine zu prote gieren, und das ist denn doch ein wenig zu Piel!"
2lber Rainer war mehr als ein Volksmann. Er hat Oester reich in der Kunst und Wifsensckwft ein gut Stück vorwärtsge- bracht. Seine Stellung als Kurator der Kaiserlichen Akademie brachte ihn mit allen Zweigen der Wissenschaft zusammen unb für alle hatte er ein Herz. Mit den bedeutendsten Gelehrten fernes Landes, aber auch des Auslandes, führte er eine eifrige Korrespondenz. In vier Sprachen, auf Deutsch, Italienisch, Englisch und Französisch Pfleate er seinen reichen Briefwechsel zu erledigen. Unter den Wissenschaften hatten es besonders die Geographie und die Geschichte ihm angetan, und dieser Vorliebe huldigte auch seine Gemahlin, die ihm überbaut in seinen wissenschaftlichen Bestrebungen eine treue Lebensgefährtin alle Zeit gewesen ist. Das besondere Steckenpferd des Erzherzogs Rainer aber war das Kunstgewerbemuseum, dessen Entstehung ihm allein zu verdanken ist. Denn als damals der berühmte Eitelberg auf der Suche nach Gönnern für das Kunstgewerbemuseum war, das er ins Leben rufen wollte, da klopfte er überall an verschlossene Türen, und erst der verstorbene Rainer nahm sich feiner ,unb feiner Pläne an. Er brachte b-e Mittel zusammen,«er warb in allen Kreisen für die große Idee. Manch kostbares Werk hat das Kunstgewerbemuseum dem Erzherzog zu verdanken. So schenkte er ihm im Jahre 1863 den Papyros von Fajum. Gerade von dieser Schenkung muß ein biederer Wiener besonders viele Lobes- ausflüsse gelesen haben. Eines Tages erhielt nämlich der Erz Herzog ein Schreiben mit der Adresse: „An S. K. u. K. Hoheit Herrn Erzherzog Paphros Rainer." Der gute Bittsteller erklärte später, als er sich zur Audienz meldete, er sei der Ansicht gewesen, das weltberühmte, immer im Zusammenhang mit Erzherzog Rainer genannte Wort gehöre ebenso zum Namen, wie die Bezeichnung „d'Este" .bei Erzherzog Franz Ferdinand.
Märkte.
(diesen, 28. Jan. Marktbericht. heutigem Wochen - markte losiete: Butter das Vunb 1,00—1.10 Mk., Hühnereier 1 Stück 9-11 Pkg., 2 Stück 00 Vfg., Enteneier 1 Stück 0—0 Vfg., Gcmseeie' Jet. 00 Pf., 51 äse das Stück 6—8 '1 fg„ Kasematte 2 Stück 5—6 Pfg., Tauben pr Vr. 0,80—1,00 9)if„ Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Halmen pr. Stück 0,80—1,80 Enten pr. St. 2,00—3,00 Mt., Gänse das Psd. 70—80 Tfa„ Ochsen fleisch pr. Md. 92—100 Vfg., Rindfleisch vr. Pfund 90—94 Psg., Kuhsteisch 80 Pfg^ Schweine- fieifd) pr. Pfund 90—110 Pig., Kalbfleisch pr. Pfd. 92—96 Pfg., Hamurelfleisch pr. Pfd. 70—90 Pfq., Kartosseln vr'. luO «q. 5.00 bis 5.50 Pik., Weißkraut das Stück 10 dis 20 'l'fgN Zwiebeln ver 3tr. 6,00—8,00 Pik., Milch das Liter 22 Psg., Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Pik., Birnen das Pfund 10 bis 15 Pfq., Aepfel der Zentner 10 bis 15 Pik. Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.
F.C. Wiesbaden. Viebh of-Mark tberi cht vom 27. Jan. Auftrieb: Rinder 0 (Ochsen 38, Bullen 1, Kühe 62), Kälber 29, Schafe ''« Schweine 340.
Ptarkiverlau': Allgemein, ruhiges Geschäft, bei Großvieh bleibt Uebcrsiand bei Schweinen und Kleinvieh gerstumt.
Preife für 100 Pfd.
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* (Sin russischer Fliegerpreis. Auch in Rußland begreift man, welche Bedeutung der Flugapparat in den künftigen Kriegen spielen wird, und neben den Vorkehrungen der Regierung tritt die private Hilfe. So hat ein russischer Multimillionär den ersten großen Fliegerpreis in Rußland gestiftet. Aus Anlaß der Treihuudertjahrseier des Regierungsantrittes der Romanows setzt der Millionär Lazarew einen Preis von 100 000 Rubel aus, den der russische Flieger erhalten soll, der an einem Tage von St. Petersburg nach Moskau und wieder zurück fliegt. Die Reise umfaßt eine Strecke, die in der Luftlinie «etwa 1300 km beträgt, in Moskau muß der Flieger niedergehen: außerdem sind Zwischenlandungen während der Fahrt gestattet.
Domodossola, 25. Jan. Der Flieger Bielovueie stieg heute mittag in Brig aus und überflog glücklich^in einer Höhe von 2500 Metern den Simplan. Er legte die Strecke in 25 Minuten bei schönem, ruhigem Wetter zurück und landete in Domodossola, wo er begeistert begrüßt wurde, um 12 Uhr 30 Min.
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Mastlämmer und Piaithammel ... 43 50—44 50 Schwein:.
L ollfleischigs Schweine von 80—100 k» Lebendgewicht ..............621/1-64
Bollfieischige Schweine unter 80kx Lebendgewicht 61-62'/,
Vollsteischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 6'-65'/.
tos um einen verbrecherischen Anschlag "handelt. In der Nähe der Explosionsstelle wurde ein vom revolutionären Allgemeinen Arbeiterverband verschicktes Rundschreiben vorgefunden.
* Jagdunglück in Deutsch-Ost-Afrika. Aus Daressalam wird gemeldet: Oberleutnant Wupvermann, der sich mit seiner Gattin auf der Jagd befand, wurde durch eine Antilope schwer verletzt. Der Oberleutnant mußte nach Maheuge geschasst werden. Während des nächtlichen Marsches ertönte Plötz- iich der Rus „L ö w c". Die eingeborenen Begleiter schossen daraufhin wild drauf los. Ein Schuß traf die Gattin des Oberleutnants in den Rücken, so daß sie tot zusammeir- stürzte.
* „Der Löwe ift Tos". In einem Theater der Pariser Vorstadt B e l l e v i l l e mürbe am Samstag abend eine Pantomime gespielt, in deren Schlußszene ein Löwe hinter einem Gitter vorgesührt werden sollte. Infolge Versehens eines Maschinisten erschien der Löwe jedoch außerhalb des Gitters vor dem Souffleurkasten. Unter der dichtgedrängten Zuschauermenge entstand eine furchtbare Panik und alles stürzte nach dem Ausgang. Der Löwe, welchen das Geschrei erschreckte, sprang in eine Proize- niumsloge und von dort in das anstoßende Direktionszrmmer, von wo er von einem Tierbändiger in den Käsig zurückgeschleppt wurde. Mehrere Frauen und Kinder erlitten in dem Gedränge leichte Verletzungen.
Kleine Tayeschronil.
Auf einer Auktion von .Mns i k er Hands chr iften in Berlin wurde für Georg Friedrich Hempels „Perzetto 1708" 28 500 Mark erzielt.
Nach Unterschlagung von 42 000 Mark ist der bei einer Berliner Großbank angefteUte Bankbeamte und Expedient Willi Biirow geflüchtet. Er erhielt den Bettag vor einigen Jahren von einem Herrn, um die Summe bei der Bank.zu deponieren, hat aber das Geld nicht angelegt.
In dem der Kohleiigewerffchaft Eleoiwrenschacht bei Lado- witz in der Nähe von Bruex gehörigen gleichnamigen Schacht sind fünf Bergarbeiter durch niedergehende Kohlenmasten und glühende Asche verschüttet worden. Nach dem „Prager Tageblatt" konnten vier Arbeiter noch lebend, aber nut schweren Brandwunden bedeckt, geborgen werden. Ein Arbeiter i|t tot.
In Guadalajara (Spanien' wurden durch eine lierab- fallende Hochspannung drei Personen getötet und einige 20 verletzt.
Oeuidcbes tteidh
'Der Kaiser und die Flugz eu g mo'tor e.
Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgenden kaiserlichen Erlaß a.i das Neichsamt des Innern: Auf den Bericht vom 21. Januar 1913 verleihe ich durch meinen Erlaß vom 27. Januar 1912 den für den besten deutschen Flugzeugmotor gestifteten Preis von 50 000 Mark der Firma Benz u. E o. Mannheim. Auch genehmige ich, daß die weiter zur Verfügung stehenden Preise wie folgt verteilt werden: Den Preis des Reichskanzlers von 30 000 Mark an die Daimler-Motoren-Gesellschaft Stuttgart-Un- tertürcf tycim', den Preis des K r i eg smi n i st ers von 25000 Mart an die Neue Automob ilg esell scha ft Berlin-O b e r s ch ö n e w e i d e, den Preis des Staatssekretärs des Reichsmarineamtzs von 10 000 Mark an die Daimler-Motor en - Gesellsckwst Stuttgart-Untertürckheirn, den Preis des Staatssekretärs des Innern an die Argus-Motoreii-Gesellschaft Reinickendorf-Berlin Zugleich beftintme ich, daß alsbald ein zweiter Flugzeugmoioren-Wettbewerb ausgeschrieben und die Prüstrng der Motoren der „Deutschen Versuchsanstalt für Lufi- fahrt-Adlershof" übertragen wird und daß dje erforderlichen Mittel der Preise der Nationalflugspende gemäß item Beschluß ihres .Kuratoriums vom 20. Dezember 1912 entnommen werden. Tie Stiftung eines Ehrenpreises behalte ich mir vor. Die Preisverteilung soll am 27. Januar 1915 erfolgen.
Dor Reichst ag wird, wie man allgemein in parlamentarischen Kreisen annimmt, seine Arbeiten turz vor Pfingsten beenden. Die Boranschlagsberatung soll so gefördert werden, daß die zweite Lesung bis zum 14. März beendet sein wird. Tie Osterferien werden nur von kurzer Dauer sein. Dem Reichstage steht somit noch der ganze April zur Verfügung um die dritte Voranschlagslesung und die ihm bisher vorgelegten Gesetzentwürfe, in der Hauptsache das Konkurrenz- ttauselgesttz, das Jugendgerichtsgesetz und das Petroleummonopolgesetz, zu verabschieden. Die Regierung beabsichtigt, dem Reichstage neue Vorlagen nur noch in beschränkter
lienstag,
i noch bei den Fuhrunter- ' „ b L- Haas (Junker tollt werden.
i an Herrn Möbelfabrikant gemeldete Wagen werden t zugelassen.
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Ock' fe n.
Vollfetschiae, ouSaemästete, böchflen Schlacht- mertes im 9lltev von 4 — 7 Jahren ....
Tie noch nicht gezogen haben (unqejocht) .
Junge, ßeisckige. nicht ausgemäuete unO ältere
LuSgemästets B ul l e n.
Vollfleifchige, ausgew^ Höchsten Schlachtiv. . .
Pollfleischige, jüngere röt en. Ril H
Vollfleischige ausgemästete Färsen Höchsten Schlachtivertes . .
Pollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis ui i Jahren ...
Wenig gut entwickelte Färien
Sichere ausgemästete Kühe nno wenig gut ent- rvickelle jimgere Kühe . .
Mäßig genährte Kühe und Färsen K ä lbei
f einste Mastkälver
PuUlere Dian- uno beste Saugkälber . . . .
Geringere Ptast- und gute Saugkälber . . .
Gerüigere «-augtalber
Zahl zugehen zu lassen, so der militärische Nachtrags- Voranschlag und die neuen Besitzsteuervorlagen. Ob die Session vertagt oder geschlossen wird, hängt von den Arbeiten des Reichstags ab.
Zur wirtschaftlichen Notlage im Oberharz.
Seitens der bürgerlichen Parteien des preußischen Abgeordnetenhauses ist der Antrag gestellt worden, die Staatsregierung zu ersuchen, Erhebungen darüber anzustellen und deren Ergebnis deut 5)ause in einer Denkschrift bekannt zu geben: ob und evcnrtuell in welcher Weife der dem Oberharz drohenden wirtschaftlichen Notlage, der sich in ständig fortschreitender Abwanderung aus den sieben Bergstädten und durch den Rückgang der Bodenwerte äußert, etwa auch dadurch gesteuert worden kann, daß durch vorteilhaftere Nutzung der im "berharz vorhandenen und herzustellenden Wassergefälle bu.ige elektrische Energie für Beleuchtungsund Kraftzwecke zur Verwendung auch außerhalb der fiskalischen Bergwerks- und Hütteirbetriebe geschaffen wird.
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejien
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* Eis enbahn Unfall. Am Samstag abend entgleiste nach einer Meldung aus 5)ameln in der Netze der Haltestelle Dielmissen die Maschine und der Pc ckw'gen des um 6 Uhr 46 Minuten abends ab Eschershaitsen nach Vorwohle—Emmerthal fahrenden Personenzuges der Kleinbahn. Die Maschine und der Packwagen wurden umge-- worfcn. Der Zugführer Mumm wurde getötet, fünf Passagiere sind mehr oder weiriger schwer verletzt. Die Ursache der Entgleisung ist unbekannt.
* Bombenanschlag in Paris. Aus Paris, 27. Jan. wird gemeldet: Gesteru abend IOV2 Uhr erfolgte bei den Arbeiten der Untergrundbahn in der Nähe von Carrefour de le Eroixvouge eine Explosion, die eine ziemlich bedeutende Versenkung" des Gebäudes verursachte. Es bildete sich eine Aushöhlung, die bis an die Straße reichte. Man glaubt, daß Sabotage oder ein Racheakt eines entlassenen Arbeiters vorliegt. Der Täter bediente sich einer mit Grubenpulver geladenen Patrone. — Die bisherigen Feststellung^en habeir ergeben, daß die gestern abend auf einer Baustelle der Untergrundbahn erfolgte Explosion durch Dynamitpatronen verursacht wurde und daß es sich zweifel-
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