Ausgabe 
30.9.1913 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Ur 229

Drittes Blatt

en

Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger für Oberhessen

*»

Lich

einer

1911_er Dienheimer!

GllldRnmnrdon f

Guldenmorjen

1.90

urek;

hinter

/ä sehe

Untertaillen

klein

$rorc)ior Kissinger begrüßt die Versammlung im Namen des Verbandes für Jugendwohlfahrt und Jugendfürsorge und teilt mit, das; der Großkstrzog für die auswärtigen Teilnehmer des heutigen Vorstellung des Hofthcatcrs zur

vorzüglicher EdelweinI p. flasche Mk. 3.30

vclni, Gomberg a. d.£*., Karl Peter, Weitershain, Peter Schüler, Lim, Moritz Rosenbaum, Gießen, Johannes Möller, Angersbach, Adolf Löb, Vilbel, Gustav Wenzel, Vilbel, PH. R. Kroner, VilbÄ, Ferd. Hein, Ober-Widdersheirn, Robert Nagel, Gießen, K. W. Reitz, Vilbel, Daab, Hungen.

Dienstag, 50. September 1915

Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'scheo Universitäls - Buch- und Cteindrnckerei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul­straße 7. Expedition rind Verlag: 51.

Redaktion.112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen,

^Abfüllungen

ss. Weinbaudomäne

Aus Stadt und fand«

Gießen, 30. September 1913.

** Der Hessische Landcsrechnerverbanb hielt seine diesjährige Generalverf.rMnlung heute in Nie- de r -I n g e l h c i in unter dem Vorsitz des Ltadlrcchners Abg. U c b c l - Dieburg ab. Der durch de« Vorsitzenden vor­getragene Rechenschaftsbericht gab zu lebhafter Aussprache Veranlagung; cS wurde Beschwerde darüber geführt, daß die verschiedenen Verordnungen, welche auf die Gesuche des Vorstandes zu der Gehaltsordnung der Gemeindebeamten von der Regierung erlassen worden sind, von einzelnen Kreis- amtern nicht beachtet werden. Der Vorstand wird beauftragt, m dieser Richtung geeignete Schritte zu unternehmen. Die Rechnung wird genehmigt. Bei der Vorstandswahl wird für Delv-Gbcrstadt Breitwieser-Sber-Ramstadl u. für Franz-Ge- dcrn Rechner A r ir o l d - Gröningen gewählt. Verschiedene

Eine neue antarktische Expedition wird der Umschau zuwlge int August des kommenden Jahre- die Aus- retse von England antreten. Der Zweck des neuen Unternehmens ttt die wisienschastltchc Ersorschung des King-Edward VII-Land das 1902 von -Scott entdeckt wurde und dessen genauere Erforschung eme sehr iverwolle Ergänzung unserer Kenntnisse der Antarktis erhoffen läßt. Dn Leiter der neuen Expedition ist I. F. Stack- h ou s e, ein Neffe des verstorbenen Sir Jonathan Hutchinson, der aus lernen Fahrten schon mehrfach in den Polargebieten ge­weilt hat.

DieSiebener Zamtlienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigclcot, das Ureisblatt für den Kreis Kietzen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

tomnttsswn vorgeschlagenen Bestimmungen des künftigen Straf­gesetzbuchs Tür das Deutsche Reich bezüglich der Bestrafung und Abhandlung von Trinkern und Trunksüchtigen, namentlich die sichernden Maßnahmen der Unterbringung in einer Trinlcrhcil annalt nnii der Verwahrung der frcigesvrochenen gemeingefähr­lichen Trinker in einer Heil- und Pslegeanstalt.

. n Zur Erhöhung der Wirksamkeit dieses Schutzes ist anzu- "reben: 1 Einführung des Pollard-Snstcms ins neue Strafgesetz­buch in Verbindung mit den Bestimmungen über die bedingte Strafaussetzung; 2. einheitlick>e Gestaltung der Schutzfürsorge und Schutzaupicht int Sinne einer Bevormundung und Ausdehnung der Berufsvormundschaft auch aus die Schutzaufsicht. 3. Bewilligung hinlänglicher öffentlicher Mittel für die Schutzaufsicht und Schutz fursorge: 4. das Antragsrecht der Staatsanwaltschasl im Ent­mündigungsverfahren wegen .Trunksucht; 5. Acnderimg der Stras- vrozes;ordnung in Absicht aus die Verhängung von Untersuchungs- Hast: a) durch Einführung des Haftgrunds der Prävention: o> durch Ausdehnung der Vermutung der Fluckstgesahr auch auf iold?c Vergehen, bei denen die sichernden Maßnahmen der Unter­bringung in einer Trinkerheilanstalt oder der Verwahrung in einer Deck- und Pslegeanstalt zulässig sind.

Es erfolgte dann eine Auseinandersetzung, bei der zunächst Geh. Reg.-Rat Putter-Berlin über die Wirkungen der Berliner Für­sorgestellen spricht, die moralisch aus die Trinker cinwirken wollen. Geh. Reg.-Rat Dr. Dietz bemerkt, daß Fälle, wie sie der Vor­tragende angeführt habe, auch durch die Gesetzgebung nicht ver­mieden werden könnten. Pros. Tr. Aschassenburg-Äöln stimmt den Ausführungen des Vortragenden zu. Er spricht auch unter Beisall gegen die Trinksitte selbst. Bürgermeister Dr. Luppe-Frankfurt tritt diesen Ausführungen bei. lieber seine Erfahrungen in den länd­lichen Kreisen berichtet Amtsrichter May-Osthofen. Es ü>rad)en noch Direktor Dr. Polligkeit-Frankfurt und Beigeordneter Dr. Heß. Das Schlußwott hält Direktor Schwandner.

Für heute ist die Versammlung damit geschlossen. Nachmittags fanden Besichtigungen statt. Abends ist FestvorstellungHans Sonnenstößers Höllenfahrt". Nach Schluß der Vorstellung hatte die Stadt die Kongreßteilnehmer zu einem Beisanrmensein int Saal­bau ciiigeladen. Hier hielt Oberbürgermeister Dr. Glässing die Begrüßungsrede der Stadt.

1. aus die Verhütung der Trunksucht,

2. auf die Bestrafung, Verwahrung, Behandlung und Heilung des Trunksüchtigen,

! 3. auf die augenblickliche Sicherung der Familie bei drohender Gefahr für Leib und Leben.

Der freien Liebestätigkeit öffnet sich ein weites Feld uf dem Gebiet der Verhütung; sie wird aber unterstützt und ge- a'tzi werden durw die Gesetzgebung. Hier ist die Reform des Sttaf- lketzes in en er Linie freudig zu begrüßen. Namentlich findet fein iifall die Möglichkeit von Unterbringung in einer Trinkcrhcil- nstatt und de Verwahrung gemeingefährlicher Geistig-Minder- «rtiger in Heil und Pflegeanstalten.

Der Referent schlägt folgende Leitsätze vor: I. Im Jnter- le eines wirksameren Schutzes der Familie gegen trunksüchtige imilienväter sind freudig zu begrüßen die von der Strasrechts-

.....IUI .................. IIMMM

8. schmiede: Konrad Alles III., Gambach, Jost Heinr. Paulus, Alten-Buseck, Ludwig Schäfer, Zell, Otto Koch, Mel­bach, Karl Kehr, Heimertshausen, David Stumps, Lauterbach, Karl Weber, Kinzenbach, Heinrich Weber, Grünberg, Karl Arnold, Alten-Buseck, Georg Schaaf, Eugelrod, Friedr. Schimmel, Mein- finden, 'Heinr. Kaltenschnee, Büdingen, Heinr. Ratz, Grebenau, Alfred Kuhwede, Burg-Gräfenroda, Ludwig Wenzel, Fauerbach b. Nidda, Heinr. Pabst, Münzenberg.

Wagner: Heinr. Dietz II., Weitershain, Heinr. Knas, Büdingen, Gg. Andreas Löchel, 9<ieder-Florstadt, Joh. Heinr -Schäfer, Alsfeld, Ludwig Suppes, Eichelsdorf.

10. Zimmerer: Karl Bebling, Heuchelheim, Heinr. Alex, ^chrnrdt, Dortelweil.

11. Mau r er: Wilh. Helfrich II., Bingenheim, Heinrich wen, II., Lindenstruth, Karl Schäfer, Utphe, Herm. Gieß, Gießen 'Braunfels-, Friedr. Heinr. Schaub, Vilbel.

12. Buchbinder: Gg. Steuerwald, Gießen, Otto Muhl Reichelsheim.

13 Schuhmacher: Herm. Müller, Fauerbach, Rud. Ost­heim, Heuchelheim b. Büdingen, Gust. Diefenbach, Berstadt, Gg Hemr. Franz, Holzheim, Gg. Schnell, Lollar, Wilh. Zager H Holzheim, Gg. Will). H. Kötter, Nieder-Erlenbach, Matthäus L-chmtdt, Vilbel.

14. Feinmechaniker: Christ. Otterbein, Gießen, Ferd. Grimm, Vilbel, H. G. K. Bömel, Vilbel.

15. Dachdecker: Will'. Kröck, Gießen.

ll!. Friseure: Joh. Friedr. Wurstius, Alsfeld.

1 (. Messerschmiede: Anton Betz, Gießeit, Wilh. Georg, Gießen.

18. Photographen: .Heinr. Nickel, Gießen, Hugo Grün, Alsleld, Engelbert Bürk, Gießen.

19. 2 a11lerund Tapezierer, Polsterer: Karl Jün- gel, Bellershain, Robert Jensch, Lich, Karl Hartmann, Alsfeld, Zakob Kaiser, Vilbel, Theobald Paulh, Vilbel, H. Berg, Wissels­heim.

20. St ein hau er: Robert Werner, Hungen, Joh. Wilh. Nickel, Treis a. d. Lda., Anton Hofmann, Ober-Mörlen.

21. S ch r i f t s e tz e r u n d B u ch d r u ck e r: Job,. Dornberger, Gießen, Ang. Straßburger, Bad-Nauheim, Wilh. Bolz, Gießen, Rob. Oesterreich, Gießen, Heinr. Melcher, Gießen, Adolf Rühl, Alsfeld.

22. Malerund Weißbinder: Carl Rau, Gießen, Wilh. Werner. Burg-Gemünden, Hans Krämer. Butzbach, Karl Fink, Klein-Linden, Wilh. Feuerbach. Gießen, Karl Möser. Eschenrod, G. I. P. Marburger. Vilbel, Willi Koppler, Vilbel, Heinr. Herz- Berger, 9Udda, Karl Fleckenstein, Gießen.

23. Stukkateure: Joh. Zos. Ausdermauer, Gießen.

24. Schornsteinfeger: Heinr. Gaub, Homberg a. d O., Herm. Reichwald, Lick.

25. Seiler: Wilh. Nebhuth, Gießen.

ein wenig nach. Und da das schlechte Beispiel gute Sitten ver­dirbt, finden sich schnell noch ein paar andere ein, die ebenfalls einen schnitt in den rosa Stoss machen . . . Von alledem ver­nahm schließlich auch die biedere Strandpolizei, die in ihrer bunten Uniform so breitspurig auf dem Strand stand, nicht.ohne -sorge, und so kam es auch, daß das Strandbad bereit einmal verboten wurde. Aber das war so hart für Spottlustige und Unternehmer, daß man das Bad nach eintägigerHaft" wieder dem Publikum zurückgab.

Solange die Sonne scheint und selbst wenn sie nicht lcheint wird gebadet: wenn auch von vielen die Sonn? ht diesem Lerbst noch inbrünstiger wie sonst um Wörme angefleht wird, -so werden also die großen Schiffe und die kleinen Motore am Ende noch ein paar Wochen lang mit Jubel von den Badenden begrüht werden, die weiter prüften und scktzvimmeii, sich im Sande einbuddelit und wieder in den Fluß zurückkehren un­erschrocken, unermüdlich. Für den Zaungast dieses Rheinbades aber ist am Abend die Heimfahrt wohl das schönste, vom Bade­platz hinüber nach Biebrich, im kleinen Motorboot. Schnurgerade läuft die Pappelallee am jenseitigen Ufer und spiegelt sich im Wasser wieder. Blutig rieselt .das Sonnenlicht in den kleinen Wellen, während auf der anderen Seite der fahle Mond feine iübernc Schleppe durch das Wasser zieht. Tann freut sich der Badefanatiker des schönen Sonnenunterganges, weil er ihm einen prächtigen morgigen Tag verheißt und er wieder das geliebte Strandbad aufsuchen kann.

Manche von ihnen bleiben gar zwei, drei Stunden im Wasser wenn auch mit Unterbreckmugen, die pudelnaß, zähneklappernd' blauversroren auf dem Sande zugebracht werden. Ein Glas heiße Milch hinuntergestürzt und dann wieder kopfüber in die Flut' Nun, wenn sich Rheumatismus einstelleu sollte- die Badesexe haben es beguem. Wiesbaden ist ja so nahe.' lind anschließend an die Kaltwallerbader können sie dann gleich eine heiße Badekur ablolvteren. Bertha Freiftau von Nauendorf.

die Krone aller Viaschm

Alleiniges Fabrikationsrecb:

Eureka-Werk Düsseldori

Hauptniederlage: Firma

' Ca V7. Nowack & Sohn, Gies

Tagung der deutschen Zentrale für Jugendfürsorge.

bs. Darmstadt, 29. September.

Heute vormittag 9 Uhr begann im Städtischen Saalbau die , beut!dien Zentrale für Jugendfürsorge. Die Fürstin zu Wied als Ente Vorsitzende wohnte den Sitzungen bei. Ministe- rialra! Holzinger war als Vertreter der hessischen Regierung erschienen, al-.- Vertreter ocr ciabt Bürgermeister Mueller, als Vertreter der Polizeibehörde Regierunqsrat Gennes. Das Ober- konfistorrnni war durch D. Nebel eertrrtcit, die Provinz durch den Proviu'.ialdireltor Fey. Den Vorsitz führt Amtsgerichtsrat Dr. Kolme Berlin. Er leitete auch die Bcgrüßungsanspracktz' durch ente Rede em, in der er i? r Stadt Darmstadt den Tank für die Ginlabting aussprach. Dann hieß er die Erschienenen herzlich willkommen, wobei cr eine ganze Reihe von Namen nannte.

Ministerialrat Holzinger begxüßt die Versammlung na­mens bei cstaat&rcflierung. Er dault zunächst verbindlichst für die Einladung zur Tagung, besonders für die freundlichen Be­grüßungsworte und fährt dann fort: Daß cs gelungen ist, für alle Bestrebungen auf dem Gebiet der Jugcndfüttorge eine 3 cu träte jn schaffen, hat als ein wesentlicher Fortschritt Pt gelten, (gerade aus der vereinten Arbeit in dieser Zentrale iverdeu die einzelnen Teile der Jugendfürsorge eine weit größere Förderung finden können, als wenn sie ihre Angelegenheiten jeder mir für sich behandel». Allen diesen Bestrebungen in der Fürsorge um die Fugend wird aber der Staat das lebhafteste Interesse entgegenbringen.

_ Bürgermeister Mueller begrüßt die Gäste im Namen der Stadt.

"n pOsi .

61011 «ehr billig X

H och Stätte r

Fernsprecher 36

xX

X")

i. _ «teilen

M- Reitz Witwi

Spart.

Ueberreichung der Meisterbriefe.

Bei der Ueberreichung der Meisterbriefe, worüber wir gestern ausführlich berichtet haben, wurden folgeydc Prüf­linge zu Jungmcistern ernannt.

I. Sungmei ft crinncn.

ls Damen schneiderinn en: Anna Heyner, Bad-Nau­heim, Rosa Weinberg, Lauterbach, Margareta Acuter, Baü-Nau- leim, Frida Eichelmann, Berstadt, 9lnna Anacker, Gießen, Matte Landgraf, Vilbel, Sophie Sigmund, Nieder-Erlenbach, Marie Loder, Gießen, Frida Rotter, Alsfeld, Minna Rabeitau, Gießen, Minna Spies, Gießen, Lina Schmidt, Butzbach, Minna Werner, Gießen, Anna Vogt, Gießen, Marie Herr, Gießen, Karoline Uhrhan, Lich.

2. Putzmacherinnen: Johanna Krieger, Gießen, Matta Sailer, Gießett.

II. 3u n g m ei ftc r.

1. Herrenschneider: Joh. Sctzwöbel, Weitershain, Lud Äetbertshausen, Lollar, Sam. Oppenheim, Gießen, Karl Schnei­der, Gießen, Joh. Naumann, Büdingen, Heinr. Moller, Angers- bach, Heinr. Zeiß, Holzheim.

2 Installateure und Spengler: Ernst Romer Gienen, Karl Müller, Großen-Buseck, Karl Schnabel, Lich, Adolf iWrßner, Wieseck, Friedr. Wilh. Will, Vilbel, Wilh Schmidt Gießen.

.3- Bäcker: Friedr. Stein, Klein-Linden, Adolf Deichett Gietzen, Will) Engel, Gießen, Ernst Werner Hartmann, Groß- Felda, Wild. Lucke, Gießen, Willi) Karl Stromer, Vilbel, W. F Kramer, Vilbel, Heinr. Bünüing, Ober-Bessingen.

4. Glaser: Ludwig Ranft, Beuern.

5. Schreiner: .Heinr. Müller, Wieseck, Friedr. Glitsch Lauterbach, <ynebr. L-totz, Laubach, Friedr. Louis Vetter Wiegen Johannes Sckwmber, Londorf, Karl llambeitz, Lich, '.Heinrich -schäfer XL, Wieseck, Artton Wagner, Gießen, Johann Schmelz Stockhauten, Heinr. Jughardt, Gießen, Marl Wagner, Gießen' Karl Ganz, Eugelrod, Alb. Müller, Älten-Buseck, Friedr Wasser' Rtxteld, Auguu Heß, Gießen, Karl Feldmann, Nieder-Gemüiiden' Carl Wilh. ^etbel, Vilbel, H. W. Marburger, Vilbel, H Rein­hardt, Dauernheim, W. Hattnianu, Münzenberg, Otto Lind, Groß- Felda, Wilh., Grün, Ober-Widdersheim.

6 Metzger: K. Heckmann, Gießen, Herrn. Schmidt, Hungen Ph. Bender III., Langsdorf, Reinb Henzel, Büdingen, Ludw

-8 nrter über nicht warm.

Bis jetzt find die fogcnannicn Garderoben, der sogenannte Er­ft ilMngsraum nur Zelte. Nächstes Jahr soll alles besser tverden, c 'i-i fest gebaut. Dieser Sommer und Herbst war ja nur ein

I fi id), ein Provisorium. Die Zeiten erinnern stark an die selige ne ibgeit, wo man sich mit mühsam erbetteltem Zeug so etwas ie eine Hütte baute. Alles war willkommen: alter Drell, ge- M und ungeftreift, einerlei welches Muster, welche Farbe, loorichreste oder auch ganz alte Tepvickte, ausrangierte zerrissene Imnuifen. Genau so sehen dir Baulichkeiten im Strandbad aus, r richt weniger buntscheckig zusammengestoppelt. Die Stühle hcm im weichen, weißen Sand und wer sich ahnungslos etwas p-iÄttg cuf einen Stuhl fallen läßt, sinkt schnell und findet W Knie plötzlich dicht imtcr seinem Kinn wieder.

. 5ie Garderoben sind phantastisch zur Hälste aus rosafarbenem

Ifeitv zur Hälfte aus alten Teppick)engebaut". Eine Stoff-

M) trennt die Herren von den Damen. Einzelgardetwbeu gibt

Miiiocht. Der Stoss der Innenwand ist gar mürbe und be= 0jfo hilft dort mit dem Taschenmesser ein Sportbefkffsener

Schlosser: Herm. Ebersohn, Hungen, Friedr. Schmidt, Herrn. Rettberg, Nidoa, Wilh. Ruppel, Butzbach, Gg. Schnabel, Lich^ Carl Pfaff, Gießen, Karl Gerlach, Stockheim, ttarl Bender, Steinberg, Witt. Klink, Düdesheim, Ludw. Faber-, Yttoßen-Lmden, Christ. Hofferberth, Vilbel, Adolf Hasselback), Gießen tRodl-eim), Wilh. Ed. Lehr, Vilbel, Heinr. Amend, Grünberg.

. Die Geist es Wissenschaften- Am 1. Ostober 1913 beginnt im Verlage Veit u. Comp. in Leipzig eine Wochenschrift zu erscheinen, die, entgegen den Lpezialisierungsneigungen der geisteswiiiemchattlichen Einzeloisziplinei'. die Gemeinsamkeit ihres gewmten Bereiches betonen und einen Mittelpunkt oct umfassen- beren geistestvissensämitlichen Forschungstättgleit schaffen will tic Geiueswltteittchaften" stellen sich die beionocre Aufhabe, durch Planvolle Vettolguug der Bewegungen und Richtungen in den weiwerzwelgten und doch innerlich eng zusammengehörenden Mitten!chansgebieten einen erschöpfend unterrichtenden Neberblick über alle bine jm Dienste der geistigen Kultur stehendeit wissen- ickwttlichen Beitrebungen zu geben. Sie wollen sonstl für das Gebiet der Geilteswinenichaften ein ähnliches Programm ver- wtrrltchen, wie ihm tür die Naturwissenschaften in England die <nTtur--' * l * * *-S ?(mfTUn dieScience" und in Deutschland Die Naturwlnen,chatten" nachtzreben.Die Geisteswissenschaften" wer­den neben triguialbctträgen und Sammelreferaten Mcherbespre- chungen, Berichte über Forichuiigsbetrieb, Methodik stno Unter* ndit, wi'ienichattliche Veranstaltungen Kongresse, Vorfrage, 9us- FlttC Un^n- Uuiversiiats- usw. Nachrichten, fonüc lerionahcn bringen, ^ast die Zettschntt dem hier fürs skizzierten Programme wtrllich gerecht wird, dafür liefert bereits bie erS tl9Ck beweis: finden wir doch hier die nam- hattesten Vertreter auf den vettchiedenen Gebieten der Geisteä- wmenickstttten, Namen wie Encken, Cohen, Pöhlmann) Spran^n, Rabel, mit wertvollen Beiträgen vertreten. Ans dem ckußerordent- hin001 4n aIt bcben wir besonders folgende intereffante Jutiorti hervor: .Herrnann Cohen, ltzeh. Regierungsrat Dr., Pro- die hi ('n> nMarburg: Die Geisteswissenschaften und

e. Philosophie. Rudolf Eucken, Gest Rat Dr., Professor an der nniKrtat '$ena^§urrGn{9ung der Geisteswissenschaften. Robert v^ Pohlmann Geh. Hofrat Dr., Professor an der Universität München: vellenentum und Geistesfreiheil. Eduard Spranaer Dr Protesior an der Unröcrfität Leipzig: lieber den Beruf unserer Zeit zur Untver,itätsgründung. Josef Strzygowski, Hofrat Dr iProtenor an der Universität Wien: Das kunstwffsenschafklick« xWititut an der Unitreriität Wien. Leo Jordan, Dr, Professor an der Universität München: Altfranzösische Literatur und Terke Ernst Rabel, Dr. Professor an der Universität Göttingen - Roma- Nisttiche Reckstsgeschichte. Paul Mombert, Dr., Professor an der Universität Freiburg: Die neuere Entwicklung der Bcvolkerunas- lehre ut Deutschland. Ferner Besprechungen. Nachrichten und Mitteilungen: Kongrertberickste, Pettonalnachttchtcn. DiskufsstmS- und Fragestelle. Bibliographische Umschau.

SeltersV/6g

Am Rhein im Samilicnbaö.

db. Vorn Rhein wird uns geschrieben: Nicht weit von Biebrich, 2» ienfeitigen Ufer, schon gegenüber dem Schiettteiner Hafen, in!titel der Rheinfand weich und tief, in gegen zwanzig Meter I kette, einige hundert Meter weit das Ufer. Silbergraue Weiden | Hi teil der Landschaft neuartiges Gepräge. Hier fließt der Rhein gemas iich. Sanft geht es auf glitichigem Schlamm in das | Krffer: erst allyiählich verliert man den Boden und muß mit \ «Miminen anfangen. Ein findiger Schiersteiner war es, der auf | tai Gedanken fani, hier ein Familienbad^zn errichten. Die Idee | fib Anklang, und noch jetzt, im kühlen September, findet dieses I jeie Strandbad Zuspruch.

6 Klein Ostende! Ach nein. Tas Schiersteiner Strandbad kennt I jri Raffinement, alles ist denkbar primitiv, bis zu den Bade- | jHiimen der Herren, die beinahe ans Paradies gemahnen, i Msigemerkt: nach dem Sündenfall! Aber fröhlich sind trotzdem fäll', die sich da so vergnügt und harmlos in der Flut tummeln; ttlii sie amüfieren sich sicher besser, wie manche venvolmte Schöne ! '®i Ostende. Denn wer zum Strandbad am Rhein eilt, will der Klnimmfunft huldigen, sich gesunde Bewegungen machen und nach- ht mit Heißhunger über die Streuselkuchen hersallen, die von Dtigcr Dimension sind und erstaunlich schnell kleiner werden. Mist der fragroürbige Kaffee, der sicherlich nicht viel Koffein ent- W, schmeckt köstlich, denn cr ist schon heiß und das ist die Wliptfache nach dein falten Bade. Denn falt wie der Herbst ist & Wasser, es wurde wohl durch die spärliche Sonne den ganzen

Hern^0

Feme w ßrUSl. n miWO ** schius5 schwere

,le mitBrUSlq36

ir. rt

I 2. ic Referentin stellt folgende Leitsätze auf: Unaufhörlich j kommen in großer Zahl Fälle vor, in welchen an Leib und Leben bind) den tru'nflüchtigen Mann schwer gefährdete Ehefrauen, Be- h.jrden oder Vereine um Schutz für sich und ihre Kinder anrufen.

I vergebens jedoch, weil es bis jstzt an den ausreichenden gesetz- j Iicien Mitteln ha^u*fcl/lt. Gewalttätige Trunksüchtige, die ftraf- bare, auf Trunksucht zurückzusührende Handlnngeii gegen die per» I (inrlidje Sickierheit von Angehörigen begangen haben und das Illohl der Familie gefährden, sind aus der Familie zu entfernen » pnb bis zur Besserung in Gewahrsam zu halten. Hierzu die er- \ h'iderlichcn, zuverlässig wirksamen Mittel zu schaffen, ist eine dnngende Ausgabe und Pflicht der Gesetzgebung.

I Der 2. Referent, Direktor Schwandner, Vorstand des Zi'ltzthanses in Ludwigsburg, sieht das geltende Recht und die buchende Organisation der -freien Liebestätigkeit auf dem zu Hbchaudclndcn Gebiet etwas optimistisckier an und führt des näheren ans, inwieweit mit dem Strafgesetzbuch, 223a Abs. 2 und --3)1, xifiei- äj und mit den Geseben über Ausübung der Armen-- tttcgc^bet Arbeitsscheuen und iaumigen Nährpslichttgen gegen trunksüchtige Familienväter vorgegangen werden könne; er weist u. a. an der Hand der Statistik nach, daß die Zahl der Ent^ münbigintgcn an Trunksucht ständig steige. Der Fehler liege nickst so fest an den Gesetzen, als an der norberigen und namentlich redilflCitigen "Anwendung derselben. Er ist mit der Referentin borin einig, da«: noch viel zu geschehen habe, um den Familien- iLchntz nock wirksamer zu gestalten; es müsse besser werden in Duckst

>/.. und mit Ohne; mit / beSlem

in Grössen: x? ?

L u __

I-Unlerwästl® loh»**-

OlHL

T [ ----L_®oltcnq.-

)r|jt7 n. Kongresses Karten zur h

j \ ranKl.5tr.il Verfügung <v»tc((t habe.

Telephon 36: - %ul1 diesen Begrüßungsansprachen wird in die eigentliche t Tagung eingetreten. 4.ic Vorträge werden eröffnet durch ein f Jfrfcrat des Frl. Dr. jur. Friede Duensing - Berlin über bei schütz der Familie gegen den trunksüchtigen Famtltcnva 1 er.