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abgeleitet, Reicht steckt in bei Rom- Sic Vorlage s Finanz, Reiches zu ößer gelvesei eichsregiemng und es ibi n ist. Wir :e Grundlage mn uns abce dagegen Eis' viegend. Der ergesehen fv, ; Reserve von ährte Fi- )Ui Schul« i worden sei.
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165. Zahrgang
Wien, 11. April.
Neue Freie Presse" meldet:
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' inigtcn Staaten.
in den Städten der nordamerikanischen Union saft durchweg
Steffter ist 1917 weiter
Erstes Blatt
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mm — wraiumTWiM
Die heutige Nummer umfatzt 20 Seiten.
— Wertvolle Stiftungen. in Rn in ver^rl'ene Fräulein Henriette Hertz, Eigentümerin des beka"nien Pffaizo Snncari, hat diesen fimftgcirhirfttlicf) wertoollen Besitz nebst der darin befindlichen reichen Bibliothek Hertzinna, dem Vernehmen nach der 5? a i s e r - W i l h e l m - G e s e 1 l s ch a f t vermacht, roäh1 rend ihre Sammlung an Kunstwerken, darunter ein tvertoollcr Filippo Lippi den italienischen Staatsmuseen zugedacht ist.
— Das Stadttheatcrin Hanau, verbunden mit dem Kurhaustheater Bad Homburg und dem Stadttheater Offenbach am Main, Direktion Adalbert Steffter, versendet über die am 6. Zlpril beendete -6 te Winterspielzeit folgende statistische Ueber - sicht: Es wurden in Hanau, Offenbach a. M. und Bad Homburg zusammen 262 Vorstellungen gegeben. Zur Aufführung kamen auf dem Gebiete des Schauspiels und der Operette u. a. die Neuheiten Gudrun, Magdalena, Tie Zarin, Hinter Mauern, Ein Waffengang, Eva, Der liebe Augustin, Grigri usw. Es gastierten u. o. Professor von Poss art, Alexander Moissi,
Irene Trief ch, Agnes Sorma usw. Tirektor die Direktion der vereinigten Bühnen bis zum Jahre übertragen worden.
— Ein deutsckes Wandertheater für
Nr. 85
Der Gleyrner Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich EirherierZamilienblätter;
zweimal wöchentl.Nieis-
. blatt für den Breis Giehen (Dienstag und Freitagl; zweimal monotl. Landwirtschaftliche oeitfragen Fernsprech - Anschlüsse:
für die Redaktion 112, .
Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:
In der Untersuchung über die erzwungenen Religions- Wechsel in albanischen Gebieten erklärte der Erzbischof von P r i z r e n d , daß die Montenegriner zum Nachteil der katholischen und mohammedanischen Bevölkerung, zwangsweise Konversionen in großer Zahl vornehmen. Der Erzbischof verlangt das Einschreiten der Mächte, um diesen Mißbräuchen ein Ende zu bereiten.
s v e r h a n d l u n g e n halben .ic Annahme der Wehr vorlagen
Vorschläge manchem demokratischen Blatte eine rechte Enttäuschung bereitet haben. Denn es fehlte bei ihm der vielleicht erwartete laute Protest gegen die neuen Riesenausgaben, und er übte nur eine durchaus sachliche Kritik an den Staucrvvrlagen. Ueberhaupt waren bis heute die Verhandlungen inr allgemeinen würdig und erfreulich. Taß die Linke an den neuen Bedürfnissen der Heeresvorlagen Kritik üben würde, und daß zahlreiche Wünsche und Forderungen in Bezug auf die Organisation unseres Heerwesens wieder erwachen würden, war ja vorauszusehen. Auch Herr Bass ermann und Herr Paasche haben solche Wünsche geäußert, wie z. B. die nach einer Reform des Militärstrafrechts und nach einer unvoreingenommenen Auswahl der Offiziere. Nur die sozialdemokratischen Redner haben sich die ungründlichen und fadenscherni-
Samstag, 12. April
Bezugspreis: monatlich 75Pf., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abholc- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.— vicrtel- jährl. ausjchl. Benellg. Zeiletipreis: lokal 15Pi., auswärts 20 Pieiuiig. Ehefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August
Vom Ba'kan.
Entschädigung Montenegros?
London, 11. April. Nach einer Information bef' Muter-Bureaus erklärte der montenegrinische Minister des Aeußern in Cetinje, Montenegro sei weder ein Vorschlag unterbreitet, noch seien Verhandlung gen der Mächte m itih müder ein eterritorialc oder finanzielle Entschädigung eröffnet worden.
Serbien stellt die Feindseligkeiten vor Skutari ein.
Belgrad, 12. April. Hier herrscht tiefe Nicdexgefchlagcn-- feit, daß das serbische Oberkommando gestern telegraphisch die Einstellung der Feindseligkeiten vor Skutari befohlen hat. Jr Montenegro herrscht allgemeine Verzweiflung, da die Montenegriner nach der. Wsage der Serben außer Stand gesetzt sind, die Belagerung fortzusetzen.
Ein albanischer Thronkandidat.
Wien, 12. April. Die Triple Entente hat den Prinzen Wilhelm von Schweden als albanesischen Thronkandidaten vorgeschlagen. Prinz Wilhelm ist 29 Jahre alt und der zweite Cohn des Königs von Schweden. Seine Gattin ist die russische Großfürstin Maria Paulowna, eine Tochter des Großfürsten Paul. Seine Mutter ist eine Cousine Kaiser Wilhelms.
Das Schreckcnsregiment in Albanien.
geu Argumente zu dtutzen gemacht, wonach eine vermehrte Rüstung nicht her Zeitlage entspreche. Die Fortschrittliche Volkspartei will im Ausschüsse an eine sorgfältige Prüfung der neuen Bedürfnisse herantreten, und auch das Zentrum hat ein solches Vorgehen in Aussicht gestellt, nur klang seine Prognose int allgemeinen freundlicher. Konservative, Zentrum und Sozialdemokratie haben darin tibereingestimmt, daß ein und dieselbe Mehrheit sowohl die Heeres- wie auch die 'Deckungsvorlagen erledigen möchte. Gesichert erscheint vor allem die Annahme des „Wehir- beitrages", natürlich mit den wünschenswerten Abänderungen, die sämtliche Parteien» fast übereinstimmend ' gefordert haben. Tic Stempelsteuernovelle intb die Beibehaltung der Zuckersteuer werden wohl auch angenommen werden. An den übrigen Vorlagen des Herrit Kühn wird vieles untgestoßen werden. Die Besitzwachselabgabe ist scharf kritisiert worden, und über die Besitzsteuer wird es harte Kümpfe geben. Wiederum wurden die Wünsche nach der Erbschaftssteuer oder der Reichsvermögenssteuer erhoben, und es wird sich die Frage erheben, ob noch einmal eine weitere Verständigung Basser- mann-Erzberger aus dem Plane erscheinen wird. Die bisherige Art der Auseinandersetzung im Reichstag läßt die Hoffnung berechtigt erscheinen, daß mit Sachlichkeit und gutem Willen die bei der Kürze der Zeit und der Vorbereitungen freilich schwer auszusindcnden gemeinsamen Wege im Interesse des Landes schließlich doch geebnet werden möchten.
Auzcigcr Gießen. V f ' ® ’
Annahme^von Anzeigen Rotationsdruck und Verlag der yrühl'schen Univ.-Vuch- Md Zteindruüerei R. Lange. Redaktion, Expedition Md Druckerei: Zchulftrahe 7.
bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhosstrahe 16a.
wieder entfacht und im Bunde mit dem stets verstäitdnis- vollen Frankreich Uebe.rraschungen für uns bereit hat. Für diesen gar nicht unwahrscheinlichen Fall muß Deutschland Vorsorge treffen.
Man darf sich aber aufrichtig darüber freuen, daß dem König Nikita aus dem russischen Brunnen diese kalte Tusche zuteil geworden ist! Das ist in der Tat ein Zwischenspiel, das dem Montenegriner noch wirksamer den Kops zurecht setzen wird als die Flottendcnronstration. Diese bedeutet nn Grund für den winzigen Heldett eilten Achtungserfolg, mit dem er sich aber, so rät die Petersburger Stimme, zufrieden geben soll. Welch kalter, strafender Hohn wurde über Nikita g ns gespritzt! Ohrte Sentimentalität setzt hier Herr Sasonow den überströmenden Panslawisten auseinander, daß das Rasseninteresse mit Nikitas Plänen nicht übereinstimme. Dieser wird geradezu als ein Allerweltsquerkops hingestellt, der immer auf eigene Faust handeln wvttc und ।eine Montenegriner nut-losen Massakres preis- gegeben habe. Sein Streben nach einem „montenegrinisch gefärbten Albanien" wird grimmig verhöhnt. Die Montenegriner seien schon unfähig, einige Tausend katholischer und muselmanischer Albanesen, welche seit 35 Jahren an den Grenzen Montenegros wohnen, sich zu assimilieren. Mit dieser Strafpredigt wird die finanzielle Entschädigung, über die Herr Sasonow kein Wort verloren hat, natürlich auch ad absurdum geführt. Die kräftige Rechtfertigung der amtlichen russischen Politik vor den Widersachern im eigetteit Lande hat also noch eine Nebenwirkung, die der Verfasser der Erklärung wohl nicht nachhaltig in Erwägung gezogen hatte. Hatte Rußland nur darum ait der Flotten- oemonstration nicht mitwirken wollen, weil es besser als die europäischen Mächte auf seine Würde halten wollte? Bedeutet die russische Enthüllung mit ihrer überraschenden Darlegung der Verhältnisse von Skutari auch für Europa nicht einen leisen Hohn?
Trotzdem bleibt es dabei, daß Herrn Sasonows Erklärung im Interesse einer klaren Würdigung der internationalen Lage und der bevorstehenden Aufgabe des deutschen Reichstags die Luft gereinigt hat. Nicht im Sinne etwa der „Frankfurter Zeitung", die noch immer alle erdenklichen Momente in Beweise gegen die Hecrcsvorlageii untrechnet. Tas ist allerdings ein ganz vergebliches Be
weis; mit braunen Ornamenten. Blumen und Laubschmuck durch- wirken lichtvoll die Reihen.
Das gesamte Erdgeschoß birgt die Abteilung für Geschäft S b e d a r s, vow 'Diktaphou bis herab zum Bleistift, vom Uebermodernsteu bis hinauf zum Altväterlichen. Was in diesen Maschinen für den Buremtbedarf gegenwärtig geleistet wird an Feinheit, Präzision und Sicherheit, davon bietet gerade diese Abteilung eine tmgewöhnlich grobe Auswahl. Dann folgen Ver- vielsältigunasapparate in den vielfältigsten Formen.
Der Reklame ist die Galerie eingeräumt. In erster Reihe stehen hier die S amm ela u s st e l lu n gen des Vereins deutscher Reklamefachleute. Sie zeigen in ihren Abteilungen, "welche Höhe die Reklame erreicht und welche Verbreittmg sie int modernen Leben gefunden hat. Dann folgt eine mnster- giltig Zusammen gestellte Ueberäch^ über das Bu ch o e w erbe und die Graphik; h'er findet der Kenner wahre Kabine11stückchqn des Buchgewerbesleißes. Man sieht Buckd ^el im Werte von hnnderten von Mark, Diplome von fast unschä'Barem Wert. Von fessclndent Reiz ist auch die Uc^-eriefet über Papierarten. An der Buchgewerbeausstellung haben sich die ersten deutschen Verleger beteiligt.
Die Eröffnung der Abstellung sand in Gegenwart des Regierimgspräsidentcn von Meister, vstle Festaäste und Vertreter der Handelstrmmern Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Offenbach, G i e ß'c n, Friedberg und Hanau statt.
Goetz; für „Feuilleton", „Verinischles" und ^Genchlsfaal": St. 91 eu- ralh; für „Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck.
durch große Geldschwierigkeiten in ihrem Fortbestand bedroht und hierdurch auch genötigt sind, den Kassenstandpuntt in der Auswahl des Spielplans gelten zu lassen, so tritt der große deutsch- amerikanische Nationalbund nun eifrig für die Begründung einer deutschen Wanderbühne^ in den Vereinigten Staaten ein; diese soll Städte, wo ein starkes Deutschtum oder lebendiges I n tcreffc an deutscher Kultur besteht, aufsuchen und ausschließlich der Pflege des klassischen und modernen deutschen Schauspiels und Lustspiels, mit Ausschluß der Operette und der niederen Posse, gewidmet sein. Wie die Mitteilungen des Vereins für das Deutsck»- tum im Ausland berichten, sind bereits zwei ernsthafte deutsche Unteruehmungen, das Harzer Bergtbeater des Dr. E. Wachler und das mit Förderung des Vereins für das Deutschtum im Ausland begründete „Deutsche Theater für Südame- r i k a" mit dem Nationalbund in Verhandlungen eingetreten.
— 2 400 Jahre alte „Geschä stsbücher". Bei den jüngsten Ausgrabungen, die von der Universität von Pennspl- tiania in Nippur veranstaltet wurden, ist ein hochinteressanter Fund ans Licht des Tages getreten: in einer Art Gewölbe fand man die „Geschäftsbücher" einer Firma, die üor_ 2400 Jahren blühte. "Das Gewölbe must in jenen vergangenen Tagen denselben Zwecken gedient haben, die heute die Stahlkammer einer Bank erfüllt. Die wich.igsten Dokumente eines großen Geschäftshauses waren hier verwahrt, freilich nicht in Form von Rechnungs- bücheru, sondern in Auszeichnungen auf TontäsAchen, wie man sie int Jahre 487 v. Ehr. benutzte. Die Firma Muraschu Söhne in Nippur, in deren Geschäft wir durch diese „Bücher" einen Einblick gewinnen, must ein bedeutendes und ausgedehntes Unternehmen gewesen sein. Sie war in der Zeit König Ar- taxerxus I. gegründet worden. Wie der New Bork American
zrWmgrsestspieie des Darmstädter yostheaterz.
Darmstadt, 11. April.
Gestern wurden die FrühlingSsestspiele mit „Rheingold" sort- qesetzt. Auch dieser Wend sand wieder eine seitlich geittmmtc Gemeinde. In der ganzen Hofloge faßten der Großherzvg, ine Großherzogin und mehrere Gäste.
Den starken Eindruck, den „Tristan und ^ivlde machte, erzielte der gestrige Wend nicht. Leo Blech, der den^ingenten- stab führte, ist wohl auch ein guter Musiker, aber nicht die Persönlichkeit wie Nikisch. Er ist mehr korrekt als überwältigend. Auch er ließ dem Sänger den Vorrang, vielleicht sogar an manchen Stellen über Maß. Aus der Bühne durste mau sich an reiner Kamst erfreuen. Eine ganz ausgezeichnete Leistung al-.' Darsteller und als Sänger gab Heinrich Hensel aus Hamburg als Loge. Ter feine Schliff feines edlen Organs latzr viele Schattierungen zu, die gerade dieser Partie sehr zu statten kommen. Den Wotan sang Herr Frttz Feinhals aus München. W Leistung des Künstlers ist ja allgetnem bekannt mnd' tragt ahm mit Recht überall Lorbeeren ein. Ein trefflicher Bassist ist Hem Fenken aus Mannheim. Auch snnetz Darstellung; zeigt emen außergewöhnlichen Könner Frau Rusche-Endorf sang die Frtcka. Selbst in dieser kleinen Partie zeigte sich die große ^unstlerm Von den Mitgliedern der Darmstadter Hosbuhne Mahnet!. sich vor allem Herr Leo Schützenborf als Alberich am?, i'crl. Jacobs mtsaltcte als Erda ivicbcr ihre große Gesangskunst, die fte sichi r noch einmal zu den Höhen ihres Berufes tragt, a.re Rherntochttr- szeue blicb inusikalisch manche Feinheiten schuldig. Emen guten Miwe.gab^ Hei^rbie öerr Richard Lert besorgt hatte, war besonders in den „Tiefeti des Rheins von eindringlicher Wirkung. Die „lustigen Frauen" konnten; sich hier wirklich tum- meln und marett nicht aus innen beängstigenden kleinen Raum zusammeiigedrängt. Gut gelungen waren auch die Klüfte des ^^lm^Sonntas wird Leo Blech die „Walküre" dirigieren.
mühen. Die Reichstag setzt schon ergeben, daß für t fern Pessimismus zu hegen ist. Tee fortschrittlichc Äbg. v. Payer mag mit seiner gestrigen Rede über die DeckungS-
politi$d?e Wochenschau.
Gießen, 12. April.
Die gestern veröffentlichte russische amtliche Erklürnng ist eine höchst anffallcnde, außergewöhnliche Maßregel. Sie enthüllt das Programm der russischen Politik, die bekanntlich sonst immer nach dem Grundsatz gemacht wurde: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Warum nun diesmal die Ausnahme? Man hat in der letzten Zeit häufig die Annahme gehört, Sasonow, der Minister des Auswärtigen, tverde den Widerständen der Panslaw-isten weichen müssen, die beim Falle von Adrianopel sich so stürmische' Künd- gebunaen leisteten und nachher in der Duma so bitter Beschwerde darüber führten, daß die Amts- und Polizeigewal tcn ihren Straßentumulten nicht mit dem gewünschten Verständnis entgegengekommen waren. Darauf hat heute Herr Sasonow, der noch unerschüttert in der Gunst des Zaren steht, die Antwort erteilt. Er will die Panslawisten teils beschwichtigen, teils zur Vernunft bringen. Daher in erster Linie diese ungewöhnliche Ofsenhcrzigkeit. Dann aber sollte der Welt gezeigt werden, daß die russische Politik in dcn Londoner Beschlüssen keineswegs eine Niederlage erlitten habe, wie vielfach behauptet wordeu war. Wiener Zeitungen hatten die heftigste Sprache geführt, indem sic erklärten, der widerspenstige Ftönig von Montenegro finde in Petersburg heimliche Unterstützung. Nachdem das internattonale Geschwader die Blockade eröffnet hat, mußte Herrn Sasonow daran liegen künd zu tun, daß nicht er einen Mick- zug habe untreren müssen, und so limitterte er' die russische Politik so, wie es ihm heute am besten in den Kram paßt. Was kann es schaden, so rechnete er, wenn man dabei offen das Mslawenbanner einmal entrollt, da die Tatsachen ja doch so deutlich gesprochen haben und der deutsche Reichskanzler in dieser Richtung schon unbestreitbare Feststellungen gemacht hat?
So darf mun jdenn, wenn man das Fazit aus der rnssi- fchen Enthüllung ziehen will, feststellen, daß Rußland von den Slawenstaaten, die es nach Kräften unterstützt hat, für die Zukunft noch Großes erhofft. Das ist eine Bestätigung dessen, was Herr v. Bethmann Hollweg in dieser Beziehung für die Lage der germanischen Völker besürchten oder vielmehr erwarten zu müssen glaubt. Daß, cs eine Kollision der widerstrebenden Interestett zwischen den verschiedenen rnffischen Völkent gibt, das ist von Petersburg ausdrücklich zugegeben werden. Wird sich diese Kollision in Zukunft nicht wiederholen, nachdem 'Rußland versicherte, daß es mit Hilfe und Opfern für seine slawischen Brüder niemals, sparen wird? Zwar hat Herr Sasonow auch den Satz veröffentlichen lassen: „Die Verschiedenheit der Rassen braucht durchaus nicht zu einem Gegensatz unter den Rassen zu führen". Nun, so hat es ja auch der deutsche Kanzler nicht gemeint, daß notwendig in der nächsten Zukunft ein großer Rassenkrieg entbrennen müsse. Daß aber die Panslawisten im Bunde "mit den aktionstuftigen Baltanvölkern neue Vorstöße planen könnten und daß das Deutsche Reich als Bundesgenosse Oesterreichs in diese Wirrnisse hincingezogcn werden müßte, das ist doch nicht von der Hand zu weisen, lind wir wissen es noch gar nicht, ob an Stelle Sasonows nicht übers Jahr ein munterer Ponffawist die Funken
beritt "cc, wurden viele Hunderte von Tontciscln entdeckt, die zeigen, daß sich die Firma mit den verschiedensten Handelszweigen be- bestt äftigte: sie verkaufte Juwelen und Edelsteine, vermittelte Grimdttückgeschäste, venvaltetc Vermögen usw. Unter den zahlreichen Kontrakten und Kaufabschlüssen, Die ans dcn Taseln ncr Zeichnet stehen, interessiert besonder.- ein Garantieschein, in dem der Firma Scl;adenersab verfproch.'n wird für den Fall, daß ein Smaragd aus einem Goldring vor 20 I.ihren heraus- sällt. „Bel-Ld-iddina und Belsttnnia, Sohne von Bel und Hatin von Bazuzu", so lautet das interessante Schriftßück, „sprechen also zu Bel-nadin-sttnmtu, MurascbuS Söhnen: Was den Gold- ring mit dein Smaragden an geht, so garantieren wir, daß zwanzig Jahre lang^der Smaragd nicht ans dem Goldving fallen wird. Sollte der Smaragd früher heraus'allen, so w rdcn wir Bel-nadiU' sttnmili einen Schadenersatz von 10 otücf Silber leisten". >Dü Rechnungen erstreiken sich auf einen Zeitraum" von über 50 Jahren. 'Tie Firma war hauptsächlich als Agent für eine Anzahl von _ c. - . . • . bt e V er- reichen Persern txilig, die ilyr Vermögen nicht selbst verwalt«
Ta die ständigen beut)dien Theater wollten.
Dir Kranifurter Aurftell-mq für Eeschäfisbedarf und Neklame,
h. Fr an kfu rk a. M., 10. April.
die Festharle ist heute die Ausstellung für-Geschästsbedars und ^Reklame eingezogen, eine Schau, wie sie in solcl)em Umfang LstWd noch V gehabt hat. Mehr als 3000 Quadratmeter sind von den Ausstellungsgegenständen bedeckt. Vieles kehrt zehn-, hundertsach wieder unter der Fülle des Gebotenen. "Sott) wird man nicht müde durch das Einerlei. In ruhiger, vornehmer Gc sttflossenheit ftndet alles in dem in der Mitte der Halle stehendem GlaSkuppclbau jeutet Brennpunkt. Wle Stände sind gleichmäßig, |


