Nr. 29(
vietter Blatt
163. Jahrgang
Erscheint tilßlich mit Ausnahine bei Bemrtagt.
General-Anzeiger für Gberhefsen
T't „Oietzexr faeilteeblätter" >»erden bem e8n4ft<Kt* rtmnal rüod>enihd) deiqeleqk. bat „Krehblatt Mir bn Mreü <ktrn*‘ zwei mal ■•tixnilid). Tie „teDbelrh^eftll^te Seil- erscheinen nisnoilid) jrorunaL
Donnerstag, V. Dezember 1915
Soiatienffbrud und Verlag der Be üblichen Unwersilälb - Blich- und ciembnideccu Ä. Lange, Dietzen.
Redaktion, Expedition und Trudere«: Schul- lkratz« 7. Ervedinon und Vertag: <^OWd1.
Sebafnc'n:<*4W 112. Tel.-Adr.:AiizeigerGietzen>
hefsilche .Zweite Kammer,
79 stfrunfl, 10 Dezember
b# Ta r m ft abt, 10 Dez
, TrSfibeni Hobler eröffnet die s*inng unr 9 15 Uhr Es roirt» Foton in tif Tagefforbnung einjetveten.
dtda Henrich 3brridn Vv : 3d) war so glücklich. al<* 1u#td)unmitniifb in -’lmt m I s. i, möchte ab* r doch c.:* au» wrine Meinung nickt verzichten 3<b bin in der Lage, mich für die nur zuteil nemorbenr Anerlennung zu revanchieren. Tab gilt na* TnrnjlK- ur den £vrm .‘{jllegen Ti /?drr i?r iü »u unrecht in bei huf tuw Äramltn-ran i > rfjinmcn Tie ««Ilung der Binschastltchen Vereinigung ivor i ji einem ha n 3abrr aber ehw andere, al» wie u i*»t vr .1 j Anan
“m ganzen akfr|orfningwert kommt f vor allem darauf an wie «eklen ft* die B teilunni frfl t ba|W? Tv jeuun7 Artikel ■tnb ntdit (r.ividilaflafbtrtb, geben ml« die ’fHninta aller m» l*r 3d) bar' foflfit, dah die Stimmung nicht ganz brinrbtc'nb ist waniunb.i wirb der viel zu ausgedehnt Tarif, r’ *nb da) Dsh nungffgelD Ee ipjrr richtiger aetvnai, nenn man bar Wodnungs* qrlb hohe halten baue wird gesagt, haft man nun in eine Jlgi- lanon für am Dohnunqffgeld ftnircie» werde. Ta* 6*cbnl! i« eigentlich keine l> ittlaDnuiiq nn sinne ein*r Äidrilff lohne», i.m- bern eine (Heaenleifhina t\* latcwtr» für benieni'.en, xr feine aani* vran in den Tsenfl re* £yiate» stellt und auf Tnani- wmerb nmiAin Tw? preufnfd,- *shfb*m 1 ist sich ntdu‘ einf’rf» nadiahrn n ^9.nn man da» run ivillir, mutzte man auch die ganz- € i aannap.ni nachabuten TuMi ‘r *P -iol>ungitiiorhirnfiif it i t viel Nnzufrirdenbett tn die Boonumfckaft g. kommen Ttiv soll nun künftig beifei werden Nicht befn-'Mq'nt» iir der Umfta’ib, datz dem 2ff<1 ke,ne riKfrotrfrnfv Hraft gr-v. n ist Du hab'» denun hie ftnvlnrn kramten gruppen lil rbaupt abiefchnnreii ? Bon den unteren Bemmen ist gesagt. datz sie 1 uns runftiaer neste llt nnb als tn Preußen 3di will nicht alle (Mrutwrn auu iblen. die uch K»t ziinickgeietz» ,'ühlen gellt rudU a:i. datz man den B'i
flkich mit anderen staatfn in den D.'rderqrund ftrllL Man muß ragen, reicht ba». ma» wir den Beamte» ae. n ;um Lebensunt r- twlle an*’-' kos ivtrb auch tetzt.111*! b*r Hill sein, wenn nicht noch Nritne,»kommen l,uizuk. inmeu. Ttc mutlrnn B a ;tm kla qen allgemein, das, sie im (*nniX schlecht a>, t>nit .n itab-:i 3* ft 1 miue dem bei Ta« für einzelne C^rupp.m mehr qeschelien ronitif, war mir erfreulich Bersduelungcn iind mir tHüziiidX auf hie Volk»schullrdrer vorginommen worden 3* siede auch für eine Aleidiftelhuig dieser mit den mitilervn B.'.imten Todurch sollen aber die mittleren 'JVanUcn nicht b-rabieiety rorrXn 3ch l:ade mir die Formulierung ander*) gewünscht Tr B.ldun iff- und An ftettungsverhältniife Inder find gar nicht peril. idiba* so und wir wieder ui einem Kamps gekommen, her iür i -tb- Teile schad- Ii* ist Tiefer Stampf Innngl feinem Teile Nüven Tie Au-inb Tungen des txrrn sdaatsministerS gelxn mir feine guten noff* nimgrn iVDr die Vorschläge her Regierung ist keine Mehrbeit twrbanbrn
Ten AolksfchiUlebreni pegenfiher befinden wir uns m keiner angenehmen Lage. Taff ist im wes-ntNch.n bie sdnifb des Tr)t)i- fonums Düren damals die gleichen Aufb'iierungen den Volks ftbufiebrern zuteil geworden, wie den V-arnten, io wäre br Un zufriedenbett nicht cuigetretcn. Taut l-nnrnt noch der (^iridntrl lungSgedanf* Vir hätten bie Kieichstelliing erreicht, wenn wir der Skala gefolgt wären, die von meiner 3-raklimi nn irrridit worden tfr. Äux sFala Dfff Auffschufseff habe ich eine Resolution etngebradM, 'N der iff Mr Äiterfmnimfl hierzu zum Atiffdrtid gebracht ist Auch in bei Gedanke der Jentratfaiie r-artn mtlmltrn Gt,i ^Webr von 1(0 dis 200 Mk ist eine lächerliche s:imSn • 3h d r Resolutton ist auch für die Altpenti.'nare gr^r.tt Ter Grböhur.,i der Zivilliste hat ich zugestimmt, weil es itdi um eine Srhähuug her (Mebiilier handelt 3m Iku ? dem (tanzen uurestimml, weil baff 2«nh nicht mehr Lasten tragen kann, ich hab' imrinnm: im Zu tereffe der Beamten selbst Tie 3ragc der Desoldtmgffrei i>ion mutz au» der Tifffuffion verschwinden Tie Vorlage bewegt iidi ober an der Olrenze dessen, dem ich meine Zustimmung geben kannte Wenn der Wunsch bestehen sollte, eine Bei chlech.terung eininfüb- ren, dann bat die Siche für mich fein Zitter Zs mehr Tie Art» tubrunoen des staatffmininer* haben mich üb-rraidH Dir haben im Ausschuß febr viel narbflegeben. Tas (Heicp über die «basten der höheren schulen ist, io wie eff zustande kam. für mich unannelnn bar. Zch werde dagegen stimmen, triff en nnr nun, datz bi.* Mühe belohnt und eine Zufriedenheit erreicht wird
Abn Ulrich so* 3d) rerftrbe den Vniiich. datz eine B* fncMauna eintreten möie C*?i:.-r deraNige .Mrl'-nen lernth.en, «ringe iib.-i dir skröste der in 3rage konmienden Aollegm hutauff Wirklich l efnrbiflt ist aber mobl luromnb Dir rannten bie B.wm ten und Letzter nicht befrtebia.m, weit wir nidu alles das geben konnten, wo» he verlangen Denn dre Regierun g auf ihrem stand
Vic £uB’fd)t mimoiren«Biblioti)et.
Von van» Lindenberg
Vor einer langen Reihe von 3abren erhielt ich von der damals vor allem durch ihre Mark Twain Ausgaben bekannten Stuttgarter Verlagsbuchhandlung Rodert Lutz eine Ankündigung ihrer mit einigen Bänden foeben begonnenen „Memoiren Bibliothek" Tiefe» Unternehmen tollte, iru- der Verleger fein Programm formuliert:, „alle die Vielen befriedige^ die heb für ihre M.tstestunden eine ernste, gediegene und doch zugleich w»rv,ch unterhaltende Lektüre wünschten, eine Lektüre, tne die Witte Mit zwilchen Studium und blofcer UmerdaIlung" 3nzw>schen ist die Memoiren Vibliotbek auf rund 60 Bände angewachfen, und was der Verlag seinerzeit bei Begründung dieses Unternehmens versprochen bat. das hat er vollauf bisher gehalten Aus der deutschen, französischen, rui hieben, englischen, lateinischen und nahen,sehen Literatur haben in der Sammlung Werke Aufnahme gefunden, von denen ein ,'ebr großer Teil im gebildeten Publikum mit autzeraewöhnlichem 3nter- effe begrüßt worden ist Mit sicherem Weffibl für das. was von dauerndem Den ist, und mü strengster Ausschaltung alles <?alb und Minderwertigen bei der Verlag seine Memoiren Bibliothek ;u einem Standardwerk ausgebaut, das flreubarrn Qnlturmert be ützt, unendlich Vielen genußreiche Stunden brrntrt bat. und rür die Entwicklung der allgemeinen Bildung von hervorragender Bedeutung ist Tenn Memoiren gehören zu den wichtigsten Bildung-ff Mitteln dies <tnlturmenicben Unmittelbarkeit und Anschaulichkeit zeidmen sie auff. und ganze Epochen, ,u deren Schilderung der Historiker oder tulturhuiorifer mele Bände brauch:, werben beim Leien einer einzigen charakteristischen selbstbiogravdie in unmittel barstem Nacherleben erfaßt uwb \n ihrem Znnersten begriffen
Ta find j. B tne Memcuren napoleonucber Cfhuert, des Generals Marbot. des Warfcball» Macbonald, ober bie des Malier- aardisten Coigner: in ihren Lebens.nnnerunqen rollt »ich hie ®- schichte der imperialen Militärmacht Rapoleonff auf, ein Dandel- Panorama von farbiger Eindringlichkeit Som ciegnerifcben stan^ Punkt aus führen bie Memoiren eures Generalteldmarfchall Boren oder bas „Teutfcbe Reiterleben" mitten hinein in die Stimmungen und die Begebenheiten, bie zu Napoleons Sturze führten Tie schwer ;u begteiienbe Seit ber Renaissance, mit ihren Prachtbauten, ihrer fiunnhebe. ihrer tierbajten Wildheit und Lasterhaftigkeit wird uns nabegerückl und verständlich in den Memoiren des Benvenuto CeUini und in den Tagebüchern btff Mönches Bureardus, Der über Pavst Alexander VI. berichtet. Tas Weimar inoetbe* steht lebendig vor uns ein in Genast» Memoiren, und die russische Kplksseele erschließt sich uns in den Erinnerungen zweier ?lmrr-
Anr öen Nerchrtag5an5s-r!fsen.
*• S e r I i n , 10. Tej.
Ter Tuellausschust des Reichstages behandelte heute im wesentliche« Die Anträge aut Eiafchaltiing eines besonderen Para nrapben, der an stelle her uestungffhast unter Umständen Gerann nisstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte androbt Ein A ntrag der Nationalliberaien will bei rreventlicher Verschuldung der verausforderung nur fakultative Aberken rutnfl der bürqerlidiru öhrenrerfite fein>6en und wird damit be- Ciünbct, datz in vielen ofillen kein - besonders schwere sittliche Verfehlung vorl *-ge nub mau eventuell bei obligatorischer Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ba.nit rechnen müßte, datz ber Richter zur Vermeidung dieser Hanen strafe den Paragraphen nicht an- wendn Tiefer Au'iaffung traten Vertreter ber Sol fff Partei bei Ter 3 c n t r u m » a n t r a g , der bei freventlicher Beschul- hunfl oblilatori’rfir Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte for Dert. wird damu begründet, datz die VoranSfepung der irepenthdien Verschuldung schon nad) den Motiven des Vorentwurfs zuni neuen ^rrafgefehbuch nnr schwere 3äHe in sich schließe Ein Vertreter der Sozialdemokratie wandte sich gegen beide Anträge, die in ihrer Schlutzwirkung nur eine Befestigung des Auffnabmerechts für
rankt tebam und etwa die Erste Stammet baiu bringen wird. - e Regierung-?ovrhage pr.Ten unirrr Boritfaläfie anzuvehmen. so wüiben wir beim Prorulorium bleiben müssen. Unter keinen Um- stunden werden wir eine Verschlechterung der von un? Durihgear- beueten Vorlage »ulafken Äm Bufolb: £fann lüür^e fallen To# glauoe id) nicht, denn Tr Cfann bat viel zu viel Ärbci: bann stecken. Auch er wurde tn htefem «Veil* sagen müssen, es mühe ein enbe gemacht werden. Dir baden durch die intensive Beratung einen tiefen Einblick in die ®-2*ntmwrbälmifie gewonnen Eff ist uns möglich geworben, eine Menge von Ungerechtigkeiten und Merkwürdigkeiten auffzumerzen Auch ut gam unter u-orbneren Bosten bab-m wir Perichpbrnbeuni gefanden. bie zum Teil bifto* 1
ten z rr Ausschuß ’. 11 erwarten, daß bie ff immer bi? B dilüffc a.tfrecht erhält, ("egen die A ichifhing de) Dohnungffaeldes haben wir fchwere Bedenken gehail Lurch Erfe^ung deZ MletSevertes {_er Sohvinqen lu.unen gerase die unt.Tiii B im: n schlecht iveg Tie Beamten fühlen sich rnfliid) nicht fo sehr deschivert iveg n dessen, wa-ff he 1 ' uumen haben, al ff rorg.n dessen, was bie anderen bekommen 1 ab n
Präsident ff ö bl er 3<Ö möchte den ^errn Abgeordneten hier unterbrechen und ihn fragen, ob er bereit ist. seine Ausführungen morgen fertzusehen, da heule frraftL'nffhjungen ab- gklallen weic-en «ollen und wir aus die'em Mrunde bie brütige slhung früher ichli tzen wollen
Aba Ulrich erklärt sich hierzu bereit, bittet aber morgen eiff t •
ch*h.iinrat Ir Becker 3d) will nur kurz einige al'gcmeine Bemerkungen schon jet;t machen. Denn man auff b-n bii'brr-.gri BerhaiU langen den b kannte., r.te.i 3oben suchen will, so ist eff im weientlichen die llebereinftimnung, bie bisher zum Ausdruck kam Alle Teile find bereit zu versuchen, zu einer Versta.idigung zu fvminen Audi die einzelnen 3raf:ioncn find bered, sich über die Verlage tu verständigen Zwei el kämmen mir nur bei dem Abg fcienrid) Nachdem der Ausschuß beschlof'en batte, alleff in ein Man: lgefeh »u fassen, mußt? ran wohl annehm n, datz da-5 die Meinung tr-? gesamten Aiiffschus'e? fei Nun sagt «bei der Abg ücnrich, faß er das Aesep über bie ff oft en für bie bolirren sd u'.cn nicht annebnieii könne. Er druckte sich sogar sehr bestimmt auff. rff in s»rt ilm unannehmbar Zch glaube, datz er habet nicht bleiben wird Tte'e? ÖVe’ep ift notwendig zur Teckung Auf Einzelheiten wird man .lurückf-Miitren nriifen, wenn e? Jid) alff notwendig Ixrau ff st eilen teilte, tn eine spezialberatung über de.t 7aiii übctlxiifin ctnzutretcn Ctne Vereinfachung des Tarife-?, wie sie brr Abg Ulrich wünscht, würbe nicht nwuiger, sondern erhell 1 mehi ffoffn t r ra"! ,1 Man kann nicht tne fflassen einfach von oben nad) unten schieben, sondern nur von unten nach oben Hin völlig einwandfreier Vergleich findet sich in der ersten Re g^enliigsT orlage Seil ' 11# Tann wendet sich der Redner gegen die B.dauvtung des 'Abg .Henrich, daß die mittleren und unteren Beamten schlecht weggekommen seien. Er geht aicd) näher auf die Finanzierung ein und Mpridn di? ^,nanzverl>altnisfe Es wirb nclwenbig sein, bemnächst eine neue Anleihe munebmnt zu müssen, unb durch die hohen Zinsen teridt!echtern sich bie öuntabmen des Staates Nehmen sic die Sackte wie sie loodnt: es wird außer orbentlid) bedenklich fein, mehr aiifzuwenden, loic jept Tast die Regierung die Zivilliste um 50 000 Mark erhöhte, darf nidu dazu verleite», nun für andere Stetten gleich tnintterttainenbe mehr zu fordern.
Tie Sitzung schließt gegen ’ .12 Uhr. Fortsetzung morgen mit ber gleichen Tageffordnung.
bas Tuell bedeuteten Man muffe daff Tuell al» Elan»eff bekärnp- frn Tarum beantragten feine Freunde uiu .
niffftrofen und Aberkennung der bürgerlich.» Ehrenrechte, wenn der Töter fidi einer ehrlosen Handlungsweise schuldig gemacht bat.
Ein Regierungsvertreter erklärte die obligatorische Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ivürde ber ganzen lenken » des Vorentwurfff nicht cntfprechen TXe BegrlNe irrnentlidK Verfchulbung und ehrlose (Hefimtung deckten sich nicht, so daß m ersterem Falle ein Zwang zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte ungerecht sei Ter Ausschuß vertagte sich dann bis »ach Weihnachten
Ter Ausschuß zur Errichtung eineff Kol oniakgerichl»- dose» verhandelte beule über einen nationalliberalen Antrag Tr. 3 u n cf, der die Auigabe» de» Kolon,algerichlffholeS einem ncuae- bilbeten Senat deff Reichsgerichts übertragen will Ein Eventualantrag desselben Abgeordneten will den Kolomalgerid«»- hof dem Reichsgerichte in der Weile angliedern, datz das (Mencht in Leipzig julammentritt, in der Besest.i 11 von 5 Mitgliedern entscheidet. von denen mmdeftrn» der Vorsitzende und ein Beisitzer Mitglieder beff Reichffgerichtff fein müffen, unb datz Best,mmunaen getrosten werben, burdi bie ein Abweichen ber Redttsprcchmig deS ffr>lon,alger,chtShoseS von ber des Reichsgerichtff im Znlcressc der RechtSenihe,t unmöglich gemacht wird
Ter Staatssekretär beff ReichSjustizanttö wandte sich «egen diele Anträge. Zn der weiteren Beratung ließen die verschiedenen Reichsämter ,:nh insbesondere and, da erkennen, daß für de» Zall der Ablehnung otvi Berlin ihnen Leip - zig als Sitz beff ffolomalgeriditshofcs lieber fei a l ff Hamburg. 3m Ausschuß ist bis jept ein Ueberwiegen der Freunde Hamburgs zu Ungunsten Berlins erkennbar.
Ter Dablvrüsungffauffschitß beschloß beute, dem Plenum die Ungültigkeitserklärung der Dahl des Abg. von Siebert Rv vorzuschlagen
Caii^wirtfdiaft.
hauptversammkuna des ffreio Nii'derzuchtpereinS Wirhrn für Postelikberger Biest
ließen, 11. Tca
Arn Tirnstag sand im Saale beff Lenzschen Felsenkellertz die olhcbrluhf Hauptversammlung beff .streiffveteins zur Züditung beff Vogelsberger Rindestatt Ter zweite Dorf«zende, Klein- Ohcsten, eröifnete die Versammlung und sicdachle in anerkennenden Sorten des geschiedenen bisherigen Bränbcnre 1 der Vcreunaiiug, des ffreisratff Merck, der mit großem Fnleresfe sich der Förderung der Zucht unseres heimischen Rindviehschlagcff nngenmnnten habe Er habe auch btc (Geschäfte beff Vereins verdienstvoll gelntet Slrciffrat Merck habe es entschieden abzulechnen geglaubt, eine Ehrung der Vernnffmitglieder bei feinem Scheiden entgegen zu nehmen. Trotzdem aber fchlage man vor, ihn zum (Fbrenmit- glied beff Kreisvereinff zu ernennen. Der Antrag wurde ein» nimmij» zum Beschluß er hoben.
Tie Vorstandswahl hatte das Ergebnis, daß Dehmom Klein- Gießen »um Präsidenten und Veterinärrat Dr K n e l l zum zweinni Prä,identen gewählt wurde. Taff Amt beff Rechners unb Schriftführers wird wie bisher dem Kroiffcnnlffgehilfen B ech- U) 0 I b bclaffen, sollte bieser aber auff irgend einem Grunde die Tätigkeit für den Verein niederlegen wollen, so nrirb an seiner Stelle KreiffamtSgehilse Schmidt als Schristsührer und Rechner gewählt.
Der vom Sekretär Sckwarz vom LandwirtfchaftSkammer» Aufffchiiß Gießen sgegebene Nachweis stellt fest, daß der KrriS» verein Gießen 2.32 Mitglieder, der streisvereui Schotten 291 Mitglieder zahlt Frn »reife Gießen stehen 18 Bullen imb 321 Rinder Vogelsberger Rane, die im Herdbuch eingetragen sind, im Kreise Schotten beträgt diese Zahl 30 Bullen und 599 Rinder. 3m Kreise Gießen verteilt (ich die Vogelsberger Reinzucht auf folgende 13 Gemeinden: BettenHaufen 1 Bulle 6 Rinder, Göbelnrod 1 Butte, 11 Rinder: Großen-Linden 2Bullen, 21 Rinder: Grünberg 3 Butten, 31 Rinder: Heuchelheim 2 Bullen, 72 R,»der Klein-Linden 1 Bulle, 8 Rinder: Lauter 1 Butte, 18 Rinder: Vn>- gester» 1 Butte, 15 Rinder: Cueifbom 1 Bulle, 18 Rinder: Stein- badi 1 Butte, 45 Rinder: Stockhausen 1 Bulle, 4 Rinder: Bauen» born Steinberg 2 Dullen, 43 Rinder und Weickartshain 2 Butten, 19 Rinder 3m Kreise Schotten stehen in 22 Gemeinde» Herd» bucht,cte Vogelsberger Rinder und zwar Altenbain 2 Butten, 20 Rinder: «cf nirob 1 Bulle 46 Rinder. BodenbMnen II 2 Bullen, 23 Rinder Breungeshain 1 Bulle, 15 Rinder: Wu enbor» 2 Bullen, 75 Kühe: Eschenrod 1 Bulle, 72 Rinder: Feldkriickon 2 Butten, 24 Rinder: Götzen 1 Dulle, 4 Rinder: herchenhain 1 Butte. I I Rinder: ÄaulftoR 2Rinder: Lardenbach 2 Dutten, 17 Binder- Rut ingsbain 2 Butten, 71 Rmdei: Schotten 1 Butte, 13 Rinder- sellnrot) 2 Dutten, 21 Rmder: Sichenbaufen 2 Dullen, 28 Rinder: inruhfteui 1 Butte, 9 Rmder: Unter Seibertenrod 2 Bullen, 54
duften Kravorkin, der Fürstensobn, und Tebogorn Mokriewitfch, der Mann aus dem Volk, cr.Vibkn ihr Loben nn Dienst der Rovolu tion Friedlichere Bilder tauchen empor in den Memoiren Bronners, eines Mönche.-, mit zarter cmpfinbfamrr Poetenfeele, unb in bei Siener» Saüdli Erinnerungen, ber ein stiller Lebensgen,eßer ’-cr Tatlachlfches, Grauenhaftes aus modernen Kriege» berichten b»uan. Rofen, Deressatew: die Kaiserin Katharina II. plaudert ihre F beimnnic aus, unb in bie französische Frembenlegton, durch Amerika und Kuba, rührt Erwin Rosen un», ein moderner Adon teurer und Romantiker
Es in nicht möglich, hier alle Werke der Memoiren Bidliothek autzuzablen, ihre Bedeutung in kurzen Worte» z» geben Tie Fülle des Interessanten ist zu groß? Mag dem einen und andern aber auch dies .mb bas stofflich fern liegen, mag er diese ober tene Tenf art u i w von jim weifen, selbst bann wird er stets das eine in all ken Memoiren finden und das ist ungeheuer wertvoll: das „volle senfchenleden". von dem Goethe uns im „Fauft" spricht Tas al* lei» schon bebt die Memoiren der Lup'schen Sammlung auf nn Niveau hinauf, das die Mehrzabl der Unter halt ungeromane und tagtäglichen Tbcaterftüde nickt entfernt erreicht hier meist ein unechtes, verzerrtes, konstruiertes Bild vom Leben, dort das Leben 'elbst in feiner unendlichen Fülle, mit feinen Gegensätzen, seinem Humor und seinem bitteren Ernst Tafaer auch der unbefckrnblicke (Henuf» beim Lesen dieser Bücher, der große innere (Ueroinn, bie Erweiterung unteres geistigen Horizontes
so ,st denn Oie Lutz's ehe Memoiren Si'oliothek ein Unternehm men, das wir freubig begrüßen müffen unb bem mit Reckt, wie bie tum Teil 'ehr hoben fluflageuffern t:- beweisen, ein glänzenber Erfolg beicbicbcn war Wer eine wtrflidi gediegene, belehrende, ba bei n,dn- weniger als rrodene Lektüre fuckt, bie ..bie Mitte hält »wi jdxn Studium unb bloßer Unterhaltung", der greife nach diesen dänden xie gebildete Männerwelt in erster Lin,e wirb ünben daß ihr hier em Bedürf gsstfllt wirb, das sie schon lange, halb unbewußt vielleicht, gefühlt bat.
d> n> e t «t f r J n U e r Franz schobert batte »ein 20. Lehcnsiahr »odenbet unb «and m brr Vollkraft feine* sdxr ten?, alff rr «enr Vrrronuna be« Goeib,fchm „Erlkönig" einem taoiigtT SfwtfbrHeget etmanbtr Durch rui Benehm wurve vieles Manuiknpt nicht an sduibert nach Sirr zurückgefanbt, einen NamenÄ^lter beff großen Liedenänger- an Den j/T'. km er 3 raitA sdäibm, ber ebenfallff komponierte unb mm der kirinen* eines zwei'.:» Mufikcrs Franz sdxiber: nickt« muFpr Zn ber großen S^mdert-PnbIikarmn, die Ovo Errch Deutsch te
I diesen -togm b-.t Georg Mütter Hcrauffaibt, finbet fick brr Bnei, | in dem der Dresdener Fran, Schubert sich aufff zornigste Dagegen verwahrt, daß er je ein derartiges „Machwerk' komponiert habe, er wittert schlimme llnttnebe und will baff Waranfnpt behalten, um ben „Vabron", der seine» guten Namen auf io schnöde Weise mißbraucht, zu stellen. Der Brief, der baff Datum beff 18. April 1817 iräqt unb an Sreirtopf unb Härtel nach Leipzig gerichtet ift, lautet: „Wertgr schützt er Freund . Nock mutz ich 3bnen rnrlben, daß ich twr ungefähr 10 Tagen einen von Ihnen mir ichützdarrn Dnef er halten, wo mir dieselben ein von mir fein sollendes Tiaxu» ’fnpr, ben „Erlkönig" von Goethe, uhericbidtrn, ,u meinem größten Erstaunen melde ick, daß diese Mnntate niernalff von mir komponiert worben: ich werde settnge in meiner VrNiahrung behalten, irm etroan w mabren, tver dergleichen Machwerk on 3bnen auf fo eine unbdflidx Art übersendet bat, und um auch btrien Padron zu emdeckm, der mnnm Namen so gemischrauck! llebrigenff bi» uh 3tnm für Tero gütige Ueberienbunn frruntndxiftltch verbunden unb verbleibe mit ber vollkommensten .Vncbadming Tero tn-rbuü^ jubfter 3ramb und Drd'" Franz Schüben, >lvnigl stirchme sompoitieuT."
- Hundetuberkulose 3n ber Pariser medizi» m.d-^n Akademie letzte Pror Eabiot-Alior: bie tzrgebnisfe feiner .Arbeiten auseinander und »tigre, daß tne hunderuberkulof- fast immer vorn Mmfehrn stammt daß sie befonoer« unter den Hunden ffu nicken UL welche twberfulöfm Personen gehörrn 3n Paris ist ihre Sterblichkeit 3—4 Pro-,, dreimal höher wie bie der Rotzen und rihumal wie bic brr Pierve Tie Tuberkulofe ist überaus häu- -ig unter ben hundrn, btc in gewissen önentlidm Lokalen schlecht- arbaltmen schankscktten. EafHs. Restaurants lebe», wo btt Doorn aeitötmlief» pon ba^llcnhaltenbem Auswurf verunreinigt ist, eine Tatiedx. die die Gefahr ber tiiberfulöi'en Anstcckunr iür bir- Mm- 'd**1 bxe an ötefm stellen leben und für bic Besucher beweist. Cbne Zweifel kann bet Hund, ber wohl im allgemeinen oom Mm- fthen tuderkulöff angdtetft wirb, die Tuberkulose wifb»r auf ibn übertra^m, sowie er mit offenen bazill ' n feerben behoftet ist. Aber bie e M glichke t barr man n'eb.’r inbezug truf häufigk'ft noch Gefahr übertreiben, nur ist es wichtig, darüber cuigeflirt zu fern. Mao ec hundetuberkulofe noch fo r-.rbr^tr: fein, Die G-fahr ihrer llebertragunq auf dm Nmfck» n ist in Sirfiid*;*ir febr gertn<, ''eiten unb unbeocutmb tm Verglich ,u j ncr, welche die 'Ätiiveckun- zwu'ckm Mmfck unb Mmfch mit fick bringt


