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23.9.1913 Erstes Blatt
 
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10 ft cm

Sevt. Zwischen der Stadt

L. Friedberg,

Georg Wagner hatte abgclehnt. Für ihn von denen Kaufmann

hier ob» 0116311- mit 95,

die die mit mit

Dcrroottnnn und sämtllchen Grundbesitzern hat eine Einigung über die Abtretung deS Geländes für die neue Kaserne statt- gesunden.

3. Zimmer III. mit 93 uud Hch. Hofmann I. mit 91 Stimmen wiedergewählt.

Kreis Friedberg.

Hessen-Nassau.

b. Frankfurt 0. M., 22. 3c»t. In einer Bäckerei der Altstadt trug iid> beute abend ein blutiges L i e b e i b r a m a zu Der Än-Maufer Johann Bastian verfolgte die in der Bäcker ! tätige Verkäuferin Matharinc 5rf) a u b a u » 3 dio t tf n l Cberi- fonaesetzl mit Lirbe-anträgen, wurde aber stets obgerrä-.'sen. Heul, abend naeb 7 Uhr gab er aut das Mädchen mehrere ?*ürc <ib die es tdblieb verletzten Eine Reihe ixm Schüssen ging fehl und fdtlug burcb die Haustür unter die sich mznnichcn angefammelte Menschenmenge, ohne aber Schaden anrnrichten. B a ft t a i£ lies darauf in den $>of und tötete s i d> durch eine^n «tbufi in die Schläfe Da mehrere Schüsse aus die s;traue gebruegen waren, glaubte die Polizei anfänglich an ftnrn rauderuchen Urtnfan und liest die Tür durch dte Feuer- wehr aufspre,gen. Ter Bainan battr erst vor einigen Bocken eine 30momul,che Gktängiumaic in Tu; verdutzt, iverl er 1 3 IJll am i-chau'pieltzausc einem Manne den Bauch ausaeschtiyt hatte.

. h »ksurt a. M., 22 3a* Tw im Stadtteil Bockenheim wohnende W ( ä 1111 von L attendach versuchte sich gestern durch r.,uchtga- -u vergttten, wurde aber daran gehrndcrt. -211= sie nach

wegen hohen Alters eine Wiederwahl waren mehrere Kandidaten aufgestellt, C. Grölz den Sieg davontcug.

Kreis Alsfeld.

Anna Fürstin zu ysenburg und Süüingen.

Am 21. September starb zu Bad-Noul^-im, wo sie zur Kur weilte, die Fürstin Anna zu -Isenburg und «ubtngen in Wächters bach, die 6kmal)lin des Fürsten Friedrich Wilhelm, im 62 Lebens­jahre, an dem Tage, an welchem vor 26 Fahren ihre Schwieger­mutter, die Fürstin Auguste zu -Isenburg und Büdingen, im fürstlichen Erbbegräbnis in Wächtersbach ict erlief) beigesetzt wurde. Die Perswrbcne erblickte am 25. Februar 1852 in Prag als Toaitrr des verstorbenen Felomarfchall Leutnants Prokop Freilrerrn zobr* zenskv von Dobrzemtz das t'icht Der Welt. Am 16. September 1879 vermahlte sich die Verstorbene mit dem damaligen Erbprinzen zu -Isenburg und Bübingen, nachdem kurz zuvor Kaiser Franz Joses von Sesterreich sie in den Grasenstan.'i erhoben batte. Ter Ebe entsvrosscn ein Sohn, der Erbprinz Ferdinand Maximilian, und fünf Prinzessinnen, von denen drei vermählt sind. Mit der Verstorbenen ist eine groste Wohltäterin der Arnien und Bedrückten dabingegangen. Tie Beisetzung findet am 24. September in Wach- terSbach statt.

Fürstin Anna war eine Tante der in Heidelberg so jäh ver­storbenen Prinzessin Sophia von Sachsen-Weimar-Eisenach.

vereinrnachrichten.

* Turnverein Gießen 1846. Zu dem am Sonntag

Oanöcl und Dcrfcbr, L>oir»ivirtfcbaft. Neuerungen im ostverkehr mit Oesterreich und Ungarn.

Zm Verkehr -wischen Deutschland, Oesterreich und Ungar« dürfen die Aufschriften von Einschreibsendungen und Palne« ohne Wertangabe mit Tintenstift geschrieben, sowie nut der Vorder- und Rückseite des Abschnitt s der Postvaketadresie »no Postanweisungen Zettel mit Mitteilungen, t^'ckwfrsanzciOM, .ibbtloun um usw ausaeklebt werden. Die 3uftdlun 1 1 on Ei l - sendungen IN den Nachtstunden von 10 Uhr abenos bis 6 uhr nib kann der Absender dadurch verlangen, daß er auf der 6e*"linl den Vermerkauch nacht»" oder einen äbnhdten Vermerk «mrir tL ,'rnier ist es >m . rf jr ;ivnd 1 Teutschland und Sester,ich nicht auch Ungarn ftattbaft, uncntwertcte oder entwertete 0 p-

Der Fall Rosenthal vor der Strafkammer.

G i e st e n, 23. Sept.

Heute vormittag begann unter dem Vorsitz des Landgerichts- . 1 itorruS die Verhandlung gegen den Csinmobili.m- matlfr Zfak Rosenthal und dessen Schwager und Prokuristen D'illn Bar in an n, beide aus Giesten. Tl? Anklage vertritt Staatsanwalt T r ü in p e r t, während beide Angeklagte von Rechts­anwalt Kaufmann verteidigt roeroen. Der Andrang zu der Verhandlung, die um 8'2 Uhr ihren Anfang nahm, ist ganz ge­waltig. Es sind im gnzen nuir 27 Zeugen zu vernehmen.

Nach der Anklage fallen dem Angeklagten Roscutl-al 43 Fälle des Betrugs und ber Untreue zur Last, bei denen es sich um den Betrag von rund 130 000 Mark handelt, um ivcldje die Opfer geiebäbigt sein sollen. Ferner ist er beschuldigt 12 schwerer Ur­kundenfälschungen, bei baten es sich teilweise, wie im Fall Born- gässer, um Blanlettwechselsälsrlmngen dreht, doch handelt es sich dabei nicht um bedeutende Beträge. Bärmann ist angeUagt der Unterschlagung von Beträgen, die in dem Restaurant Felsing in der Marktstraste von iaNreichen Gästen für die Weihnaelstssvar- lasse eingezahlt wurden, er wird beschuldigt einer schweren Ur kuitdensälschung, die ebenfalls bestehen soll, und weiter der Bei lstlfe verschiedener Urkundenfälschungen, die Rosenthal begangen haben soll.

Bei der Vernehmung der Angeklagten, die längere Zeit in An spruch nimmt, gibt Rosenthal teilweise zu, gefehlt zu haben; er habe nie die Absicht gehabt, jemand um Geld zu bringen, die schlechten Verhältnisse in den letzten Jahren haben dahingeführt, das; er fremde (Helder verbraucht bat. Drc ihm zur Last gelegten Urlundeiifalschungen, besonders soweit eS kick um Dlankettfäl fchungen handelt, bestreitet er entschieden. Bärmann bestreitet ebenfalls seine Sckmld, auch betreffs der Weihnachtssparkasse: den Sparern sei bekannt gewesen, dast er die eingelegte» Beträge nicht deponiert habe. Wenn er als Prokurist einen Gefälligkeitswechsel, den Rosenthal blanko angenommen, in die Kasse gelegt bat, über 900 Mark ansgefüllt bat, so hat er nicht gegen eine Vereinbarung gclxinbclt, die angeblich zwischen dem Akzeptanten und Rosenthal bestanden haben soll, wonach daS Papier nur über 300 Mark in Verkehr gebracht werden durste. Er bat von einer solchen Ver­einbarung nichts gewustt. Durch die «""ssage des Rosenthal wird der Angeklagte Bärmann int übrigen sehr entlastet.

Als der Angeklagte Rosenthal den Saal betritt, hört man im Zuhorerranrn und bei den Zeugen einen Ausruf deS Erstaunens. Rosenthal sieht bleich aus, ist ziisammengesallen und offenbar ge­altert Bärmann bat sich nicht verändert. Beide blicken offenbar beschämt vor sich hin, als der Vorsitzende die Namen der Zeugen verliest.

Im Sitbörerrtnim fehlt diesmal jede Sitzgelegenheit: sie ist entfernt worden, weil bei der letzten Verl andlung gegen Töll Bänke und Stühle beschädigt wurden. Die fehlenden Plätze ergeben den Vorteil, dast sich mehr Zuhörer im Saale aufhalten können.

Ter ßeugenaufruf erbrachte eine kleine Wtäubigcroerfammlung. Ter interessanteste Zeuge wird der Fabrikant Spiest von Hornburg fein, für den Rosenthal angeblich zuerst und schon seit Fahren groste Beträge durch Wechselverkäufe besorgt haben will, um ihm 311 helfen. Spiest ging in Konkurs, wobei Rosenthal groste Summen Verloren haben will. Spiest wird zuletzt vernommen tverden. Auch mehrere geschädigte Witwen befinden sich unter den Zeugen.

~ Storndorf, 21. Sept. Gestern fand hier Gemeinderatswahl statt. Wiedergewählt wurden Herren Earl Georg mit 65 und Hch. Hamel I. 45 Stimmen. Neu wurde Herr Herrn. Geldenberg

45 Stimmen gewählt. DaS auSzufcheidende Mitglied Herr

Tiploinatie bat selbst unteren Freunden gege iliber die Znterenen von den Gefühlen zu trennen.

Der dem Quai d'Orsay nahestehendePetit Pa- risien" erklärt: f

Häusig erstarken die Freundschakten, wenn nach einer leichten Schwieriakeit eine ehrliche Aiisenianüerseiziinq edotqt ist. Die französisch-griechische Brüderlichkeit wird morgen stärker denn ie sein.

Auch dieFranc e" und einige andere Blatter erklä­ren, das; Der Trinkfvruch für Frankreich befriedigend sei.

Paris, 22. Sept. Ter Präsident der Republik, Poincars, besuchte den König der Hellenen in feinem Hotel. Beide Staatsoberhäupter unterhielten sich vierzig Minuten herzlich miteinander.

fangen. Daraus folgt: Man spiele den Parsifal nicht 'gerade an den kleinsten Hof und Stadttheatern. Nicht ui häufig, auch in der ersten Zeit nicht mehr als einmal wöchentlich. Möglichst (wie in Zürichs am Sonntag nachmittag Keine austergewöhn liehen Preise, die nur Pöbel anlocken, die Wirkung aber, und damit auch den Erfolg, schädigen Nach angemesfener Zeit, mög liehst bald, möglichst vide Volksvorstellungen Grundgedanke 1»er Inszenierung: Ein religiöses, tief menschliches Weihespicl

Ein Mysterium Man achte daraus, alles Lpernmästige und namentlich die Wagner Allüren, von berenten Probe an aus lutrcibcn. Man achte besonders auf den Tenor und die Prima' bonna. Parsifal: Mein Wagnerheld im herkömmlichen Sinne. Kein junger Siegfried mit nackten Waden und bimmelnder Ver zückung. sondern eintumber", aber nachdenklicher versonnener Mensch, der im ersten Alt ungeschickt, linfifd. oerträumt sein kann, im zweiten gleichsam envacht, tm dritten bewusst Erlöser und König wird. Durch bitic Persönlichkeit harr kein Rist gehen' Anzudeuten ist aber sehr diskret ein snmbolifcher Ebristus. Etwa im letzten Akt durck, Mantel, Barttrachi hier 1 fzr nicht barklos!, Glanz der 'Gestalt (Belenchtung!^ Alle Altersstufen, selbst grösste Zugendlichkeit des Sängers, werden ihre eigene Wirkung tun. Erforderlich sind nur Einsicht und schlichte, feine?- Wegs manirierte Würde - «unbar Wer je in Banreuth Anna Dahr-Mildenbnrg gesehen bat. kennt die ideale Verkörperung der Gestalt und weis Br-cheid in jeder (rinselben 3ehe Sängerin von einiger Menschlichkeit wird trotzdem ans Eigenem gestatten können, ohne geradezu eine Kopie ui geben Munhrn sollte, wo eine Badl möglich ist. nicht eben die iüngftc Sängerin sein Man must da mehr erlitten haben, als einer ui den Zwanzigern meist zukommt. Crcbefter und Ebor »mb ungewöhnlich wichtig. Wo sie nicht miSreichen. »'ind sie zu verstärken, und nut beionivrrr Sorgfalt au schulen Die Männerchöre sind, wenn nötig, durch Ver

, eine am £rt ;u ergänzen, die Frauen »Blumemnädchen^ durch Solisten und Gesangschülerinnen zu führen Die Streicher müssen genügend stark, d^is Orckwster sollte verdeckt fein Die 3n»trumer tation setzt den Minna be verdeckten £ r v ster« voraus' Stil der Dekorationen: Möglichste Einfachdeit' »eine rklichk-ns Malerei? '?lb<r auch keine überflüssige Stilisierung! Es »ollen schon wieder einige Maler unb Regisseure nae Spanien unter* nk'gt- fein, um den Gralsberggetreu" abzullatfchen . . .

132, 4. Hans Hauser 127A, . ...

6. Ludwig £?rt unb Ernst Freitag 121, 7. Karl Braun 123'/,, 8. Hermann Mrämcr und Emst Weisel 122, 9. '.'Idols ' tioan und ftarl Zcklcr 120'/.., 10. Willi Kövpen und Rrch Arnold 117, 11. Heinr. Brann 113, 12. 'Carl Weber 112'/,, 13. '.11b. Bruno 106, 14. Emil Mrämcr 104'/., 15. Paul Bepler unb Aug. Wolf 102'/,., 16. Jos. Weder 100' .> Punkte. Zn per Schul er-Ober­stufe erhielten Preise: 1. Karl Urban 90 Punkte, 2. Ernst Sommer und Hch. Wisker 89, 3. Mfurt Pfeifer 88, Wilh. Maus 85, 5. Lbw. Deibel unb Heinr. Zutt 84, 6. vöcorg Schubccker 80'/., 7. Christian unb Wilh. Ruhl 79'/., 8. Ang Hölscher 78*/., 9. Karl Hom 74*/., 10. Karl Keiner 74, 11. Eg. H.mrmel unb Hch Vogel 70, 12. "3ul. Wisker unb Ctto Wittkopp 68*/., 13. Robert Cito 68, 14. Hans Ruhl 67, 15. Marl Schäfer 66*/., 16. Walter Wahl 64*/. Punkte. In der Schüler Unterstufe erhielten Preise: 1 Hch. Hölscher 86 Punkte 2. E. Mulm 81' 3. Ctto Münch 79' ., 4. Will). Philipp 75*/», 5. Hans '.'oll 7T>, 6. Hch Moppen 71'

7. Willi (hmgnagcl 69, 8. Hch Rath.'s 68 P, 9 Ludw. Vogel 64, 10. Alb. Paul 62*/., 11. Otto Meiner 55* , 12 Hans 'trart 55, 13. Fritz Pfeiffer 54, 11. Otto Rühl 33*/., 16. Wg. Wahl 51' ., 16. Mart ftuef» 49*/,, 17. Hugo Philippi 45'/., 18. Fritz Schäfer 43, 19. Hch Lepper 39'/, Puckkte Nach der PreiSverteilung bot

vücherlifch.

Eine neue Methode zur Heilung von Krebs-, krankheiten und krebsartigen Wucherungen, fixe Lupus, treffende Fleckste, vorgeschrittene Formen von :M<schlechtS- kranthstren, Skrophulose usw. teilt W. Sumo in einer soeben erschienenen Brofckrüre ,,Rationelle Krccho- unb LupuS- kuren' -Verlag M Rohm, Lorch, Württemberg), mit. DaS grund­sätzlich Nme dieser Aun'afsung ist, batz die jraglichen Krankheiten, entgegen der d.rrfchendcn 2lnschauung nickst örtliche Erkrankungen der betreüenben C rganc sind, an denen sie zum Aufbruch kom­men, sondern ur'.rchlich auf einer eigenartigen Verderbnis von Blut und Säften beruhen: inüigcbenen tat die Heilung nicht auf dem Wege des operatmen Eingrif's y; erfolgen, sondern auf dem Wege der Befertigung der M ranfhertsurfachen. Sind die Krankh.rt.'Ursachen befcitigt, dann ist die Rückdrldung deS Krebs- geschwür. oder brr bösartigen Wucherung eine nanrrgesetzliche ^.»Ige: soweit Organe idrrt örtlich rftört sind, wird deren Ausheilung durch besondere Mittel .gefördert. Ob Hrrr Surna wirklich damit etwas Neues und für die Menschheit Nützliches bnngt, müssen die Aerzte untenuchcn. T. Red.)

Außenstände ohne losten ertoifltei* ein* ziehen nach neue m Verfahren. Unter dielem Titel ist soeben bei Einit Adigt zu Wiesbaden von Dr. jur. Ed. Rarlrtnepet von der aememnüy'gen RechtSau5klin'tostelle neubearbeitet der oraktifche Ratgeber für deutsche bMäubigcr mit gebranch^'ertiqen Formularen erschienen, der nur 75 Pig. «Porto 10 Psg., kostet.

(Sg. Hill erzielte 31 Stimmen. ES waren beinahe bibaten aufgcfteUL

Kreis Lauterbach.

~ Wallenrod, 21. Sept. Bei der gestern gehaltenen EemcinderatSwahl wurden die scheidenden Mitglieder: Herr IohS. Schwarz

statt gesunden en Vereins Abtumen hatten sich morgens 8 Ubr 90 Turner, Zöglinge unb Schüler cingefunbm, um »ich an dem Wetturnen zu beteiligen. Der Vormittag würbe durch volkstüm­liches Turnen ausgefüllt, währenb nachmittags baS (Hcrätetnnwn begann. 'Jiadtbcm dieses beendet tvar, traten die aktiven Turner owic Zöglinge zu den allgemeinen Freiübungen an, die äußern craft ausgeführt unb von dem zahlreichen Publikum mit starkem Beifall ausgenommen wurden. Ein schönes Blld war «#, als die Schüler des Vereins aufmarschierten und hübsche Stabnbungen zur Vorkührnng brachten. TAar hier der Btnfall der Zuschauer chon sehr groß, so Steigerte er sich noch ganz bcbcutenb nach einem, ebenfalls von den Schülern auf geführten Fabnenreigen. Dem Turn- wart Marl Erb fei für seine große Mühe unb auropfembc Tätig­keit beim Einstudieren dieser Hebungen gcbanlt AberrbS 9 Ubr sand in der Turnhalle die Preisvcrtcilung durch ben Turnroart tatt. In Der Oberstufe der aktiven Turner erhielten Preise: 1Her­mann Neuser 81 Punkte, 2. Franz Sauer 78, 3 Hch. Hauser 72*/,. 4. Ludwig Becker 65*/., 5. Hans Harihaufen 63'/,, 6. Marl Lmk 63,7. Friedr. Bellof 57, 8. Hck' Pf ml 52, 9. 5^-mtr Zawar 49, 10. Eg. Bellof 44 Punkte. Zn der Zöglings-Oberstufe erhielten Preise: 1. Wild Schneider 129*/, Punkte, 2. Marl Strack 128, 3. Rud. Möhler 123*/,. 4. Georg Dahmer 121*/., 5. Ernst Schnei- der 119, Eg. Maifcr 109'/,, 7. - arl Sonimer 109, 8. Albert ReeS 103 Punkte. Zn der Zögling Unterstufe erhielten Preise: 1. Karl Albert 135 Punkte, 2. Hans Becker 133*/», 3. Muri Fischer

5. Eg. Amend unb (Hg. Töll 127,

Aus Stadt und Land.

Gieben, 23. September 1913,

* LanbesuniversitLt. Ter Erostherzog hat den ausierorbentlichen Professor an der Universität stiel Ta:. Hans E m e l i n zum orbentlichen Professor in der juristischen Fa- I ultät der Ämbesuniversität Gießen mit Wirkung vom 1. Lk lobet 1913 ernannt.

* Ordensverleihung. Ter Eroßherzog hat dem öniglich Preußischen Kammerherrn unb Äobinctterat a. D. Dr von Behr-Pinnow in Berlin das Lrmtturkreuz 1. st lasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.

"FnbenRuhestanbversetzt wurden am 13. Sep­tember b. I bet Lehrer an der Volksschule zu Nieber-Flor- labt, Kreis Friedberg, Ludwig H e ch l e t auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner fünfzigjährigen treuen Dienste, vom 1. Oktober b. Zs. an und der Lehrer an der Volksschule zu Darmstadt Marl Fölsing auf fein Nachfuchen, unter Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen treuen Dienste, vom 1. November b. Zs. an. Der Eroßherzog Hal am 20. September b. Zs. den Bezirkskassierer ber BczitkSkasfe Eroß-Umstadl, Renbant Nicolaus Werner zu Eroß-Um- labt, vom 15. Oktober 1913 an, unter Anerkennung seiner angjährigen treuen Dienste, auf sein Nachfuchen in ben Ruhestanb versetzt unb ihm aus biefem Anlaß den Charakter alsRechnungstal" verliehen.

** Steuerwesen. Erledigt ist die Stelle des Be­zirkskassierers der Bezitkskafse Groß-Umstadt vom 5. Oktober b. Zs. ab.

Stadttheater. Interessenten, die keinen Prospekt erhalten haben sollten, werden höflich ersucht, sich einen solchen im Theaterbureau geben zu lasten. ES sei auch an dieser Stelle auf daS Theaterzettel-Abonnement hingewiesen, bei dem für ben geringen Betrag von Mk. 1,50 sämtliche Theaterzettel ber Spielzeit ins HauS geliefert werben. Selbst­verständlich steht auch Nichtabonnentcn dieses Zettel-Abonne­ment offen.

* Durch Eas beinahe erstickt ist am Samstag nachmittag ein Dienstmädchen in einem Haufe der Eoethe- straße. Man fand es schon beivegungslos in ber Küche in der Nähe bes offenen Gaskochers an bet Erbe liegen, an dem, >er heruntethängenben Schlauchverbindung das Gas ent» trömte. Durch Sanitätstat Dr. Schliephake wurden erfolg­reiche Wieberbelebungsversuche üorgcnommcit unb das Mäd­chen in die Klinik verbracht. Ob ein Unglücksfall ober die Absicht des Selbstmotdes vorliegt, ist noch unaufgeklärt.

Landkreis Gießen.

# Heuchelheim, 22. Sept. Unser Torf hat feit gestern zwei Bürgermeister, bie regieren, unb zweimal Kirmes im Fahre. Tie Unlcrgäfi'cr fühlten sich beschwert, baß in biescm Jahre ihr Teil des Dorfes von den Mirmesftcuden fast gar nicht berührt worden ist und beschlosfen, für sich allein eine Kirmes abzuhalten. Man wählte zu dem Zweck einen Bürgermeister, der allerdings die kreisonttlickre Bestätigung nicht nötig halte, und feierte am Sonntag in ber ortsüblichen Weise Kirmes, bei der sogar eine harmlose Keilerei bei dem Tanz nicht fehlte. AU unb jung, Gin-- heimische unb Frembe haben sich bei der Untcrgässcr $eran|taltung 0 großartig amüsiert, baß man beschlossen Hal, das Fest im nächsten Iahte zu roieberholen. 1

1. ftlei n-ßinben, 22. Sept. Sein 25j ährigeS Jubiläum als Schreiner in der EifenbahnbettiebSwerkstätte Eießen beging am Sonntag Karl Neurath zu Klein-Linden.

+ Mainzlar, 22. Sept. Der Obermeister Halbe von bet Chamvttefabrik, der im Steinkotler schwer ver­unglückt ist, erlag feinen Verletzungen am Samstag abend.

Großen-Buseck, 21. Sept. Bei ber gestern vor­genommenen Gemeinderatsivahl würben die aus« scheibenden Mitglieder Heinrich Wagenbach IV. mit 202 Stimmen, Heinrich Pfeffer mit 192 Stimmen, Christoph Schmi bt V. mit 171 Stimmen wiebetgcwählt.

= Lich, 22. Sept. Wachtmeister Meßmer ist von hier nach Alzey versetzt worden. Man sieht diesen pflicht­treuen unb gewissenhaften Beamten ungern von hier scheiden.

t. Inheiden, 22. Sept. Tie EcmeinderatSwahl, zu der zwei Listen ausgestellt waren, hatte folgendes Ergebnis: Eg. Mourad Weil 36 Stimmen, Heiirrich Zakob 40 Stimmen, Wilhelm Zakob 45 Stimmen.

Kreis Büdingen.

Nidda, 22. Sept. Bei der heute hier abgehaltenen Gemein d e r a t s rv a h l wurden die auSscheidenden ©emeinbe- ratSmitgliedet Schreinerineistet Friebtich Reuning II. unb Landwirt Wilhelm Uhl II. wiederqewahlt. Glascrmeistcr

eine Mustcrricge am Barr-m wahre ('MduUciitungen und den Schluß der ttirncrischen Vorführungen bildete eine schöne Pyra­mide. Turch den darauffolgenden Ball ivurdc auch den Damen Rechnung getragen und Mitternacht war schon längst in die Ver­gangenheit gerückt, als die Letzten die Halle verließen. Zn allen seinen Teilen nahm so da- diejahrige Abturnen einen recht schonen ________________________________________________________-

Nniver,itätr-riacbrrcbten.

Professor Dr. Albert B r a ck m a n n von der Untoerftlä Marburg bat die Berufung auf den Lehrstuhl der mittleren unö neueren beschicht.' in KünigSbera angenommen und ivird noch zu Beginn des kommenden Wintersemesters das neue Lehr­amt übernehmen.

Der Mathematiker Prozessor Dr. Karl Boehm in Heidel­berg hat einen R>i< an die Universität Königsberg t. Pr. als Rackckolger von Professor E. Faber zum bevorstehenden Winter- femefter angenommen

AuS Düsseldorf wird berichtet: Dr. med. Gustav M 0 lineu » ist zum außerordentllchen Mitglied und Dozenten für Chirurgie und chirurgische Orthopädie an der Akademie für vraktische Medizin in Tüfielbori ernannt ivorden.

der Jrrenanstatl gebracht werden follle, warf die boch-rrad'r tut» Döfe Dame den Bemmen Vasierflm'cben und^andere i'Virüinb< ins «tzeficht, hetzte auch ihre Dv^:e auf ske. Schließlich r.'uroe bx . Gräsin üderwattigt unb der Anstalt ;ugetübrt. f

ch. Bacharach, 22. Sepi. (3al>rhunbertfeiet 1 von Blüchers Rheinübergang Unter Deilnatimc von über (jOO Personen, darunter des Kommandierenden Generals des 18. Armeekorps Frhr. v. Schenk, Abordnun- gen verfchiedener Truppenteile, des Hufartn-Regimenls Fürst Blücher v. Dahlstatt Pomm.» Nr. 5 in Slolp und sämtlicher hiesiger Vereine fand die Enthüllung einer Ge­denktafel am ehemaligen Gasthaus ..Zum weißen Roß". und jetzigen Waisenhause, in dem Blücher nach dem Rheins Übergänge Einkehr hielt, statt. Die Teilnehmer waren x?ov Kaub aus mittels eines Sonderdampfers Hierhergefahre! unb marschierten im festlichen Zuge zu dem Gebäude. Tn Festrede hielt Bürgermeister Harpenstein-Bacharach. Tt^ Tafel ist aus fchwärzem Marmor angefertigt unb trän bie Inschrift:Zn diesem Hause rastete Fürst Blücher Don Wahlstatt nach dem Rheinübergang am 1. Atomar 181 V. Abends fanb eine Beleuchtung der Stadt Bacharach statt. Von ben umliegenden .Höhen zu beiden Seiten des Rb. ins grüßten Freudenfeuer »ns Tal. Heitte vormtttag war in Kaub großes Konzert auf der Rheinpromenade ncioefen, während am Nachmittag unter starkem An dränge des Pu- llitums das Festspiel wiederholt wurde.