mif Hohknundst flach
GEORG AJASMATZI ArG.DRESDEN , GRÖSSTE DEUTSCHE
3
L%-
Can^wüHfc^aft
Preise für 100 Pfd.
45—49
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60 -55
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Die „Daily Mail" veröffentlicht heute die Fortsetzung der Schilderung des Unglücks aus dem „Volturno", die am Samstag in den „Evening News" erschienen war. Die Schilderung 'stammt von dem Maschinenmeister der „Daily Mail", Hart, der an dord der „Carmania" ist. Hart sagt: -Die Boote nahmen in schneller Aufeinanderfolge die Ueberlebenden auf. Einer nach dem anderen passierte die Rettungsleine. Seit Tagesanbruch kamen allch andere Schiffe, der „Czar" und der „Narrangasett" an. Der ziveite ist ein Oeldampfer, der in voller Geschwindigkeit an- kam und sich auf der Luvseite des „Volturnos" aufstellte. Nach einigen Minuten ergossen sich ans dem Schiffe zwei grobe Ströme Oel und leisteten der Rettungsarbeit der kleinen Boote am Heck des „Volturno" ausgezeichnete Hilfe. Um 9 Uhr wurden die noch übngen 521 Passagiere und Bemannung ohne Unglücksfalle an Bord gebracht. Jedes Schiff kreuzte nach verschiedenen Richtungen auf eine kurze Entfernung, um nach den Vermieten auszuschauen, die abgesahren waren, ehe Hilfe kam.
Ne w - Bo x k, 13. Okt. Eine Depesche vom Lloyddamp- fer „Großer Kurfürst" meldet: Als wir beim „Volturno" eintrafen, brannte der „Volturno" furchtbar. Durch drahtlose Telegraphie wurde festgestellt, daß das Feuer in dem Vorderraum infolge einer Explosion ausgebrochen war. Am Donnerstag früh um 7 Uhr loderten die Flammen aus einer Luke 80 Fuß hoch empor. Es wurde ermittelt, daß von der M a n n s ch a f t und den Zwischendcckpassagieren 50 durch die Explosion und das Feuer umkam en. Von sechs Booten des „Volturno" zerschellten drei, die leer waren. Ein viertes mit 40 Insassen kenterte. Alle ertranken. Zwei Boote mit GO bis 80 Insassen fuhren davon, sie sind jedoch anscheinend verloren. Ter hohe Seegang
kirchliche Nachrichten
Israelitische Religionsgesellschaft.
Gottesdienst.
Donnerstag, den 16. u. Freitag, den 17. Oktober 1913: Laubhüttcufcst.
1. Tag: Vorabend 5.15.
Morgens 8.00 Predigt. Nachmittags 4.00.
2. Tag: Vorabend 6.15, morgens 8.00.
Sabbatfeier am Id. Oktober 1913:
Vorabend 5.00.
Morgens 8.00, nachmittags 4.00.
LabbatauSgang 6.15.
Wochengottesdienst: Morgens 6.30, abends 5.00.
Gefahr der Beschädigung nicht ausgesetzt sind. Die Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von Fabriken, gewerblichen Austtllten und Arbeitsstätten, von Ver- gnügungs-, Bersammlungs- und Schankstätten <bei letzteren rn$6ffonbere auch hinsichtlich der Bedürfnisanstalten) ob. Pflichtwidrige Unterlassung der Beleuchtung würde, falls hierdurch jemand zu Schaden kommen sollte, die Entschädigungspflicht, sowie die strafrechtliche Verantwortlichkeit begründen.
FC. Wiesbaden. Viehbof »Marktbericht vom 13. C/t Auftrieb: Rinder 93 (Ockfen 50, Bullen 10, Kühe und Färsen ’33), Kälber 43, Ccbafe 26, Schweine 308.
Marktverkauf: Allgemein mittleres Geschäft, bei Großvieh bleibt geringer Ueberstand.
O ch s e n.
Vollfleischige, misgemästete, höchsten Schlacht- wertes im Alter von 4—7 Jahren . . . .
Die noch nicht gezooen haben ümaejochte) . .
Junge, fleischige, nicht ausgemäslete und allere aitSgeinnftcte Bullen.
Vollfleischige, ausgew., höchsten Schlachtw. . .
Vollfleischige, jüngere
Färsen, K n h e.
Vollfleischige auSgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes
Voll fleischige ausgemästcte 5lühe höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren
Wenig gut entwickelte Färsen
Aelle re ausaemästete Kühe und wenig gut ent» wickelte jüngere Kühe ....
Mäßig genährte Kühe und Färsen Kälber.
Feinste Mastkälber
Mittlere Mast- und beste Saugkälber ....
Geringere Mast» und gute Saugkälber . . .
Geringe Saugkälber..........
Schafe. c
Gebend- Schlachtgewicht
Weidemastschafe:
Mastlämmer und Masthammel .... 45,50 —00.00 Schweine.
Vollfleischtge Schweine von 80—100 k? Lebend
gewicht • . . . . 61-621/, 78-80
Vollfleischige Schweine unter 80 kg- Lebendgewicht 60'/,-61'/, 77—59
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebend-
IHärffe.
v'lcfeu, 14. Olt. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte kostete: 9 ttffer bas Vfund 1,05—1.16 9HL, fl-iihuereier l Stuck 9—10 Tfa., 2 Stuck 0 Vfa^ Enteneier 1 Stuck 10—0 Pfg., (tzänseeier ISt. 14 Pf., Käse da? Stück 6—8 Pfg^ Kasematte 2Stück 5—6 Pfg., Tauben vr Vr. 0,80—1,00 Ack., Hübner vr. St. 1,«>0—1,60 Mk. ^filmen in-. Stück 1,50—2,50 Ast., (5nten pr. St. 2,00—3,00 Mk.' Gänse das Pfd. 70—80 Pfa* Ochsenfleisch vr. Vfd. 92—100 Pfa? sstindfleisch vr. Pfund 90—94 Psg., Kuhfleisch 80 Pfg^ Schweine- fleisch vr. Pfund 90—110 Pfg., Kalbfleisch vr. : 94—9k lig.,
Hammelfleisch vr. Pfd. 70—96 Pfg., Kartoffeln vr. 100 Kg. 4.56 bis 5,00 Weißkraut das Stück 10 bis 20 '13fq„ Zwiebeln vet Ztr. 4,00—,00 Mk., Alilch das Liter 22 Pfg^ Nüsse 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk^ Birnen das Pfund 10 bi» 20 Pfg., Aepfel der Zentner 10 bis 22 TfL. Zwetschen der 5.00—6.0'i Alk. Marktzell von 8 bis 2 Uhr.
| nrschte bie Ueberncrhime der Passagiere unmöglich. Lab I „Große Kurfürst" hat 32 Personen ausgefischt. Am Donnerstag abend um 9.40 Uhr erfolgte die zweite Explosion. Am Freitag bei Tagesanbruch konnte man die übrigen Geretteten übernehmen.
Montreal, 13. Okt. Barn „Großen Kurfürst" wird drahtlos gemeldet, daß 40 Personen am dem „Bolrurno" getötet nnrrben, als die Explosion erfolgt. Der Kapitän ser verletzt und befindet sich aus dem Dampfer „Zkrvvnland".
London, 13. Okt. Humphrey Jones aus Liverpool, ein Passagier der „Carmania", erzählte einem Zeitnngs- berichterstatter: Als der Kapitän Barr die Lage erkannte, besaht er dem Telegraphisten, ihn mit dem Oel sch iss zu verbinden, damit dieses Oel auf die Dellen gösse, nm die bewegte See zu glatten. Die „Carmania" erlangte bald eine Verbindung mit dem Oelstlrin „Narragansett", dessen Kavitän eine beruhigend Botschaft zurücktelegravhierte. Am Freitag morgen brachte er den „Narragansett" zur Stelle und begann sofort Hunderte von Tonnen Oel in das Meer zu gießen. Im ganzen waren 11 Schiffe an jenem Morgen an der Unglücksstelle. Alle Schiffe beteiligten sich in glänzender Weise an dem Rettungswerk. Das Lelschiff verminderte die Gewalt der Dellen bckädxt« lich. Besonders ragte beim Rettungswerk der „Große üurfürstt* hervor, ebenso die Schiffe „Krovnland" und „Zar". ?ün Donnerstag ging die See den ganzen Tag so hoch, daß keins an der Stelle weilenden Schiffe näher an den „Vvlturno" Herangehen konnte, während das Feuer rtzsend fortschritt.
Liverpool, 12. Okt. )Die Cnnardgesellschaft erhielt die Meldung von der „Carmania", daß die 136 Er trunken en vermutlich diejenigen sind, di- versuchten, vor der Ankunft der „Carmania" an der Unsallstclle sich in Booten zu retten. Tie „Carmania" hat nur einen Geretteten an Bord und trifft morgen früh 5 Uhr in Queenstown ein. Eine andere Meldung von dem Cunarddamvser „Caronia" sagt, daß der „Bolttirno" am 10. Oktober abends 8 Uhr noch in Flammen gestanden hat.
Havre, 13. Okt. Der Vertreter der Compagnie TrauS- atlantique erhielt von dem Kapitän der „Touraine" eine Liste der Schiffbrüchigen des „Volturno", die sich an Bord befinden. Die Liste enthält 16 Oesterreicher, 12 Russen, einen De utschen, z»vei Holländer, zwei Italiener, einen Bulgaren, einen Rumänen und einen unbekannter Nationalität. Unter den Schiffbrüchigen befinden sich 39 Auswanderer, darunter zwei Frauen, zehn Kinder und drei Mann der Be- cchung. Mehrere Kinder wurden bei der Katastrophe von ihren Eltern getrennt. Die „Touraine" trifft morgen früh 8 Uhr hier ein.
C&eric&ufaal«
Das Pfandrecht des Vermieters an den eingebrachten Sachen.
Der Vermieter eines Grundstücks hat nach § 559 des Bürgerlichen Gesetzbuchs für seine Forderungen aus dem Mietverhältnis ein Pfandrecht an den eingebrachten Sachen des Mieters, das aber nach § 560 BGB. erlischt mit der Entfernung der Sachen von dem Grundstücke, es sei denn, daß die (Entfernung ohne Wissen oder gar unter Widerspruch des Vermieters erfolgt. Der Vermieter kann der (Entfernung eingebrachter Sachen nicht widersprechen, wenn sie im regelmäßigen Betriebe des Geschäfts des Mieters oder den gewöhnlichen Lebensverhältnissen entsprechend erfolgt oder wenn die zurückbleibenden Sachen zur Sicherung des Vermieters offenbar ausreichen. Sind Sachen ohne Wisset: oder unter Widerspruch des Vermieters entfernt worden, so kann dieser Herausgabe der Sachen znm Zwecke der Zurückschaffung in das Grundstück und, wenn der Mieter ausgezogen ist, die Ueberlassung des Besitzes verlangen. Vertragsuntreue Mieter suchen nun diesen Herausgabeanspruch des Vermieters häufig dadurch zu Nichte zn machen, daß .sie die ohne Wissen und Willen des Vermieters entfernten Sachen an Dritte veräußern. Damit erlischt aber der Herausgabe- anspruch des Vermieters keineswegs, vielmehr kommt es dann daraus an, ob diese Dritten, an die die Sachen veräußett worden sind, bei ihrem Erwerbe im guten Glauben waren. In einer kürzlich ergangenen Entscheidung hat sich das Reichsgericht darüber ausgesprochen, wie weit sich im Einzelfalle dieser gute Glaube zu erstrecken hat, und hat erklärt, daß der Dritterwerber unter U nist ä n d e n verpflichtet ist, beim Vermieter selbst a n- 8 u f r a g e n, cb die Sachen entfernt werden durften oder nicht. Der Sach verhalt dieses interessanten Streitfalles war der:
Der Bellagte O. l-atte im Hanse des Klägers in Berlin Rtiume zum Betriebe einer Brauerei gemietet und in die Miet räume unter anderem 11 Pferde, sechs große Bierwagen, viele! rt-aner, Bottiche usw. eingebracht. Bald nach Beginn des Miet-! Verhältnisses hatte er den grüßten Teil dieser Sachen aus ix-n; tUiu-träumcn auf das Grundstück des Mitbeklagten, einer Braue-! vergesellschaft in Neukölln gesellst,' die diese Sachen in Bentz genommen und zum Betriebe ihres eigenen Brauereibetriebeä verwendet hatte. Die Entfernung der Sachen war ohne Wissen des Vermieters, teilwetse sogar gegen dessen Widerspruch erfolgt Der Geschäftsführer der mitbeklagten (^sellschast kannte die zwischm O. und seinem Vermieter ausgebrochenen Differen^n.
Alle drei Instanzen lraben den Herausgabeanspmch des I Vermieters für begründet erklärt, das Reichsgericht aus folgenden Envägimgen: Die Anforderungen, die die Vorinstanz an den guten Glauben im Verkehr stellt, sind keineswegs 'überspannt, >venn sie ausführt, der Geschäftsfstbrer der mitbe- Tlagten Gesellschaft hätte unter den ihm bekannten vorliegeitden Umftänbcn beim Vermieter selbst an fragen müssen, ob er zu der Wegschaffung der Sachen seine Zustimmung gebe. Wie bereit! in einem früheren Urteile des Reichsgerichts ansgeführt ist, wird dadurch, daß die grobfahrlässige Unkenntnis bestehender Reckte der wirllicken Kenntnis gleick>gestellt ist, dem Erwerber in jedem Falle eine gewisse Nachforsckungspflicht auferlegt; es wird verlangt, daß er, wenn schon Anlaß zu Nachforschungen vorliegt einen solchen Anlaß nicht unberücksichtigt lassen darf. Das Gesetz gebt davon aus, daß ein gewisses Maß von Vorsicht geübt werde, daß Iber Erwerber diejenige Prüfung in Ansehung des Rechts seines Kormannes nicht unterlasse, die nach den gegebenen Umständen zu erwarten und deren Unterlassung schlechthin mit dem Verhalten eines ordentlichen Mannes unverträglich ist Zn einer Nachprüfung seitens der Aditbeklagten lag aber hier aller Anlaß ter.
t"""ickt 62-34 78—80
1 ettsch oeine über 150 kg Lebendgewicht . 577,-60 72—75
= 2aubaft, 13. Cft. Die Ernteergebnisse find in hiesiger Gemarkung für unsere Saitbroirte zufriedenstellend. Schon bte Heuernte war gut, wurde aber durch die im Jttli eingetretene Regenzett nur mit Mühe eingebracht: dagegen war die G r u m m e t e r nj e von guter Witterung begünstigt. Besonders gute und reiche Frucht brachten alle Getreidearten und konnten auch in den heißen Augusttagen bald und trocken eingefaßten werden. 25on der Obsternte haben nur die Zwetschen große Erträge ge- ''Gemeindesteuer.Rückstände. Unter den heutigen I dis°?zo Quantitäten wurden sie der Zentner ,u 8«
d'kaantmachungen der Stadt G. etzen befmdet Ln^is^
litt) auch die Mahnung des 3. Zieles Geineindestencr- unb I goben in ber ganzen Gemarkung nur strichweise eine Ernte. Bei Kanalqebührcn. Die Zahlung kann noch bis 30. Cffobcr ber fl^dtischen Obstversteigerung, bei der viele auswärtige Ländler einschtteßlich ohne stoßen bei der Stadtkasse erfolgen. Nach wurde die Gesamtsumme do.i 969 Mk crnett. Der
W^nL etfo69th bic roo6A’, 5Ü5'm«ÄÄSSX
edlo6cn werden. Am 27. und 31. Oktober diesem Jahre reichlich und gut geerntet. Tie Kartoffeln werden tst bie stosse geschlossen. | mit 4—4,50 Mk. der Zentner verkauft.
Kreis Lauterbach. .—
a. Lauterbach, 13. Okt. Heute Nacht brannte die m Sporr.
oeS>trfte b,"efe4™Stadt durch Feueralarm plötzlich «"sp-rt <r»n-L‘ T?°tzd°.n “bie”'l,testa°"°M°nn!chän mU
geweckt. Cljc jebodj bie Feuerwehr ihre Hilfe bringen konnte, mehreren Ersatzspielern antreten mußte, lieferte ste dem G3egner inar bic Halle schon so wett abgebrannt. Das Stroh, sowie ein gleichwertiges Spiel unb konnte schließlich knapp mit 3 : 2 Toren ^retthwagen unb Motor und sonstige Gerätschaften würben I gewinnen.
ein Raub ber Flammen. Die Dreschgarnitur hatte einen Wert --
von zirka 5000 Mark. Halle, sowie Treschwagcn unb Motor
d°"°n K m-i>?d-r'atswa hl machten' ™ 6 U° u'ÄÄeÄ ® bS
berechtigten nur 134 Gebrauch von ihrem Stimmrecht. Die z» Alsleben a. S. (Prov. Sachsen) war Ahfleld zuerst a. o. Pro- btshertgcn Gemeinbcratsmilglieber I. Jost II. unb I. I'eflor und Hebammenlehrer in Leipzig und folgte 1881 einem Rufe Löffler III. wurden mit 114 bezw. 106 Stimmen töic^ I "ach Gießen als Nachfolger stehrers. Jin Jahre
dergewählt. Neu wurde Herr Joh. Hch. u sing er mit 81 1883 'lc^Ite uach Marburg als Nachfolger Totzrns über.
Stimmen gewählt. I — ~ie dein 9lmte e.nes Cnstos der geologischen Sarnm-
, r I lung verbundene Öaeckel-Pro'esfur für Geologie und Paläontologie
Kreis Wetzlar. an der Universität Jena ist vorn l. Oktober d. I. ab dem Privat-
— Crumbach, 13. Sept. Am Sonntag hielt Pfarrer dozenten Profeffor Tr. Wilfried v. Seidlitz in Straßburg i. C.
st u nz hier zum letztenmal Gottec-dienst. Den nunmehr seit | übertragen worden.
10X Jahren hier wirkenden liebenswürdigen und nflichteistige» ' ---------- '■ ■■■■■■
Geistlichen sieht man, wie man uns von dort schreibt, ungern ZllM Brflüö ö?*>
ßbelden. Herr stunz hat ein Amt als Pfarrer in v a i g e r an- Q < ll‘, 'UVilLmO.
genommen. London, 13. Ott. Gestern abend spät ist ein Funkentele-
Heffen-Nassau gramm emgetrofsen, in dem der Geschäftsführer einer hiesigen
1O' sr ., T, ... ?^<lgsbuchhandlung, der sich auf der „Carmania" befand, über
)(SHccbcrg, 13. Okt. Bürgermeister Johannes Kell 3. das Unglück des „Volturno" berichtet. Der Bericht beruht auf der wurde au| eine wettere Amtszeit von 8 Jahren einstimmig Erzählung eines Deutschen
w i ebcrae wählt. Alter Sitte gemäß würbe bem bewähr- Namens Walter Tr intevobl brr nnn hm- Onrmnntn" aP ten Oberhaupt eine mächtige Tanne gesteckt. Der Turnver- I räS mur^ ^rtntepohl, der von der „Carmama ge-
ein brachte abends ein Ständchen. Am Donnerstag früh ertönte Feuerlärm. Alle Passagiere
— Weilburg, 13. Okt. Der langjährige Vorsitzende geweckt und sie wurden geheißen, auf Deck zu gehen. Auf des Kreiskriegerverbandes, Prof. Hauptmann d. L a D 1. wurden dte Rettungsgürtel verteilt und angelegt. Es G r o v i u s befahl dieser Tage sein 5 0 j ä h r.i q c s M i l i - 9°^;..UnJ ^0 Uhr ging man an die
tärjubiläum. Der Kreiskriegerverband Äs Oberlahn-
reicht ^?ut, seinem Vorsitzenden eine Ehrengabe zu über- aber sagen, daß die Mannschaft, die aus Deutschen unb Belgiern erchen, btc er int ^nterc^e fr an fer unb notteibenber ^te-1 bestand, sich sehr schlecht benahni. Die Passagiere rannten wild ranen verweitben soll. duAArmtchEr. ^ie Mannschaft schien zu glauben, daß sie Anspruch
X Bad Orb, 12. Okt. Nach langwierigen Verhandlungen, auf dre ersten Plätze hätte. Anstatt Ruhe zu schassen, vermehrten die, wie oemelbet, dazu führten, daß Militärfiskus und Stadt- bie Panik. Der erste Offizier übernahm dcm Befehl für das erste gemeinde Obergutachter ernannten, ist der für den Trupp en- Boot. Wer obwohl er zuerst Frauen und Kinder retten wollte, Übungsplatz des 18. Armeekorps benötigte Teil des prächtigen waren die meisten Jnsasfen des Bootes Mitglieder der Mannschaft Stadtwaldes in der Größe von 1040 ha 62 ar 90 qm zu dem Preise ^.-as erste Boot wurde, afö es das Wasser berührte, gegen das Schiff von 2 570 000 Mk. an die Militärverwaltung abgetreten worden, geschleudert. Es brach entzwei und alle Insassen ertranfen. Das Wie das Kriegsministeriun, hierher mitgeteill hat, ist vom Reichs- rivette^Boot lvurdc ebenfalls beim Herablassen zertrümmert unb Militärfiskus diese Abmachung angenommen worden, alle Insassen ertranken. Diese Boote mären mittschiffs. Drei Zn dem festgesetzten Preise sind auch sämtliche Nebenentfchadigungen, andere Boote, die hinten am Schiffe waren, wurden nun herab- fo die Entschädigung für den mit 100 000 Mk. bewerteten Basalt-1 gelassen. In derem einen befand sich der vierte Offizier, aber ich fieiubrud). sowie für die auf 200 000 Mk. geschätzie Iagdzuckt, ent- s^iß nicht, in welchem. Alles war verwirrt und die Insassen hallen. Die Intendantur des 18. Armeekorps ist angewiesen I stürzten ins Wasser. Sie ertranken ober wurden erschla- worden, über den durch die Annahme nunmehr zum Abschluß ge-1 S£_n- Trintepohl sagt, daß fein einziges Boot wegka in. fommenen Vertrag noch eine besondere Vertragsurknnde zu errichten I ber Kapitän sah, was vor sich ging, schnitt er das Tauwerk unb die Auszahlung des Kaufpreises vertragsmäßig zu bewirken. I durch, so daß die Boote nicht herabgelassen werden tonntest.
Trtntepvhl sagt weiter: Die Heizer kamen an Teck und weigerten stch, iDtebcr zurückzugehen. Der Kapitän zvg einen Revolver und trieb sie zurück. Doch bald darauf, als das Feuer sich ausbreitete, gaben sie es auf, die Maschine zu bedienen. Als die „Carmania" in Sicht kam, ließ der Kapitän alle Frauen und Kinder auf eine Seite gehen und die Männer auf die andere Seite. Er hatte die Brücke wegen der Hitze verlassen müssen und befand sich auf dem Hinterteil des Schiffes. Die Frauen wurden hysterisch und schrien und lachten. Als die Explosion erfolgte, sprang Trintepohl über Bord. Nachdem er eine Stunde im Wasser gelegen hatte, wurde er von einem Scheinwerfer entdeckt und gerettet. Seine Stiefelsohlen waren halb durchgebrannt.


